Iranische Frauen in der Antike (2)

Iranische Frauen in der Antike

Iranische Frauen in der Antike

Der Teil 1

Von: Sherry

Leben und Herrschaft adeliger Frauen

Verwaltungstexte enthüllen, dass Frauen aus königlichen Familien weit gereist sind, um ihren Besitz und ihr Gut in anderen Regionen zu inspizieren und ihr Vermögen allein – und manchmal auch mit der Hilfe ihrer Ehemänner – zu verwalten. Die Reise-Utensilien und der Proviant, den sie mitnahmen, lassen Rückschlüsse darauf ziehen, wer ihre Reisepartner, Wächter, Diener, Köche usw. waren. Beide Königinnen – Artystone und Parysatis – sind laut Text nach Babylon gereist, um Steuerzahlungen zu überwachen und Mietzahlungen einzukassieren. Man kann in den Texten über einen Richter, der zum Hause von Parysatis gehörte, lesen.

Die Perser hatten damals ihr eigenes Justizsystem in den eroberten Territorien. Die Königin hatte demnach sehr wahrscheinlich ihren eigenen Richter, der nach ihren Angelegenheiten und Geschäften schaute und sie in ihrem Sinne verwaltete. Viele Dörfer in Babylon gehörten zu ihrem Besitz, doch sie hielt dort keine Sklaven: Die Bürger waren frei, aber zahlten der Königin Steuern in Form von Wein, Produkten aus der Agrikultur und Vieh etc.

Die königlichen Frauen gaben zudem aufwändige Feste, für die große Mengen an Wein, Fleisch und anderen Lebensmitteln, mit oder ohne Siegel des Königs, für spezielle Anlässe bestellt wurden. Sie nahmen regelmäßig an königlichen Festen und Banquets teil und organisierten zusätzlich ihre eigenen Festlichkeiten. Man findet in den Dokumenten ein Beispiel, in dem Dariush selber die Lieferung von Wein an seine Frau Irtahduna befiehlt – und wiederum andere Beispiele in anderen Dokumenten, in denen die Damen selber Wein und Getreide bestellten.

Das Familienleben

Die Familien zeigten ein patriarchalisches System auf. Es gab Polygamie und Konkubinen. Ehen mit nahen Verwandten und sogar mit Brüdern und Schwestern wurden in bestimmten Fällen praktiziert. Doch solche Ehen wurden nur geschlossen, wenn die Matrilinearität als Familiensystem eine Rolle spielte. In solchen Systemen bekommen Töchter eine große Erbschaft; und da eine Mitgift gezahlt werden musste, war die Ehe zwischen nahen Verwandten eine Möglichkeit, dass Vermögen innerhalb der Familie zu halten.

Bis heute wissen wir nicht viel über das Erbschaftssystem zu Zeiten der Achaemeniden. Deshalb lassen sich kaum Aussagen darüber treffen, wie und was und in welchen Anteilen Familienmitglieder geerbt haben und warum genau sie solche Ehen praktizierten. Wir wissen aber, dass die Mütter, Ehefrauen und Töchter des Königs große Besitztümer vom König hatten, aber ob sie ihr Vermögen durch das Erben oder durch andere Wege erhalten haben, ist noch unklar. Man kann dieselben Familien- und Ehemuster auch bei den reichen Bürgern im ganzen Imperium finden. Konkubinen des Königs wurden damals legitim unter dem Begriff “Frauen des Königs” untergebracht. Auch sie hatten persönliche Diener, und ihre Dienste wurden nicht nur vom König in Anspruch genommen. Der König und andere Familien hohen Standes heirateten normalerweise innerhalb aristokratischer Kreise. Deshalb ist es sehr unwahrscheinlich, dass Konkubinen damals in königliche oder aristokratische Kreise eingeheiratet hatten und den Status einer Ehefrau erlangt haben. Es gibt einzelne Quellen, die besagen, dass einige Konkubinen von bestimmten Königen besonders bevorzugt worden sind – jedoch sind diese zuwenig fundiert, als dass man nähere Aussagen darüber treffen könnte.

Eheschließung und Scheidung

Gemischte Ehen zwischen Persern und Nicht-Persern haben existiert. Die Kinder des Königs sind oft mit nicht-persischen Völkern verheiratet worden, um Bündnisse zu verschiedenen Gruppen oder sogar anderen Nationen aufzubauen und zu etablieren. Dariush z.B. verheiratete seine Töchter mit militärischen Führern im ganzen Imperium. Er selbst heiratete die Töchter von den Adeligen, Gorbryas, Otanes, seine eigene Nichte und die Töchter von Kurosh II, Kambyses II und Bardiya. Dariushs Ehen sind sehr ungewöhnlicher Natur, was daran liegen könnte, dass Matrilineare Abstammungen zu dieser Zeit eine wichtige Rolle gespielt haben könnten und Dariush auf diese Weise alle königlichen Frauen heiratete, um Konkurrenten für seinen Thron und sein Geschlecht auszuschalten. In seinen Schriften behauptete Dariush, dass er vom Haus der Achaemeniden abstammt. Auch, wenn aus historischen Belegen so ein Anspruch nicht ausreichend fundiert ist, waren solche Art Eheschließungen Anlass genug, seinen Anspruch auf den Thron als gesichert zu betrachten, selbst wenn er kein direkter Nachfahre Kuroshs gewesen wäre.

Auch Scheidungen gab es zu jener Zeit, aber leider fehlen dazu Informationen über die Details und wie sie von Statten gingen. Amestris, eine Nichte Dariushs, ist diesbezüglich oft erwähnt worden. Sie war mit einem Mann, der Craterus hieß, verheiratet – doch er verließ sie schon bald nach der Eheschließung. Nach ihrer Scheidung heiratete sie Dionysius, einen lokalen Herrscher. Sie hatten drei Kinder. Als er starb, wurde sie Herrscherin und regierte eine Weile als Königin – aber wurde leider von ihren Söhnen ermordet.

Wir haben nicht genügend Informationen über die Hochzeitszeremonien. Die einzige, explizite Aufzeichnung ist die Hochzeit zwischen Alexander mit der iranischen Prinzessin Stateira – einer der Töchter des besiegten König Dariush III in Susa. Entsprechend der Aussagen griechischer Historiker war die Hochzeitszeremonie eine traditionell Persische.

“Die Braut betrat den Raum und setzte sich neben dem Bräutigam. Er nahm ihre Hände und küsste sie. Beide aßen vom selben Teller vom gleichen Laib Brot, das mit einem Schwert in zwei Teile geschnitten wurde und tranken einwenig Wein. Nach dieser Zeremonie nahm der Ehemann die Braut mit nach Hause.”

Eheverträge

Es gibt leider keine Quellen über die rechtlichen Seiten der Ehe zwischen Persern selbst, aber einige Aufzeichnungen über Ehen, die in Territorien vollzogen wurden, die den Achaemeniden im Laufe ihrer Eroberungen angehörten, wie z.B. aus Babylon, Ägypten usw. Diese darf man aber nur mit äußerster Vorsicht genießen, da es regionale Unterschiede gab, die dadurch zu Stande kamen, dass die Eroberungszüge der Perser damals nie mit Zwangsassimilierung einhergingen, sondern den eroberten Regionen die eigenen Riten und Praktiken weiterhin erlaubt wurden. Das zu erwähnen, ist wichtig, weil man sonst zu voreiligen oder gar falschen Schlüssen bezüglich der Ehen zwischen Persern kommen könnte.

Fünfundvierzig Eheverträge wurden allein in Babylon entdeckt. Diese Verträge fanden immer zwischen dem Ehemann und den Familienmitgliedern der Braut statt. Sie begannen mit dem Versprechen des Ehemannes, die Frau in die Ehe zu nehmen und der Braut und ihrer Familie materielle Geschenke zu machen. Sollte der Ehemann entscheiden, sich eine zweite Frau zu nehmen, muss er seiner ersten Ehefrau eine vertraglich festgelegte Summe an Geld überreichen. Sie darf, wenn sie will, dann zurück nach Hause. Die Mitgift der Frau kann Land, Haushaltsgeräte, Juwelen, Geld und Arbeiter beinhalten. Im Falle eines Ehebruches seitens der Frau, war die Strafe in Babylon zumindest der Tod. Die Verträge wurden von mehreren Zeugen versiegelt und wurden auch in den Verträgen namentlich genannt.

Erbrecht

Weitere Dokumente aus Babylon, Elam und Ägypten zeigen, dass Frauen Besitz hatten, den sie verkaufen und vermieten konnten – je nach Belieben. Nach dem Tod ihrer Ehemänner erbte ausschließlich die Witwe, sofern sie keine Kinder hatten. Eine Frau konnte nicht als Zeugin bei einem Vertragsentwurf auftreten, aber sie konnte in einem Vertrag eine Partei, ein Vertragspartner darstellen und ihr eigenes Siegel besitzen. Wenn es in einer Ehe Kinder von zwei verschiedenen Frauen gegeben hat, haben die Kinder der ersten Ehefrau 2/3 des Erbanteils geerbt und die anderen nur 1/3. Unklar ist jedoch, wie es damals gehandhabt wurde, wenn es mehr als zwei Ehefrauen mit Kindern gegeben hat. Wenn eine Frau kinderlos starb, wurde ihre Mitgift an den Haushalt ihres Vaters zurückgegeben.

Es soll Versuche von Dariush gegeben haben, die Regelung des Ehelebens rechtlich festzuhalten, aber es gab keinen einigenden Standard-Entwurf, da die eroberten Territorien ihre eigenen Gesetze und Riten hatten und wie oben genannt kaum Einmischungen seitens der zentralen Herrscher zu erwarten hatten. Zum Beispiel sind die jüdischen Kolonien oder Kolonien in Elephantine (Ägypten) ihren eigenen Gesetzen gefolgt. Ehemänner sind dort monogam geblieben – und familiäre Angelegenheiten wurden sehr spezifisch gehandhabt; in jüdischen Gerichten, die auf der eigenen Kultur und den eigenen rituellen Gewohnheiten basierten.

Von allen Territorien unter der achaemenidischen Herrschaft haben die ägyptischen Frauen die meisten Rechte und Privilegien in der Ehe genossen. Die Familien sind hauptsächlich monogamer Natur gewesen, auch wenn die Männer unter “bestimmten Umständen” auch andere Frauen heiraten durften oder Sex mit ihren Sklavinnen oder Haushaltsmädchen haben durften, was in der Region eine völlig normale Praxis war. Ehemänner durften ihre Ehefrauen nicht als Sicherheit für ihre Schulden pfänden, was in bestimmten Regionen damals möglich gewesen war (z.B. in Babylon). Ehefrauen hatten das Recht, ihr Vermögen nach der Hochzeit und nach der Scheidung zu behalten. Sie hatten zudem das Recht, ihr Eigentum auf Wunsch auf ihre Kinder zu übertragen und selbst eine Scheidung einzuleiten. Wenn es der Ehemann war, der eine Scheidung eingeleitet hat, dann hat er einen Teil seines Vermögens an die Ehefrau übergeben müssen. Ging die Scheidung von der Frau aus, musste sie den Brautpreis an den Ehemann zurückgeben und hat keinen Anspruch auf das Vermögen des Mannes gehabt. Söhne und Töchter haben denselben Erbanteil erhalten, ohne bezüglich ihres Geschlechtes im Vor- oder Nachteil zu sein. Die Macht des Vaters über die Kinder jedoch war groß, und im Notfall war er dazu bemächtigt, die Kinder als Sicherheit für Schulden zu verpfänden.

Jedoch wiederhole ich erneut: Es muss bedacht werden, dass diese Beispiele aus den nicht-persischen Teilen des achaemenidischen Territoriums sich nicht bedenkenlos auf persische Familien und Ehen projizieren lassen. Das oben genannte Beispiel bezieht sich auf den ägyptischen Teil des achaemenidischen Imperiums.

Die Verschleierung der Frau

Die Texte weisen nicht darauf hin, dass es eine Verschleierung zum Zwecke der “Verdeckung” der Frauen in jener Epoche gab, so wie es von den Griechen angedeutet wurde. Die Verschleierung hat eine lange Geschichte im antiken Mesopotamien und mediterranen Kulturen. In den ersten, bekannten Quellen bezüglich des Verschleierns findet man einen assyrischen Gesetzestext aus dem 13. Jahrhundert v. Chr., in dem verankert ist, dass die Verschleierung der Frau sich nur auf die “respektablen” Frauen beschränkt hatte, jedoch für Frauen aus unteren Klassen oder bei Prostituierten verboten war.

Die Verschleierung der Frau im antiken Persien

Die Verschleierung der Frau im antiken Persien

In Persepolis selbst existieren keine Beschreibungen über Frauen – aber es gibt viele Siegel, Statuen und Figuren, die eindeutig darauf hindeuten, dass es keine Einschränkung der Frauen gab. Auf einigen dieser Figuren, Statuen und Siegel werden Frauen komplett bekleidet und teilweise verschleiert dargestellt – auf anderen wiederum tragen sie Trachten und Kronen, aber keinerlei Verschleierungen. Wahrscheinlich haben adelige Frauen in der Öffentlichkeit Schleier als Statussymbol getragen, der ihren höheren Rang bezeichnete. Aber die Verschleierung diente hier nicht als Maßnahme zur Unterdrückung weiblicher Attribute oder Isolationsmaßnahmen vor den Augen der Männer, so wie es nach der islamischen Eroberung der Fall war.

Wir können zusammenfassend sagen, dass aus diesen diversen Dokumenten eindeutig hervorgeht, dass Frauen – ob nun adelige oder gewöhnliche – ihre eigenen Besitztümer hatten und in der Verwaltung ihres Vermögens nicht nur involviert waren, sondern diese auch absolut eigenständig gewährleisteten. Sie nahmen an den wirtschaftlichen Aktionen ihrer Länder und anderen Bereichen (Arbeiter, Löhne etc.) aktiv teil, hatten Arbeitsmöglichkeiten oder auch die Möglichkeit, selber Arbeiter-Gruppen zu leiten, was letztendlich zur finanziellen Unabhängigkeit der Frau führen konnte, wenn denn der Wunsch nach Unabhängigkeit bestand. Das patriarchalische System überwog zwar und die Ehemänner genossen einige Privilegien und standen ihren Ehefrauen gegenüber im Vorteil, aber dennoch kann belegt werden, dass Frauen im antiken Iran keine isolierte “Spezies” darstellten, die hinter hohen Mauern lebten und keine andere Funktion hatten, als die Kinder groß zu ziehen und den Haushalt zu führen. Dieses Schicksal ist den iranischen Frauen nach dem Zusammenbruch des sassanidischen Weltreiches durch die Invasion der muslimischen Araber leider nicht erspart geblieben und ist es heute noch nicht.

Quelle: INN

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3 Gedanken zu „Iranische Frauen in der Antike (2)

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  2. Ein interessanter Einblick in die Frauen spezifischen Verhältnisse der damaligen Zeit und gut verständlich “rübergebracht” Danke schön.

    Auch hier zeigt es sich, dass nicht nur die Frauen adeliger Herkunft, sondern auch Frauen aus dem Volk eigenständig und nicht als Eigentum des Mannes – obwohl in patriarchalischen Verhältnissen lebend – verstanden wurde. Eine wichtige Erkenntnis, die wichtigeste Erkenntnis dieses gelungenen Essays, die den Rückschritt der islamischen Invasiion für die Rechtsstellung der islamischen Frau deutlich macht.
    Als Mohammed seine erste Frau heiratete, war sie vermögende Witwe, die zugleich Arbeitgeberin war und somit in ihrer Gesellschaft ene führende Rolle spielte. Mohammed dankte es ihr nach ihrem Tod, indem er auf “göttliches Geheiß” die rechtliche Gleichstellung der Frauen in niederste Tiefen riss und die Verhältnisse zugunsten eines jeden Mannes als absolutem Gehorsamsgeber herausstellte. Wahrscheinlich konnte er es nicht verknusen, dass eine Frau höherrangig war als er selbst es eine Zeitlang gewesen ist gegenüber seiner Frau. Allerdings hat diese Frau ihm dabei geholfen, sein Prophetentum zu unterstützen. Ein verhängnisvoller Fehler dieser Frau für ihre nachfolgenden Geschlechtsgenossinnen. Anders als “Eva”, deren Fehler bereitwillig von “Adam” angenommen wurde, hat diese Frau ihre Geschlechtsgenossinnen ohne Not unter den Schleier gezwungen, ihren Rechtsstatus in allen Belangen verschlechtert. bis hin zur Vergewaltigungslegitimation und zum “Bestrafendürfen” durch Schläge und hat den Männern eine Tür für legitimierte Rechtsverletzungen geebnet, die ihresgleichen sucht bis heute. Diese Rechtsverletzungen wirken bis in die intimsten Winkel des ehelichen Zusammenlebens hinein. Und das alles, obwohl die verwandtschaftliche Linie zu Mohammed hin ja nur über die Frauen gebildet werden kann, da er selbst ja wohl keinen lebensfähigen Sohn hat zeugen können, die seine Meinung über Frauen wohl auch beeinflusst hat. Allein diese Tatsache sollten die Frauen ihren Kerlen vorhalten und daraus rechtliches Kapital schlagen. Leider haben streng religiöse Frauen im Islam noch immer nicht begriffen, dass es gerade diese engen islamischen Kästchenregeln der Verantwortungsübergabe an den Mann für das eigene Leben sind, die sie in der Stellung eines rechtlich minderwertigen bevormundeten (Individuum darf ich ja hier schon garnicht sagen) Menschenlebewesens halten.

    Nochmals an dieser Stelle sei die Feststellung getroffen, dass der Islam einfach nur eine Form des Patriarchats religiös festschrieb, unter dessen Auswirkungen die Frauen noch heute zu leiden haben, sofern sie sich nicht dem Stockholm-Syndrom ergeben haben. Allein die Tatsache, Muslima zu sein und vom religiösen Status besser als alle Nichtmuslime zu sein, lässt die Muslimas ihren Stolz ausleben, weil sie ihre Unterdrückung von Kindes Tagen an geübt und somit verinnerlicht haben und sogar meinen, gleiche Rechte im Islam zu haben als Männer sogar bis in den islamischen Himmel hinein. Und diese religiöse Festschreibung ist es, die so schwer aus den Köpfen religiöser Muslime heraus zu filtern ist.

    Sie sollten zur Kenntnis nehmen, dass viel ältere Kulturen wie die hier in diesem Essay beschriebene der Frau einen besseren Rechtsstatus gewährt haben und der islam sowohl in seinen Dogmen über Frauenrechte als auch in seinen Dogmen über den Umgang mit Nichtmuslimen somit sowohl eine gesellschaftlich-politische als auch eine religiöse Rolle rückwärts gewesen ist, die kein Mensch für sein Seelenheil gebraucht hat und den Menschen in eine unhinterfragbare und unkritisierbare Sklaverei gegenüber einem nicht existierenden Gott und insbesondere die Frauen in eine exorbitante Männergehorsamstruktur eingezwängt hat. Dieses ungeistig-widerrechtliche Korsett gilt es zu lösen und aufzuheben.

    Nochmals recht herzlichen Dank für diese Erkenntnisse aus dem alten Iran. Selbst diese Zeiten wären für Frauen heute besser als die islamischen Verhältnisse dieser Tage in Eurer geliebten Heimat, die leider keine echte identitäre Heimat mehr ist. Dieser hier veröffentlichte Text hat dies wieder deutlich auf den Punkt gebracht.

  3. Danke. Sehr berührend.
    In Liebe ;-)
    Claire

    http://www.lacanseminar.ch/Media/Michael_Schmid.pdf

    S. 10
    “Mohamed fürchtete zu halluzinieren, fühlte
    sich terrorisiert, heimgesucht von einem
    unsichtbaren Wesen, das ihn dazu brachte anzu
    nehmen, er sei von einem Dämon besessen. In
    dem Bericht heißt es: »Mohamed sagte: ›Oh
    Khadija, ich fürchte verrückt zu werden‹.
    Khadija forderte ihn daraufhin auf, ihr genau
    zu schildern, was er sah und sie bat ihn, sie zu
    alarmieren, sobald er wieder diese Heimsu
    chungen habe. Eines Tages befanden sie sich
    miteinander im Haus, als Mohamed sagte: ›Oh Kh
    adija, das Wesen ist wieder da, ich sehe es‹.
    Und Khadija nahm Mohamed auf ihren Schoß und fragte: ›Siehst du es noch? ‹ ›Ja‹,
    antwortete er. Khadija verhüllte das Gesich
    t und die Augen Mohameds und fragte: ›Siehst du
    es jetzt? ‹ ›Nein‹, sagte Moha
    med. Und Khadija gab ihm zur An
    twort: ›Sei unbesorgt, es ist
    kein Dämon, sondern ein Engel‹«….

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