Anti-Iraner Peter Schneider über Anti-Iraner Bahman Nirumand

In einem Artikel von Peter Schneider auf Zeitonline unter dem Titel: Eine einseitige Liebe  – Der Schriftsteller Bahman Nirumand und die Frage, warum in Iran nie eine demokratische Revolution gelang“. wird Bahman Nirumand wieder einmal in den Himmel gehoben.

Bahman Nirumand ist ein gern gesehener Gast in den Polit-Talkshows und ein beliebtes Thema in den Medien im Allgemeinen, der sich selbst gerne zur Stimme der Exil-Iraner ernennt. Geboren wurde er 1936 in Teheran, als Sohn einer wohlhabenden Beamtenfamilie, er ist deutscher und iranischer Publizist, Journalist und Schriftsteller und studierte Germanistik, Philosophie und Iranistik in Deutschland und promovierte an der Universität Tübingen. An der Universität Teheran arbeitete er dann als Dozent für vergleichende Literaturwissenschaft. Doch Mitte der 60iger Jahre geriet er in Konflikt mit dem Shah nach der Gründung der militanten marxistisch-leninistischen Terrorgruppe “Goruhe Kadreh“, die als Stadtguerilla in den iranischen Städten dienen und den Antiimperialistischen Kampf in Iran aufnehmen sollte. 1965 floh er nach Deutschland um seiner gerechtfertigten Verhaftung zu entgehen. Er hatte großen Einfluss auf die Studentenbewegung in Deutschland und war ein enger Freund der Topterroristin Ulrike Meinhof. Das von ihm 1967 verfasste Werk  Persien, Modell eines Entwicklungslandes oder die Diktatur der Freien Welt und die darin enthaltenen Lügen über Iran und die Pahlavi-Dynastie waren der geistige Boden für den Sturz des Shahs. Im Oktober 1967 erschien im Spiegel ein kritischer Beitrag, in dem zahlreiche Informationen, die Nirumand in seinem Buch über den Iran veröffentlicht hatte, als zweifelhaft, wenn nicht gar falsch eingestuft wurden. Er ist ein Anti-Iraner und geistiger Brandstifter der ersten Stunde. Dieses wertlose Buch war Vorlage für viele Zeitungsartikel  über Iran. Gerne wird dieser Verräter auch heute noch von ZDF und ARD zu Politdiskussionen eingeladen und dort erlaubt sich dieser Anti-Iraner für die Exiliraner in Deutschland zu sprechen. Gerne spricht er dabei über die Leiden der Palästinenser, verbunden mit  versteckten verbalen Angriffen auf Israel und kein Wort über die Leiden des iranischen Volkes unter den muslimischen Fremdherrschern.

Fast schon nostalgisch berichtet unser einstiger Wortführer der Studenten-bewegung Peter Schneider in seinem Artikel „Eine einseitige Liebe“, dass damals in den 1968igern, als er mit Nirumand Kontakt aufnahm, aus Nirumands Raucherstimme, er die gemarterten iranischen Dissidenten, deren Leiden Nirumand in seinem Pamphlet so märchenhaft beschrieben hatte, hören konnte. Und natürlich kam ein Deutscher, wie unser Peter Schneider, der Iran retten wollte, das Land nie besucht hatte, kein Wort Persisch kann und bis heute nichts über die iranische Geschichte weiß auf die Idee, einen Steckbrief unter dem Titel „Mord“ über den Shah zu erstellen. Und stolz ist er auf die Verbreitung dieser Lügen, er schreibt: Es war nicht meine erste Publikation, aber die erste, auf die ich wirklich stolz war.“

Kein Wort von Reue, dass dieser Anti-Iraner dazu beigetragen hatte mit den Lügen von Nirumand, mitzuhelfen, Iran zu destabilisieren und eine Diktatur einzurichten. Er wagt es heute noch zu wiederholen, dass dieser elende Hund Mossadeq, ein demokratisch gewählter Ministerpräsident unter dem Shah gewesen sei, obwohl der Ministerpräsident in Iran nicht gewählt, sondern gemäß der Mashruteh Verfassung vom Shah ernannt und auch abgesetzt werden konnte. Seinen Anti-Amerikanismus lässt er dann in den folgenden Zeilen freien Lauf und behauptet dreist: „Der von den USA inthronisierte Schah Mohammed Reza Pahlavi wurde nach 25 Jahren Herrschaft durch eine weitere Volkserhebung zur Flucht gezwungen“ Im nächsten Satz bezeichnet er Ayatollah Khomeini, einer der größten Verbrecher der Menschheit, als „Erlöser“. Heimweh soll er jetzt haben unser Nirumand, der Arme, erzählt Peter Schneider weiter, ohne zu hinterfragen, weshalb Nirumand unter dem Shah jahrelang friedlich als Dozent für vergleichende Literaturwissenschaften an der Universität Teheran arbeiten konnte und es jetzt nicht mehr kann. Nützlich wollte sich Nirumand in Iran machen,  nämlich immer dann, wenn das von Kommunisten und islamischen Fundamentalisten aufgehetzte Volk auf die Straßen ging, dass ich nicht gleich lachen muss. Nützlich wäre gewesen wenn dieser linke Schmierfink Bücher geschrieben hätte, die wenigstens annähernd der Wahrheit entsprochen hätten. Und wo sind denn heute die ganzen Weltverbesserer, die damals mit Bahman Nirumand auf der Matte standen?  Wo ist Günter Wallraff, der sich in Griechenland aus Protest gegen die Militärmacht Iran an eine Säule kettete? Wo ist Günter Grass, der mit Pseudo-Iranern und dem SDS auf Deutschlands Straßen marschierte? Wo ist Hans-Magnus Enzensberger, der zu Zeiten des Shahs mit Nirumand in Iran herumreiste, um sich hautnah ein“ Bild des Grauens“ zu machen, damit er später ein verlogenes Buch schreiben konnte und Ulrike Meinhof ihre verlogenen Artikel über Iran schreiben konnte, ohne ein einziges Mal im Iran gewesen zu sein? Ganz gleich was der Shah machte, er war von den Linken, den Islamisten und den Qajarenabkömmlingen verhasst und wurde verteufelt und die Ölkartelle und die politische Elite des Westens hatten gegen den Shah eine Front aufgebaut, derer sie sich immer dann bedienen konnten, wenn seine Politik von der ihren abwich. Hustete er, war die gesamte  internationale Gefolgschaft der “Konföderation der iranischen Studenten im Ausland” (CISNU), die nur dank der Stipendien die der Shah vergeben hatte,  im Ausland studieren konnten, zusammen mit dem SDS (Sozialistischer Deutscher Studentenbund) auf der Stelle auf der Straße, lagen flach auf dem Boden in den Mensas der Universitäten zum Hungerstreik bereit,  oder verbarrikadierten allerorts Botschaftsgebäude, um die Welt auf die angebliche „Misere” in Iran aufmerksam zu machen. Sogar der damalige Bundespräsident Gustav Heinemann (bis 1952 CDU, ab 1957 SPD) solidarisierte sich mit diesen Anti-Iranern!

Ganz verzweifelt ist unser Nirumand heute, dass er sich mit einer radikal – islamisch – marxistischen Splittergruppe einließ, obwohl jeder weiß, dass das genau seiner politischen Linie entspricht, die er als marxistischer Islamist bis heute nicht aufgegeben hat. Zum Ende dieses schlechten Artikels dieses deutschen Pseudo-Intellektuellen bekommen wir von ihm noch Persischunterricht und unser Schneiderchen behauptet, dass Mittwoch aus dem Persischen übersetzt Abend des Donnerstags bedeuten soll. Der Schlusssatz dieses Artikels lautet: Die jüngste Geschichte des Nahen Ostens zeigt jedoch, dass sich der Ruf nach Freiheit, wenn er einmal so mächtig wie in Iran erschollen ist, auf Dauer nicht unterdrücken lässt. Deswegen gibt es Anlass zu der Hoffnung, dass Bahman Nirumand die Befreiung seines Landes noch erleben wird.“

Nein, er wird die Befreiung unseres Landes nicht mehr erleben und er hat dazu einen großen Teil beigetragen. Und eine Antwort auf die im Artikel eingangs gestellte Frage, warum in Iran nie eine demokratische Revolution gelang, erhalten wir in diesem seltsamen Artikel auch nicht.

 

About these ads

15 Gedanken zu „Anti-Iraner Peter Schneider über Anti-Iraner Bahman Nirumand

  1. Danke mein Freund für diesen wertvollen Artikel, denn leider gibt es hier in Deutschland die zweite und mittlerweile dritte Generation, die keine Ahnung davon haben, was für eine Ratte Bahman Nirumand war und bis heute ist. Er trägt neben anderen Verräter dazu bei, für die 33 jährige Situation im Iran verantwortlich zu sein. Er gehört meiner Meinung nach zu denjenigen, die in der Zukunft nach den Mullahs im Iran zur Rechenschaft gezogen werden und in einem Gericht dem Volk Rede und Antwort stellen muss; und ich werde von meinem Recht Gebrauch machen, denn er hat mit seinem Verrat die Zukunft meiner Generation [die verbrannte Generation], die bis heute seit 33 Jahren andauernd damit leben muss, zerstört und damit auch die Generation, die ich und meinesgleichen hier hervorgerufen haben.

    Ich kann vielleicht verzeihen aber vergessen, tue ich nicht!

  2. Zitat :

    Ganz gleich was der Shah machte, er war von den Linken, den Islamisten und den Qajarenabkömmlingen verhasst und wurde verteufelt und die Ölkartelle und die politische Elite des Westens hatten gegen den Shah eine Front aufgebaut, derer sie sich immer dann bedienen konnten, wenn seine Politik von der ihren abwich. ”
    Als Beweis siehe bitte das Video Jimmy Carter, Godfather of World Chaos :

    und Carter und Khomeini کارتر و خمینی

    Ich habe auch in meinem Artikel ” Die Kooperation des Westens mit den Mörder- Moslems ” vor zwei Jahren genau das gezeigt ,was Du in Deinem Artikel über den palästinenser Bahman Nirumand geschrieben hast.

  3. Damet garm Ardashir. Xub zadi puze in dotâ lâshxorâ. Nushejâneschun bâshad.

    auf Nirumands Gesicht kann man nur erbrechen oder scheissen… urinieren wäre auch eine Option. Einen anderen Weg zum Dialog mit diesem Jâkesh besteht nicht.

    Lasst mich aber vor, ich will der erste sein.

    • Ich würde anders handeln, denn wir leben nun seit Jahren in der westlichen Welt und müssen schon gelernt haben, dass Scheißen und Urinieren auf die Verbrecher, deren Verbrechen nachgewiesen wird, keine Strafe ist, sondern damit bringe ich mich auf ihr Niveau runter. Ich würde sie zur Frei-gemeinnützigen Arbeit verurteilen! Sie sollten aber nie wieder die Erlaubnis bekommen ihre kranken Ideen und Gedanken zu verbreiten.

      Mit Scheißen, Pissen und irgendwelche Heiligtümer in die Luft zu jagen, werden die Menschen nicht aufgeklärt werden, sie würden eher aggressiver werden und lehnen die Aufklärung ab. Wenn sie aufgeklärt genug sind, werden sie diese Heiligtümer in ihrem Inneren selbst vernichten und nie wieder hinter Sorten wie Nirumand her rennen.

      • Wer dessen Heimat gestohlen wurde, dessen Landsmänner und Frauen tagtäglich vergewaltigt, gefoltert und getötet werden und dessen Land beraubt und zerstört wird sollte nicht von Niveau oder Verhältnismäßigkeit der Mittel sprechen. Zudem ist Nirumand vielleicht ein antiiranische Arschloch, aber kein freies Gericht würde ihn als Verbrecher bezeichnen. Soviel zu den Konventionen eines Justizsystems, das freiheitlich ist und dem sich alle verfassungstreuen Bürger dieses Landes verpflichten sollten.

        Noch eins, wenn du Pârsig kritisieren möchtest, dann tu es in seinem Thread. Seine fiktive Geschichte über die iranischen Islamoksaten ist genau das was erscheinen musste um einige vor dem Kopf zu stossen. Z.b dich, die schon bei einer fiktiven Geschichte dies mit der Realität gleichsetzt, um dann mit erhobenem Zeigefinger meinen zu müssen andere in offensichtlichen Dingen zu kritisieren. Ardashir weiss, dass ich zu meinen Autoren absolut loyal bin und was sage wenn man ihn so angreift wie du das hier getan hast.

        Ich verurteile dich nicht wegen deinen Reflexen, von Wegen Niveau und das andere küchenpsychologie, die nur dazu dienen das eigene Versagen und Ohnmacht plausibel zu erklären, und zwar so, dass es nicht weh tut. Aber es soll weh tun Fartâb. Wenn es bei uns allen nicht weh tut, lernen wir nichts. Unser Blogs sind und bleiben unwichtig und bloss ein hort der Geschwätzigkeit wenn wir nicht bereit sind weiter zu gehen als unsere Eltern, als die alten Aufklärer und als uns selbst.

        Die iranische Wiedergeburt benutzt bunte Farben, aber es ist verdammt schmerzhaft.
        Und von den iranischen Islamokasten werden wir noch einiges hören.

        Ich bin loyal zu Pârsig und sage es gerne nochmal: Ohne Pârsig fehlt uns einer der fähigsten Köpfe, und zwar einer der uns dreien noch zu erzählen hat wo und wie wir uns noch weiterhin als Ajam verhalten. Lasst uns diese jungen brillanten Köpfe fördern, anstatt sie zu entmutigen.

  4. Tangsir, kannst Du mir die Bedeutung des Begriffs Jákesh übersetzen? Koskesh und Kuni habe ich nachgeschlagen, nachdem sie einmal in einem Videokommentar von Dir auftauchten ;-)

  5. Bahman Nirumand dieser erbärmliche Strolch, der die Eskalationen während des Schah Besuches am 2. Juni 1967 mit seinen widerwärtigen Lügen über den Schah erst möglich machte , die mit Tod Benno Ohnesorgs eine Eigendynamik sonder gleichen bekam.
    Somit kann ich Heute sagen : ” Nirumand Du bist der Geburtshelfer der linksfaschistischen Terrororganistation RAF,deren Weg unzählige Tote säumte ,um ihre wirren Träume von einer linken totalitären Regimes zu verwirklichen.
    Nirumad wärest Du nur in Teheran geblieben während der “Revolution”,dann würden deine Gebeine irgendwo vor dem Evin-Gefängnis verrotten.
    Nirumand,Du bist nichts weiter als eine widerärtige linksfaschische Kreatur,fuck u… “

    • Hi Joel,

      aus diesem Blickwinkel habe ich es noch gar nicht betrachtet, aber es ist schon so, dass seine Luegen ueber Iran und natuerlich auch der Vietnamkrieg, zur RAF Gruendung fuehrte und Nirumand mit seinen Schmierereien damit durchaus den deutschen Terrorismus gefoerdert hat.

      Das beste Buch von ihm ist uebrigens “Angst vor den Deutschen” das Arschloch, der hier Unterschlupf bekommen hat und vom deutschen Steuerzahler gefressen hat. Boro Bemir!

  6. Pingback: Asyl vor Barbarei statt Asyl für Barbaren « Aron Sperber

  7. Pingback: Irans „Weiße Revolution“ – Enqelâbe Šâho Mellat | Pârse & Pârse پارسه و پارسه

  8. Pingback: Wie Internet-Legenden entstehen « Aron Sperber

  9. Pingback: Irans Intelligenzija und ihr Mossadegh-Mythos « Aron Sperber

  10. Pingback: Ulrike Meinhofs iranischer Genosse « Aron Sperber

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s