Herr Gerhard Wisnewski von Kopp: Schauen Sie sich dieses Bild an! Das ist die Freiheit der Frau in Iran!

Neulich fragte einer unserer Kommentatoren hier, ob das was der Herr Gerhard Wisnewski über die Frau und ihre angebliche Freiheit schreibt, der Wahrheit entspricht?

Ich habe heute Morgen dieses Bild mit einem kurzem Bericht darüber gefunden, um Herrn Wisnewski zu zeigen, in wieweit er recht hatte und bevor er so großartig und mit überdimensionalen Bildern von verhüllten Pinguinen auf seiner Seite über die Rechte und Freiheit der Frauen in meinem Land berichtet, zuerst sich mit dem einfachen Volk unterhält und nicht sich von der Mullah-Regierung kutschieren lässt und nur das zu sehen bekommt, was erlaubt ist und mit bestimmten Frauen Gespräche führt, deren Namen uns Iranern bekannt sind, die dafür sorgen, dass die unmenschlichen Gesetze der Scharia durchgeführt werden.

Dieses Bild zeigt die Sittenpolizei, wie sie Frauen in den Wagen schleppen, eine junge Frau liegt auf dem Boden und wird gepeinigt und die eingeschüchterten Männer laufen vorbei und schauen nur, wie ihre Frauen, Mütter, Schwester und die Hälfte der iranischen Bevölkerung so erniedrigt und gepeinigt werden. Schließlich ist es tagtäglich geworden solche Szenen zu sehen und daran vorbei zu laufen, denn wenn jemand sich einmischt und Courage zeigt, wird er auch eingebuchtet! Das Bild wurde während der Tehraner Buchmesse, vom 03.05.2012 bis 12.05.2012, geschossen.

Solche Reporter und Journalisten wie dieser Herr Gerhard Wisnewski lernen von dem neuerlichen Interview von Klaus Kleber mit dem Präsidenten der Islamischen Republik Iran, Ahmadinežâd, nicht! Herr Wisnewski, haben Sie sich mit diesem Bericht nicht gerade lächerlich gemacht? Sie wollen uns erzählen, wie es mit der Freiheit der Frau in Iran läuft, und Ihre ahnungslose Leserschaft glaubt Ihnen! Es sind wenige davon, die auch einmal solche kritischen Seiten wie unsere lesen und sich Gedanken darüber machen, und die  skeptisch werden.

Pârse & Pârse lässt nicht zu, dass durch solche Falschberichte, die nach Propaganda riechen, Lügen über den Iran und die Situation der Frauen erzählt werden! Daher werden wir regelmäßig mehr über diese angeblichen Freiheiten und Rechte, die die Frauen in Iran genießen, mehr berichten und das Urteil darüber überlassen wir wie immer unserer Leserschaft, die ja auch sehr wachsam liest.

Herr Wisnewski, versuchen Sie bei Gelegenheit die Erlaubnis zu bekommen Narges Mohammadi, die iranische Frauenrechtlerin, zu interviewen. Sie ist immer noch im Gefängnis und das Foto zeigt sie während ihres Aufenthalts im Krankenhaus, weil sie im Gefängnis sehr gelitten hat! Sie wurde erneut vor paar Tagen verhaftet!

Solche Gutmenschen, wie Herr Wisnewski sind dafür verantwortlich, dass das Leiden der Frauen in Iran in der Welt relativiert und verharmlost wird. Dieser möchte-gern-Journalist soll erst einmal Persisch lernen und den Qur’an lesen.

Hier meine Quelle

57 Gedanken zu „Herr Gerhard Wisnewski von Kopp: Schauen Sie sich dieses Bild an! Das ist die Freiheit der Frau in Iran!

  1. Danke für diesen Artikel. Es ist so schlimm, dass den schreienden Frauen auch noch der Mund zugehalten wird von popeligen Gutmenschen, die meinen, hiermit jetzt eine „differenzierte“ Meinung losgelassen zu haben.

    • Sherry jân, als ich den Artikel geschrieben hatte, war ich voller Wut, denn die ganze Zeit hatte ich das Bild der jungen Frau am Boden liegend vor den Augen. Gerade sorgen solchen Gutmenschen dafür, dass die Menschen im Ausland ein verwirrtes Bild aus unserer Heimat bekommen! Damit verharmlost er auch die schleichende Islamisierung und den Hidjab in Europa besonders Deutschland!

    • Die Benachteiligung von Frauen ist keine Verschwörung von Männern, sondern hat gesellschaftliche Ursachen. Frauenunterdrückung entstand in Klassengesellschaften vor rund 10.000 Jahren.
      Die Benachteiligung von Frauen ist keine Verschwörung von Männern, sondern hat gesellschaftliche Ursachen. Frauenunterdrückung entstand in Klassengesellschaften vor rund 10.000 Jahren

      Friedrich Engels legte 1884 in „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates“ die theoretische Grundlage für ein Verständnis der gesellschaftlichen Untersachen von Frauenunterdrückung. Engels Hauptargument war, dass Frauen während des Großteils der Menschheitsgeschichte nicht unterdrückt wurden.

      Neuere Untersuchungen bestätigen, dass in den klassenlosen Jäger- und Sammlergemeinschaften Frauen nicht unterdrückt waren. Es gab zwar eine biologisch bedingte Arbeitsteilung zwischen Frauen und Männern, die in ihrem Ausmaß je nach regionalen Bedingungen variierte. Doch es kam zu keiner Unterordnung der Frau. Die Gebärfähigkeit von Frauen war hinderte sie nicht daran, den größten Teil zur Versorgung der Stammesgemeinschaften beizutragen.

      Die Produktion eines Stammes war gemeinschaftlich organisiert, die Erzeugnisse wurden geteilt. Es gab keine materielle Basis für Privateigentum, für feste Familienstrukturen oder einen bewaffneten Staatsapparat.

      Das änderte sich mit der Entwicklung von schwerer Landwirtschaft, die effektiver war und so ein Mehrprodukt erzeugen konnte, das über den täglichen Bedarf der Sippe hinausreichte. Dieses Mehrprodukt wurde von einer kleinen Minderheit verwaltet und kontrolliert. Zunehmend ungleiche Gesellschaften, in denen eine Minderheit die Verwendung des gesellschaftlichen Mehrprodukts kontrollierte, waren die Folge

      Der gesamtgesellschaftliche Reichtum war noch nie in der Menschheitsgeschichte so groß wie heute. Frauenbefreiung wäre möglich, wenn ein Teil dieser Ressourcen für die Vergesellschaftung von Kinderversorgung und Hausarbeit verwendet würde.

      Dieser Reichtum wird heute zwar von der übergroßen Mehrheit produziert, aber kontrolliert von einer kleinen Minderheit, deren Politik der Logik zur Profitsteigerung folgt. Aufgrund der Krisenhaftigkeit dieses Wirtschaftssystems wird die notwendige Sozialisierung der Reproduktion im Kapitalismus nie stattfinden. Nur eine demokratische Planung der Wirtschaft, die sich nach den Bedürfnissen der Mehrheit richtet, kann die Möglichkeit dazu eröffnen.

      Ein Großteil der weltweiten Arbeiterklasse sind Frauen. Mit dem massenhaften Eintritt in die Arbeiterklasse steigen ihre Möglichkeiten zum Kampf gegen Frauenunterdrückung.

      Der Schlüssel zur Frauenbefreiung liegt nicht im Geschlechterkampf, sondern im Kampf gegen die kapitalistische Klassengesellschaft. Männer der Arbeiterklasse profitieren nicht von Frauenunterdrückung. Der sexistische Blödsinn, dass Frauen von einem anderen Planeten kämen, vergiftet persönliche und sexuelle Beziehungen sowohl für Männer als auch für Frauen. Männer wie Frauen leiden in Arbeiterfamilien unter niedrigen Löhnen und dem Mangel an Kinderbetreuung und sozialen Einrichtungen.

      Der Weg nach vorne für Frauen und Männer ist der gemeinsame Kampf für den Sturz des globalen Kapitalismus und für den Aufbau einer klassenlosen und gerechten Welt ohne Frauenunterdrückung.

      • es gibt islamische Geschlechtertrennung und es gibt unverwirklichte Gleichberechtigung. Und es gibt die „Nuancen“ dazwischen.
        Es gibt Autoren, die behaupten, die Emanzipation unter herkömmlichen Umständen führe uns auf den Holzweg.
        http://www.amazon.de/Die-Emanzipation-Angleichung-Geschlechter-Gesellschaft/dp/3837000885/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1267806251&sr=8-1

        Ich habe das Buch nicht gelesen, aus einer Rezension:
        Mersch behauptet: Solange Frauen nicht in gleicher Weise mit dem Aufziehen ihrer eigenen Kinder im Rahmen eines Berufes Geld verdienen können, sind sie nicht vollständig emanzipiert. Die Emanzipation der Frauen ist dann noch nicht abgeschlossen. Der ewige Streit zwischen Raben- und Supermütter rühre nämlich daher: Man habe vergessen, familienorientierte Frauen an den Errungenschaften der Emanzipation der Frauen teilhaben zu lassen.

        ad „Europäische Werte“. Es gibt natürlich nur universale Werte, sie wurden im Westen tw früher (wieimmer unvollkommen) angenommen. Meinungs-, Redefreiheit, Pluralismus, keine Körperstrafen mehr, …

        Ja, auch der Westen kann besser werden. Und ja, der an Artenreichtum unübertroffene Islam ist in fast jeder Beziehung, außer seiner Selbstbehauptung z.b schlechter

  2. Werte Fartab Parse,
    es ist toll, wie Sie auf den verharmlosenden Artikel des Herrn Wisnewski reagiert haben. Ich höre die nur zu verständliche Wut, in der Sie den Artikel verfasst haben heraus, insbesondere im letzten Absatz.

    Man muss nicht „persisch“ lernen, um eine politische Situation einschätzen zu können, sondern wir brauchen im Grunde nur echte Quellen, die auch in englisch oder deutsch, so wie Ihr blog hart von den rechtlichen Frauensitutationen und -bedingungen in der Bevölkerung berichten. Sie und Ihr blog sind der beste Beweis.

    Wenn ich mir die Kritik erlauben darf, wird der hohe Wert dieses Artikel durch Beleidigungen, so verständlich sie auch sein mögen, abgemindert, weil einfach ein solch toller Artikel in die Unsachlichkeit abgleitet. Die werten Blog-Betreiber sind intelligent genug, um schlechten Journalismus als solchen mit anderen Stilmitteln entlarven zu können. Die Aussage des letzten Absatzes ist inhaltlich natürlich völlig stimmig.

    Verzeihen Sie mir diese Kritik.

    • Mein sehr geschätzter Bazillus, ich habe die berechtigte Kritik gelesen und meinen letzten Absatz korrigiert und andere Wörter reingesetzt. Die Wut ist zu groß, um vernünftig zu schreiben, aber Du hast recht. Vielen Dank 😉

      • Werte Fartab Parse,
        damit haben Sie echte Chrakterstärke zum Guten bewiesen. Danke! Jetzt ist der Artikel perfekt.

        Bitte mehr, viel mehr davon.

        • Gern geschehen. Ich werde wieder bald darüber berichten. Wenn Du oder andere Leserschaft auf seine Seite liest, bitte ich Euch allen den Link zu unseren Beiträgen, egal welche, die die Unterdrückung der Frau beschreiben, als Kommentar setzen und ihn widerlegen. Das ist eine Unverschämtheit und mir kommt es vor, als ob ich einen Artikel über Hitler schreiben würde und seine Taten huldigen würde und auch noch verleugnet hätte, dass es Holocaust in dem Ausmaß gegeben hätte! So beleidigt fühle ich mich!

  3. Ey Khoda, yek nafar mesle Babak Khorramdin tu Iran chera peyda nemische?! ke in la´ante Torktaziaro tike parashoon kone!!!

      • Merci, Fartaab jân. Mardom, khaste hastan, tu khiabanha faghat buye naomidi hast. Entweder fliehen sie ausdem land oder sie nehmen es einfach nur noch so hin unter diesem drecksregime zu leben.

        • Die Frage ist, wie lange Sooroosh jân, wie lange will dieses Volk sich dermaßen erniedrigen lassen!? Irgendwann muss doch der letzte Tropf fallen! Ich hoffe nur, das dieses Volk etwas tut und sich befreit, bevor die ersten Bomben fallen!

          • Das was ich nicht verstehen kann ist, wie kann unser Volk nur zusehen wie die Regierung das Land an den Rand des Krieges treiben wird und nichts unternimmt? Wenn ich sowieso weiss wie dreckig und anti-iranisch das regime ist und es soweit bringt das land ins chaos zu stürzen würde ich alles tun um dieses Regime zu beseitigen und alle aus unserem land verjagen. wieso unternehmen die leute nichts? sie werden sowieso alles verlieren wenn der krieg kommen wird. lieber das regime stürtzen und sei es mit gewalt. Es wird vergossen werden eine menge, aber die schäden die mit einem Krieg entstehen danach ist es keineswegs ein vergleich!

            • Da hast Du recht, aber Du und ich denken immer noch an die jungen und tapferen Männer, die in den Krieg zogen und sie waren alle Helden, ob sie starben oder nach Hause kamen! Die Zeiten ändern sich leider! Die heutige Generation hat sich sehr verändert! 33 Jahre sind vergangen und es kommen immer wieder Kinder in diesem Land, die die unterwürfig auf die Welt kommen, denn nach einer Zeit ist es bewiesen, dass die Gene sich auch dementsprechend ändern! Keine gute Versorgung, sei es Lebensmittel, sei es gesellschaftlich! Betrachte mal bei Gelegenheit die Youtube Clips von den iranischen jungen Frauen und Mädchen vor der Revolution! Sie sehen alle sehr groß und schlank und reif aus und die junge Männer auch, aber heute siehst Du eine kleine verschrumpelte Generation, die mit jeglichen Drogen versorgt ist und unterwürfig und ständig auf der Straße Erniedrigung kassiert!

  4. Ich merke das sogar hier Fartaab jân, ich komme aus einer sehr großen Stadt wo ziemlich viele neuankömmlinge aus iran asyl beantragen, wenn ich die Gleichaltrigen mir unserer vergleiche die kurz nach der Revolution hergekommen sind erkenne ich den unterschied direkt. Wie du es auch genau beschrieben hast.

  5. Ihr Lieben,
    danke für die prompte Reaktion auf meine Anfrage. Ich werde beides noch an diesem WE auf meinem Blog veröffentlichen.
    Des einzigen und ewigen Gottes (Jahwe) reicher Segen sei auf Euch!!!

    • Wir bedanken uns bei Dir mein Blogfreund! Und vielen Dank für die Weiterverbreitung. Sei auch gesegnet! Laus Deo.

  6. am 03.05.2012, zum Tag der Pressefreiheit klingt Wisnewski sehr nett und einleuchtend:

    Ein Fazit zieht er – in Zusammenhang mit seinem Interviewpartner – wie folgt:
    Es gibt eine ‚inoffizielle politische Verfolgung‘ bei uns, die noch schlimmer ist, als offizielle Zensur in Länder wie China, Aserbadjan, oder der Ukraine.
    Immerhin hat sein Berufsstand bei uns eine Menge auszuhalten: Termin- und Leistungsdruck, Abweichlermeinungen erhalten ungemein viel Gegenwind, am Ende wird eigene Leistung gar nicht verwendet und gewürdigt. Das ist schlimm – ja, da kann ich folgen. Und es führt am Ende zu dem, was z. B. auch Grass ‚Gleichschaltung der Presse‘ nennt.

    Der Iran bleibt unerwähnt, die Reise dorthin lag ja schon über 14 Tage zurück.
    Dort flogen ihm zum ‚Thema Frauenrechte im Iran‘ etwa eine Stunde lang jede Menge Zahlen und Initiativen um die Ohren. Und von schlimmen Dingen keine Spur.
    Entweder hat ihn das über sein Vermögen beeindrukt, oder der lange Dienst im ‚Abseits des Mainstreams‘ hat ihn die Grundsätze Journalistischer Arbeit vergessen lassen.

    Einem Diktator die Hand reichen? Darf man das? So mag er kritisch gefragt haben.
    Ein Elsässer muss doch nicht politisch korrekt sein, über diese spießige Hemmschwelle ist er schon lange hinaus.
    Aber wenn er schon über die Situation von Frauen im Iran schreibt, dann hätte er anders fragen können:
    Was wäre, wenn er eine Frau gewesen wäre?
    Einem Diktator die Hand reichen? Darf Frau das?
    Es hätte ihm auffallen können, dass der kleine A. beim Händereichen an den Frauen vorüberging.

    Warum sein Artikel schon für sich allein genommen – ohne jeden gegenteiligen Beleg von Frauendiskriminierung – bösartig ist:
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/gerhard-wisnewski/iran-frauenunterdrueckung-fehlanzeige.html

    1.
    Er schlussfolgert aus schwersten Vorwürften der Menschenrechtsorganisationen, dass
    „schwerste Menschenrechtsverletzungen an Frauen an der Tagesordnung“ sein müssten.
    Anschließend belegt er, dass dies an JENEM Tage nicht ÜBERALL der Fall war.
    Damit hat er NUR seine eigene Überspitzung widerlegt!
    Soetwas entgeht aber dem unkritischen Leser, jener wurde getäuscht.

    2.
    Er spielt auf unser Emanzipationsniveau (Quotenfrau) als übertrieben an.
    Er leitet vom UNO-Typischen Jargon einer Regierungsangestellten ab, dass eine Einstellung,
    „der zufolge die Frau qua ihres Geschlechts per se qualifiziert, hilfreich und gut ist, egal um welchen Job es sich handelt.“
    allgemein verbreitet. Damit legt er nahe: wenn die da schon auf unserem Niveau sind, dann kann es ja gar nicht schlimm sein.

    3.
    Er spricht von, so wörtlich „zersetzenden Spannungen dieser »Emanzipations«-Politik“, die „auch“ im Iran (also ebenso wie bei uns) deutlich würden.
    Dann faselt er „man macht sich Gedanken über Anrechnung von Erziehungsjahren“, also alles schon fast so, wie bei uns.
    Wie viel oder wenig ein „man macht sich Gedanken“ heisst (im Zweifelsfall eher gar nichts), braucht er nicht weiter auszuführen.

    4.
    Er scheut auch nicht vor vollmundigen Falschaussagen zurück.
    „Auch im Iran sind Frauen nicht nur laut Verfassung gleichberechtigt“
    Wenn er eine Reise in den Iran unternimmt, dann sollte er sich vorher informiert haben. Z. B. bei den
    Reise- und Sicherheitshinweisen unseres auswärtigen Amtes. Dort gibt es nämich einen Abschnitt
    ‚Hinweise für deutsche Ehefrauen iranischer Staatsangehöriger‘, aus welchem die stark eingeschränkten Rechte
    sogar deutscher Frauen ganz klar hervorgehen.

    Fazit: Er wendet sich bewusst an einen unkritischen und emanzipationsfeindlichen Bevölkerungsteil.
    Diesen täuscht er mithilfe geschickter Rhetorik, knüpft an die dort vorhandenen Klisches an und verallgemeinert grob.
    Gegenteilige Hinweise, die ihm als Profi aufgefallen sein müssen, unterdrückt er vollständig.
    In diesem Ausmaß kann das nicht versehentlich geschehen sein. Er hätte sie bemerken müssen, und Dinge finden, die schlimmer sind, als das was er so auszuhalten hat.
    Als ‚Gutmenschen‘ würde ich ihn deshalb nicht bezeichnen, ich nenne ihn ‚Demagogen‘.

    Wirkung: Er erreicht die Empfänlichen, die Kritischen stößt er ab.
    Er bleibt somit im Abseits-des-Mainstreams und formt sich seine eigene Glaubens-und-Fan-Gemeinde.

    —-

    Claus Hübscher kommt am Montag noch dran, und muss sich vor der FDP verantworten.
    Für ihn ist es ‚eine private Bildungsreise‘ und nur die Teilnahme dürfe doch nicht verboten sein. Klingt nicht unanständig.
    http://www.radiobremen.de/fernsehen/buten_un_binnen/video36610-popup.html

    Er wirft – wie ich finde: zurecht – die Frage auf, warum man ihn „allein wegen eines Fotos“ schon verurteilt.

    Political Correctnes sagt: „Mit einem Diktator spricht man (besser) nicht!“
    Ich aber sage euch: DOCH, Man spricht mit ihm!
    Aber nicht über schönes Wetter, sondern über das, was sein muss!
    Wenn man schon so weit kommt, dann fragt man auch:
    „Wünschen Sie, dass Israel verschwindet, oder dass es wohnen darf? Ja, oder nein?“
    „Wurden Sie hier richtig übersetzt? Ja, oder nein?“
    „Anerkennen Sie die Massenvernichtung in deutschen Lagern? Ja, oder nein?“
    „Anerkennen SIE die UNO-Gebietszuweisung für Israel als verbindlich (künstlich ist eine andere Frage)? Ja, oder nein?“
    Diese Fragen haben Sie alle nicht gestellt, und Claus Kleber vom ZDF auch nicht!
    Und es fielen mir noch mehr Themenblöcke ein.

    Practical Effectivity sagt: „Lüge (nur so weit) wie es sich lohnt!“
    Vergraule nicht deine eingene Leserschaft, sondern hofiere sie!
    Rede so, wie sie dich auch verstehen können!
    Stelle heraus, dass du es bist, der den Durchblick als erstes und am meisten hat!

    Gerne gibt man es ja geschönt, gedreht, verkürzt und verbogen weiter.
    Gerne dreht einer nach rechts, der andere nach links, der dritte weiss die Wahrheit immer in der Mitte.
    Gerne überlegt man sich, wer denn der vollen Wahrheit würdig ist.
    Gerne verfällt man auf bequemes und vertrautes.
    Gerne ist man da, wo man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen muss.
    Gerne putzt man den Abwesenden runter und wird auch selbst gleich größer.
    Und gerne schweigt man ganz, wo es sich am meisten für einen selber lohnt.
    So ist es in gleicher Weise angenehm, wie trügerisch!
    So bleiben alle in ihren Lagern und glauben an ihre Version.
    So wird Zusammenkommen und Austausch verhindert.
    So werden Spannungen aufgebaut und Kriege provoziert.
    So ahnt man sogar schon die Kathastrophe – unfähig auf eine Lösung zu kommen.

    Jesus aber sagte uns: „Eure Rede sei ‚ja, ja‘ und ’nein, nein‘!“
    So ist das.

  7. Demagogen , welches politische Hetzer sind, können sehr wohl Gutmenschen sein. Denn die Gutmenschen von heute haben die Meinungshoheit und hetzen gegen alle, die anderer Meinung sind.

    Die Problematik der heutigen Zeit ist die Relativierung in Allem. Man kan ein KZ als Erholungsheim hinstellen, wenn man die richtigen Leute fragt. Man kann einen GULAG als einen Ort des Zusammenhalts in Arbeit und Freude beschreiben, wenn man die richtigen Leute fragt. Man kann die Politik Irans als einen Ausbund und Vorbild an Toleranz und Friedfertigkeit hinstellen, wenn die richtigen Leute befragt werden.

    Journalisten, die bewusst die grausamen Realitäten negieren und die hiesige Öffentlichkeit mit Sahnestückchen füttern, die den Eindruck erwecken sollen, dass das angenommene und das real existierende Debakel nicht existiert, sind keine Journalisten, sondern perfide und in diesem Fall Frauen verachtende Menschen, eben Gutmenschen, die sich selbst und anderen mit einem Wolkenkuckucksheim in Schriftform belügen, welches die erlittenen realen Brutaliäten des Alltags des iransichen Volkes durch ihre politisch-religiösen Führer in Watte packen und möglichst verschleiern soll. Das ist kein guter Journalismus der Wahrheit, sondern der Lüge:

    Werter Jockel, das Schlusswort Ihres Kommentars ist exakt das Passende zu dieser Problematik.

    Die einfache Wahrheit kann so schmerzlich sein auch für Leserinnen und Leser. Sie brauchen nicht geschont sie werden. Sie sollten ein Bewusstsein für Ungerechtigkeiten entwickeln. Genau das jedoch verhindern solche Journalisten wie Herr Wisnewski.

    • „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott!“

      Könnte Micha (Kap. 6,8) dem Gutmenschen vielleicht helfen, seiner Ironie zu entkommen?

      Sehr gut erkannt übrigens: Die unglaublich große Wahlfreiheit für eine gut passende Wahrheit.

      Das Durcheinander ist heutezutage glaube ich deutlich größer, als früher. Mit „Babylon“ im Sinne von Verwirrung hat es die Bibel vorhergesagt. Und das es einen Punkt geben wird, wo man aussteigen sollte (Offb. 18,4).

  8. Sooroosh sagte am Mai 11, 2012 um 14:07 :

    Ich merke das sogar hier Fartaab jân, ich komme aus einer sehr großen Stadt wo ziemlich viele neuankömmlinge aus iran asyl beantragen, wenn ich die Gleichaltrigen mir unserer vergleiche die kurz nach der Revolution hergekommen sind erkenne ich den unterschied direkt. Wie du es auch genau beschrieben hast.
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    Fartâb Pârse sagte am Mai 11, 2012 um 14:13 :

    Ja! Eine abgeschrumpfte Generation! Die psychische Krankheiten in Iran sind sehr alarmierend.

    Ich habe mit entsetztem Interesse den schriftlichen Dialog zwischen Ihnen Beiden verfolgt. Offensichtlich ist der Widerstandswille des iranischen Volkes gegen diese Regierung wenn nicht gebrochen, so doch gefährlich erlahmt. Dies ist nur zu verständlich nach dem Leid, welches die Bevölkerung hat seit der MAchtergreifung des Chomeini erleiden müssen. Kaum eine Familie, die nicht ein ermordetes, ein zu Unrecht inhaftiertes oder sonstwie gedemütigtes Familienmitglied zu beklagen hätte. Ich denke da an die vielen Erhenkten, die vielen Inhaftierungen von Regimegegenern und politischen Gefangenen und an die Folteropfer aus Polizeigewahrsam und Knast, wie in islamischen und anderen totalitären Staaten üblich, die keine Trennung von Legislative und Exekutive sowie Judikative kennen.

    Ja, diese Unterwürfigkeit, die sich als die Folge der lähmenden Situtation des „Wir können doch nichts verändern, die da oben machen doch, was sie wollen“ einstellen kann über die Jahrzehnte hinweg (einige Aufstände wurden brutal niedergeknüppelt, Stichwort „Neda“), wird weiter gegeben von Generation zu Generation. Er wirkt wie ein lähmender Kreislauf, wie ein Labyrinth, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.

    Die Menschen sind lethargisch, ihre Empfindungen abgestumpft, ihr Freiheitswille gelähmt, ihr Selbstbewusstsein angebrochen. Und das Schlimmste: Wir können diesen Menschen doch nicht böse sein. Wer will nicht von einer solchen Obrigkeit in Ruhe gelassen werden?

    Wer jedoch kann in einer solchen Situation effektiv helfen? Da muss schon ein Wunder geschehen. Wie kann man Menschen mit einem solchen Trauma durch Aufklärung motivieren zur Auflehnung, zum Wehren? Ich kann da keine Antwort geben.

    • Deine Sätze sind so wahr und obwohl Du nicht in meinem Land gewesen bist, kommt es mir vor, durch diese Worte und Sätze, als ob Du tatsächlich den kleinen Mann auf der Straße angesprochen hättest! Und dafür bist Du nicht mal ein Journalist! Danke

    • Warum sollen wir es! Wir haben doch niemanden beleidigt! Im Gegenteil, wir sind sauer auf ihn und seine permanente Lügenerzählungen über den Iran und die Situation da! Er kann meinetwegen über die VAE berichten! Denn die Deutschen machen auch da sehr gute Geschäfte mit den Arabern und es sind bedauerlicherweise viele deutsche „Gastarbeiter“! Damit diese Araber zufrieden sind, verfälscht man auf Kosten meines Landes und seine Kultur die Geschichte.

    • Werter Prinz,

      der Depp kann mich am Arsch lecken und der naechste Artikel der diesen Deppen Luegen straft ist schon unterwegs.

      • Du machst ein gutes Stück Arbeit, und nicht nur deine, zur Katze.
        – Schade -.
        Ich könnte deine Wut ebenso verstehen, wenn du es dir nochmal überlegtest. Deine Art der kurzgefassten Ehrlichkeit hat ja was erfrischendes, aber ich glaube, rein sachlich käme man weiter.
        Ist Wisnewski eigentlich schon informiert?
        Erstmal schönes Wochenende!

        • Nein, da komm ich sachlich nicht weiter, weil ich ihm unterstelle, dass er absichtlich falsch Bericht erstattet und proislamisch eingestellt ist. Wenn irgendein Depp meint dass meine Artikel schlechter werden weil ich zu einem Arschloch Arschloch gesagt habe, dann ist das nicht mein Problem

    • Ich meinte das nicht als Spaß, Leute.
      Ihr könntet da echt Probleme bekommen wenn ihr jemanden in einem Artikel als Arschloch betitelt.
      Das ist was anderes als wenn man es jemandem in einem Wirtshaus oder auf dem Fußballplatz hinterherbrüllt.

      • und was dann? werde ich dann gesteinigt? Also was? Wenn er das meint tun zu muessen, ja was soll dann passieren ausser einen Haufen Papierkram zu produzieren.

          • Werter Prinz, Geld kriegt er sowieso dafuer keines, sondern hoechstens die Staatskasse und dann wars das allemal wert. Und dann stellt sich ueberhaupt die Frage welches Gericht zustaendig ist. Ein Gericht in den USA, eines in Italien. Bei letzterem dauerst so ein Verfahren 20 Jahre. Keine Sorge.

  9. Pingback: Islamischer Weltfrauentag in Wien – Freiheit der Frau in Iran! « kopten ohne grenzen

        • Das ist die Frage, die ich mir auch gestellt habe und hoffe, dass er mehr darüber schreibt, was er mit diesen Sätzen hier gemeint hat und es wäre gut, wenn er sich klarer ausdrücken würde.

          • Er meint dass wir uns genau von solchen Leuten sonst auch Unsinn einreden lassen, damit meint er meine Bernard Lewis Reihe und meine Kritik an den USA fuer ihre Geopolitik. Er soll bitte nicht mehr darueber schreiben, weil ich hab keine Zeit auf Schwachsinn zu antworten.

            • Achso!!!! Ich weiß, wo es immer noch bei ihm brennt! Es ist immer noch im Rachen steckengeblieben. Das kann es sich ersparen und nicht mehr die Frechheit haben hier aufzutauchen und furzen und dann gehen. Er soll es mit seinem Schwachsinn lassen. Ich kann mir schon bei ihm den nächsten Artikel und Umherziehen vorstellen: „Fartâb Pârse hat Furzer zu mir gesagt“ und dann gehts los! Er soll seinen Pech woanders suchen. Keine Zeit für seine Laberei hier.

            • Vielleicht sollte ich mir Aron noch einmal zur Brust nehmen 😉

              Obwohl ich sagen muss dass ich viele seiner Beiträge schätze, er neigt aber gern dazu Sachen mit denen er sich aus was für Gründen auch immer noch nicht richtig beschäftigt hat, einfach mal so abzuwatschen.

            • Mein Prinz, es ist Dir überlassen. Aber, ich denke da hast Du mit dem letzten Satz vollkommen recht. Wenn ich von etwas wenig oder überhaupt keine Ahnung habe, halte ich mich zurück und bin ganz still.

            • erst war ich euer „Blog-Freund“ – so spracht ihr mich zumindest an, als ihr auf meiner Seite Werbung für eure Beiträge gemacht habt.

              Viele eurer Beiträge fand ich gut, weswegen es mich freute, so von euch angesprochen zu werden.

              so wie bei pi.news (die jedoch auf Kritik gelassener reagieren) habe ich es jedoch auch gesagt, dass mich gewisse Beiträge sehr stören.

              so wurde ich zu eurem „Blog-Feind“

              ihr solltet mich nicht als Feind betrachten.

              Verschwörungstheorien schaden euch – Leute wie Stephan Erdmann spielen genau in derselben Liga wie Wisnewski (wenn nicht noch tiefer):

              http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/02/15/wer-alles-hinter-allem-steckt/

              was Tangsir betrifft, ist der einzige Vorwurf, den man ihm machen kann, dass er genauso wie ihr dazu neigt, bei Kritik zu vorschnell um sich herumzuschlagen

            • Aron, ich bin jemand, der in Frieden leben will und gerne die Hand reicht und gerne auch den Kriegsbeil begräbt. Ich begrüße immer den neuen Anfang und der neue Anfang heißt, dass jeder seine Sache macht und jeder schreibt, wie er möchte und will und ich kann auch Dich nicht verurteilen, warum Du nichts von Verschwörungstheorie hältst, denn Du bist so und ich bin anders. Und außerdem ist der Feind woanders und es ist besser, wenn man die Kräfte bündelt. Und nur eine Bitte! Vergleiche nie wieder uns und unseren Blog mit Tangsir, denn wir können wohl mit Kritik umgehen. Ich schreib auch nicht andauernd, dass der Aron mein Feind ist, weil er nichts von Verschwörungstheorie hält.

            • So, der Kriegsbeil ist begraben und wir sind Blogfreunde, die sich respektieren und keiner verurteilt die wertvolle Arbeit des Anderen. Aron, Du kannst den interessanten Mossadeq-Artikel immer noch loben, denn heute wurden viele Klicks auf diesem Artikel betätigt. Bis heute wird dieser Artikel gelesen und darüber in einem anderen Forum diskutiert.

              Wie gesagt, der Feind ist woanders.

          • Werter Prinz Du hast hier ja als Stammkommentator Narrenfreiheit, aber mir waere es lieber wenn Du fuer den keine Werbung bei uns machst, Du weisst was er sich hier geleistet hat mit bace kuni

            • Da bin ich auch der Meinung von Ardašir, mein Prinz! Wie gesagt, Du hast den Status als Stammkommentator, aber die Werbung für ihn muss nicht hier sein. Entweder löscht man komplett PI oder lässt man ihn einfach im Blogroll sein, aber nicht so! Ständig die Meinung ändern, verleiht niemandem die Glaubwürdigkeit.

  10. Als kleine Einführung sind folgende zu den Frauenrechten im Islam sind folgende Videos zu empfehlen:

    Faszinierend, wie diese mutige Frau, gemeint ist Sabatina James, diese Fragen in ihren Videos anschneidet. Die Leser sollten sich diese Videos nicht entgehen lassen.

  11. Von diesen Videos gibt es noch 2 Teile. Ich hatte alle vier gelinkt. Hat aber wohl nicht ganz geklappt. Bin ja schon froh, dass ich „sowas“ kann. Danke werte Lehrerein in dieser Frage. Ich weiß nicht, welche Teile von den Vieren jetzt hier eingeblendet wurden. Ansonsten bei youtube unter „Sabatina James Frauenrechte im Islam“ eingeben.

  12. OT:

    http://www.focus.de/panorama/welt/schweiz-erlaubt-islamisten-der-mann-kann-seine-frau-im-extremfall-schlagen_aid_750958.html

    Das christiche Abendland geht zur Neige. Das ist einfach nur noch ungeheuerlich. Sollten hier doch sofort nach der Scharia urteilen. Diesmal übt sich die Schweiz in Scharia-komm-doch-endlich-wir-können-es-kaum-noch-erwarten-Manier.
    Über soviel Dummheit, soll ich da lachen oder heulen? Da ich nicht zu den Heulsusen gehöre, schreibe ich lieber giftige Kommentare in blogs wie diesem.

    • Deine giftige Kommentare sind sehr einleuchtend und genial, so dass wir sie immer wieder als einen gesonderten Artikel veröffentlichen, damit sie nicht untergehen. Lass Deinen Wut frei und schreib lieber einen Gegenartikel zu dem Schweizislam!

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