Bernard Lewis und “The Middle East” (5)

Diese Artikelreihe ist auch in Spanisch zu lesen

Die Psychologische Kriegsführung ist genauso wesentlicher Bestandteil zur Umsetzung des Bernard-Lewis-Plans, wie die Förderung von Separatisten, Strahlpropaganda und angezettelte Kriege. Dabei werden übertriebene Behauptungen zur Darstellung von vermeintlichen Opfern, die auf minimale und fragwürdige Daten basieren, gefälschte Gutachten und Verallgemeinerungen eingesetzt und unwahre Fakten verbreitet die zu einer verzerrten Sicht führen.

Auf professionelle kulturelle Agitatoren wie Herrn Chehreganli und Dr. Brenda Shaffer passen sicherlich die Kriterien im klinischen Sinne. Beide haben Informationen “entstellt oder verzerrt” und ausgerechnet sie werden konsultiert, um ihre “Gutachten” bezüglich iranisch Âzarbâygân und die Âzarbâygâner abzugeben. Auch Herr Chehreganli hat insbesondere die Details der sowjetisch unterstützten Pischevari Bewegung im Jahr 1946 verzerrt. Das Ziel von Dr. Brenda Shaffer, Herrn Mahmudali Chehreganli, der UAM und ähnlichen Organisationen ist es, die Âzarbâygâner als Opfer darzustellen, um ihre schändliche, zerstörerische Ideologie zu maskieren. Das Herbeireden von Opfern ist Teil der Öl-Diplomatie, wie F. William Engdahl auch in seinem Werk A Century Of War beschrieben hat. Die jugoslawische Tragödie war in Wirklichkeit eine grosse Travestie, die alle Jugoslawen zu Opfern gemacht hatte, dennoch waren die Serben überproportional in der Negativ-Presse berücksichtigt worden. Genau wie die Iraner heute im Fokus der täglichen Nachrichten stehen.

False Flag Vorfälle

Besonders beliebt sind bei diesen Herren die sog. „False Flag Incidents“. Es ist eine klassische Waffe zur Umsetzung des Bernard-Lewis-Plans und der Umsetzung der größeren geopolitischen Agenda: Man schafft dabei einen gewaltsamen Zwischenfall und eine Inszenierung und das impliziert die Beschuldigung einer unschuldigen Partei.

Wir wissen aus der Vergangenheit, dass Großbritannien nach eigenen Angaben sich solcher Praktiken in ihrer Kolonie in Indien bedient hat, um Muslime, Sikhs und Hindus gegeneinander auszuspielen. Ein Beispiel aus der jüngeren Geschichte eines False-Flag-Vorfalls im irakischen Basra, während der US-Besatzung erzählt uns Christopher Bollyn von der American Free Press: Nach dem Erschießen und Töten irakischer Polizisten und Zivilisten in Basra, wurden zwei britische Agenten vom Special Air Service, als Selbstmordattentäter der Mehdi Armee verkleidet gefangen genommen, in ein Auto hatten sie Sprengstoff geladen. Paul Wood der BBC sagte, dass Waffen, Sprengstoff und Kommunikationsgeräte Standardausrüstung der britischen Special Forces sind. Die beiden bärtigen britischen Agenten waren auch mit schwarzen Perücken verkleidet. Augenzeugen sollten nachher bestätigen, dass die Terror- Operation von Irakern durchgeführt worden wäre.“

Während die Briten die Iraner für diesen Anschlag in Basra verantwortlich machten, waren britische Agenten in Xuzestân beteiligt ethnische Konflikte zu provozieren, indem sie anti-iranische Graffiti Propaganda an die Hauswände sprühten, zur Anstiftung anti-persischer Gefühle bei lokalen Arabern; die Briten haben dies natürlich abgestritten. Die britische Komplizenschaft in subversiven Aktivitäten konnte im Zusammenhang mit der Festnahme von 8 britischen Soldaten wegen Verletzung der iranischen  Hoheitsgewässer im Jahre 2004 nachgewiesen werden. Während die Briten behauptet hatten, dass die Soldaten im Patrouillenboot mit ihrer Ausbildung beschäftigt gewesen wären, hatten sie doch deutlich die iranischen Hoheitsgewässer verletzt. Die Soldaten wurden kurz darauf den britischen Behörden überstellt. Die genauere Untersuchung der Ausrüstung der Soldaten widerspricht jedoch der britischen Darstellung. Die Herren trugen Spezialkameras, wie sie nur Spione benutzen, detaillierte Karten von iranischem Staatsgebiet und Satelliten-Kommunikationsanlagen, als sie festgenommen wurden, die typische Ausrüstung für einen Spionageeinsatz. Interessant ist, dass viele dieser provozierten ethnischen Konflikte gleichzeitig ablaufen. Auch die Aktivisten der Grauen Wölfe arbeiteten daran, False Flag Zwischenfälle im iranischen Âzarbâygân durchzuführen. Bisher waren ihre Bemühungen im iranischen Âzarbâygân vergebens. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass die anti-iranische kurdische Separatistenorganisation Pezhak solche False Flag Zwischenfälle bei den jüngsten Unruhen im iranischen Kordestân verübt haben.

Manipulation der westlichen Medien

Neben ihren Erfolgen bei der Beeinflussung der westlichen Wissenschaft, haben panturanische Schriftsteller stetige Unterstützung in den vor allem englischsprachigen Medien der westlichen Welt. Viele Medien sind heute das Sprachrohr von Organisationen wie der grauen Wölfe. In der Ausgabe vom August 2000 hat eine Fachzeitschrift für numismatische Studien Celator einen Brief von Herrn Dean Sirigos veröffentlicht: „Die Türkei mit ihrer aktuellen nationalistischen Ideologie versucht die hellenistische Vergangenheit der Region Kleinasien zu leugnen. Tragischerweise haben viele der amerikanischen Mainstream-Medien diesen falschen Revisionismus ratifiziert, zum Beispiel durch die Identifizierung von Ephesus als „eine alte türkische Stadt“ (CNN, 11/16/99), ohne Verweise auf ihre antike griechische oder hellenistische Vergangenheit.

1993 machte der Herausgeber der türkischen Zeitung Hürriyet Ertuğrul Özkök gegenüber dem New York Times-Korrespondenten Alan Cowell folgende Bemerkung: „Für uns sind die bosnischen Muslime Türken“. Das einzige Element, das die Türken mit den Bosniern verbindet, ist die gemeinsame Religion. Die Bosnier sprechen eine südslawische Sprache, die eng verwandt mit dem Serbo-Kroatischen ist und sind ethnisch gesehen Südslawen. Die Türken sind weder eine slawische noch eine indogermanische Volksgruppe und sprechen eine altaische Sprache die nichts, aber auch wirklich gar nichts mit einer indogermanischen Sprache zu tun hat. Was Herr Ertuğrul Özkök hier behauptet, beruht auf ideologische Überzeugungen, nicht auf objektiven Tatsachen. Cowell hatte die Aussagen Özköks ohne den geringsten Zweifel an der Gültigkeit dieser Aussage passiv hingenommen. Cowell berichtete dann über diese Aussage Özköks in Bezug auf die Bosnier in der New York Times wie folgt: “[…]ein starkes Gefühl gegenüber ihren religiösen und ethnischen Verwandten […]“. Man muss sich schon fragen, welche Schulbildung in Amerika Journalisten, die für ein renommiertes Blatt wie die New York Times schreiben, haben! [New York Times, 19. Januar 1993, p A9]

Die seit einem viertel Jahrhundert andauernde Negativpropaganda in der Darstellung der Iraner hat sicher den Separatismus in Iran gefördert. Vor der Zerschlagung Jugoslawiens waren die Serben auch das Ziel der Verteufelung. Beliebte Unterhaltungs-Persönlichkeiten wie Radiomoderator Howard Stern mit seiner Aussage: „Tötet alle Iraner, tötet sie!“, Auch abfällige Aussagen von einem George Clooney in Peacemaker und einem Chuck Norris in Hitman gegen Iran und die Iraner in ihren Filmen, sind ein trauriges Ergebnis der Propaganda. Man kann sich vorstellen was mit Herren wie Stern, Clooney und Norris geschehen würde, wenn sie solche Volksverhetzung gegen eine andere ethnische Gruppe verwendet hätten. Es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass die Iraner heute die verunglimpften und negativ dargestellten Menschen in den angelsächsischen Medien schlechthin sind. Begonnen hat dies schon mit dem Buch von Betty Mahmoody „Nicht ohne meine Tochter“ und dann 300. Schon das Wort „Iran“ evoziert eine reflexartige Reaktion bei den meisten Nordamerikanern und sie assoziieren den Namen Iran mit böse und Terroristen.

Fazit

Das zwanzigste Jahrhundert erlebte seit seinem Beginn viele Versuche der Zerstückelung Irans in Ministaaten. Die Anstrengungen des gezielten Anstiftens zum Separatismus der iranischen Âzarbâygâner und der Korden im Westen Irans, der Araber im Südwesten Irans, aber auch der Belutschen im Südosten des Landes, hauptsächlich durch Großbritannien, der USA, Israels und der Türkei sind noch in vollem Gange. Ihre Handlanger sind westliche Universitäten und eigens dafür gegründete akademische Einrichtungen, die sich hinter vermeintlicher Wissenschaftlichkeit verstecken. Neben Dr. Brenda Shaffer, Herrn Chehreganli und Konsorten gibt es auch noch die Al-Ahwas Studien in Großbritannien und es gibt bereits Landkarten von Arabestân, die die alte iranische Provinz Xuzestân dort bereits von Iran abgetrennt haben. Die Iraner sind heute Opfer von Rassenhass geworden, zuletzt durch den Panarabismus. Redliche Unterstützung erhalten diese Rassisten durch panarabische rassistische Literatur wie Werke von Khairullah Tulfah mit dem Titel Drei die Gott nicht hätte erschaffen sollen: Iraner, Juden und Fliegen. Die CIA und Pakistans Geheimdienst finanzierte großzügig den anti-iranischen religiösen Fanatiker Osama Bin Laden – das Schwein, das man heranzog, schlachtete man später ab.

Es ist eine Schande, dass eine große Nation wie die USA, ein Land der Vielfalt der Rassen, Toleranz und Demokratie, gemeinsame Sache mit panturanischen Ideologen machen, die offen den Nationalsozialismus bewundern und sich von Hitler inspirieren lassen. Was ist los mit dieser Nation, die noch nicht vor allzu langer Zeit tapfer gegen Adolf Hitler im Namen der Freiheit gekämpft hatte? Als Saddam Hussein 1980 Iran überfallen hatte, wurde er großzügig mit biologischen und chemischen Waffen unterstützt, die er nicht nur gegen iranische Truppen und iranische Zivilisten einsetzte, sondern auch gegen die eigene kurdische Bevölkerung. Doch er wurde umworben von westlichen Politikern und westliche Beamte gratulierten ihm, wie Donald Rumsfeld, zum Massenmord.

Und heute haben wir den Krieg um das iranische Atomprogramm, doch der Atomstreit ist nicht nur die Erweiterung der Öl-Diplomatie, sondern der durchsichtige Versuch Irans technologischen Fortschritt zu behindern. Es beschwört lebendige Erinnerungen an Herrn George Ball zu Lebzeiten Mohammad Rezâ Šâh Pahlavis in den 1970er Jahren herauf, an seine vehemente Opposition gegen alle Aspekte des Fortschritts in Iran. Der technologische Fortschritt Irans soll behindert werden und zwar unabhängig vom Atomprogramm. Denn ein fortschrittlicher Iran ist geopolitisch kein „Good Business“, er passt einfach nicht in den Bernard-Lewis-Plan. Trotzdem bin ich den Amerikanern zu tiefem Dank verpflichtet, dass sie für uns und die Zeitgeschichte diese Veröffentlichungen, die nur die Spitze des Eisberges darstellen zur Verfügung stellen.

Diejenigen Iraner, die glauben sich den USA anbiedern zu müssen, während sie gleichzeitig das Türkentum verteufeln, sind schizophren, denn wer das Türkentum ablehnt, der muss auch seine größten Helfer, die US-Politik gegenüber Iran und Großbritanniens Iranpolitik ablehnen, sie alle sind untrennbar mit dem Pantürkismus verbunden mit dem Ziel, Iran zu zerstückeln, den Fortschritt des Landes zu behindern und das persische Erbe auszulöschen, um eine Türkisierung und Arabisierung eines zerstückelten Iran umzusetzen, die Re-Islamisierung hatte man ja schon 1978 umgesetzt. Denjenigen, die glauben die Mullahs seien an allem schuld, sei gesagt, dass diese Ambitionen zur Vernichtung Irans bereits vor Machtergreifung der Mullahs begonnen hatten und sie selbst Teil dieses Plans sind und waren. Ich empfehle jedem Iraner sich mit seinem Erbe ernsthaft und unvoreingenommen zu beschäftigen und es zu verinnerlichen, denn der größte Feind des Bernard-Lewis-Plans und ihrer Protagonisten ist das persische Erbe, das uns als Volk seit zweieinhalb Jahrtausenden zusammengehalten hat. In dem folgenden Video hören wir den Anti-iraner US-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski neben vielen anderen aussagekräftigen Dingen sagen:

“Es ist leichter eine Million Menschen zu töten, als eine Million Menschen zu kontrollieren!”

[Quellen: F.William Engdahl, A Century Of War - Anglo-Amerikan Oil Politics And The New World Order; Lukerly Court Documents Shed Light on CIA Illegal Operations in Central Asia Using Islam & Madrassas; Livingstone David, Terrorism and the Illuminati, Guns, Drugs and Jihad; Rumi, Raza, Ataturk’s Turkish Republic in Danger; Alexandrovna, Larisa; Kane, Muriel (2007-06-27), New documents link Kissinger to two 1970s coups Global Research.ca. Retrieved on 2008-12-29; Rasti, Gulen, the CIA and the American Deep State; Dreyfus and LeMarc, 1980, p.157; Olson, 2004, p.89; Matini Jalal, “Azerbaijan Koja Ast?”, 1989, Iranshenasi, I(3), p.447; Philip Robins, Suits and Uniforms: Turkish Foreign Policy Since the Cold War, Hurst & Company, London, p.172-173; New York Times Halloran R. British in 1950, Helped Map Iraqi Invasion of Iran; Pârse & Pârse; Websters Third New International Dictionary of the English Language, Unabridged, 1993, p. 1430; Mir Ali Asghar Montazam, The Life and the Times of Ayatollah Khomeini; Foreign Policy; Zbigniew Brzezinski; Ralph Peters, Armed Forces Journal 2006, Blood borders: How a better Middle East would look like; New York Times; Rozaneh Magazine; Sean Gervasi, Deutschland, die USA und die jugoslawische Krise: Der Bürgerkrieg als tödliches Schattenspiel, Covert Action Quarterly, Band 43, S. 41, 43; Olson, Robert, Turkey-Iran Relations, 1979-2004: Revolution, Ideology, War, Coups and Geopolitics, 2004, p.236;  Dr. Brenda Shaffer, Borders and Brethren: Iran and the Challenge of Azerbaijani Identity ]

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24 Gedanken zu „Bernard Lewis und “The Middle East” (5)

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  3. Wir wissen, dass den Mullahs und dem Islam das persische Erbe im Weg stehen. Hier haben die Protagonisten des Bernhard-Lewis-Plans gemeinsame Interessen. Denn um den Zerfall Irans einzuleiten muss das persische Erbe beseitigt werden. Das geschieht ueber pseudowissenschaftliche Publikationen, Foerderung von Separatisten, Strahlpropaganda und Zerstoerungen der Islamischen Republik am Kulturerbe. Hier arbeitet man zusammen. Fuer die IRI ist nur ausschlaggebend, dass jemand Moslem ist, zwar wollen sie nicht den Zerfall des Staates, aber die Vernichtung des kulturellen vorislamischen Erbes.

    Das ist der Grund weshalb nicht die Linken in Iran an die Macht gebracht wurden, sondern die Islamisten und nachdem dieses Erbe immer noch nicht beseitigt ist, sind sie immer noch an der Macht.

    Dieses gemeinsame Interesse hat dieser Teufel zusammen geschweisst.

    • das heißt ja auch dass die Drohkulissen die momentan aufgebaut werden wohl eher nicht zum Krieg führen.
      Außerdem ständen die Russen und China ganz schnell auf der Matte.
      Für Europa waren außerdem die angedrohten Sanktionen mal wieder ein Eigentor.

      • @ Prinz Eugen
        >das heißt ja auch dass die Drohkulissen die momentan aufgebaut werden wohl eher nicht zum Krieg führen ….

        Lesenswert auch > Grünes Licht für die Zentralbank Irans? > Ein janusköpfiger Entschluss ..
        .
        Matthias Küntzel, via http://freeirannow.wordpress.com/2012/01/25/grunes-licht-fur-die-zentralbank-irans/
        —–
        Danke Ardašir, ich denke auch danke an Fartab :-) für Ihre Arbeit, Recherchen usw. und nun auch diesen letzten Beitrag, der mich wieder einmal in meinem individuellen Denken bestätigt hat, dass Menschen, die dieser Clique überhaupt erst einen Handlungsraum geben, ganz einfach nur als manipulierbare Masse für eigene Zwecke benutzt werden.
        ___
        Der > Quo Vadis Weg unseres Landes zeigt sich inzwischen eigentlich immer deutlicher und wir werden irgendwelche freien Wahlen in der Zukunft leider nur noch als eine Farce erkennen und erleben können ….

  4. @Verehrte Klara, schön Sie wieder lesen zu können, und danke für Ihr Dank an uns. Solche Feedbacks spornen uns mehr an mit Fakten und Beweisen zu schreiben als nur wild um uns zu schimpfen. In der Tat fragen sich sehr wenige Deutschen, ob wir in Deutschland überhaupt freie Wahlen haben? Solange Deutschland kein souveräner Staat ist, wird für uns Entscheidungen getroffen. Haben Sie sich eigentlich schon die Frage gestellt, warum alle anderen EU Länder die getroffene Entscheidungen innerhalb der EU noch mal in ihre Länder durch die Abstimmung des Volkes abfragen und das Volk kann direkt wählen, ob es die Währung Euro will oder nicht, aber bei uns entscheiden einfach andere für uns und das Volk kann es nicht tun?

    Ich hoffe nur, dass mehr Menschen die Augen aufmachen. Heute habe ich wieder gelesen, dass die FBI nun offiziell mit bestimmten Software Twitter und Facebook überwachen will und die Erlaubnis hat sie sich geholt!!! In wieweit werden die Meinungsfreiheiten unter dem Vorwand Terrorismusbekämpfung eingeschränkt? Alles wird überwacht.

    • Danke für Ihr Feedback Fartab :-)

      >Haben Sie sich eigentlich schon die Frage gestellt, warum alle anderen EU Länder die getroffene Entscheidungen innerhalb der EU noch mal in ihre Länder durch die Abstimmung des Volkes abfragen …

      Die Frage stellt sich mir nicht mehr, weil ich denke, die Antwort zu kennen :
      Wenn ein nationaler Staat EU Entscheidungen mit seinem eigenen Volk abklärt, dann verhält sich dieser Staat demokratisch, auch auf die Gefahr hin, dass die Enrscheidung negativ im Sinne der EU ausfällt.

      Würde man im Fall Deutschland das Volk befragen, zu den Themen EU, Umbevölkerung usw., würden die NWO gesteuerten Politiker jeglicher Couleur ihre Macht und ihren Einfluß bei all diesen augenblicklichen, nun sage ich mal ganz einfach, Reizthemen :-), gefährden, vielleicht sogar verlieren.
      Ein altes deutsches Sprichwort sagt : Säge nicht an dem Ast, auf dem du sitzt.

      Ich denke aber auch, dass die Politiker inzwischen erkennen, wie dünn und brüchig der Ast geworden ist.

      Und somit meine aus dieser Sicht geprägte Antwort hier :
      >In wieweit werden die Meinungsfreiheiten unter dem Vorwand Terrorismusbekämpfung eingeschränkt?
      Man wird sehr weit gehen.
      > Alles wird überwacht
      Ja, Orwell 1984 / aktualisierte Version 2012 :-)

  5. Ich bleibe bei der Aussage, dass die Iraner selbst als größter Feind und Verräter ihrem Land und Volk gegenüber stehen. Die Angelsachsen, Türken, Araber…..führen mit diverser Aggressivität ja nach Ihrer Stärke und Überlegenheit ihre Interessen. Das fällt uns aber alles in den Letzten Jahren so gefährlich auf, weil sich die Iraner in einer bedrohlichen, aussichtslosen Lage befinden. Noch gefährlicher ist es, dass sie trotzt dieser Bedrohung bis heute nicht geschafft haben mit einer Stimme als ein Volk zu sprechen, um gemeinsam und stark solchen Gefahren zu begegnen.
    Vielleicht ist die Machtlosigkeit der Grund, warum sich die Iraner immer solchen Verschwörungstheorien widmen, um Ihr Versagen und Niederlage zu rechtfertigen.
    Also wie wir Iraner immer so sagen: solange sich die Tür auf dieser Achse dreht, werden wir ein dummes, zerstrittenes, besiegtes Volk bleiben. Es ist bitter, aber wahr.
    Gruß
    Sam

    • Gut, man kann dumm bleiben und auch dumm sterben, das ist ja das was die meisten Iraner in der Vergangenheit schon immer getan haben. Die Islamisierung Irans bzw. wie sie vollzogen wurde, war ja auch immer eine Verschwoerungstheorie. Es handelt sich hier um keine Verschwoerungstheorien, sondern das sind bewiesene Fakten. Wir haben zum ueberwiegenden Teil sogar angelsaechsische Quellen verwendet und nicht iranische Quellen, daher ist ihr Vorwurf unbegruendet. Versuchen SIe einfach Ihren Hass auf die Iraner in den Griff zu bekommen. Ich gebe Ihnen sogar an manchen Stellen recht, was die Zerstrittenheit betrifft, nur sollte man sich auch fragen, warum das so ist. Dass westliche Staaten ganz harmlos ihre Interessen verfolgen ist lachhaft, in Anbetracht dessen was bekannt ist. Hier handelt es sich nicht um irgendwelche Interessenwahrnehmungen, sondern um Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Staatsterrorismus. Einer der Hauptgruende fuer die Zerstrittenheit ist die Unaufgeklaertheit. Also, nicht immer gleich losschiessen, sondern nach dem alten, bewaehrten amirkabir’schen Gesetz handeln. Erst lesen, dann nachdenken und dann erst schreiben.

    • Ich find’s einwenig bedenklich, von Verschwörungstheorien zu sprechen, wenn hier eine Palette von seriösen Quellen zu jedem Artikel genannt worden sind, die in Anbetracht von Prä- und Postbeobachtungen des historischen Kontexts sehr wohl Kohärenz und Teleonomie aufweisen. Nach all dem, was wir mitbekommen, ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass hier monokausale Ursachenzuschreibungen (= Iraner hauptschuldig!) ausreichen. Ja, die Iraner haben eine fatale Mentalität, sie zerstören sich gegenseitig, trotzdem wäre diese Vielfalt an Meinungen und Köpfen möglich gewesen in einem einzigen Staat, wenn dieser Staat nun einmal nicht über lokale- und erdbezogene Ressourcen verfügen würde, die im Interesse fast aller umliegenden Staaten – und darüber hinaus – sind. Nur das Wissen um solche Zusammenhänge kann uns noch vor größerem Desaster schützen, nicht die Relativierung oder Verharmlosung dieser.

      Man kann fremde Einflussnahmen, die millionenschwer sind, die finanziert, gepusht, gefördert, eingesetzt, installiert und geplant worden sind, nicht einfach untergewichten, das würde den Aufwand, der betrieben wurde, gar nicht rechtfertigen. Für mich sind das falsche bis verzerrte Schlussfolgerungen, die ich hier rauslese.

  6. Hallo Adreshir,
    bitte nicht gleich zickig werden. Ich habe absolut keinen Grund mein Land und meine Landsleute zu hassen. Du hast mich offensichtlich völlig falsch verstanden. Alles was ich hier kurz gefasst habe, beruht auf meinen Erfahrungen. Du und Tangsir seid ihr ein gutes Exemplar dafür, oder seid ihr noch aufgeklärt? Was ich bei den Iranern kritisiere und das ist mein gutes Recht, ist ihre Mentalität.
    Lieber Adreshir du kannst natürlich lachen wie du willst, aber wie kommst du überhaupt auf Verharmlosung der westlichen Interessen von meiner Seite? ganz Im Gegenteil. Ein Land, das wegen seiner Interessen ein ganzes Volk mit Napalmbomben und Atombomben zum Ausradieren versucht, ist alles anders als demokratische und humanistisch, was in ihrem Fazit steht.

    • Hallo Sam,

      ich habe allen Grund dazu bei solchen Kommentaren zickig zu werden. Ich habe Ihnen ja teilweise recht gegeben und lassen wir das mit Tangsir, das lag nicht an mir. Wir kritisieren hier oft genug die iranischen Mentalitaet, aber sie ist nicht alleine ausschlaggebend fuer die Misere. Was wir hier wollen und von den Kommentatoren auch erwarten, ist konstruktive Kritik. Wie koennten wir das besser machen? Das ist was mich interessiert. Aber zuerst muessen die Iraner ihre Geschichte erst einmal kennen und akzeptieren lernen und, wenn Sie diese Artikelreihe mit vielen Quellen als Verschwoerungstheorie abtun, muessen Sie sich nicht wundern, wenn ich auch noch jaehzornig werde.

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  8. Nein, aber ich würde den Beitrag gerne einigen älteren Herren vorlegen die aktiv an der Revolution teilgenommen haben und nicht der deutschen Sprache mächtig sind.
    Herren die noch immer glauben, dass es ihre Revolution war und diese von Khomeini geklaut wurde.

    • Weißt Du Bijan, ich glaube, Du gehörst auch wie ich zur “gebrannten Generation”! Bestelle diese Herrschaften schöne Grüße von mir und sie sollen samt ihrer Ideologie unsere Generation und zwei folgenden schööööön am Allerwertesten lecken! Es tut mir leid, ich bin normalerweise nicht so, aber mit solchen Herren, die revoltiert haben, habe ich enorm Probleme! Sie sollen froh sein, dass wir sie nicht dafür verklagen und sollen ihre Fressen halten mit ihrer Scheißrevolution! Diese verdammten Herrschaften sollten auch die Jahre im Exil Deutsch lernen und nicht einfach revoltieren, danach ab nach Deutschland und ins Exil und bis heute zahlen wir dafür!

      • Sehe ich nicht so.
        Man sollte ihnen wenigstens die Chance geben der Wahrheit ins Auge zu sehen.
        Ja ja, ich weiss: viele wollen die Wahrheit nicht sehen oder nicht zugeben.
        Sie können uns belügen, aber nicht sich selbst.

        Schade das es den Text nicht in Farsi gibt.
        VG

        • Da hast Du schön geschrieben, dass viele nicht die Wahrheit sehen wollen! Daher sind solche Texte eher für die neue Generation, damit diese nicht die Fehler ihrer Väter wiederholen. Und glaube mir, diese Leute haben sehr oft ihre Chancen verspielt! Wer noch darauf beharrt, dass seine Revolution gestohlen wurde, dem sollte man ins Gehirn noch was anderes tun, dass er bis heute nicht zugeben will, was das Land vor der Revolution nicht hatte, dessentwegen unbedingt eine Revolution nötig wäre! Diese iranischen Intellektuellen, die das Bildnis Khomeinis im Mond gesehen haben, sind die Dümmsten aller Zeiten gewesen! Hätte ein Bauer schon damals gesagt, er hätte die Visage Khomeinis im Mond gesehen, könnte man sagen, okay ein UNGEBILDETER! Aber von unseren Intellektuellen so was zu hören, und dann nach 33 Jahren immer noch wird darauf beharrt, dass deren beschie**** Revolution geklaut wurde! Das ist allerhand.

          Du könntest ihnen den Text ins Persische dolmetschern. Und tu mir auch ein Gefallen und verbanne das Wort “Farsi” aus Deinem Wortschatz, denn wenn schon, denn schon richtig “Pârsi”.

          Dito VG

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