Nâder Šâh Afšâr und das schmutzige Erbe der Safawiden (1)

Nâder Šâh Afšâr

In den religiösen Lehren des Islam war die Gedankensklaverei schon immer fester Bestandteil und das ist auch heute noch so und wenn ein für alle Mal die Gedankensklaverei und damit das verbundene, unsägliche Verhältnis zwischen „dem Jünger und dem Meister“,  dem „Nachahmer und der Instanz der Nachahmung“ abgeschafft werden, dann wird auch das System der Verdummungsmaschinerie sein Ende finden. Ein grundlegendes Gesetz der Natur ist die Freiheit, aber im Laufe der Geschichte fingen Menschen an, die Gedankenversklavung durch die Erfindung von Religionen zu betreiben, um andere Menschen zu beherrschen und ihren Nutzen daraus zu ziehen. Die Art der Versklavung erdrosselt im Islam bis heute noch viele Kehlen. Seit ein paar Jahrhunderten ist man in verschiedenen Ecken der Welt ständig bemüht, die Gedankensklaverei von Religionen und ihre blinde Nachahmung zu beseitigen.

Der Wind der Bemühung erreichte auch Iran: So viele hingerichtete Menschen und so viele Gefängnisinsassen sind das Ergebnis solcher Bemühungen. Seit der Invasion der Araber, Mitte des 7. Jahrhunderts, und der damit einher gegangenen Zwangsislamisierung Irans, gab es nicht viele Gelehrte und große Männer in der Geschichte die versuchten, den Verstand der Iraner von den Ketten der Gedankensklaverei des Islam zu befreien, um ihnen eine freie Welt ohne religiöse Gefangenschaft und damit ohne Nachahmung näher zu bringen.

Nâder Šâh Afšâr war einer dieser großen Männer, in der verunreinigten und wechselhaften Geschichte dieses Landes, geboren, in einer Zeit, die beherrscht war von Unruhen, Aberglauben, Apathie, und Krieg im safawidischen Iran Ende des 17. Jahrhunderts.

Das Leben von Nâder Šâh Afšâr

نادر شاه افشار

Nâder Qoli Beg نادر قلی بیگ‎, wie sein ursprünglicher Name war, wurde am 22. Oktober 1688 in  Dastgerd in Nord-Xorâsân, als Sohn einer turkmenischen Familie vom Stamm der Qirqlu geboren und wuchs in armen Verhältnissen auf, nachdem sein Vater, ein Gerber, schon früh verstorben war. Nach dem Tode des Vaters wurde er im Alter von etwa 15 Jahren mit seiner Mutter von Usbeken versklavt. Nach dem Tode der Mutter, als er 25 Jahre alt war, gelang ihm jedoch die Flucht aus dem Lager und er schloss sich anderen jungen Männern an, die für die Freiheit kämpften. Er lebte beim türkischen Stamm der Afšâren [Afšâri]  und man wählte ihn dort auf Grund seiner Führungsstärke und  Entschlossenheit schnell zum Sepahsâlâr.

Er war durch und durch iranisiert, in einem von Türken überfluteten Xorâsân, er sprach nicht türkisch, sondern persisch und sein lebenslanger Begleiter war das Shahnameh von Ferdowsi. Er widmete einen großen Teil seiner Kraft dem Wunsch der Beseitigung, der von den türkischen Safawiden zur Staatsreligion erhobenen Schia, entmachtete die schiitischen Mullahs, denn die Schia empfand er, genau wie später der große und erhabene Ahmad Kasravi als Irrlehren, die nur Unruhe und Aberglauben in Iran stiften und die Entwicklung des Landes behinderten. Er verhinderte die Zerstörung der Souveränität Irans und wies die damaligen Großmächte in ihre Schranken und rette damit Iran als Nation. Er wollte die Aufklärung fördern und forderte die iranischen Intellektuellen auf dies zu tun, denn er war der Auffassung, dass wenn Aufklärung über den Islam betrieben würde, wäre das Schwert Nâders nicht notwendig. Er hatte gesehen, dass Iran eine Ruine geworden war und die Iraner als besiegte Sklaven lebten. Und in diesem von der türkischen Unkultur beherrschten Land, erhob er sich, sprang auf sein Pferd und machte sich auf den Weg, Iran von den Türken, den Russen, von den Afghanen und nicht zuletzt vom türkischen Aberglauben der Safawiden zu befreien.

1736 – 1747 war er iranischer Kaiser. Er gründete die Afšâriden Dynastie [Afšâriyân]  und ernannte Maschhad [Mašhad] im Nord-Osten Irans zur Hauptstadt. Er ist der berühmteste iranische Kaiser, der nach der Invasion der Araber, Mitte des 7. Jahrhunderts, in Iran regiert hatte. Er führte seine Kriege gegen die Afghanen, die türkischen Osmanen, die Usbeken, gegen das zaristische Russland, gegen Turkestan und Indien. Nâder Šâh Afšâr war der letzte Eroberer aus dem Orient und der Napoleon Persiens, mit dem Unterschied zu Napoleon, dass er keinen einzigen Krieg verloren hatte. Pantürkische Gestalten versuchen nun Nâder Šâh Afšâr zu einem „Türken Kaiser“ zu erklären; aber sie vergessen dabei, dass er die Hälfte seines militärischen Wirkens den Kriegen gegen die türkischen Osmanen widmete, um sie aus den iranischen Territorien zu vertreiben. [hier]. Erst unter der Herrschaft von Nâder Šâh Afšâr bekam Iran erstmals seine Größe und Erhabenheit, seit dem Niedergang der Sassaniden Dynastie, Mitte des 7. Jahrhunderts zurück und er hatte es geschafft, Irans Grenzen auszuweiten. Er liebte Iran und vergötterte dieses Land, das sein Stamm einst überfallen und besiedelt hatte, aber er fühlte sich als Iraner und führte mit eiserner Hand seine gerechten Kriege, um Iran das zurückzugeben, was ihm gehörte.

Im Folgenden werden wir uns nur mit einem bestimmten Teil aus seinem Leben, das in den letzten 1400 Jahren iranischer Geschichte sonst weniger zu finden ist, befassen:

Nâder wurde General in der safawidischen Armee von Shah Tahmasp Safawi II. Tahmasp II wollte den Tod seines Vaters Soltan Hosein rächen, der von Mahmud Hotaki, der auch berühmt unter dem Namen Mahmud Afghan war, getötet wurde. Deshalb bat Tahmasp II Nâder um Hilfe. Das ganze Land hatte sich in Anarchie verwandelt. Nâder nahm seine Truppe, schlug die Rebellion nieder und verjagte die Afghanen aus Iran. Durch seine militärischen Erfolge genoss er großes Ansehen und Respekt beim Volk. Tahmasp II wurde neidisch auf den Respekt und die Bewunderung des Volkes gegenüber Nâder und um seine Macht zu demonstrieren, führte Tahmasp II nun mit einer großen Armee gegen die türkischen Osmanen Krieg. Er hatte keine Kampf- u. Führungsqualitäten, sodass durch seine Unfähigkeit, Tausende iranische Soldaten in der Schlacht bei Tschaldiran [Çaldıran] getötet wurden und dieser Feigling flüchtete anschließend vom Schlachtfeld. Nâder, der von der Niederlage erfuhr, nahm seine kleine Armee von 5000 Mann und ritt nach seinem Sieg gegen die Afghanen im Osten Irans in den Westen Irans und erreichte dabei das Osmanische Reich. Er eroberte alle iranischen Gebiete, die Tahmasp II an die türkischen Osmanen verloren hatte wieder zurück. Dann zog er in den Kaukasus, um die kaukasischen Gebiete Irans von den Russen zu befreien. Mit Erstaunen musste er aber feststellen, dass die Russen geflüchtet waren, als sie von seiner Ankunft erfuhren.

Nâder Šâh Afšârs religionsbezogene Innenpolitik

Die türkische Safawiden Dynastie [Ṣafawīyān] صفویان hatte den schiitischen Islam als Staatsreligion eingeführt und seitdem herrschten, seit mehr als 2 Jahrhunderten, nur noch der Aberglaube, Apathie und Hinterwäldlertum in Iran.  Für jeden anständigen Iraner ist die Herrschaft der türkischen Safawiden Dynastie, mit Ausnahme von Shah Abbas dem Großen, eine wahre Schande.

Nâder wechselte zum sunnitischen Glauben über, als er an Macht in Iran gewonnen hatte. Er glaubte, dass die safawidische Schia, den Konflikt mit dem sunnitischen Osmanischen Reich intensiviert hatte und in seiner Armee dienten sowohl Schiiten, als auch Sunniten und  andere. Er wollte in Iran die Religion so verändern, dass sie an Akzeptanz bei den Sunniten gewinnen konnte und Iran sollte eine Form der Schia annehmen, die er Ja’fari, zu Ehren des sechsten schiitischen Imam Jafar al Sadiq, nannte. Er verbot bestimmte schiitische Praktiken, wie z. B. das Fluchen auf die ersten drei Kalifen. Michael Axworthy schreibt in der Biografie über Nâder Šâh Afšâr in The Sword of Persia, 2006 auf S. 168, „dass sein Leibarzt, ein französischer Jesuit berichtete, dass es schwierig ist zu sagen welcher Religion Nâder folgte und dass viele seiner Zeitgenossen sagten, er habe keiner Religion angehört.“ Nâder erhoffte sich, dass der Jafarismus als fünfte Rechtsschule des sunnitischen Islam [mazhab] anerkannt würde und die türkischen Osmanen ihren Anhängern erlauben würden auf die Pilgerreise nach Mekka zu gehen, das auf ihrem Territorium lag. In den Friedensverhandlungen mit Iran weigerten sich die Osmanen den Jafarismus als fünfte sunnitische Rechtsschule des Islam anzuerkennen, sie ließen die Iraner jedoch auf die Pilgerreise nach Mekka gehen. Nâder war vor allem daran interessiert, die Rechte der Iraner bei dem Hadsch, der ja auch den Handel der iranischen Pilger betraf und damit für Iran von wirtschaftlichem Interesse war, zu stärken. Ein weiteres Ziel dieser Politik der religiösen Reformen war es, die türkischen Safawiden weiter zu schwächen, denn der schiitische Islam hatte die Safawiden Dynastie schon seit je her unterstützt. Nachdem Nâder gehört hatte, dass der Obermullah von Iran die Safawiden weiter unterstützte, erwürgte er ihn eigenhändig.

Er plante den Jafarismus, als fünfte neben den anderen vier sunnitischen Rechtschulen auch deshalb anerkennen zu lassen, um die Verfolgung der Sunniten und anderer Glaubensrichtungen in der Safawiden Zeit für die Zukunft zu verhindern. Die sunnitische Bevölkerung in anderen Teilen des Landes reagierte auf die Verfolgung dieser Bevölkerungsteile mit Aufständen, deren Ergebnis dann in der Einmischung des sunnitischen Osmanischen Reiches in Iran mündete. Außerdem wollte Nâder die afghanischen Würdenträger und andere iranische Völker, die sunnitisch gesinnt waren, auf seiner Seite haben. Nâder wusste genau, dass der Grund für die Schwäche der Safawiden und das dadurch beinahe in Teilen zerstückelte Land Iran, nur durch die ständige Einmischung der schiitischen Mullahs in der Innen- und Außenpolitik des Landes lag und endgültig sein Ende finden musste.

Aufgrund dessen befahl er die Moscheen, die als Stützpunkte der Mullahs agierten zu schließen und all diejenigen, die durch ihren Eintritt in die Rangordnung eines Mullahs jede Position im Staatswesen besetzten und dadurch alle gesellschaftlichen und politischen Vorteile genießen konnten, zu entlassen. Dadurch hatte die Kaste der Mullahs keine Berechtigung mehr zu existieren und wurde abgeschafft. Nach diesem Dekret widersprachen die Mullahs im ganzen Land diesem Erlass und hetzten das Volk gegen den König auf und zettelten Unruhen an. Nâder ließ sich nicht von diesen Schmarotzern einschüchtern und gab den Befehl zum Exekutieren einiger Tausend Mullahs im ganzen Land und verbannte damit diese Viren für eine Zeit lang aus dem Leben des iranischen Volkes. Nâder Šâh war im wahrsten Sinne des Wortes ein Mollâ Koš /Âxund Koš [Schlächter der Mullahs/Akhunds].

Šâh Soltan Hosein der safawidische Herrscher Irans

Die abergläubische und die religiös dogmatische Schia-Safawiden-Macht wurde erst durch Mahmud Hotaki und dann durch Nâder Šâh Afšâr nach 240 Jahren Herrschaft, begleitet von Verbrechen, Aberglauben, Apathie und religiöser Zwietracht, beendet. Im Buch The Fall of the afavi dynasty and the Afghan occupation of Persia, geschrieben von Laurence Lockhart, lesen wir folgendes: „…Aber, der König war versunken im Sumpf seiner kindischen und abergläubischen Gedanken […] Nachdem die Usbeken in Xorâsân einmarschierten, berichtete man König Soltan Hosein شاه سلطان حسین darüber. Der König spielte gerade mit einem Katzenbaby; er hatte eine Feder an einer Schnur befestigt und zog sie vor der Katze her […] Der Wesir wartete auf die Anweisung des Königs, was er nun in dieser Angelegenheit veranlassen würde. Plötzlich sagte Soltan Hosein dem Wesir, er würde nach dem Spiel mit ihm alles besprechen, er vergaß aber sein Versprechen […] In der Nacht vom 12. Januar 1706 fing eine der hölzernen Säulen des Palastes Feuer und das Feuer breitete sich innerhalb kurzer Zeit über andere Säulen aus und erreichte das Dach […] Soltan Hosein erlaubte niemandem das Feuer zu löschen […] Er sagte: „Wenn der göttliche Wille darauf besteht, dass dieser Saal verbrennt, dann solle es auch geschehen, ich werde nichts dagegen tun“. Über die Gründe der Niederlage des Safawidenkönigs Soltan Hosein gegen die Afghanen schrieb Laurence Lockhart in seinem Buch: „…Anstatt, dass der König etwas dagegen unternahm, sprach er mit seinen Sterndeutern und suchte Rat bei ihnen; er entschied sich dann für den Rat einer seiner Heerführer seinen Soldaten „magischen Eintopf“ zum Essen zu geben, damit die Soldaten nach dem Verzehr des magischen Eintopfs „unsichtbar“ werden und den Feind dadurch besiegen.“

Die türkische Safawiden Dynastie ging zugrunde, aber der Keim des Hasses und der Feindschaft anderer Religionen und Glaubensrichtungen gegenüber, die die schiitischen Mullahs im Schutz der Safawiden Schwerter in die Herzen der Iraner pflanzten, wurden viele Iraner bis heute nicht los.

Trotz all der Bemühungen von Nâder Šâh Afšâr, das Feuer der Hasskriege der Muslime untereinander, aufgrund ihrer Rückständigkeit, Zwietracht und Heuchelei, die ihre obskure und verfaulte Wurzel tief in der iranischen Gesellschaft verankert hatte, zu löschen, war er letztlich nicht erfolgreich, Iran von der Fatalität der religiösen Herrschaft, ein für alle Mal zu befreien. Seine Bemühungen wurden durch die Obstruktion der schiitischen Mullahs einerseits und der sunnitischen, türkischen Osmanen andererseits zunichte gemacht.

Als er sich mit den Würdenträgern des Landes, nach dem Tod des kleinen Abbas III, dem letzten Safawidenkaiser, in der Mugansteppe [dašte Moqân], über die Zukunft des Landes beraten hatte, hatte er die schiitischen Mullahs, die er für den Niedergang Irans verantwortlich machte und die ständig gegen ihn intrigierten, nicht eingeladen, um bei den Beratungen mit entscheiden zu können. Er stellte drei Bedingungen der Kankâš Sitzung  und erst nach der Zustimmung in allen drei Punkten in der Sitzung der Würdenträger hatte er sich bereit erklärt, sich zum rechtmäßigen König wählen zu lassen. In wikidummia wird die Krönung Nâders sehr ungerecht geschildert und er wird dort völlig zu Unrecht als Usurpator dargestellt, der eigenhändig die Krone aufs Haupt gesetzt haben soll.

Nâder Šâh Afšâr der Retter Irans

Ahmad Kasravi schrieb im Vorwort des Buches Dareye Nâderi [Das Leben von Nâder]: „Ohne Zweifel war Nâder ein Tyrann, aber hat man sich jemals gefragt, wie viel tyrannischer damals das Verhalten des dummen Volkes seinem König gegenüber war!? Bis heute hat niemand darüber geschrieben. Alle wissen, dass als Nâder Šâh sich die Ärmel hochkrempelte und für Ordnung sorgte, Iran seine Souveränität schon verloren hatte und es gab keine Sicherheit und Ruhe im Lande […] Drei fremde Mächte, Osmanen, Russen und Afghanen herrschten in diesem Land. Abgesehen davon gab es überall im Lande noch Iraner, die ungehorsam waren und die Macht für sich beanspruchten […] Genau in diesem unglücklichen Moment in der Geschichte des Landes erhob sich Nâder und verjagte mit eiserner Hand die Fremden aus dem Land […] Nachdem wieder Ruhe ins Land einkehrte und seine Arbeit getan war und obwohl es keinen Zweifel daran gab, dass er nun selbst der König sein konnte, respektierte er trotzdem das gemeine Volk und sammelte die Würdenträger des Landes in der Mugansteppe [dašte Moqân] und durch ihre Hände setzte er sich die Königskrone aufs Haupt. Nach seiner Krönung fing er nicht an vergnügungssüchtig und verweichlicht zu werden, sondern machte Iran durch seine scharfsinnigen Taten zur größten Macht in Asien […] Schauen wir aber, wie das Volk sich revanchierte? Es ist eine Schande, dass das Volk […] keine Achtung und Respekt vor der international errungenen Macht und dem errungenen Ansehen Irans hatte. Nur weil Nâder die unangebrachte Methode der Beschimpfung und Verfluchung, die ja das schlimmste und abscheulichste Ergebnis des schiitischen Apparats und des Klerus war, beseitigen wollte, waren sie alle beleidigt; sie sympathisierten mit den Safawiden Nichtstuern, und strebten nach dem Königtum innerhalb des Safawiden Stammes […] Zweifellos war Nâder überlegener als Napoleon und andere Führer. Bei der großen Versammlung der Würdenträger in der Mugansteppe akzeptierte er den Thron und die Verantwortung als Kaiser unter drei Bedingungen: 1- Das Kaisertum sollte in seiner Familie bleiben. 2- Um keine Unruhe und Aufstände im Land zu stiften, sollten keine Familien- u. Stammesmitglieder der Safawiden unterstützt werden, denn sie hatten genug Schaden eingerichtet. 3- Das Vermeiden der Beschimpfung und Verfluchung von Omar, Osman und Abu Bakr [die ersten drei sunnitischen Kalifen nach Mohammad] und das Absetzen der Trauerfeier für Hosein [Tâsu’â šurâ], den dritten schiitischen Imam, denn durch solche Beschimpfungen und Trauerfeiern verloren bis dahin sehr viele Menschen bei den Auseinandersetzungen zwischen Sunniten und Schiiten ihr Leben. Und die sunnitische und schiitische Geistlichkeit sollte zusammen kommen und ein für alle Mal die Meinungsverschiedenheiten unter sich beenden. Es war dann sonnenklar, welche Gruppe sich schon am Anfang der Thronbesteigung von Nâder Šâh  gegen ihn aufbäumte und Widerstand leistete [die schiitischen Mullahs]; er wurde von ihnen mit Sarkasmus begrüßt und […] sie konspirierten immer und immer wieder gegen ihn!“

 Für die damalige Zeit, im damaligen Iran war es absolut vertretbar, wie ein Tyrann zu herrschen und zu handeln, denn das dumme Volk hatte 240 Jahre türkische Safawiden Herrschaft, in der absolute Volksverdummung und schiitische Gehirnwäsche herrschte, hinter sich.

Und eine Herde von dummen Lämmern kann nur ein Schäfer mit eiserner Hand und Stock führen. Obwohl  Nâder Šâh nicht wie wir heute über den Islam aufgeklärt war, sich nach außen zum sunnitischen Islam bekannte und höchst wahrscheinlich überhaupt nicht religiös war, war er jemand, der wohl alle Richtungen des Islam und die Schia im Besonderen für Unsinn hielt. Er verbot aber niemanden seinen Glauben, er wollte ein Zusammenleben der Iraner als Nation und nicht als Sunniten oder Schiiten. Für ihn war das alles eine Nebensache. Daher dürfen wir ihn nicht aus heutiger Sicht betrachten.

Im Buch Die Geschichte Irans von der Antike bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, von Pigoloskaya ist unter anderem zu lesen: „Nâder […] beschloss den Zustand der Institution von Awqaf [Ouqâf] (für religiöse oder wohltätige Verwendung gestiftete Güter) zu untersuchen […] Er versammelte sofort nach seiner Ankunft in der Stadt Qazvīn alle Geistlichen der Stadt und der Umgebung und fragte sie, wie sie nun die gesammelten Gelder durch Awqaf verwenden? Sie antworteten, dass die Gelder für die hohe Geistlichkeit, für Quranschulen und Moscheen verwendet werden und in den Moscheen wird für den Sieg der kaiserlichen Armee gebetet. Nâder sagte: „Eindeutig, seid ihr Eurer Pflicht nicht nachgekommen, und Allah wird bei solchen Taten nicht zufrieden sein.“ […] An die 50 Jahre lebte das Land am Rande des Niedergangs und am Ende verfolgte das Land nur noch Armut und Not […]“

Mortezâ Râvandi schrieb im zweiten Band seines Buches Târixe ejtemâ’ye Irân [die gesellschaftliche Geschichte Irans]: „Um die religiösen Differenzen zwischen Iran und den türkischen Osmanen zu lösen, setzte sich Nâder sehr ein; es verhandelten Botschafter und Delegationen diesbezüglich zwischen beiden Ländern, aber der osmanische Sultan lehnte jedes Mal unter verschiedenen Vorwänden die Vorschläge Nâders ab“. Nâder bat sehr oft den osmanischen Sultan, die Ja’fari Konfession (schiitische Rechtsschule) als die fünfte Rechtsschule anzuerkennen. In einem seiner Erlasse sagte er: „Alle diese Meinungsverschiedenheiten und das darauf folgende Blutvergießen sind die Ergebnisse falscher Interpretationen, die man den religiösen Gesetzen entnommen hatte. In der Zeit des Propheten gab es nur die sunnitische Rechtschule, und alle sollten dann der sunnitischen Rechtsschule folgen“.

Kaluschkin, der russische Konsul in Iran schrieb in seinem Bericht im Mai 1741: „Während meiner Unterhaltung mit Nâder Šâh sagte der König: „Gott hat uns den Verstand gegeben, um den Unterschied zwischen so vielen Religionen sehen zu können und unter diesen eine auszuwählen und dadurch einen neuen Glauben zu schaffen, so dass nicht nur Gott mit uns zufrieden wird, sondern auch als Rettung für uns da ist. Deswegen gibt es auf dieser Welt so viele Glauben, wo jeder den anderen ablehnt und seinen Glauben zum wahren Glauben erklärt. Allesamt sind nicht eins und einig, obwohl es nur einen Gott gibt und somit sollte es auch nur einen Glauben geben“.

Um zu begreifen, weshalb Nâder Šâh vergeblich versuchte die Differenzen zwischen den Religionsparteien in Iran zu beseitigen, muss man sich mit der Geschichte der Safawiden auseinander setzen, deren Zeugnis voller Gräueltaten und Morde gegen Andersgläubige im damaligen Iran war. Die Morde und Erniedrigungen finden bis heute unter dem islamischen Mullah Regime statt. Sie sind das schmutzige Erbe der türkischen Safawiden.

Die ständigen Verschwörungen und Intrigen seiner Generäle gegen ihn waren der Grund, weshalb er im Laufe der Jahre paranoid wurde. Einer dieser Generäle war Mohammad Hasan Khan Qajar aus dem turkmenischen Stamm Qajar. Nâder wurde im Jahr 1747 durch diesen Verräter Mohammad Hasan Khan Qajar, der ihm seinen Kopf abhackte, ermordet. Nâder hinterließ 4 Ehefrauen, 5 Kinder und 15 Enkelkinder.

Er hat zwar nur 11 Jahre regiert, schaffte es aber in dieser kurzen Zeit die iranischen Grenzen bis an die damaligen Grenzen der Sassaniden Epoche zu erweitern. Er vereinigte alle iranischen Völker und brachte sie unter eine Flagge. Er zwang russische Handels- u. Kriegsschiffe die im Kaspischen Meer kreuzten, bei der Begegnung mit iranischen Seestreitkräften, die iranische Flagge aus Zeichen des Respekts zu grüßen.

Auf Erlass von Rezâ Šâh dem Großen wurde das Mausoleum von Nâder Šâh Afšâr im Jahr 1917 in Maschhad gebaut. Erst in der Zeit von Šâh Mohammad Rezâ Pahlavi wurde im Jahr 1963 das neue Mausoleum für Nâder Šâh Afšâr eröffnet.

Und nun, am Ende dieses 1. Teils lassen wir Nâder Šâh selbst sprechen. Es sind seine Worte, die er hier und da gesprochen hatte, die dann durch zeitgenössische Historiker, die mit ihm zusammenkamen, niedergeschrieben wurden. Aus dem Buch Nader Shah’s life geschrieben von Joans Honoy (Jonas Hanway) veröffentlicht im Jahr 1967:

- „Es musste doch einen Weg geben. Ich war ständig in den dunklen Zeiten meines Landes auf der Suche nach einem Licht, das Licht der Befreiung meiner Heimat aus den Krallen der Fremden; wie schrecklich ist die Katastrophe anzusehen, wenn dein Leben, dein Reichtum und deine Ehre, in den Händen der Fremden sind und deine Hände sind in Ketten gebunden und du kannst nichts tun und du kochst innerlich, um einen Weg zu finden. „Du kannst das“. Das ist die einzige Kraft, die aus der Tiefe deines Daseins schreit: „Du kannst das, du kannst die Wunden heilen“, und in der Hoffnung auf die Wiedergeburt der Würde meines großartigen Volkes sprang ich auf mein Pferd und machte mich auf den Weg.“

- „Große Männer erheben sich aus den zerstörten Palästen, um sich an den Zerstörern zu rächen und eine Stimme in mir sagte, steh auf, denn Iran hat dich gerufen und ich stand auf.“

- „Ein Schlachtfeld kann auch ein Freundschaftsfeld sein, wenn beide Seiten sich mit ihren eigenen Rechten zufrieden geben.“

- „Das Schweigen ist ein Schwert, daraus zog ich immer meinen Nutzen.“

- „Mein ganzes Dasein schenke ich meinem Land, auf das ich die ewige Ehre für mein Land erreiche.“

- „Vor dem Feind sollte man sich nicht fürchten, aber vor den sufistischen Eigenschaften junger Männer sollte man Angst bekommen; denn wenn ein junger Mann sich von den großen Vorhaben und Wünschen distanziert, wird er auch keine Hilfe der Gesellschaft sein, er würde eher ein Schmarotzer sein, der auf Kosten seiner Landsmänner leben würde.“

- „Wenn es die Tapferkeit und Unerschrockenheit der jungen iranischen Männer nicht gäbe, würden die Kräfte von 10 „Nâder“ auch nicht ausgereichen.“

- „Oh ihr Wissenschaftler und Weisen meines Landes, die Freiheit und Souveränität des Landes soll mir überlassen werden und die Erziehung der nächsten Generationen euch; wenn eure Worte das Volk aufklären, wird das Schwert von vielen Nâders nicht gebraucht.“

- „Sobald du deinen Fuß im Steigbügel des Pferdes hast, fliegst du schon mit dem Flügel der Geschichte; dein Schwert und deine Taten werden verewigt, denn Tausende ungeborene Kinder dieses Landes verlangen ihre Freiheit durch unsere Kraft und Gedanken. Daher werden wir mit unseren Taten ihnen beibringen, dass ihre Väter ihrer Zukunft gegenüber nicht gleichgültig waren und sie werden auch lernen ihre Freiheit auf gar keinen Fall zu verlieren.“

- „Jeder Soldat, der im Krieg fällt, wird im Himmel selig werden, aber Nâder wird sterben und im dunklen Grab Platz nehmen, Nâder wird nicht in den Himmel gehen. Nâder will den Himmel nur für seine Soldaten und für sich nur das Unglück und die Dunkelheit. Nâder nimmt alles für die Wiedergeburt des großen Iran in Kauf. Der Fortschritt und die Macht Irans sind das Einzige, was aus meiner traurigen Kehle geschrien wird und mich bis ins Herz der Armee des Feindes nach vorne marschieren lässt.“

- „Das Buch Šâhnâme des weisen Ferdowsi war immer der Wegweiser im meinem Leben.“

- „Die Eroberung Indiens war keine Ehre für mich; das Wichtigste war die Gefangennahme und Bestrafung der Verbrecher, die 20 Jahre lang mit äußerster Brutalität mein Land verwüsteten, mordeten und plünderten. Wollte ich nach Ansehen und Macht streben, hätte ich europäische Könige versklavt, aber das ist weit entfernt von meinen guten iranischen Eigenschaften.“

- „Die Krone und der Gürtel der Herrschaft sind das Zeichen des Dienens meinem Land gegenüber. Viele Nâders kamen und viele werden auch in der Zukunft kommen; aber das Land Iran und die Iraner müssen immer Erhabenheit und Herrschaft genießen; das ist der Wunsch meines ganzen Lebens.“

- „Als ich mich erhoben hatte, hatte man aus dem Iran eine Ruine und aus meinem Volk besiegte Sklaven gemacht; meine Armee ist das bemerkenswerte Symbol der iranischen Tapferkeit in der ganzen Geschichte; eine Armee, die als Aufgabe den Schutz der Souveränität des Landes hat.“

- „Der Augenblick des Sieges ist mir dann süß, wenn ich Frauen, Kinder und alte Menschen meines Landes friedlich und glücklich erlebe.“

- „Über Gebiete und die Souveränität meines Landes lasse ich nicht mit mir verhandeln, sondern bekomme sie durch die Macht der Kinder meines Landes.“

- „Manchmal lässt mein Schweigen den Feind Meilenweit von seiner eigenen Grenze entfernen“ [im Übertragenen Sinne].

[Quellen dieser Artikelreihe: Michael Axworthy, The Sword of Persia, 2006; Laurence Lockhart, The Fall of the afavi dynasty and the Afghan occupation of Persia; Ahmad Kasravi, Dareye Nâderi; Pigoloskaya,  Die Geschichte Irans von der Antike bis zum Ende des 18. Jahrhunderts; Mortezâ Râvandi, Band II, Târixe ejtemâ’ye Irân; Kaluschkin;  Joans Honoy, Nader Shah’s life, 1967; Soltân Xalil Mirzâ, Majma’ot Tavârix; Mahdi Xân Estarâbâdi, Dareye Nâderi; Qolâm Hoseyn Moqtader Nabardhâye bozorge Nâder Šâh [Die großen Kriege von Nâder Šâh];  Sir John Malcolm The History of Iran;  Sir Percy Molesworth Sykes, History of Persia; Lord Curzon, Persia and the Persian Question]

Nâder Šâh Afšâr und das schmutzige Erbe der Safawiden (2)

16 Gedanken zu “Nâder Šâh Afšâr und das schmutzige Erbe der Safawiden (1)

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  5. Interessante Persönlichkeit….. Soweit ich das beurteilen kann, ohne einen Artikel gelesen zu haben, die eine andere Sicht aufzeigt.

    Und die Moral der Geschichte: Nicht die Abstammung oder die Religion ist entscheidend. Eigenständiges Denken und die gefühlte Zugehörigkeit sind ausschlaggebend.

    Gut möglich, dass er gar nicht religiös war. Er hätte sicherlich weitaus grössere Probleme bekommen, wenn er sich als nicht-religiös bezeichnet hätte.

    • Es könnte so sein! Jede Persönlichkeit in der Geschichte sollte mit seiner Zeit verglichen werden. Zum Beispiel Abu Moslem Xorâsâni! Was tat er? Er beendete die Omayyaden Herrschaft, übergab es aber an die nächste arabische Herrschaft Abbasiden! Er war meines Erachtens nicht soweit von der Weltanschauung von heute, um die Herrschaft nicht einem Araber weiterzugeben, nachdem er den Iran befreit hatte! Muss ich ihn nun als iranischer Held bezeichnen oder als ein Idiot oder als ein Verräter! Ich nehme ihn eher als ein Idiot! Denn er war schon ein gebildeter Man aus guter Abstammung (Sassaniden Fürsten) und wusste genau über seine Geschichte und Herkunft Bescheid! Ich muss ihn nicht jetzt als Araber bezeichnen.

      Nâder Šâh wurde auch in Iran geboren und fühlte sich durch und durch Iraner und seine Abstammung war ihm wohl bewusst. Er kam zu einer Zeit, in der es dem Iran tatsächlich droht, entweder ans Rusland annektiert zu werden oder von den Osmanen aufgefressen zu werden! Wie kann ich also nach all den “ausländischen” Quellen, die über seine Person und seine Taten genau geschrieben haben, jetzt als Türke und Verbrecher bezeichnen und den Autor der Glorifizierung bezichtigen, aber trotzdem nach angeblichem Löschen aller Artikel von Ardašir Pârse, wenn man googlet, kommt die Seite von Tangsir! Man muss konsequent sein!

    • “Und die Moral der Geschichte: Nicht die Abstammung oder die Religion ist entscheidend. Eigenständiges Denken und die gefühlte Zugehörigkeit sind ausschlaggebend.”

      Es gibt so Arschloecher die keine Ahnung von Geschichte haben und behaupten Nadir Shah haette es nur auf territoriale Gebietserweiterungen abgesehen. Das ist falsch! Er hat Iran nur das zurueckgegeben was Iran gehoerte und er sah sich zu 100 % als Iraner! Er hatte Iran endlich wieder internationales Ansehen verschafft. Diese Schwachkoepfe die was anderes behaupten, sollen erst einmal ein Buch in die Hand nehmen und vielleicht in 20 – 30 Jahren wissen sie, was die Geschwister Parse wissen, diese Arschloecher!

  6. Selbst wenn um territoriale Gebietserweiterung ging, war das zu der Zeit so ziemlich üblich. Das kann man ihm nicht wirklich vorwerfen. Jeder, der die Macht hatte, wollte damals sein Gebiet erweitern. Nur diejenigen, die diese Macht nicht hatten, haben den Moralapostel gespielt, bis sie selbst die militärischen Möglichkeiten hatten. Und schon haben sie sich nicht anders verhalten. Und wenn einer nicht darauf aus war, weitere Gebiete zu erobern, war der Grund meistens der, dass sie ihr eigenes Reich nicht überdehnen und somit schwächen wollten. Das war damals die Regel und nicht die Ausnahme.

    Wichtig ist doch, dass dieser Mann ein Patriot war, der sich um das Überleben des persischen Volkes gesorgt hat, mit dem er sich verbunden fühlte. Dass er ein Türke war, oder nicht, sollte doch für jeden normal tickenden Menschen absolut zweitrangig sein.

    • Besser gehts nicht! Er eroberte nur zurück, was dem Iran gehörte! Generation über Generation waren seine Väter im Iran! Was sollen wir jetzt mit so vielen deutschen Kindern, die iranische Abstammung sind!

      • Ganz ehrlich…… Mir ist die Abstammung so ziemlich egal, solange sich die Menschen anständig verhalten und nicht irgendwelchen schwachsinnigen(damit meine ich alle Religionen) Religionen anhängen, die ein Zusammenleben unmöglich machen. Man sollte dabei allerdings auch differenzieren, zwischen Praktizierenden und Nicht-Praktizierenden. Jemand, der sich aus Gewohnheit zu einer Religion bekennt ist bei Weitem anders einzuordnen als jemand, der seine Religion wirklich ernst nimmt – und sein Ganzes Leben danach ausrichtet. Ob du an Allah, Gott Jehova oder Buddha glaubst ist mir ziemlich schnuppe, solange Du niemanden damit belästigst. Und Arier in dem Sinne gibt es auch nicht. Die Völker haben sich durch die Jahrhunderte immer wieder vermischt. Schau Dir doch Dein Land an. Glaubst Du wirklich, dass Du auch nur einen reinrassigen Arier im Iran finden kannst?!

  7. Pingback: PERSISCHER GOLF (2) | Pârse & Pârse پارسه و پارسه

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