Die Zukunft der AIDS Krankheit in Iran

Von: Afsâne Pâydâr

Übersetzung: ©Fartâb Pârse

Dieser Artikel wurde vor einem Jahr schon auf einer anderen Internetseite veröffentlicht, ist aber immer noch aktuell, denn die AIDS Krankheit wird in Iran immer noch als ein großes Tabu behandelt und die Betroffenen werden von dem eigenen Volk als Aussätzige behandelt.

Bis heute sind mehr als 25 Millionen Menschen durch AIDS gestorben. Durch diese Krankheit, die erst im Jahr 1983 erkannt wurde, wird das Immunsystem des menschlichen Körpers geschwächt, und der Körper ist gegen alle möglichen Viren schutzlos. Es sind Jahre vergangen, bis diese Krankheit und ihre Art der Übertragung der Welt bekannt wurde. Es gibt immer noch keine Möglichkeit diese Krankheit statistisch genau zu untersuchen. Nach der spärlichen Statistik, die von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) im Jahr 2007 [1] am ersten Dezember – der internationale Tag „Kampf gegen AIDS“ – veröffentlicht wurde, sind 33.200.000 Menschen auf der ganzen Welt an AIDS erkrankt. Davon sind 15.400.000 Frauen und 2.500.000 Kinder und Jungendliche unter 15 Jahren betroffen. Durch diese Krankheit starben im Jahr 2007, 2.100.000 Menschen, darunter 330.000 Kinder und Jungendliche.

Im regionalen Vergleich war die prozentuale Verbreitung von AIDS im Jahr 2007 in südafrikanischen Ländern mit 5% am meisten und am niedrigsten in West- und Zentraleuropa mit 0,3% verbreitet. Somit ist diese Krankheit im Moment auf der ganzen Welt von armen bis zu den reichen Ländern verbreitet, aber die Armut und ihre Folgen sind die Elemente für mehr Übertragung und Sterblichkeit durch AIDS. Der Mangel am allgemeinen Wissen über die Geschlechtshygiene, Analphabetentum, Zwangsprostitution und Vergewaltigungen sind auch einige Faktoren, die zur Verbreitung dieser Krankheit beitragen. Andererseits ist die Medikamentenverfügbarkeit, die eine kontrollierende Rolle bei der Eindämmung dieser Krankheit spielt, eine Benachteiligung und Diskriminierung, die das Schicksal der Aidskranken im der Hand hat.

Insgesamt ist die Zahl der Aidskranken von 1,7 Millionen im Jahr 2001 auf 2,1 Millionen im Jahr 2007 gestiegen. An Hand dieser Zahlen ist die Zahl der aidskranken Frauen im Verhältnis zu den Männern konstant geblieben. Trotz alledem ist in manchen Regionen wie in der Karibik die Zahl der infizierten Frauen von 37% im Jahr 2001 auf 43% im Jahr 2007 gestiegen. In manchen Regionen wie in südafrikanischen Ländern machen 61% der Frauen die Aidskranken aus.

Iran ist eines der Länder, die keine genaue Statistik im Bericht der WHO aufweist. Der einzige Hinweis auf dieses Land ist am Ende des Berichts zu lesen, in dem der eigentliche Grund der Verbreitung von AIDS in den Ländern Afghanistan, Islamisch Republik Iran, Libyen, Vereinigte Emirate und Tunis zu lesen ist, nämlich das Nutzen der verseuchten Injektionsspritzen zum Drogenkonsum.

Im Kongress des internationalen Tages „Kampf gegen AIDS“, der im Jahr (2007) in Iran stattfand, gab Alaviyân der Vizegesundheitsminister, die Zahl der Aidskranken in Iran mit 16.000 Bürgern bekannt, er fügte aber hinzu, „dass die tatsächliche Zahl dieser Kranken auf 70.000 zu schätzen sei [2]. In seiner Erläuterung schildert er, dass seit dem Jahr 1990 bis 2005 die Zahl der Aidskranken auf der ganzen Welt auf das 4-Fache gestiegen sei“ – er warnte über die Notwendigkeit diese Krankheit auf der ganzen Welt flächendeckend einzudämmen. Aber allem Anschein nach sorgt sich der Vizegesundheitsminister um die Zukunft der Aidskrankheit in Iran nicht, weil er darüber schweigt, dass nach der offiziellen Statistik seines Ministeriums im Jahr 2004, 2.278 Menschen in Iran an AIDS erkrankt seien [3]. Nach dieser Statistik hat sich die Zahl der Aidskranken in Iran auf das 8-fache innerhalb drei Jahren erhöht; und wenn wir von der inoffiziellen Statistik von Herrn Alaviyân ausgehen, wird die Zahl auf 34-fache ansteigen.

Im Bezug auf die Verbreitung der Aidskrankheit in Iran verweist Alaviyân auf den Bericht der WHO, die sagt, die verseuchten Injektionsnadeln seien der Grund dafür; er sprach von der Versorgung von 30.000 Injektionssüchtigen durch das Gesundheitsministerium. Und in dem Falle gibt es wiederum nach offizieller Statistik in Iran etwa 200 bis 300 Tausend Injektionssüchtige [4], zu diesen Personen gehören auch ihre Familienangehörigen, die auch Gefahr laufen an AIDS zu erkranken.

Einerseits wird die Unaufmerksamkeit der Zuständigen in Bezug auf die Aidskrankheit und ihre Folgen, so wie Herr Alaviyân es mit der offiziellen Statistik erwähnt hat, sowie die täglich steigende Armut, Prostitution, Drogensucht, der Mangel an Aufklärungsarbeit im Bereich der Geschlechtshygiene und die Knappheit der medizinischen und medikamentösen Behandlung in naher Zukunft in Iran diese Krankheit als eine der größten heterogenen Plagen der iranischen Gesellschaft werden lassen.

Quellen:

[1] UN AIDS

[2] Âftâbe Yazd, 11 âzar 1386

[3] Hamvatan Salâm, 29 farvardin 1384

[4] ISNA, 16 âbân 1386

4 Gedanken zu „Die Zukunft der AIDS Krankheit in Iran

  1. Iran : My country / Iran : Mein Land /
    ایران سرزمین من

    Iran : My country
    Iran : Mein Land
    ایران سرزمین من
    These girls are forced to wear headscarves in Iran
    Diese Mädchen werden im Iran gezwungen Kopftücher zu tragen
    این دختران زیبای ایران زمین را وادار می کنند که روسری بسر بکنند

  2. Ich denke, dass diese AIDS-Situation im Iran auf die spezifisch schiitisch-islamische Erlaubnis der Zeitehe, die im schiitischen Islam stundenweise dauern kann, als religös-pervertierter Prostitutionsersatz zusammen mit heuchlerisch-prüder Ermangelung vernünftiger Aufklärung zustandekommt.

    • Das und dann eine Menge verseuchtes Blut von irgendwelchen Ländern gekauft und dem Volk gegeben; es gibt Patienten, die Blut bekommen haben und am Ende mussten sie feststellen, dass das Blut schon verseucht war. Dann kommen die Injektionsmittel, die bei den Drogensüchtigen sehr oft benutzt werden, dann auch ungeschützter Geschlechtsverkehr, dann die Krönung, dass einigen der Aidskranken absichtliche anderen infizieren. Wenn der Statt schon das tabuisiert, kein Wunder, dass die Gesellschaft sich auch dafür schämt!

  3. von AFP, 02.12.2011
    Fortschritt bei Aids-Forschung: Mäuse sprechen auf HIV-Impfung an

    Auf dem steinigen Weg zu einem Impfstoff gegen die Immunschwächekrankheit Aids ist ein Forscherteam in Kalifornien offenbar einen Schritt vorangekommen: Eine genetische Veränderung bei Mäusen führte dazu, dass diese gegen das für Menschen lebensgefährliche HI-Virus Antikörper bildeten, wie es in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Nature“ heißt.

    Nach einer genetischen Veränderung von Mäusen bildeten diese Antikörper gegen das HI-Virus, Aids wird vom HI-Virus verursacht und hat seit Bekanntwerden 1981 bei mindestens 25 Millionen Menschen zum Tod geführt, aber noch immer gibt es keine verlässliche Präventionsmöglichkeit über Impfstoffe. Bei einem klinischen Versuch wurde bislang als Maximalwert ein 31-prozentiger Schutz gegen eine HIV-Infektion erreicht. Eine der möglichen Pisten zur Entwicklung eines Impfsystems sind die virusneutralisierenden Antikörper (NAb).

    Solche Antikörper mit der Fähigkeit zum Widerstand gegen HI-Viren sind bei einigen Menschen angeboren, die damit gegen Aids geschützt sind. Die Forscher haben bislang 20 sogenannte Breitbandantikörper (BNAb) aufgelistet, die im Kampf gegen das HI-Virus wirksam sein könnten. Allerdings sind ihre Wirkweisen nicht genau erfasst. Am California Institute of Technology gelang es einem Team um David Baltimore, bei Mäusen die Widerstandskraft gegen das HI-Virus mit Hilfe der Breitband-Antikörper gleichsam genetisch hervorzurufen.

    Die manipulierten Mäuse ertrugen die 125-fache Menge von Aids-Viren, die normalerweise bei Mäusen eine Infektion hervorrufen. Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet. Das angewandte Verfahren wirke ähnlich wie eine Impfung, belaste aber nicht das Immunsystem, sagte Alejandro Balazs, der zu dem Forschungsteam gehört. Das Immunsystem müsse die Antikörper nicht erst entwickeln.

    Die Übertragung der Untersuchungsergebnisse an Mäusen auf Menschen sei aber kompliziert. „Wir wecken nicht die Hoffnung, dass wir das Problem beim Menschen schon gelöst haben“, erläuterte Baltimore. Der Schutzeffekt bei Mäusen sei aber nicht zu bestreiten.

    http://wissen.de.msn.com/fortschritt-bei-aids-forschung-m%C3%A4use-sprechen-auf-hiv-impfung-an

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