„Dummheit und Gewalt ist eine schlechte Kombination“


Seit September 2012 ist das Buch des Autors Salman Rushdie Joseph Anton in allen Buchhandlungen zu erhalten; das Buch ist eine Autobiographie. Der Autor Henry Bernard sagte schon über dieses Buch: „Salman Rushdies Autobiographie ist laut, poltrig, satt, selbstgerecht, sie ist ironisch, poetisch und sentimental – und sie ist gut. Weil sie deutlich sagt, wohin uns der „Krebs des kulturellen Relativismus“ führt, weil sie uns eine faszinierende Migrationsgeschichte von Bombay bis New York erzählt, weil sie sehr deutlich macht, wer die Helden und wer die Feiglinge waren, als es galt, Leben und Integrität eines britischen Staatsbürgers zu verteidigen, und weil sie über weite Strecken große Literatur ist, voller Bilder, Gerüche und Geschichten.“

Neben einiger Medien, Zeitungen und Zeitschriften, die Salman Rushdie bezüglich seines neuen Buchs interviewt haben, wollte die Frankfutter Allgemeine Zeitung in einem Interview mit ihm über seine Meinung bezüglich des Buchs, der Meinungsfreiheit und des Kampfes zwischen der Kulturen in der islamischen Welt und westlichen Welt wissen.

Salman Rushdie: „Wir sind in ganz wenigen Ländern auf der Welt privilegiert, sagen zu dürfen, was wir wollen. Es gibt nur wenige Länder auf der Welt, in denen wir dieses Geschenk haben. Wir müssen es wertschätzen. Alle anderen wollen es, wir haben es – lasst uns uns nicht benehmen, als ob wir es nicht brauchen.“

Wir empfehlen auch dieses Buch zu lesen, denn es lohnt sich sehr. Hier das Interview:

Das Interview mit Salman Rushdie

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3 Gedanken zu „„Dummheit und Gewalt ist eine schlechte Kombination“

  1. Im verrückten Königreich hat sich einer der einflußreichsten Mohammedaner der Insel – der zu allem Überfluß auch noch eine Top-Position im National Health Service NHS bekleidet – als Kriegsverbrecher, Massenmörder und Folterer aus dem Unabhängigkeitskrieg Bangladeschs (von Pakistan) 1971 herausgestellt.

    Der Bangladeschi Chowdhury Mueen-Uddin, Leiter der “Muslim Spiritual Care Provision” des NHS, Vorsitzender der “Multireligiösen Gruppe für Krankenhaus-Seelsorge” ist in Bangladesch jetzt wegen Entführung, Folter und Tötung von 18 Journalisten, Ärzten und Akademikern angeklagt.

    Dieser fanatische Mohammedaner kämpfte gegen die Loslösung von Bangla, gegen alle Säkularisierungstendenzen, und half daher mit, die gebildete Oberschicht des Landes auszurotten, die weniger statt mehr Islam wollte. Gleich nach dem Krieg setzte er sich nach England ab, wo er eine steile Karriere als hofierter Mohammedaner begann. Er war übrigens die treibende Kraft hinter den GB-Moslem-Protesten gegen Rushdies “Die satanischen Verse”. Die beschriebene Bestialität im Artikel ist unfaßbar (Augenärzten erst die Augen ausgedrückt, dann hingerichtet; Herzchirurgen erst das Herz rausgerissen, dann getötet).

    Und weil ihm in Bangladesch die Todesstrafe droht, wird er von England, tadah!, nicht ausgeliefert:

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-2217367/NHS-boss-faces-death-penalty-charges-torture-18-murders.html

    Außerdem hat im verrückten Königreich gerade ein mohammedanischer Massenmörder und Kriegsverbrecher der Janjaweed (300.000 Tote) Asyl erhalten, der sich noch während des laufenden Verfahrens mit seinen Schlächtereien im Fernsehen brüstete. Grund: Ihm drohe im Sudan die Todesstrafe.

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-2214359/African-war-criminal-admits-role-massacre-killed-300-000-wins-right-stay-UK.html

    • Danke marc für die Infos. England hatte immer eine Schwäche für den Islam und ab dem 16. Jahrhundert hat das Land angefangen für die Zukunft große Pläne zu schmieden, und alles dann auch durch den Islam. Ab dieser Zeit spielt England auch eine große und unglückliche Rolle in der Geschichte Irans. Wir werden bei Gelegenheit mehr darüber schreiben.

  2. „Krebs des kulturellen Relativismus“ Toller Begriff!!
    Einer, der die Meinungsfreiheit schätzt, so schätzt, wie es unsere Politiker schätzen und verteidigen sollten. Wer wie im TV mehrfach geschehen, die Steinigung als „Religionsfreiheit“ wertet, sollte des Landes, sorry, des Kontinents verwiesen werden.

    http://www.zukunftskinder.org/?p=29432#respond

    Blasphemievorschriften sind nicht zeitgemäß und damit – weil die Meinungsfreheit massiv gefährdend – von Grund auf abzulehnen. Wir sehen die katastrophalen Rechtsfolgen z,. B. in Pakistan. Gott kann niemand beleidigen. Wenn er sich beleidigt fühlte, sollte er selbst einschreiten. Dafür braucht er die irdische Justiz nicht.
    Ebenso wie Jesus kritisiert werden darf, Heilige kritisiert werden dürfen und andere Menschen kritisiert werden dürfen, so muss dies auch mit dem Propheten des Islam möglich sein, ohne dass irgendwelche Mohammedanhänger wieder gewalttätig ausflippen. Fatwen auf Tötung von Menschen sind weltweit zu ächten. Herr Rushie ist ein Opfer dieser Politik des Messens zweierlei Maßes. Alle Ungerechtigkeiten der gesetzlichen Art, die sich der Islam leistet egal auf welchem Gebiet auch immer, wird mit Toleranz begegnet bis hin zur Selbstaufgabe der eigenen verteidigungswürdigen Werten. Wir machen einen schweren Fehler, die Kritik an islamischen Größen oder auch an Gott nicht zuzulassen. Man kann über Beleidigungen, die objektiv mit Schimpfworten durchgeführt werden, reden, aber nicht über sachliche Kritik. Für eine rechtliche Verurteilung durch das Gericht darf das „Sich-Beleidigt-Fühlen“ eines Gläubigen nicht , nein, niemals Maßstab sein. Wenn wir damit beginnen, beginnen wir mit Meinungszensur und ergeben uns im vorauseilendem Gehorsam den Gewaltbereiten jeglicher Couleur.

    Dass dieser Mann diese Einstellung vertritt, öffentlich vertritt, ist durch eigenen Erfahrungen in diesem Bereich wohl gefördert worden.

    Nun ein wenig OT: Interessante Gedanken von Herrn Ulfkotte, zwar im umstrittenen Kopp-Verlag, aber sie sind es wert – vorausgesetzt, die Fakten stimmen – gedacht zu werden. Da diese Gedanken u. a. auch den Iran betreffen, stelle ich diese einfach mal hier hinein verbunden mit der Frage, ob diese Szenarien im Iran und Umgebung in näherer oder fernerer Zukunft wohl denkbar sein könnten? Ist dies wohl eher eine Werbung für sein Buch oder ist da etwas dran? Auch die Ausführungen zur Türkei sind m. E. höchst interessant, wenn die Fakten, die er aufführt, stimmen sollten. Erdogan hat seine Türken schon zu vermehrter Kinderzeugung aufgerufen.

    19.10.2012

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    Warum es Krieg geben wird
    Udo Ulfkotte

    Die europäische Gemeinschaftswährung Euro ist auf dem besten Weg, den Frieden in Europa zu ruinieren. Die Massenproteste werden eskalieren. Und Unruhen werden immer wahrscheinlicher. Und zeitgleich entstehen rings um uns herum viele gefährliche Brandherde.

    Erinnern Sie sich noch daran, wie unsere politischen Führer gejubelt haben, als im Frühjahr 2011 der »Arabische Frühling« ausbrach? Genau jene politischen Führer, die ständig behauptet haben, der Euro bringe uns Frieden und Wohlstand und sei ebenso stabil wie einst die D-Mark, behaupteten damals unentwegt, der »Arabische Frühling« werde Demokratie und ein neues

    friedliches Zeitalter bringen. Die Wahrheit lautet: Ebenso wie beim Euro irren die Politiker auch beim »Arabischen Frühling«. Schlimmer noch: Beide Entwicklungen zusammen werden uns nicht nur Elend und Unruhen, sondern ganz sicher auch Krieg bringen. Und man kann das selbst dem politisch-wirtschaftlichen Laien mit wenigen Zeilen nüchtern erklären.

    Fangen wir zunächst weit entfernt an. Man mag von der Islamischen Republik Iran halten, was man will. Aber man muss die Realitäten akzeptieren: Unbestritten ist, dass das Land Ölexporte als einzige große Einkommensquelle hat. Und ebenso unbestritten ist, dass genau dieser Staat Iran ein gewaltiges Bevölkerungsproblem hat. Als der Schah 1979 gestürzt wurde, da bekam eine iranische Frau statistisch gesehen sieben Kinder – heute sind es nur noch 1,6. Die Zahl der Geburten ist im Iran extrem rückläufig. Das ist völlig unbestritten. Ebenso unbestritten ist es, dass acht Prozent der Iraner heute im Rentenalter sind. Nun gibt es in der Islamischen Republik Iran aber keine Rente. Und in wenigen Jahren wird eine extrem rückläufige Zahl junger Menschen im Iran eine immer größere Zahl von Älteren ernähren müssen. Das klappt, solange man immer mehr Rohöl verkaufen kann. Dummerweise gehen genau dann, wenn der Iran zur Ernährung der Bevölkerung (also für den Sozialsektor) erheblich mehr Ölexporte brauchte, die Förderkapazitäten zurück, weil die Lagerstätten erschöpft sind. Auch das ist unbestritten. Die einzige Chance des Überlebens besteht für Teheran darin, ölreiche Gebiete in unmittelbarer Nähe zu annektieren: die irakische Provinz Basra, Bahrain, Teile von Aserbaidschan und die schiitischen Provinzen Saudi-Arabiens. Und genau für diese Kulisse braucht der Iran Nuklearwaffen. Es ist egal, ob man den Bau von Atomwaffen im Iran um ein oder zwei Jahre mit Tricks und Sanktionen hinausschiebt – verhindern kann man das geschilderte Szenario ebenso wenig wie die rasante konventionelle Aufrüstung des Irans und den Krieg, den jede künftige iranische Regierung (das hat nichts mit den Mullahs zu tun) führen muss, um der Bevölkerung das Überleben zu sichern.

    Ein ähnliches Problem hat die Türkei, die ganz langsam von einem »Feind im Innern« erdrückt werden wird. Türkische Frauen bekommen heute statistisch gesehen 1,5 Kinder – während kurdische Frauen im Land vier Kinder bekommen. In wenigen Jahren wird schon die Hälfte der »Türken« in der Türkei aus Kurden bestehen, die mit aller Macht eines wollen: Unabhängigkeit von der Türkei. Die türkische Regierung weiß, dass sie gegen die rasante demografische Entwicklung im eigenen Land keine Chance mehr hat. Ministerpräsident Erdoǧan ist bei näherer Betrachtung nicht mehr als ein hilfloser Hampelmann, der Mut zeigen will ohne Muskeln zu haben.

    Seine Drohungen, in Syrien zu intervenieren, waren nichts als ein Bluff, denn eine größere Freude könnte er den Kurden in Syrien wohl kaum machen: Nicht nur sie, sondern alle außerhalb der Grenzen lebenden Kurden würden die Chance für den Angriff auf türkische Truppen sofort nutzen. Man hat das ja im Irak gesehen: Die türkischen Militäroperationen gegen Kurden im Irak bewogen die Regierung in Bagdad dazu, sich enger an den Iran anzulehnen und ein Militärbündnis zu suchen. Das aber brachte die USA in Rage und auch die Türkei muss besorgt sein. Denn die türkische Wirtschaft lebt ja derzeit nur von großzügigen Leistungen aus jenen reichen Golfstaaten, die Ankara zur Eindämmung iranischen Einflusses in der Region brauchen. Schafft die türkische Regierung es nicht, die Gönner in den Golfstaaten zufrieden zu stellen, dann fließt auch kein Geld mehr. Und die Türkei geht dann schnell den Weg Griechenlands. In jedem Fall kann Ankara sich drehen, wie es will: Die entscheidende Schlacht mit den Kurden hat das Land schon jetzt verloren. Die Türkei als Ordnungsmacht im Osten Europas wird ganz sicher zerfallen. Und jene Politiker bei uns, die das Land jetzt noch schnell in die EU holen wollen, haben entweder keine Kenntnis von der sich dort abzeichnenden Entwicklung – oder aber sie hassen uns Bürger so sehr, dass sie Europa ganz gezielt noch einen weiteren Kriegsherd einverleiben wollen.

    Nicht anders ist es im Falle Ägyptens, dessen Revolution uns von unseren Politikern als »demokratischer Aufbruch« verkauft wurde. Angeblich wollten Massen gebildeter Ägypter endlich die Demokratie. Doch anderthalb Jahre nach dem Sturz Mubaraks wird auch dem Dümmsten klar, dass dort in Ägypten noch immer 45 Prozent der Einwohner Analphabeten sind, 90 Prozent der Frauen beschnitten sind, 30 Prozent der Eheschließungen Inzucht sind (man heiratet bevorzugt im engsten Verwandtenkreis, um das Geld in der Familie zu behalten) – und die Mehrheit der Bevölkerung unterstützt nun einmal die Islamisten. Und die von der Muslimbruderschaft geführte Regierung hat gerade zum Dschihad aufgerufen. Zum Krieg gegen Israel. Erinnern Sie sich noch: Vor einem Jahr behaupteten unsere Politiker, vor der ägyptischen Muslimbruderschaft müsse man keine Angst haben. Und jetzt ruft diese die Bevölkerung zum Krieg auf. Überall um uns herum entstehen gefährliche Brandherde. Und unsere Politiker behaupten ständig, sie hätten alles im Griff.

    Ist das nicht merkwürdig: Die Schweiz bereitet sich auf kriegerische Ereignisse mitten in Europa und auf die Abwehr von Flüchtlingsströmen an den Grenzen vor. Vielleicht täten wir Bürger gut daran, uns auch etwas vorzubereiten und uns nicht länger auf jene Politiker zu verlassen, die uns mit ihrer Erkenntnis beglücken, die Weichwährung Euro werde irgendwann wieder stabil und die Lage an unseren Außengrenzen werde ganz sicher bald friedlich.

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