“Seid ihr Muslim, geht ihr ins Paradies, wenn ihr Christ seid, dann nach Kanada“!

Die Kopten in Ägypten feierten das koptische Weihnachtsfest am 7. Januar dieses Jahres in einem Klima, das von Gewalt gegen ihre Gemeinde im vergangenen Jahr und von Befürchtungen der Dominanz der Islamisten bei den Wahlen gekennzeichnet war. “Christen fühlen sich nicht sicher. Sie dachten, die Revolution würde die Dinge ändern, dass wir auf bessere Zeiten zusteuern, aber das Gegenteil ist der Fall”, sagte Soher Hana, eine treue Gläubige, nach der Messe in einer Kairoer Kirche.

Am Freitag den 6. Januar sind verstärkte Sicherheitsvorkehrungen in unmittelbarer Nähe der Kirche für die traditionelle Christmesse am 7. Januar getroffen worden. In Washington hat Präsident Barack Obama  den “Schutz der christlichen Minderheiten und der anderen Religionsminderheiten” betont. Er berief sich besonders auf den Fall Ägyptens, indem die Kopten die größte christliche Gemeinschaft im Nahen Osten bilden.

In Frankreich, hatte der Innenminister Claude Guéant, zuständig für Religion, an einer Messe der koptischen Gemeinde in Paris am Weihnachtsabend teilgenommen. Zahlreiche Staatsmänner der Übergangsregierung, aus Politik- und Militär hatten am Freitagabend in der Kathedrale von Abbaseya in Kairo den Heiligabend gefeiert, die Messe wurde von dem Patriarchen der koptisch-orthodoxen Kirche Shenouda III. gehalten.

In 2 Sitzreihen waren in der Kirche  der Führer des Obersten Rates der Streitkräfte (AFSC), Sami Anan, und ein Dutzend andere Generäle anwesend, die das Land seit dem Sturz von Hosni Mubarak im Februar 2011 in der Übergangszeit führen. Die Muslimbruderschaft hatte auch eilig ihre Grüße an den Patriarchen durch eine Delegation, zu der auch der Leiter der Bildung von der Partei für Freiheit und Gerechtigkeit (PLJ), Mohammad Mursi zählte, entsandt, jedoch ohne an der Messe teilzunehmen. Die Muslimbruderschaft, die früher eine heimliche Partei und Organisation war, bekam durch die Parlamentswahlen 36% der Stimmen, so dass sie als die erste politische Bewegung in Ägypten zählt. Die mächtige Muslimbruderschaft hat in Bezug auf die koptische Minderheit beruhigende Worte gesprochen und ermutigte die Gläubigen, sie sollen an der Messe in großer Anzahl teilnehmen.

Aber die Kopten, die zwischen 6 bis 10% der rund 82 Millionen Ägypter ausmachen, bleiben auch besorgt über den unerwarteten Anstieg der sunnitischen ultra-konservativen Salafisten, die knapp 25% der Stimmen erhalten haben. “Die Muslimbruderschaft versucht in gewisser Weise die  Aussagen der Salafisten zu beschwichtigen, dass Christen Ungläubige seien, oder dass die Christen keine öffentlichen Funktionen inne haben können”, sagte Fayez Abdo, ein weiterer Gläubiger.

Der Patriarch Shenouda III, sagte in seiner Predigt, dass “Ägypten in einer kritischen Übergangszeit sei, aber wir sind sicher, dass wir alles tun, um in Frieden zu leben”. Er würdigte auch die Rolle der Streitkräfte, “sie haben Opfer für das Wohl Ägyptens und seinen Menschen gebracht”. Dennoch, im Oktober letzten Jahres wurden durch die militärische Unterdrückung einer Demonstration von koptischen Aktivisten in Kairo 25 Menschen, meist Christen getötet, daher sind in dieser Gemeinschaft die Unsicherheits- und Diskriminierungsgefühle weit verbreitet.

Die Gewalttätigkeiten gegen die Christen in Ägypten forderten im Januar 2010 durch ein Attentat nach einer Weihnachtsmesse in Oberägypten 7 Opfer, darunter 6 Kopten, sowie eine moslemische Sicherheitskraft. Ein Jahr später wurde in der Nacht des neuen Jahres ein blutiges Attentat auf eine Kirche von Alexandria, im Norden des Landes ausgeübt, bei der etwa 20 Gläubige getötet wurden. Zahlreiche Gewalttaten gegen koptische Christen haben seit dem Fall von Mubarak stattgefunden. Anfang Mai gab es bei Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Kopten etwa zwölf Tote und mehr als 200 Verletzte im dicht besiedelten Kairoer Viertel Imbaba.

Fazit:

Nach unseren Recherchen, sind die Kopten sehr besorgt, dass sie vielleicht demnächst unter einer „Islamischen Republik Ägypten” leben müssen oder gezwungen sind ins Ausland zu flüchten und im Exil zu leben. Einer der Slogans der Al-Nour-Partei für die erste Runde der Wahlen lautete: „Wählt die Partei Al-Nour; seid ihr Muslim, geht ihr ins Paradies, wenn ihr Christ seid, dann nach Kanada“! Dieser Slogan hat die Kopten sehr verunsichert und in vielen Blogs wird darüber diskutiert, in wieweit diese Drohungen wahr werden könnten. Die koptische Gemeinschaft hat zu Recht große Angst vor der Machtergreifung der Salafisten und der Zukunft Ägyptens.

Quelle: Le Point

Auch bei Kopten: Aus Mary wurde Aischa

About these ads

14 Gedanken zu „“Seid ihr Muslim, geht ihr ins Paradies, wenn ihr Christ seid, dann nach Kanada“!

  1. Das hört sich gar nicht gut an. Die Kopten hatten es sowieso immer schwer, jetzt brechen mit großer Wahrscheinlichkeit noch unsicherere Zeiten für sie an. Ich finde, mit Ägypten kann man sich eh gut befassen, weil sie – wie die Iraner – ein altes Volk sind. Ich würde zum Beispiel gerne verstehen, warum sie durch die Islamisierung ihre Kultur und Sprache komplett verloren haben, obwohl sie auch eine starke prä-islamische Kultur hatten – und wir Iraner aber nicht. Habt ihr da schon eine Theorie, ihr Lieben?

    • Hi Sherry, ich vermute mal es hängt damit zusammen dass es seit Alexander (Eskandar) eigentlich keine genuine ägyptische Herrschaft mehr gegeben hat. Es fand eine starke Gräzisierung statt und eigentlich existierten immer mehrere Sprachsysteme nebeneinander. Danach gehörte es zum römischen Reich und dann zu Byzanz. Immer Besatzung und Kulturtransfer. Deswegen gab es keine “ägyptisch” sprechende Oberschicht mehr und die Arabisierung konnte sich schneller durchsetzen.
      Ist aber nur ne Theorie, habe jetzt nichts darüber gelesen.

      • Mein guter Prinz, ich muss leider deine Theorie widerlegen, denn die Ptolemäer in Ägypten wurden während der fast 3 Jahrhunderten Herrschaft dermaßen ägyptisiert, dass sie keine griechische Bindung mehr hatten und sogar diese Sprache vergessen hatten, aber die Namen blieben alle griechisch und auf ihren Münzen!

    • Meine liebe Sherry, ich habe die Antwort und zwar, Gibran Khalil Gibran, der berühmte arabische Dichter, Autor, Philosoph hatte mal gesagt: “Hätten die Ägypter wie die Iraner einen Ferdowsi, könnte man nie im Leben ihnen ihre Sprache, Identität und Kultur weg nehmen und sie arabisieren”!

      Ich hoffe, Du hast schon Deine Antwort bekommen.

  2. @Eugen: Danke dir trotzdem für den Erklärungsversuch! :D

    @Fartaab joon: Es ist wirklich beachtlich, dass ein einziger Mann so einen großen Einfluss auf das Überleben unserer Kultur gehabt hat. Gott sei Dank gab es ihn. Möge er in Frieden ruhen. Wir haben zwar viel verloren, aber Iran, wie es einmal war, lebt in uns, zwar einwenig in Schutt und Asche, aber wieder aufbaubar, daran glaube ich. Danke für die Antwort.

    • Nicht zu danken, gern geschehen. In der Tat lebt der erhabener Ferdowsi in uns allen, nur wir sollten versuchen sein Buch zu lesen! Es gibt ja welche, die ständig seinen Name erwähnen und ihn unbedingt als Piruz Pârsi sehen wollen, ohne sein Buch in der Hand genommen und gelesen zu haben. Zugegeben, es ist etwas schwierig, aber mit etwas Übung klappt es und falls Du das Buch Šâhnâme lesen möchtest, kann ich Dir das Šâhnâme Buch von Parviz Atabaki [Parviz Atâbaki] empfehlen, das in 4 Bände ist. Da wurde große Korrektur durch genommen und die Vokale sind richtig gekennzeichnet, dann nur ein Band davon über alle erwähnten Namen und Orte mit Bedeutungen.

      Der erhabene Ferdowsi sagte schon:

      Tavânâ bovad har ke dânâ bovad
      Ze dâneš dele pir bornâ bovad

      In Deutsch: Derjenige, der sich bildet und lernt, der wird mächtig sein.
      Durch das Wissen wird ein Greis immer im Herzen jung bleiben.

    • Sherry jân, die Antwort, die ich Dir gegeben habe, war von einem Araber der Neuzeit. Daher habe ich mich beim Buch Al-Muqaddima von Ebne Khaldun schlau gemacht. Also, aus der Sicht eines arabischen Historikers, der vor langer Zeit lebte. Er schreibt auf die Seite 284 u. 285, Band I: “Die Araber waren nur sehr erfolgreich, wenn es um die Eroberungen in den Flachen Gebieten ging!” In den Ebenen von Nil-Delta oder im iranischen Plateau bis zu dem Gebirge von Alborz und Zâgros waren sie erfolgreich; denn Ebne Khaldun zufolge: “sie waren von Natur aus sehr faul und bemühten sich nicht Berge hochzuklettern”. Daher hatten sie auch bei der Eroberung des nördlichen Irans fast 300 Jahre gebraucht oder warum Bâbak Xorramdin 20 Jahre gegen sie erfolgreich gekämpft hatte! Die Eroberungen, die im Nachhinein und durch die Türken zuerst als Sklaven, dann als Muslimen in der Abbasiden Armee durchgeführt wurden, bei denen die heutige Länder Tâjikestân, Afqânestân, Ozbakestân, Qarqizestân und Qazzâqestân überwiegend muslimisch gesinnt sind, wurden durch die Tüchtigkeit der Türken, die dann zum Islam konvertierten und im Vergleich zu Araber nicht so faul waren, und sich in den Bergen und Steppen gut auskannten, erobert. Und Bâbak konnte auch nur durch den Verrat der Iraner an sich selbst besiegt werden, natürlich mit großer Armee aus Türken und Iranern!

      Und bei Ägypten ist auch nicht anders gelaufen. Dieses Land ist ein flaches Land, in dem Invasionen der Araber sehr leicht stattgefunden hatte und weil die Kopten sich dann zum Christentum bekannten, wurden sie zu großer Zahl getötet!

      Ebne Xaldun zu lesen, gibt Dir reichlich Informationen, wie die Araber ihre Expansionspolitik durch die Besiedelung der Länder wie Ägypten, Libyen, Marokko, Tunesien bis nach Sudan durchgeführt haben, indem sie systematisch die einheimischen Bevölkerung abschlachteten und dann zu großer Zahl aus Saudi Arabien [damals arabische Halbinsel] die arabischen Stämme in diese Länder schickten, weil sie auch durch die Eroberungen sich beteiligt sehen wollten und sogar nach ihrer Besiedelung führten sie untereinander Jahrhunderten lang Kriege, so dass sie dadurch die bebauten Felder und die gepflegte Natur und die Zeichen der Zivilisation mit dem Boden gleich machten.

      Auch Teile des Groß-Irans wurde durch die Expansionspolitk der Araber in der Zeit von Omayyaden von den Arabern besiedelt.

      Ich hoffe, ich konnte Dir behilflich sein.

      • Danke, Fartaab jan. Das macht schon Sinn, was hier steht. Aber was denkst du: Hat es vielleicht auch mit bestimmten Persönlichkeitseigenschaften der Iraner zu tun? Was mich immer an uns sehr “fasziniert” hat ist unsere Anpassungsfähigkeit, egal wo wir sind. Aber andererseits haben wir auch noch eine sehr starke Sturheit in uns. Kann es sein, dass diese Sturheit uns bewahrt hat? Und vielleicht auch, dass unsere Kernkultur eine fröhliche ist und die islamische Kultur, die man uns aufgestülpt hat, so einen Widerspruch dazu ergibt, dass wir uns den Schuh des Islams nie richtig ganz anziehen konnten?

        Natürlich leiden wir auch unter dieser schizophrenen Haltung. Ich denke, wir sind noch nicht so stark islamisiert wie die anderen, weil wir unsere Vergangenheit immer noch etwas besser kennen oder einen größeren Bezug dazu haben als die anderen.

  3. Sehrry jân, als die Araber im Namen ihrer Religion den Iran befallen hatten, hatten die Iraner schon fast 1500 Jahre geschriebene Geschichte, Kultur, Zivilisation, Errungenschaften und noch dazu glaubten sie auch an Ahurâ Mazdâ, als sie pflegten schon eine Religion, die aus den Weisheiten Zarathustras entstanden. Ich sehe eher den erhabenen Zartošt als einen Philosophen, der den Dualismus brachte: Das Böse und Das Gute im Menschen, d. h., Ahurâ Mazdâ und Ahriman sind beide in uns und sind im ständigen Kampf gegeneinander, Mikrokosmos (der Mensch) und Makrokosmos (das Universum). Zartošt betonte auf gute Eigenschaften im Menschen, dass der Gläubige eher das Positive in sich kräftigen soll, und das Böse wird automatisch ständig vom Guten besiegt! Das heißt, zur Entstehung des Islams war die Weltanschauung der Iraner auch so.

    Das Lügen war eine verabscheuungswürdige Tat, was aber als Taqiyya (sich verstellen) in der Religion Islam erlaubt war, um das Ziel zu erreichen! Dann schaffte man mehr oder weniger innerhalb von 1400 aus uns Iranern Mischmaschgläubigen zu machen, die z. B. bei Sofreye Haftsin das Buch Koran auch hinlegt! Das ist unglaublich, als ob man beim Fastenfest Ramazân das Buche Avestâ holt und Verse aus Gatha vorliest! Was hat das Eine mit dem anderen zutun!

    Das war nur ein kleines Beispiel, aber die Iraner haben nun mal so eine starke Kultur und mächtige Sprache, die sie seit Jahrhunderten immer wieder beschützt, und nicht zulässt ihre Identität und Kultur zu eliminieren, im Gegenteil, wer in den Iran invasiert hatte, wurde am Ende entweder iranisiert oder nahm vieles aus diesen mächtigen Kultur und Sprache mit!

    Aber auch im Laufe der Jahrhunderten versuchte man ihnen aufzuzwingen, dass sie alle Sklaven eines Gottes sind und müssen ohne wenn und aber das zu tun, was er will, und das ist auch nicht vertretbar mit der Lehre Zarathustras, denn er sagt, Mensch, der Gott hat Dir den Verstand gegeben, nutze es und verwende es und entscheide selbst, was du willst und was böse oder schlecht ist!

    All diese Widersprüche in der Ideologie des Islam schaffte auch durch die Gewalt von oben nach unten ihr Dogma zum Teil in uns zu verankern! Daher werden meiner Meinung nach ein paar Generationen dran arbeiten müssen, damit die negativen Eigenschaften der iranischen Mentalität sich zu guten entwickeln.

  4. Genau darauf wollte ich hinaus, Fartâb joon. Wir haben eine sehr starke Kultur schon vorher gehabt, eine, mit der wir Zuhause waren. Nur durch eine wirklich seltsam aussehende Mischkultur zwischen Schiitismus und Iranertum konnte man uns etwas aufstülpen, das uns fremd ist, das aber auch gleichzeitig bewirkte, dass wir das Alte niemals vergessen würden. Seltsame Konstellation ist das. Wären wir zu Sunniten gemacht worden, hätte es vielleicht anders geendet. Wer weiß? So dürfen wir aber immer noch Hoffnung haben. Ich persönlich kenne kein islamisch geprägtes Land, das so islamkritisch ist, wie wir.

    • Genau richtig! Schon zur Zeit des ersten Imam der Schiiten Ali, der gleichzeitig der vierte Kalif für die Sunniten war, begannen die Iraner sich vom Islam abzuwenden und man nannte sie aus dem Arabischen “Xavârej” [Ketzer], und bis vor ein paar Jahren, vor der massiven Aufklärung dachten die Iraner, dass nun diese Xavârej oder Ketzer, laut falscher Erzählungen von den Mullahs bei ihren Predigen in den Moscheen, eine Handvoll Araber waren, die den gleichzeitigen Kalifat von Ali und Mo’âviye nicht akzeptierten, daher traten sie aus dem Islam aus und fingen an in zwei Fronten gegen Ali und Mo’âviye zu kämpfen! Später aber konnte man Anhand der historischen Quellen in Arabisch und Persisch die Identität dieser Ketzer feststellen!! Und sie waren kein anderer als die Iraner, die zurzeit der Invasion der Araber den heutigen Irak (Sassaniden Gebiete) bevölkert hatten und zum Teil als Sklaven erbeutet wurden oder waren es die Mavâli (nicht frei gewordenen Sklaven, die aber für Araber jede Arbeit errichteten und falls sie das Glück hatten, mussten sie sich nach ihrer Befreiung nach ihrem letzten Herrn nennen) oder die Kinder der vergewaltigten iranischen Frauen, die auch gezwungen waren den Islam als ihre Religion anzunehmen. Daher waren alle der Mörder von drei Kalifen Omar, Osman und Ali alle aus den Iranern, die als Xavârej genannt wurden.

      Besonders bei dem Mörder von Ali hatten die Mullahs immer gepfuscht, indem sie den wahren Namen von ihm nie bekannt gaben und ständig ihn als Ebne Moljam nannten. Er hieß mit vollem Namen Abdorrahmân Ebne Moljam Marâdeyyi Hemeyri Tajubi! Also, Abdorrahmân Ebne Moljam heißt Abdorrahmân der Sohn von Moljam, und das Wort Moljam ist das veränderte persische Wort Legâm, und Legâm ist “die Zügel des Pferdes”! Warum nun der Name? Weil der Vater von Abdorrahmân ein Sattler war, oder jemand, der sich mit Pferden auskannte und sein Beruf war in dem Bereich. Nach dem Versklaven des Vaters von Abdorrahmân bekam der Vater drei Nachname Marâdeyyi Hemeyri Tajubii! Die Endungen i am Ende jedes Nachnamen zeigen, dass es ein Iraner war, der zuerst bestimmt in der Sassaniden Armee auch die Steinwurfmaschine bedient hatte, denn das ist ein arabisches Wort (Marâdeyyi; jemand der eine Steinwurfmaschine bedient), dann die beiden letzteren Nachnamen kommen dran und sie zeigen, dass er zuerst der Mavâli des Stammes Hemeyri war und später das Besitztum von Tajubi, auch ein arabischer Stamm, vor seiner Freilassung und weiterlebend als Mavâli!

      So, diese Information geben die Mullahs nicht gerne preis! Später sammelten sich die Iraner, die Muslim wurden, um die Söhne von Ali und seinen Nachfolger und versuchten die Regeln, die durch die Kleriker in den letzten Jahren der Sassaniden, die weit entfernt von der Lehre Zaratustras waren, als Schiismus wiederzubeleben!

      In der Zukunft werden wir darüber berichten, wie der Schiismus in Iran entstand, bis hier hast Du, glaube ich, genug Input für Heute gehabt.

      • Boah, Fartâb joon, das ist ganz viel Detailwissen, was du da an den Tag legst. Vielen, vielen Dank. Ich freue mich, wenn du all diese Hintergründe einmal in einer Reihe der “islamischen Invasion” veröffentlichst. Aber setz’ dich nicht unter Druck. Ich finde, ihr leistet hier so hervorragende Arbeit, vor allem, weil du dir auch in den Kommentaren soviel Mühe gibst, dass man daraus hätte eigene Beiträge machen können!

        • Sherry jân, ich danke Dir, dass Du Dir Zeit genommen hast diese Infos. zu lesen! So wie Du liest beginnt die Aufklärung schon im kleinsten Detail und es reicht nicht, wenn ich stattdessen permanent als Aufklärung schreien würde: “Mein Ding in folân und folân von Fâteme und Emâm”! Es hat nichts mit der Aufklärung zutun! Es kann höchstens den Wut zeigen, aber einen Gläubigen, der vielleicht nach der Wahrheit sucht, oder ich unbedingt den Drang habe, ihn aufzuklären, würde auch nur mit drohenden Ayes aus dem Koran kommen und nur ablesen, was im Koran steht, wobei man als Aufklärer sich schon zur Aufgabe genommen hat als erstes den Koran zu lesen! Eine große Zahl unserer Aufklärer konnten die arabische Sprache sehr gut und kannten sich in der arabischen Literatur und religiösen Texten aus.

          Eine passende Überschrift hast Du hier genannt: “Islamische Invasion” und wir (Amirkabir und ich) werden auf jeden Fall dran arbeiten. Und da ich irgendwie mit Kopten fühle und ihr Schicksal zum Beginn der Herrschaft des Islam ähnlich ist, wie unser, werde ich über sie auch schreiben, natürlich aus der iranischen Sicht! Sie verdienen es nicht so in Angst und Bange im eigenen Land zu leben und ständig dran denken müssen, was wird denn Morgen uns bringen! Da sammelt sich richtige Wut im Bauch, dass Herrgott noch mal, diese Religion heißt doch Frieden! Wo ist bitte schön Frieden auf muslimischen Welt zu finden. Es gibt fast 1,5 Muslimen, die die ärmsten Länder (von der Entwicklung des Gehirns) der bevölkern! Sie sind ständig unter einander im Krieg! Es gibt allein unter den Sunniten und Schiiten mehr als 700 Richtungen, Sekten, Orden und Rechtsschulen! Sie können sich nicht unter einander verstehen! Aber, töten im Namen des Gottes können die beiden sehr gut und nicht nur die Muslimen werden getötet, sondern andere Glaubensrichtungen werde darunter zu leiden haben.

          Es gibt sehr viel zu berichten. Wir geben unser Bestes.

  5. Pingback: „Seid ihr Moslems, geht ihr ins Paradies « kopten ohne grenzen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s