Die Herkunft der Arier – Mythos und Fakt

Wenn wir im Folgenden über Arier sprechen, dann sprechen wir heute von Menschen die bereits vor mehreren zehntausend Jahren gelebt haben und menschliche Gemeinschaften mit einer gemeinsamen Sprache und Kultur in der sogenannten „Iranischen Hochebene“ bildeten. Bei Betrachtung der klimatischen Verhältnisse auf der nördlichen Hemisphäre zwischen dem 7. und 3. Jahrtausend wird man feststellen, dass es im Mittelholozän zu klimatischen Veränderungen mit lokal weitreichenden Folgen kam, die eine Völkerwanderung einzelner Stämme in Richtung des indischen Subkontinentes auslösten, möglicherweise begegneten in jener Zeit die Arier auch den Ureinwohnern Nord- und Mitteleuropas.

Iran ist eine Region, welche sich mit zusammenhängenden kulturellen Erscheinungen im Norden bis zum Ural, im Osten bis zum Indus, im Süden bis zum Indischen Ozean und im Westen bis zum Euphrat erstreckt. Mit der Bildung dieser menschlichen Gemeinschaften in der iranischen Hochebene, mit seinen schon früh begünstigten klimatischen Bedingungen, beginnt auch die Mythologie der alten Völker, die uns heute neben den sprachwissenschaftlichen Forschungen und der Archäologie als eine der wenigen möglichen Auskunftsquellen der Geschichte des Altertums zur Verfügung steht. Die iranische Mythologie beinhaltet im Vergleich zu anderen Mythologien viel konkretes und auch praktisch verständliches Material. Die iranische Mythologie erzählt uns schon bald,„dass die Arier aus einem Land stammen, indem es zehn Monate lang Winter war.“ [Just, Persische Geographie, Marburg 1870]. Völkerwanderungen hatten schon immer die negative Veränderung der Lebensbedingungen als Ursache. Ein wesentlicher Parameter für die Migration von alten Völkern ist deshalb die Betrachtung des Klimas. Wer seriös Wissenschaft betreiben will, muss die klimatischen Bedingungen jener Zeit in seine Forschungen mit einbeziehen.

Das Klima in der althistorischen iranischen Hochebene

Die Erzählung aus der iranischen Mythologie, dass die Arier aus einem Land stammen, indem es zehn Monate lang Winter war, berichtet von nichts anderem als von den Eiszeiten, als ein Eispanzer über der nördlichen Hemisphäre lag und damit auch in Teilen der iranischen Hochebene. Nachdem die Weichsel-Eiszeit etwa im 16. Jahrtausend ihren Tiefpunkt durchschritten hatte, begann eine phasenweise Wiedererwärmung des Erdklimas. Im Vergleich zu früheren Warmzeiten dauerte dieser Übergang allerdings ungewöhnlich lang und nach der Allerödzeit, in der die Temperatur schon fast ihr Warmzeitniveau erreicht hatte, fiel sie in der sogenannten jüngeren Tundrenzeit 10.700 v. Chr. noch einmal in einen Kaltzustand zurück, um sich dann im Mittelholozän zwischen dem 7. Und 3. Jahrtausend langsam zu erwärmen. Doch diese Erderwärmung hatte dramatische Auswirkungen: Das Abtauen des Nordamerikanischen Inlandeises, des größten Inlandeises auf der Nordhalbkugel, führte seit Anfang des Mittelholozäns zu einem drastischen Anstieg des Meeresspiegels um etwa 120 m, der zu einer Überflutung weiter Küstenräume führte, die sich schubweise vollzog und letztlich die heutigen Küstenlinien ausbildete. Die Überflutung des Schwarzen Meeres um 6700 v. Chr. lief ähnlich dramatisch ab. Die regionalen Folgen dieser Klimaveränderung waren wie bei jeder Klimaphase von Ort zu Ort unterschiedlich stark ausgeprägt. Darüber hinaus kam es von 6.200 bis 5.800 zu einer Minieiszeit auf der Nordhalbkugel mit extrem wenigen Niederschlägen. Die iranische Mythologie berichtet uns weiter: „[…] Im zweiten Schritt der Schöpfung der Welt, schuf Ahura Mazda das Wasser, das in den Farâxkart [فراخکرت] See strömte und ein drittel der Welt bedeckte, beginnend an den Südhängen des Alborz […]“ Am Ende der letzten Eiszeit kam es zu exzessiven Regenfällen im Alborz- und Zagrosgebirge und die Gletscherschmelze führte zu reißenden Flüssen und der Entstehung des Farakhkart [Farâxkart] Sees. Die Minieiszeit, die darauf folgende weitere Erderwärmung und die damit verbundene dramatische Abnahme von Regenfällen hatten diesen See später ausgetrocknet, an dessen Ufern in der iranischen Hochebene die Arier mit einer gemeinsamen Sprache und Kultur bereits seit Jahrtausenden gelebt haben müssen und bereits vor mindestens 9.000 Jahren begonnen hatten sesshaft zu werden, um Ackerbau und Viehzucht zu treiben.

Die Arier in der iranischen Hochebene

Als man in Ägypten vor 7.000 Jahren gerade begonnen hatte die Töpferkunst zu entwickeln, malten die Menschen im iranischen Susa [Šuš] zur selben Zeit bereits wundervolle Bilder auf Tonwaren. Die Paläontologen bestätigen, dass im Iran schon vor zigtausend Jahren Menschen gelebt hatten. In den Kamarband und Hutu Höhlen in der Nähe von Behshahr [Behšahr] / Iran, wurden menschliche Knochen aus drei verschiedenen Epochen der Eiszeit gefunden die beweisen, dass hier Menschen bereits vor 77.000 Jahren in dieser Gegend lebten. Dort wurden auch Töpferwaren, die sog. Kamarband neolithische Tonwaren, gefunden, die vor 10.000 Jahren gefertigt wurden und zusammen mit den Knochenfunden eine stetige Besiedelung beweisen. Darum völlig zu Recht das Urteil Hegels in seinem Werk Geschichtsphilosophie: „Der wichtigste Teil der Evolution beginnt mit der Geschichte Irans.“

Die Wanderung der Arier

Die beschriebenen klimatischen Veränderungen jedenfalls, waren die Ursache für die spätere Völkerwanderung verschiedener arischer Stämme in Richtung des indischen Subkontinents gewesen, wo sie etwa im 2. Jahrtausend den dort sesshaften Menschen begegneten und sich mit ihnen genetisch und kulturell vermischten. Es mag vielleicht zu einer Begegnung der Arier an der eurasischen Grenze, möglicherweise im Ural, mit den Ur-Europäern gekommen sein und möglicherweise wanderten einzelne arische Stämme in Richtung Nordeuropa während der Erwärmungsphase der Erde, aber eine Völkerwanderung im eigentlichen Sinne von oder in Richtung Europa ist durch nichts bewiesen und damit reine Spekulation. Darüber hinaus gibt es keinen einzigen archäologischen Beweis dafür, dass arische Stämme aus Zentralasien, vom schwarzen Meer, aus Deutschland und Skandinavien oder aus Sibirien jemals in die iranische Hochebene eingewandert sind. Einer der ersten bekannten arischen Völker, die Sumerer lebten in Mesopotamien, auch ihre Herkunft konnte nie genau geklärt werden, sicher ist, dass sie keine Semiten waren und ihre Sprache altiranisch war. Dr. Jahanshah Derakhshani [Jahânšâh Deraxšâni], von der Universität Erewan in Armenien, hat plausibel nachgewiesen, dass selbst die Namen der Sumerer, der Mittani und der Babylonier, insbesondere die ihrer Königsgeschlechter, nicht etwa nur eine linguistische Abwandlung, sondern zu 100% altiranisch und damit arischen Ursprungs waren. Namen waren und sind noch immer von großer Bedeutung, wenn es darum geht, die alten Kulturen zu identifizieren. Für den Sprachwissenschaftler Dr. Derakhshani lag die Urheimat der Arier in Aratta (akkad. Erhabenes Bergland) das in der sumerischen Mythologie beschrieben wird und eine arische Sprache gesprochen haben soll. Lange war nicht bekannt, wo dieses Königreich oder auch Stadtstaat genau im Mittleren Osten gelegen haben soll, heute glaubt man es in Südiran, 300 km vom Persischen Golf entfernt, in der Provinz Kerman gefunden zu haben. Jüngste Ausgrabungen in Konarsandal [Konârsandal] in der Nähe von Jiroft haben eine Hochkultur, die weit älter als die mesopotamischen Kulturen war, zu Tage gebracht. Von einigen Wissenschaftlern wird behauptet, dass die Urheimat der Arier die Gegend um das Schwarze Meer gewesen sei. Hätten diese Pseudowissenschaftler sich die Mühe gemacht, die klimatischen Bedingungen und damit die Ursachen für eine etwaige Völkerwanderung der Arier zwischen dem 6. und 2. Jahrtausend in ihre Forschungen mit einzubeziehen, dann hätten sie festgestellt, dass zur selben Zeit in der sehr tief gelegenen Senke des Schwarzen Meeres, das damals noch getrennt vom Mittelmeer war und weit unter dem Meeresspiegel lag, eine riesige Oase mit mildem Klima entstand, indem sich Ackerbauern zurückzogen und die Uferregionen des Binnensees besiedelten. Welchen Grund sollten diese Menschen, selbst wenn sie Arier gewesen wären, gehabt haben ein solches Paradies zu verlassen?

Die unwissenschaftlichen Hypothesen europäischer Sprachwissenschaftler, Historiker und Rassenromantiker

Weshalb behauptet ein Großteil der europäischen Historiker, dass der Ursprung der arischen Völker in Zentralasien läge? Der Grund dafür liegt darin, dass ab Mitte des 18. Jhd., Männer wie der Indologe Sir William Jones im Rahmen der vergleichenden Sprachwissenschaften den Begriff Arier nutzte, um die indo-germanische Sprachgruppe mit einem gemeinsamen Ursprung zu beschreiben. Man geht heute nicht mehr davon aus, dass die prähistorischen Arier das Trägervolk des Ur-Indogermanischen gewesen sind, sondern man geht vielmehr davon aus, dass die Arier das Trägervolk des Proto-Indoiranischen darstellen. Deshalb ist die Bezeichnung Arier für alle Menschen mit indogermanischer Sprache nicht korrekt und ausschließlich für die damaligen Menschen in der iranischen Hochebene zulässig. Diese linguistischen Forschungsarbeiten, als Existenz einer arischen Rasse für eine antike Identität nutzen und nutzten, missbrauchen und missbrauchten seit je her Anti-Iraner, westliche Historiker und rassistische Romantiker. Nicht einen einzigen archäologischen Beweis gibt es, der die Existenz oder eine Wanderung der Arier aus Mittel- oder Nordeuropa in andere Teile der Welt beweist, wie Herrmann Hirt 1905 in seinem Buch Die Indogermanen behauptet hatte. Es gibt kein authentisches historisches Dokument, in dem sich Germanen oder Angelsachsen jemals als Arier bezeichneten und es gibt keinen einzigen archäologischen Fund, der auf eine arische Herkunft hinweisen würde. Europäische Rassenfanatiker versuchten seit dem 19. Jahrhundert durch Lügen, Pseudowissenschaft und Verdrehungen sich eine antike Identität zu schaffen. Durch permanente Wiederholungen hatten europäische Historiker stets versucht die unbewiesenen Hypothesen als Faktum darzustellen, um sich eine antike Identität künstlich zu schaffen, um damit anders und besser zu sein als andere Rassen und die Rechtfertigung zu schaffen andere Völker auszulöschen und zu versklaven. Bereits seit dem 19. Jahrhundert lösten neue Weltanschauungen den Begriff des Ariers endgültig von der Sprachwissenschaft und von völkerkundlichen Vorstellungen und erweiterten ihn auf eine biologische Abstammungsgemeinschaft. Sie behaupteten, dass Personen, welche heute in Europa, Iran und Indien leben, genetisch Abkömmlinge des durch die Sprachwissenschaft erschlossenen vorgeschichtlichen Volkes, der Arier, seien.

Europäische Intellektuelle, oder besser gesagt diejenigen, die sich dafür hielten, wie der Franzose Gobineau und der Brite Chamberlain, legten die literarische Basis für eine Existenz einer arische Herrenrasse. Der Franzose Gobineau schrieb 1853 – 1855 einen 4-bändigen Essay über die Ungleichheit der Menschenrassen Essai sur l’inégalité des races humanes, in der er die Überlegenheit der „arischen Rasse“ zu begründen versuchte. 1897 schuf Chamberlain dann mit seinem Werk Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts ein Standardwerk des theoretischen Rassenantisemitismus. Diese beiden Herren gehören zu den geistigen Brandstiftern der ersten Stunde!

Iran, das Land der Arier

Ich bin Darius, der Großkönig,

der König der Könige

Der König vieler Länder und vieler Völker

Der König dieses riesigen Landes

Der Sohn des Achämeniden Wishtaspa

Perser, der Sohn eines Persers,

‘Arier’, des arischen Volkes

[Felsinschrift in Naqsh-i Rostam aus dem 5. Jahrhundert v. Chr.]

Das riesige Gebiet, das die frühen Arier besiedelten, nannten sie schon früh irinia-viga [iriniya viga]: das Land der Arier.Später wurde es im altiranischen Aryânâm Xšaθra [Aryânâm Xšathra] und dann im Mittelpersischen Eran Shahr [Erânšahr] genannt. Als Arier bezeichneten sich alle iranischen Völker bis zum Zusammenbruch des Weltreiches der Sassaniden [Sâsâniyân], Mitte des 7. Jahrhunderts n. Chr. Danach wurde der Begriff kolloquial, verlor aber seine offizielle Natur. Ârya bedeutet im altpersischen edler Mensch, Mensch mit guten Manieren; das Wort entstammt aus der Wortwurzel a’iriya. Die Arier sahen ihr Verhalten und ihre Geisteshaltung als edel an. Es ging nie um die Reinheit der Rasse, sondern um ein bestimmtes Verhalten, das ein wesentliches Merkmal eines Ariers war. Im Zoroastrismus und auch im Mithraismus wird oft von dieser Art der arischen Reinheit gesprochen, der nicht rassisch, sondern ethisch verstanden werden muss. Herodot nannte die Ostgebiete Eran Shahrs, Ariana, und bezeichnete auch die Meder als Arier. Auch dies ist ein weiterer Beweis, dass sich die Menschen in der iranischen Hochebene schon früh als Arier bezeichneten. Nirgendwo auf der Welt wurde dieser Terminus ein weiteres Mal verwendet, nicht in Europa, nicht am schwarzen Meer, nicht in Turkestan und auch nicht in Sibirien. Der griechische Historiker Herodot bezeichnete dieses Reich deshalb auch als Persis, weil die Macht des Reiches vom Stamm der Perser in der zentraliranischen Provinz Parsa [Parθava] ausging und diese Bezeichnung ist deshalb den Weltvorstellungen der damaligen Zeit zuzurechnen. Zu keiner Zeit bezeichnete sich dieses Land Iran in der Antike als Persien, sondern die Könige nannten sich schon Jahrhunderte vor Christi Geburt stets König von Eran Shahr wie Ferdowsi uns im Shahnameh, dem Buch der Könige, berichtet. Heute heißt nur noch ein Teil dieses gigantischen Kulturkreises Iran, wie es nun neupersisch genannt wird. Die Gründe dafür sind die riesigen territorialen Verluste, die die türkischen Qajarenherrscher Iran seit dem 18. Jahrhundert zufügten und der rücksichtslose britische Imperialismus der letzten beiden Jahrhunderte der schwer auf Iran lastete.

Die Arier, welche in Indien die drawidische Harappa-Kultur eroberten, bewegten sich nicht nur in einem Prozess des kulturellen Austauschs und der Beeinflussung der drawidischen Sprache, sondern vermischten sich auch mit der einheimischen Bevölkerung genetisch. Die sog. altindoarische Phase begann mit der Einwanderung der Arier aus der iranischen Hochebene nach Indien im 2. Jahrtausend, die heute Indoarier genannt werden. Diese fand wohl in mehreren Wellen über einen längeren Zeitraum statt. Nach und nach breiteten sich die Arier in Nordindien aus und verdrängten dort die Sprachen der Urbevölkerung, nicht jedoch ohne von deren Substratwirkung beeinflusst worden zu sein. Vieles spricht dafür, dass die drawidischen und Munda-Sprachen einst in einem weit größeren Gebiet gesprochen wurden, bevor sie durch die arische Expansion nach Südindien bzw. in die unwegsamen Berg- und Waldgegenden Zentralindiens zurückgedrängt wurden. Belegt ist die Selbstbezeichnung Âryâ [آریا] nur aus dem Iran, in den heiligen zoroastrischen Schriften der Awesta, der Inschrift von König Darius I [داریوش], in Naqsh-i Rostam [Naqše Rostam] aus dem 5. Jahrhundert v. Chr., dem im 11. Jahrhundert geschriebenen dichterischen Epos des Shahnameh von Ferdowsi und in Indien, in den heiligen Schriften des indischen Sanskrit (Rigveda). Die Inder sind heute Mischungen aus dort eingewanderten Ariern, die sich mit der Ur-indischen dunkelhäutigen Urbevölkerung vermischten.

Fazit

Die von europäischen Historikern und Rassenromantikern beschriebenen Ursprünge der Arier sind durch nichts bewiesen. Eine systematische Klassifizierung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft entwickelte erstmals der griechische “Philosoph” Aristoteles im 4. Jahrhundert v. Chr., er ist der Mann, der den Rassismus philosophisch zu begründen versuchte. Dabei übernahm er die damals unter den Griechen herrschende Überzeugung, dass alle anderen Völker „Barbaren“ und in charakterlicher und kultureller Hinsicht unterlegen seien, und erklärte dies aus den andersartigen klimatischen Verhältnissen, denen sie ausgesetzt waren [Geulen, S. 19-23]. Er rechtfertigte damit die Sklaverei und lieferte die ideologische Basis für die späteren Genozide.

Heute weiß man, dass die prähistorischen Arier nicht das Trägervolk des Ur-Indogermanischen gewesen waren, sondern sie stellten nur das Trägervolk des Proto-Indoiranischen dar. Der Gebrauch des Wortes Arier, das nur in antiken iranischen und indischen Quellen nachweisbar ist, bezog sich auf ein Volk, das in der iranischen Hochebene vor Jahrtausenden lebte. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts wurde dieser Terminus in keiner anderen Gegend benutzt, erst sprachwissenschaftliche Forschungen führten den Begriff des Ariers erstmals in Europa ein. Es war in der antiken iranischen Hochebene kein rassischer Begriff, sondern ein Begriff der die Volkszugehörigkeit mit einer bestimmten Ethik in einer bestimmten geographischen Gegend beschrieb. Es gibt keinen Hinweis, dass es in der iranischen Hochebene jemals Heiratsbeschränkungen oder Heiratsverbote mit Nicht-Ariern gegeben hat. Im Gegenteil, eine weitere Felsinschrift‎ in Tacht-e Dschamschid [تخت جمشيد] von Darius I zeugt von Gleichberechtigung aller unter persischer Herrschaft lebenden Völker:

„Nach dem Willen Ahura Mazdas bin ich König Darius, König der Könige, König von Persien, König der Welt so geartet, dass ich das Recht liebe und das Unrecht hasse. Ich will [in meinem Reiche] nicht haben, das der Schwache des Starken wegen Unrecht erleide; aber ich will auch nicht haben, dass der Starke des Schwachen wegen Unrecht erleide. Was Recht ist, daran habe ich gefallen. Einem Lügenknecht bin ich nicht Freund.“

[Felsinschrift in Tacht-e Dschamschid aus dem 5. Jahrhundert v. Chr.]

20 Gedanken zu “Die Herkunft der Arier – Mythos und Fakt

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  4. Viele Dank war sehr interessant zu lesen; eine prägende Hochkultur, deren Ethik und Humanität bereits vor tausenden von Jahren vorhanden war, wo andere Völker noch äusserst primitiv und barbarisch agiert haben.

    Wie kommt es das es vor einigen tausend Jahren bereits solche Unterschiede gab?

  5. Moment… Soweit ich informiert bin, ja, kann es sehr wohl sein, das die erst kürzlich, jedoch bisher nur “teilweise” freigelegte Stadt, die Stadt Aratta sein könnte- auch das ist aber noch nicht “bewiesen”. Die jedoch dort einst lebende Kultur, hätte wohl tatsächlich das Zeug dazu die “Sumerer” die bisher in der Zivilisationsgeschichte als die älteste Hochklultur gelten, abzulösen, was natürlich eine Sensation wäre. In Bezug zu den Ariern jedoch, sei Vorsicht geboten. Natürlich war das alles Schwachsinn, was über dieses Volk in Zeiten vor dem ersten und zweiten Weltkrieg- besonders von Balavatsky die ja die komplette Menschheitsgeschichte umschrieb und “Rassisch Thesophisch” neu interpretierte- da verzapfte. Aristoteles war jedoch kein Begründer irgend einer rassistischen Philosophie, sondern wuchs einfach in einer Gesellschaft auf, die seit jeher schon immer von anderen Völkern dachte, sie seien Barbaren. Schon die frühen Spartaner und andere griechische Stadtstaaten dachten so. Und so waren es auch die Spartaner, die- noch zu Dareius I. seinen Zeiten emsige Unterstützer eines Aufstandes an der türkischen Grenze des damaligen Perserreiches waren, den Dareius I. schließlich niederschlug. Zu jener Zeit gab es jedoch noch keinen “Aristoteles”. Außerdem war Griechenland zu jener Zeit auch noch nicht vereint sondern teilte sich in verschiedene Statdstaaten die sich stetig gegenseitig bekriegten. Erst König Philipp II.- Vater von Alexander des Großen- gelang es Griechenland zu einen. Und im Anschluss daran war es dann auch Alexander der Große der dann das Perserreich zerstörte, nicht jedoch wegen Aristoteles, sondern wegen Homers Ilias, so er sich einfach gerne mit dem Helden Achilles verglich aber noch besser sein wollte als er, im besonderen den Einfluss von Olympias- Alexanders Mutter- sollte man dabei nicht vergessen.
    Doch zurück zu den Ariern. Es ist noch in keinster weise geklärt, woher diese kamen, obschon ich natürlich gerne zugebe, das die hier stehenden Informationen sehr interessant und vor allem auch äusserst plausibel klingen. Eines jedoch wurde hier stark vernachlässigt. Die Arier wanderten sehr wohl ein, ja, womöglich tatsächlich aus der Iranischen Hochebene. Zu jener Zeit jedoch,besioedelten sehr wohl auch schon andere kleine Völkerstämme, ähnlich den Naturvölkern in Afrika, die Täler des Irans. Diese betrieben Ackerbau und waren vermutlich ebenso Nomaden, wie die Arier selbst. Sie waren jedoch keine Kampferprobten Krieger, sondern eben “friedliebende” Bauern. Die arischen Nomaden jedoch, waren sehr wohl Krieger und sie reichten den Naturvölkern nicht freundschaftlich die Hände, sondern fielen zuerst einmal über sie her, vertrieben oder versklavten sie. Erst fiel später gelang es ihnen dann sich mit ihnen zu einigen und zu vermischen. Und ja, das Wort “Arier” heißt tatsächlich “edler Geist”, dieses jedoch ist dem “alt-Sanskrit” entlehnt, einer “indischen” Ursprache. Darüber jedoch, können die Avestas kaum etwas wirklich wissen, diese wurden nämlich in avestischer Sprache niedergeschrieben- daher auch der Name. Das Avestische jedoch gab es als Sprache nur 1400-400 v. Chr.- kam also als Sprache erst wesentlich später auf als das “alt Sanskrit”. Hinzu sind die Avestas “Glauibenstexte” die ihre große Ausdehnung vor allem erst im Helenismus erlangten, durch Alexander den Großen. Und als religiöses Glaubenskonstrukt gewannen diese ohnehin erst wirklich unter den “Sassaniden” bedeutung. Die Gataha jedoch, die wurden noch von Zarathustra selbst niedergeschrieben wurden aber dann von zoroastrischen Klerikern an den Anfang der Avestas gesetzt. In Wahrheit hatten diese jedoch nichts mit einer Religion zu tun und auch Zarathustra selbst, sah sich weder als Heiliger noch Messiah, sondern lediglich als ein Lehrer des “Guten”. Und er war es erst, der sich von der “arischen” Priesterschaft abwandte, obschon er selbst, dem “arischen” Volk angehörte, so er deren “Götterkult” samt ihrer “Opferrituale” nicht länger hinzunehmen gedachte. Und so kämpfte er auch gegen die Mithraskultur- ebenfalls arischer Abstammung. Mit den Avestas hatte er also nichjts am Hut. Das ist eine Erfindung der erst viel späteren “zoroastrischen Kleriker”, die vermutlich zu “Xerxes” Zeiten damit anfingen, Zarathustras Gataha zu verfälschen und schließlich die Avestas schufen, an deren Anfang sie die “eigentlich erste monotheistische Schrift”- die Gataha also- dann setzten. Und dieselben Kleriker gewährten dann auch den Mithras Einzug in die Avestas, mit denen Spitamo Zarathustra zu seinen Lebzeiten nichts zu tun haben wollte. Kyros II. und Dareius I., sie waren noch Anhänger von den noch fast “reinen Gatahas”, die zu jener Zeit jedoch auch schon “Uralt” waren. Die frühen Arier also, wie man sieht, waren alles andere als von “edlem Geist”, sie waren es, die zuerst die Naturvölker in den iranischen Tälern nahezu auslöschten und deren Priester waren es auch, die Zarathustra aus ihrer Mitte vertrieben, als er deren “Machtmissbrauch” und “Götzenanbetertum” kritisierte. Und aus ihnen heraus ging auch der “Mitraskult” hervor, auf dessen “Opferkultreligion” heute unser Christentum aufbaut. Also erst ab “Zarathustra”, wandelten sich Teile des “Ariertums” in “edle Geister”, nicht schon in ihren Ursprüngen. Und ich weiß das deshalb, so ich genau darüber, erst kürzlich ein Buch geschrieben habe, dessen Kern sich jedoch mehr den glaubanstechnisch geschichlichen Fakten widmet.
    Mit freundlichen Grüßen, Evelucas

    • Werter Evelucas,

      danke fuer Ihren Kommentar. Ihr Beitrag widerlegt den Artikel nicht. Nur soviel Zarathustra ist aus dem Ariertum hervorgegangen und zum Anderen heisst das ja nicht, dass die Arier keine Kriege gefuehrt haetten, das wurde in dem Artikel auch nicht behauptet. Wie heisst denn Ihr Buch, das Sie geschrieben haben?

  6. @Fartâb Pârse:
    Natürlich widerlegt mein Kommentar den Artikel nicht. Das hatte ich auch gar nicht vor zu tun. Mir wurde hier nur etwas zuviel über einen Kamm geschert. Und an sich agiere ich steht’s sehr vorsichtig wenn es um “vergangene Völker” geht, da es aus heutiger Sicht einfach nicht wirklich möglich ist, vollends zu eruieren, wie diese wirklich gedacht, gelebt oder geglaubt haben, geschweige denn, auf welche Art und Weise etwaige Einwanderungs- oder Auswanderungswellen wirklich von statten gingen. Die Gefahr hierbei ist oftmals, umso “älter” das Volk, von dem berichtet wird, desto mehr tendiert der heutige Mensch dazu, es zu verklären oder romantischer und heldenhafter darzustellen, als es war. Die Welt zu Zeiten der Arier, war hart, die Bedingungen waren rau und diesen musste sich der damalige Mensch anpassen. Als ich diesen wirklich äusserst interessanten Artikel las, kam in mir das Gefühl hoch, das hier zu wenig “differenziert” wurde. Die “UR-Arier”, sind für mich nicht mit den “Ariern” aus Zeiten von Kyros II. oder Dareius I. gleichzusetzen. Dazwischen liegen tausende von Jahren geistiger “Entwicklungsgeschichte”. Genau genommen, gab es im Grunde schon ab dem 5.- 4.Jahrtausend v. Chr. keine “reinen Arier” mehr- aus “rassisch orientiertem” Blick betrachtet. Da die Bedeutung “Arier” jedoch mehr eine Bezeichnung “aus dem geistigem Blickwinkel” war, kann man darüber natürlich heiter Diskutieren. Was genau ist denn “ein edler Geist”? Wie hat denn nun ein “edler Geist” auszusehen? Die Mithras sahen sich als “edle Geister”, doch waren sie das wirklich? Sie agierten stark “patriarchal” und hinzu gab es scheinbar ab dem 2.- 1. Jahrtausend v. Chr. eine Teilung dieser Kultur, nebst vielen anderen Kulturen, die ebenfalls aus diesem einst nomadischem Einwanderungsvolk hervor gingen und sich gegenseitig bekriegten. Auch die Völker Mesopotamiens bekriegten sich gegenseitig, obschon viele von ihnen (wie z.B. die Sumerer- die sich aber ebenfalls untereinander bekriegten) ebenfalls aus den arischen Einwanderern hervorgingen. Mir ist schon bewusst, das in diesem Artikel nicht in einem einzigen Absatz behauptet wurde, das die Arier “keine Kriege” gegen andere kleine “Stammeskulturen” oder sogar gegen sich selbst, geführt haben. Es wurde jedoch auch nicht erwähnt, das sie es taten. Und dies erweckte in mir, als normaler Leser, den Eindruck das die Arier scheinbar alle durch und durch, friedliebende und großzügige Menschen waren, die noch nicht einmal einer Fliege etwas zuleide hätten tun können. Und viele unbedarfte Leser, die sich bisher nicht sonderlich intensiv mit der Geschichte Mesopotamiens oder dem alten Perserreich auseinander gesetzt haben, würden diesen Artikel wohl genauso verstehen und daraus resultierend damit anfangen, das persische “Ariertum”, zu verklären. Daher mein erster Kommentar. Doch scheinbar wurde ich da etwas missverstanden. Denn es lag mir tatsächlich völlig fern, hier irgend etwas “widerlegen” zu wollen. Es wurden mir die “Arier” allgemein, jedoch zu sehr, in ein und denselben “Topf” geworfen. Einfach zu viel “pauschaliert”. Und das finde ich nicht gut. Denn die Arier waren nicht nur ein “Volk” sondern, durchaus vergleichbar mit der späteren “keltischen” Epoche in Europa (indogermanische Einwanderer), mehrere Völker aus diesen schlussendlich auch gleich mehrere Kulturen hervor gingen. Das wollte ich hier ergänzen, nicht mehr. Ich bin ein großer Fan des alten “Perserreichs” und am meisten fasziniert mich daran, das es Dareius I. tatsächlich gelang 28 verschiedene Kulturen und Völker zu vereinen, ohne ihnen ihre Kultur, ihren Glauben oder ihre Traditionen zu ruinieren. Und nicht zu vergessen, sein äusserst ausgeklügeltes “Verwaltungssystem” um sein Reich- das sich bis über drei Kontinente erstreckte, zu kontrollieren. Das ist nun mal bewundernswert. Ehre dem, dem sie gebührt. Doch mit dem “geistigen Verständnis” der Ur-Arier zum Thema “edler Geist”, hatten die persischen Großkönige der archämeniden ab ca. 500 v. Chr., sicher nichts mehr zu tun. Die Persischen Großkönige waren ausgezeichnete “Diplomaten” mit einem sehr beeindruckenden, politischem Verständnis, das waren die Ur-Arier noch nicht, sie waren “Nomaden” und zugleich kampferprobte, wilde “Krieger”. Diese Unterschiede sollte man nicht ignorieren.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Evelucas

    PS: Hinzu möchte ich mich noch dafür entschuldigen, das mein erster Beitrag so manch “üble Rechtschreibfehler” aufweist. Als ich diesen verfasste befand ich mich gerade an meinem Arbeitsplatz und wie das nun Mal so ist mit Arbeitsplätzen, hatte ich zwischendurch auch noch so manch anderes zu tun, wodurch ich etwas “unkonzentriert” war, als ich diesen ersten Beitrag verfasste. Mein Manuskript befindet sich derzeit noch im Lektorat meines Verlages um diesem den letzten Feinschliff zu geben, bevor es zur Veröffentlichung freigeben wird. Es ist ein “geschichtlich aufklärendes und philosophisches Werk”, das sich auf insgesamt 75 unterschiedlichste Quellen bezieht, unter anderem auch das “Zend- Avesta”, sowie die Reden und Werke von Jiddu Krishnamurti und ein persönliches Gespräch mit Dr. Bahram Varza, dessen Buch “Gatha- Die Lehre Zarathustra (Gut Denken, Gut Reden, Gut Handeln) 2008 im Handel erschien.

    • Vielen Dank für Ihren sehr erhellenden Kommentar, den ich nun gerne gelesen und sogar genossen habe. Wir betreiben einen Blog, der gewissen Niveau hat und mit Ihrem Kommentar haben Sie das gezeigt. Wir achten nicht nur auf den Inhalt eines Artikels, sondern auch die Rchtschreibfehler, denn ein Text mit solchen Fehler wird dann auch eher abgewertet, was ich auch mit Ihrem Kommentar von gestern getan habe. Somit waren Sie auch bemüht Ihren Kommentar genauer und fehlerfreier zu schreiben, und ich danke Ihnen dafür.

      Was die Ur-Arier betrifft, denke ich auch wie Sie und überhaupt ist unser Blog deswegen entstanden, um die typische Übertreibung und Heroisierung, die uns Iranern zum Teil und besonders in den letzten Jahren befallen hat, zu vermeiden und die Wahrheit zu schreiben, ohne diese negative Eigenschaften. Wenn ein König also brutal war, haben wir ihn nicht verschont und geschrieben, wenn aber auch die Europäer versuchen “uns die Orientaler” als Hinterwäldler zu zeigen und dass nur in Europa die Völker zivilisiert waren und die Zivilisation seinen Ursprung in Europa hat, dann sind wir erbarmungslos und schlagen heftig zu. Daher möchten Sie wissen, dass wir nicht eitel sind! ;)

      Sie haben bezüglich Mithraismus einiges geschrieben, wobei ich auch Ihrer Meinung bin, oder dass der Zarathustra auch gegen das Mithraismus Kult war und was er in Gathaha gedichtet hatte und wie sie dann zum Teil anders interpretiert wurden, oder wie das Mithrakult wieder in Avesta einen Platz fand und praktiziert wurde und und und… Leider schaffen wir aus Zeitmangel nicht immer über diese Themen zu schreiben und falls jemand sich doch die Mühe macht und etwas gutes recherchiert, sind wir wirklich dankbar, um die Information hier zu veröffentlichen. Ich bin auf jeden Fall sehr neugierig auf Ihr Buch, besonders wenn Sie ein persönliches Interview mit Dr. Bahrâm Varzâ geführt haben, denn er ist einer der großartigen Meister, den ich ehre!

      Übrigens, das ist nicht schlimm, wenn Sie Fartâb Pârse und Ardašir Pârse miteinander verwechseln. Wir lesen beide und antworten auch beide, wenn es sein muss. ;)

  7. Ups- schon wieder ein Fehler- dieser letzte Kommentar war selbstverständlich nicht an Fartâb Pârse gerichtet sondern an den Autor dieses Artikels- also @Ardašir Pârse. Tut mir leid, keine Ahnung warum ich den falschen Namen an den Anfang setzte.

  8. Vielen Dank, ich bin froh das das geklärt wurde. Denn auch in meinem Buch, bemühe mich eigentlich darum alle Menschen- egal woher sie kommen- zu vereinen, jedoch ohne das eine oder andere Volk, verherrlichen zu wollen. Jede Hochkultur der Geschichte auf dieser Welt, hatte ihre Berechtigung. Und so finde ich auch das “jede” heutige Kultur, ihre Berechtigung hat. Und auch ich bin für die “Wahrheit”, obschon mir durchaus bewusst ist, das es keine “reine Wahrheit” für alle Menschen gibt, da jeder Mensch nun mal auch seine “eigene, ganz persönliche Wahrheit” hat. Darunter auch solche, die eine mir völlig “fremde Wahrheit” nach Aussenhin vertreten und damit leider oftmals “Zerstörung” und “Trennung” anrichten. Für mich liegt der Ursprung dessen, in den “Religionen” allgemein, angefangen mit der aller ersten, bis heute noch nicht bekannten “Religion”. Rassismus ist aus meinen Augen keine “evolutionäre” also “instinktive” Beschaffenheit des Menschen, die diesem schon von Anbeginn mit gegeben wurde, sondern das Erbe von “Religionen”. Denn mit den ersten Religionen, entstanden auch “Feindbilder” die deren Priester benötigten um die Massen zu überzeugen. Jede Religion, hat ihr Feindbild. Fremden Scheu, das ist ein Teil unseres Instinktes, was schlichtweg daran liegt, das “der Mensch” zu Anfang seiner Epoche, noch nicht an der Spitze der Nahrungskette stand, sondern selbst noch “Beute” war. Das hat jedoch nichts mit Rassismus zu tun, sondern mit Angst. Rassismus ist “Fremden Hass”, nicht “Fremden Scheu” und Hass zu schüren zwischen “Unterschieden”, war stets ein Mittel von “selbsternannten Heiligen”, die damit bezweckten die “Massen” zu kontrollieren. Das ist das Hauptproblem unserer menschelnden Welt.
    Es war mir ein Anliegen das noch los zu werden, um ihnen beiden auf diesem Weg zumindest ein bisschen mehr von mir, beziehungsweise über meine Person und mein Denken, preiszugeben.
    Mein Gespräch mit Dr. Varza war jedoch kein “Interview” im herkömmlichen Sinne. Als ich mit ihm Kontakt aufnahm, geschah das tatsächlich aus reiner Unsicherheit. *ggg*. Zu diesem Zeitpunkt überarbeitete ich gerade an jenem Kapitel, das ich Zarathustras Lehre widmete, basierend auf mehreren verschiedenen Quellen. Einige dieser Quellen, die mir einst als “seriös” erschienen, hatten sich aber scheinbar plötzlich verändert, denn durch manche dieser Quellen zog sich plötzlich ein subtiler “roter Faden” von Rassismus oder der “Verherrlichung” von Zarathustra und seiner Epoche, was mich extrem misstrauisch stimmte, ich wollte ja keinen “Unsinn” in die Welt hinaus posaunen oder vielleicht sogar unbeabsichtigt Hass schüren, das lag mir völlig fern. Also schrieb ich Dr. Varza in seinem Forum an, schickte ihm das hier zuvor von mir erwähnte Kapitel und bat ihn um Aufklärung und Feedback. Kurz darauf antwortete er in einem Mail und schickte mir seine Telefonnummer dazu. Einige Tage später meldete ich mich dann aus Wien telefonisch bei ihm. Gemeinsam gingen wir dieses Kapitel miteinander Schritt für Schritt durch, womit ich es wunderbar optimieren konnte. Ich glaube knapp zwei Stunden dauerte dieses Gespräch und ich bin ausserordentlich dankbar dafür, das er sich so viel Zeit für mich nahm.
    Ich habe der Welt etwas mitzuteilen und ich glaube es ist etwas gutes und sehr ehrliches, das ich den Menschen mit Hilfe dieses Buches zu vermitteln versuche. Nur die katholische Kirche kommt darin verdammt schlecht weg.
    So aber jetzt ist es fürs erste einmal genug. Ich freu mich schon auf den nächsten spannenden Artikel der meine Aufmerksamkeit erregt. Machen sie weiter so. Vielleicht habe ich ja bald selber einen Blog dieser Art, indem ich mich weiterhin versuchen werde der Welt so ehrlich, wie es mir möglich ist zu offenbaren.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Evelucas (ach ja übrigens- ich bin ein “Weibchen” der menschlichen Gattung *ggg*)

    • Werte Eve Lucas, vielen Dank für die sehr informative Zeilen. Ich habe vor kurzem auch einen Artikel über Zarathustra übersetzt und als Zweiteiler veröffentlicht. Sie können, wenn Sie möchten, diese auch lesen, hier:

      Zarathustra, ein Denker oder ein Prophet? (1)


      Zarathustra, ein Denker oder ein Prophet? (2)

      Obwohl ich die politische Weltanschauung des Autors nicht unbedingt teile, fand ich diesen Artikel aus der Sicht eines Soziologen sehr interessant. Falls Sie beabsichtigen Ihren eigenen Blog zu gründen, lassen Sie uns bitte wissen, denn intellektuelle Blogs werden gerne von uns verlinkt. Was Sie über die “reine Wahrheit” geschrieben haben, hat mir auch sehr gut gefallen, denn jeder hat auf seiner Weise recht! Kennen Sie sich mit Spiritualismus und das Anziehungsgesetz aus, dass Sie sich so formulieren und doch sachlich dabei bleiben??

  9. Auf ihre letzte Frage bezogen, nein, eigentlich nicht, aber ich kenne mich etwas in der Philosophie aus und habe extrem viel zu diesem Thema gelesen. Mein Hobby ist Bildung, besonders im geschichtlichen, literarischen und philosophischem Bereich. Und ich wünsche mir eine gute Welt, die von guten Menschen bewohnt wird und arbeite deshalb stetig an mir selbst. Das ist alles. ;-)
    Danke für die Links, werde sie mir sobald ich wieder Zeit habe, genau durchlesen. Jetzt muss ich aber zuerst einmal für meinen lieben Mann aufkochen. lg. Evelucas

    • Ihre Weltanschauung gefällt mir sehr und ich stelle fest, dass wir beide dieselben Hobbies haben, bis auf den Mann :lol: !!! Bitte schauen Sie öfter bei uns rein und beehren Sie uns mit Ihren informativen Kommentaren.

      Seien Sie gesegnet.

  10. Guten Abend, habe mit Interesse Ihr Artikel gelesen, habe aber ein paar Frage dazu.
    1. Sehe in dem Text keine Erzählung über die Osseten, deren Vorfahren Alanen uns Skythen waren. Es ist bereits von vielen Historikern bewiesen, dass dieses Volk Arisch ist und einigen gehen sogar weiter und sagen, dass es das Urvolk der Arier ist, die Wiege der Arier ist( Iratta, Aratta?, heißt Osseten auf ossetisch)
    2. Soweit ich mich noch an den Geschichtsunterricht erinnern kann, gab es während des 2. Weltkrieges einen Befehl von Adolf Hitler bestimmte Völker und deren Gebiete zu verschonen, weil es dort Arier leben. Habe sogar von Freunden, denen deren Großeltern es berichte haben, gehört.

    • Danke fuer Ihren Kommentar.

      Ja, die Osseten sind ein iranischer Stamm und sind Arier. Das Wort Osseten stammt aus dem Georgischen. Ich habe in diesem Artikel folgendes geschrieben: “Iran ist eine Region, welche sich mit zusammenhängenden kulturellen Erscheinungen im Norden bis zum Ural, im Osten bis zum Indus, im Süden bis zum Indischen Ozean und im Westen bis zum Euphrat erstreckt.”. Damit sind die Osseten eingeschlossen, da sie auf iranischem Gebiet leben und lebten, daher war die separate Erwaehnung nicht notwendig.

      Ihr
      Ardasir Parse

  11. Pingback: Arier-die Wahrheit

  12. Die Diskussion ist lehrreich – aber in einem wichtigen punkt auch leerreich: Wie ist zu erklären,
    daß alle Sprachen Europas (mit ein paar Ausnahmen, z.B. finno-ugrisch, estnisch und baskisch)
    offensichtlich aus einer gemeinsamen Ursprache, nämlich arisch bzw. proto-arisch, entstanden
    sind und im Bereich dieser in Europa gesprochenen “indo-europäischen” Sprachen auch -
    etwa bei den Griechen, den Römern und den Germanen – Mythologien hatten, die nicht nur untereinander hinsichtlich ihrer Strukturen und der Benamsungen ihrer Götter auffällige Verwandtschaft aufweisen, sondern – jedenfalls hinsichtlich der Götternamen auch Verwandt-
    schaft zur arischen (proto-arischen?) Sprache aufweisen? Haben das Missionare oder Händler
    nach Europa gebracht? Oder gab es doch (wenn auch nicht Völker-, sondern Stammes-) Wan-
    derungen nach Indien, nach dem Balkan (und von dort nach Griechenland incl. bid auf die Peloponnes weitergewandert (= Einfall der Dorer) und haben die dort autochthone Bevölke-
    rung nach Kleinasien verdrängt) und in den Bereich Böhmen/Österreich und von dort nach Mittel- und Norddeutschland und weiter nördlich? Haben wir Menschen in Mittel-, West- und Nordeuropa nicht im 2. vorchristlichen Jahrtausend eine Blutaffrischung aus dem Osten bekommen? So habe ich es schon mehrfach gelesen – auch als Grund für die auffällige Ver-
    wandtschaft der indo-europäischen Sprachen hinsichtlich vieler Wörter und mancher gramma-
    tischen Strukturen).

    Schönen Gruß und beste Wünsche für den Fortgang des angebrochenen Neuen Jahres!
    Friedrich Toepffer

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