Nackte Iranerinnen in Schweden

Iranische Frauen nackt in Stockholm

Iranische Frauen nackt in Stockholm

Iranische Frauen demonstrieren in Stockholm, Schweden, nackt! Der Anlass ist der Internationale Frauentag.

Hier der Clip:

7 Gedanken zu „Nackte Iranerinnen in Schweden

  1. Ich ziere mich ein wenig, meine Meinung über dieses Video zu schreiben, aber ich glaube, ich kann das hier in eurem schönen, offenen Raum doch tun, ohne dass mir jemand böse ist.

    Als ich das Video gesehen habe, war mein erster Gedanke: „So kann man ein ernstes Thema auch ins Lächerliche ziehen.“ Und beim zweiten Mal war es nicht besser, der Eindruck intensivierte sich, und ich bin mir sicher, dass es bei einem Gros von Menschen eine ähnlich „lustige“ Wirkung haben muss.

    Wie um Himmels Willen kommen Frauen, die gegen Sexismus und die Dominanz der Männer sind, auf die Idee, ihrem Kampf durch nackte Körper Ausdruck zu verleihen? In welchem Universum lebt eine Frau, die meint, sich so weit von einem Extrem ins andere begeben zu müssen, dass sie schlicht und ergreifend auf der anderen Seite der Sexismusmedallie landet ohne es zu bemerken? Wo genau ist der große Progress zwischen „Sexualisierung der Frau als Ganzes durch Verschleierung“ und „Sexualisierung der Frau als Ganzes durch ständige Nacktheit und Verkauf sexueller Reize“? Das ist eine Spannweite, die von Orient zu Okzident führt und dennoch zwei Aspekte patriarchalischer Strukturen darstellt. [Das erinnert mich an diese dumme türkische „Schauspielerin“, die behauptet, sie habe sich für den Playboy ausgezogen, weil sie sich emanzipieren wollte!]

    Wie ernst – denken diese Frauen – werden sie genommen, wenn sie in ihrer Sexualität in Ruhe gelassen werden wollen, aber ihr Geschlecht penetrant zeigen? Wieso tun sie sich das an, dass sie ein wichtiges Thema wieder und wieder auf Nacktheit reduzieren und ganz offensichtlich diese Beachtung [obwohl da kaum eine war, und das ist das Traurige] genießen, anstatt vielleicht ein plakativeres Bild zu zeigen? Wo in irgendeinem unserer Köpfe ist das Maximum an Nacktheit und Entblößung [Pornografie] jemals von uns als emanzipatorischer Akt wahrgenommen worden? Wo in dieser Welt und in der Assoziationskarte unserer Köpfe wird Nacktheit oder Pornografie als Inbegriff der weiblichen Emanzipation betrachtet, dass diese Frauen [und viele andere Aktivistinnen] meinen, gerade ihre Nacktheit sei ein Symbol für Emanzipation und Wertschätzung der Frau? Warum sollten wir über Nacktheit schockiert sein, wo sie an jeder Ecke zu finden ist? Worauf wird hier überhaupt aufmerksam gemacht?

    Wäre dieses Bild anders nicht interessanter und vor allem schockierender gewesen? Eine vollverschleierte Frau mit einem Hundehalsband von einem Mann an der Leine gehalten und hin und hergezogen. Eine vollverschleierte Frau, die durch die Gegend läuft und ständig gegen eine Mauer knallt. Eine fast vollverschleierte Frau, die auf dem Boden hockt und Linsen zählt, während ihr Gesicht Spuren einer Männerfaust zeigen [Make-Up!]. Wo in aller Welt ist der Zusammenhang zwischen diesen nackten Frauen und Emanzipation? Und wo der Zusammenhang zur Alltagsrealität von Frauen? Wo ist die Realität geblieben? Denken diese Frauen wirklich, dass das größte Problem iranischer Frauen das ist, nicht nackt rumlaufen zu können?

    Ich weiß, dass sehr viele diese Aktionen toll finden, weil sie denken, Nacktheit habe etwas mit Mut zu tun. Das hat es sicher auch in den besagten Ländern selbst [Ägypten, Iran, etc.], aber damit weckt man keine Frauen auf und schon gar nicht Männer. Männer holen sich bei dem Bild [nur vielleicht] einen runter und Frauen fühlen sich peinlich berührt und wenden sich ab, weil sie sich mit so etwas gar nicht identifizieren können.

    Ja, so kann man ein ernstes Thema ins Lächerliche ziehen, denke ich mir. Das waren meine ersten Gedanken dazu. Zudem ist es wirklich peinlich zu sehen, wie wenig Leute sich a) dafür begeistern lassen und b) wie wenig Iraner da zu sehen sind. Solche Aktionen sollten erst dann vollzogen werden, wenn man wenigstens davon ausgehen kann, dass einige fünfzig oder sechzig Leute dahinter stehen. Das hier war ein Selbstläufer, eine Aktion, die man später vielleicht seinen Enkelkindern erzählen kann, um zu sagen, wie taff man war, aber sonst hat sie nichts gebracht.

    Danke trotzdem, dass ihr uns das Video gezeigt habt. Auch das ist viel wert, so können wir auch sehen, worin wir uns noch in unserer Aussagekraft verbessern müssen. Außerdem wäre ich wohl noch lange nicht mehr dazu gekommen, zu solchen Aktionen endlich einmal meine Meinung als Frau kund zu tun. Ich hab’s bis jetzt immer vermieden, weil ich nicht genau wusste, wie ich das bewerten soll. Es scheint ja zum heute modernen Ton zu gehören, so etwas „cool“ zu finden. Na, hiermit oute ich mich als jemand, der vom Effekt dieser Aktionen nicht sonderlich überzeugt ist. 🙂

    • Nichts zu danken, liebe Sherry! Und danke für Deinen Kommentar. Selbstverständlich kann man hier kommentieren und argumentieren, solange man mit vernünftigen Wörtern umgeht und sachlich bleibt. Und ich kenne Dich auch als eine davon 😉

      • Ja, das tue ich, meine Liebe. Im Iran so etwas zu tun, würde bestimmt etwas bewirken, aber in der freien Welt würde solche Aktion so enden, wie Du halt beschrieben hast. Als Alia sich nackt zeigte, war sie im eigenen Land! Als sie sich in Schweden nackt zeigte, war sie auch genau vor der ägyptischen Botschaft. Ich habe auch hier von der Aktion der iranischen Frauen berichtet, damit man informiert wird, wie andere auf ihre Art kämpfen. Ich bin der Meinung, dass diese Frauen in Schweden mehr erreicht hätten, wenn sie es vor der iranischen Botschaft täten und nicht in einem Einkaufszentrum. Es hätte besser organisiert werden sollen.

  2. Ich habe mir lange überlegt, wie ich zu den Anliegen der Femen stehe. Ich weiß, dass sie hier in diesem blog als äußerst postitiv empfunden werden. Ich denke aber, dass es auch hier möglich ist, anderer Meinung zu sein. Der Artikel auf „Kopten ohne Grenzen“ hat mir wieder einmal in dieser Frage die Augen ein wenig weiter geöffnet.
    http://koptisch.wordpress.com/2013/04/07/musliminnen-in-aller-welt-reagierten-souveran-auf-die-agitprop-hooligans-von-femen/#comment-52125

    Der Kampf der Femen ist ein aussichtsloser Kampf, zumal in Deutschland oder Schweden. Die unterdrückte Frau im Islam gibt es und sie gibt es nicht.

    Wir müssen unterscheiden lernen: die objektive westliche Sichtweise von außen, die gewohnt ist, nach den allgemeinen Menschenrechten zu urteilen und zu handeln und die subjektive Sichtweise der musimischen Frau von ihrem innerislamischen Verständnis heraus. Wir haben es mit Frauen zu tun, die dem Stockholm-Syndrom in Massen anheimgefallen sind, sich dessen aber nicht bewusst sind, was dieses Syndrom ja auch ausmacht.

    Klar, dass Frauen im Islam durch das von Kleinauf suggerierte und indoktrinierte “Frausein” im Islam als Heldentum beigebracht bekommen. Frauen im Islam haben es verinnerlicht, Dienerin zu sein, nicht das Gleiche tun zu dürfen, wie die Prinzchen in der Familie,. Für sie ist die arrangierte oder die Zwangsehe Normalität. Das heißt: Frauen im Islam haben die objektiv vorliegende rechtliche Diskriminierung des Islam für sich – von außen betrachtet – durch Frauen diskriminierende islamische Regeln, die in der islamischen Gemeinschaft als Normalität gelebt werden, so verinnerlicht, dass sie sich von vornherein nicht diskriminiert fühlen. Für sie ist das der Normalzustand. Was aber als “normal” empfunden wird, wird nicht als Zwang oder Einschränkung empfunden, zumal z. B. die Zwangsehe ja nicht nur Frauen betrifft, sonderen auch Männer. Ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob Vergewaltung einer Frau in der Ehe (z. B. als Zwangsverheiratete) als solche empfunden wird, weil Allah dies doch erlaubt. Aber da werden mir muslimische Frauen wohl eher etwas sagen können. Für mich ist dies selbstveständlich Frauen entehrende Vergewaltigung, sonst nichts.

    Somit laufen die Femen mit ihren Aktionen völlig ins Leere, zumal hier für sie im “sicheren” Westen. Auch argumentativ sind Femen im Nachteil, weil sie mit ihrem Verhalten genau das bestätigen, was erzkonservative islamische Bärtige verteufeln, nämlich die selbstbestimmte Sexualität für Frauen. Femen bestätigen mit ihrem exhibitionistischen Verhalten genau die These dieser bärtigen Machos mit ihrem Denken von vor 1 400 Jahren. Nackte Frauen bedeuten selbst für Musliminnen pure Unmoral und ein Verhalten, was in die Hölle führen wird.

    Dieses Wissen vorausgesetzt, gilt dieses für westliches Denken typische und gewohnte Unterdrückungseinstufung der muslimischen Frau eben gerade nicht. Für die Frauen im Islam ist das ok. Für sie ist Gesetz, wenn in der Ehe der Mann sie “betreten” darf, wann immer es ihm beliebt, streng nach Saatfeldvers. Daraufhin wurde sie erzogen. Das ist für die muslimsische Frau keine Unterdrückung, sondern offensichtlich normaler Alltag, der sogar noch durch ihre Religion vorgeschrieben wird und wer will Allah schon widerstehen und ihm in den Rücken fallen? Im Gegenteil: Sie sind mitunter sogar stolz auf ihr Verhalten!!!

    Ich selbst bin mir sicher, dass Femen hier im Westen garnichts ausrichten. Da wäre eine Aufklärung durch Frauen im Stile einer Sabatina James gelungener und könnte für Frauen mehr bewirken als solche Aktionen. Femen in Ägypten oder andern islamischen Ländern sind da schon glaubwürdiger. Ob dies jedoch der richtige Weg insgesamt ist, wage ich zu bezweifeln. Der Weg, den die Femen in islamischen Gebieten wählen, ist jedenfalls mit hohem Risiko verbunden. Das wirkt für mich glaubhafter als die Aktionen in Schweden oder hier. Die Femen hier haben offenbar nicht die geringste Ahnung, wie muslimische Frauen erzogen werden, in ihrer Gemeinschaft voll aktzeptiert werden und meinen, sie seien dadurch völlig gleichberechtigt. Im Gegenteil: Kennen wir doch: Die Frauen lieben es, die Ehre des Mannes, ihrer Familie, darzustellen. Das ist der Hauptpunkt, ihr Lebensziel, der die Frauen im Islam als ehrbar und somit als islamisch voll integriert erscheinen lässt. Sie erhält durch islamkonformes Verhalten die volle Anerkennung ihrer islamischen Gemeinschaft. DAS ist das Einzige, worauf sie stolz sein können innerhalb ihrer Gemeinschaft und sie sind es auch. Und ein ganz wichtiger Punkt, der hier in dieser Gesellschaft immer übersehen wird: Sie haben Unterstützung durch gleichgesinnnte Glaubensschwestern. Sie sehen somit die gleichberechtigte Frau im Westen ,und somit diese Femen eher als Huren, als das Gegenteil ihres eigenen von außen gesteuerten Lebensentwurfs an, ob dieser nun von Religions wegen aufookroyiert ist, scheint für sie selbst nicht von Bedeutung zu sein. Solange eine muslimische Frau in ihrer ojektiven Unterdrückungssituation noch auf minderwertige Ungläubige herabschauen darf, ist ihr Schicksal ertragbar.

    Auf die Gleichberechtigung nach westlichem Muster sind Frauen im Islam in ihrer Mehrheit gar nicht erpicht, weil sie dann dieses innerislamische Ehrverständnis als Tor zur islamischen Gleichberechtigung verspielen und zuschlagen würden. Sie sehen es als riesigen Nachteil an, für sich selbst als Frau verantwortlich zu sein. Lieber geben sie sich in die traditionelle islamische Rolle der Frau im Islam und fühlen sich in der Regel pudelwohl dabei. Nicht umsonst treten westliche Frauen in den islamischen Ehrkreis durch Heirat ein. Denn ihnen missfällt die Rolle hier und fühlen sich dann in der islamischen Gemeinschaft recht wohl. WAren sie hier eher die von allen belächelte graue Maus, mutieren sie in der Gemeinschaft des Islams zum respektvollen Geschöpf.

    Ich habe mir schon lange abgwöhnt, von außen etwas für islamische Frauen argumentativ bewirken zu wollen. Ich weiß, dass die Frauen das überhaupt nicht wollen. Es ist für sie doch viel bequemer, die eigene Verantwortung für ihr eigenes Leben an die Kerle abzugeben, die ja für ihre Ernährung laut Koran quasi zuständig sind. Sind sie doch selbst diejenigen, die ihre Töchter in genau diesem islamischen Kästchendenken erziehen wie sie selbst erzogen wurden. Mein Mitleid für muslimische Frauen hält sich in Grenzen.

    Es fängt da an, wo Frauen aus diesem Teufelskreis des islamischen Kästchendenkens ausbrechen wollen und nicht dürfen. Da muss der Hebel angesetzt werden. Bei diesen Frauen würden Femen etwas bewirken, aber letztlich auch nicht, weil sich diese Frauen ja schon auf den Weg aus der islamischen Gefangenschaft gemacht haben.

    Wir wissen doch alle, welche Konsequenzen es für muslimische Frauen hat, auszubrechen: Ehrenmord, zumindest aber totaler Bruch mit der gesamten Familie. Hinzu kommt noch, dass diese Frauen es gar nicht gelernt haben, selbstständig zu sein und zu leben, wenn sie nach konservativem Islamverständnis erzogen wurden. Sie müssen dann von jetzt auf gleich für sich selbst sorgen, was in Deutschland – mit Hilfe von außen eine Geheimadresse ergatternd – noch relativ einfach, in anderen, in islamischen Ländern, fast unmöglich ist. Und weil die Frauen diesen Zustand letzlich für sich in islamischen Ländern so bereitwillig akzeptieren (müssen), kann sich der Islam auch nicht innovativ entwickeln. Das ist ja auch perfide Islamstrategie pur. Solange pakistanische Frauen öffentlich Ihren Stolz lauthals verkünden, dass ihre neugeborenen Söhne im Dschihad als Märtyrer fallen sollen (entgegen aller mütterlichen Instinkte (so pervers kann Religion wirken!!!), solange wird sich der Islam nicht ändern.

    Letztlich sehe ich den Femeneinsatz hier im Westen als einen dilettantischen Versuch an, die muslimische Frau aus der Reserve zu locken, weil diese das erst überhaupt nicht will.

    Was von muslimischen Frauen nicht gewünscht und gewollt wird, kann auch von außen nicht erreicht werden.

    Solange muslimische Frauen nicht erkennen, dass sie im Islam sowohl hier auf Erden als auch im islamischen Himmel immer die zweite Geige spielen werden, solange sie nicht erkennen, dass der Islam der HAuptverursacher für ihre LAge ist, solange muslimische Frauen ihre „Unterdrückung“ nicht als islamische Unterdrückung überhaupt erkennen, solange wird sich an diesem Zustand nichts ändern, auch nicht durch Femenaktionen. Ich glaube sogar, in dem Erkenntniszustand, in dem muslimische Frauen sich befinden, können sie überhaupt nicht ermessen, was die Femen überhaupt wollen. Sie sehen sich diesen gegenüber als hochüberlegen, weil ehrbar und heldenhaft islamisch an. Im Gegenteil: Solche Aktionen wirken auf muslimische Frauen eher abstoßend, weil unmoralisch.

    Das einzig Positive, welches ich sehe, ist das Provokationspotential, welches diese Aktionen haben. Aber: Durch die Aktionen der muslimischen Frauen zerfällt selbst dieses Potential zu Staub.

  3. Kleiner Nachtrag: Und wir sollten nicht übersehen, dass auch Frauen im Islam ihre Sexualität als Waffe gegen ihren Mann einsetzen können, indem sie von diesem sexuell mehr fordert, als es diesem sexuell möglich ist. Schon einmal darüber nachgedacht, dass dies auch für einen Mann mächtig frustierend sein kann, seine Frau durch Überbeanspruchung nicht sexuell zufrieden stellen zu können? Ich bin mir sicher, dass sich auch in dieser Weise innerislamische Dramen abspielen, wenn die Frau ihren Mann verachtet oder ihm nicht gut gesonnen ist. Und das wird nicht sooo selten sein. Denn Frauen erzählen gerne. Und das wird dann die Runde in der islamischen „Community“ machen. Auch keine schönen Aussichten für Kerle.

    Dann ist es halt schon ein Unterschied, ob die Menschen aus Liebe oder aus Zwang oder in arrangierter Weise geheiratet haben oder verheiratet wurden.

    Darum: Die muslimische Frau ist nicht immer die Unterdrückte!!!!

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