Das Interview der Deutschen Welle mit dem Kronprinzen Rezâ Pahlavi (1)

Redaktion Online-Magazin Pârse & Pârse: Anscheinend wurde wegen der Gespräche über Irans Atomprogramm in Bagdad, am 24.05.2012, und der Aktivitäten der Lobbyisten der IRI in Deutschland und einiger der iranischstämmigen Parteimitglieder, die der Politik „Elâhtalabi“ [Reformisten, die im Ausland durch Petrodollars der Mullahs eine Schein-Opposition betreiben] folgen, das Treffen der iranischen Delegation mit dem Kronprinzen Rezâ Pahlavi als Hauptsprecher abgesagt; Tom Koenigs, der Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, war derjenige, der das Treffen abgesagt hat; die Grünen können stolz darauf sein! Wenn die Frau Claudia Roth sich unterwürfig mit dem Kopftuch die Mullahs in Iran einen Besuch abstattet, dann ist es kein Wunder! Also, aus einem offiziellen Treffen wurde dann eine inoffizielle Sitzung! Die Delegation aus Iranern besteht aus Republikanern, parlamentarischen Monarchisten, von linken bis zu rechten Gruppierungen; es sind meistens die jungen Iraner, die die Islamische Republik am eigenen Leibe erlebt haben. Der Kronprinz ist mit dieser Delegation ständig unterwegs und zieht sie in allem zurate, es findet ein ständiger Dialog statt.

Das geführte Interview der Deutschen Welle mit dem Kronprinzen Rezâ Pahlavi beinhaltet sehr wichtige Punkte. Wir haben dieses Interview aus dem persischen übersetzt, denn viele denken, dass Rezâ Pahlavi nur „ein Kronprinz“ ist, ohne zu wissen, was er sagt und was er für die Zukunft seiner Heimat will und welche Rolle er überhaupt bei der Befreiung Irans spielt. Leider kennen aus bestimmten Gründen (!) die deutsche Medien nur die Vertreter der „Grünen Pest Bewegung“, deren angebliche Führer zwei Schwerverbrecher namens Musavi und Karrubi sind. Andere Meinungen und Stimmen haben keine Chance veröffentlicht zu werden. Rezâ Pahlavi selbst sagt immer: „Erreicht mein Volk den Tag, an dem es frei zu freien Wahlen geht und frei wählen kann, auch wenn es mich nicht als seinen Kaiser haben will, wird mein Wunsch zu 95% in Erfüllung gehen“.

Dieses Interview fand am 25.05.2012 statt.

Kronprinz Rezâ Pahlavi sagte in einem Sonderinterview mit der Deutschen Welle, dass das eigentliche Problem in Iran, nicht das Atomprogramm sei, sondern das Nicheinhalten der Menschenrechte und das Fehlen der Demokratie. Er betonte auf die schnellste Gründung eines Nationalrates aus oppositionellen Kräften.

DW: Herr Pahlavi, es war vorgesehen, dass eine Gruppe aus Iranern der Kommission der Menschenrechte des deutschen Bundestags einen Bericht über die Menschenrechtssituation in der Islamischen Republik Iran zu übergeben; aber anscheinend hat dieses Treffen nicht stattgefunden. Was ist der Grund der Absage dieses Treffens?

Rezâ Pahlavi: So wie Sie es erwähnt haben, wurde ich eingeladen, um in Begleitung einiger meiner Landsleute, darunter Studenten, Journalisten und andere, die ihre Erfahrungen in Iran gemacht haben, um insgesamt über die Menschenrechtsituation in Iran, mit der Kommission zu sprechen. Als ich gestern [23.05.2012] in Berlin ankam, wurde ich informiert, dass dieses Treffen nicht stattfindet; bis jetzt wurde auch kein Grund dafür genannt. Es ist wahrscheinlich, dass das Treffen sich zeitlich mit den Gesprächen in Bagdad [Pârse & Pârse: Gespräche über Irans Atomprogramm im Irak am 24.05.2012] überschnitten hat. Aber, ich möchte nicht Vermutungen aussprechen und darauf bauen. Glücklicherweise haben wir heute [Donnerstagmorgen] im Parlament ein Treffen mit einem der Abgeordneten der FDP, der ein Mitglied der Kommission ist, und einem Zuständigen bezüglich Irans, der auch zufälligerweise selbst eine iranische Herkunft hat, gehabt. Das Treffen war für uns eine Möglichkeit unsere Meinungen bezüglich einiger Themen zu äußern; natürlich wurden uns auch Fragen gestellt, die wir auch beantwortet haben.

DW: Sie waren von dieser Gruppe als Hauptsprecher gewählt. Welche Themen beinhaltet Ihr Bericht, der „fundiert und schriftlich“ ist?

Rezâ Pahlavi: Heute war die Sitzung anders und beschränkte sich nicht nur auf die Menschenrechte, sondern es gab auch gründlichere Fragen bezüglich der deutschen Außenpolitik und den Erwartungen von uns Iranern, die einen Wechsel dieses Regimes wollen, und stattdessen nach einem parlamentarischen Regime mit säkularen und demokratischen Werten, das die Religion und den Staat voneinander trennt, streben. Diesbezüglich war der Kern unserer Gespräche, unsere einzige Forderung an die Welt, den Anspruch des iranischen Volkes über freie Wahlen zu unterstützen. Das ist eigentlich der gemeinsame Nenner der Mehrheit der Freiheitskräfte, obwohl sie ideologisch gesehen, verschiedener Ansichten sind, und das ist auch natürlich und selbstverständlich, und heute sind unsere Meinungsverschiedenheiten nicht das Entscheidende, sondern die Einstimmigkeit über das Ziel, freie Wahlen in unserem Land zu bekommen. Die eigentliche Frage ist auch, ob die Islamische Republik (das Regime) sich der freien Wahlen fügt und wenn nicht, was dann? Und damit kehren wir zu dem Punkt, dass unsere Erwartung von der Welt nicht darin besteht, sie solle für uns das Regime stürzen, sondern, das ist die Aufgabe des iranischen Volkes selbst.

Einige Fragen wurden uns gestellt, wie „wissen Sie, was das iranische Volk bei den freien Wahlen wählen würde?“, ich habe geantwortet: Nein, ich kann nicht vorhersagen, was die Iraner wählen würden, aus dem Grund sagen wir, was aus der Wahlurne herauskommt, das ist das Entscheidende; aus dem Grund kann niemand behaupten und wissen, was die Iraner wählen würden. Aber, dass das Volk das Recht bekommt zu wählen, was es will, darüber lässt sich nicht argumentieren, egal aus wessen Sicht, die Iraner selbst oder der der demokratischen Regierungen; die Grundlage der Demokratie muss auf die Souveränität des Volkes gelegt werden, und das ist das, was die Islamische Republik uns verweigert; das ist der Punkt!

Es wurden einige Fragen bezüglich der iranischen Politik und der Uran-Anreicherung gestellt, wir haben den Faktor Menschenrechte als Antwort dargelegt und gesagt, dass aus Sicht des iranischen Volkes das wichtigste Problem für sie die Menschenrechtverletzungen und die politische Freiheit ist; für sie (Iraner) ist das Atomproblem ein zweitrangiges Problem und hat keine vorrangige Diffizilität; und wenn Ihr (die westliche Welt) in Euren Verhandlungen und Gesprächen, die Ihr mit der Islamischer Republik führt, nur das Atomprogramm im Sinne habt und nicht die Menschenrechtsverletzungen in die Gespräche mit einbezieht, wird Eure Handlung eine Ohrfeige fürs iranische Volk sein, nach dem Motto, „Eure Situation sei uns unwichtig und wir verfolgen nur unsere Vorteile“.

Wir haben gesagt, wenn das die Botschaft ist, die Ihr dem iranischen Volk vermitteln wollt, dann könnt Ihr auf die Art und Weise weiter machen; wenn nicht, dann sind meines Erachtens, letzten Endes, die Menschenrechte und die Demokratie, die letzte Lösung, wirklich in der Region für die Sicherheit zu sorgen, der Demokratisierung Hilfe zu leisten. Wenn Eure Politik nur aus Sanktionspolitik und Druck auf dem Regime besteht, um es zu zwingen, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren, hat diese Politik bis heute nicht gewirkt; so wie ich es vorhergesehen habe, waren die Gespräche im Bagdad wieder eine Niederlage, und um sich noch mehr Zeit zu verschaffen, nahm das Regime bei den Gesprächen teil.

Das letzte Wort war auch, die Zeit wird kommen, an der Ihr als ausländische Regierungen, nicht unbedingt wegen der Vorteile des iranischen Volkes, der Freiheit und der Menschenrechte, sondern wegen Eurer Vorteile andere Druckmechanismen, gegen die das Regime eher Reaktionen zeigt, finden müsst. Die Islamische Republik ist nicht so sehr über die Sanktionen besorgt, sondern das Einzige, was Herrn Khamenei und anderen Staatsmännern den Schlaf geraubt hat, ist, dass eines Tages das Volk sich erhebt; und Ihr habt in diesen drei Jahrzehnten nichts getan, das als Hilfe für die Verstärkung des Volkes bezeichnet werden kann; und Ihr habt Euch nur damit begnügt, Dialoge zum Regime und seinen Zuständigen und dessen Führer zu suchen, und nicht mit dem Rest des iranischen Volkes, dessen größte Mehrheit außerhalb des Regimekreises liegt. Wir sagen ja nicht, Ihr sollt den Dialog mit der Islamischen Republik beenden, wir sagen, dass es endlich mal an der Zeit ist, direkt mit dem iranischen Volk und den Freiheitsliebenden den Dialog zu führen, und da hat die Islamische Republik kein Recht zu protestieren.

DW: Hegen Sie jetzt die Absicht, ähnliche Gespräche in anderen europäischen Ländern zu führen?

Rezâ Pahlavi: Ich habe schon früher so etwas unternommen. Ich bin der Meinung, dass viele Parameter sich geändert haben. Es gibt verschiedenen Kommissionen innerhalb der europäischen Regierungen und des Europäischen Parlaments, und ich habe schon mit einigen ihrer Abgeordneten und Vertretern gesprochen; und sie sind jetzt bereiter als damals einen offiziellen Dialog zu suchen; falls die iranische Opposition es schafft, einen zentralen Mechanismus ins Leben zu rufen, würde es natürlich einfacher werden; sie (die Opposition) würde aus der Zerstreutheit raus kommen und dann könnten wir eine einheitlichere und stärkere Stimme bekommen; natürlich ist das die Hausaufgabe der Opposition selbst; das ist eine iranische Angelegenheit, wie wir Iraner uns untereinander harmonieren und uns organisieren. Aber, die Bereitschaft, einen direkten Dialog mit der Opposition zu führen, ist jetzt mehr denn je, und ich bin der Meinung, dass eine große Anzahl diese nie enden wollende Diplomatie satt hat, und sie ist auf der Suche nach anderen Parametern und will diese auch in die Verhandlungen mit einbeziehen, falls wir alle uns von dem Angriffsszenario distanzieren wollen. Es geht nicht, direkt von der Diplomatie zu einem militärischen Angriff zu wechseln. Ehrlich gesagt ist der Kern meiner Debatte, auch an die Israelis gerichtet, es gibt einen besseren Weg, um das Problem zu lösen, ohne dass ein militärischer Angriff unbedingt in Betracht gezogen werden muss. Es gibt nur einen Weg und der ist die Unterstützung des iranischen Volkes und der Opposition.

DW: So wie Sie wissen, wurden die Gespräche über Irans Atomprogramm in Bagdad beendet. Die Einzelheiten über die Gespräche sind noch nicht bekannt, aber würden die Situation für die Aktivität der iranischen Opposition im Falle einer Einigung zwischen dem Iran und der internationalen Gemeinschaft und der wahrscheinlichen Stabilisierung der Islamischen Republik, sich ändern?

Rezâ Pahlavi: Zuerst bin ich der Meinung, anstatt einer utopischen Frage zu antworten, das Endergebnis abzuwarten. Es ist noch nicht offiziell bekannt, was da abgelaufen ist, aber mit größter Wahrscheinlichkeit und nach den Informationen, die ich habe, waren die Gespräche ergebnislos, und sicherlich wird sehr bald darüber berichtet werden, dass es auch wieder eine Sackgasse war. Daher ist die Frage, die Sie gestellt haben, eher eine utopische Frage!

Wenn Sie durch diese Frage sagen wollten: „Was nun?“, dann sage ich Ihnen, dass die internationale Gemeinschaft jetzt eine endgültige Entscheidung treffen muss, in wieweit sie vorgehen will, ohne alle anderen Prinzipien zu negieren. Ich für mein Teil kann nur sagen, diejenigen, die für die Freiheit ihres Landes kämpfen, darunter meine Wenigkeit und viele andere im In- und Ausland, ob die internationale Gemeinschaft es will oder nicht, ob sie uns nun hilft oder nicht, wir werden unsere Sache machen und weiter kämpfen. Unser Wort an die Welt gerichtet ist, je weniger ihr uns helft, desto mehr Aufwand für das iranische Volk seine Freiheit zu erlangen; aber wir werden wegen Eures geheimen Abkommen mit diesem Regime nicht aufhören zu kämpfen; jetzt liegt es an Euch und Eurem Gewissen, was ist wichtiger für Euch? Ist Eurer Meinung nach, das iranische Volk weniger wert als die Werte, die ihr für Euch beansprucht, sodass dieses Volk verurteilt ist, ein ideologisches Regime über sich ergehen zu lassen, um ständig der Folter, Tötung und dem Unglück geweiht zu sein?

Sicherlich wissen Sie, dass dieses Regime nicht für die Ewigkeit regieren kann; eines Tages wird die internationale Gemeinschaft langwierig sich dem iranischen Volk gegenüber rechtfertigen müssen. Jetzt sind die wirtschaftlichen Vorteile wichtiger und woanders waren das Gewissen und die Ethik wichtig. Aus diesem Grund wurde der Apartheid ein Ende gesetzt; aus diesem Grund fielen viele Militärdiktatoren in Latein Amerika; und aus diesem Grund wurden Lech Wałęsa und Václav Havel unterstützt, und wäre es nicht der Fall, wären diese Länder bis heute unter dem Joch der kommunistischen Herrschaft und unter Diktatoren wie Saddam Hussein und Gaddafi. Irgendwann wird auch der Iran dran sein.

DW: Welche Form und Eigenschaften müssen diese Hilfe und Unterstützung der internationalen Gemeinschaft für Iraner und eventuell die iranische Opposition haben?

Rezâ Pahlavi: Ich stelle mir einige Fragen, deren Antworten darin bestehen, dass in Iran die Voraussetzungen der freien Wahlen eingeleitet sein müssen. Das ist unser erstes und wichtiges Ziel. Um in Iran freie Wahlen veranstalten zu können, sind einige Bedingungen wichtig, und diese sind die Freiheit der Parteien, die Freiheit der Medien und Zeitungen, die Freiheit der politischen Gefangenen und das Vorhandensein der festgelegten Werte [Menschenrechtsdeklaration]; z. B. wurden bei der Interparlamentarischen Union (IPU) die Bedingungen zu freien Wahlen erläutert und festgelegt. Die Fragen sind einfach; herrschen etwa diese Voraussetzungen in Iran, wird dieses Regime sich diesen Voraussetzungen fügen, ist in einer solchen Situation in Iran die Art freier Wahlen möglich? Es gibt nur zwei Antworten, entweder fügt sich das Regime und gibt am Ende nach, oder wir sind gezwungen, irgendwann dieses Regime in die Knie zu zwingen.

Mein Ziel ist, mit wenig Aufwand und Verlust das zu erreichen. So weit wie möglich sollte durch den zivilen Ungehorsam, durch gewaltlosen Kampf, und ungeachtet dessen, dass dieses Regime zu Fall gebracht wird, durch eine Amnestie und die nationale Versöhnung das Ziel erreicht werden. Was bedeutet das? In Iran gibt es welche, die irgendwie in diesem System und Regime beschäftigt sind, deren Abhängigkeit von diesem System und Regime eher in Lebensnotwendigkeit besteht, ohne unbedingt eine ideologische Notwendigkeit zu haben. Aber diese Menschen wollen eine Garantie haben, dass sie nach dem Sturz dieses Regimes die Immunität genießen können; besonders die staatlichen Ordnungsorgane, darunter dem Organ der Revolutionswächter und den Basij-Kräften; ich spreche von denjenigen, die sich die Frage stellen, „was würde aus uns werden, wenn dieses Regime gestürzt wird, würden wir einen Platz in diesem Land haben oder nicht?“

Dieses Problem kann nur durch eine Amnestie und nationale Versöhnung gelöst werden; mit der Garantie, „ihr habt auch einen Platz in diesem Land“. Nur diejenige, die wirklich Verbrechen begangen haben, müssen sich dem Volk gegenüber verantworten; und das auch durch gesetzliche und juristische Prozesse und nicht durch ein Revolutionsgericht. Zweitens, es gibt viele, die durch dieses Regime zum Reichtum gelangt sind und sie machen sich jetzt Sorgen um ihre Reichtümer; ich will nicht sagen, sie hätten das Volk bestohlen, aber ihre Fragen werden so sein, „was wird aus unserem Geld, wird man uns unser Geld wegnehmen?“ Und ich sage, dass alles lösbar ist. Warum sage ich das? Weil ein Zerfall von innen den Sturz des Regimes beschleunigt, ohne dass es unbedingt ein gewalttätiges Ausmaß annimmt, ohne dass es zu einem Bürgerkrieg kommt, ohne dass das Land zersetzt wird (und wenn es so weiter geht, könnte dieser Fall treten). Es gibt natürlich welche, die sagen, „kann man überhaupt solch ein Regime, das barbarisch und unterdrückend handelt, durch gewaltlose Methoden abschaffen?“

Ich glaube immer noch daran, dass es machbar ist; natürlich unter der Voraussetzung, dass die nötigen Hebel betätigt werden, und es wird nicht von alleine funktionieren. Und hier kommt eine Unterstützung fern von nur Parolen, hier kommen ernsthafte Hilfen in Fragen, sie können entweder materiell oder technologisch sein. Das ist ein Thema, das durch verschiedene Konzepte behandelt werden muss; durch die Hilfe vieler, die innerhalb dieses Systems sind; ich spreche nicht nur von denjenigen, die außerhalb sind, sondern der Kern ist im innen; all das zusammen kann das Szenario (der Fall des Regimes) unglaublich verändern. Ich persönlich bin der Meinung, dass jegliches Szenario aus Gewalt und Pression zu vermeiden ist. Denn die Geschichte hat öfter bewiesen, dass Veränderungen basierend auf Zornausbrüche und Anarchie sehr selten zu einer Demokratie gefunden haben, wenn nicht selten, dann meistens nie! Und normalerweise zwingen solche Veränderungen sehr hohe Kosten und Verluste der Gesellschaft auf.

Es gibt einen Weg, um das zu vermeiden. Einerseits müssen natürlich die Oppositionskräfte, die den Sturz des Regimes wollen, sich im Großen und Ganzen zusammen verbinden, sie müssen erkennen, wo die Priorität ist, und andererseits muss die internationale Gemeinschaft wissen, will sie dem Szenario mit viel Kosten und Aufwand vermeiden, ist die beste und günstigste Lösung die Veränderung, die durch das iranische Volk selbst „in Iran“ geführt wird. Aber, diese Veränderung kann nicht ohne die Unterstützung möglich werden.

Ende des ersten Teils

Das zweite Teil des Interviews
Quelle

Das Interview als Audio

42 Gedanken zu „Das Interview der Deutschen Welle mit dem Kronprinzen Rezâ Pahlavi (1)

  1. Erst einmal herzlichen Dank für die große Mühe der Übersetzung dieses Interviews an die werte Fartab Parse.

    Ich schätze diesen Mann in seiner Ethik sehr hoch ein a) in seinem großen Engagement für sein Heimatland, b) in seiner klaren Absicht, nicht den iranischen Thron als Herrscher übernehmen und eine echte Demokratie installieren zu wollen und c) in seiner Einstellung und seinem Begehren, das Regime gewaltfrei und ohne Waffen ablösen zu wollen durch den Gegner dieses Regimes, das iranische Volk.

    Das sind die besten Voraussetzungen für eine Grundierung seines Anliegens. Er stellt sich auf die Seite der allgemein gültigen Menschenrechte. Das ist der einzig richtige Weg.

    Völlig richtig ist die Tatsache, dass er Kritik am Verhalten von außen übt, letztlich am Westen, dass dieser total fixiert ist auf das Atomprogramm und die Menschenrechte, die in Iran eben nicht gewährleistet sind und mit Füßen getreten werden, nicht ins Blickfeld genommen werden. Diese Kritik teile ich ohne jeden Einwand.

    Er will den Regimeabhängigen, Straffreiheit garantieren, damit das feste Gefüge von innen ausgehöhlt werden kann (außer denen, die Verbrechen an der Menschlichkeit begangen haben). Ein guter Plan, der wohl bislang an der Zerstrittenheit der Opposition gescheitert ist., wie im Grunde wohl jede echte Opposition an dieser Uneinigkeit zur Passivität verurteilt ist.

    Südafrika und Lateinamerika hatten andere Voraussetzungen, die diese Zwangssysteme zum Einsturz bringen konnten, den Spiegel der allgemeinen Menschenrechte sowie die christliche Kulturation. Russland hatte das Glück der Konstellation: auf der einen Seite Gorbatschow mit seiner Perestroika (wenn Putin an der Macht gewesen wäre, gäbe es heute noch die UdSSR) und seinem Nichtangriffsbefehl, als Polen durch Walesa, der moralisch unterstützt durch den Vatikan und seinem polnischen Papst seine Gewerkschaft gründen konnte) mit zum äußeren Zusammenbruch des russischen Reiches beitrug und letztlich zum Fall der deutschen Mauer führte. Wie gesagt: Hier Glück der Konstellation oder wie der Vatikan sagen würde: „Gottes Fügung“.

    Die Herren Gaddafi und Hussein waren zwar Diktatoren, die jedoch nicht ohne Gewalteinwirkung von außen hätten gestürzt werden können. Hier hat es viele Tote im Land gegeben. Sie sind als Beispiel für einen gewaltfreien Wechsel m. E. nicht sehr geeignet, zumal welche Regierungen dort nun die VErantwortung tragen? Sehr zweifelhaft. Die Rebellen in Libyen sind islamistische Rebellen. Hier kommt die islamische Kulturation des Unterwerfungsdenkens wieder voll zum Tragen und so werden sich islamische Völker nur schwerlich durch Demokratie an die allgemeinen Menschenrechte klammern können, wenn die religiösen Ideologen mit ihrer islamischen Indoktrination den Islam als Herrschreligion (die diese Wirkung sollte bei islamgläubigen Menschen nicht unterschätzt werden) im Lande bewahren werden wollen.

    Nun darf in einem islamischen Land die Macht der Islamisten unterschätzt werden, die mit Sicherheit nicht nur im Regime ihren Einfluss hat. Ich kann nicht sagen, wie weit Islamisten ihrer Anhänger im Volk Irans haben. Ich nehme an, dass es sie gibt.

    Nun will ich mal erst den 2. Teil des Interviews abwarten, der mich sehr interessiert.

    Noch einmal meinen herzlichsten Dank an Fartab Parse für ihre Mühewaltung und Ihr echtes Engagement für ihr Heimatland mit dem Herz auf dem rechten (hier nicht politisch gemeint) Fleck.

    • Werter Bazillus, ich habe zu danken, dass Du sehr genau den Artikel gelesen hast und das tut meinem Herzen auf der rechten Seite sehr gut 😉

      Der Kronprinz ist wahrhaftig eine gute Alternative für uns Iraner, nicht weil ich ihn sehr mag und er auch wie ich zur „gebrannten Generation“ gehört, sondern weil er nur an das iranische Volk denkt und seine Prinzipien sind inspiriert von dem, was Gandhi gesagt und getan hatte.

      Der Iran wird zwar islamisch geführt und da herrschen zwar barbarische Gesetze, aber wir dürfen nicht vergessen, dass das Volk nach fast 33 Jahren aus dem „Islam-Tunnel“ raus ist und das Volk hat sich davon verabschiedet und das ist etwas, was die arabische Länder gerade jetzt passieren wollen. Sie sind erst jetzt in den Tunnel reingefahren. Das Volk hat eine lange und glorreiche Kultur hinter mit und identifiziert sich eher damit, was im Gegenteil die Araber nicht haben und sie identifizieren sich mit dem Islam und seiner Werte.

      So, ich mache jetzt mit dem zweiten Teil weiter.

      • Wenn ich noch dazu was sagen darf Werte farraab. Wir Iraner sind bevor Alexander und seine Griechen mit ihrer demokratie bei uns eingefallen sind ziemlich gut ohne Demokratie ausgekommen. Ich hatte schonmal betont ich bin da was strenger in der Hinsicht! Eine absolute Monarchie aber mit dem Rückhalt das der König wirklich für sein Land und für sein Volk für Wohlstand und Sicherheit sorgt! Wir sind ein Volk über fast 70 Millionen wir haben reichlich recoucen und wir sind in vielen Hinsichten sehr begabt! So das wir das Potenzial besitzen eine Industrie und eine große Weltmacht zu werden! Genug zu diesem Eigenlob besitzen wir eigene SEHR schlechte Eigenschaft So dass wir zudem nicht werden konnten was ich aufgezählt habe. WIr haben keinen zusammen halt. Unsre Eltern haben den größten Fehler ihres Lebens gemacht vor 33 Jahren wie die Schafe hinter einem Massenmörder und antiiraner herzulaufen den es je gab in der iranischen Geschichte! Sie wurden in die irre geführt! Und das darf now wieder passieren, sollte der rechtmäßige Herrscher „Ihre Majistät“ an die macht kommt! Und die verfassung und die Herrschaft zur zeit der achamaniden

        • Dorud Sooroosh jân,

          natürlich ist die Art der Herrschaft, die Achämeniden führten, das Beste für das größte Imperium der Welt und nicht die griechische Demokratie. Aber, glaube mir, die Zeiten haben sich geändert! Genauso, wie heute die Iraner unter sich, als kleines Beispiel eine Familie, nicht die absolute Macht des Vaters akzeptieren, auch wenn dieser für alles sorgt und sehr daran arbeitet, dass es seiner Familie gut geht, können und wollen sie auch nicht einen absolute Monarchie haben! Ein König kann nicht mehr heute sich um alle Staatsgeschäfte kümmern! Und genauso muss es heute sein. Wir müssen, wenn nach einer freien Wahl die Monarchie als die Staatsform gewählt wird, die Arbeit (Regierungsgeschäfte) den Vertretern des Volkes überlassen und aber sehr streng ihnen auf die Finger schauen!

          Dass wir Iraner keinen Zusammenhalt haben, gebe ich Dir zu 100% recht, denn wenn es anders wäre, hätten wir schon längst diese Mullahs aus dem Land gejagt! Erstaunlich ist, dass wir Monarchisten sehr dialogfreudig sind und ständig sagen, dass die Wahlurne ist entscheidend und sind alle einig, aber die Republikaner wollen und können sich unter einander nicht einigen, um dann später sich mit Monarchisten zusammen zu tun. Sie wollen gerne einen Bogen um die direkten Wahlen machen, bei denen das Volk selbst entscheidet, welche Staatsform das Bessere ist, und sie wollen den Begriff Republik von dem Mullah-Regime behalten und darauf bauen! Und das geht nicht! Die Republikaner haben zu großer Angst, dass das Volk die parlamentarische Monarchie wählt!

          Zu dem Punkt mit dem Fehler unserer Väter denke ich anders! Es musste passieren, damit heute, Du und ich und unsere gebrannte Generation und ihre Kinder sagen, nee, danke, ich laufe nicht hinter jedem her! Also, der Fehler (hier für mich eher die Erfahrung) unserer Väter und Mütter ist heute für uns die beste nicht gemachte Erfahrung! Es musste so passieren, damit endlich die Iraner ihre alte Geschichte, die ja zuhauf niedergeschrieben wurde, endlich mal aus dem Keller holt oder sie vom verstaubten Bücherregalen nimmt und liest und erkennt, wo es haperte!

          Schau mal, unsere Väter und Mütter haben damals diesen Fehler gemacht und sie werden bis heute verteufelt, verflucht und man zeigt sie nur an, auch wenn ein großer Teil es später bereute; aber was macht die heutige Generation und seine Kinder im Iran? Sie sorgen mit ihrer Lethargie und nur in den Tag hinein leben dafür, dass dieses geliebte Land auseinander fällt und in jeder Ecke die Separatisten-Würmer die Wurzel des Landes auffressen! Was werden die Kinder und die nächste Generationen ihren Vätern zum Vorwurf machen, wenn sie in der Zukunft kein Land mehr haben, auf die sie stolz sein würden, und dieses wunderbare Land nicht mehr geben würde?

          • Vielleicht ist das, was du hier Lethagie nennst vergleichbar mit dem was in einer Phase der DDR ‚Rückzug ins Private‘ genannt wurde.

            • Ich kenne diese Phase, die Du genannt hast nicht, daher kann ich nicht das bejahen, aber mit Lethargie meine ich, dass es dem Volk irgendwie alles gleichgültig geworden ist, was um das herum passiert und es am Rande der Vernichtung drängt.

            • In den ersten Jahren der ‚DDR‘ gab es noch viele, die an die dortige Staatsform glaubten und sich leidenschaftlich engagierten. Aber es funktionierte nicht so gut, vieles blieb zu wünschen übrig. Man konnte zwar schriftliche ‚Eingaben‘ machen, aber viel zu oft wurden diese nur ignoriert.
              Am 17.06.1953 kam es daher zu einem ‚Arbeiteraufstand‘, welcher blutig niedergeschlagen wurde. Die Folge war Resignation und weiter herrschende Mangelwirtschaft. Schlangestehen, nach Gütern, die es gerade mal irgendwo gab, wurde privat organisiert. Wenn es mal etwas gab. deckte man sich gleich für seine Freunde mit ein, denn sonst hätte die Schlangestehzeit die verfügbare Lebenzeit schnell überstiegen. Um überhaupt zu irgendetwas zu kommen musste man zwingend Freunde haben. Gleichzeitig konnte jeder Freund aber auch ein Spitzel für die Stasi sein. Man wetterte also nicht gegen das System, sondern beschränkte sich ideologisch auf das mindeste.
              Dieses ungefähr nannte man dann auch ‚Rückzug ins Private‘, anders als in Westdeutschland, wo man zu der selben Zeit kaum Freunde brauchte, sondern ’nur‘ eine Arbeitsstelle bzw. Geld und ‚politikverdrossen‘ wurde.

        • ….einleiten nur verbunden mit den menschlichen Werten der heutigen zeit. Wir haben genug Experten und Professoren die jahrzehnte lang unsere Geschichte studiert haben und sie besitzen das potenzial dazu es in die iranische gesellschaft einzuleiten! Ich weiß einige werden denken in einer absoluten Monarchie ist kein Mensch frei! Aber ein König der warhaftig zu 100% an das wohl der Iraner und iranische Werte sich einsetzt, da werden sich die Iraner endlich wieder frei fühlen. Und dazu braucht es keine Demokratie im Iran! Iran war immer frei, sofern es auch immer von iranischen Königen beherrscht wurde, und nicht von islamisten tork-tazis oder Kommunisten! Werte fartaabe Aziz , ich hoffe für uns alle Iraner das wir es noch erleben können das wir alle Iraner in unserem Land frei leben können egal welche Ideologie man vorher hatte, ich liebe alle Menschen, ich liebe Vorallem alle Iraner, es sind ideologien die unser Hirn verseuchen, die uns irreleiten. Ich Wünsche mir vom ganzen Herzen das wir in Wohlstand und Ruhe und in freiheit in unserem eigenen Land wieder leben können!
          Ba doorood!

          Sooroosh.

          • Soorooshe nâzanin, ich bin mit 99%, was Du geschrieben hast, einverstanden und es ist sogar richtig! Aber dieser 1% unterscheidet uns, indem Du eine absolute Monarchie haben willst und keine Demokratie! Bedenke, wenn wir von der Demokratie sprechen, meinen wir nicht die Art Demokratie, die in antikem Griechenland herrschte! Eine Bedeutung der Demokratie ist, dass die Minderheit die Freiheit hat ihre Meinung zu sagen, ohne dass die Mehrheit auf sie prügelt. Und noch etwas! Du, als ein freier Mensch des 21 Jahrhundert duldest bestimmt nicht, dass man (König, Ober-Mullah, Führer, Velâyate Faqih, Vater, Lehrer, Chef der Firma uns) für Dich Entscheidungen trifft! Du willst auf jeden Fall selber Deine Meinung haben und sie äußern, und darauf pochen, wenn sie noch richtig und gerecht ist und nicht weil die oben genannten Personen Dir das diktieren! Wir leben schließlich seit Jahren in deinem demokratischen Land, in dem das Parlament das Sagen hat und der BundesknazlerIn kann nicht die absolute Herrschaft haben, auch in einer Monarchie a´la Beneluxländer oder England, Spanien, Skandinavien oder Japan!

            Die beste Lösung für uns beide besteht darin, dass bei den freien Wahlen, nach den Mullahs, auf dem Stimmzettel viele Staatsformen zur Wahl stehen, wie z. B.:
            -Parlamentarische Monarchie
            -Absolute Monarchie
            -Parlamentarisch Monarchie mit Föderalismus
            -Republik a´la Frankreich und die USA
            -Republik a´la Deutschland
            -Republik durch Föderalismus
            -Islamische Republik
            -usw…..

            Du siehst ja, jeder hat das Recht zu wählen, was er möchte und nicht wie vor 33 Jahren: Islamische Republik? Ja oder Nein, auf der Wahlzettel!!!

            Ruzat xoš.

            • Da hast du recht fartaab, ich will meinem König zu 100% Treue erweisen und das selbe erwarte ich auch von ihm, du hast recht das Volk entscheidet wer regieren und herrschen soll und nicht der Jenige der regiert. Ein König ist das Erzeugniss seines Volkes er muss sich in seinem Volk wiederspiegelnkönnen. Ich meinte ja nicht das zu 100% der König die Entscheidungsmacht besitzen soll. Reza pahlavi sagt ja sogar selber, er wird sich dem fügen was das Volk für sich das beste will! Ich Sage nur das beste für uns ist das wir nach dem prinzipien der
              Achamäniden zeit gehen sollten nur vereint mit der heutigen menschlichen Wertevorstellungen. Wenn ich in einem Blog von tangsir lesen muss Neo-persepolis, dann muss ich mich fremdschämen. Der arme junge hat nichts kapiert, aber er wird mit der zeit auch schon lernen. Wie dem auch sei, ich bin zu 100% mit dir einer Meinung 🙂 auch wenn die 1% von mit bei die fehlt. Ba doorood.

  2. Sooroosh, farzande nâzanine Irânzamin, danke für die Erläuterung. Als erste müssen wir immer nur unserem erhabenen und heiligen Land Iran treu sein, denn Du hast geschrieben, dass Du Deinem König Treue erweisen willst, aber ein paar Zeile drunter hast Du geschrieben, dass Volk dem König diese Macht erteilt. Für mich verkörpert der König all diese Werte, aber die Person der König ist ohne diese Werte und das Land nichts. Daher steht für mich als erster Stelle das heilige Land Iran und dann ist das Volk, die ja zusammen im König vereint sind; aber ich habe Dich schon verstanden.

    Das Prinzip in der Achämeniden Epoche beruhte auf Toleranz und Pendâre Nik, Goftâre Nik, Kerdâre Nik und nicht anderes. Es wurde natürlich verfeinert und vervollkommnet in der Arsakiden Zeit, nur leider wissen nicht viele Iraner darüber und wollen (aus Unwissenheit) alles den Achämeniden zuzuschreiben. Aber bald starten wir eine Reihe über Arsakiden, die noch nie jemand im deutschsprachigen Raum, bei den iranischen Seiten, gestartet hat. Da wirst Du richtig an Wissen bereichert und wir werden die Arsakiden richtig unter die Lupe nehmen.

    Das Mit diesem Neo-Persepolis und anderes, was Du geschrieben hast, ist ja eine Sache für sich, denn man kann leicht von einer Ideologie oder Denkweise verblendet werden und zu Extremen sich mutieren! Da hat man nur Hass geschürt und Hass ist eine gefährliche Krankheit, die einem die Augen verblenden, um die Realität zu sehen. Die Achämeniden oder Könige oder Neo-so und so dürfen keine Religion und zu einem Kult werden, sondern erforscht, dann zur Erkenntnis gelangt, dann alles lieben und ehren. Wir Iraner tendieren immer dazu zu übertreiben und sind sehr religiös, egal welchen Glauben oder Religion oder Ideologie und wir neigen gerne dazu, entweder Schwarz oder Weiß zu sehen und alles andere kommt nicht in Frage und muss bekämpft werden.

    Aber, ich freu mich, dass Du Deine eigene Meinung gebildet hast, obwohl Du den Blog da besucht hattest. Das ist das Entscheidende, das ist das, von dem ich vorhin erzählte, dass Aufgrund der Fehler unserer Väter Du heute alles liest, dann aber Dir Gedanken darüber machst, was ist richtig und was ist falsch; denn der erhabene Zartošt sagt: „Xerade xod râ bekâr gir va az ânce dânesti, behtarinhâ râ bargozin“ [Benutze Deinen Verstand und verwende das Beste von allem, was Du gelernt hast].

    Šâd ziyo xorram.

    • Zartost deckt sich gut mit Paulus, war aber son par Lenze eher (1. Thessalonicher 5.21): „Prüfet aber alles, und das Gute behaltet!“

  3. Liebe Fartab, Liebe(r)Sorooush,
    was wir brauchen, ist eine IRANISCHE Herrschaftsform. Wir alle haben jahrzehntelang den Fehler gemacht, den Iran durch die europäische Brille zu betrachten. Der Westen hat es geschafft, daß wir die iranische Monarchie gleichzusetzen haben (!) mit Absolutismus, Unterdrückung von Völkern in einem Vielvölkerstaat, etc. Das ist aber die Sicht des WESTENS, und das soll nicht unser Problem sein, sondern deren! Wenn die „Liberalen „im Westen die Monarchie in Europa mit solchen Dingen assoziieren, sollen sie doch, ist nicht unser Problem!
    Unsere Gehirnsoftware ist total europäisch kontaminiert! Der Westen hat uns jahrelang eingebleut: Für den Iran kann es entweder ein westliches, europäisches System oder den Islam geben. Ein andere Lösung gebe es nicht. Oder ein Kombination, wie wir sie jetzt haben. Der Westen will EINES nur nicht: das eine starke Monarchie, die auch noch unverschämterweise vom iranischen Volk erwünscht wäre, die Führung im Mittleren Osten übernimmt! Das soll mit aller Macht verhindert werden! Meine Ansicht, (die ich übrigens mir nicht selbst überlegt habe, aber sehr interessant finde): Statte den iranischen Herrscher mit Befugnissen aus, die ein deutsches Staatsoberhaupt zum Beispiel nicht hat. Befugnisse, die den „Gedanken“ Iran am Leben erhalten. Dies bezieht sich auf die Armee in erster Linie. Oberbefehlshaber der Armee z.B. Wie es früher war. Aber die wirtschaftliche Orientierung, das Regieren und auch die Kontrolle des inneren Sicherheitsapparates überlasse den frei gewählten Vertretern des Volkes. Wir haben genug Möchtegernpolitiker! Sollen die doch regieren und schaun, wie weit sie kommen.
    Also darf auf dem Wahlzettel nicht zuviel stehen. Und schon gar nicht die Namen von Systemen aus Europa. In Europa wird ja auch nicht abgestimmt, ob die eine Islamische Republik oder eine Monarchie wollen. (auch wenn sicher viele Europäer Letzteres wünschen).
    Wir Iraner schlagen uns die Köpfe ein und diskutieren darüber, ob für unser Land politische System aus Europa gut sind! Kommunsimus, Islamismus (auch made in Europe), Demokratie etc. Aber der Gedanke „Monarchie“ wird gleich mit Schrecken zurückgewiesen.
    Also: vergessen wir doch einmal die Eurozentrik, zumal die Europäer nun dermaßen ihr wahres Gesicht (eine ziemlich häßliche Fratze bez. der Menschenrechte, wirtschaftliche Ausbeutung, Kriege) gezeigt haben.
    Die Iraner sind in Europa in den verg. 100 Jahren völlig orientierungslos geworden. Wir brauchen eine neue Orientierung, eine nationale Stärke, die auf die Philosophie Zarathustras zurückgeht. Ein einigender Grundgedanke. Damit, daß da die Europäer gleich wieder mit (teils gespielter Empörung und Entsetzen) ankommen, Mord und Zeter schreien und mit ihrere destruktiven zersetzender Rethorik ansetzen, um dies zu verhindern, müssen wir rechnen. Wir müssen kapieren, daß Menschenrechte und Freiheit nicht nur nicht das Exklusivrecht der Europäer sind, sondern wir müssen darüberhinaus unds bewußt machen, das die Europäer unverschämterweise der Welt verkaufen, daß diese universalen Rechte nur über euopäische Denkmodelle (sei es Demokratie, kommunismus, etc) zu erreichen seien. Und daß einzig die Europäer das Monopol und „Exklusivrecht“ haben, diese freudebringenden Systeme in unseren Ländern zu etablieren.

    Das Demokratie und Menschenrechte durchaus in einem IRANISCHEN monarchischem System ihre Daseinsberechtigung haben und deren Existenz dort möglich ist, wird von liberalen Europäern, welche ständig Menschenrechte im Iran einfordern, dennoch vehement negiert. Warum wohl? Mit Exklusivrecht meine ich übrigens, daß die Europäer den Völkern der Welt die „Wir sorgen für Menschenrechte und Demokratie“ Nummer nur dann bereit sind durchzuziehen, wenn ihre wirtschaftlichen Pläne dann auch im Gegenzug von bereitwilligen Halunken und Landesverrätern, im Gutglaubenoder auch wider besseren Wissens, umgesetzt werden. Daß diese Ziele WIDER den NATIONALEN Interessen der Völker sind, ist selbstredend. Nach dem Motto: Unsere Unterstützung für „Freiheit und Demokratie“ gibt es AUSCHSCHLIEßLICH im Doppelpack: „Demokratie UND Neoliberalismus“. ->Folge: Aufbrechen der nationalen Märkte, Überschwemmung des inlandsmarktes mit europäischen Gütern, letztlich Zerstörung der Nation. Die Europäische Demokratie und Menschenrechte sind nur Lockmittel.

    DAS ist der Grund, warum die Opposition zerstritten ist. Weil wir nicht begriffen haben, daß wir über Systeme diskutieren, die gar nicht in unsere Länder passen. Und weil wir uns besonders klug vorkommen, wenn wir mit Europäern über Demokratie, Kommunismus, Islamismus und Hegel und Kant und Plato und Konsorten wie sie alle heißen diskutieren. DA holen wir unser Selbstwertgefühl her. Das ist aber der falsche Weg. Wenn wir uns für den iranischen Weg entscheiden, werden wir wieder in der Welt respektiert werden und unseren Frieden im eigenen Land finden.

    • Mannnn Schamsi! Ich will diesen Kommentar als einen Artikel veröffentlichen, daher gebe ich Dir genug Zeit, um die Tippfehler zu beheben und hier und da mal vielleicht mehr schreiben, dann schicke es mir bitte per E-Mail zurück. Der Kommentar darf nicht unter gehen! Ich hatte Dir schon mal geschrieben, Du sollst bei uns schreiben. So, jetzt mach das 😉

      • Fartaab joon, schamsi, hat genau das ausgedruckt was ich dir die ganze zeit versucht habe oben zu erklären, ich entschuldige mich dafür ich kann Sachen nicht so gut ausdrucken wie ich sie schreibe. Aber schamsi hat zu 10000000% das geschrieben was ich im auf’m Herzen habe! Danke schamsi doorood Bar to!!!

      • Liebe Fartab, lieber Ardesir Parse!
        du hast Recht, ich möchte die ganze Zeit darüber schreiben, aber es ist verdammt viel, was man zusammenfassen muß (oder in mehreren Teilen). Ich möchte auf zwei Dinge hinweisen:
        ->ohne Euch und manch andere aus Iran Now wäre ich gedanklich nicht soweit, wie ich es heute bin
        Beispiel: gerade die Artikel über Alexander: Persien, eine Einheit, die durch Alexander aus dem Weg geräumt wurde, wodurch der Weg für den Westen freigemacht hatte->ein Meilenstein! Auch für mich (ich habe dann endlich begriffen, warum die gebildetetn in Deutschland einerseits von der Persischen Hochkultur sprach, anderererseits aber Alexander hochlobte…)

        ->der Grundgedanke meines Kommentares entstammt einem von mir sehr geschätzten Landsmann, dessem „Know How“ über unser Land grenzenlos zu sein scheint. Er stellte etwas Interessantes fest und seine Schlußfolgerung lautete: der Neoliberalismus ist unser Problem. Er hat mir sehr viele Anregungen gegeben, und die Diskussion hat gerade erst begonnen.

        Ich glaube, er hat damit etwas entdeckt, was SO DERMASSEN von Bedeutung ist, das bei Bewußtwerdung im gesamten Volk Kräfte freigesetzt werden, die gleichzeitig das Regime im Nu hinwegfegen könnten und die Europäer (damit meine ich die Liberalen) kalt im Regen stehen lassen würden. Sämtliche Knoten in unseren Köpfen würden sich lösen, viele unserer Fragen würden plötzlich beantwortet werden. Warum dieser oder jener Politiker diese und jenes gemacht hat, wer zu wem gehörte. Unsere Sicht auf die gesamte iranische Geschichte der letzten hundert Jahre würde sich schlagartig ändern, die Mossadegh Diskussionen, die Konstitutionsbewegung etc. wären mit einem Schlag beendet.
        Die Diagnose: „Siechtum der Iranischen Seele durch Kontamination mit Neoliberalismus“ ist quasi der heilige Gral der Iranischern Nation, sie ist vergleichbar mit der Einsteinschen Formel „e=mxc hoch 2“, und die Iraner könnten
        tatsächlich einen Quantensprung nach vorn machen, vorbei an den vielfach bewunderteten Europäischen Liberalen. Ich werde bemüht sein, einen Artikel zu schreiben.

        • Du weißt ja, die Generation von Ardašir, mir und Dir waren das Vermächtnis des letzten Kaisers und hätten wir die Möglichkeit gehabt, hätten wir den Iran sehr weit gebracht; wir wären die Früchte seiner Bemühung, die aber jetzt jeder zwar hier erfolgreich (sehr sogar) lebt, wird aber als die gebrannte Generation sich sehr mit der Geschichte und Kultur seiner Heimat befassen und diese verbreiten. Und ich freu mich dazu beigetragen zu haben.

          Aber bitte, versprich mir, das was Du heute hier als Kommentar geschrieben hast, bald als einen Artikel von uns veröffentlichen zu lassen. Ich lese manchmal Deine Beiträge (Kommentare) bei INN, die sehr schade sind, als nur im Forum unter anderen Kommentaren verloren zu gehen. Daher bitte ich Dich ernsthaft ab und an uns Deine Gedanken zu schicken, egal wie lang und in wie viele Teile!

    • Lieber Schamsi,

      ich erlaube mir hier als europäischer Christ ein paar Dinge zu deinem Kommentar zu schreiben, obwohl er doch hauptsächlich Inneriranisches thematisiert.

      Du schriebst: „was wir brauchen, ist eine IRANISCHE Herrschaftsform.“
      Ich denke, hiermit hast du den zentralen Nerv dieses gesammten Blogs getroffen.
      Mit schier unermüdlicher Fleißarbeit versuchen die Blogbetreiber das Bewustsein Iranischer Identität mit echter Substanz zu füllen.
      Und auch für mich als Europäer sind dies viele neue Informationen.
      Im Zuge unserer europäisch geprägten Aufklärung hatten wir einmal einen Punkt hervorgebracht, der nannte sich: „Selbstbestimmungsrecht der Völker“
      Und unter dieser Überschrift ist es für mich nur allzu normal, dass sich das Iranische Volk auf seine eigene, Iranische Identität besinnen muss.

      Unsere, die europäische Aufklärung verlief übrigens ‚auch‘ unter großen blutigen Opfern. Deshalb täte es mir auch ein bisschen weh, wenn diese eventuell in Bausch und Bogen verdammt sein sollte.
      Wir sind mithilfe dieser Aufklärung dem finsteren Mittelalter entkommen, und dieses war wirklich ziemlich finster!
      Kirchliche Instanzen nahmen für sich – ähnlich wie die islamistischen im Iran – sämtliche Rechte (inklusive Deutungshoheit) allein in Anspruch. Beispiel:
      Dass sich die Erde dreht, musste nicht nur im Experiment gezeigt werden, nein – es musste auch gegen erhebliche Widerstände erstritten werden, dass man so etwas ketzerisches überhaupt sagen darf! Diese Aufklärung (verbunden übrigens mit der für mich als evangelischen Christen ebenso bedeutsamen Reformation) erschloss uns überhaupt erst: Wissenschaftliches Denken, wissenschaftliche (auch medizinische) Erungenschaften, Fortschritt und Wohlstand – und in Folge auch die so genannte Demokratie.

      Nun hat unsere ‚Demokratie‘ nicht nur gezeigt, dass sie den Kommunismus in die Knie zwingen konnte, ich kann auch Aspekte erkennen, wo sie zeigte, dass sie – zumindest im Vergleich mit dem Kommunismus – die bessere Gesellschaftsform war:
      Als bei uns im Westen bereits Umweltschutz bis hin zu Abgasvorschriften gängig war, rauchten auf den DDR-Mark-Scheinen noch Jahrzehnte voller Stolz die Fabrikschornsteine.
      Was ich damit sagen will: In der Demokratie können Dinge z. T. schneller erkannt und reguliert werden, als in Strukturen mit zentralisierter Gewalt. Warum? – Ich denke, weil Ideen Gehör finden können, wenn sie gut sind – und nicht nur, wenn sie von der Zentralgewalt selbst kommen.
      Und dieser Punkt gilt in der freien Marktwirtschaft auch für ‚gute Geschäftsideen‘. Sie können zum Zuge kommen, wenn sie sich rechnen, und nicht nur wenn sie die planenden Kommitees genehmigen.
      Dieses, so glaube ich, ist einer der Hauptgründe, der unseren heutigen Wohlstand ermöglichte.

      Nun muss man aber einräumen, dass unsere schöne Demokratie mitsamt der freien Marktwirtschaft keineswegs nur von heheren Idealisten hervorgebracht wurde. Auch Feldherren, wie Napoleon, der ein ganz schöner Schlächter war (siehe seine lakonische Bemerkung zur Zahl der Kriegsverluste: „was sind Zahlen?“), zählten dazu. Und dieser entriss den Monarchen den Einfluss nicht, um ihn auf alle zu verteilen, sondern er förderte ganz gezielt die bürgerliche Klasse (die ihn dafür auch ihrerseits wiederum unterstützte).

      Auch sollte man wissen, dass mit dem Schlagwort ‚Demokratie‘ allein, noch kein (guter) Staat zu machen ist. In Formeln wie ‚freiheitlich demokratische Grundordnung‘ verstecken sich essentielle Bestandteile, weil wichtige Schutzmechanismen wie: Gewaltenteilung, Pressefreiheit, politische Bildung, Wertekonsenz und nicht zuletzt: Menschenrechte.

      Leider ist die gesamte westliche Welt starkem moralischen Verfall unterworfen.
      Es wird vergessen, welchen Preis unsere Väter für unsere Errungenschaften bezahlt hatten.
      Es ist nicht mehr klar, wie ein intaktes System tatsächlich funktioniert.
      Die Wichtigkeit einzelner Funktionsorgane wird überhaupt nicht bemerkt.
      Politikverdrossenheit macht sich breit.
      Gesetzesverdrossenheit (ob ihres Übermaßes) ebenso.
      Presse wird manipuliert.
      Standes- Klientel- und Vetternwirtschaft, Lobbyismus breitet sich aus.
      Die Justiz wird selbstgefällig.
      Nächstenliebe, Alltersvorsorge und Nothilfe werden institutionalisiert.
      Identität wird in (schnell mal hochgepuschten) Idolen gefunden.
      Christliche oder wenigsten humanitäre Werte gehen verloren.
      Wie ist das alles möglich? – Es geht uns (noch) gut, es gibt keinen Handlungsbedarf und schon gar keinen Leidensdruck. Der Mensch ist fast schon verdammt dazu, sich nur noch um sich selbst, den eigenen Vorteil (inklusive des ferngesteuerten Konsums) zu kümmern.

      Alles was die ‚herrschende Klasse‘ an Lied noch pfeifen muss ist: „Wir haben Demokratie, und deshalb geht es uns gut.“ Dieses Lied ist stark verkürzt. Längere Lieder wären schwieriger. Und dieses verkürzte Lied verkauft sich gut. Wir im Westen profitieren noch davon, dass nicht alle wichtigen, weggelassenen Punkte bei uns völlig verschwunden sind, aber alle anderen Kulturen, die nur ‚Demokratie‘ hören, und dabei ‚Wohlstand‘ denken, werden in der Tat zu einer Illusion gelockt, die sie so einfach wohl niemals erreichen können. In diesem Sinne verstehe ich deine Aussage:

      „Die Europäische Demokratie und Menschenrechte sind nur Lockmittel.“

      Wie hohl dass ganze bei uns schon ist, will ich am Beispiel von Dirk Niebühl (FDP) erläutern:
      Vor der Wahl sprach er sich dafür aus, das Entwicklungshilfe-Ressort abzuschaffen.
      Nach der Wahl wurde er Entwicklungshilfe-Minister!
      Nun setzt er sich dafür ein, dass Entwicklungshilfe so plaziert wird, dass unsere eigene Wirtschaft davon profitiert.

      Wenn ich nun – ebenso wie auch Bazillus – in Sorge über den Verfall unserer Werte bin, …
      wenn ich beklage, dass sich massives Nichtwissen ausbreitet, …
      dann habe ich, wenn ich an den Iran denke, notwendigerweise ebenso in Sorge.

      Für mich würde es nicht reichen, an eine Iranische Monarchie zu glauben, nur weil es eine uralte Iranische Tradition gibt. Natürlich muss es Iranisch sein, und nicht einfach billig-westlich abgekupfert.
      Und vielleicht gibt es – historisch gesehen – auch tatsächlich nicht eine so große Notwendigkeit, sich von altiranischer Monarchie zu distanzieren, als es sie bei uns gab, uns vom finsteren Mittelalter abzusetzen. Dennoch bleiben wichtige Fragen:

      Was macht die altiranische Gesellschaftsform tatsächlich aus?
      Gibt es bei ihr auch irgendwelche Schutzmechanismen?
      Wieviel davon wird von der Iranischen Allgemeinheit als Selbstverständliches, Eigenes getragen?
      Gibt es davon beschreibende Literatur, und wie weit ist dieses Wissen verbreitet?
      Könnte sie noch in der modernen Welt existieren?
      Könnte sie sich gegen offensichtliche und subtile Angriffe von innen und außen behaupten?

      Oder würde man einer zwar Iranischen, aber doch überwiegend illusorischen Romantik nachjagen?

      Ich möchte diese Fragen nicht beantworten, sondern nur zu bedenken geben.
      Ich möchte auch nicht alle Iraner zu einem westlichen Christentum bekehren.
      Aber, wenn Zaratustra an einen einzigen Gott glaubte, und es nur einen Gott gibt, …
      … dann muss es ja wohl der sein, den auch ich meine zu kennen.
      Und dieser sagte etwas, dass auch ich für mich persönlich in Anspruch nehme (Jesaja 43.1):
      „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“

      Wohlgemerkt: Dieser Gott lässt mir meinen Namen. Ich bin für Gott keine Nummer, sondern darf ‚Jockel‘ bleiben.

      Und er kennt auch IRAN!

      • Diese Art des iranischen Denkens ist seit Jahrtausenden in der Lehre Zarathustras verankert und damit auch in den iranischen Dynastien, die gezeigt haben, wie ein Staat funktionieren soll. Selbst die Römer kupferten vieles was Staatskunst betrifft von den Iranern ab. Bei Gelegenheit sollten Sie auch die Alexanderreihe lesen und ab Montag werde ich in einer mehrteiligen Reihe über die Arsakiden berichten und hier wird der Leser erfahren, welche Art von Demokratie damals betrieben wurde, keine griechische und keine römische, einfach eine iranische, die sich bewährt hatte und die Iraner waren die ersten in der Geschichte (Arsakidenparlament von Mehestân), die um das Reich zu erhalten, sogar Könige ernannten und abgesetzt hatten! Wir brauchen den Westen nicht um ihr politisches System bei uns zu installieren. Wir brauchen auch im 21. Jhd. einen iranischen Weg und mit dem iranischen Weg sind wir gut gefahren. Wir Iraner sind ein multi-ethnischer Staat mit einer sehr langen monarchischen Tradition, wir brauchen keine Demokratie nach westlichem Vorbild, bitte nicht!

      • Lieber Jockel,
        du hast sehr vieles Richtiges geschrieben, und man könnte noch dem sehr viel hinzufügen. Ich werde mich sicher noch einmal äußern, aber erst einmal kurz:

        ->der iranische Gedanke beruht auf den Ansichten des Philosophen (nicht Propheten!) Zarathustra sinngemäß: Denke Gutes, Tue Gutes, Rede Gutes. Viel besser als die Zehn Gebote. Da der gute Mann nunmal im alten Persien gewirkt hat, wurde auch die iranische Kultur zudem, wofür sie typisch ist. Die Eigenschaften: Freundliche Menschen, tolerante Menschen, Gastfreundschaft sind ein tradiertes Erbe und ich wage zu behaupten, daß die bekannte orientealische Gastfreundschaft auf 200 Jahre Achämenidenherrschaft mit Ausleben dieser Phsilosphie zu tun hat. (Es gibt auch natürlich Gastfreundlichkeit in Europa!) Um sich von den Islamisten zu befreien, brauchen wir Iraner NICHT den Schlenker über Europa, weil da die „Liberalisten“ kommen und sagen: Unterstützung zur Befreiung nur, wenn Ihr gegen das Schahtum seid und unsere System etabliert. Euer iranisches Schahtum ist „Pfui“, und nur unser System garantiert Euch Menschenrechte. Und wenn Ihr das anders seht, stehen wir auch nicht für Eure Menschenrechte ein, sondern diskutieren nur über Euer Atomprogramm und beschließen Sanktionen, durch die zum Beispiel Eure Flugzeuge abstürzen und Eure Landsleute ums Leben kommen. Was Europa unter Einhaltung von Menschnrechten versteht, sehen wir ja Tag für Tag in Afghnaistan, Irak, Libyen, und künftig auch in Ägypten. Und leider wohl wird uns ein von den Eruopäern und den USA im Namen der Menschenrechte initiierter islamistisch-NATO-ALKAIDA geführter Krieg mit Hunterttausenden Toten nicht erspart bleiben.

        ->Gerade Napoleon ist ein gutes Beispiel, an das ich auch dachte:
        Hätte es ohne die Französische Revolution einen Napoleon, einen Hitler gegeben? War die Französische Revolution, vermeintlich zur Befreiung der europäischen Völker, wirklich so glorreich? War die Guilloutine eine tolle Errungenschaft? Waren all die Opfer notwendig? Vielleicht wäre das Leben von Millionen Menschen viel besser gelaufen ohne dieses Idioten und Mörder wie Robespierre. Für diesen Massenmord, für dieses Märchen „Frz. Rev.“ wird jedes Jahr in Paris par(a/o)diert? Die Opfer der französischen Revolution müssen sich verhöhnt vorkommen. Ich denke, Reformen in Frankreich damals 1789 waren notwendig gewesen, aber keine blutige Revolution! Weder die Frz. noch die Russischen Revolution haben den Europäern jener Zeit, aber auch dem Iranischen Volk nicht, irgendeinen Vorteil gebracht.

        Und zur Reformation:
        -> Diese wurde doch nur von einigen Adeligen initiiert, um die weltliche und damit auch WIRTSCHAFTLICHE Macht der katholischen Kirche anzugreifen. Das waren doch am Anfang keine echten Religionskriege! Wo hat Luther denn das Neue Testament übersetzt? Unter dem Schutz von Kurfürst Friedrich des Weisen auf der Wartburg, Eisenach.

        Ein etwas harter Spruch lautet: wenn du eine Vergewaltgung nicht verhindern kannst, dann geniesse sie wenigstens. Ich persönlich könnte einer Vergewaltigung nichts Schönes abgewinnen, aber die die Geschichtsschreiber in Europa tun das: überall sehen sie in den hohen Blutopfern auch Vorteile. Man wäre ja in Europa heute nicht dort, wo man heute ist, wenn es all diese Opfer nicht gegeben hätte.
        1. Wo ist man denn in Europa heute, wenn das alles so WERTvoll ist? Die NATO führt Krieg im Namen der Menschenrechte, wo sie Lust hat, und leitet angebliche Untersuchungen ein, wenn sie (mal wieder) daneben schiesst, zum Beispiel auf wehrlose Frauen und Kinder. Das ist nur EINE Errungenschaft. Menschenrechte? Demokratie? Selbstbestimmung? Wo denn? In Brüssel vielleicht. Soviel zum Zusammenbruch der DDR und UDSSR. Klar, die waren oft schlechter als der Westen. Aber sie sind wirtschaftlich untergangen (worden! mit tatkräftiger Zersetzung seitens des Westen, ist aber ein anderes Thema).
        Aber jetzt bestimmt Brüssel über das deutsche Geld, weit über 60% deutscher Gesetze werden von Nichtdeutschen für Deutsche gemacht. Wir werden OFFEN observiert, Facebook, Google(Na klar, REIN PRIVATE Firmen..)..ist das die Demokratie des Westens? Ist DAS „da“, wo man jetzt ist, nachdem der Ostblock in die Knie gezwungen wurde? Solidarisierung der Bankenschulden, Privatisierung der Gewinne?

        Tut mir leid, Demokratie MEnschenrechte->Alles nur hohle Phrasen von Europäern und Amerikanern, für die Welt, und mittlerweile auch für die eigenen Völker, um die Herrschaft aufrechtzuerhalten. Diese hohlen und ausgelutschten Phrasen werden vermutlich bald der Feder eine neue Schar von Aufklärern, welche alle 300-400 Jahre in Europa auftreten und den Generationen vorschreiben, was und wie sie zu denken haben, im Rahmen eines neuen „Zeitgeistes“ zum Opfer fallen und durch neue „App“-fähige Phrasen passend zum Technotronischen Zeitalter ersetzt werden, um die europäischen Völker bei Stange zu halten, geistig mit neuen Ideen und Idealen zu besetzen und zu beschäftigen und sie in einer neue wirtschaftliche Abhängigkeit zu führen, um sie für sich arbeiten zu lassen.

        Aber Jockel, ich weiß, was du meinst: Es gab in Deutschland eine Phase relativ(!) echter Demokratie für den Einzelnen, nach dem Krieg, die Zeiten sind aber längst vorbei, Europa ist nicht mehr das, was es einmal war, und nachdem jeden Tag Europa seine Bürger belügt und zwar in allen Bereichen (Menschenrechte, Wirtschaft), frage ich mich: was ist denn so erstrebenswert an Europa?
        ->Nicht falsch verstehen: ich finde hier vieles toll, bin gerne hier gewesen. Ich schätze viele Eigenschaften der Menschen hier. Ich höre gern die hiesige Musik, ich höre auch gerne Klassik, und und und. Aber ich bin zunehmend genervt von den Lügen der hiesigen Presse, den Massenmedien als Solche und den leeren Parolen von Politikern und Intellektuellen, von unwissenden Menschen, die den ganzen Tag nur mit I-pod und Kopfhörer im Ohr oder i-Phone am Ohr herumlaufen und freie Minute mehr registrieren, was um sie herum passiert und die nur knapp einen Meter weiter denken. Diese christlich europäische abendländische Kultur, welche du meinst, löst sich hierzualnde zumindest gerade auf. Sehr schade, wie ich übrigens finde, denn ich habe es immer bewundert.

        Übrigens, daß Kriege und Revolutionen von einigen wenigen geplant worden waren, um sich eigene Vorteile zu sichern, erscheint europäischen Historikern und Intellektuellen absolut abwegig. Sämtliche „Lernprozesse“ nach solchen einschneidenden Ereignissen waren meiner Ansicht nach nur ein Nebeneffekt und von den Initiatoren nicht gewollt. Und im Übrigen scheinen dieses Lernprozesse bez. ihrer Resultate immer nur sehr kurzweilig zu sein, wie du selbst erkannt hast.

        • Ich wollte hier nicht der Demokratie das Wort reden. Wenn dies die einzig wahre Organisationsform sein sollte, dann hätte sie aus meiner Sicht auch die Bibel viel stärker thematisiert. Und dass die Demokratie längst nicht mehr das ist, was sie vorgibt – nun, ich denke, da sind wir uns einig. Die für Europa ursprünglich doch wohl sehr berechtigten Ansätze von Aufklärung, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sollten allerdings auch bei einer modernen Monarchie zumindest abgeklopft werden!
          Was soll das Schimpfen über unsere Zustände?
          Wenn du auf eine monarchistische Struktur hin arbeitest, solltest du dich fragen, ob ein einziger Teene weniger in seinem I-Pod versinkt, weil es nicht einen Kanzler sondern einen König an der Spitze gibt!

          Die Reformation war übrigens ein echtes Glaubensanliegen.
          Luther war selbst tief bewegt, als er bei seinem eigenen, Welt-abgekehrten Bibelstudium die Rechtfertigung aus dem Glauben entdeckte, welche der ihm beigebrachten Tyranei (Vergebung gegen Geld, Selbstkasteiung, …) aufs krasseste widersprach. Die Initialzündung für die Reformation geschah in einer Klosterzelle.

          Es ist die typische Arbeitsweise des Teufels, dem Menschen nicht nur in einer Weise zu schaden, und ihn nicht nur in einer Beziehung zu fesseln, sondern er legt immer mehr Stricke um ihn herum. Bei politischer Betrachtung unserer Gesellschaft wirst du mir beipflichten, dass wir nicht nur auf eine einzige Art ‚verkorkst‘ sind. So ist es auch im Glaubensleben. Luther entdeckte, als er der Sache auf den Grund ging immer mehr Punkte, die richtig zu stellen wären – ein schier unschaffbar scheinender Reformstau. Die mächtigen Kirchenfürsten wussten, welche Privilegien für sie auf dem Spiel standen, daher war Luther damals Staatsfeind Nr. 1 – vergleichbar mit Bin Laden heute (natürlich nicht in seiner Berechtigung).

          Luther wurde ‚entführt‘ und erhielt als ‚Junker Jörg‘ eine neue Identität, um dieser Verfolgung zu entgehen und sich der Bibelübersetzung widmen zu können. Dass man Luther als Handlanger Kurfürst Friedrich des Weisen bezeichnen kann, weil durch sein ’sich entführen lassen‘ und seine Übersetzungsarbeiten auch den Interessen des Kurfürsten gedient wurde?

          Da ist es jetzt aber verdreht!
          Nicht die Bibelübersetzung hat dem Kurfürsten gedient, sondern der Kurfürst hat die Bibelübersetzung ermöglicht. Wenn es dem Kurfürsten nicht auch selbst ein Glaubensanliegen war, so hat doch die Bibelübersetzung ganz klar den ungleich höheren Wert in der Geschichte!

          Und nun noch etwas:
          Jesus Christus sagte „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“.
          Aber die katholische Kirche hat ihre Position weidlich ausgenutzt und alle möglichen irdischen Privilegien und Machtstrukturen (z. B. Kaiserkrönungsrecht) installiert. Luther hätte unmöglich mit Demos allein eine Basisdemokratie in der Kirche einführen können. So etwas war undenkbar und wurde auch nirgends gedacht. Es konnte überhaupt nur unter Achtung gewisser weltlicher Herrschaftsstrukturen voran gehen. Man muss die Stricke des gefessselten Menschen behutsam und der Reihe nach auflösen.

          • Lieber Jockel:
            ->wie Fartab schon geschrieben hat, wenn wir eine Monarchie wünschen, dann nur eine, in der Elemente einer Kontrolle sowie eine möglichst unabhängigen Regierung, frei vom Volk gewählt, enthalten sind.
            ->zu Luther: ich habe Luther´s Ansichten oder Einstellung nicht bezweifelt, sondern nur darauf aufmerksam machen wollen, daß hier einige Mächtige (Adlige) Luther protegiert haben, um aus der Kirche heraus die (katholische) Kirche zu schwächen. Ob Luther sich dessen bewusst war, ob ihm das unwichtiger erschien, um das höhere Ziel zu erreichen, sei ein anderes Thema. Aber auch hier kann man philosophieren: was die katholische Kirche tat, war mehr als hinterfragenswürdig, eine Reformation notwendig, aber letztlich wurde dann erst recht nach Luther/durch Luther posthum, auch mit Machterhalthintergrund, viele Kriege mit zahlreichen Toten geführt. heute können sich die Europäer zurücklehnen und sagen: in punkto Religion haben wir alle eine friedliche Einigung. Der Preis war aber sehr sehr hoch!

            nicht

            • Um die einseitige Machtausübung zu beenden, muss es wohl eine Macht-um-verteilung oder ein Machtvakuum (das aber auch nicht leichter erreichbar oder weniger gefährlich wäre) werden.
              Der – für mich zweifelsohne notwendigen – Machtumverteilung kann man immer schön vorwerfen, dass es ja um Machtinteressen geht, egal welche Konstruktion man als Alternative anstrebt. Wichtig finde ich, dass man das Wohl aller im Auge behält, einschließlich derer, denen man die Macht wegnehmen muss. Beispiel: Einem Besoffenem die Autoschlüssel abnehmen.
              Und bei Widerstand kann auch ein blaues Auge das kleinere Übel sein (im Vergleich zu einem Verkehrsunfall). Von Patentlösungen bin ich auch bei meinem eigenen Leben runter: Ich versuchs nur noch, so gut es geht.
              Aber auch nicht weniger!

              Ist ja eigentlich doch wieder eine Patentformel, oder? – Mist!
              Wie komm ich da jetzt wieder raus?

              Mit dem Wissen, das alles was ich tun kann immer noch zu wenig und zu schlecht sein wird. Dass ich mir keinen Ehrenplatz verdienen kann. Und dass es vielleicht jeder andere besser weiß und besser kann. Dass manchmal es aber auch ich bin, der dran ist. Und dass es eine Gnade ist, das richtige zu erkennen.

              Lukas 17,10: „So auch ihr! Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.“
              Philipper 2,3+13: „Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, … Denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.“

              Summa sumarum haben wir uns glaube ich schon recht gut verstanden, ich freu mich jedenfalls schon mal auf deinen Artikel, irgendwann.

    • Kann ich nur voll und ganz unterstützen.
      Die europäischen Systeme sind im Laufe vieler Jahrhunderte und durch zahlreiche Revolutionen, die Aufklärung und nicht zuletzt Kriege entstanden.
      Diese „Systeme“ sind nicht ohne weiteres auf andere Kulturkreise mit ihrer ganz ureigenen Geschichte übertragbar. Jedes Volk soll und muß seinen Weg in die Moderne des 21. Jahrhunderts selbst finden, wobei Europa (bzw der Westen) allenfalls seine Hilfe und Unterstützung anbieten sollte.

    • Lieber Schamsi,

      ich wuerde es sehr begruessen, wenn Du eine Artikelreihe ueber die Problematik des Neoliberalismus schreiben wuerdest. Es ist sicher eine sehr gute Bsasis fuer die iranische Wiedergeburt, der wir uns insgesamt spaeter noch widmen werden in den Bereichen Bildung, Erziehung, Gesellschaft, medizinische Versorgung, Sozialstaalichkeit, Energiepolitik, Verteidigungspolitik und Verfassung und Grundgesetz.

      Deine Mitarbeit soweit es Deine Zeit zulaesst ist sicher sehr wertvoll und ich kenne Deine Positionen und Schriften ja schon seit einigen Jahren und sie haben mich noch immer begeistern koennen.

  4. Ach ja, gemäß der Sicht der europäischen Liberalen lautete der Protest-Slogan der Iraner 2009 „Where is my vote?“
    ICH würde heute eine andere Frage stellen:
    „Where is my Iran?“

  5. Ich habe da eine sehr große bitte an dich schamsi joon, diesen kleinen Artikel den du geschrieben hast, der für mich größte Inhalte besitzt, bitte ich dich an jeden aktiven inn User zu schicken, dieser Artikel öffnet einem die Augen, mir lagen solche Gedanken die ganze zeit aufm Herzen, ich besitze leider wie du oder parse&parse nicht das Talent solch wichtige Zeilen so ausdrucksvoll zu schreiben. Ein anderer Vorschlag wäre wenn du diesen artikel als thread ins Inn Forum setzen könntest.
    Nochmals danke ich dir vom Herzen für deinen wundervollen Beitrag der nur umgesetzt werden müsste sehr!

    Ba doorood

    • Soorooshe nâzanin,

      Du könntest, falls der Artikel hier erscheint, ihn kopieren und mit der Linkvorgabe dann in INN unter einem neuen Thread (mit dem Namen des Artikels) posten, dann werden die User da bestimmt auch den Artikel kommentieren.

      Ruzet xoš

  6. Pingback: Das Interview der Deutschen Welle mit dem Kronprinzen Rezâ Pahlavi (2) | Online-Magazin Pârse&Pârse پارسه و پارسه

  7. Dorood ba shoma

    Reza Pahlavi ist die einzige Hoffnung von ausserhalb des Iran, es gibt sonst niemanden! Dennoch möchte ich hier konstatieren, das ich es nicht unbedingt als notwendig erachte das der Iran wieder eine Monarchie wird; ein System wie in Spanien und Grossbritannien, also eine konstitutionelle Monarchie mit Parlamentarismus wäre meiner Meinung nach optimal.

    Wegen der Demokratie welche die Griechen brachten.

    Bitte denken wir an Cyrus dem Grosse, die erste Erklärung der Menschenrechte brachte, und was ist denn das als Demokratie?

    Kyros der Grosse war der ERSTE Regent weltweit welcher die Sklaverei abschaffte, auch das sollten wir nicht vergessen; jeder Arbeiter war frei und hatte ein Anrecht auf Lohn, und auf eine Pension (auch dies gab es bereits unter Kyros dem Grossen).

    Die Lehre von Zartosht, die Gatha, ist eine Ethik Lehre basiert auf Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, auf freie Gedanken.

    Lange vor den Griechen meine Freunde!

    In diesem Sinne,

    meine besten Empfehlungen

    Kamran

    • Kamrane gerâmi, die Monarchie, von der wir sprechen, ist natürlich aus heutiger Sicht nur parlamentarisch zu gestalten. Warum zieht man für andere Länder in Betracht, sie können Monarchie haben, aber wenn der Iran dran ist, nein, es geht nicht! Wo steht es geschrieben, dass dieses Land unbedingt nur eine Republik sein muss. Das müssen die Republikaner und alle andere Oppositionellen endlich mal in ihrem Kopf meißeln lassen! Ansonsten, wird es nie ein Ende haben!

      • Dorood

        Reza Pahlavi (Reza Shah II.) ist die Einzigste Hoffnung für den Iran.

        Im Iran kann nur die Einleitung der Monarchie alle Ideologien überzeugen und die Bedürfnisse der Menschen erfüllen.

        Eine Rückkehr der Pahlavi Dynastie nach Iran würde viele Probleme lösen. Derzeit setzt sich der Iran mit Volksgruppen die ihre Autonomie oder Unabhängigkeit fordern auseinander. Eine Monarchie kann Neutral sein (Im Ethnischen Sinne) für die Vereinigung der verschiedenen Völker des Iran.

        Ich unterstütze einen Demokratischen, Säkularen und Modernen Iran mit einem Regierungssystem in der Form einer Konstitutionellen Monarchie – ein System dass tief in Irans Tausende von Jahren Geschichte und reicher Kultur verwurzelt ist.

        Bedrood

        • Dorud bandarzadeh und vielen Dank für Deinen Feedback. In der Tat ist die parlamentarische Monarchie die einzig gute und vernünftige Form, in der unser Land endlich mal zur Ruhe kommt und wieder wächst und gedeiht.

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