Von Allah zu Jesus

Immer mehr Iraner konvertieren trotz Repressalien zum Christentum. Auch in Österreich wachsen die iranischen Christengemeinden stark.

Wien: Fast 50 Leute von jung bis alt haben sich an diesem Sonntagnachmittag in einem Wiener Kellergewölbe zusammengefunden. Es ist bedächtige Stille in dem dicht gefüllten Raum eingekehrt. Der Blick der Leute ist geschlossen nach vorne gerichtet, direkt auf ein großes Holzkreuz. Ein Lied wird angestimmt und die Menge singt mit – in Farsi, der persischen Sprache. Die Leute feiern den sonntäglichen Gottesdienst einer Gemeinde, die fast 100 Leuten hauptsächlich iranischer und vereinzelt auch afghanischer Herkunft eine spirituelle Heimat bietet. Insgesamt gibt es allein in Wien fünf iranische Christengemeinden, dessen Mitglieder zum erheblichen Teil vom Islam zum Christentum konvertiert sind.

Auch Reza A., Mitbegründer der Gemeinde, war Muslim, als er vor 14 Jahren nach Österreich kam. Der erste Kontakt zum christlichen Glauben entstand dabei eher zufällig: Da es außerhalb des Flüchtlingslagers in Traiskirchen so gut wie keine Möglichkeiten zum Zeitvertreib gab, schickte das Ehepaar A. ihre neunjährige Tochter zu einem im Ort ansässigen Missionarsteam, welches in der Weihnachtszeit Kinderprogramme angeboten hatte. Als die Tochter von den Missionaren zurückkam, trug sie ihren Eltern einen Wunsch vor: Sie wollte Christin werden. Während Herr A. zwar überrascht, aber relativ gleichgültig reagierte – “Ich war damals nicht wirklich fromm. Meine Tochter soll sich frei entscheiden, egal ob für den Islam oder das Christentum” -, reagierte seine Frau, die aus einer streng muslimischen Familie stammt, defensiv. Sie vermutete, dass ihre Tochter bei den Missionaren einer Gehirnwäsche unterzogen wurde, und tat den Wunsch ihrer Tochter als “wirres Gerede” ab. Nach vielen Diskussionen mit den Missionaren fing aber auch sie an, über Jesus zu reden. Herr A. blieb skeptisch, doch nach anderthalb Jahren voller Zweifel habe sich ihm Jesus nach eigenem Bekunden offenbart: “Ab da an hat sich unser Leben geändert.”

In Wien gründete Herr A. vor rund zwei Jahren die evangelikale Gemeinde. Damals waren sie nur gut ein Dutzend Leute, die sich zu Hause zum Gebetskreis getroffen haben. Mittlerweile platzen die gemieteten Räumlichkeiten aus allen Nähten, sodass die Gemeinde dringend nach einer größeren Örtlichkeit für die Gottesdienste sucht. Die Gemeinde hat mittlerweile über 50 offizielle Mitglieder, wobei die Kinder nicht mitgezählt werden, schließlich gibt es bei den Evangelikalen nur Erwachsenen- und keine Kindertaufen. Zusätzlich besuchen derzeit etwas mehr als 20 Gäste ein Bibelstudium, nach dessen Absolvierung sie ebenfalls vollwertige Gemeindemitglieder werden.

“In Österreich gibt es ungefähr 400 bis 500 iranische Christen”, vermutet A.: “90 Prozent von ihnen waren vorher Muslime.” Iranische Christengemeinden gibt es nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in Linz, Salzburg und Graz. In den katholischen Gemeinden ist ebenfalls ein signifikantes Wachstum von Konvertiten zu beobachten.

“Erweckung eines Volkes”
Im letzten Jahr stammen 15 Prozent aller Absolventen einer Erwachsenentaufe in Oberösterreich aus dem Iran. Theodor Schweiger vom Bund evangelikaler Gemeinden in Österreich spricht gar von einer “Erweckung eines gesamten Volkes”.

Bei evangelikalen Freikirchen kommt es auch immer wieder zu fundamentalistischen oder unseriösen Strömungen. Karl Schiefermair von der evangelisch-lutherischen Kirchenleitung sind Fälle bekannt, in denen Gemeinden aufgrund der Träume der Pastorengattin entscheiden, da diesen prophetischen Charakter zugesprochen wird. Der Bund der evangelikalen Gemeinden ist bemüht, sich von problematischen Gemeinden zu distanzieren.

Wie viele Iraner sich genau zum Christentum bekennen, lässt sich jedoch nur schwer exakt bestimmen, schließlich müssen die meisten von ihnen ihren Glauben heimlich ausüben. In jeden Fall liegt die Anzahl iranischer Christen im sechsstelligen Bereich, Tendenz steigend. “Vor knapp 20 Jahren hat es im Iran noch sehr viele christliche Märtyrer gegeben. Auch jetzt landen noch Leute wegen ihres Glaubens im Gefängnis”, sagt A. Doch gerade die Haftstrafen und Märtyrertoten, so A., ließen die Bevölkerung aufhorchen.

Die Scharia sieht für Abtrünnige die Todesstrafe vor. Auch wenn in Österreich die Religionsfreiheit im Grundgesetz verankert ist, kann den Gläubigen ihre Religion auch hier zum Verhängnis werden, etwa durch Druck aus dem sozialen Umfeld.

Von: Fabian Kretschmer

Quelle: Wiener Zeitung

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15 Gedanken zu „Von Allah zu Jesus

  1. Muslime so wie alle Menschen spüren den Unterschied zwischen den Religionen, die einengen und befreien. Sie spüren förmlich die Befreiung aus religiösen Umklammerungen, die der Prophet dem islamischen Glauben aufokroyiert hat und Jesus. Jeder, der Jesus in rechter Weise findet, kann religiös befreit, seine Talente einsetzen für Gott und für die Menschen. Er wird nicht musikalisch, künstlerisch und auch nicht seelisch eingeengt, soweit die christliche Gemeinschaft, die sie antreffen, Jesus ernst nimmt. Gott hat jedem Menschen Talente gegeben, die er ausbauen kann im Sinne religiöser positiver Sicht. Durch Vernunft, religiöses Einfühlungsvermögen, welches immer und auch menschlichem Einfühlungsvermögen für den Nächsten einhergeht, darf er in jedem Stein, in jedem Mineral, erst recht in jedem Lebewesen ein Wunder sehen, selbst wenn dieses Wesen deformiert und behindert ist. Er wird die Größe der Schöpfung allein in ihrer Existenz, ihrem Plan, ihrer Fähigkeit, sich selbst zu erhalten und zu rekreieren (reproduzieren) ohne HIlfe von außen, auch wenn die Natur grausam scheint und ist in seiner Fresskette, anerkennen. Er wird erkennen, dass ohne Tod kein Leben entstehen kann. So wird er auch in Jesus d e n Repräsentanten des Lebens schlechthin erkennen können, eben auf anderer, nämlich göttlicher Ebene. Denn erst der irdischeTod bringt auch im religiösen Denken neues Leben, nämlich das in Ewigkeit.

    Je mehr die Wissenschaft fortschreitet, je mehr können wir erkennen, wie jedes kleinste Detail ins andere greift, und zwar sinnvoll ins andere greift. Jedes neu gefundene “Higgs-Teilchen” wird den Zufall als das erkennen, was er ist, eine echte Nullnummer. Aus Zufall wird kaum Sinnvolles entstehen können, auch wenn Atheisten noch so sehr dran glauben. Der Zufall lässt dann eher den Tod als das Leben erkennen. Der Zufall lässt die Krone der Schöpfung Mensch, welche ja für die Tier- und Pflanzenwelt, weil wieder einmal religiös-menschlich-philosophisch falsch verstanden und gedanklich deformiert, zur Hölle wurde, nun zur Krone des durch Zufall Erkannten werden, der sich hat jedes Recht nehmen können und auch dürfen, das Recht des Stärkeren, weil intellektuell besser entwickelt, also das Recht des Klügeren, im Gegensatz zu der durch Zufall sich parallel entwickelten Tier- und Pflanzenwelt, durch zu setzen. Ja, das große Geschenk Gottes, den Menschen seinem Abbild entsprechend mit Liebesfähigkeit auszustatten, die ihn zur wahren Krone der Schöpfung hätte werden lassen können, der Mensch diese Chance aber weithin vermasselt hat, sie aber immer wieder erringen kann durch Umkehr, durch Erkennntnis des Eigenversagens, ist ja noch immer präsent und möglich. Ja, so wie sich das Gottesbild der Allmacht im Lauf der Jahrtausende vom deformierten und gebrochenen Geist des Menschen geprägt und irrig auf den Menschen untereinander 1 zu 1 übertragen hat und so die Knechtschaft, das Sklaventum in die Welt gekommen ist, und dieses Gottesbild z. B. in und durch Jesus (oder auch Zartošt, hier geht es aber jetzt um Jesus), befreit werden musste, so musste sich auch die Religion vom irdischen Machtmonopol befreien. In Jesus und seiner Lehre darf sie die positiven Kräfte, Gedanken, Lehren und seelischen Zustände den Menschen anbieten ohne sie einengen zu dürfen. Aus diesem Grunde war und ist es richtig und gut, die Religion von der poltischen Macht so fern wie möglich zu halten, damit sie nicht in das politisch-iridischen Machtkarussell hineingeraten kann, welches dann die Religion, sei sie auch noch so positiv gedacht, mit diesem irdisch-menschlichen Machtdenken in Berührung gekommen, nur runterziehen kann, nur so einer neuen gedanklichen Deformation entgehen kann.

    Selbstverständlich hat die Religion durch ihre Lehre direkten Einfluss auf die Politik, sehen wir ja im Islam. Es ist selbstverständlich das Recht von Religionen, Vorschläge für politisches Handeln und auch VErantwortung für politisches Handeln zu übernehmen, jedoch immer nur als Vorschlag, als Angebot, niemals mit Anspruch, denn immer bleibt die Hoffnung, dass die Vernunft, die auch Bestandteil von Religon sein muss, sich auch in der Politik durchsetzen sollte. Weniger (Verzicht, Erkenntnis, echte Freude, echte Kunst, echte Liebe und Vernunft) kann religiös vernunftmäßig verstanden, erheblich mehr sein. Eine Gesellschaft, die nur durch Brot und Spiele (Spaß- und Fungesellschaft als Lebensaufgabe oder -ziel ist zum Suizid verurteilt, weil sie keine ernstzunehmende Perspektive, sondern nur primitives egoistisches Wohlleben nach dem Motto: “Mein Bauch gehört mir”, koste es, was es wolle, bieten kann. Wer damit zufrieden ist, hat sich bereits zu Lebzeiten aus dem wahren Leben verabschiedet.

  2. Gott wirkt – und das ist gut.
    Er schuf – und siehe alles war sehr gut.
    Gut, ohne Sünde und ohne Tod. Lebensraum und Lebensidee – mindestens einen Sabbat lang konkret funktionierend und gut.

    Später erst: Drängte die Sünde sich vor.
    Einer behauptete, es besser zu wissen und sprach aus dem Munde der Schlange:
    “Ihr werdet nicht sterben, sondern sein wie Gott, und wissen was gut und böse ist”

    Das Böse zu ermessen, ist gar nicht gut (und noch weniger schön).
    Einem Wichtigtuer zu vertrauen, – ist schon der erste Tod!
    Es ist die Beerdigung von dem, was man selbst gehört, gesehen, erkannt und nachgedacht hat.
    Die Wichtigtuer spielen sich auf, sie treiben es bunt und alle drehen am Rad.
    Am Ende denkt man: Erst dieses Karusell, das schwindelig macht, wäre das Leben.

    Wichtigtuer agieren, – in Gottes Namen, in Allahs Namen, im Namen vermeintlicher Wissenschaftlichkeit und auch im Namen von wattebauschender Gleichgültigkeit.
    Üblicher weise sagen sie: “Lasst uns spielen! Alle machen, was ICH sage, alle haben sich lieb und alles ist gut!”
    Dabei ringen sie selbst um die Seriösität, die sie dem andern neiden.

    Natürlich sprach und spricht Gott auch durch Träume. Aber: Was sind die Träume eines anderen, gegen Ansagen die selbst klar als wahr erkannt habe?
    Wo bleibt Gottes Beständigkeit wenn ich willkürlich krude Zeichen deute?
    Gottes Wahrheit ist erhaben über Träume. Jeremia 23,28: “… (wer) Träume hat, der erzähle Träume; wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht!”

    Auch heute erkennen Menschen solche Entwürdigungen ihrer selbst.
    Jesus beruft zur Freiheit (Galater 5,13). Freiheit: Nicht für die Sünde, sondern für den eigenen klaren, zuende gedachten und überprüften Gedanken (1. Johannes 4, 1).
    Zartost hatte seinen Verstand jedenfalls nicht selbst beerdigt.

    Gottes Liebe hat Geduld und gilt auch denen, die sie nicht als erstes verstehen.
    Sie ist größer, als jede Verzweiflung sein kann.

    Denn Gott hat alles geschaffen.
    Auch den Rahmen, den der Zweifel haben darf.

    Er eilte nicht im Weltall umher, bis er den Planeten Erde fand, wo eine Evolution (inklusive ihrer natürlichen Auslese) an einer für seine Zwecke passenden Stelle war, und verpasste einigen der dortigen biologischen Einheiten (von denen es ‘zufällig’ gerade auch ein geeignetes zweibeiniges Paar gab) Seele und Würde, um sie zum Menschen zu erheben und ein Lügenspiel mit ihnen zu treiben.

    Gott schafft gutes. Und seit dem Sündenfall erlaubt er auch böses.
    Aber er steckt den Rahmen ab (Lukas 12, 6+7) und behält die letzte Kontrolle (Jesaja 44, 6).
    Dem Vater der Lüge gelang es immerhin, nachdem es ihm erlaubt wurde, die ganze uns sichtbare Schöpfung der Vergänglichkeit zu unterwerfen (Römer 8, 20ff).

    Gott wäre kein guter Mensch, wenn wir ihn nach menschlichen Maßstäben messen wollten. Müsste ein Mensch das Leid verantworten, dass Gott erlaubt – das Urteil wäre eindeutig. Doch Gott ist mehr: Schon weil er der Schöpfer ist, darf er dem Leben, das er schuf, auch sein sündenbedingtes Ende erlauben.

    Und Gott ist noch mehr: Er klammert sich nicht an seine Rechte, sondern wurde Mensch und übernahm sogar die Verantwortung nach menschlichen Maßstäben (Philipper 2, 6-8) und ließ sich unschuldig hinrichten.

    So nehme ich Gott an, als der, der das Recht hat und behält, als Sieger und Richter, als liebender Vater, als Gnadenquelle, als Schicksalsgeber und Ehrempfänger.

    Weil ich weiß, dass es am Ende gut für mich ist (Römer 8,28), kann ich auch den Zufall sehen, als das, was Gott mir zu fallen läßt.
    So kann ich meinen Beitrag leisten, und wissen, dass ich an Hürden nicht scheitern muss (1. Korinter 10, 13).

    So kann ich mich an allen freuen, die ich auf gutem Wege sehe.

    Eine Fundamentalsmus-Beschimpfung allein schreckt mich dabei nicht: Wenn es um ernsten und konsequenten Eifer für den wahren und lieben Gott geht, muss es ja nur all zu logisch Wahrheit und Liebe befördern.

    Und so kann ich einstimmen in einen Lobpreis den ich selbst nicht zu texten vermag.

    Es wird einmal zusammen kommen, was zusammen gehört.
    Das können Leidgeprüfte sein, Geduldige und Konsequente, Verstoßene und für problematisch Befundene, Geflohene und Verzagte; Bekennende, Entschuldete und Bereuende, weniger glänzende Helden aber um so mehr stille Beter.

    Die Existenzberechtigung des Bösen wird ablaufen.
    Das Gute wird ermessen werden, d. h. gepriesen und gedankt.
    Gottes ursprüngliche Lebensidee wird wiederhergestellt.
    Schön und dann auch endgültig!

  3. Pingback: Auch in Österreich wachsen die iranischen Christengemeinden stark « kopten ohne grenzen

  4. Ich selbst bin weitgehend areligiös, freue mich aber für Menschen, denen Religion hilft, ein friedliches und erfülltes Leben zu führen, in dem sie – ganz wichtig – nicht etwa Druck auf andere ausüben oder ihre Religion zum Streben nach Macht, Herrschaft und Ausbeutung anderer missbrauchen. Daher freue ich mich für die oben beschriebenen Menschen, aber ich freue mich auch über sie. Zum Christentum konvertierte Muslime wissen selbst sehr gut, welche Gefahr von den radikalen Muslimen ausgeht. Leider wird einem als Deutscher/Österreicher/Europäer meist blindwütig oder mit kalter Berechnung Rassismus vorgeworfen, wenn man vor den langfristigen Gefahren theokratischer Machtgier oder gar dem Potential für blutige Religionskriege warnt. Inzwischen bin ich aber gegen solche Keulenschläge eher immun. In meinem Freundeskreis gibt es mehrere säkulare Muslime, und zu meinen Bekannten zählen ein Kopte, ein Aramäer und ein säkularer Perser. Und ich habe keine Probleme damit, sie hier in Deutschland zu akzeptieren.

  5. Ja, Mulitkulti und selbst die Auflösung von Grenzen auf der ganzen Welt würden ja auch klappen, wenn da nicht rückwärts ins Mittelalter weisende Gewaltreligionen mit politischem Sendungsbewusstsein wären, die Stammeskultur fördern und ein Gottesbild in ihrem ungeistlichen Programm führen und haben, was direkt dem, was wir uns unter der Hölle verstehn, entsprungen sein könnte. Wer Menschen in religiös oder ideologischer Weise zum Feindbild erklärt und dann durch Ausgrenzungsregeln gegeneinander ausspielt und diese Ausgrenzung verabsolutiert und bereit ist, diese Verabsolutierung, mit Gewalt durch zu setzen, der hat den elementaren Unterschied zwischen gut und böse nicht verstanden und tötet somit sein Gewissen. Und er diesen Unterschied deshalb nicht verstanden und will ihn auch nicht verstehen, weil irdischer, reliös oder ideologisch egoistischer Machterhalt der friedensliebenden und geistvollen Inspiration, die Liebesreligionen bieten könnten, wenn sie zum Maßstab des menschlichen Lebens dienen würden, diametral widersprechen. Das können sie nicht zulassen, da sie das Gottesbild der vollkommenen Liebe, die der menschlichen Natur so widerspricht, nicht erkennen und anerkennen wollen und können. Dieses destruktive Gottesbild, dem menschlichen Machtdenken entsprungen, gibt sich sozusagen eine in sich gewährende Legitimation zur Gewaltausführung gegen alle, die dieses Gottesbild des Gottes einer Gewaltrelgion nicht anerkennen wollen. Anders ausgedrückt. Der Machtmensch stellt sich nur zu willig in eine religiöse Gewaltlehre, in der Gott als Gewaltlegitimator fungiert, die der Machtmensch nur zu gern bereit ist, als Gottes Gebot hinzustellen und sklavenmäßig auszuführen, um gar nicht erst in Gewissenbisse hinein zu geraten, denn Gott hat diese Untaten ja als gute SAche definiert. Dieses Problem zieht sich noch heute durch den Islam. Das ist die eigentliche Ursachenproblematik dieser Religion, die leider von allen religiösen und politischen Elitekreisen nicht anerkannt wird, weil es einfacher ist, Lügen zu glauben, dass diese Religion eine des Friedens sei. Das ist die größte Sünde wider den Heiligen Geist. Diese Lüge widerspricht der Wahrheit so sehr, dass es dem denkenen vernunftbegabten Menschen schon fast körperlich weh tun müsste. Dies wird jedoch egomanischen westlichen Politikern, die nur an sich und die Wiederwahl denken, rechts hinten vorbeigehen. Solange so eklatant schwere Schicksale wie die dieser Frau und dieser Frauen, durch die Lehren dieses Gottes geknechtet, nicht als Gefahr, als Unrecht, als Willkürakt, nicht einmal als Islamursache anerkannt wird, solange können diese islamisch geprägten menschlichen Monster so weitermachen, gestützt durch feige westliche Eliten toleriert.

    Das gleiche gilt natürlich nicht nur für Religionen, sondern auch für atheistische Ideologien, die der Verabsolutierung der Gleichheit und Freiheit verkündend, sich desselben Feindbildes bedienen wie die Religonen.

    Die geistige Verabsolutierung eines a l l l i e b e n d e n Gottes ist nötig, sogar eminent wichtig, damit der Maßstab der Sinngebung eines harmonischen Zusammenlebens menschlichen Lebens dienend festgesetzt werden kann und gleichzeitig ungefährlich, weil dieser Maßstab der Liebe wegen der vollkommenen Liebe nie mit Gewalt durchsetzbar ist, noch nicht einmal geistig aufgezwungen werden kann, weil echte Freiheit ein Merkmal der Liebe ist. Göttliche Liebe ist immer da, menschliche Liebe kann nicht erzwungen werden und schon garnicht erkauft werden. Das ist zwar eine idealistische Sichtweise, dessen bin ich mir bewusst und wird möglicherweise nie poltisch umsetzbar sein. Aber es wäre ein Anfang für jeden Menschen privat so zu denken. Wenn viele Menschen so denken lernen, ergibt sich die politische Handlung leichter in diesem Sinne handeln zu lernen. Wer dieses Gottesbild akzeptieren kann und nach diesem von diesem ausgehenden Maßstab handelt, kann nie falsch liegen. Es ist einfach, aber schwer auszuführen. Es verlangt ungeheure Selbstdisziplin und Verantwortungsbewusstsein, welches auch erst herangebildet werden müsste. Es wird sich dann auch ein lebenslang andauernder, vielleicht auch anstrengender Prozess der Selbstvervollkommnung sich anschließen. Dieses Lebensbewusstsein würde sich auch auswirken auf die Schöpfung, auf Tiere und Pflanzen, denen wir dann viel ehrfürchtiger begegnen würden. Und erst dann kommen wir der Aussage des AT näher, Eben- oder Abbilder Gottes zu sein und den “Titel” als “Krone der Schöpfung” zu erwerben, wenn wir versuchen, so zu handeln.

    Wer Frauen so unterdrückt und behandelt, zeigt, dass er weder Ebenbild Gottes noch Krone der Schöpfung, sondern nur ein primitiver Sklave eines noch primitiveren Gottes ist, der in der Lage ist, einen Menschen, der doch Ebenbild Gottes sein sollte, geistig so deformieren und pervertieren kann, dass sich sogar wähnt, gerecht zu handeln. Wenn es stimmt, dass der Mensch Ebenbild Gottes ist, sind diese Täter (zu denen auch Imame zählen, die zu solchen Taten aufrufen und ihnen in ihrem Handeln auch noch Rechtfertigung zugutekommen lassen) Ebenbilder Satans, des Höllenfürsten. Das islamische System ist ein ausgeklügeltes Unterdrückungssystem, in dem es schwerfällt, dass Frauen in die Lage versetzt, überhaupt erkennen zu können, weil sie von Kindes Beinen an haben ihre Unterdrückung als selbstverständlich verinnerlichen müssen, dass die Ursache genau in dem liegt, was ihr Leben ausmacht, nämlich im Islam. Sie machen Männer verantwortlich, sie machen die Umstände verantwortlich, aber nie den Islam als solchen. Daran krankt der Widerstand der Frauen. Sie erkennen nicht, dass es gerade die rechtliche Ungleichstellung der Frau im islam für alle Zeiten ist, die die Frauen in diese prekäre Lage gebracht hat. Was kann eine Frau in Afghanistan ausrichten, die ich selbstverständlich als Heldin sehe, wenn sie diese Anklagen vor islamische Gerichte bringt? Das ist ja gerade wegen der Gesetzgebung des Islam aussichtslos. Das ist der Vorteil eines Ideologie, die unhinterfragbar die alltäglichen Geschicke der Menschen lenkt und ein in sich geschlossenen System bildet, aus dem Menschen kaum ausbrechen können. Alles wird mit Strafe, alles wird mit göttlicher Barmherzigkeitsabkehr bedroht. Jeder Schritt kann gegen irgendeinen Buchstaben eines Gesetzes verstoßen. Die innerliche Unterdrückung wird somit als solche subjektiv gar nicht mehr erkannt, weil die Menschen sich in diesem System der engsten Grenzen haben inrichten müssen. Ein Maulwurf kennt die Freiheit auch nicht. Das Licht der Freiheit blendet ihn und zieht sich schnell wieder in die dunklen Röhren zurück und fühlt sich dort wohl. So ist es auch mit Menschen, die,wenn sie von kleinauf nichts anderes kennen, sich in diesem Röhrensystem wohlfühlen und die Freiheit als etwas Bedrohliches ansehen, denn dann müssten sie Eigenverantwortung übernehmen, sie müssten sich mit ihrem Glauben auseinandersetzen und nicht einfach nur so folgen, sie müssten nach den Ursachen der bisherigen Unfreiheit fragen. Das jedoch darf ja nicht sein. Darum steht auf Apostasie die Todesstrafe. Wie gesagt, ein in sich ausgeklügeltes Religionssystem, welches sich mittels gewaltsamen Kitts zusammengehalten wird, welches genannt wird Umma, aus dem es kein Entrinnen gibt.

    Und wenn es doch einer wagt, riskiert er Ehrenmord, gerichtliche Schariabestrafung oder mindestens Familienausschluss.

    Ja, die Muslime können stolz auf diese ihre Religion sein.

    Darum ist Politik und Religion zu trennen, um ein funktionierendes Staatswesen garantieren zu können. Die Selbstvervollkommnung zur Liebe von vielen Menschen würde jedoch jedes poltisches System quasi von innen positiv beeinflussen.

    .

    • Hallo werter Bazillus,
      unterdrückte oder gar vergewaltigte Frauen wie Lal Bibi liefern sich doch nur selbst ans Messer, wenn sie gleich mit dem gesamten Islam auf Konfrontationskurs gehen. Sie brauchen jemanden in ihrer Nähe, der sie auffängt. Lal Bibi hatte das Glück, das die New York Times darüber schrieb.

      Nun soll mit der Vergabe von 4 Mrd. Hilfsgeldern Druck ausgeübt werden. Da kann es nicht mehr um diesen einen Fall gehen, sondern er wird ein Präzedenzfall für allgemeine Prinzipien.

      Nun soll also der Westen mit 4 Mrd. zögern, für Prinzipien, wo er doch nicht zögerte, jährlich über 100 Mrd. auszugeben für den bewaffneten Kampf.

      Ich fürchte, das wird im besten Fall dazu dienen, den schönen Schein hochzuhalten.
      —-
      Das was Christengemeinden, wie die hier gezeigten leisten, ist viel billiger und wirkungsvoller. Es setzt gute Beispiele und die konkret erreichbaren Auffangräume bilden sich überall. Die befreiende gute Lehre befreit auch von den Zwängen, andere zu unterdrücken, oder zu meinen, mitmachen zu müssen. Sie bewirkt sogar gutes Verhalten den Machtmenschen gegenüber.

      Darf sich Liebe auch tarnen, z. B. unter Kopftuch oder Schleier, um Konfrontation zu vermeiden und Wirkungsbereiche zu vergrößern?
      Es gibt wohl mehrere mögliche Reihenfolgen, um sauberes Denken zu verbreiten. Da wo sich Liebe im Einzelfall beweist, weil sie z. B. uneigennützig dem Nächsten hilft, ist schon ein guter Schritt getan.

  6. Werter Jockel, Du hast völlig recht.

    Sorry, ich bin hier voll vom Thema abgekommen. Dieser Kommentar war nur im Anfang auf den Kommentar von Custos constitutionis abgestellt. Dann bin ich gedanklich in den zuvor gelesenen Artikel der Grausamkeiten um die afghanische Heldin Lal Bibi aus Afghanistan des Nachfolgeartikel der Blogbetreiber geraten. Da kannst Du mal sehen. Ich gehöre in Rente und schmeiß schon alles durcheinander. Ja, es wird schlimmer mit mir. Hilfe, SOS, ich muss hier raus.

    Erst die Masse der Frauen könnte wirksam etwas ausrichten gegen die islamischen Dogmen zu prostestieren. Da dies jedoch wahrscheinlich auch unter dem Gesichtswinkel der islamisch legitimierten Gewaltanwendung unmöglich zu bewerkstelligen scheint, ist der Mut dieser einzelnen Frau zu bewundern.

    Der Westen spielt überall auf der Welt eine dubiose Rolle, weil er sich am Kaptial und den Ressourcen der Erde orientiert. Er ist von innen hohl, leer und ethisch verrottet. Er ist in die Rolle des feigen Opportunisten geschlüpft ohne den Wert der eigenen Errungenschaften zu achten, zu verteidigen und ohne die Finger auf die Wunden der verschiedenen Gesellschaften zu legen. Er verbündet sich mit Islamisten, wahrscheinlich sogar mit dem Teufel, sofern es ihm finanzielle und Recourssenvorteile bringt. Leider habe ich den Eindruck und das fällt mir schwer zu schreiben, da ich selbst ja auch – wenn auch ein völlig zu vernachlässigender winziger – Teil dieses “Westens” bin.

  7. Werte Blogbetreiber und Jockel, passt ein wenig auf mich auf. Wenn ich hier beginne, totalen Schwachsinn zu schreiben, bitte mich aufmerksam machen und stoppen.

    • Ein bisschen Stuss schreibt doch jeder mal. Bei mir war es die Bileam-Geschichte, wo ich meine Kindheitserinnerungen doch etwas zu hastig aufpolierte. Gottes zweite Antwort und die Engelbegegnung waren etwas anders: Richtig war: “Du kannst gehen, aber darfst nur sagen, …”.
      Der Rest stimmte wohl ungefähr, aber dann plagte mich die Frage ob ich es richtig stellen soll.
      Was ist schon Perfektion bei real existierender Menschlichkeit?

      • Uneingeschränkte Zustimmung. Nicht bei jedem kommt mit dem Alter auch die Weisheit, aber bei Bazillus hat es offensichtlich funktioniert ;-)
        Witz bei Seite – lieber Bazillus, deine Kommentare haben durchaus Tiefgang und regen immer wieder zum Nachdenken an. Bleib so, wie Du bist!

      • Fartâb Pârse
        da muss man Ihnen sehr recht geben–Herr Bazillus kommentiert überall gut!! in anderen Bloggs wird nur rumgezokkt wer mehr recht hat,mehr christlicher,besser klüger sei..usw..wzb.Kopten ohne Grenzen…vor allem Frauen…sie verstehen…??da geht°s oft um etwas ganz ganz anderes als Unterstützung der Kopten,…lol..

        • Ja, in der Tat, Bazillus ist hier sehr gerne willkommen und wir lesen ihn alle sehr gerne! Bei uns im Blog haben wir andere Regeln, nämlich keine Rumschwätzerei und dumme Kommentare, daher kann man hier ruhig seine Gedanken und Meinung schreiben und sich bei Diskussionen beteiligen.

  8. Für mich ist es in Hinblick auf diesen Artikel wahnsinnig schwer mir ein Urteil darüber zu machen, ob es gut oder schlecht ist, das Muslime zum Christentum konvertieren. Ich bin protestantisch getauft, also auch christlich, halte aber im Grunde gar nichts von Martin Luther, aber ebenso wenig von den alttestamentarischen Glaubensvätern oder den ersten Koranautoren. Ich habe an sich kein besonders gutes Gefühl, bei all den Religionen auf dieser Welt. Ich denke da immer wieder sehr gerne an Jiddu Krishnamurti, der einst sagte:

    „Ich behaupte, dass die Wahrheit ein pfadloses Land ist und dass es keine Pfade gibt, die zu ihr hinführen – keine Religionen, keine Sekten. Das ist der Standpunkt, den ich bedingungslos vertrete. Die Wahrheit ist grenzenlos, sie kann nicht konditioniert, nicht auf vorgegebenen Wegen erreicht und auch nicht organisiert werden. Deshalb sollten keine Organisationen gegründet werden, die die Menschen auf einen bestimmten Pfad führen oder nötigen. Wenn ihr das einmal verstanden habt, werdet ihr einsehen, dass es vollkommen unmöglich ist, einen
    Glauben zu organisieren. Der Glaube ist eine absolut individuelle Angelegenheit und man kann und darf ihn nicht in Organisationen pressen“.
    (Krishnamurti. 03.08.1929 : Teil der Rede, als er seinen Orden auflöste der
    knapp davor stand, zu einer religiös profitablen Institution zu werden.)

    Natürlich, hätte ich nur die Wahl zwischen Christentum oder Islam, so würde auch ich mich eher dem Christentum zuwenden. Doch so ist der Mensch nicht, er hat nicht nur diese Wahl, sondern jede- also zumindest in den meisten europäischen Ländern, ohne das ihm gleich mit Todesstrafe gedroht wird. Wäre ich ein Mensch der soeben aus der Vorherrschaft- nämlich auch der Gesetzlichen- einer Religion geflohen ist, so würde ich mich überhaupt keiner Religion mehr in diesem Leben zuwenden, mich aber dennoch intensiv mit “meinem Glauben” ausei-nander setzen, nämlich jenem “Glauben” den nur ich habe, weil dieser mein “persönlichster” und vertrautester Begleiter durch mein neues Leben wäre, ohne irgendeiner großen “Institution” hinter mir, die mir wieder nur vorschreibt: “Was und wie ich zu glauben habe und warum”.
    Da würde ich ja wieder nur den Worten, Vorstellungen und Wahrnehmungen folgen, die mir wieder nur von irgendwo “Ausserhalb” meiner Selbst vorgesagt werden, statt einfach in mich selbst hinein zu horchen um der stillen Melodie und dem natürlichen Rythmus des Lebens, innerhalb meines individuellem Selbst zu lauschen. Glaube war für mich immer nur “Frucht innerer Einstellung”, nie Allmacht äusserer Einflüsse und Vorstellungen etwaiger Propheten, die schon lange nicht mehr unter uns weilen. Die Welt in der sie lebten war eine ganz andere, als die heutige. Und die muslimische Welt von heute ist ein erschütterndes Beispiel dafür, was passiert, wenn Menschen den Worten eines längst verstorbenen Propheten aus einer “anderen Zeit” blind folgen. Und so eine “Zeit”, gab es auch schon mal im europäischen Christentum, und auch diese, war nicht sonderlich Lebenswert.
    Wenn es einen Gott gibt- einen der Ausserhalb unseres Selbst agiert- so lebt dieser weit ausserhalb unseres Verstandes, Lichtjahre ausserhalb des wahrnehmbaren Bereiches jedes irdischen Geschöpfes. Und nicht wahrnehmbar, ist nun mal nicht wahrnehmbar. Doch das ist für den “kleinen Menschen”, der stetig nach etwas zum anhalten sucht, um sich mit seinen Sorgen nicht allein fühlen zu müssen, natürlich nicht einfach zu akzeptieren.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Eve Lucas

  9. Ich finde die Iraner sollten wenn sie sich vom Islam befreien zum Zoroastrismus Konvertieren und wieder wie es Ihre Vorfahren waren Zartoshti werden. Das Christentum, Islam und Judentum haben alle viele Elemente aus dem Zoroastrismus kopiert. Es gibt leider so wenige Zoroastrier heutzutage und deswegen sollte Iran wieder Zoroastrisch werde. Natürlich ist es jeden Selbst überlassen was er werden will.

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