Muslimbruderschaft leidet unter Vertrauensverlust

Ein interessanter Artikel über die Wahlen in Ägypten bei unseren Kopten:

Im Bus, beim Friseur, an der Supermarktkasse: Überall in Kairo begegnen mir Menschen, die sich hilflos die Schicksalsfrage stellen: Wen sollen wir bei der Stichwahl in drei Wochen, beim Kampf der Giganten, wählen?

Für alle, die in der ersten Runde weder für Ahmed Schafik, noch für Muhammed Mursi stimmten, ist die jetzige Konstellation schlichtweg ein Desaster.

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11 Gedanken zu „Muslimbruderschaft leidet unter Vertrauensverlust

    • Wir müssen abwarten, was in Ägypten in den nächsten Monaten passiert, denn es gibt Ägypter, die absolut keine „islamische“ Herrschaft wollen und die gibt es zu hauf, besonders zwischen den Künstlern, SängerInnen und SchauspielerInnen; und sie haben auch viele Fans! Gott bewahre, denn ein Bürgerkrieg ist das Letzte, was dieses Land braucht.

      • Wir müssen abwarten, was in Ägypten in den nächsten Monaten passiert, denn es gibt Ägypter, die absolut keine “islamische” Herrschaft

        vor allem den Kopten wäre zu wünschen Eine DEMOKRATIE
        IN FRIEDEN MIT ALLEN ÄGYPTERN LEBEN ZU DÜRFEN—IM SINNE EINER FREIHEIT DES LEBENS UND GLAUBENS-DANKE GOTT SEGNE ALLE MENSCHEN IN GÜTE UND GNADE-

    • Ist eben nicht jedem bekannt, aber trefflich fein.
      Wie schön, dass er dem Unwort „Judenrein“ nicht noch zu einer weiteren Sprache verholfen hat.
      Nur an einer Stelle bin ich anderer Meinung – sofern hier Meinungen überhaupt gefragt sind.
      Er kommt zu dem Schluss, dass es wirklich leicht sei, weil wir ja nur unsere eigene Ignoranz überwinden müssten.
      Ich denke, sich selbst zu überwinden ist der größte Kampf überhaupt.
      Ich fürchte, dass dieser Kampf (und das ist aus meiner Sicht der eigentliche) verloren geht.

      Das Bekenntnis zum Gewaltverzicht
      ist für sich allein genommen nur eine hohle Phrase. Wenn unsere offiziellen Stellen diese immer wieder abfragen, sich damit zufrieden geben, aber das eigentliche Problem gar nicht verstanden haben, – wird am Ende der Islam gewinnen.

      Das Bekenntnis zum Gewaltverzicht
      ist nur eine – ziemlich frühe – Zwischenstation auf dem Weg.
      Im Kampf der Zivilisationen – freiheitliche Ordnung gegen sklavische – ist es nur die eigene Identifikation (eigener Standort): Ja, wir verzichten auf Gewalt, weil wir freiheitlich denken. Damit allein ist aber noch kein Meter gewonnen, das allein ist nur der Verzicht der sofortigen Selbstwiderlegung.

      Das Bekenntnis zum Gewaltverzicht
      erhoffe ich mir auch etwas öfter, als ich es wahrnehme. Ich meine zu wissen, dass wir kaum den ganzen ‚Kampf‘ gewinnen könne, wenn schon ein so früher Schritt nicht als solcher vollzogen wurde. Entweder, weil damit ’nur‘ Übernommenes nachgeplappert wurde, oder weil die eigene Position gar nicht diese ist, und man heimlich auf den bewaffeneten Kampf hin denkt.

      Ich brauche gar nicht zu fragen, was besser ist. Es ist eine Frage des Glaubens. Ob man es für möglich hält, ausreichend Durchblick zu erzeugen, der für ein konsequentes präventives Staatsverhalten zwingend erforderlich ist. Also ganz klar erst im Nachhinein geschichtlich beweisbar.

      • Werter Jockel,

        ich denke, dass er meinte, dass es leicht sei zu erkennen, den Islam als das zu sehen, was er zumindest zu einem recht ansehnlichen Teil ist, eine Unterwerfungsideologie. Dieses Erkennen jedoch zu verlautbaren und zu fördern, ist schon ein anderes Kaliber. Ich bin überzeugt, dass viele Politiker die Gefahr des Islam erkennen, jedoch es aus Feigheit unterlassen, politische Maßnahmen zu ergreifen. Die permanente Relativierung in vielen, eben auch in diesen Dingen ist letztlich nichts anderes als feiger Opportunismus.

        Dieser von Ihnen und von allen in dieser Gesellschaft erhoffte Gewaltverzicht muss jedoch ehrlich gemeint sein und auch durchgeführt werden und es muss zunächst jedoch erstmal definiert werden, dass auch Diskriminierung, Mobbing und das Bewerten ander Menschen als minderwertig bereits eine Gewalthandlung geistiger und infolgedessen physischer Art darstellt. Das ist vielen Menschen, die in einer Unterwerfungsideologie verhaftet sein müssen, nicht mehr klar, weil sie ihre eigene Unterdrückung bereits verinnerlicht haben, wie wir gerade an den Frauen hier in Europa sehen können, die stolz darauf sind, ohne Not ein Kopftuch tragen zu dürfen und somit mit dazu beitragen, ihre Glaubensschwestern in fundamentalislamischen Ländern letztlich zu verraten.

        • @Bazillus:
          Mit „leicht zu erkennen“ mögen Sie recht haben, aber er setzt es ja noch fort und kommt dazu, unsere Ignoranz zu überwinden sei „durchaus machbar“.
          Nun, er ist Amerikaner. Sie sagen immer schnell „we can do …“ und fangen meistens auch schneller an als wir Deutsche. Das ließe zumindest hoffen…

          Wo ich übrigens auch ganz bei Ihnen bin, ist, dass wir diese weithin plattgetretene Forderung ‚Gewaltverzicht‘ noch etwas weiter fassen sollten.
          Auch die von Ihnen genannten Diskriminierungen oder andersartige geistige Brandstiftungen müssen mit einbezogen werden.

          Keine Toleranz zu Intoleranz!

          Dann muss aber der Vollzug unserer Rechtsstaatlichkeit erlaubt sein.
          Der Staat muss Regeln setzen und ihre Einhaltung sicherstellen.
          Er hat das Gewaltmonopol und das Mandat, zu handeln (nebenbei: wie sieht das in Syrien aus?).

          Aber ein Mandat hat der Gihadist aus seiner Sicht ja auch!
          Und sogar der Rebell kann dies im Vorgriff schon sehen.

          Um ein Haustier stubenrein zu bekommen, empfehle ich, eine Sprache zu sprechen, die dieses auch versteht: ‚Mechanische Orientierungshilfe‘.
          Dosiert natürlich, und möglichst so, dass die gewollten Assoziationen auch nahe liegen. Und auch das mag mancher schon als Gewalt bezeichnen.

          Und wer hat überhaupt das Privileg, seinen Willen durchzusetzen?
          Ich? Der Stärkere? Der weniger Geduld hat? Der früher da war? Die Mehrheit? Der die Teppichreinigung bezahlt? Wie wird demokratisch entschieden, wenn z. B. eine Oma gleich zwei Katzen auf einmal bekommt?
          Und nun bitte keine Geringschätzung von Menschen zu Tieren (Spass)!

          Allein das Wort ‚Gewaltverzicht‘ ist also leider nicht allumfassend zielführend.
          Und alles was weniger falsch wäre, wird sehr schnell sehr kompliziert:
          ‚Respekt vor freiheitlich demokratischer Grundordnung‘,
          oder ‚Werte- und würdeorientiertes Handeln‘ vielleicht?
          Was darunter dann die Masse der Menschen versteht, ist vermutlich noch mal etwas anderes.

          Auch funktioniert Demokratie überhaupt nur dann, wenn unterstellt werden kann, dass die Mehrheit das Wohl aller im Auge hat.
          Hier ist der Schwachpunkt, aktuell in Ägypten!
          Und auch das mittlerweile vom Finanzmarkt bestimmte Europa krankt daran. Kaum einer hat das Wohl aller im Auge, wenn es um Geld geht!

          Es ist also gar nicht so einfach, alles politisch korrekt zu ‚ordnen‘.
          Bestenfalls kommen wir zu mehr oder weniger komplizierten Konstruktionen, die auch funktionieren können, solange alle Voraussetzungen erfüllt sind.
          Wenn man das schafft, kommt man mit menschlichen Mitteln und menschlicher Weisheit (z. B. wissenschaftlichen Studien) zu menschlicher Ordnung und menschlichem Frieden.

          Wohlgemerkt: Ich habe daran nichts auszusetzen, und allen, die dankenswerter weise darauf hinarbeiten kann ich nur Erfolg wünschen.

          Dennoch ist vielleicht hier der Zeitpunkt gekommen, ein bisschen von dem zu erzählen, was ich persönlich als ‚Erfahrung‘ buche.

          Es gibt noch mehr als den menschlichen Frieden.
          Wo Jesus hinkommt sagt er (Johannes 14.27): „Den (euren) Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“
          Das ist also ein zusätzlicher Friede.
          Wo man in den Genuss von (menschlichen) Frieden gekommen ist, darf man ihn annehmen und behalten. Jesus nimmt ihn uns nicht weg. Wo wir, wie in Deutschland, in freiheitlich demokratischer Grundordnung leben dürfen – Halleluja!
          Und dennoch gibt es mehr:

          Frieden als Segen!

          Frieden als Segen ist eben keine direkte kausale Folge der richtigen politischen Weichenstellungen. Gott ist kein Segensautomat auf Knopfdruck. Ja, er will gebeten werden, aber er behält sich vor, seine Wege zu gehen, die höher sind als unsere.
          Darin sollte man sich ergeben, wenn man Gott liebt. Das ist kein Risikospiel.
          Erstens dürfen wir unseren Frieden behalten, und zweitens, dienen denen, die Gott lieben, alle Dinge zum besten (Römer 8, 28).

          Wie ergeben wir uns in Gottes Willen?
          Indem wir tun, was er will und lassen, was er nicht will.
          Wieder mal zu einfach?

          Der einzige Mangel an den Zehn Geboten, den ich erkennen kann ist:
          Dass sie zu selten gehalten werden!
          Wie anders wäre die Welt, wenn wenigstens das ‚du sollst nicht töten‘ von allen beachtet würde?

          Auf der Jagd nach Frieden kam ich hier her, und zwar mit vielen anderen zum Israel-liebt-Iran-Iran-liebt-Isarael – Artikel. Ich sprach von ‚Friedensmechanik‘ und ‚Dingen, die Gott segnen kann‘.

          Ja, wenn man denkt, sagt und tut, was Gott will, dann sät man eine gute Saat. Darauf braucht man sich nichts einzubilden, und an den eigentlich entscheidenden Stellen kann man auch bald nicht viel mehr tun. 1. Korinther 3,7: „So ist (zählt) nun weder der da pflanzt noch der da begießt, etwas, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.“

          Dennoch darf man sich freuen, wenn man schon sieht wie etwas aufgeht.
          Ich bemerke, ein Umfeld das freundlich wurde.
          Ich lese, was ich selbst hätte sagen wollen.
          Ich erlebe Verstehen und Weiterdenken.
          Ich sehe, dass ich als Christ nicht allein bin (und ja: Auch mit Katholiken kann ich an einem Strange ziehen!)
          Ich darf auch selbst dabei wachsen.
          Und von Ihnen Beiträge und Links finden, die mich sogar für mich selbst neu hoffen ließen.

          Für mich aufs erste der Gnade genug.

  1. Sie haben nicht wirklich eine Wahl, die Ägypter. Ich denke, der arabische Frühling lässt noch etwas auf sich warten und ich hoffe für die Menschen dort, dass es keinen Bürgerkrieg geben wird.

    • Ich hoffe es auch, aber die Ägypter müssen selbst dafür sorgen, dass dieser sogenannte „Arabische Frühling“ tatsächlich das wird, und das passiert nur durch die Trennung jeglicher Religion und Glaube mit Staat!

  2. Mit einer religiösen Partei läßt sich absolut keine Demokratie errichten. Das sieht man deutlich am Iran. In über 30 Jahren hat sich nichts in Richtung Demokratie entwickelt. Demokratie muß täglich erkämpft werden. Auch hier im Westen muß ständig darum gekämpft werden. Die EU importiert schon seit Jahren muslimischen Zuzug um mit deren Hilfe die Demokratie zurückzudrängen. Was unseren Eliten hier vorschwebt, sind Verhältnisse wie in Saudi Arabien. Die Reichen sitzen in goldenen Palästen und der Pöbel hält sich mit der Scharia gegenseitig in Schach. Der Koran ist das perfekte Mittel zur Unterdrückung der Massen Das haben unsere Eliten längst erkannt. Was sagte doch Karl Marx? „Religion ist Opium fürs Volk“. Hier hatte er Recht!

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