Fatwa: Christen dürfen das Wort „Allah“ nicht mehr gebrauchen

Die Bibel auf Malaysisch

Die Bibel auf Malaysisch

Wenn der Wahnsinn seinen Lauf nimmt…

aus dem Englischen von Ardašir Pârse

Kuala Lumpur Ein malaysischer Mufti hat eine Fatwa herausgegeben, die es Nicht-Muslimen verbietet, das Wort „Allah“ in arabischer Sprache zu gebrauchen.

Der Mufti Sharafuddin Idris Shah des malaysischen Bundesstaates Selangor,  erteilte  das  Verbot  Anfang Januar,  laut der Libanon Debate Zeitung. Malaysische Medien haben berichtet, dass das Verbot von dem islamischen Führer in Kraft gesetzt wurde, weil es ein „heiliges Wort“ sei und nach der MidEast Christian News ausschließlich für Muslime reserviert werden sollte.

Der Mufti hat den Islamischen Rat von Selangor und die staatliche Islamische Abteilung angewiesen, strenge Maßnahmen gegen alle Gruppen, die die Fatwa und die 1988er-Verordnung in Frage stellen, die die Verwendung des Wortes „Allah“ auf Arabisch von Nicht-Muslimen verbieten, vorzunehmen.

Beschluss des Islamischen Rats von Selangor am 11.01.2013

Beschluss des Islamischen Rats von Selangor am 11.01.2013

Die Organisation der protestantischen Kirchen in Malaysia, kommentierte die Entscheidung mit den Worten, dass die Christen in dem Land das Wort „Allah“, wenn es um Gott geht seit Jahrhunderten gebrauchen, und sie planen, auch weiterhin ihr verfassungsmäßiges Recht auszuüben.

Rechtsanwälte, aus einem ähnlichen „Allah“-Fall aus dem Jahr 2009, in dem eine christliche Frau gegen die Regierung wegen der Beschlagnahme ihrer religiösen CDs, weil sie „Allah“ auf sie geschrieben hatte, klagte, sagten, dass die Fatwa gegen die Entscheidung des Gerichts aus dem Jahr 2009 steht.

Es unterstreicht auch einen ähnlichen Fall, indem Christen erlaubt sein würde, Bibeln in jeder Sprache zu importieren und zu verwenden. Doch nach MidEast Christian News, folgte der gerichtlichen Entscheidung eine Welle der religiösen Gewalt, die über das Land hinwegfegte.

Die vorherrschende Religion in Malaysia ist der Islam, dessen Anhänger nach der Volks-und Wohnungszählung 2010, 61,4% der Bevölkerung ausmachen. Der Islam wird als Staatsreligion von Malaysia anerkannt, obwohl das Land eine säkulare Verfassung hat.

Das Land hat oft gesehen, wie Politik und Religion miteinander verflochten wurden, was in der Vergangenheit zu zahlreichen Debatten führte, ob Malaysia ein islamischer oder säkularer Staat sein sollte. Laut der Volkszählung 2010, setzt sich die religiöse Zusammensetzung der Bevölkerung von Malaysia wie folgt zusammen: 61,4% Islam, 17,8% Buddhismus, 9,2% Christen, 6,3% Hinduismus, und knapp über 3% andere Religionen. Nur 0,7% der Bevölkerung bekennen, ohne religiöse Überzeugung zu sein.

Religionsfreiheit ist durch die Verfassung des Landes garantiert, aber in der Praxis ist sie von vielen Einschränkungen gekennzeichnet. Zum Beispiel muss ein Malaye ein Muslim sein. Obwohl Nicht-Malaien freier ihre verschiedenen Glaubensrichtungen praktizieren, kann ein Nicht-Malaie der zum Islam konvertiert ist, praktisch den Glauben nicht mehr verlassen.

Darüber hinaus dürfen Kinder, die von muslimischen Eltern geboren wurden, nicht zu anderen Religionen konvertieren. Wenn ein Muslim versucht, zu anderen Religionen zu konvertieren, kann dies die Bestrafung durch Landesregierungen, einschließlich Geldstrafen und / oder Freiheitsstrafen nach sich ziehen.

© Pârse & Pârse

Quelle: CP Asia

Auch PI hat darüber berichtet.

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4 Gedanken zu „Fatwa: Christen dürfen das Wort „Allah“ nicht mehr gebrauchen

  1. Zunächst einmal herzlichen Dank für die Mühe der Übersetzung!
    Hier in Europa werden Talkshows geführt mit dem Thema „Warum ist die Islamfeindlichkeit hierzulande so groß“ oder ähnlich. Wenn wir uns diese unbedarften Shows anschauen, wird nie über die religiösen Vorschriften im Einzelnen und auch kaum auf die Sachargumente der Islamkritik eingegangen. Man bleibt sorgsam an der Peripherie und vermeidet es wie der Teufel das Weihwasser, sich in die tieferen ursächlichen gedanklich-religiösen Schichten zu begeben, denn es könnte ja Wahrheit an der Sachargumentation feststellbar sein. Da wird dann die Einigkeit mit dem Grundgesetz von allen Seiten dokumentiert und schon sind die Zuschauer der unbedarften Art zufrieden. Da werden dann Vorzeigemusliminnen mit oder ohne Kopftuch vorgezeigt, die die Frau im Islam als völlig gleichberechtigt sieht und dass der Islam grundsätzlich das Synonym für Frieden sei, was bei Tageslicht und bei der Rundumsicht in islamische Länder sich schnell nicht nur als Fata Morgana, sondern als handfeste Lüge herausstellt. Es ist schon echt peinlich, wie unkritisch und schnell sich die große Masse der Zuschauer, wenn sich sich solche Talkrunden überhaupt anschauen, sich durch diese Islamvertreter ruhig- und zufriedenstellen lassen. Da lobe ich mir die Salafisten und die Wahabiten, die doch wenigstens ehrlich sind, den Begriff „Taqiyya“ (oder wie er auch immer geshrieben wird) offensichtlich nicht kenne, wie auf dem Mannheimer-Blog ersichtlich ist:

    http://haunebu7.wordpress.com/2012/06/12/tv-mitschnitt_scheich-verrat-wahre-agenda-des-islams/

    Malaysia ist ein beredtes Beispiel dafür, was passiert, wenn der Islam die Mehrheit erhält. „Islamgeistliche“ neigen dazu, Nichtmuslimen Vorschriften machen zu dürfen, weil der Islam ja herrscht und nicht beherrscht wird. Selbst in der Begriffsbestimmung des Wortes für Gott soll die islamische Deutungshoheit völlig unberechtigt die bestimmende sein. OK, wenn Christen in Malaysia das Wort „Allah“ Jahrhundertelang nutzten, so will ich das nicht kritisieren. Mein Verstand und meine Vernunft sagen mir als Christ jedoch, dass das Gottesbild und somit der Begriff „Allah“ gerade durch den Koran des Islam im höchsten Ausmaß pervertiert wurde und ich diesen Begriff niemals als Anrede im Gebet zum christlichen Gott wählen würde. Den islamischen Gott in seiner ganzen Ungeistigkeit könnte ich als Christ – ja ich benutze den folgenden Begriff in der Regel nicht – „nie“ anbeten, weil er für mich in der im Koran beschriebenen Weise nicht existent ist. Und wenn er existent wäre, wäre er nicht die größte Leuchte im Jenseits, eher ein schwarzes Licht. Dieser Allah wäre für mich der Lichtträger, der sich mittels Hochmut, Stolz, Sadismus und Arroganz vom wahren Liebesgott verabschiedet hat und somit nicht das wahre göttliche Licht selbst, weil er sich selbst zu sehr verdunkelt hat.

    • Gern getan, werter Bazillus. Es ist wichtig zu wissen, wie die Muslime auf der ganzen Welt, mit verschiedenen Variationen vom Islam, ticken. Für die Christen in Malaysia ist dieses Wort Allah sehr alt in der Verwendung! Bis heute sagen wir zu Taschentüchern einfach „Tempo“! Dann muss die Firma uns alle das verbieten! Wobei ich die Qualität von Kleenex vorziehe als Tempo, weil sie nicht so gut ist! Was die Muslime sich alles mit Andersgläubigen, die in Minderheit leben, erlauben? Und wie sie (die Muslime) hier behandelt werden und ihretwegen schafft der Staat mit seiner falschen Politikführung eine Parallelgesellschaft!

      • Vollkommen richtig. Variationen eines Themas. Das Thema ist der Koran, die Variantionen sind die Ableitungen dieses Themas. In der Musik besonders deutlich zu hören, z. B.

        Leider ist der Islam keine tolle Musik und auch keine von von Gott beseelte Religion, sonderen einfach nur ein enges Relgionsstrafgottkorsett der Gläubigen. Alle Variationen lassen sich vom Koran inspirieren. Da das Thema bereits fehlerbehaftet ist, können die Variationen auch nichts mehr retten.

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