Die Nuže-Verschwörung in Iran (4)

Helden des Irânzamin

Der Teil 3 dieser Reihe

Die Folgen von Nuže

Kurz nachdem die Nuže Verschwörung aufgedeckt worden war, erklärte Ayatollah Khomeini, dass alle im Zusammenhang mit Nuže festgenommen Personen exekutiert werden sollen. Im Ergebnis wurden 144 Teilnehmer nach oberflächlichen Ermittlungen exekutiert. In Paris versuchten fünf Männer erfolglos Bakhtiar am 18. Juli 1980 zu ermorden, töteten dabei einen französischen Polizisten und verletzten drei unbeteiligte Zuschauer.

Als der Irak den Iran im September 1980 überfallen hatte, wurden viele der Piloten, sowie einige der anderen Soldaten, die noch nicht exekutiert worden waren, aus dem Gefängnis unter der Bedingung freigelassen, dass sie den Kriegsanstrengungen zur Verteidigung Irans beitreten.

Neben den Verhaftungen und Hinrichtungen produzierte die Aufdeckung der Verschwörung eine Welle von gegenseitigen Beschuldigungen in Iran. Radikale Islamisten hatten die Führung der Streitkräfte scharf angegriffen und riefen zu erneuten Säuberungen auf, was in den folgenden Monaten zur Entlassung von geschätzten weiteren 2.000 – 4.000 Personen des militärischen Personals führte. Sie verlangten auch, dass die Revolutionsgarden verstärkt werden, um das islamische Regime gegen weitere Verschwörungen zu schützen. Staatspräsident Bani Sadr versuchte die iranischen Streitkräfte gegen diese Angriffe zu verteidigen, was seine radikalen Gegner dazu brachte ihn anzugreifen und sogar direkt mit der Verschwörung in Verbindung zu bringen.

Radikale Islamisten missbrauchten dann den Putschversuch als eine Gelegenheit, um die wenigen gemäßigten Elemente, die in Iran in dieser Zeit noch verblieben waren, anzugreifen, und es folgten die Beschlagnahme und Durchsuchung der Büros der Iran Partei und der Nationalen Front, sowie die Schließung der Zeitungsredaktion der Nationalen Front. Sie schlossen sogar die Büros der Tude Partei, die sich nachdrücklich für das islamische Regime zu dieser Zeit ausgesprochen hatte, und den Sicherheitsbehörden einige Informationen über die bevorstehende Operation Nuže zukommen hat lassen.

Die meisten der Neqâb Führer, die nicht verhaftet worden waren, tauchten unter. Qeddisi nahm einen kommerziellen Flug nach Europa, ein paar Tage nachdem die Verschwörung aufgedeckt wurde. Bani Ameri, Teymuri, Šeybâni, Qorbânifar, und andere wurden einen Monat später von einem Netzwerk von Schmugglern, mit denen sie vorher Vorkehrungen für den Fall des Scheiterns von Nuže getroffen hatten, heimlich über die Grenze in die Türkei gebracht. Dann machten sie sich auf den Weg nach Europa. Sie verbrachten die nächsten Monate damit, anderen Teilnehmern zu helfen den Iran zu verlassen und untersuchten, wie der Putsch auffliegen konnte. Bakhtiar leistete finanzielle Hilfe für diejenigen  Familien  von Teilnehmern, die hingerichtet wurden oder ins Exil geflohen waren.

Während der nächsten zwei Jahre arbeiteten die überlebenden Führer der Neqâb mit Bakhtiar und mit den Resten ihres Netzwerks in Iran gegen das islamische Regime weiter. Sie gründeten ein Büro in Paris und fingen an, einen weiteren Versuch eines Staatsstreichs zu organisieren. Bani Ameri versammelte eine Gruppe von etwa 60 Soldaten um sich, darunter viele Teilnehmer der Nuže Verschwörung, und versuchte eine Basis näher an den Iran zu finden, an der sie einen neuen Staatsstreich vorbereiten konnten. Er gründete Niederlassungen in der Türkei und in Pakistan und schmuggelte Menschen und Geld in den Iran und half Menschen das Land zu verlassen. Er traf auch Vorkehrungen, um Waffen in den Armee Basaren in Pakistan zu kaufen.

Teymuri und Šeybâni fingen an, ihre eigenen Aktivitäten zu organisieren. Um Bakhtiar zu demonstrieren, dass sie noch effektivere operative Fähigkeiten in Iran hatten, halfen sie einigen ihrer Kontakte zwei nicht-tödliche Explosionen in Teheran Ende 1980 und Anfang 1981 zu verursachen. Ahmadi ging ebenso seinen Weg und unternahm bewaffnete Aktionen gegen die iranische Regierung aus Rache für die Hinrichtung seiner Schwester, aber er hatte wenig Erfolg.

Der Irak-Iran Krieg

Nach der irakischen Invasion im September 1980 blieb Bakhtiar sehr nah mit der irakischen Regierung verbunden. Er zögerte, aggressive Operationen gegen das islamische Regime zu dieser Zeit zu verfolgen, weil er dachte, dass der Iran-Irak-Krieg das Regime schwächen würde und dies zu einer Erleichterung der Operationen gegen das islamische Regime in der Zukunft führen würde. Die Führer der Neqâb waren daher zunehmend mit Bakhtiar desillusioniert. Teymuri und Šeybâni schlugen vor einen neuen Coup zu planen, Bakhtiar aber weigerte sich ihn zu finanzieren, so brachen sie mit ihm. Bakhtiars Bereitschaft finanzielle Unterstützung für die Familien der Teilnehmer von Nuže zu liefern wurde immer geringer, und er weigerte sich, die Waffen für Bani Ameri zu bezahlen, die er in Pakistan gekauft hatte. Er versuchte erfolglos Bani Ameri davon zu überzeugen, dass er die Soldaten, die er um sich gesammelt hatte, in Irak stationieren sollte. Als Ergebnis dieser Auseinandersetzungen, brachen auch Bani Ameri und Qeddisi mit Bakhtiar im Jahre 1982 und entwickelten ihre eigenen Pläne. Bakhtiar gründete dann ein weiteres militärisches Netzwerk in Iran, aber er konnte damit nicht viel erreichen.

Bakhtiar blieb das sichtbare Symbol der Opposition gegen das islamische Regime, bis er im August 1991 ermordet wurde, obwohl seine Aktivitäten seit Anfang der 1980er Jahre deutlich zurückgegangen waren. Nachdem Bani Ameri und Qeddisi mit Bakhtiar gebrochen hatten, näherte sich ihnen der CIA, der ihre Kontakte in Iran nutzen wollte, um Informationen zu sammeln. Als klar wurde, dass der CIA ihre Bemühungen, das Regime zu stürzen nicht finanzieren würde, entschieden sie sich eine Zusammenarbeit mit dem CIA abzulehnen. Sie setzten anschließend ihre Bemühungen gegen die islamische Republik fort, hatten aber wenig Erfolg. Teymuri und Šeybâni verschworen sich weiter gegen das islamische Regime, aber auch sie hatten wenig Erfolg. Ahmadi kämpfte ebenso weiter, bis er in den frühen 1990er Jahren ermordet wurde.

Hâdi Aziz Morâdi

Hâdi Aziz Morâdi, der stellvertretende Kommandeur der Panzerdivision in Ahvâz, ein wichtiger Akteur bei der Operation Nuže, hatte weiterhin mit Bakhtiar gearbeitet und auch er wurde ermordet. Qorbânifar begann für die islamische Regierung Irans zu arbeiten und wurde später zur Schlüsselfigur in der Iran-Contra-Affäre, danach hörte man nie mehr etwas von ihm.

Fazit

Die Nuže Verschwörung stellte zweifelsohne eine erhebliche Bedrohung für das im Entstehen begriffene islamische Regime Irans dar. Mindestens 700 – 750 Angehörige der Streitkräfte, und mindestens 300 – 400 Zivilisten waren direkt in die Operation zum Sturz des islamischen Regimes einbezogen, so dass die Opposition gegen das islamische Regime in jenen Monaten des Jahres 1980, vor allem in den iranischen Streitkräften zu finden war. Viele andere Iraner hatten den Putsch unterstützt, und ihre Führer glaubten, dass die meisten der iranischen Bürger, der überwiegende Teil der Streitkräfte, und sogar der Revolutionsgarden sie unterstützen würden, sobald die Operation begonnen hätte. Der Putsch wurde minutiös geplant und hatte Teilnehmer im ganzen Land. Obwohl Irans Sicherheitskräfte behaupteten, seit geraumer Zeit den Putschversuch überwacht zu haben, so scheint klar zu sein, dass sie die wesentlichen Details nur durch Zufall, kurz vor dem Beginn der Operation erfahren hatten. Damals machten sie nur willkürliche Anstrengungen, um den Vorgang zu stoppen, und sie konnten nur wenige ihrer Führer verhaften.

Ayatollah Khomeinis Forderung, dass alle, die im Zusammenhang mit der Aktion stehenden verhafteten Personen exekutiert werden sollen, zeigt, dass er die Verschwörung als eine ernsthafte Bedrohung betrachtete. Darüber hinaus zeigt die große Anzahl an verhafteten Soldaten und die anschließenden Säuberungen in den iranischen Streitkräften, dass die Führung Irans durch den Putschversuch zu dem Schluss kam, dass die konterrevolutionäre Stimmung in den Streitkräften weit verbreitet war.

Mohammad Mossadeq

Die Nuže Verschwörung zeigte den Iranern, dass die säkulare Opposition gegen das islamische Regime stark zusammengewachsen war, und dass es durchaus möglich ist sehr unterschiedliche politische Strömungen in Iran unter einen Hut zu bekommen. Die meisten der zivilen Teilnehmer an Nuže wurden mit der Iran-Partei assoziiert, die eine führende säkulare demokratisch-nationalistische Organisation und Bastion der Opposition gegen den Schah, seit den frühen 1950iger Jahren mit Premierminister Mohammad Mossadeq war. Die Bereitschaft dieser säkularen, demokratischen Nationalisten mit Angehörigen der Streitkräfte, einst unerschütterliche Säule des monarchischen Regimes unter seiner kaiserlichen Hoheit Mohammad Rezâ Šâh in der Nuže Verschwörung zu kooperieren zeigt, dass sie das tiefe Misstrauen, das sie seit mehreren Jahrzehnten gegeneinander hegten, überwunden hatten. Wenn diese säkulare Allianz früher entstanden wäre, wäre sie in der Lage gewesen, viel mehr zu tun, um die Machtergreifung der radikalen Islamisten zu stoppen.

Die Nuže Verschwörung hatte einen erheblichen Einfluss auf den Verlauf der iranischen Politik. Der kurdische Aufstand, Iraks feindselige und kriegerische Handlungen, die gescheiterte US-Geisel Rettungsaktion im April 1980, und die Aktivitäten der Oveysi und anderen Oppositionsgruppen, überzeugten Irans radikal-islamische Staats- und Regierungschefs, dass starke in- und ausländische Akteure versuchten, die im Entstehen begriffene islamische Republik zu zerstören. Dies nährte die Hysterie im Staat, und verleitete die iranische Führung zu immer radikaleren Maßnahmen, um das islamische Regime zu konsolidieren. Die Hauptopfer dieser wachsenden Radikalisierung waren Bani Sadr und andere moderatere Islamisten, die in diesem Zeitraum hart angegriffen und später hinweggefegt wurden.

Die Nuže Verschwörung stellte daher eine erhebliche Gefahr für das islamische Regime dar und zeigte, dass der Widerstand gegen das Regime tief empfunden wurde und weit verbreitet war, von dessen Zusammenbruch die radikalen Islamisten profitierten und ihre Gegner daraus geschwächt hervorgingen. In der Tat, konnten die Gegner des islamischen Regimes nach Nuže, nie wieder eine ernsthafte Bedrohung, für den islamistischen Staat darstellen.

Auch der Irak profitierte vom Zusammenbruch des Putschversuches. Die Verhaftungen, Hinrichtungen, und Säuberungsaktionen, die folgten, hatten weiter die Kraft und die Moral der Streitkräfte Irans unmittelbar vor der irakischen Invasion im September 1980 massiv untergraben. Darüber hinaus waren 30 hoch ausgebildete Kampfpiloten und mehrere hundert Offiziere und Unteroffiziere der Ahvâz Panzerdivision unter den Festgenommenen. Die Luftwaffe und die Ahvâz Division spielten eine entscheidende Rolle für Irans Verteidigung gegen die irakische Invasion, daher konnte der Irak in den ersten Kriegswochen iranisches Territorium besetzen. Ohne die Verhaftungen, Hinrichtungen und Säuberungen, die auf Nuže folgten, wäre Iran sicher in der Lage gewesen, die irakische Invasion früher und effektiver zu stoppen. So hatte Nuže den Verlauf des Iran-Irak-Krieges erheblich beeinträchtigt.

Was wäre geschehen, wenn die Nuže Verschwörung nicht in der Nacht vom 09. auf den 10. Juli 1980 gestoppt worden wäre? Selbst wenn die Piloten und Bodentruppen, die an der Operation teilgenommen hatten, ihre taktischen Ziele am nächsten Tag erreicht hätten, wären sie immer noch auf erheblichen Widerstand bei den loyalen Militäreinheiten und Mitgliedern der Revolutionsgarden und Komitees gestoßen. Letztere, insbesondere, waren tief mit dem islamischen Regime verbunden und als Stadtguerilla ausgebildet, und sie würden mit ziemlicher Sicherheit hartnäckig gekämpft haben, um den Putschversuch zu stoppen. Viele Mitglieder der Mojâhedine Xalq, Fadâyiyâne Xalq, und anderen militanten linken Gruppen waren tief, ihren eigenen radikalen Zielen gewidmet, und auch ausgebildet um als Stadtguerilla zu kämpfen; wahrscheinlich hätten auch sie gegen den Staatsstreich an der Seite der Islamisten gekämpft.

Darüber hinaus war durchaus mit einer ablehnenden Haltung des Volkes gegen den Putsch zu rechnen. Obwohl die öffentliche Opposition gegen das islamische Regime im Juli 1980 erheblich gewachsen war, hatte etwa die Hälfte der 20 Millionen Wahlberechtigten moderat oder radikal-islamistische Kandidaten bei den Wahlen im selben Jahr gewählt, was darauf hinweist, dass das Regime ziemlich populär geblieben war. Niemand kann genau vorhersagen was nach erfolgreicher Ausführung von Nuže passiert wäre, aber es hätte durchaus zu erheblicher Instabilität und zu Chaos führen können. Tatsächlich hätte das Land in einen Bürgerkrieg abdriften können.

Es ist auch eine Überlegung wert darüber nachzudenken, was in Irak passiert wäre, wenn der Putschversuch weiter fortgeschritten wäre. Die Vorbereitungen des Irak den Iran zu überfallen, hatten bereits ein Jahr zuvor begonnen, und die Beziehungen zwischen den beiden Ländern hatten sich bis Juli 1980 dramatisch zugespitzt. Viele Beobachter waren zu diesem Zeitpunkt davon ausgegangen, dass der Irak die Feindseligkeiten gegenüber dem Iran vor allem deshalb hegte, um eine Ausbreitung des radikalen Islams in den Irak zu verhindern, was bedeutet, dass diese Feindseligkeiten aufgehört hätten, wenn säkulare moderate Führer der Neqâb das islamische Regime gestürzt hätten.

Andererseits könnte die irakische Führung die Nuže Verschwörung auch nur deshalb unterstützt haben, um die iranische Armee zu schwächen und die geplante Invasion zu erleichtern, denn die weltlichen Moderaten wie Bakhtiar und die anderen Führer von Nuže und deren liberale Ansichten, erschienen ihnen sicherlich nicht schmackhafter als der radikale schiitische Islam. Wahrscheinlich unterstützten sie Oveysi aus ähnlichen Gründen. Vielleicht hatte die irakische Führung deshalb so lange mit der Invasion in den Iran, die mindestens seit Oktober 1979 geplant war, gewartet und verzögert, denn das ist genau das was nach den Verhaftungen, Hinrichtungen und Säuberungen des militärischen Personals in Iran passiert war.

Abbâs Amir Entezâm bei seiner Gerichtsverhandlung 1981

Das Timing der irakischen Invasion, könnte zumindest ein Hinweis darauf sein. Bakhtiar und die Neqâb Führer hatten wohl keine Ahnung von der Rolle und den Plänen des Irak, in den Iran einzumarschieren. So gesehen waren Bakhtiar und die Neqâb Führer extrem naiv bei der Suche nach irakischem Support. Bakhtiar hielt nach der irakischen Invasion weiter engen Kontakt mit dem Irak, doch Bani Ameri, Teymuri, Qeddisi und Šeybâni weigerten sich alle mit dem Irak weiter zusammenzuarbeiten.

Die Rolle des US-amerikanischen Geheimdienstes, der CIA, in der Nuže Verschwörung ist sicher dubios. Sie unterstützten den Putschversuch nicht, suchten aber die Annäherung zunächst an Bakhtiar und später, nachdem Bani Ameri und Qeddisi mit Bakhtiar gebrochen hatten, den Kontakt zu ihnen, möglicherweise um ihre Pläne auszuspionieren; vielleicht hatten sie der Islamischen Republik den entscheidenden Hinweis unmittelbar vor der Operation gegeben. Der CIA informierte die iranische Regierung auch über die bevorstehende irakische Invasion. Dies wurde später durch Mehdi Bâzargân im Zeugnis bei der Verhandlung gegen Abbâs Amir Entezâm bestätigt (Keyhan, 18. März 1981/28 Esfand 1360).

Erst nach der Operation Nuže hatten die Vereinigten Staaten begonnen Gruppen gegen das islamische Regime zu unterstützen, aber keine der Gruppen wurde jemals eine ernsthafte Bedrohung für das islamische Regime. Niemand in der Welt hatte ein wirkliches Interesse daran, den Putsch zu unterstützen, schließlich hatte man gerade die Islamische Republik installiert und den Islamisten an die Macht verholfen, um den eigenen Interessen gerecht zu werden.

Für den Beginn des Putsches wurde die Nuže Air Base deshalb ausgewählt, weil die iranische Führung zuvor beschlossen hatte, einige Kampfflugzeuge dort aufgrund der irakischen Bedrohung bewaffnet zu halten, um das Land zu jeder Zeit gegen einen irakischen Angriff verteidigen zu können. Da die Nuže Air Base geographisch ideal gelegen war, um Iran gegen den Irak zu verteidigen, entschieden Irans militärische Führer, die Flugzeuge dort zu bewaffnen. Deshalb hatten die Führer der Neqâb Nuže als ihren wichtigsten Stützpunkt und seine Besetzung als ersten Putschschritt gewählt; von diesem einen Punkt hing der ganze Erfolg der Operation ab!

Die Opfer

Hinter jeder Zahl und hinter jedem Namen dieser tapferen Männer und Frauen auf der folgenden Liste, deren Namen noch immer auf der Stirn der iranischen Armee glänzen, steht ein Mann, eine Frau, ein Gesicht, ein Lächeln, eine Träne.
Die Barmherzigkeit Gottes sei mit ihnen und ihre Ruhestätten mögen erleuchtet werden. Wir werden sie nie vergessen!

Hinter jeder Zahl und hinter jedem Namen dieser tapferen Männer und Frauen auf der folgenden Liste, deren Namen noch immer auf der Stirn der iranischen Armee glänzen, steht ein Mann, eine Frau, ein Gesicht, ein Lächeln, eine Träne.

Die Barmherzigkeit Gottes sei mit ihnen und ihre Ruhestätten mögen erleuchtet werden. Wir werden sie nie vergessen!

04/07/1980 Tehrân A. Mohaghgheghi (General-Pilot)
04/07/1980 Tehrân G. Ghaayeghraan (Unteroffizier-Pilot)
04/07/1980 Tehrân F. Jahaangiri (Unteroffizier-Pilot)
04/07/1980 Tehrân A. Kamiani
04/07/1980 Tehrân A. Karimbar
30/07/1980 Tehrân H. Kaazemi (Unteroffizier-Fallschirmjäger)
30/07/1980 Tehrân M. Moraadi (Unteroffizier-Fallschrimjäger)
30/07/1980 Tehrân S. Nouruzi (Feldwebel)
30/07/1980 Tehrân A. Mohammadi
30/07/1980 Tehrân M. Assangochai
30/07/1980 Tehrân Y. Mahboubiaan
30/07/1980 Tehrân E. Mamaghani
30/07/1980 Tehrân N. Sedaarat
30/07/1980 Tehrân E. Baroukhim
30/07/1980 Tehrân M. B. Fard (Leutnant-Pilot)
30/07/1980 Neyshabur Y. Khaadjeh
30/07/1980 Neyshabur G. Ja’fari
31/07/1980 Tehrân M. A. Farzaam (Leutnant)
31/07/1980 Tehrân H. Karim-Purtaari (Unteroffizier-Fallschirmjäger)
31/07/1980 Tehrân D. Jalaali (Oberst-Pilot)
31/07/1980 Tehrân N. Yahyaa (Leutnant-Pilot)
31/07/1980 Tehrân N. Najaf-Nezhaad (Feldwebel)
07/08/1980 Tehrân I. Soltaani Ji (Major-Pilot)
07/08/1980 Tehrân H. Lashkari (Leutnant-Pilot)
07/08/1980 Tehrân M. Saghafi (Leutnant-Pilot)
07/08/1980 Tehrân A. Zarrineh (Oberst)
07/08/1980 Tehrân H. Gouhari (Major)
07/08/1980 Tehrân K. Alizaadeh (Major)
07/08/1980 Tehrân A. Morvaridi (Feldwebel)
07/08/1980 Tehrân S. Pourfahmideh (Leutnant)
07/08/1980 Tehrân M. R. Najafaabaadi (Leutnant)
07/08/1980 Tehrân M. A. Zaahedi (Leutnant-Fallschirmjäger)
07/08/1980 Tehrân M. Asghariaan (Unteroffizier)
07/08/1980 Tehrân H. Aabedini
07/08/1980 Tehrân F. Aazariaan (Leutnant-Fallschirmjäger)
16/08/1980 Tehrân E. Arab-Shiraazi
16/08/1980 Tehrân A. Avazzaadeh
16/08/1980 Tehrân M. Saajedi (Unteroffizier)
16/08/1980 Tehrân M. Farahpour
16/08/1980 Tehrân Z. Moumeni
16/08/1980 Tehrân G. Kherghaani-Khub(Feldwebel)
16/08/1980 Tehrân M. Kiaani (Feldwebel)
16/08/1980 Tehrân D. Bakhtiaar
16/08/1980 Tehrân G. Naghibzaadeh (Unteroffizier-Fallschirmjäger)
16/08/1980 Tehrân H. Zamaanpour (Hauptmann der Luftwaffe-Pilot)
16/08/1980 Tehrân K. Aazartash (Major)
16/08/1980 Tehrân A. Aazmudeh (Oberst)
16/08/1980 Tehrân S. Ahmadi (Leutnant)
16/08/1980 Tehrân S. Mahdiun (General-Pilot)
16/08/1980 Tehrân M. H. Farrnezhaad (Unteroffizier)
16/08/1980 Tehrân K. Mohammadi-Kubaayi (Unteroffizier)
16/08/1980 Tehrân M. Tightiz (Unteroffizier)
18/08/1980 Tehrân M. Mirlaki (Unteroffizier)
18/08/1980 Tehrân M. Aabedini-Moghaddam (Unteroffizier)
18/08/1980 Tehrân K. Rahmati (Unteroffizier)
18/08/1980 Tehrân P. Bayaani (Unteroffizier)
18/08/1980 Tehrân L. Lotfollaahi (Unteroffizier)
18/08/1980 Tehrân A. Habibi (Leutnant)
18/08/1980 Tehrân N. Zandi (Hauptmann der Luftwaffe-Pilot)
18/08/1980 Tehrân C. Karimiaan (Feldwebel)
18/08/1980 Tehrân O. Boyeri (Hauptmann der Luftwaffe-Pilot)
18/08/1980 Tehrân A. Soleimaani (Hauptmann der Luftwaffe-Pilot)
18/08/1980 Tehrân D. Mazaaheri-Kaashaani
18/08/1980 Tehrân D. Faatehjou (Unteroffizier)
18/08/1980 Tehrân A. Pourkarbaasi-Dehi (Unteroffizier)
18/08/1980 Tehrân D. Faateh-Firouz (Unteroffizier)
18/08/1980 Tehrân K. Afrouz (Hauptmann der Luftwaffe-Pilot)
18/08/1980 Tehrân M. Azimifard (Hauptmann der Luftwaffe-Pilot)
21/08/1980 Tehrân M. Aaraad (Leutnant)
21/08/1980 Tehrân M. Saadeghi (Oberst)
21/08/1980 Tehrân H. Izadi (Oberst)
21/08/1980 Tehrân Asghari
25/08/1980 Tehrân D. Rahbar (Unteroffizier)
25/08/1980 Tehrân G. Hamedaani (Unteroffizier)
25/08/1980 Tehrân F. Javaaheriaan (Unteroffizier)
25/08/1980 Tehrân M. Zade-Naaderi (Unteroffizier)
26/08/1980 Tehrân G. Hejaazi (Frau)
26/08/1980 Tehrân D. Shomaali
26/08/1980 Tehrân H. Ahmadi
26/08/1980 Esfahan M. Altani
26/08/1980 Esfahan H. Karimi
26/08/1980 Esfahan S. Mozaii
26/08/1980 Esfahan H. Dari
26/08/1980 Esfahan A. Allahverdi
26/08/1980 Esfahan S. Hemmati
26/08/1980 Esfahan M. Vesaali
26/08/1980 Esfahan B. Nikbakht (Frau)
26/08/1980 Esfahan E. Biglari
26/08/1980 Esfahan J. Hemmati
26/08/1980 Esfahan E. Karimi
26/08/1980 Esfahan M. Karimi
28/08/1980 Tehrân S. Bassani (Frau)
28/08/1980 Tehrân M. T. Bahraami (Unteroffizier)
29/08/1980 Tehrân A. Almaasi (Leutnant)
29/09/1980 Tehrân H. Haaleki (Leutnant)
29/08/1980 Tehrân M.R. Javaadi (Leutnant)
29/08/1980 Tehrân H. Ahmadi (Unteroffizier)
29/08/1980 Tehrân J. Ranjbar (Unteroffizier)
30/08/1980 Tehrân A. Aziziaan (Major)
30/08/1980 Tehrân R. Soltani Ji (Oberst)
30/08/1980 Tehrân A. Faariaa (Oberst)
30/08/1980 Tehrân I. Derakhshandeh (Unteroffizier)
30/08/1980 Tehrân M. Bahraami
30/08/1980 Tehrân S. Shahbeui (Oberst)
30/08/1980 Tehrân I. Khalafbeygi (Major)
30/08/1980 Tehrân K. Keyvaanfar
30/08/1980 Ahvâz M. Boraati (Stabsgefreiter)
30/08/1980 Ahvâz I. Marvdashti (Unteroffizier)
30/08/1980 Ahvâz R. Yahyaapasand Kabujaani (Leutnant)
30/08/1980 Ahvâz M. A. Mehraabi (Unteroffizier)
30/08/1980 Ahvâz O. Atashboro
30/08/1980 Ahvâz S. Sotoudeh
01/09/1980 Tehrân D .Asghari (Offizier)
01/09/1980 Tehrân D. Raastgu (Leutnant)
01/09/1980 Tehrân M. Fattaahi-Noudehi (Unteroffizier)
03/09/1980 Ahvâz M. Hokmabadtchi (Feldwebel)
03/09/1980 Ahvâz E. Ostaad-Nazari (Leutnant)
03/09/1980 Ahvâz F. Reissi (Leutnant)
03/09/1980 Ahvâz S. Dehghaan (Leutnant)
09/09/1980 Tehrân M. Saayah (Feldwebel)
09/09/1980 Tehrân M. Rahbari-Nezhaad (Leutnant)
09/09/1980 Tehrân M. Taajdari (Leutnant)
09/09/1980 Tehrân B. Partovi (Major)
09/09/1980 Tehrân H. Mostafavi
11/09/1980 Tehrân K. Atri
11/09/1980 Tehrân M. Saadeghi (Oberst)
11/09/1980 Tehrân M. Sohaaneki
11/09/1980 Tehrân N. Morovvati (Leutnant)
11/09/1980 Tehrân N. Saajadi (Unteroffizier)
11/09/1980 Tehrân A. Mohammad (Soldat)
11/09/1980 Tehrân A. Shafigh (Hauptmann der Luftwaffe-Pilot)
16/09/1980 Tehrân M. Tabrizi-Khaatun
16/09/1980 Tehrân E. Aazad Yegaaneh (Unteroffizier)
16/09/1980 Tehrân M. Jalali-Ghaajaar (Major-Fallschirmjäger der Luftwaffe)
16/09/1980 Tehrân S. Nour
13/07/1981 Tehrân M. Khaadem
10/08/1981 Tehrân Amir-Tahmasbi (Major)
10/08/1981 Tehrân A. Abdolmalek-Pour (Oberst)
10/08/1981 Tehrân Didehvar (Oberst)
10/08/1981 Tehrân Mohaajeri
23/12/1981 Tehrân R. Marzbaan
23/12/1981 Tehrân A. Mohebbi
30/01/1982 Tehrân K. Yaarahmadi
30/01/1982 Tehrân E. Seyrafi (Oberst)
30/01/1982 Tehrân A. Foroughi (Oberst)
30/01/1982 Tehrân A. Abdol-Malekpour
30/01/1982 Tehrân G. Rahimi (Oberst)
30/01/1982 Tehrân M. Sabah (Oberst)
30/01/1982 Tehrân G. Biglou
30/01/1982 Tehrân A. Mohajeri
30/01/1982 Tehrân M. Lotfzari
30/01/1982 Tehrân G. Naghib-Manesh
30/01/1982 Tehrân G. Shaahandeh-Ashtiani
30/01/1982 Tehrân M. Khashaayaar
11/09/1982 Tehrân R. Shaahbakhti
11/09/1982 Tehrân H. Moghbelzaadeh

Die Hymne Sarbâz [Soldat], gesungen von Fereydun Farroxzâd in Erinnerung an alle Soldaten, die mit ihrem Leben den Erhalt des Vaterlandes bezahlt haben:

Quellen: [mo’aseseye motâle’ât va pažuhešhâye siyâsi (Foundation for Political Studies and Investigation); Kudetâye Nuže (Nuže Coup d’E´ tat), 2nd ed. (Tehran, 1989/1368); Interviews: Mohammad Bâqer, Bani Âmeri (London, 14–17 July 1999 and 7 and 30 May 2000); Parviz Qeddisi (Geneva, 13 May 2000); Sa’id Teymuri und Parvin Šeybâni (Paris, 6 July 1999 and 15 May 2000); Javâd Xâdem (Henley, U.K., 30 May 2000); Sirus Âmuzgâr (Paris, 4 January 1998, 5 and 7 July 1999, and 25 May 2000); U.S. official Gary Sick, U.S. National Security Council; Shaul Bakhash, The Reign of the Ayatollahs (New York: Basic Books, 1984); David Menashri, Iran: A Decade of War and Revolution (New York: Holmes and Meier, 1990); Mohsen M. Milâni, The Making of Iran’s Islamic Revolution, 2nd ed. (Boulder, Colo.: West view Press, 1994); Nikola B. Schahgaldian, The Iranian Military under the Islamic Republic (Santa Monica, Calif.: RAND, 1987), 20, 30–31; William F. Hickman, Ravaged and Reborn: The Iranian Army, 1982 (Washington, D.C.: Brookings Institution, 1982), 8–18; Bakhash, Reign of the Ayatollahs, 255–56; Menashri, Iran: A Decade of War and Revolution, 192–210; Washington Post, 21 March, 9 April, and 27 May 1980; Le Monde (Paris), 7 May 1980; PARS News Agency (Tehran), 7 May 1980, Foreign Broadcast Information Service, Daily Report, South Asia (hereafter, FBIS–SA), 8 May 1980; Stephen C. Pelletiere, The Iran–Iraq War: Chaos in a Vacuum (New York: Praeger, 1992), chap. 2; Washington Post, 9 November 1980; Keyhân, 18 March 1981/28 Esfand 1360; Le Monde, 17 August 1979; Moslem Students, Documents, esp. 38:5, 38:13, 38:15, 38:42, 55:93, 56: 94; Mehrdâd Xânsâri, The National Movement of the Iranian Resistance 1979–1991: The Role of a Banned Opposition Movement in International Politics (unpublished Ph.D. thesis, London School of Economics and Political Science, London, 1995), 117–35; Shahpour Bakhtiar, Ma fide´lite´ (Paris: Albin Michel, 1982); Xânsâri, National Movement, chap; Washington Post, 17 May 1980; Kudetâye Nuže, 130; Interviews mit General Javâd Mo’inzâde (London, 1 January 1998) and Ahmad Madani (San Jose, Calif., 10 August 1997); London Now! (London, 25–31 July 1980); Sunday Times (London, 18 May 1980); Le Monde, 24 June 1980; Washington Post, 17 May 1980; Menashri, Iran: A Decade of War and Revolution, 142; Le Monde, 24 June and 2 July 1980; interviews mit Mo’inzâde und Abbâs Abdi (Tehran, 23 June 1999); Washington Post, 8 May and 10 and 27 June 1980; Menashri, Iran: A Decade of War and Revolution, 143; Dilip Hiro, Iran under the Ayatollahs (London: Routledge and Kegan Paul, 1985), 155–56; Ettelâ’ât (Tehran), 14 June 1980/24 Xordâd 1359; Mark J. Gasiorowski, “The 1953 Coup d’E´ tat in Iran,” International Journal of Middle East Studies 19 (1987); Interview Bani Âmeri; Ibid Xâdem; interview Abolqâsem Xâdem; Teymuri und Šeybâni; Tehran Domestic Service, 10, 12, and 13 July 1980, in FBIS-SA, 11 and 14 July 1980; Nuže Coup d’E´ tat, 189–96; Akbar Hâšemi Rafsanjâni, Tehran Domestic Service, 13 July 1980, in FBIS-SA, 14 July 1980; General Qâsem Ali Zahirnežâd; Keyhân, 14 July 1980/23 Tir 1359; Bani Sadr, Bâmdâd, 15 July 1980/24 Tir, 1359; Bani Sadr, My Turn to Speak, 13–15; Ketâbceye Haqiqat (Booklet of Truth) (n. p., June–July 1998/Tir 1377), 9–11; Râhe Tude (Path of Tude) no. 105, March–April 2001/Farvardin 1380, 21; Amir Tâheri, Nest of Spies (New York: Pantheon Books, 1988), 137–38; Samuel Segev, The Iranian Triangle (New York: Free Press, 1988), 20–21; and Gary Sick, October Surprise (New York: Times Books, 1991); Agence France Presse, 18 July 1980; New York Times, 5 January 1981; Nâmeye Neqâb (Neqâb Letter) (Paris), 9 July 1982/18 Tir 136;  Bakhash, Reign of the Ayatollahs, 119–20, 255–56; Hickman, Ravaged and Reborn, 18–21; Andrew T. Parasiliti, Iraq’s War Decisions (unpublished Ph.D. diss., Johns Hopkins University, 1998), chap. 2; and Washington Post, 9 November 1980; Pelletiere, Iran–Iraq War, chap. 2.]

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6 Gedanken zu “Die Nuže-Verschwörung in Iran (4)

  1. Ein großer und unendlicher Dank an meinen Kollegen Ardašir Pârse für diese wertvolle Reihe der iranischen Geschichte. Es lebe das Vaterland Iran! Es lebe sein großartiges iranisches Volk.

    Bâ sepâs va dorud.

  2. Pingback: Die Nuže-Verschwörung in Iran (3) | Online-Magazin Pârse&Pârse پارسه و پارسه

  3. دوست و هموطن عزیر
    این مقاله شما رو خوندم و خیلی خیلی متآسر شدم
    بخاطر خون ایرانیان وطن پرست که بدست این جلادان و تجاوزگران و خونخوران جمهوری طالبانی شهید راه وطن شده اند
    درود برشما هموطن شجاع و وطن دوست

    • درود به شما ایران دوست گرامی و با سپاس از اینکه این نوشتار را خواندید.
      هر کجای این گیتی که باشیم باید به ایرانی بودن خود ببالیم. من نیز با خواندن این نوشتار دلم بدرد آمد و از این همه ناجوانمردی که بیش از 33 سال است بر ما میرود. این نوشتار را به دیگران هم برسانید نا نسل جوان ایرانی هرچه بیشتر آگاه شود.

      درود بی کران به شما هموند ایرانی.

      فرتاب پارسه

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