Iran schließt Kirche in Teheran!

Pârse & Pârse – Wir bekommen täglich unzählige E-Mails, in denen die Leserschaft uns sehr viele Fragen bezüglich unserer iranischen Christen und Konvertiten zum Christentum und ihrer Situation in Iran stellen. Es sind Fragen wie, ob wir die genaue Anzahl der Christen in Iran kennen? Und ob wir die genaue Anzahl der neu zum Christentum konvertierten Iraner kennen? Wie geht das Regime gegen die Christen und Konvertiten vor usw.? Daher haben wir uns entschieden in Zukunft mehr über die iranischen Christen und Konvertiten zu berichten und das auch aus besten Quellen. Wir wollen auch damit zeigen, wie die Medien hier in Deutschland gerne darüber schweigen und nur in besonderen Fällen und gezwungenermaßen darüber berichten, was wirklich den Christen und Konvertiten in Iran von den Muslimen angetan wird, und das nur weil sie glauben den Frieden im Christentum gefunden zu haben.


Die Kirche in Jannat Âbâd, Tehrân, wurde auf Befehl der iranischen Spionageabwehr geschlossen.

Mohabat News Agency, die Nachrichten Agentur der iranischen Christen, berichtet: „Infolge der Christenfeindlichkeit des islamischen Kalifats Iran und der andauernden Einschränkung der Kirchenaktivitäten in Iran wurde die persischsprachige Kirche im Bezirk Jannat Âbâd in Tehrân, auf Befehl der Spionageabwehr der Revolutionsgarde geschlossen!“

Am Dienstag, den 29.05.2012 wurde dem Priester, Bruder Robert Gogtappe, der offizielle Befehl zur Schließung der Kirche in Jannat Âbâd erteilt, um somit die Christen und insbesondere die Konvertiten in der Ausübung ihres Glaubens einzuschränken.

Die Jannat Âbâd Kirche

Diese Kirche liegt im Westen der Hauptstadt Tehrâns und hat mehr als 100 Mitglieder und alle Programme und Veranstaltungen wurden in persischer Sprache abgehalten. Abgesehen von den wöchentlichen Gebetszeremonien, wurden auch verschiedene Sitzungen und Kurse für junge Christen angeboten; die Kirche war ein Ort der Freude für Kinder und Konvertiten und es wurde auch christliche Theologie unterrichtet. Ursprünglich wurde die Kirche in Jannat Âbâd, im Westen Tehrâns, für die assyrischen Landsleute gegründet, aber im Laufe der Zeit wurde die Kirche so sehr von den persischsprachigen Landsleuten mit Begeisterung besucht, dass die Kirche ihre Programme komplett geändert hat und sie wurde zu einer persischsprachigen Kirche. Anscheinend war früher diese Kirche in der Stadt Karaj [Karadsch], 36 km westlich der Hauptstadt Tehrân, für die assyrischen Bewohner der Stadt Karaj gebaut worden, die Anhänger der assyrischen Kirche des Ostens sind, aber durch den Druck der iranischen Sicherheitskräfte wurde sie geschlossen und die Verantwortlichen der Kirche haben beschlossen eine neue Kirche im Westen Tehrâns für die assyrischen Landsleute zu eröffnen.

Trotzdem hat wieder die Spionageabwehr der iranischen Revolutionsgarde der Kongregationskommunion der Kirche, am Dienstag, den 29.05.2012, die Schließung der Kirche befohlen und die Kirche musste geräumt, und alle Ein- und Ausgänge und das Haupttor versiegelt werden, die Sonntagsgebete werden nun dort nicht mehr abgehalten. Die Kirche in Jannat Âbâd ist eine der Kirchen der Kongregationskommunion der Kirche im Zentrum Tehrâns, die wiederum seit Monaten und Wochen unter permanenten Druck der Beamten des Ministeriums für Nachrichtenwesen und Sicherheit der Islamischen Republik Iran ist.

Berichte einer Quelle über die Lage der Kongregationskommunion der Kirche im Zentrum Tehrâns

Die Quelle, die ihre Identität nicht preisgeben will, sagte der Nachrichten Agentur der iranischen Christen Mohabat News Agency: „Das Ministerium für Nachrichtenwesen und Sicherheit hat die Akte über die Kongregationskommunion der Kirche im Zentrum Tehrâns der Spionageabwehr der Revolutionsgarde übergeben!“ Der Quelle zufolge, ist die nochmalige Schließung der Kirche, zuerst in Karaj und jetzt in Tehrân, der Beginn der Schließung anderer Kirchen.

Die Spionageabwehr ist eine der Organisationen der Revolutionsgarde, die ganz unabhängig vom Ministerium für Nachrichtenwesen und Sicherheit arbeitet und nach den Erzählungen einiger, die schon mit dieser Organisation zutun hatten, seien die Ermittler und die Beamten viel brutaler und grober als diejenigen, die beim Ministerium für Nachrichtenwesen und Sicherheit arbeiten. Wenn heute die internationale Gemeinschaft und christlichen Organisationen und Menschenrechtsorganisationen nichts unternehmen und keine Reaktionen und Proteste zeigen, würden bestimmt bald andere Kirchen im ganzen Land geschlossen werden.

Die Einschüchterungsmethoden der Sicherheits- und Nachrichtendienste der Islamischen Republik gegenüber den Christen und Konvertiten

Das Regime der Islamischen Republik Iran hat bis jetzt verschiedene Methoden ausgeübt, um die Verbreitung des Christentums in Iran aufzuhalten, und die Christen und Konvertiten unter Druck zu setzen. Hier sind einige der Methoden:

-   Das Aufspüren und die Verhaftung der Konvertiten

- Das Überfallen der häuslichen Kirchen und das Auflösen der Gebetssitzungen durch brutale Schlägereien

- Die Verhaftung von Personen, aufgrund des Besitzens der Bibel, wenn es mehr als ein Exemplar ist; in einigen Fällen wurde berichtet, dass nach der Beschlagnahme der Bibel (in mehreren Exemplaren), diese dann sogar von den Sicherheitskräften verbrannt wurden.

- Angstverbreitung und Einschüchterung der Konvertiten und der Versuch sie zu bestechen, Zwecks der Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Nachrichtenwesen und Sicherheit

- Langanhaltende Verhaftungen und Inhaftierung in Einzelhaft ohne den genannten Grund, mit psychischer und physischer Folter [das beste Beispiel ist das Todesurteil gegen den Pastor Yousef Nadarkhani]

- Die Einschleusung von Agenten und Spitzel des Regimes als Konvertiten und Interessierte unter den Kirchengängern, um mehr Informationen über die Personen zu erhalten und diese aufzuspüren.

- Unterdrucksetzung der Kirchenzuständigen, damit diese das Eintreten persischsprachiger Menschen in die Kirchen verhindern.

- Die Entlassung des Priesters und die Schließung des persischsprachigen Services der Kirche Šâhrârâ, in Tehrân, durch die Zusammenarbeit [Unterdrucksetzung] des assyrischen Abgeordneten im islamischen Parlament.

- Die Schließung des persischsprachigen Services der protestantischen Kirche Emânu’il und der Kirchenbibel Petrus, außer Sonntags.

- Die Anforderung der Liste aller Mitglieder aller Kirchen in Iran durch die Sicherheitskräfte.

Was bereitet dem Islamischen Kalifat Iran schlaflose Nächte?

Die Islamische Republik vergeudet aus dem jährlich verfügbaren staatlichen Budget Milliarden von Tumân, um ihren Islam zu verbreiten, sie beabsichtigt trotzdem das Phänomen der Verbreitung und Konvertierung zum Christentum junger Iraner zu stoppen, und um dieses Phänomen zu bekämpfen, ist sie gezwungen alle ihre Sicherheits- und Spionagekräfte zu mobilisieren, die Kirchen zu schließen, und die Christen zu verhaften und mehr Druck auf sie auszuüben. Aber, dieses Regime kommt nicht auf die Idee, dass es nie durch Gewalt, Unterdrückung und Folter diese Gedanken verhindern kann. Nach dem Wort der Bibel ist jeder gläubige Christ selbst eine Kirche und die Gläubigen können auch bei sich Zuhause einen Altar einrichten, dort beten und die seelische Ruhe erlangen. Wenn in der Vergangenheit die Zahl der Kirchen weniger waren, in denen sich vielleicht gerade einmal 100 Gläubige versammelten, sind heute durch die Schließung und Verriegelung der Kirchen und die dadurch entstandene Verbreitung des christlichen Glaubens unzählige häusliche Kirchen entstanden, die auch dazu beitragen, dass sogar Nachbarn, Freunde und der Bekanntenkreis sich dort versammeln und sich dafür interessieren. Dadurch haben die Christen jetzt die Möglichkeit, an jeder Ecke der Stadt eine „Kirche“ zu haben. Und diese Entwicklung erinnert zweifelsohne an eine Zeit der Christenverfolgung im alten Rom, wo sich Christen in den Katakomben Roms versammelten, um ihren Glauben heimlich auszuüben.

Quelle: Mohabat News Agency

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12 Gedanken zu „Iran schließt Kirche in Teheran!

  1. “Was bereitet dem Islamischen Kalifat Iran schlaflose Nächte?”
    Warum werden Christen überhaupt verfolgt?
    Diese Frage ist mehr als berechtigt. Zumal es in dem Buch der Christen, der Bibel, in Römer 13,1 heißt: “Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott angeordnet.”
    Allein diesen Vers als Gotteswort anzunehmen verlangt den Christen im Iran sicher äußerstes ab. Oder haben sie diesen Vers ‘vergessen’?
    Werden sie am Ende sogar zu Recht verfolgt, weil sie sich selbst noch nicht einmal richtig an das Gotteswort halten?

    Ein ganz schmales Brett!
    Es würde alle Christen zum totalen ‘Appeasment’ zwingen, an dessen Ende nichts mehr von Christus übrig bliebe. Was Christus ausmacht, ist, dass er ganz anders ist, als die Logik dieser Welt. So anders, dass seine Lehre als Torheit abgetan wird. Aber: anders und gut(!), konsequent bis zum Letzten und an diesem Ende (der Auferstehung) auch noch siegreich!

    So anders und gut, dass wenn man sich darauf einlässt, und das Prinzip der Liebe in Gott und aus Gott und für sich und für den Mitmenschen erkennt, dann will man es nicht mehr loslassen. Es ist, wie das Wissen von einem Schatz, das man auch mit den verrücktesten Ablenkungsübungen nicht mehr vergessen kann. Und am Ende hat auch die staatliche Obrigkeit – bei allem Respekt – auf einmal einen ganz anderen Rang, denn es gibt noch darüber eine ganz andere, wunderbare Priorität.

    Und an dieser Stelle bekommt die Obrigkeit (die Welt) zwangsläufig ‘Futterneid’. Sie kann die Haltung nicht ertragen: “ja, ich gehorche dir ja, aber eigentlich – gibt es noch viel Größeres”.

    Auch Jesus hat schon diesen Hass zu spüren bekommen, und dass sogar, während er unter dem auserwählten ‘Gottesvolk’ (der Juden) weilte! Und er hat es klar gesagt, dass es zwangsläufig auch mit seinen Nachfolgern so geschehen muss:

    Johannes 15, 18-20: “Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat. Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt. … Haben sie mich verfolgt, so werden sie euch auch verfolgen.”

  2. Pingback: Iran schließt Kirche in Teheran! « kopten ohne grenzen

  3. Das Vorgehen erinnert an die GESTAPO des 3. Reiches. Was wollen wir von einem islamistischen Regime erwarten, das Christen, Juden und Andersgläubige als minderwertige Ungläubige ansieht. Sie machen sich lediglich zum gehorsamen Erfüllungsgehilfen Mohammeds und des unseligen Buches, Koran genannt.

    Da ist dann jedes aus dem Repertoire geheimdienstlicher Brutalitäten gerade recht, gegen Christen, Bahais, Zoroastrier oder andere Andergläubige vorzugehen. Das zeigt andererseits die geistig-intellektuelle Schwäche des Islam-Regimes, gegen Andersdenkende vorzugehen, weil auf sachlicher Ebene jedes Argument ihrer Handlungsweise verbraucht ist und zeigt, wie entmenschlicht dieser Glaube letztlich ist.

    Jesus hat mit Sicherheit nicht gewollt, dass seine Anhänger der Folter, dem Gefängnis, der Verfolgung ausgesetzt und preisgegeben sind. Er führt es uns nur vor Augen, was passiert, wenn Christen ihm nachfolgen, weil er genau weiß, wie Menschen auf das dreifaltige Gottesbild der Christenheit reagieren. Er wusste, dass er von seinen Anhängern angebetet werden würde und diese Beter sich aus diesem Grunde letztlich schutzlos den Gegnern, in diesem Fall den Islamisten ausliefern. Würde er nicht angebetet, würde die Christenverfolgung zumindest im Islam nicht stattfinden. Jesus ist halt der Eckstein der Bauleute. Er will die Verfolgung für uns nicht, wird sie jedoch nicht verhindern können. Er gibt lediglich die Begründung. Darum darf jeder Christ sich auch wehren gegen diese Art der Vorgehensweise, allerdings mit anderen Mitteln als mit Krieg oder Rache, auch wenn es schwer fällt. Er weiß auch, dass Christen bei den atheistischen Kommunisten und Sozialisten anecken. Gulags und der Umgang mit Christen in Nordkorea, in Kuba und in der ehemaligen UdSSR/DDR sprechen Bände.

    Dieses Regime macht sich also zum willfährigen Erfüllungsgehilfen der Prophezeiungen Jesu und dokumentiert wieder einmal die Stichhaltigkeit der Worte Jesu. Da Mohammeds Lehre der Lehre Jesu diamentral widerspricht, ist Mohammed – falls er überhaupt existierte – der erste Erfüllungsgehilfe der Prophezeiung Jesu geworden, ohne es zu wollen und sich dessen bewusst zu sein.

    Joh. 16, 1 ff.
    Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen; es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen. Genauso meinen fanatische Muslime ja auch, Ihrem Gott einen Dienst zu erweisen, wenn sie andere, u. a. auch Christen töten.

    Da Jesus, wie der werte Jockel so richtig zitiert, nicht von dieser Welt ist, sind Christen, die es schaffen, ihm wirklich nachzufolgen, auch nicht von dieser Welt, zwar in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt. Das christliche Tun im Bewusstsein Gott und dem Nächsten zu dienen scheint überirdisch zu sein. Nicht dass Christen besser als alle anderen wären, aber sie scheinen, wenn sie Jesus – was m. E. sehr schwer ist – in diesem Leben realiter nachfolgen, in ihrem ‘Tun Jesus ähnlich zu werden. Das anzustreben, ist wohl das Ziel des Christseins.

    • Werter Bazillus!
      “ist Mohammed … der erste Erfüllungsgehilfe der Prophezeiung Jesu geworden”?
      Jesu Vorhersagen sollten sich schon viel schneller erfüllen. Noch zu Lebzeiten der Apostel wollte sich einer der ersten Christen nicht mit Appeasment zufrieden geben. Er hatte die Lehre Jesu genau verstanden und konnte sie bestens erklären. Dagegen verblassten die Argumente der herrschenden Klasse und es bewies sich, was auch Hamed Abdel-Samad am 6. Juni 2012 in Köln zum Thema „Islam und Menschenrechte“ sagte:

      “Nur wer keine Argumente hat, wird wütend”
      http://koptisch.wordpress.com/2012/06/13/nur-wer-keine-argumente-hat-wird-wutend/

      In Apostelgeschichte 6, 10-13 zeigte sich ‘Wer keine Argumente hat, wird unfair':
      “Doch sie vermochten nicht zu widerstehen der Weisheit und dem Geist, in dem er redete. Da stifteten sie einige Männer an, die sprachen: Wir haben ihn Lästerworte reden hören gegen Mose und gegen Gott. Und sie brachten das Volk und die Ältesten und die Schriftgelehrten auf, … und führten ihn vor den Hohen Rat und stellten falsche Zeugen auf, …”

      Aber was sagte denn dieser frühe Christ, Stephanus, so schlimmes, dass er die herrschende Klasse so sehr provozierte?
      Er hielt der Jüdischen Führung (Apg. 7, 1-53), ein Pendant zu der 2-Phasen-These dieses Blogs vor, nur nicht auf die Zukunft, sondern auf die Vergangenheit bezogen.
      http://parseundparse.wordpress.com/2012/04/18/die-zwei-phasen-einer-ideologie/
      In der 2-Phasen-These dieses Blogs wird dargestellt, wie sehr sich eine erst sehr schön klingende Ideologie zum Bösen wandeln kann, wenn ihre Ideologen erst einmal an der Macht sind.
      Stephanus stellte heraus, wie sehr das Handeln der früher herrschenden Klasse im Nachhinein als verwerflich angesehen werden muss – und dieses die aktuell herrschende Klasse trotzdem nicht davon abhält, sich in ihrer Tradition zu sehen:

      In Apg. 7, 9 sagte er, dass schon die Jüdischen Stammväter den Joseph, den Gott erwählte, verrieten.
      In Vers 35 sagte er, dass Mose erst von den Juden verleugnet wurde und dann doch von Gott auserwählt.
      In Vers 36 sagte er, dass Mose an den Juden Wunder tat, sie durchs Rote Meer führte, und (Vers 39) die Juden dennoch wieder von ihm abfielen.
      In Vers 52 fragte er schließlich (vergeblich), welchen Propheten ‘die Väter’ nicht getötet hätten.

      Das war genug des Anti-Appeasments. Es fanden sich ‘erste Erfüllungsgehilfen’, die Stephanus steinigten.
      Und dabei war mindestens einer, der ehrlich glaubte, dass Gott damit ein Dienst erwiesen wurde: Saulus.
      Wie dieser später noch zur Einsicht kam, ist ein anderes (spannendes) Thema.

      Mohammed war nicht der erste, der Christen verfolgte. Er war vielleicht der erste, der den Begriff des Märtyrers verkehrte.
      Nicht mehr der gewaltfreie Prophet, Christ, Häretiker, Menschenrechtler oder Ideologe, sondern der gehirngewaschene, hörig gemachte und zur Waffe greifende Dschihadist, der seinen eigenen Dschihad nicht überlebt.

      • Werter Jockel,
        danke für die Zeilen. Ich meinte natürlich nicht der erste innerhalb der jüdisch-christlichen Tradition, sondern der – ich muss sogar einschränken – möglicherweise nicht einmal zeitlich der erste, jedoch der erste im Sinne von bedeutsamste Prophezeiungs-Erfüllungsgehilfe außerhalb der eigenen Religionstradition, auf dessen unseliger Geisteshaltung beruhend noch heute christliche Märtyrer im besten Sinne des Wortes so grausam
        “produziert” werden.

        Ich glaube nicht, dass den Muslimen, die Christen morden, dieser Umstand überhaupt bewusst ist.

        • Soweit ich vom Koran weiß, müssten jüdische und christliche Gotteshäuser eigentlich Bestandsschutz genießen. Sie dürfen zwar nicht restauriert werden, aber es müsste abgewartet werden, bis sie von selbst zerfallen.
          Es müsste daher den Muslimen klar sein, dass hier noch nicht einmal muslimisch gehandelt wurde. Ich vermute allerdings, dass es den meisten Muslims im Iran weniger darum geht, ihren Glauben richtig fromm zu praktizieren, als viel mehr darum, sich vorteilhaft innerhalb des Machtregimes zu positionieren.

          Außerdem wurde die Akte jetzt ja der Abteilung zur Spionageabwehr übergeben. Und da will ich die Sache jetzt mal von verschiedenen Seiten betrachten.

          Es nicht unvorstellbar, dass Christen an Widerstand denken, an Zusammenarbeit mit dem Ausland und sogar an Waffen.
          Es gibt sogar Bibeltexte, die dazu genommen werden könnten.
          Man kann Widerstand wohl weder einfach, generell und bis zum letzten verwerfen, wie auch ebenso wenig generell und in jeder Form gutheißen.
          Als biblische Leitlinie, wo christliche Staatstreue aufhört kann man Apostelgeschichte 5, 29 nehmen: “Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.”
          Innerhalb einer Christengemeinde gibt es normalerweise immer einen regen Außtausch und es entwickelt sich ein allgemeines Verständnis, welches Außenstehende logischer Weise zunächst nicht haben. Und Regimetreue Islamisten haben im allgemeinen wenig Interesse, ein wohlwollendes Verständnis für Randgruppen zu entwickeln.

          Der mentale Abstand begründet dauerhaft ein Nichtwissen und damit Unsicherheit (und Angst)!

          Zu welchen Geheimnissen hatte die hier geschlossene Christengemeinde denn Zugang? Möglicherweise wäre es ratsamer, die Akte der Abteilung ‘Spionageabwehr’ zu nehmen, und einer Abteilung für ‘Informationsbeschaffung’ zu geben, um die bestehenden Unsicherheiten beseitigen zu können. Eine Abteilung mit Staatsauftrag, Christen zu verstehen! Und vermutlich auch eine weniger brutale.

          Und nun mal anders herum:
          Vermuten wir in Deutschland nicht auch, dass potentielle Terroristen in Moscheen verkehren?
          Ist es unseren Staatsorganen nicht auch eine Hürde, so großen mentalen Abstand zu haben?

          Ich erinnere mich an Berichte aus christlichen DDR-Gemeinden, die auch immer ‘Interessierte’ hatten.

  4. Die Christen Gemeinde wuchs immer unter Druck-jeder kennt ja die Erzählung über das alte Rom.Sie wurden den Löwen vorgeworfen und sangen als sie verbrannt wurden(ist mir von Moslems nicht bekannt)einige Zeit später war es Staatsreligion.

    In Algerien konvertierten in letzten Bürgkrieg nach jedem Anschlag der Islamisten Moslems zum Christentum.
    In Lybien sollen schon vor Jahren 30Tausend Berber Konvertiert sein.
    Ob Christen,Juden,Bahai,Zoroastrier,Buddhisten alles ist besser als der Islam.

  5. http://michael-mannheimer.info/2012/06/14/das-martyrium-der-juden-im-iran/#more-11834

    Verehrte Blogbetreiber,
    ist an diesem Artikel was dran? Ich habe ihn wegen der Länge nicht ganz gelesen, werde es nach dem möglichen Kommentar Ihrerseits jedoch tun. Wie sieht das Leben der Juden im Iran heute aus? Ich glaube nicht, dass das Gros der iranischen Bevölkerung, soweit sie nicht unter dogmatisch-islamischem Einfluss stehen, heute so negativ auf Juden zu sprechen ist. Die kürzlich von einem Israeli initiierte Freundschaftsaktion Israelis-Iraner zeigte dies anschaulich. In diesem Artikel geht es auch in erster Linie um die Vergangenheit. Dort wird auch geschrieben, dass den Juden unter dem Schah Ehre zuteil wurde. Schon wieder ein großer Hinweis auf das Rechtsempfinden der Schahfamilie.

    • Werter Bazillus, den Artikel habe ich gelesen und stimme auch zu mit allen Punkten und die Quelle ist Tangsirsblog und dieser Artikel ist einer der wertvollen Artikel, die veröffentlicht wurde. Wir werden in der Zukunft auch über unsere iranischen Juden, die wohl größte Gemeinde im Mittleren Osten ist, berichten und wie sie heute leben.

  6. Pingback: Was ist aus meinem Land geworden? | Online-Magazin Pârse&Pârse پارسه و پارسه

  7. Pingback: Was ist aus Iran geworden? « kopten ohne grenzen

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