Gedicht von Generalfeldmarschall Paulus

Gedicht aus dem Tagebuch von

Generalfeldmarschall Friedrich Wilhelm Ernst Paulus (* 23. September 1890 in Breitena (Guxhagen), Nordhessen; † 1. Februar 1957 in Dresden, Oberbefehlshaber der 6. Armee in Stalingrad

Wenn dir auch scheint, dass alles schon klar ist
Zieh’ es in Zweifel und gib keine Ruh’
Zweifle an allem was schön und wahr ist
Und frag’ immer wozu?
Glaube nicht, dass eine Sache nur gut ist
Gerade ist nicht gerade und krumm ist nicht krumm
Wenn dir einer sagt, dass ein Wert absolut ist
Dann frage ihn leise warum?

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11 Gedanken zu „Gedicht von Generalfeldmarschall Paulus

    • Paulus, im warmen Kämmerlein, da lässt’s sich schön dichten,
      nur mein Urgroßvater, der saß draußen in der Kälte, der kam nicht mehr nach Hause um zu berichten.

  1. Mein Vater hatte das Glück mit 24 aus dem russisch-deutschen Krieg wieder Heim zu kommen weil er VOR Stalingrad lag….Paulus wurde einerseits verraten von Adolf -andereseits war er im Grunde ein Verräter an seinen Soldaten.Er hätte (wie auch Rommel es mal gegenüber Adolf tat) vor Ort einscheiden müssen -für einen Ausbruch aus dem “Stalingrad-Kessel”! Paulus gings nach der Gefangenschaftt viel besser (erst in Russland, dann in der DDR) als den 100000-den die ihr Leben lassen mussten in den Gulags!
    Es gab zu viele Verräter in diesen Zeiten.
    Paulus gehört dazu…
    Richard von Weizsäcker der Opportunist und Fahnenflüchtige und Agent-Orange-Produzent(für die US-Verbrecher in Vietnam!)siehe Fa. Boehringe und sein “wirken” dort!

  2. Also mein Großvater, ein Oberleutnant oder Leutnant der Wehrmacht, war auf Grund eines Befehls gezwungen, sich in einem Flugzeug in das längst von den Russen eingeschlossene Stalingrad einfliegen zu lassen. Er schriebe Abschiedsbriefe an meine Omi. Wir haben nie mehr etwas von ihm gehört. Paulus war das Letzte.

    Martin (aus Langenhagen bei Hannover)

    • Ich glaube wir sollten alle vorsichtiger mit unserem Urteil sein. Was waere denn gewesen wenn wir in dieser Zeit gelebt haetten, was haetten wir getan? Und wenn ein Mann wie Paulus in diesem Gedicht den Nationalsozialismus hinterfragt, dann sollten wir anfangen nachzudenken

      • Gfm. Erwin Rommel hat da etwas mehr riskiert.
        Deswegen wurde er auch zum Selbstmord gezwungen. Paulus nehme ich vor allen Dingen übel dass er sich nach seinem Versagen nicht ins Privatleben zurückziehen konnte sondern in der DDR-Armee mitmischen musste.

        • Ich kenne Leute die heute kluge Reden führen (besonders aus den alten Bundesländern), wie man sich in einer Diktatur zu verhalten hat, obwohl sie nie in einer Diktatur lebten. Diese Leute haben sich dann aber bei einem Besuch in der DDR bei der DDR Zollkontrolle fast in die Hosen gemacht vor Angst. Und diese Kontrollen dauerten meist nur 15 Minuten. Was wenn es erst ein Jahr dauern würde, ihr Kontakt mit der Diktatur?

  3. Warum sind die Leute so feige?
    Dafür gibt’s doch gar keinen Grund.
    Ach, es sterben die blühenden Zweige,
    und das Leben geht immer zur Neige –
    doch sie halten verbissen den Mund.

    Warum sind die Leute so träge
    und befreien sich nicht aus der Not?
    Ach, sie schlucken den Schlamm und die Schläge,
    und der Sargtischler kommt mit der Säge –
    doch sie schweigen sich durch bis zum Tod.

    Warum sind die Leute so fügsam
    und fürchten den leisesten Wind?
    So wie Gerten: geschmeidig und biegsam
    und im Leben und Tode genügsam.
    Sei nicht wie die Leute, mein Kind!
    Sei nicht wie die Leute, mein Kind!

    (G. Kreisler)

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