Britische IS-Kämpfer, die versuchen den Islamischen Staat zu verlassen, werden mit dem Tode bedroht

Bildquelle: The Guardian Der Tod von Muhammad Mehdi Hassan, 19, aus Portsmouth, wurde am vergangenen Samstag bekannt gegeben. Er wurde während einer Isis Offensive bei der Einnahme der Stadt Kobani getötet.

Bildquelle: The Guardian
Der Tod von Muhammad Mehdi Hassan, 19, aus Portsmouth, wurde am vergangenen Samstag bekannt gegeben. Er wurde während einer Isis Offensive bei der Einnahme der Stadt Kobani getötet.

Guantánamo Bay – Eine erfreuliche Nachricht erreichte die westlichen Staaten am vergangenen Samstag. Ein ehemaliger Guantánamo-Häftling bestätigte einen Bericht in dem steht, dass mindestens 30 britische Staatsangehörige in Syrien und in Irak vom IS gefangen genommen wurden. Britische Dschihadisten des islamischen Staates, die versuchen, nach Großbritannien zurückzukehren, werden mit dem Tod von der Führung der Terror-Gruppe bedroht, berichtete The Guardian am vergangenen Samstag.

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Marinierte Hühnchenschenkel in Walnuss-Granatapfel-Sauce an Basmati-Reis mit Saftranhäubchen

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Die Akte Katar – Hintergründe und Hintermänner des radikalen Islam (4)

Bildquelle: Wikipedia.org John Kerry und Amir Hamad bin Khalifa al Thani

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John Kerry und Amir Hamad bin Khalifa al Thani

3. Teil der Artikelreihe

Doha الدوحة  - Katar hatte in den letzten drei Jahren nur deshalb so große Freiheiten, sein islamistisches Netzwerk zu betreiben, weil Washington einfach weg sah. In der Tat, im Jahr 2011, gaben die Vereinigten Staaten Doha, de facto freie Hand zu tun, zu was sie selbst nicht zu tun bereit waren: Im Nahen Osten zu intervenieren.

Schon Libyen war ein solcher Fall: Als US-Präsident Barack Obamas Regierung begann, eine Koalition für Luftangriffe im Frühjahr 2011 zu modellieren, führten die USA den Krieg aus dem Hintergrund und Frankreich und Großbritannien übernahmen die Führung bei der Umsetzung der Flugverbotszone, während das Engagement Katars und der Vereinigten Arabischen Emirate arabische Unterstützung demonstrierte. “Als Doha begann, die Rebellengruppen zu organisieren, wurde das allgemein begrüßt”, sagten ehemalige US-Beamte in Interviews mit Foreign Policy.

Das gleiche gilt für Syrien: Trotz Zurückhaltung bestimmter Lager in der US-Regierung, vor allem derjenigen Lager, die am Projekt Libyen gearbeitet hatten, war es immer noch die scheinbar beste Option: Katar, ein Verbündeter der Vereinigten Staaten, helfen zu lassen, eine regionale Lösung in einem Konflikt zu finden, den Katar und die USA selbst in der ganzen Region seit Jahren forciert hatten, denn das Weiße Haus hatte kein Interesse daran, hierin selbst verstrickt zu werden. Washington bat Doha keine Flugabwehr- und Panzerabwehrraketen an die Rebellen zu liefern, was Doha gelegentlich trotzdem getan hatte. Hier und anderswo bekam die Welt seit mindestens 2011 ganz klar die Naivität der Obama Administration schmerzlich zu spüren. Hier hatte die Obama Administration keine Bedenken, dass die Situation außer Kontrolle geraten könnte, wenn islamistische Extremisten hochgerüstet werden und erlaubt wird, dass Staaten, wie viele der Persischen-Golf-Staaten, Staatsterrorismus betreiben. Sie glaubten in ihrer völligen Naivität, dass sich islamistische Gruppen für US-amerikanische Ziele missbrauchen lassen würden. Aus den Taliban und Al Qaida, einst enge Freunde der USA, hatte man nichts gelernt, denn all diese extremistischen Gruppen hatten und haben ihre eigenen Vorstellungen und Ziele im Namen des Propheten (Allahs Heil und Segen auf ihm), vom Sturz Bashar Al Assads, bis hin zur Gründung des islamischen Staates, und den damit verbundenen ethnischen Säuberungen und Kriegsverbrechen. Weiterlesen

Die Akte Katar – Hintergründe und Hintermänner des radikalen Islam (3)

Bildquelle: botschaft-katar.de

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2. Teil der Artikelreihe

Doha  الدوحة - Katars Strategie im Arabischen Frühling, begann an der gleichen Stelle zu scheitern, an der er konzipiert wurde, inmitten der Massen von Demonstranten in Kairo am Tahrir-Platz. Am 3. Juli 2013, jubelten die Demonstranten dem ägyptischen Militär, für den Sturz des islamistischen Führers der Muslimbruderschaft Mohamed Mursi zu, dessen radikalislamische Regierung von Katar in Höhe von 5 Mrd. USD unterstützt worden war. Innerhalb nur weniger Tage, hatten Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait, die neue vom Militär gestützte Regierung mit kombinierten Zusagen für Hilfen von 13 Mrd. US-Dollar begrüßt. Tage später, übernahm Saudi-Arabien die Kontrolle über die Sicherung der syrischen Opposition durch die Installierung ihrer bevorzugten radikal-islamischen politischen Führung. Bis Anfang Herbst, war auch Libyen durch die vorübergehende Entführung des Ministerpräsidenten des Landes im Oktober 2013 in ein völliges Chaos verfallen. Doha, das gerade den Aufstieg eines neuen 33-jährigen Emirs gesehen hatte, legte damals seine Interessen, kleinlaut, auf den internen Fokus.

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Die Akte Katar – Hintergründe und Hintermänner des radikalen Islam (2)

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1. Teil der Artikelreihe

Doha الدوحة - Katar war der einzige Persischer Golf Staat, der nicht mit Besorgnis die Veränderungen, die die arabische Welt ab 2011 durch den sog. Arabischen Frühling erleiden musste, durchlitten hat. Saudi-Arabien war damals erschüttert und aufgewühlt darüber, wie schnell Washington seinen jahrzehntelangen Verbündeten in Ägypten, Hosni Mubarak fallen ließ. Bahrain wurde erschüttert, als seine die Mehrheit bildende schiitische Bevölkerung auf die Straße ging, um größeren politischen Einfluss zu fordern. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hatten sich mit Katar  bei der Unterstützung der NATO Luftangriffe auf Libyen verbündet, sie waren aber beim Aufstieg der Muslimbruderschaft bei sich zu Hause und in Ägypten deutlich zurückhaltender als Katar, aus Angst vor der islamistischen Gruppe, die deren Sympathisanten in der eigenen Bevölkerung stärken würden.

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Kalbsragout in grüner Salatblattsauce mit Pflaumen und Walnuss an Basmati-Reis mit Safranhäubchen

Kalbsragout in grüner Salatblattsauce mit Pflaumen und Walnuss an Basmati-Reis mit Safranhäubchen 1

ein Rezept von Ardašir Pârse

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Hamed Abdel-Samad: Islam-Funktionäre heucheln Friedfertigkeit

hamed_abdel_samadEs wird oft behauptet, dass 99,9 Prozent aller Muslime friedlich seien. Nur eine schwindend kleine Minderheit unter ihnen neige zur Gewalt. Misst man diese Friedfertigkeit an der Nichtteilnahme an Terroranschlägen oder an Kämpfen des IS in Syrien und im Irak, könnte diese Rechnung stimmen. Nach diesen Kriterien war auch die Mehrheit der Deutschen während des Dritten Reiches friedlich. Doch Frieden bedeutet nicht die Abwesenheit von Gewalt, sondern von der Geisteshaltung, die zur Gewalt führt. Friedfertigkeit setzt eine Erziehung zum Frieden voraus, die leider in weiten Teilen islamisch geprägter Familien und Schulen, auch in Deutschland, fehlt. Weiterlesen