Islamophobie das Unwort des Jahres 2011

Am 10.12.2011 schrieb die Frankfurter Rundschau in einem Artikel mit dem Titel „Politically Incorrect gerät unter Druck“, dass ein Historiker mit Namen Wolfgang Benz, den Blog analysiert hätte und er spricht dabei in einem Interview  von Volksverhetzung. Verschwiegen wird natürlich, dass es sich bei Wolfgang Benz um einen Historiker handelt, dessen Aussagen schon seit je her in der Fachwelt umstritten waren. Spitzenpolitiker sollen jetzt nach dem Verfassungsschutz rufen, das Bundesinnenministerium hat dies jedoch bis dato abgelehnt.

In seinem Interview, vergleicht er die Islamkritik mit Antisemitismus und tut dort so, als sei am Islam gar nichts zu kritisieren, im Gegenteil, er spricht von angedichteten Eigenschaften und gibt sich dabei hoch wissenschaftlich, ohne wenigstens Grundkenntnisse über den Islam zu besitzen. Linksfraktionschef Gregor Gysi sagte der Frankfurter Rundschau und der Berliner Zeitung, dass es zwar durchaus „Einzelne gibt, die Religion instrumentalisieren und missbrauchen“. Es sei aber nicht hinnehmbar, wenn die vielen Millionen muslimisch Gläubigen deshalb verunglimpft, diffamiert und beleidigt werden. „Das gilt ebenso für Menschen christlicher, jüdischer, buddhistischer, hinduistischer und anderer Religionen“, so Gysi. „Genau dies aber betreibt die Website ‚Politically Incorrect‘ mit Muslimen und schreckt dabei auch nicht vor rassistischen, menschenverachtenden, volksverhetzenden Inhalten zurück. Wenn die Bundesregierung dies ignoriert, wird sie ihrer Verantwortung nicht gerecht und verletzt ihre grundgesetzlichen Pflichten.“  Herr Gysi, es geht nicht darum, dass es sich lediglich um eine andere, fremde Religion handelt, sondern um eine gefährliche politische Ideologie, die sich auf die eigenen Werte zerstörerisch auswirkt und mit diesen nicht kompatibel ist!  Ohne jetzt  die Verdrehungen dieser Herrschaften aufwendig richtig zu stellen, sei in einem Satz gesagt, dass es der Islam ist, der Nichtmuslime in eine radikale Andersheit versetzt und  nicht umgekehrt. In Deutschland hat man den Begriff Multikulturell ohnehin gründlich missverstanden, als man davon ausging, dass alle Werte gleich viel wert und gleichermaßen achtenswert sind, denn nicht alle Werte sind gleichwertig, nicht alle Werte sind gleichermaßen achtenswert und verdienen unseren Respekt.

DIe zitierten Aussagen aus dem Kommentarteil von PI der Kommentatoren, sollen dann die Menschenverachtung beweisen, ohne Hinweis darauf, dass Kommentare von Lesern nicht unbedingt die Meinung der Blogbetreiber wiederspiegeln müssen und dass es für einen Blogbetreiber, der hunderte von Kommentare täglich auf seinen Blog bekommt, unmöglich ist jeden Kommentar zu lesen und zu zensieren. Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth jedenfalls nannte es „erstaunlich, wenn das Innenministerium in islamophoben Blogs und Foren wie PI-News keine extremistischen Bestrebungen erkennen will“. Für sie sei klar, dass PI mit „rassistischer Hetze, planvollen Diffamierungskampagnen und Texten, die offen zur Gewalt aufrufen, regelmäßig den Grenzbereich zur Verfassungsfeindlichkeit überschreitet“. Dass rassistischer und ausgrenzender Hass auch dann eine Gefährdung des Gemeinwesens darstelle, wenn er in bürgerlichem Gewand daherkommt, habe sich in den Gewalttaten von Norwegen gezeigt. Wenn sich nun zeige, dass „hinter PI eine Bewegung steht, die sich immer stärker formiert, ist das sehr besorgniserregend“, sagte die Grüne. „Extremistische Islamophobie wird zunehmend gefährlicher und muss endlich auch wirksam bekämpft werden. Bei Innenminister Hans-Peter Friedrich ist diese Erkenntnis jedoch noch nicht angekommen. Lieber kürzt die schwarz-gelbe Bundesregierung die Mittel bei wichtigen Demokratieprojekten.“

Die grüne islamophile Dame spricht hier von einer Phobie, einer Islamphobie, ohne diesen Begriff überhaupt nur annähernd zu verstehen. Phobie ist eine krankhafte, das heißt unbegründete und anhaltende Angst vor dem phobischen Stimulus. Aber unbegründet ist die Angst nicht Frau Roth! Denn der Islam ist eine Religion, die sich hinter einer faschistischen Ideologie versteckt, vielleicht sollten Sie mal den Qur’an lesen!  Es wird Islamkritik mit Islamophobie gleichgesetzt und als Totschlagargument verwendet, um die Kritiker einer menschenverachtenden Ideologie in einen krankhaften Zustand der Phobie erscheinen zu lassen und sie damit zu diffamieren, ein Zustand, der eigentlich psychotherapeutisch und medikamentös behandlungsbedürftig ist, wenn es nach diesen Herrschaften geht.

Aus Islamkritik automatisch Fremdenfeindlichkeit abzuleiten ist im Hinblick auf die vielen islamkritischen Blogs von Ex-Muslimen, deren Herkunft nicht deutsch ist, sachlich falsch. Wie kann ein Fremder  in Deutschland fremdenfeindlich sein? Es wird kein Unterschied gemacht, ob es sich um eine Kritik an Praxen und Vorstellungen der Religion bzw. der Ideologie oder um eine rassistische Diskriminierung handelt, sondern es wird in der derzeitigen Medienkampagne ein fließender Übergang geschaffen, der es unmöglich macht hier noch zu unterscheiden: Islamkritik = rassistische Diskriminierung, ist das was uns Linke und Grüne vermitteln wollen, daher auch kein Wort über die unzähligen weltweit vorhanden Internetblogs von Ex-Muslimen.

Zudem sollte nicht vergessen werden, dass der Begriff Islamophobie von Ayatollah Khomeini in die politische Debatte eingeführt worden ist. Als islamophob bezeichnete er Anfang der 1970er, Frauen die sich weigerten das Kopftuch zu tragen. Nach dem 11. September griffen islamische Organisationen im Westen das Wort auf, um Kritik an islamischen Extremisten und Terroristen zum Schweigen zu bringen. Abscheu über Terrorattacken von Islamisten wurde und wird seitdem mit Rassismus und Verunglimpfung des Islam und des Korans gleichgesetzt.

Die Begriffe Antiislamismus, Islamfeindlichkeit und Islamophobie werden in der öffentlichen Debatte häufig weitgehend synonym verwendet und auf jeden projiziert, der es wagt Islam zu kritisieren. Der ungebildete, europäische Politiker, sieht in der Islamkritik eine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, die es gilt auszurotten. Jeder der jener Definition einer islamophoben Einstellung des Runnymede Trust entspricht ist in deren Augen ein Menschenfeind:

Die bunte Palette des reinen Wahnsinns geht weiter: Es gibt Theoretiker, die hier von einem Rassismus ohne Rassen sprechen und die Erfüllung der Punkte des Runnymede Trust als neo-rassistisch bezeichnen. Daher sind die Islamkritiker ganz bewusst in politischen Talkshows grundsätzlich in der Minderheit, das den psychologischen Effekt „des im Unrecht seins“ für den Zuschauer haben soll. Um aber Fremdenfeindlichkeit überhaupt  festzustellen, muss zunächst zwischen Fremdenfeindlichkeit und der Ablehnung der Religion mit ihren negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft unterschieden werden. Die Damen und Herren aus dem Linken und Grünen Lager sollten sich lieber mit integrationspolitischen Fragen und dem islamischen Terrorismus beschäftigen, als mit Wortverdrehungen der deutschen Sprache und ihren Versuchen die Meinungsfreiheit einzuschränken. Warum spricht man von Volksverhetzung? Doch nur deshalb, weil immer mehr Deutsche auf Grund ihrer Erfahrungen mit muslimischen Migranten so denken und sich in Internetblogs wie PI austauschen. Und das hat nichts zu tun mit historischen Dingen, wie die Türken vor Wien. Wenn parse und parse einen Artikel schreiben mit dem Titel „Der diebische Türke“ dann wird dies als Volksverhetzung gewertet, aber wenn in Großbritannien ein Buch erscheint mit dem Titel „The ugly German“ (Der hässliche Deutsche) hat niemand Einwände, das ist dann offenbar keine Volksverhetzung.

Ein Vergleich mit dem Antisemitismus ist schon eine Verdrehung historischer Tatsachen, die das Wort an sich schon beleidigt und die einem Menschen mit gesundem Menschenverstand den Magen umdrehen. Die Gründe für den Antisemitismus sind völlig anderer Natur.

Viele berühmte Islamgelehrte und Politikwissenschaftler, darunter auch Ali Sina kritisiert den Islam völlig zu Recht als Ideologie. Auch er ist der Auffassung, dass deren Ablehnung oder Kritik nicht als Phobie bezeichnet werden kann, da dies impliziert, dass die Kritik bereits widerlegt sei, also unwahr ist. Auch werde damit unterstellt, dass sowohl die Annahme einer Bedrohung durch den Islam als auch dessen Einordnung als Ideologie im Rahmen eines gesellschaftlichen Konsens als irrational und der psychologischen Betreuung würdig angesehen wird. Die Pathologisierung von Widerspruch und Kritik über den Neologismus Islamophobie ist „blanke Arroganz“ und ein Symptom des intellektuellen Versagens von Politikern, die über Dinge sprechen, von denen sie nichts verstehen und der islamischen Elite mit ihrer Unfähigkeit, den Islam rational und argumentativ zu verteidigen. Ähnlich sah es auch Ibn Warraq und wir können nicht auf den kritischen Geist der Islamkritik in einer offenen Gesellschaft verzichten. Der Begriff Islamophobie ist also nichts weiter als dogmatische Islamophilie und der Irrglaube, dass religiöse Feingefühle besonderer Rücksicht bedürfen, und zwar auch dann besonderer Rücksicht, wenn das Ziel die eigene Vernichtung ist. Muslime wollen immer Opfer sein, um die Verantwortung für ihre Rückständigkeit und Unterlegenheit abzugeben. Es scheint so, als ob die Muslime die USA und den Westen für ihr eigenes Unglück und ihre Rückständigkeit verantwortlich machen, das erleben wir jeden Tag. Man hat das Gefühl, dass die Opferrolle das Hauptmerkmal ihrer Identität ist – und die USA und der Westen das Gegenbild ihrer Kultur geworden sind.

Auch  der Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad lehnt den Begriff der Islamophobie ab, da eine Phobie „Hirngespinste“ beschreibt, während die Gefahr durch Islam und Islamisten real ist. Mit dem Begriff Islamophobie möchte man nur den Islam unantastbar machbar machen, doch bis zum Beweis des Gegenteils kann jeder in einer Demokratie eine Religion als rückständiges Lügengebilde bezeichnen. Es muss nicht nur die Freiheit der Religion in einer Demokratie gewährleistet sein, sondern auch die Freiheit an Kritik dieser Religion. Und vergessen wir nicht, es ist immer noch leichter ein Muslim in Berlin, London, Paris oder Rom zu sein, als Christ im Nahen Osten! Islamophobie ist sicher das Unwort des Jahres 2011.

Und jetzt noch ein Wort zum Abschluss: Ich habe den größten Teil meines Lebens in Deutschland verbracht. Es gibt in Deutschland im Vergleich zu anderen Europäischen Ländern, sehr wenig Fremdenhass. Es mag ein paar Vorurteile beim einen oder anderen geben, aber die meisten Deutschen lassen jedem Gelegenheit diese auszuräumen. Ich spreche hier aus persönlicher Erfahrung. Es ist unfair und unwahr dem Deutschen grundsätzlich Fremdenhass zu unterstellen. Wenn er den Mund aufmachtو um etwas Berechtigtes zu kritisieren, wird er von den eigenen Landsleuten förmlich erschlagen. Ich heiße mit Vornamen Amir-Mohammad und habe schwarze Haare und ich hatte in Deutschland nie ein Problem Arbeit oder eine Wohnung zu finden und das sogar in Bayern. Vielleicht sollten diese muslimischen Jammerlappen sich mal fragen, warum sie ein Problem haben, vielleicht liegt es ja auch an ihnen. Vielleicht sollte man anstatt sich fünf Mal am Tag auf den Boden zu schmeißen und den ganzen Tag Kopftuchmädchen zu produzieren, mal auf die Menschen zugehen, dann wird man feststellen, wie einfach es in Deutschland ist integriert zu sein.

5 Gedanken zu „Islamophobie das Unwort des Jahres 2011

  1. Wolfgang Benz ist kein Historiker, sondern ein schändlicher Lügner. Die Aufgabe des Historikers ist es, die Wahrheit herauszufinden und publik zu machen. Herr Benz aber verbreitet Lügen und schämt sich dessen noch nicht einmal. Ihm sollten seine Titel und Pfründe aberkannt werden. Übrigens war sein Doktorvater ein eingefleischter Nationalsozialist. Man sollte seine Doktorarbeit vielleicht mal auf Wissenschaftlichkeit und Wahrheitsgehalt überprüfen.

  2. Pingback: Islamophobie das Unwort des Jahres 2011 « kopten ohne grenzen

  3. Lieber Artaxerxes, vielen Dank für diesen sehr erhellenden und fairen Artikel. Leider werden ihn die Brett-vor-dem-Kopf-Träger, von denen wir ‚regiert‘ werden, nicht lesen. Man sollte ihn vielleicht an die Grünen Wölfe weiterleiten… Aber die würden ihn wohl nicht lesen, oder die Torktâzi in deren Partei würden ihn klammheimlich entsorgen.
    Deine Einstellung gegenüber den Deutschen ist sehr großzügig und sie freut mich, wie sie umgekehrt auch meine positive Einstellung gegenüber (gebildeten) Iranern wie Dich verstärkt hat.
    Kann ich Dich übrigens darum bitten, den letzten Absatz deines Artikels als Quelle benutzen zu dürfen, um einige meiner Mitmenschen davon zu überzeugen, dass Deutschland doch nicht das absolut ausländerfeindliche Nazi-Paradies ist, als dass es von den eigenen Medien immer dargestellt wird?
    Ich weiß allerdings nicht, ob dieser im Grunde doch eher friedliche Zustand noch lange anhält. Schwerkriminalität, Alltagsgewalt und Relionsfanatismus bestimmter Einwanderergruppen gehen anscheinend immer mehr Deutschen gewaltig auf die Nerven, und die Geschicht lehrt, dass sich unterdrückte Ängste, Sorgen und vor allem Ungerechtigkeiten irgendwann gewaltsam entladen. Das ist etwas, was ich nicht möchte, da sich solche ‚Entladungen‘ dann auch gegen viele Unschuldige richten könnten. Man meint beinahe, unsere Politiker und Richter würden uns geradezu in diese Richtung treiben…

    • Klar darfst Du das verwenden. Und Du kannst noch ergaenzen, was ich heute kann, bin und habe, habe ich nicht nur meinem Fleiss zu verdanken, sondern der Hilfe und Unterstuetzung, die ich von Deutschen erhalten habe, ohne sie haette ich es nie geschafft, ich waere schon im Studium an den Finanzmitteln gescheitert, wenn ich nicht jemanden gefunden haette, der mir ueber den gesamten Zeitraum eine Arbeit gegeben haette und zwar Schichtarbeit im Dreischichtbetrieb, so dass ich das mit meinem Studium vereinbaren konnte und immer wieder mit einem neuen Zeitvertrag bis zum Studienende, was dieser Arbeitgeber gar nicht haette tun duerfen. Der deutsche Staat hat mir ein Darlehen gegeben (Bafoeg), das ebenso sehr wichtig war, um das alles zu finanzieren. Und auch danach erhielt ich fuer meine Karriere immer wieder Unterstuetzung und zwar von Deutschen. Daher kann ich dieses Gejammer nicht hoeren, denn wenn einer einen solchen Namen wie ich hat und so eine Visage dazu und es geht, dann muss es auch bei einem anderen gehen.

      „Man meint beinahe, unsere Politiker und Richter würden uns geradezu in diese Richtung treiben…“

      Das habe ich mir auch schon gedacht

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s