Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (3)

Der Teil 2 dieser Reihe

Die Gründung der Partherherrschaft

Der Gründer des Parthischen Reiches war ein edler Mann namens Arašk. Arašk ist ein sehr antiker iranischer Name. In der Achämeniden Dynastie gab es schon diesen Namen (Arses), der der Name von Artaxerxes II [Altpersisch: Artaxšatara; Pahlavi: Ardašir] der Achämeniden Dynastie, der im Jahr 404 v. Chr. König wurde, war. Von nun an verwende ich anstatt Arašk die andere verkürzte Form Ašk, die auch von den iranischen Historikern benutzt wurde.

Wenn wir in der persischen Sprache den Namen Ašk in Pluralform verwenden, wird die Pluralform Aškân lauten; und wenn wir über die Herrschaft des ersten Ašk und den anderen Königen nach ihm sprechen, müssen wir dann diese Herrschaft „Aškân-Kaisertum/Herrschaft“ nennen. Unsere klassischen Historiker schrieben meistens ihre Werke in Arabisch und schon da haben sie einen groben Fehler begangen: sie dachten, dass Aškân [die Pluralform], auch wie der Name Sâsân, der Name einer Person war, daher verwendeten sie irrtümlich die Begriffe Pâdešâhiye Sâsâniyân [Sassaniden Kaisertum] und Pâdešâhiye Aškâniyân [Arsakiden Kaisertum], und dadurch bildeten sie eine Pluralform der Pluralform! Ferdowsi ahmte auch die in Arabisch schreibenden Historiker nach und nannte diese Dynastie Aškâniyân. Er dichtete:

Konun ey sarâyande fartut mard

Suye gâhe aškâniyân bâz gard

[Oh, Du greiser Dichter {zu sich selbst},

komm nun zur Geschichte der Aškâniyân {Arsakiden} zurück.]

Ferdowsi erläutert aber sofort:

Az išân be joz nâm našnideam Na dar nâmye xosrovân dideam

[Über sie {Arsakiden} habe ich nichts gehört außer ihren Namen; nicht mal im Buch der Könige erfuhr ich über sie etwas.]

Also, Ferdowsi hat auch den falschen Namen Aškâniyân von den arabischen Texten so übernommen und verwendet. Insgesamt sind im Šâhnâme von Ferdowsi nur 23 Verse über die Arsakiden zu lesen. Wie schon erwähnt, ist Aškân die Pluralform von Ašk, und Aškâniyân ist ein falscher Begriff; nun wenn wir etwas dieser Herrschaft zuschreiben wollen, müssen wir dann wie es in der Sassaniden Epoche üblich war, den Begriff „Pahlavi“ verwenden; genauso, wenn wir etwas den persischen Stämmen zuschreiben wollen, verwenden wir den Begriff „Pârsi“ [persisch]. Die Pahlavi Sprechweise war im antiken Iran gängig; daher wurde sie auch die Amtssprache in der Sassaniden Epoche, weil sie nun von der parthischen Bürokratie übernommen wurde, sie wurde bekannt durch die Erwähnung ihrer Zugehörigkeit zur vorherigen Herrschaft als „Pahlavi Dialekt“. Es gab viele Familien mit dem Titel „Pahlavi“, die in der Sassaniden Epoche lebten. Im Šâhnâme nennt Ferdowsi diese Familien und Geschlechter „Pahlavâni“ [Pahlavi zugehörig]. Tabari hat in seinem Geschichtswerk, das in arabischer Sprache verfasst ist, die parthischen Könige mit dem Titel „Pahlavi“ benannt. Tabari schreibt über die Bitte von Pâpak [Bâbak], dem Sohn von Sâsân [der Vater von Ardašir Pâpakân] an Artabanos V [Ardavân V], dem letzten parthischen Kaiser, um die Anerkennung des Kaisers über die Herrschaft seines Sohnes Šâpur in der Satrapie Pârsa [Persien] zu bekommen:

 ساسان کتب الی اردوان البهلوی ملک الجبال و ما یتصل بها، یتضرع له و یساله الاذن فی تتویج سابور ابنه جوزهر

„Sâsân schrieb an Ardavân Pahlavi – den König über Berge und Länder und Regionen – ersuchend, möge der König seinem Sohn Šâhpur die Krone des vorherigen Herrschers Govcehr aufs Haupt setzen“

Wie schon oben erwähnt, hatte Arsakes [Arašk/Ašk] mit Hilfe seines Bruders Tiridates [Tirdâd] simultan zu Diodotos, der sich von den Seleukiden lossagte, auch die Unabhängigkeit Parthiens erklärt. In den griechischen Büchern gibt es unterschiedliche Erzählungen über Arsakes. Strabon schreibt: „Arsakes kam aus Baktrien und nachdem Diodotos sich für unabhängig erklärte, kam er nach Parthien und ermutige die Bevölkerung Parthiens dazu gegen die Seleukiden Widerstand zu leisten“. Arrianus Flavius schreibt: „Arsakes kam mit seinem Bruder Tiridates aus Baktrien nach Parthien. Tiridates war ein sehr hübscher und gut aussehender Mann, daher verliebte sich Phereclus, der seleukidische Herrscher Parthiens, in Tiridates. Phereclus lud Tiridates zu sich, in sein Schloss ein; als er sich nach Gebrauch der Griechen näherte und dem Liebesspiel nachgehen wollte, wurde Arsakes Ehre verletzt; Arsakes hatte dann mit Hilfe seines Bruders und seiner Begleitung Phereclus getötet und erklärte sich dann für unabhängig von den Seleukiden. Anscheinend war Phereclus der Satrap von Astauena [Âstâvene/Âstâbene in der heutigen Provinz Nord-Chorasan mit dem Namen Astu], und Strabon wusste es nicht, daher nannte er ihn  den Satrapen Parthiens.” Strabon hat auch eine andere Version und schreibt: „Arsakes gehörte zu der skythischen Bevölkerung und lebte mit seinem Stamm am Fluss Atrak. Als er hörte, dass Diodotos seine Unabhängigkeit erklärt hatte und nun mit seinem Namen Münzen prägen ließ, hatte er auch sich gegen die Seleukiden gestellt und leistete Widerstand“.

Marcus Iunianus Iustinus (Justinus) schreibt: „Arsakes war ein niemand, der sich von der Straßenräuberei ernährte; als er davon hörte, dass Diodotos seine Unabhängigkeit erklärte, kam er mit seiner Bande nach Parthien und kämpfte gegen Andragoras, der Satrap Parthiens, besiegte ihn und gründete seine Herrschaft“.

Das Datum der Machtergreifung Arsakes ist von den Historikern unterschiedlich beschrieben. Justinus datiert es auf 256 v. Chr.; Eusebius von Caesarea und Moses von Choren datierten es auf 250 v. Chr.; und einige andere datierten es auf 238 v. Chr. Somit marschierten die zwei Brüder namens Arsakes und Tiridates, deren Stamm einer der Zweige des Stammes Daha [Dâha] namens Parni/Aparni war, und ihr Weideland seinerzeit in Baktrien neben dem Fluss Oxus lag, nach Westen und eroberten Parthien. Manche haben geschrieben, dass die Brüder aus der Stadt Âsâ Âk in der Satrapie Astauena sesshaft waren, daher wurden sie Aškâni genannt. Was aber sicher ist, ist, dass die griechischen Historiker den Gründer dieser Dynastie Arsakes und die Dynastie selbst Arsacidae genannt haben. Der Name ist in Awestisch [aršaka/arška], in Pahlavi [arišk] und bedeutet Held; tapfer; kühn; mutig.

Richard Nelson Frye schrieb in seinem Buch The Heritage of Persia, auf S. 291: „Die Arsakiden waren der Meinung, dass sie die Nachfahren der Achämeniden waren und Phriapatios [Friyâpet/Feriyâpet], der Vater von Arsakes und Tiridates war der Sohn von Artaxerxes II der Achämeniden. Nach den Ausgrabungen in der antiken Stadt Nisa [Nesâ], die das Zentrum der Macht der Arsakiden war, und damals eine der Städte in Chorasan war und heute zu Turkmenistan gehört, hatten die Arsakiden einen großen Garten mit Rebenanbau, der Artaxšarkân hieß, und vielleicht eine Andeutung auf Artaxerxes II ist“.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass der Stamm Parni/Aparni, der die Arsakiden Herrschaft gründete, kein großer Stamm war und andere einheimische Stämme, die in Iran ansässig waren, ihnen bei der Verbreitung ihrer Herrschaft geholfen haben, so dass die Arsakiden im Stande waren, zwischen beiden seleukidischen Mächten im Osten (Diodotos Herrschaft) und im Westen, eine große und mächtige Herrschaft zu gründen. Ihre ersten Land- und Gebietseroberungen waren meistens die bergigen Satrapien. Tarn schreibt in seinem Buch Parthia, S. 555: „Ihre Dynastie und Herrschaft wurden von den Griechen und Römern Parthia genannt, aber wie sie sich selbst nannten, ist unklar. Anscheinend ist der Grund, weshalb die Griechen sie Parthia genannt haben, dass sie in der Satrapie Parthien, deren Name in den achämenidischen Reliefs und alten griechischen Werken erwähnt wurde, lebten. Aus diesem Grund wurde der Name der Satrapie Parthien für sie ausgewählt, obgleich sie nicht zu den Einheimischen der Satrapie Parthien und dem heutigen Chorasan zählten, sondern sie wanderten außerhalb von Chorasan und der Satrapie Parthien aus und besetzten diese Gebiete; die Ähnlichkeit zwischen den Begriffen Pârni und Pârti ist auch ein Grund dieser Fehleinschätzung“.

Das Ende der seleukidischen Feudalismus Epoche

So wie wir in der Alexander Reihe geschrieben haben, waren Alexander und seine Nachfolger keine würdigen Herrscher, um das große Achämenidische Reich zu führen. Wir haben gelesen, dass Seleukos seine Herrschaft in Babylonien gegründet hat. Er hat bis zum Jahr 301 v. Chr. alle seine Gegner in Iran besiegt und eliminiert, danach hat er Anatolien seinen Mitstreitern weggenommen; und wurde während der Überquerung der Dardanellen Meerenge, um Byzantion zu besetzen, getötet. Obwohl er es geschafft hatte eine mehr oder weniger Monarchie in Iran zu gründen, gab es aber nach ihm keine Monarchie nach hellenischer Art in Iran. Die Kasernen der griechischen und makedonischen Soldaten waren überall in Iran verstreut und lebten durch die Steuereintreibung von den umliegenden Städten und Dörfern; aber die politische Macht war in den Händen der Iraner selbst, die unter der Hegemonie der Kasernen agierten; sie hatten in jedem Gebiet und jeder Stadt die alte Bürokratie und Staatsapparatur, in Kleinformat, wiederbelebt. Aus diesem Grund nennt unsere klassische Geschichte die Herrschaftszeit der Seleukiden im antiken Iran die „Feudalismus Epoche“ [Persisch: Šahrxodâyi] [Arabisch: Molukot Tavâyef] (ملوک الطوایف).

In jeder Stadt gab es einen Kleinkönig, der unabhängig war, jedoch der seleukidischen Kaserne Steuern zahlen musste. In der Seleukidenzeit gab es ständige Kriege zwischen den Kasernen selbst und anderen seleukidischen Generälen gegeneinander; mit anderen Worten waren sie ständig im Krieg um festzustellen, wer wo am besten rauben und plündern kann, und bei den iranischen Kleinkönigen gab es den Streit darüber, wer wo seinen Einfluss und sein Gebiet vergrößern kann. Alexander und seine Nachfolger hatten einen so derben und schrecklichen Schlag der iranischen Zivilisation verpasst, dass der Iran in der Zeit der Seleukiden sich geopolitisch zurückentwickelte, wie zu der Zeit der archaischen Kâvi Stämme vor der Mederherrschaft; und die Kleinherrscher waren wie in der Kâvi Epoche Könige und religiöse Führer in einem. Die Notwendigkeit zwang das Volk sich unter der Fahne eines jeden Herrschers zu sammeln, denn sie waren an Disziplin gewöhnt und die Anarchie war keine Lösung, außerdem waren diese Kleinherrscher die Perser selbst und das Volk akzeptierte sie deswegen, um unter ihrer Herrschaft gegen die Griechen zu kämpfen, um Widerstand zu leisten und somit ihre Identität bewahren zu können.

Wie schon erwähnt, wurde Babylonien während der Kriege mit den Makedoniern komplett verwüstet, daher lebten die Griechen/Makedonier nicht mehr in der Stadt Babylon, sondern in einer Kaserne im Osten der Stadt am westlichen Ufer des Tigris. Seleukos lebte auch in dieser Kaserne und mit seiner Ernennung zum König und dem Beginn seiner Herrschaft wurde die Kaserne zu einer Stadt, die Seleukos dann Seleukia Pieria [Solukiya] nannte. Er verlegte bald sein Machtzentrum nach Syrien, und lebte in einer griechisch/makedonischen Kaserne, die an der Küste des Mittelmeers – etwa unter dem Gebiet von Issos – stand. Er verwandelte die Kaserne zu einer Stadt, die er dann nach seinem Sohn Antiochos Antiochia nannte. Die Entfernung des Seleukiden Machtzentrums schwächte die Herrschaft der Seleukiden in Iran, besonders in den östlichen Gebieten des Landes. Die zerstreuten Kasernen in den iranischen Gebieten behielten ihre griechischen Eigenschaften, wie Unbeugsamkeit und Ungehorsamkeit gegenüber der Zentralmacht, demnach konnten sie nie eine Zentralmacht und die damit verbundenen Verpflichtungen akzeptieren. So gesehen, bestand die seleukidische Monarchie aus einem Bündnis zwischen den zerstreuten Kasernen, deren Existenz und Bedürfnis zum Überleben sie zwar mit der Zentralmacht verbunden hatte, sie waren aber in ihrem Herrschaftsgebiet absolut unabhängig von der Zentralmacht und konnten mit dem vom Schicksal verfolgten Volk tun und lassen, was sie wollten und unter der harten Steuereintreibung das Volk immer und immer wieder ausplündern.

Die einzige Verbindung zu der Zentralmacht waren die geplünderten Güter und Gelder, die sie unter verschiedenen Vorwänden dem Volk wegnahmen, und diese dann prozentual nach Antiochia schickten. So wie wir sie und ihre Eigenschaften kennengelernt haben, und diese Eigenschaften in der Zeit Alexanders und zwei drei Jahrzehnte nach ihm gesehen haben, und wissen, dass sie (Griechen/Makedonier) keine Völker waren, die sich verbrüdern und vereinigen und miteinander in Frieden leben und die Plünderungen unter sich teilen konnten, können wir ruhig davon ausgehen, dass sie auch ständig gegeneinander Krieg darüber führten, wo es bessere Gebiete zum Plündern gab und wer besser und schneller raubte und plünderte; durch ihre ständigen Kriege hatten sie die Ruhe und den Frieden dem iranischen Volk geraubt.

Ihre ständigen Kriege untereinander brachten aber auch einen Vorteil für die Iraner, und zwar, weil sie in ihren Kriegen Iraner beteiligten, die in ihren Machtgebieten lebten. Sie beteiligten Iraner bei ihren militärischen Aktivitäten und Kriegen und mussten den iranischen Kleinherrschern gewisse Freiheiten einräumen; deswegen konnten die iranischen Kleinherrscher, die unter ihrer Macht standen, freier agieren. Noch dazu wurden diese Kasernen unter den ständigen Kriegen gegeneinander schwächer, dadurch wurde der Weg zur Befreiung der Iraner von der Unterdrückung und Tyrannei der Kasernen geebnet. Durch eben solche Machtkriege zwischen den Kasernen erklärte sich die Kaserne in Baktrien für unabhängig von der Kaserne in Antiochia und gründete eine autonome Monarchie im Osten des iranischen Plateaus mit dem Machtzentrum, das in der heutigen Stadt Balkh liegt. Diese kleine griechische Monarchie musste zum Überleben mehr die iranischen Kräfte und Elemente nutzen, und durch den Abbruch der Verbindung zum Machtzentrum nahm der erste Schritt in Richtung des Abbaus der Macht im Osten des Iran seinen Lauf; die Griechen, die im Osten des Iran ansässig waren, lösten sich im Laufe der Zeit in der iranischen Bevölkerung von Baktrien auf und nahmen die iranische Identität und Kultur an.

Das Gebiet Âzarbâygân, das durch den Stamm Âtarpâtikân regiert wurde und eine autonome Monarchie war, blieb immer verschont von der Herrschaft der Seleukiden. Alexander und seine Nachfolger konnten auch nie Masanderan erobern. Die Bewohner von Drangiana [im Altpersisch/Pahlavi: Deranžina oder Zarankâ] (Sistân und Zâvolestân) vertrieben die Griechen, sobald sie vom Tod Seleukos erfuhren und gründeten eine einheimische autonome Monarchie, deren Hauptstadt die heutige Stadt Sarandsch [Zarang] war. Die parthische Bevölkerung, die seit dem Tod Alexanders über eine Autonomie verfügte, fing mit dem Tod Seleukos an, um die Unabhängigkeit zu erlangen zu kämpfen, und wie wir sehen werden, schafften sie es eine Monarchie zu gründen. Die Satrapie Persien [Pârsa] hatte auch in der Zeit der Seleukiden eine unabhängige Monarchie, und es gibt sehr viele Münzen aus dieser Epoche, die den Herrscher vor dem Feueraltar [Âzargâh] kniend darstellen. Chuzestan [Xuziya] und Ekbatana [Hagmatâna], die an das Zweitstromland grenzten, blieben unter der absoluten Herrschaft der Seleukiden. Das Handwerk und der Handel in Iran, die durch den Fall des persischen Imperiums und die griechischen und makedonischen Plünderungen in eine Ruine verwandelt wurden, konnten sich in der Seleukiden Epoche durch die Unterstützung der einheimischen Kleinkönige wieder erholen und aufblühen.

Wir erinnern uns, dass Iran das fortschrittlichste und erfolgreichste Land in Bereichen der Industrie und Handwerk und Handel war. Die Griechen fingen an durch die geplünderten Reichtümer aus dem Persischen Reich ein luxuriöses Leben zu führen, und die Art Leben brauchte auch weiterhin Luxuselemente und Geräte. Diese Geräte und Luxusartikel wurden dann von den iranischen Handwerkern produziert. Die Iraner haben es sehr schnell geschafft, durch den Verkauf der Luxusartikel und ihren Dienstleistungen wieder einen großen Teil der geplünderten Reichtümer in ihren Besitz zu nehmen. Das, was durch die Plünderung Alexanders seinen Weg nach Europa fand, obwohl es so aussah, dass sie für immer verloren gegangen wären, hatte aber bald durch den Kauf der Griechen an Erzeugnissen des iranischen Kunst- und Handwerks wieder den Besitzer gewechselt. Die Griechen und Makedonier, die in Iran ansässig wurden, mussten das Geld, das sie durch die Steuereintreibung einnahmen, wieder für Lebensmittel, Bekleidung und Kunst- und Handwerk ausgeben. Mit einem Wort, als die Arsakidenherrschaft gegründet wurde, war Iran zwischen den damaligen Ländern wirtschaftlich und handwerklich gesehen in bester Position, und die iranischen Handelskarawanen waren von der chinesischen und indischen Grenze bis zum Mittelmeer konkurrenzlos.

[Quellen: Ferdowsi, Šâhnâme; Mas’udi, Attanbih Val-Ašrâf (at-tanbīh wa-l-ašrāf); Bâbâ Reyhân Biruni, al-Athar al-baqiya an al-qurun al-chaliya; Hasan Taqizâde, Bist Maqâle (Zwanzig Artikel); Dr. Amir Hoseyn Xonji, Irânzamin; Malcolm A. R. Colledge, Die politische und gesellschaftliche Geschichte der Parther, Arsakiden oder der antiken Pahlavi Dynastie; Saint Martin, Paris 1850, Fragments d'une Histoire des Arsacides; Saint Martin, Paris 1938, Recherches Sur L'histoire Et La Géographie De La Mésène Et De La Characène; Abdüllatif Suphi Paşa 1862, İbretlerin Eki; George Rawlinson, New York 1873 The sixth great Oriental monarchy; or, The geography, history, & antiquities of Parthia; George Rawlinson, New York 1893, Parthia; Hermann Alfred Freiherr von Gutschmid, 1888, Geschichte Irans und seiner Nachbarländer von Alexander dem Großen bis zum Untergang der Arsakiden; Neilson Carel Debevoise, Chicago 1939, History of Parthia; Malcolm A. R. College, London 1967 The Parthians; Strabon Buch XI (Kleinasien); Josef Markwart, Eranshahr; Richard Nelson Frye, The Heritage of Persia; Roland G. Kent, 1953, Old Persian; Bouchon, choix des historiens Grecs, Paris 1744; Arrianus Flavius; Marcus Iunianus Iustinus; Tarn, Parthia; Leon Diakonos, Arsakiden; Strabon; Posidonius von Rhodos; N. Debevoise, A Political History of Parthia; William James Durant, Ancient Greece [Die Geschichte des antiken Griechenlands]; Hassan Pirnia, Irâne Bâstân [Der antike Iran]; Diodorus;  E’temâdos Saltane, Târixe Aškân [Die Geschichte der Arsakiden]; Sir Percy Molesworth Sykes, A History of Persia; Dr. Mohammad Javâd Maškur, Irân dar ahde bâstân;  Isidoros von Charax, Mansiones Parthicae [Parthische Wegstationen], Das Parther Reich mit seinen Provinzen (Gebieten); Michail M Diakonov, Arsakiden; Ghirshman, L’Iran et la migration des Indo-Aryens et des Iraniens; Gnaeus Pompeius Trogus Historiae Philippicae (Buch XLII), Kapitel 2;  Plutarch Buch Lukullus; Plutarch Buch Sulla ]

Der Teil 4 dieser Reihe

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