Alexander „der Große“ – Eskandare gojastak (8)

Eskandarea Ggojastak

Obwohl Alexander ein unermüdlicher Soldat und von königlichem Geblüt war, war er nicht zum Führen und Herrschen geboren. Wenn er ein Gebiet eroberte, überließ er es einem seiner Offiziere, damit dieser dann mit seinen Soldaten in diesen Gebieten für Unruhe, Plünderung, Verwüstung und Vergewaltigung sorgte. Während der ganzen Zeit, in der er mit der Eroberung Persiens beschäftigt war, waren seine Offiziere in den eroberten Gebieten nur damit beschäftigt, die Menschen auszurauben und Aufstände niederzuschlagen; sie kamen nie zur Ruhe.

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Alexander „der Große“ – Eskandare gojastak (7)

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Nachdem Persepolis für die Krönungszeremonie, nach der Vernichtung der Stadt, nicht mehr in Frage kam, beschloss Alexander sich in Pasargadai [Pâthragâda], 87 km Nord-östlich von Persepolis, nach altem Brauch der achämenidischen Könige, krönen zu lassen; an dem Ort, an dem das Persische Imperium durch Kyros den Großen [Kuruš], mehr als zwei Jahrhunderte zuvor gegründet wurde.

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Alexander „der Große“ – Eskandare gojastak (6)

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Während all der unzweifelhaften Geschehnisse bei der Verwüstung Iranzâmins durch Alexander den Makedonier, vollzog sich unaufhaltsam der Niedergang Persiens, vor allem aus dem Grund, da die Heerführer und Würdenträger des Landes Darius III beseitigen wollten, um die Krone für sich selbst zu sichern. Die Zeit der Ordnung, Sicherheit und Einigkeit im Persischen Reich waren vorüber, schon seit Artaxerxes III die Herrschaft inne hatte und ein Staatstreich nach dem anderen die politische Kultur Persiens kennzeichnete.

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Alexander „der Große“ – Eskandare gojastak (5)

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In der achämenidischen Epoche wurde das Wort Xšatra für „Stadt“, und Xšatrapâv für  „König“ benutzt und außerdem bedeutete Xšatra auch „Herrschen“ oder  „Ort der Herrschaft“.  Erst Jahrhunderte später wurde aus dem Wort Xšatra, durch einige linguistische Veränderungen das Wort „Šahr“ (persisch: Stadt), und bis heute benutzen wir das Wort im Persischen in der Form šahr.

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Alexander „der Große“ – Eskandare gojastak (4)

Abb.1 Alexander von Makedonien

Abb.1 Alexander von Makedonien

Die Niederlage bei der Schlacht an der Issos Passage, die Ungehorsamkeit der persischen und medischen Würdenträger, die seit Anbeginn der Herrschaft Darius III gegen ihn gerichtet war, die Demagogie dieser Würdenträger gegen ihn und die Ansprüche anderer im Persischen Reich, die ihm die Herrschaft streitig machten, schwächte Darius III so sehr, dass er, als Alexander die Stadt Tyrus belagerte, eine Delegation mit einem Brief zu Alexander schickte. Weiterlesen

Alexander „der Große“ – Eskandare gojastak (1)

Abb. 1 Alexander von Makedonien

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Einleitung

Wie soll man einen Mann beurteilen, dessen natürliches Talent die Plünderung, Ermordung, Vergewaltigung, Brandschatzung und Ausbeutung anderer war, ein Mann, der keine Grenzen bei der Beraubung und Plünderung anderer kannte? Ein Mann, der das Erbe der Menschen missachtete und die Besitztümer und die Zivilisation mit Füßen trat? Was soll man halten von einem Mann, der keine Gnade um des Volkes und seines Wohlergehens walten ließ und die Missetäter in seinem Volke nicht davon abhielt weitere Verderbtheit über die Menschen zu bringen?

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Iranische Frauen in der Antike (2)

Iranische Frauen in der Antike

Iranische Frauen in der Antike

Der Teil 1

Von: Sherry

Leben und Herrschaft adeliger Frauen

Verwaltungstexte enthüllen, dass Frauen aus königlichen Familien weit gereist sind, um ihren Besitz und ihr Gut in anderen Regionen zu inspizieren und ihr Vermögen allein – und manchmal auch mit der Hilfe ihrer Ehemänner – zu verwalten. Die Reise-Utensilien und der Proviant, den sie mitnahmen, lassen Rückschlüsse darauf ziehen, wer ihre Reisepartner, Wächter, Diener, Köche usw. waren. Beide Königinnen – Artystone und Parysatis – sind laut Text nach Babylon gereist, um Steuerzahlungen zu überwachen und Mietzahlungen einzukassieren. Man kann in den Texten über einen Richter, der zum Hause von Parysatis gehörte, lesen. Weiterlesen

Iranische Frauen in der Antike (1)

Iranische Frauen in der Antike

Iranische Frauen in der Antike

Von: Sherry

Jede Analyse über das Leben und den Status der Frauen im antiken Iran stellt eine sehr komplexe Aufgabe dar, die viel Zeit und Geduld erfordert. Die Intention dieses verhältnismäßig zum Thema sehr kurz geratenen Essays ist die, essenzielle und auf archäologische Befunde basierende Informationen bereitzustellen, die für ein deutlicheres Bild der Frau zu jener Zeit nötig sind. In diesem Essay wird hauptsächlich die Frau im achaemenidischen Iran behandelt. Das Material basiert vor allem auf Verwaltungs- und Finanz-Texte, die in Persepolis (509-438 v. Chr.) bei Ausgrabungen entdeckt worden sind. Auch Dokumente aus Susa, aus Babylon und anderen mesopotamischen Hauptstädten aus dieser Periode werden herangezogen. Weiterlesen

Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (11)

Der Teil 10 dieser Reihe

Die Wiedereroberungen Mithridates II

Tarn schreibt in seinem Buch Parthia The Early Kings, auf den Seiten 585 – 586: „Mithridates II hatte Sistân [Sakestan] wieder erobert und die skythischen Herrscher zu seinen Vasallen gemacht; er hatte auch die anderen Gebiete, die die Skythen in Kandahar, Arius (Herat) [Âriyâ] und anderen parthischen Provinzen besetzt hatten, bis in die Nähe des Flusses Arius (Ochos) [heute Hari Rud] wieder erobert. In den chinesischen Berichten, aus dem Jahr 115 v. Chr., des chinesischen Gesandten Ch’ang Ch’ein, der ca. 129 v. Chr. ins Parther Reich geschickt wurde, wird entnommen, dass Mithridates II seine Eroberungen vom Fluss Amudarja bis in den Nordens Yen Ts’ais (Aorsi/Aral) vergrößerte; er brachte die gesamten Kaspischen Steppen, in denen die Massageten lebten, unter seine Kontrolle. Und somit wurden die östlichen Grenzen des Parther Reiches vom Zentrum nach Kandahar und Merw [Marguš/Margiyana] und vom Norden her bis in die Kaspischen Steppen und vom Osten her bis nach Indien ausgedehnt. Auf den Münzen, die in diesen Gebieten, unter der Herrschaft Mithridates II geprägt wurden, sind die Namen der Gebiete in griechischer Schrift geprägt, wie Traxiane, Merv und Aria. Das Ergebnis dieser Eroberungen war, dass die Massageten Stämme eine schwere Niederlage gegen Mithridates II erlitten haben und die mächtigsten Stämme von ihnen machten sich dann auf den Weg in Richtung Indien. Im Süden Irans konnte Mithridates II die Satrapie Pârse unter seine Herrschaft bringen, und weil die Lokalkönige im Pârse Gebiet alle den zoroastrischen Glauben praktizierten, gibt es aus der Zeit Mithridates II Münzen von ihm, auf denen ein Feuertempel zu sehen ist“.

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Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (3)

Der Teil 2 dieser Reihe

Die Gründung der Partherherrschaft

Der Gründer des Parthischen Reiches war ein edler Mann namens Arašk. Arašk ist ein sehr antiker iranischer Name. In der Achämeniden Dynastie gab es schon diesen Namen (Arses), der der Name von Artaxerxes II [Altpersisch: Artaxšatara; Pahlavi: Ardašir] der Achämeniden Dynastie, der im Jahr 404 v. Chr. König wurde, war. Von nun an verwende ich anstatt Arašk die andere verkürzte Form Ašk, die auch von den iranischen Historikern benutzt wurde.

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Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (2)

Der Teil 1 dieser Reihe

Die Historiker der Antike

Die Historiker, die über die Arsakiden (antike Pahlavi Dynastie) geschrieben haben, werden in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe sind jene Historiker, die in der antiken Zeit Werke und Berichte abgefasst haben, die zweite Gruppe sind die Historiker und Forscher, die in der Neuzeit ab dem 19. Jahrhundert diesbezüglich geforscht und geschrieben haben. Wir wollen die Historiker der antiken Zeit, die sich mit den Arsakiden beschäftigt haben im Folgenden benennen: Weiterlesen

Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (1)

Antike Historiker schrieben, dass die iranischen Arsakiden (Parther) einem Stamm der Skythen mit dem Namen Parner (Parni) angehörten und sie lebten im Südosten des Kaspischen Meeres.  Zwischen 250 v. Chr. und 238 v. Chr. eroberten die Parther unter ihrem Anführer Arsakes I einen Teil der iranischen Gebiete des Seleukidenreiches zurück, sie knüpften an die persischen Traditionen des Achämenidenreiches an, das Alexander von Makedonien zerstört hatte. Zur Befreiung Irans führten die Arsakiden Kriege gegen die Seleukiden und die griechische Besatzung im Westen der iranischen Gebiete und im Osten kämpften sie gegen die griechische Besatzung im Griechisch-Baktrischen Reich. Die Turkvölker in Zentralasien, die eine ständige Bedrohung darstellten, versuchten in die iranischen Ostgebiete einzudringen und die Arsakiden mussten an der Ostgrenze Irans schwere Abwehrkriege gegen diese Türken führen und konnten sich aber im Großen und Ganzen ihrer erwehren. An der Westgrenze führten sie später erfolgreiche  Abwehrkriege gegen Rom.  Ihr Militärwesen und der staatliche Aufbau, aber auch die Wirtschaft und Kunst, erlebten einen neuen Höhepunkt und eine neue Blütezeit in der iranischen Geschichte. Die Parther haben damals die ersten Batterien erfunden (parthische Tongefäße). Über die Arsakiden ist oft nicht viel bekannt und die meisten Iraner denken, dass sie unbedeutend waren, obwohl sie für die iranische Geschichte von größter Bedeutung sind. Kaum jemand macht sich heute noch die Mühe sich mit diesem Kapitel iranischer Geschichte zu beschäftigen, aber warum sollte man auch jemanden aufwecken, der gerade so tief und friedlich schläft?

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Die Kaaba und die Götter

Von: Dr. Nurialâ
Übersetzung: ©Fartâb Pârse

Warum bedeutet Säkularismus “die Trennung von Religion, Religionsstiftern und den dazugehörigen Konfessionen und Staat bei der Bildung und der Form einer Regierung”? Der Grund hierfür liegt bei den Religionsstiftern, die nur ihre Religion, ihren Gott und ihr Dogma akzeptieren; sie versuchen mit Gewalt und Einschüchterung alle für ihre Sache zu gewinnen; um dies zu erreichen, hecheln sie nach der Macht und Machtergreifung. Für jede dieser Gruppierungen zählt nur ihr Gott und nichts anderes; es zählt nur das Gebot ihres Gottes und der Glaube an jeden anderen Gott außer ihrem Gott ist Polytheismus, der Strafe nach sich zieht. Aber der Säkularismus hat sein Fundament auf der Basis der Akzeptanz aller Götter, Religionen und Dogmen; er lässt nicht zu, dass diese sich untereinander bekämpfen.

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PERSISCHER GOLF (2)

PERSISCHER GOLF (1)

Die Bedeutung und Auslegung der Wörter Pârs und Persia

Nach den archäologischen Befunden liegt die Wiege der Menschheit im Nahen Osten und am Horn von Afrika. Eine Gruppe von diesen ersten Menschen, die an den Küsten des Roten Meeres und des Persischen Meeres Zivilisationen gegründet hatten, mussten wegen dem Klimawandel nach Norden auswandern; aber in den kommenden Jahrtausenden wanderten sie wegen der Eiszeit wieder nach Süden. Es waren die Arier. Die Perser sind eine der drei Hauptstämme der Arier, die vor ca. 5.000 Jahren vom Norden des Kaspischen Meeres (Daryâye Xazar) [درياي خزر] in das Iran-Plateau einwanderten.

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Persiens verschollene Armee

Kambyses II König der Welt, König der vier Himmelsrichtungen

Im September des Jahres 529 v. Chr. bestieg Kambyses II [کمبوجیه] (altpers. Kambujiya), der Sohn Kyros II [کوروش] (altpers. Kuroš), den persischen Thron. Vier Jahre später setzte er den bereits von seinem Vater entwickelten Plan um, die von Persien am weitesten entfernte aller Großmächte der damaligen Zeit anzugreifen: Das Reich der Pharaonen.

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Ferdowsi unserer Zeit (2)

Vaqti to miguyi Vatan! [„Wenn du über das Vaterland sprichst“]

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Das Testament des Kyros des Großen

Mumifiziert mich nicht nach meinem Tode; schmückt mich nicht mit Gold und anderen Schmuckgegenständen. Begebt mich schnell in die Arme des edlen Vaterlandes, damit jede Faser meines Körpers sich in die Erde Irans verwandelt. Was ist einem Menschen ehrenwürdiger als im Vaterland beerdigt zu werden. Weiterlesen

Iran, die vergessene Glorie

Ein Interview mit Mahan Karandisch, der Macher von „Iran, die vergessene Glorie“ Weiterlesen

Ferdowsi unserer Zeit

Vielleicht ist Dr. Mostafâ Bâdkubeyi [دکتر مصطفی بادکوبه ای], der mutige und patriotische Dichter, einigen unserer Landsleute unbekannt, daher werde ich kurz über ihn schreiben. Der Anlass zu diesem Artikel ist ein Gedicht, dessen Clip ich vor kurzem auf  Tangsir2570 gepostet habe. Weiterlesen