Alexander „der Große“ – Eskandare gojastak (7)

 

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Nachdem Persepolis für die Krönungszeremonie, nach der Vernichtung der Stadt, nicht mehr in Frage kam, beschloss Alexander sich in Pasargadai[Pâthragâda], 87 km Nord-östlich von Persepolis, nach altem Brauch der achämenidischen Könige, krönen zu lassen; an dem Ort, an dem das Persische Imperium durch Kyros den Großen [Kuruš], mehr als zwei Jahrhunderte zuvor gegründet wurde.

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Alexander „der Große“ – Eskandare gojastak (6)

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Während all der unzweifelhaften Geschehnisse bei der Verwüstung Iranzâmins durch Alexander den Makedonier, vollzog sich unaufhaltsam der Niedergang Persiens, vor allem aus dem Grund, da die Heerführer und Würdenträger des Landes Darius III beseitigen wollten, um die Krone für sich selbst zu sichern. Die Zeit der Ordnung, Sicherheit und Einigkeit im Persischen Reich waren vorüber, schon seit Artaxerxes III die Herrschaft inne hatte und ein Staatstreich nach dem anderen die politische Kultur Persiens kennzeichnete.

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Alexander „der Große“ – Eskandare gojastak (5)

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In der achämenidischen Epoche wurde das Wort Xšatra für „Stadt“, und Xšatrapâv für  „König“ benutzt und außerdem bedeutete Xšatra auch „Herrschen“ oder  „Ort der Herrschaft“.  Erst Jahrhunderte später wurde aus dem Wort Xšatra, durch einige linguistische Veränderungen das Wort „Šahr“ (persisch: Stadt), und bis heute benutzen wir das Wort im Persischen in der Form šahr.

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Alexander „der Große“ – Eskandare gojastak (4)

 

Die Niederlage bei der Schlacht an der Issos Passage, die Ungehorsamkeit der persischen und medischen Würdenträger, die seit Anbeginn der Herrschaft Darius III gegen ihn gerichtet war, die Demagogie dieser Würdenträger gegen ihn und die Ansprüche anderer im Persischen Reich, die ihm die Herrschaft streitig machten, schwächte Darius III so sehr, dass er, als Alexander die Stadt Tyrus belagerte, eine Delegation mit einem Brief zu Alexander schickte. Weiterlesen

Alexander „der Große“ – Eskandare gojastak (3)

Alexander Büste

 

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Die Niederlage Darius III an der Issos Passage machte den Persern in Syrien deutlich, dass Alexander gefährlicher war, als sie es für möglich gehalten hatten. Nach der Eroberung Syriens marschierte Alexander nach Damaskus, wo sich ein großes Schatzhaus befand. Die Mutter, die Ehefrau, die Schwestern und Kinder Darius III, die er nach seinem Sieg an der Issos Passage erbeutet hatte, verbrachte Alexander nach Damaskus.

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Alexander „der Große“ – Eskandare gojastak (2)

Eskandare gojastak

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Es war das erste Mal in der Weltgeschichte, dass eine provokante und brutale Armee aus Europa ihren Fuß auf asiatischen Boden setzte und genau dieser erste Schritt Alexanders auf asiatischen Boden, war der Beginn einer langen europäischen unterdrückerischen Herrschaft über große Teile  Westasiens, die zunächst 9 Jahrhunderte andauerte. Wenn in Europa der Feldzug Alexanders gegen Persien als ein wichtiges, geschichtliches Ereignis bezeichnet wird, dann deswegen, weil mit diesem Feldzug für Europa der Weg nach Asien für immer geöffnet und nie wieder geschlossen wurde.

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Alexander „der Große“ – Eskandare gojastak (1)

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Einleitung

Wie soll man einen Mann beurteilen, dessen natürliches Talent die Plünderung, Ermordung, Vergewaltigung, Brandschatzung und Ausbeutung anderer war, ein Mann, der keine Grenzen bei der Beraubung und Plünderung anderer kannte? Ein Mann, der das Erbe der Menschen missachtete und die Besitztümer und die Zivilisation mit Füssen trat? Was soll man halten von einem Mann, der keine Gnade um des Volkes und seines Wohlergehens walten ließ und die Missetäter in seinem Volke nicht davon abhielt weitere Verderbtheit über die Menschen zu bringen?

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Die Herkunft der Arier – Mythos und Fakt

Wenn wir im Folgenden über Arier sprechen, dann sprechen wir heute von Menschen die bereits vor mehreren zehntausend Jahren gelebt haben und menschliche Gemeinschaften mit einer gemeinsamen Sprache und Kultur in der sogenannten „Iranischen Hochebene“ bildeten. Bei Betrachtung der klimatischen Verhältnisse auf der nördlichen Hemisphäre zwischen dem 7. und 3. Jahrtausend wird man feststellen, dass es im Mittelholozän zu klimatischen Veränderungen mit lokal weitreichenden Folgen kam, die eine Völkerwanderung einzelner Stämme in Richtung des indischen Subkontinentes auslösten, möglicherweise begegneten in jener Zeit die Arier auch den Ureinwohnern Nord- und Mitteleuropas.

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Das Fest Sizdah Pâdare oder Sizdah Bedar

Die Feierlichkeit am 13. Farvardin {13. فروردین} [der erste Monat des iranischen Sonnenkalenders (dieses Jahr 02.04.2014)], ist ein sehr seliges und geliebtes Fest. Iraner bezeichnen diesen Tag dennoch als einen unheilbringenden Tag, denn eine große Mehrheit der Iraner kennt sich leider mit der Entstehungsgeschichte dieses Tages nicht gut aus.

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Frohes Nouruz-Fest

Dieses Jahr ist das Eintreffen von Nouruz am Donnerstag den 20.03.2014, 17:57:07 PM MEZ; nach Tehrâner Zeit ist es am Donnerstag den 01.01.1393, 20:27:07 PM. Nach zoroastrischem Kalender 01.01.3752 (wird gelesen: Der Tag Urmazd des Monats Farvardin des Jahres 3752 Zartošti). Dieses Jahr wird es das Jahr des Feuerpferdes sein. Das Jahr des Feuerpferdes ist alle 60 Jahre nach den persischen und chinesischen Kalender dran. Das Motto lautet: “Ich verwalte!”

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Jašne Cahâršanbe Suri – Der rote Mittwoch

Am Vorabend des letzten Mittwoch vor Nowruz [نوروز], dem persischen Neujahrsfest am 20. oder 21. März eines jeden Jahres, finden die letzten Feuerfeierlichkeiten des iranischen Jahres mit Namen Cahâršanbe Suri [چهارشنبه سوری] – “Der rote Mittwoch” statt. Dieses Fest entstand in der frühzoroastrischen Ära, etwa um 1700 v. Chr. im antiken Iran. Es wurden bei Sonnenuntergang Feuer angezündet, die die ganze Nacht brannten, um das Licht bis zum Sonnenaufgang am Leben zu halten. Man sammelte zuvor trockene Grashalme und Dornbüsche und entfachte ein Feuer in den letzten kalten Winternächten und verbrachte mit dem heiligen Feuer Ahuras die Nacht, um bald das neue Jahr „Nowruz“ zu begrüßen und um Ahrimans Armee, der Dunkelheit, den Kampf zu erklären. Weiterlesen

Die türkische Sprache in Iran

Ahmad Kasravi

Ahmad Kasravi

aus dem Englischen von Ardašir Pârse

Die meisten Iraner glauben, dass man in Iran nur „Farsi“ spricht, und nur wenige sind sich bewusst, dass die türkische Sprache in Iran weit verbreitet ist und vielleicht sogar häufiger gesprochen wird als „Farsi“. Viele Iraner würden auf die Frage ob Türkisch in ihrem Land gesprochen wird antworten: Sicher, in einigen Provinzen wie Azarbaidschan und Khamse“, und viele von ihnen würden dies durch die Nähe dieser Provinzen zum Kaukasus oder des ehemaligen osmanischen Territoriums erklären.

Ahmad Kasravi احمد کسروی‎, der iranische Sprachwissenschaftler, Historiker, Philosoph, Jurist und Mullah schrieb in einem Artikel in arabischer Sprache, im syrischen Magazin Al-Irfan, Nr. 8, publiziert in den Jahren 1922 u. 1923 : „Ich habe noch nie gesehen oder gelesen, weder unter den Iranern selbst, noch bei den Ausländern, die über den Iran und seine Angelegenheiten schrieben oder diskutiert haben, die Wahrheit über diese Angelegenheit zu erfahren. Die Iraner, selbst diejenigen Iraner, die Türkisch sprechen können, behaupten, dass es eine Fremdsprache sei, die ihr Land zu Zeiten der türkischen und mongolischen Herrschaft durchdrungen hatte und sich mit der Klinge des Schwertes verbreitete. Sie verachten und verabscheuen unaufhörlich die türkische Sprache und würden es gerne sehen, sie zu beseitigen, und sie in ihren Provinzen auslöschen, um sie durch das „süße Persisch“ zu ersetzen.“ Und das hat sich bis heute nicht geändert. Das Wissen darüber ist spärlich und teilweise auch verzerrt. Weiterlesen

Sepandârmazdgân: Im Namen der iranischen Frau

Jašne mehrafzâ va šâdiyafruze Sepandârmazdgân xojaste bâd

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Jašne Sade – Am Anfang war das Feuer

Dieser Artikel ist auch in Spanisch auf zu lesen: Mlillenio und Yahel

Jašne Sade [جشن سده‎] ‏ oder auch Sadah genannt gehört zu den ältesten Festen der Menschheit und wird am 30. Januar eines jeden Jahres, 50 Tage und 50 Nächte vor Nowruz [نوروز], dem persischen Neujahrsanfang am 20. oder 21. März, genau in der Mitte des Winters, mit großen Feuern gefeiert.

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Der Iran und die Türkei sind nicht miteinander zu vergleichen

Atatürk_Rezâ Šâh

Atatürk_Rezâ Šâh

Die iranische Nation ist seit je her von einem grundlegenden Problem befallen. Ihr Problem ist, dass sie sich noch nie richtig mit dem Sinn der Philosophie und dem Rationalismus befasst hat. Das Problem heißt “das Fehlen eines Logik-orientierten-Charakters”. Ist diese Logik vorhanden, werden die Iraner die geistige Einheit erreichen, um die historischen und sozialen Dilemmata zu passieren und hinter sich zu lassen. Dieser Mangel ist der Grund, weshalb wir keine Prinzipien für unsere Worte, unser Denken und unser Handeln im kollektiven Namen „Iraner“ aufgestellt haben! Wir versuchen ständig unsere Persönlichkeiten der iranischen Geschichte mit X und Y zu vergleichen, und aufgrund unserer historischen Komplexe vergöttern wir entweder diese iranischen Persönlichkeiten und wollen ihre negativen Eigenschaften nicht sehen, oder sehen doch nur die negativen Eigenschaften und schwärzen damit die gesamte Person und ihre Taten für das Land an! Im Moment ist es Mode geworden Rezâ Šâh mit Atatürk zu vergleichen, sowohl Patrioten als auch die Gegner. Sicherlich hatte jeder von ihnen seine Schwächen und negativen Seiten, aber auch Stärken und positiven Seiten. Wichtig ist, alles zusammen hinzunehmen und nicht zu versuchen mit der heutigen Weltanschauung diese Persönlichkeiten entweder zu verdammen oder aus ihnen einen Kult zu machen. Weiterlesen

Irans neuer Präsident hat Fans bei US-Geheimdienst-Veteranen

IRAN-POLITICS-ROWHANITeheran – Irans neuer Präsident, Hassan Rohani, befindet sich in einer Charme-Offensive im Vorfeld seines Besuchs in New York bei der UN-Generalversammlung nächste Woche. Vor kurzem veröffentlichte am Freitag die Washington Post  einen Gastkommentar, in dem Rohani seine Bereitschaft zu neuen Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten über das iranische Atomprogramm signalisiert hat. Und das ist eine kleine Überraschung für ehemalige US-Geheimdienste und nationale Sicherheitsbeamte, die Rohani als eine bekannte Größe sehen, und als jemanden, mit dem die Amerikaner Geschäfte machen können.

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Hassan Rohani ist auch der Sache nicht gewachsen

Der Laufbursche Rouhani

Der Laufbursche Rouhani

Von Menashe Amir

Radio Israel – Die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen in Iran und die Berichte darüber, dass die Iraner auf die Straßen gingen, um zu feiern, erinnert mich an die Geschichte über eine Jüdin und einen Rabbi, die sich irgendwann in Osteuropa abgespielt hatte: Weiterlesen

Iranische Präsidentenwahlen: eine Stärkung oder ein Einschlafen des neuen mongolischen Reiches?

Anmerkung der Redaktion von Online-Magazin Pârse & Pârse: Die Meinungen und Ansichten dieses Artikels reflektieren ausschließlich jene der Autoren und entsprechen nicht der offiziellen Meinung des Centre de Recherche des Ecoles de Coëtquidan und der Ecole Spéciale Militaire de Saint-Cyr und der Theresianischen Militärakademie und des Online-Magazin Pârse & Pârse!

Im Verlauf der letzten Jahre hat sich der Iran stark an China, aber gleichzeitig auch an Russland angenähert. Diese pragmatische Allianz, basierend auf der sino-iranischen Achse, manifestiert sich heute in der wechselseitigen geopolitischen Unterstützung, in einer engen Zusammenarbeit mit dem russischen „Energiehinterland“ und in der Verbreitung einer Weltanschauung im Kontrast zu unseren korrekten Stereotypen. Versucht der Iran, ein neues mongolisches Reich mit seinen zwei strategischen Partnern zu gründen? Vor dem Hintergrund der Debatten über die gigantischen internen Herausforderungen der Islamischen Republik, bietet die Präsidentenwahl am 14. Juni 2013 die Möglichkeit, über die mögliche Verschiebung der internationalen Positionierung des Irans nachzudenken. Weiterlesen

Wahlen in Iran: Gnadenschuss für Sa‘id Dschalili?

Said Dschalili

Said Dschalili

Bis vor kurzem sah es so aus, als sei Sa‘id Dschalili der vom Religiösen Führer auserkorene Nachfolger für Präsident Ahmadineschad. Inzwischen scheint sich das Blatt zu wenden. So weist die iranische Webseite Peiknet (www.pyknet.net) heute, den 10. Juni 2013, auf eine Meldung hin, die der Klub Junger Journalisten (Baschgahe Chabarnegarane Dschawan) unter Berufung auf ein Interview mit Sa‘id Dschalili verbreitet hat. Der Klub Junger Journalisten ist der staatlichen Radio- und Fernsehgesellschaft Seda wa Sima zugeordnet und steht unter der Kontrolle der Pasdaran, die derzeit die Hauptmacht im Staat ausüben.
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Ahmadinedschad der Tabubrecher

Der Tabubrecher Ahmadinedschad

Der Tabubrecher Ahmadinedschad

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Ein scheidender Präsident der den wahren Charakter der Islamischen Republik in seiner Amtszeit ungewollt der Welt offenbarte:

Von Šâhin Ša’bâni

Vielleicht ist Mahmud Ahmadinedschad einer der meist gehassten Politiker der Islamischen Republik der letzten Jahre . Ein unbedeutender Mann, dessen Sonne plötzlich aufging, und sehr schnell die Leiter der Ergebenheit zu Valiye Faqih emporstieg und in kürzester Zeit vom Provinzgouverneur zum Präsidenten aufstieg. Obwohl er keine Glaubwürdigkeit bei der Mehrheit der Mittelschicht und der Intellektuellen besitzt, spielt er aber für die untere und ahnungslose Schicht der Gesellschaft die Rolle eines Robin Hoods! Weiterlesen