Nasrin Sotoudeh: Ein Brief aus dem Evin-Gefängnis

Nasrin Sotoudeh, das Symbol der Standhaftigkeit

Nasrin Sotoudeh, das Symbol der Standhaftigkeit

Dieser Artikel wurde ins Spanische übersetzt

Das ist ein Brief von Nasrin Sotudeh für uns [den Ehemann und die Familie] und für Sie, liebe Freunde, die 49 Tage lang in Besorgnis und Sorge mit uns, aber mit Hoffnung verbracht haben:

Einige Worte an meine Landsleute

Ist etwa die Familienstrafe nur ein Zufall? Für 49 Tage trat ich aus Protest in den Hungerstreik wegen verschiedener Erschwernisse, darunter die Bestrafung meiner Familie. Während dieser Zeit entstanden große Besorgnisse, die alle aus Mitgefühl und Herzenswärme für eine kollektive Forderung waren, und diese war ein großes „Nein“ zur Familienstrafe.

Es ist meine Pflicht, meinen Dank und meine Anerkennung denjenigen aussprechen, die mit vollem Engagement sich der Sache gewidmet haben: Von öffentlichen und sozialen Bewegungen, besonders die trauernden Mütter, die ihre Kinder während der Bewegung von 2009 verloren haben, und meine Wenigkeit hatte die Ehre, einige dieser Mütter als Rechtsbeistand beiseite zu sein, bis zu Friedensmüttern und Frauenbewegungsaktivistinnen, den politischen Gefangenen, mit denen ich die Ehre hatte, die Haft zu teilen und meinen werten Mitinsassen, die während der ganzen Zeit die Umstände durch meinen Hungerstreik ertragen mussten, und natürlich meinem Ehemann und meiner kleinen Tochter, die auch sehr viel Leid ertragen mussten.

Ich danke den Menschenrechtsaktivisten aus aller Welt, den iranischen Exilanten, die nach der Bewegung von 2009 gezeigt haben, wie wichtig ihre Aktivitäten bezüglich der Wiederherstellung der Menschenrechte und der Demokratie in Iran sind.

Ich danke denjenigen, die ihre Rechte und Freiheit nutzten, und sie ließen mich und meine Familie wegen der Forderung, die scheinbar unsere kleine Familie betraf, nicht im Stich.

Ich danke den Personen, die mutig und durch ihre eigene Entscheidung sich an meinem Hungerstreik beteiligt haben, und natürlich ließen sie mich auch an der allgemeinen Sorge um den Hungerstreik beteiligen; dadurch haben sie mir begreiflich gemacht, wie der Hungerstreik eines Menschen den anderen in Sorge und Besorgnis versetzen kann. Ihre Tat brachte mir eine große Verantwortung mit, denn sie sind, um mich zu unterstützen, in den Hungerstreik getreten.

Ich danke den Menschenrechtsaktivisten aus aller Welt, die mir bei meinem Widerstand geholfen haben, und ich musste immer wieder daran denken, dass es auf der anderen Seite der Ozeane selbstlose Menschen gibt, die um menschliche Werte zu bewahren, mit mir solidarisieren, und dadurch die Last, die ich und meine Familie zu tragen haben, leichter machen.

Ich weiß, dass Sie sich Sorgen um meinen Hungerstreik machten; ich will, dass Sie wissen, ich war auch besorgt über alle diese Besorgnisse und Sorgen.

Warum war ich aber nicht bereit, meinen Hungerstreik zu beenden?

Ich ertrage neben meinen Mandanten und Dutzenden von politischen Gefangenen, die einzig und allein wegen ihrer ehrbarsten Taten im Gefängnis verbringen, harte aber kostbare Tage. Es sind zivile und politische Aktivisten, Glaubenshäftlinge, Bahâyi und christliche Landsleute, bei einigen von ihnen hatte ich die Ehre, sie zu verteidigen, und ich habe jetzt die Ehre, mit ihnen die Haft zu ertragen; Menschen, die ausschließlich wegen ihres Glaubens zu Unrecht verurteilt wurden. Aber sie [das Regime] wenden nach all der Tyrannei die Familienstrafe an. Zuerst verfolgten sie meinen Ehemann, dann wurde gegen ihn ein neues Strafverfahren aufgesetzt.

Nach der Verhaftung meiner Familie und meiner Kinder, auch wenn nur für ein paar Stunden, haben sie wieder ein neues Strafverfahren gegen meine 12-jährige Tochter aufgesetzt, denn sie erteilten durch eine hastige Maßnahme meiner Tochter das Reiseverbot.

Es ist das gute Recht meiner Tochter, wie jedes andere Kind und nicht mehr als andere Kinder, in solchem Alter ohne Angst und Drohung zu leben. Bis jetzt habe ich die Ehre gehabt, sehr viele Kinder meines Landes zu verteidigen. Die Kindesstrafe ist absolut verboten, geschweige denn die politische Bestrafung wegen der Eltern.

Natürlich wird die Familienstrafe nicht nur gegen mich und meine Familie verhängt. Um das Ausmaß dieser ungerechten Methode zu beschreiben, reicht es zu wissen, dass es allein unter den 36 Frauen, die in der Sektion für politische Gefangene ihre Haft ertragen, 13 Gefangene gibt, deren Familienmitglieder ersten Grades entweder im Gefängnis sitzen oder verfolgt werden; und diese Zahl bildet mehr als ein Drittel der politisch gefangenen Frauen.

Aus Protest gegen die Familienstrafe, wofür die Strafe meiner Familie ein Beispiel ist, trat ich den Hungerstreik. Ich habe die Hoffnung, dass die Familienstrafe aus der Drohung- und Druck-Politik abgeschafft wird.

Noch einmal drücke ich meinen Dank allen Personen aus, die mich durch ihre ständige Aufrichtigkeit nicht im Stich gelassen haben; und hiermit erkläre ich meine Zuversicht im Hinblick auf den Weg, der zur Gerechtigkeit, Recht und Demokratie führt.

Mit der Hoffnung auf die Freiheit und Befreiung

Nasrin Sotudeh
Evin-Gefängnis
Dezember 2012 (Âzar 1391)

Quelle: Facebook von Rezâ Xandân, der Ehemann von Nasrin Sotudeh

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12 Gedanken zu „Nasrin Sotoudeh: Ein Brief aus dem Evin-Gefängnis

  1. Ein starke Frau, der Jedermann Solidarität und Achtung entgegenbringen sollte. Ich finde es super, dass hier auf diesem blog von Zeit zu Zeit einzelne Gefangene ein Gesicht erhalten in dem großen Gerechtigkeitselend dieser Erde. Es ist richtig und an der Zeit, dass Einzelschicksale und deren Umstände dem Leser plastisch vor Augen geführt werden. Diese Berichte und Veröffentlichungen sorgen dafür, dass Themen der Menschenrechtsverletzung nicht nur rational-theoretisch und abstrakt abgehandelt werden. Solche Berichte sorgen dafür, dass grundsätzliche Themenberichte nicht blutleer bleiben und wir uns satt zurücklehnen können, weil das Geschehen doch so weit weg ist. Diese Berichte und dieser veröffentlichte von den Blogbetreibern dankenswerter Weise übersetzte Brief sorgen dafür, dass die brutale Realität dieser politischen Gefangenen, ob Muslima oder Christ, ist völlig egal, uns daran erinnern, dass das, was hier und in andern islamkritischen Blogs veröffentlicht wird, nicht nur hohles Geschwätz ist und jeder Grundlage entbehrt.

    Wir hören allerorten von Christenverfolgungen. Hier jedoch wird eine Muslima (ich gehe jetzt einfach einmal davon aus, dass sie Muslima ist, weil ich es nicht weiß) verfolgt, die sich für andere einsetzt. Somit ist sie Leidensgenossin.

    Die äußeren Daten über diese tapfere und mutige Frau findet der Leser hier kurz und übersichtlich angesprochen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Nasrin_Sotudeh

    Würden sich alle Muslime wie diese Frau verhalten, hätten wir mit dem Islam kaum Probleme. Wäre sie Führerin einer islamischen Rechtsschule wäre der Islam kompatibel mit den Frauenrechten. Solche Muslime und Muslimas können den Islam fundiert reformieren. Aber wieder sehen wir, wie solche mutigen Frauen in Gefängnissen verschlissen werden, leider weitgehend unbekannt. Dieser Blog öffnet wenigstens ein Stückchen die Anonymität dieser Frau, die sich für andere Frauen – egal, welcher Weltanschauung – in islamischer Unrechtssituation vehement eingesetzt hat. Solche Menschen bräuchten wir allerorten auf dieser Welt erheblich mehr. Dann würde unsere Erde anders, weil besser aussehen und auch besser sein. Mut, sich für andere in Verfolgung und Diskriminierungssituation einzusetzen, setzt Liebe für andere voraus.

    Diese Frau darf sich jeden Morgen erhobenen Hauptes im Spiegel ansehen. Ihr Rückgrat ist nicht gebrochen trotz Verfolgung bis hin zur Unfreiheit. Sie hat noch den aufrechten Gang inne, der ihr große Würde verleiht, ihren Gegnern jedoch das hässliche Gesicht von devoten Befehlsempfängern ohne Gefühl und ohne ein Gespür von Empathie, Mitleid oder Barmherzigkeit verleiht. Diese weiten ihre Ungerechtigkeiten, ihren Hass auch noch auf deren Familie aus, ein nicht überbietbare Verachtung jeglichen Rechts. Diese Familie leidet schon genug wegen der Mutter, die die feigen Machthaber im Gefängnis schmoren lassen. Nicht genug damit, es darf die ganze Familie bestraft werden, toll diese Menschenverächter ersten Grades. Wir sollten diese feigen ihre Macht missbrauchenden Männer verachten. Diese Männer sind wie aller Machtbesessenen Idioten keine Männer, sondern echte Schwächlinge, die ihren Verstand, ihr Gewissen und ihr Menschsein an der Wache abgegeben haben.

    Sie gehört nicht zu den Menschen, die sich freiwillig das Rückgrat schädigen lassen. Sie kann nur bewundert und mit Briefen und Gebet begleitet werden. Sie steht für alle Menschen in gleicher oder vergleichbarer Situation im Iran, aber auch in aller islamischer Welt.

    Wenn der Leser religiös denkt, möge er an dieser Stelle für diese Frau und für alle Menschen gleichen Schicksals ein intensives Gebet sprechen oder in seiner Gemeinde anregen, dass ein gemeinschaftliches Gebet für sie gesprochen wird, ja auch in Moscheen. Überhaupt ist dieses Thema wert, dass möglichst viele einen wahren Gebetssturm eröffnen.

    Sie ist, ob Muslima oder Christin oder eine Angehörige einer anderen Religion oder Ideologie ein Vorbild für uns alle.

    Diese Frau beschämt die “Mächtigen” moralisch und hält ihnen den Spiegel vor. Sie verstecken sich hinter ihrem Gott, der ihnen sogar die Anweisung gibt, Kritiker zu verhindern und einzusperren oder der sie veranlasst, durch das sog. göttliche Gesetz, welches die willfährige Scharia-Justiz anwendet, zum Tode zu verurteilen. Solche Menschen wie sie führen die Mächtigen vor. Sie entlarven deren Ungerechtigkeit, deren Sadismus und deren Schlechtigkeit, indem sie Freude empfinden, andere, über die sie Macht ausüben, deckeln, benutzen und schädigen dürfen an Leib und Seele. Hoffentlich erkennen sie die Hässlichkeit ihrer Seelen, wenn sie den Ausgrenzungsversen ihrer Religion folgen, die das natürliche Gewissen ersticken und die Menschen damit in permanentem Kriegszustand halten.

    Kein Mensch hat es verdient, für seine Einstellung, die Frauenrechte einfordert, in irgend einer Weise zu leiden. Das ist Unrecht und wird auch immer Unrecht bleiben. Gott möge dieser Frau ihren Mut, ihre Kraft und ihren Glauben in rechter, weil friedlicher und gerechter Weise stärken und bewahren.

    • Danke werter Bazillus. Nasrin Sotude ist für uns Iraner das Symbol der Standhaftigkeit und des Widerstandes gegen das Regime geworden. Sie ist eine Anwältin, die das Regime ziemlich wütend gemacht hat, denn sie hat die Menschen verteidigt, gegen sie das Regime sich fürchtet; sie sind schon in ihrem Brief aufgelistet!

      Es ist auch unsere Pflicht als Blogger solche Menschen der Welt bekannt machen; es ist das Mindeste, was wir tun können. Wir sind sehr stolz auf Nasrin Sotude und ihresgleichen, die in den Gefängnissen der Mullahs in ungerechter Haft verbringen.

      Wir haben in unserer Sprache ein Sprichwort, das besagt: Am Ende einer dunklen und schwarzen Nacht ist immer ein heller Tag!

      • Das Sprichwort ist sehr optimistisch. Jedoch dauert diese Nacht für diese mutige Frau bereits sehr lange, leider schon zu lange, auch für die bedauernswerte Familie. Möge für sie aller der Tag in Kürze anbrechen.

  2. Der Brief, dieser so tapferen Frau und der Kampf all ihrer Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die so viel Leid
    für sich und ihre Familien auf sich nehmen, um für Menschenrechte und im Besonderen die
    Rechte der Frau im Iran einzutreten, lässt mich hoffen, dass viele Menschen, die Situation
    dort begreifen, besonders Menschen wie Fatima Özoguz und ihr gesamtes Umfeld, wie auch die
    shia Leute. Gerade habe ich wieder gelesen, dass F.Ö. die wunderbare Freiheit der Frau im Iran
    preist, in diesem Fall zwar im Vergleich zu Saudi-Arabien, wobei ich das als Pest und Cholera
    vergleiche.Jedoch in anderen Beiträgen habe ich mir immer wieder ihren Unmut über meine
    Unwissenheit zugezogen, was sie einem immer unterstellt, wenn sie keine Argumente hat.

    In diesem Zusammenhang werde ich wohl auch jetzt wieder etwas über Frau Nasrin Sotoudeh
    dort anbringen, bin mir allerdings schon jetzt sicher, dass dies als Propaganda des Westens
    angeprangert wird. Aber egal, ich muss es dennoch machen.

    • Tun Sie es, verbreiten Sie die Wahrheit! Lassen Sie es als Propaganda des Westens anprangern! die F. Ö. wird eines Tages sehen, wie der Iran befreit ist von der Pest des Islams! Wir haben unzählige Artikel hier veröffentlicht, die über die Religion Islam und sind, über die Steinigung, über die Brutalität in Islam und die Feinseligkeit dieser Religion Frauen gegenüber! Lassen Sie sich nicht ärgern, denn Sie ernähren sich von Ihrer Wut und Ärger!

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  7. Passt hier nicht wirklich hin, aber:
    Medienberichten zufolge wurde der 35-Jährige am ersten Weihnachtstag verhaftet – Eine kompromisslose und unnachgiebige Haltung gegenüber jeglicher Art von Christenverfolgung hat der FDP-Bundestagsabgeordnete Patrick Meinhardt gefordert.

    Rascht/London (kath.net/idea) Der iranische Pastor Youcef Nadarkhani (Foto) ist Medienberichten zufolge wieder in Haft. Angeblich wurde der 35-Jährige am ersten Weihnachtsfeiertag in seiner Heimatstadt Rascht festgenommen. Zur Begründung hieß es, Nadarkhani habe es nach seiner Entlassung im September versäumt, verschiedene Dokumente ordnungsgemäß auszufüllen. Außerdem sei er zu früh aus der Haft entlassen worden und müsse für weitere 40 Tage, die zur Bewährung ausgesetzt worden waren, wieder in Arrest.

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    jahresheiler

    Der frühere Leiter einer Untergrundgemeinde war wegen „Abfalls vom Islam“ und „Verbreitung nicht-islamischer Lehren“ im Jahr 2009 zum Tode verurteilt worden und hatte seitdem im Gefängnis gesessen. Sein Fall hatte weltweit für Aufsehen gesorgt. Nachdem sich Politiker und Menschenrechtler intensiv für seine Freilassung eingesetzt hatten, war Nadarkhani im September nach 1.062 Tagen in Haft überraschend freigelassen worden.

    Der Chef des britischen Hilfswerkes „Christian Solidarity Worldwide“ (Christliche Solidarität weltweit), Mervyn Thomas (London), zeigte sich irritiert über die erneute Verhaftung Nadarkhanis: „Wir sind enttäuscht zu hören, Pastor Nadarkhani erneut im Gefängnis ist.“ Den Zeitpunkt der Verhaftung bezeichnete er als „unsensibel“. Auf diese Weise hätten seine Frau und die beiden Kinder Weihnachten wieder allein feiern müssen. Erst im November hatte sich Nadarkhani bei einer Konferenz von „Christian Solidarity Worldwide“ in London öffentlich für alle Gebete und alle Unterstützung bedankt, die er während seiner dreijährigen Haft erfahren habe.

    Meinhardt: Unnachgiebig gegenüber jeglicher Art von Christenverfolgung

    Eine kompromisslose und unnachgiebige Haltung gegenüber jeglicher Art von Christenverfolgung hat der FDP-Bundestagsabgeordnete Patrick Meinhardt gefordert. Er sei froh, dass die Bundesregierung die Frage der Religionsfreiheit mit so hoher Priorität versehe, erklärte er am 27. Dezember. Gerade die Entwicklungen in den Staaten des Arabischen Frühlings bereiteten ihm Sorge, so Meinhardt, der auch Sprecher der Christen in der FDP-Bundestagsfraktion ist. Das Maß der Christenverfolgung in Nigeria etwa habe Ausmaße erreicht, die erschreckend seien: „Die europäischen Länder sollten hier geschlossen ein unmissverständliches Zeichen senden. Wenn hier nicht energischer von der Regierung in Nigeria gehandelt wird, müssen auch Zuschüsse eingefroren werden.“

    An Heiligabend hatten Unbekannte zwei Kirchen im Norden Nigerias angegriffen und zwölf Menschen getötet. In Potiskum, einer Bezirkshauptstadt im Bundesstaat Yobe, waren Bewaffnete in die Kirche eingedrungen und hatten sechs Christen umgebracht, darunter den Pfarrer. Anschließend setzten die Verbrecher das Gotteshaus in Brand. Ob die Anschläge von der radikal-islamischen Terrororganisation Boko Haram („Alles Westliche ist Sünde“) verübt wurden, ist bislang unklar. Die Gruppe kämpft für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im muslimisch geprägten Norden Nigerias. Zu ihren Opfern gehören neben Beamten und Einrichtungen der Bundesregierung vor allem Christen. Nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (Göttingen) kamen bei Angriffen der Terrorgruppe seit 2009 mehr als 3.000 Menschen um.

  8. Eine fadenscheinigere Begründung als das Nichtausfüllen von Dokumenten kann es wohl kaum geben. Das zeigt wieder einmal recht deutlich in welchem rechtsfrei-anarchistischen Raum Menschen wie der iranische Pastor Youcef Nadarkhani leben. Wir können hier noch Gott danken, dass Menschen hier nicht offen verfolgt werden. Da ich die Hoffnung ja nicht aufgebe, ist es doch ein kleiner Trost, dass selbst Politiker hier und da wach werden.

    • Werter Bazillus, ich wusste schon über die Verhaftung des Pastors Nadarkhani. Diese Politiker und diese Organisationen sollten direkt ihre Regierungen dafür verantwortlich machen, warum sie immer noch mit den Mullahs Kontakt habe und Geschäfte führen! Entweder boykottiert man richtig oder lässt man das sein. Jeden Tag werden noch unschuldige Menschen erhängt!

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