Iranische Präsidentenwahlen: eine Stärkung oder ein Einschlafen des neuen mongolischen Reiches?

Anmerkung der Redaktion von Online-Magazin Pârse & Pârse: Die Meinungen und Ansichten dieses Artikels reflektieren ausschließlich jene der Autoren und entsprechen nicht der offiziellen Meinung des Centre de Recherche des Ecoles de Coëtquidan und der Ecole Spéciale Militaire de Saint-Cyr und der Theresianischen Militärakademie und des Online-Magazin Pârse & Pârse!

Im Verlauf der letzten Jahre hat sich der Iran stark an China, aber gleichzeitig auch an Russland angenähert. Diese pragmatische Allianz, basierend auf der sino-iranischen Achse, manifestiert sich heute in der wechselseitigen geopolitischen Unterstützung, in einer engen Zusammenarbeit mit dem russischen „Energiehinterland“ und in der Verbreitung einer Weltanschauung im Kontrast zu unseren korrekten Stereotypen. Versucht der Iran, ein neues mongolisches Reich mit seinen zwei strategischen Partnern zu gründen? Vor dem Hintergrund der Debatten über die gigantischen internen Herausforderungen der Islamischen Republik, bietet die Präsidentenwahl am 14. Juni 2013 die Möglichkeit, über die mögliche Verschiebung der internationalen Positionierung des Irans nachzudenken.

Die Allianz des Iran mit China und Russland im Kontext der Geschichte

Trotz der Wechselfälle, die ihre jeweilige Geschichte gestört haben, hatten die Reiche des Iran und Chinas dabei Erfolg, seit Menschengedenken eine ungestörte Beziehung zu erhalten. Das erklärt sich auf den ersten Blick durch die bekannten kommerziellen Interessen. Zwischen dem 5. Jahrhundert vor Christus und der Renaissance spielte Persien die Rolle des grundlegenden kommerziellen Vermittlers zwischen China und dem Okzident. Die Seidenstraße, die während annähernd eintausend Jahren die Stadt Chang’an in China mit Syrien verbunden hat, verläuft direkt durch Persien. Heute, mit einem starken Anstieg der maritimen Unsicherheit, versucht der Iran zu seiner traditionellen Rolle des Vermittlers zurückzukehren. Das wird durch den Umstand erleichtert, dass Persien und China für lange Zeit bei politischen Ansichten Seite an Seite standen. Der letzte Herrscher der Sassaniden, Yazdgard III, durch die Westtürken an seiner Ostflanke unter Druck gesetzt, sandte eine Nachricht an den Kaiser von China im Jahr 638. Ebenso im Jahr 1987, als das Gerücht sich verbreitete, dass der Iran Raketenbatterien an der Straße von Hormus in Stellung bringen würde, wurden die Chinesen sofort verdächtigt, Flugkörper an die Iraner geliefert zu haben. Die geopolitische Duldung unter dem Iran und China erklärt sich größtenteils aus der Tatsache, dass diese Länder sich im Lauf der Geschichte gegenseitig durch ihre Innovation stimuliert haben. Trotz ihrer oft chaotischen Geschichte haben es China und Persien deshalb geschafft, eine sehr lebendige Verbindung seit der Antike aufrecht zu erhalten. Die Höhepunkte der Kooperation finden in der Zeit der Sassaniden, der Mongolen und in der Gegenwart statt.

Zwischen Russland und dem Iran beginnt die Zusammenarbeit zögernd und beschreitet in keinster Weise einen linearen Weg: zwischen der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts und dem 1. Weltkrieg übte Russland einen imperialen Einfluss auf Persien aus. Dieser Einfluss basiert hauptsächlich auf dem Militär, das eine sehr genaue Kenntnis der persischen Zivilisation hat. Zu Beginn der Herrschaft von Peter dem Großen (1689-1725) profitiert Russland von den inhärenten Spaltungen der Perser, um seinen Einfluss im Süden auszubreiten. Um seinen Einfluss auf Persien zu stärken, stützt sich Russland auf Offiziere einer vornehmen Kultur ab, sorgfältig ausgewählt durch den Führungsstab. Die russische Revolution hat jedoch einen deutlichen Kräfteausgleich zu Gunsten von Persien zur Folge. Am 26. Oktober 1917 ordnet der panrussische Kongress nämlich die Aufhebung der ungleichen Verträge an. Nach dem 2. Weltkrieg behindert die iranisch-amerikanische Annäherung die Zusammenarbeit mit den Sowjets. Die Zusammenarbeit wird jedoch wieder im Jahre 1963 aufgenommen und vertieft sich dann mit der Thronbesteigung von Akbar Hachémi Rafsandjani (1989-1997). Die russisch-iranischen Beziehungen, ursprünglich geprägt durch eine Form der Einflussnahme, verwandeln sich in eine wahre Partnerschaft. Kann man nun sagen, dass der Iran, China und Russland heute eine richtige dreiteilige Allianz bilden?

Das Erbe des alten mongolischen Reiches

Die Leistung ist anzuerkennen, dass der Iran, China und Russland sich gegenseitig unterstützen. Nun, wenn man sich in die gemeinsame Geschichte dieser Nationen vertieft, hatte ein großes politisches Projekt sie früher vereint – zwar manchmal auf Kosten von Opfern, aber eben nicht immer. In der Tat, vereinigt wegen der Stärke oder des Interesses der Turkvölker, welche schon Zentralasien dominierten, wird sich das mongolische Reich, gegründet durch Dschingis Khan, Stück für Stück über ein Viertel der bekannten Welt ausbreiten. China, gespalten als Opfer innerer Auseinandersetzungen, bleibt daher nicht mehr dieses faszinierende stolze Reich, das jemanden in seinen Bann schlägt durch seine Künste und Beherrschung der Wissenschaften. Logischerweise konnte es somit nur die Gier derjenigen auslösen, die in Zukunft den Titel „König des Universums“ tragen wollen.

Die Mongolen, die die Herrschaft im Norden von China an sich gerissen haben – Peking fiel im Jahre 1215 – werden unaufhörlich die chinesische Einheit um sich herum reformieren wollen. Kublai Khan wird diese Herausforderung wieder annehmen und selbst seine eigene Dynastie gründen (Yuan), welche von den chinesischen Historikern als vollwertiger Teil der nationalen Geschichte anerkannt wird. Ein wahres Kunststück, wenn man an alles denkt, das zu einer Auseinandersetzung zwischen einem mongolischen Nomaden und einem zivilisierten und städtischen Han-Chinesen führen könnte. Aber da wurde der große Khan Stückfür Stück von der chinesischen „soft power“ erobert. Alphabet, Religion, Moral, Politik… die Eroberer aus den Steppen nehmen die chinesischen Traditionen an, passen sie an und eignen sie sich an. China wird diesen Fremdkörper erst verdauen müssen bevor es sich seiner entledigen kann.

Aber der Durst der Mongolen nach Eroberungen ist von solchem Ausmaß, dass die Wasser des Jangtsekiang und des Flusses Jaune nicht reichen, um ihn zu stillen. In einem gleichzeitigen Impuls haben sich Dschingis Khan und seine Nachfolger Richtung Süden und Osten gewandt. Die türkisch-asiatischen Horden, die sich bald als Christen, bald als Moslems ausweisen, werden das Kalifat von Bagdad zerstören, Persien an sich reißen, mit der Hohe Pforte konkurrieren, Delhi belagern, die Slaven hetzen und Serbien und Polen verwüsten. Die Mongolen und ihre Verbündeten, welche Dynastien auf mehr oder weniger permanenten Potentaten gründen, die man als Freiwillige der Imperien bezeichnet, werden eine panische Angst bei den Europäern auslösen, wenig geeignet für einen schönen Pazifismus. Jedoch wird dieser unglaubliche Impuls aufhören – nicht mangels Kämpfern, sondern durch Fehler der Kämpfer. Sicher werden die Slaven und die Mamelucken den Mongolen erbittert Widerstand leisten bis zu den Punkt an dem man sie weichen lässt, aber der grundsätzliche Feind der Mongolen bleibt ihre natürliche Vorliebe für innere Machtkämpfe. Die Mongolen, einander bekriegend und andauernd Krieg führend, werden schrittweise all ihre Juwelen verlieren, die sie sich genommen hatten und welche zu ihrem Prestige beitrugen. Natürlich konnte Berke, Khan der goldenen Horde (1257-1266), nur beklagen, dass sie die ganze Welt beherrscht hätten, wenn sie nur vereint geblieben wären! Die kurzen, aber aussichtslosen Geistesblitze in den folgenden Jahrhunderten von Tamerlan bis Baron von Ungern-Sternberg werden daran nichts ändern, das mongolische Reich hat gelebt. Es bleibt der Mythos.

Möglichkeiten und Grenzen des neuen mongolischen Reiches

Trotz des Zusammenbruchs des alten mongolischen Reiches, scheint wenig zweifelhaft, dass gewisse der wichtigsten Protagonisten dieser Epoche eine neue Allianz formieren. Dieselben Ursachen, so sagt man, produzieren die gleichen Ergebnisse; so ist es vielleicht nicht absurd von der Entstehung eines de facto “neuen mongolischen Reiches“ zu sprechen. Untersuchen wir die Fakten. Im Jahre 2001 gründen China und Russland die Shanghai Cooperation Organization, von der eines der wichtigsten Ziele darin besteht, dem amerikanischen Einfluss in Zentralasien entgegenzuwirken.

Tadschikistan ist eines der Gründungsmitglieder. Der Iran tritt im Jahre 2005 ebenfalls bei, dann Afghanistan im Jahre 2012, das ein Mitglied mit Beobachterstatus wird. Das bedeutet, dass der gesamte persische Raum von da an Teil der Allianz ist. Die Shanghai Cooperation Organization, welche 1,5 Milliarden Einwohner auf 26 Millionen Quadratkilometern hat, verfügt über 50% der Uran- und 40% der Kohlevorkommen der Erde. In diesem Rahmen sind die gemeinsamen militärische Übungen sowie der Austausch auf den Gebieten der Medizin und der Nanotechnologie zu erwähnen. Diese Absprachen zwischen dem Iran, China und Russland bleibt gänzlich diskret und scheint nur auf Umwegen in peripheren Konflikten wie jene in Syrien oder Nordkorea auf. Man muss hierbei anmerken, dass das neue mongolische Reich einen entscheidenden Vorteil hat: keiner der 3 Zivilisationen nimmt sich als einer gemeinsamen kulturellen Sphäre zugehörig an. Unbeteiligt an diesem Hirngespinst der Überwindung der Kulturen durch Abschaffung der Grenzen, zählen die 3 Staaten in der Zukunft darauf , ihren Pragmatismus mit einer Kapazität an Einfluss, abgeleitet aus ihrer gegenseitigen Geschichte, zu kombinieren. Diese neu geformte Allianz zieht ihre zukünftige Stärke vor allem aus den Kulturen, die sie formen, man begreift leicht, dass sie vor allem das auflösende Potenzial der Globalisierung fürchtet.

A 1-Bildquelle SYNOPSISDurch die Bildung einer bemerkenswerten Interessensgemeinschaft verbreitet heute das neue mongolische Reich eine sehr originelle Weltanschauung. Trotzdem muss dieses drei strukturelle Schwächen bewältigen. Die erste ist demographischer Natur. Seit 1991 verkleinert sich die russische Bevölkerung aufgrund eines gleichzeitigen Absinkens der Geburtenrate und des Anstiegs der Sterberate. Die Bemühungen der aktuellen Regierung haben diesen Zusammenbruch nur langsam verzögern können. In China verursachen die unerbittlichen Konsequenzen der Minimierung von Geburten eine Überalterung, die die Nachkommenschaft bedroht. Der Iran ist von fünf Kindern pro Frau im Jahre 1979 heute auf eine Rate von 1,9 Kindern gelangt. Die Konsequenzen dieses demographischen Ruins sind sehr unterschiedlich: China, Russland, sowie auch der Iran überaltern und werden dadurch ein Absinken der Innovation erleben. Diese Staaten werden ihre Produktivität bedeutend erhöhen müssen, um ihren Mangel an Humankapital ausgleichen zu können. Wenn sie es nicht schaffen ihre Demographie zu stabilisieren, können sie ihren Einfluss für lange Zeit nicht ausspielen. An zweiter Stelle und gegensätzlich zum 13. Jahrhundert, umzingeln diese drei Zivilisationen heute die türkische Zivilisationsinsel, welche sie einst vereinigte: China verfolgt seine Politik der Abgrenzung von turksprachigen Minderheiten in Xinjiang, Russland ist vehement darum bemüht die altaischen Völker des Kaukasus zu kontrollieren. Der Iran sieht aus seiner Perspektive die Türkei als rivalisierende Regionalmacht. An dritter Stelle leiden diese drei Kontinentalmächte an einem erheblichen Marinedefizit. Dieses wurde nur fragmentarisch wiederhergestellt. Aufgrund des Mangels ausreichender Mittel, konzentrierte sich die russische Marine auf sein nächstes Interessensgebiet ausländischer Natur. Im Süden liegt die durch Moskau kommunizierte Priorität, in der Modernisierung der kaspischen Flotte welche auf die Präsenz vorteilhafter energetischer und nahrhafter Ressourcen in der Region zurückzuführen ist. Der Iran, der bis zu dem Zeitpunkt als er die umliegenden Meere beherrschte nicht fähig war sich in der Welt zu etablieren, hat Schwierigkeiten eine entschlossene Entscheidung über die Interessensgebiete maritimer Art zu treffen, aufgrund seines Trends in Richtung Atomkraft. China hingegen entschied sich für einen erst relativ neulich eingeführten Wechsel zur Marine.

A 2-Bildquelle SYNOPSIS

Die iranischen Wahlen im Aufschwung des neuen mongolischen Reiches

Wie auch bei den vorhergehenden Abstimmungen, sind die iranischen Präsidentschaftswahlen, die am 14. Juni stattfinden, dazu prädestiniert durch die westlichen Kommentatoren mit viel Aufmerksamkeit analysiert zu werden, die bereit sind sich auf den einzigen religiösen Aspekt zu konzentrieren, im Wettkampf zwischen „Konservativen“ und „Reformern“. Jetzt würden diese Wahlen es sich zweifelsohne verdienen als niveaureicher betrachtet zu werden sowie auf der Basis eines globaleren geopolitischen Kontextes, anstatt einen sowohl hypothetischen als auch naiven „persischen Frühling“ zu erwarten. Wenn es daher höchst unwahrscheinlich ist, dass ein Sieg der „Reformern“ das ideologische Fundament des Regimes erschüttert, ist es wichtig sich für die geopolitischen Veränderungen zu interessieren, welche sich durch das Wahlergebnis manifestieren könnten oder auch nicht. Unter den Kandidaten war auch A. H. Rafsandschani, der – bevor er durch den Rat der Wächter über die Verfassung beseitigt wurde – über eine kontrollierte Annäherung mit den Vereinigten Staaten von Amerika, beinahe das Einschlafen des mongolischen Reiches herbeiführen hätte können. Im Gegensatz dazu, repräsentiert Saïd Jalili, der aktuelle Vermittler im Bereich der atomaren Energie, die konsequente Verfolgung einer unbeugsamen Außenpolitik der islamischen Republik in Richtung Osten. Klarerweise können die aktuellen politischen Debatten zwischen Konservativen und Reformatoren im Lichte der zukünftigen Position des Iran als Bestandteil einer künstlich kreierten eurasischen Allianz interpretiert werden. Eine Allianz, welche ihre Stärken und Schwächen im Problemfeld Syrien demonstrierte, aber der man die man die Bereitschaft anrechnen kann, sich gegen „die Rebellen“, die vom Westen, von Katar und Saudi-Arabien unterstützt werden, zu widersetzen, hört auf, die Kollateralschäden hinzunehmen, wie es der Fall im israelischen Angriff gegen die Hisbollah im Norden des Landes war.

Die Frage über den delikaten politischen Gegenstand der Verhandlungen bezüglich Kernkraft ist nicht der zentrale Aspekt bei der Präsidentschaftskampagne am 14. Juni. Die Wirtschaft ist das primäre Segment, worin die Kandidaten intervenieren wollen. Alle versprechen an der Restaurierung der Wirtschaft zu arbeiten, denn sie vernehmen deutlich die verheerenden und für die Bevölkerung intolerablen Umstände: Die Erdöleinnahmen sind um 45% gesunken, die Inflation übersteigt 32%, die Preise für Lebensmittel „explodieren“ mit Preiserhöhungen, welche bis zu 60% erreichen können etc. Nur die Gewährung finanzieller Zuwendungen an die Gesellschaft (Kompensierung der Reduktion von Subventionen) verhindert eine soziale Explosion. Obwohl zu Beginn die Mittelschicht am meisten unter dieser Situation litt, werden nun selbst die niedrigeren Klassen von Unternehmensschließungen hart getroffen, eine massive technische Arbeitslosigkeit wird häufig nicht deklariert (und daher findet keine Kompensation statt), die Fabriken produzieren langsamer, oder haben zumindest einen Rückgang der Bestellungen um 40 – 60%, wie man es äußerst symptomatisch im sehr symbolischen und dynamischen Automobilsektor sehen kann.

Die Kandidaten beharren nicht nur auf der Restaurierung der volkswirtschaftlichen Balance, sondern verlangen einstimmig eine kompetente Verwaltung des Landes, ein Meinungsbild welches durchaus sehr direkt auf die unheilvolle Politik des M. Ahmadinedschad abzielt.

Sie gestehen alle in unterschiedlichem Maße ein (wie auch die Führung), dass der ökonomische Einbruch des Iran auf die Sanktionen und Fehler der Regierung zurückzuführen ist. Durch diverse Lösungsansätze wollen sie eine innenpolitische Beschwichtigung, sowie eine wirtschaftliche Reform herbeiführen (insbesondere steuerrechtlich, aber auch, wie es A. Khamenei fordert, durch die Veränderung der Einnahmequellen ohne Erdöl). Zusätzlich soll die Verminderung von Sanktionen über eine Verbesserung der Beziehungen mit dem Ausland durch Verhandlungen mit dem Westen erreicht werden. Bei diesem letzten Punkt kann man intensive Unterschiede beobachten. Jalili, der eigentliche Vermittler im Bereich der atomaren Energie, ein Mann in extremer Nähe des Anführers (bekannt für seine absolute Fügsamkeit) propagiert in seinen Verhandlungen eine äußerst harte Haltung; genau wie A. Khamenei – wohl wissend, dass dieser Kandidat vom Klan Peydari unterstützt wird (Gemeinschaft älterer Herren, die Ahmadinedschad sehr nahestehen),der von Mesbah Yazdi dominiert wird. Ermuntert die überraschende Eliminierung von H. Rafsandschani, der als die fähigste Person in der Bemühung um eine Normalisierung mit dem Westen galt, die Amplifizierung einer solchen Perspektive? Möglicherweise, aber nicht mit absoluter Sicherheit. De facto kandidierte Maschaie – der von M. Ahmadinedschad favorisierte Kandidat – zum selben Zeitpunkt wie Rafsandschani und wurde ebenso simultan ausgeschaltet (zwei Fliegen mit einer Klappe!). Dies garantiert auch H. Rouhani einen Platz – einem anderen alten Vermittler, effizient, diskret und Rafsandschani sehr nahe. H. Rouhani ist mit der Führung von Rafsandschanis Ideenfabrik im Rat der Diskriminierung betraut. Die präelektorale Landschaft bleibt sehr kompliziert, denn mindestens zwei Gruppen von Kandidaten (das dreier Komitee: Ghalibaf, Haddad-Adel, Velayati) sowie auch das Fünfer-Komitee – die sogenannten Einheitlichen – haben noch kein Einverständnis über die Aufstellung des „einen“ konservativen Kandidaten gefunden, um den Vorstellungen des Anführers zu entsprechen.

Wenn alle eine Restaurierung der Wirtschaft und ebenso eine innenpolitische Besänftigung wünschen, dann propagieren sie verschiedene Vorgehensweisen im Bezug auf die nuklearen Verhandlungen. Alle begreifen deren Notwendigkeit. Man hat die mühselige und von Untertanentreue konnotierte Stellungnahme von Ghalibaf bemerkt, welcher bekräftigte, dass über die Kernkraft nur der Anführer entscheidet und der Präsident nur ein Ausführender desselben sei. Der Bürgermeister von Teheran, der sich einer besonders ehrenhaften Bilanz in der Verwaltung seiner Stadt rühmen kann, tendiert erstaunlicherweise wenig zu einer Annäherung an den Westen und besitzt eine harte Attitüde im Rahmen der Verhandlungen. Ghalibaf, (der gegenüber dem Machtdruck verwundbar ist), wird von der iranischen Revolutionsgarde gestützt, welche sich durch Handel bereichert, während die Sanktionen andauern. Aber diese Tätigkeiten riskieren ihre Vorteile zu verlieren, falls eine Verhärtung der Sanktionen stattfinden würde. Haddad Adel ist nicht gegen Verhandlungen, aber er vertritt eine ablehnende Position gegenüber einer vollständigen Kapitulation. Der alte Außenminister, Ali Velayati, wünscht den weiteren Ausbau von Verhandlungen auch wenn er die Linie des Anführers nicht verlassen wird.

Im Erwarten der Ergebnisse, verfolgt die islamische Republik weiterhin ihre Ostpolitik, damit um jeden Preis die gegenwärtige diplomatische Isolierung gebrochen wird. Im Problemfeld Syrien stützt sich letztere evident auf Russland. Die Beziehungen mit China sind mehr und mehr spannungsreich, wo Peking von seiner Machtposition profitiert und das iranische Erdöl in nicht konvertierbaren Yuan bezahlt und sogleich die islamische Republik mit Produkten mittelmäßiger Qualität überflutet, welche die Quantität der kleineren und mittelständischen iranischen Unternehmen ruiniert. Viel mehr als die politische Farbe, ist es die Persönlichkeit des neuen Präsidenten, welche eine entscheidende Rolle spielen wird bei der Positionierung des Landes im Rahmen des neuen mongolischen Reiches. Ein spezielles Charisma wäre notwendig, damit der neue Präsident das Land an die Spitze der Allianz bringen kann. Alles in allem, ist das mongolische Reich für den Iran nicht mehr als ein Notbehelf, aufgrund der aktuellen Richtung der islamischen Welt in ihrer einheitlichen Gesamtheit von der sie träumt und welche aus zwei Ursachen nicht existiert – eine Welt die weder arabisch noch sunnitisch ist.

Autoren:
Stéphane Baudens, kulturelle Analyse
Jean-Marie Holtzinger, russische Außenpolitik
Michel Makinsky, politisches Klima Iran
Jérôme Pâris, kartographisches Atelier
Antoine de Prémonville, Geschichte Zentralasiens
Anne-Sophie Traversac, Recht und Institutionen
Connor Fischer, Klaus Kirchknopf und Antonio La Regina Translation
Thomas Flichy, Koordination

Quelle: S Y N O P S I S

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20 Gedanken zu „Iranische Präsidentenwahlen: eine Stärkung oder ein Einschlafen des neuen mongolischen Reiches?

  1. Pingback: Elecciones presidenciales iraníes: el fortalecimiento o el adormeciminto del nuevo imperio mongol? Una visión historica y geopolitica | NUEVA EUROPA- Nueva Eurabia

  2. Die „Welt“ schreibt in ihrer Schlagzeile: Jetzt ist sein überraschender Sieg offiziell: Im Iran hat der Kandidat des Reformlagers, Hassan Rohani, mit über 50 Prozent der Stimmen die Präsidentenwahl gewonnen. Liberale sind voller Hoffnung.

    Als ich hörte „moderater Geistlicher“ fiel bei mir erstmal der Schrankenbalken nach unten. Geistlicher im Iran der „Moderalität“ zu bezichtigen, ist bereits in sich wohl ein Trugschluss.

    Was meinen die werten Blogbetreiber zu dieser Wahl. Ist es wirklich der Einäugige unter Blinden, der der Mullahkaste den Schneid abkaufen in der Lage ist? Oder ist dieser Mann wie die anderen eine Vollmarionette?

    Wer im Iran iranisch-islamischer Geistlicher ist und das Präsidentenamt innehat, der kann m. E. nur islamische Regeln gelten lassen und die ziehen bekanntlich ein Land bis in die Untiefen hinab. Ist dieser Kanditat ein Mann, der als Präsident sich und sein Land nach außen hin besser verkaufen kann, aber die harte Linie im Innern hinter den Kulissen weiterbetreibt?

    Der Westen und seine Medien schäumen ja über vor lauter Reform-Moderat-Modern-Presse-Getöse. Das erinnert mich an den Arabischen Frühling, der zum Winter mutierte. Die Artikel hier auf diesem Blog wiesen darauf hin, dass – egal, welcher Präsident gewählt würde -, letztlich alles beim Alten bliebe, da die ranghöheren Ayatollahs die Marionettenspieler dieses urislaischen Theaters darstellen.

    Kann sich mit diesem Kandidaten denn wenigstens etwas zum Besseren für die Iraner wenden?

    • Werter Bazillus, diese Wahlen waren mit Abstand die lächerlichste, die ich jemals erlebt habe! Ich schreibe und lese, wenn ich Zeit dazu habe, in einem iranischen Forum. Ich zitiere nur zwei Kommentatoren, damit Du als „Deutscher“ weißt, wie das Volk im Iran verarscht wird und Du als „deutscher“ Leser! Du sollst wissen, wie die Mainstream in Deutschland sabbert über den Sieg eine Mullahs! Eine Schande!

      Kommentar 1: „Rohanis Triumph Iraner bejubeln ihren neuen Präsidenten

      Ausgelassen feiern die Iraner in den Straßen von Teheran, das Ausland gratuliert: Auf dem neuen Präsidenten, dem moderaten Hassan Rohani, ruhen große Hoffnungen. Das Wahlergebnis ist eine klare Absage an die Erzkonservativen im Land.
      http://www.spiegel.de/politik/ausland/wahl-in-iran-neuer-praesident-ist-hassan-rohani-a-905974.html
      Jeder kann sich denken, was Hugo Deutsch sich bei solcher einer Schlagzeile denkt. Im forum dort gratulieren unsere Mitbürger fleißig im Lande den Iranern.

      Kommentar 2: „Das ist so bitter. Wenn jetzt z.B. der Spiegelleser denkt: „Guckt mal, die jubeln. Das ist doch eine Demokratie. Im Iran ist nun alles wieder gut!“ – dann darf man ihm fast keinen Vorwurf machen.“

      Bazillus: „Kann sich mit diesem Kandidaten denn wenigstens etwas zum Besseren für die Iraner wenden?“
      Werter Bazillus, ich werde in den nächsten Tagen darüber mehr schreiben, aber schon jetzt sage ich Dir, nein, es wird sich für den Iran nichts ändern, sondern noch weitere 4 Jahre Volksverdummung und nach außen hin die Maske eines moderaten und reformierenden Regimes fürs Ausland! Irgendwie wie die Plage CDUSPDFDPGrüne fürs Deutschland!

      • Werte Fartab Parse.
        Eigentlich wusste ich Deine Antwort schon, als ich die Frage stellte. Die Begriffe Mullah und Liberalität sind so verschieden wie Feuer und Wasser. Sie schließen sich ja quasi aus. Aber der Mensch lebt ja von der Hoffnung. Vielleicht werden die Sanktionen gegen den Iran, der letztlich die Bevölkerung trifft, ja jetzt aufgehoben bei soviel Euphorie des Westens über diesen „Präsidenten“.

        Wie hoch war denn jetzt die Wahlbeteiligung? Auf wieviel Zuspruch kann sich der neue Präsident denn jetzt wirklich stützen zumindest jetzt direkt nach der Wahl? Diese Frage kann der mainstream wohl nicht beantworten., da wir von denen eh nur für dumm verkauft werden.

        Darum freue ich mich schon auf Euren Artikel über den neuen Präsidenten. Er wird wohl ernüchternd ausfallen, wie ich vermute.

  3. Iranian public moves to forefront
    Iran’s presidential elections this weekend made for good political drama and came with a surprising twist. Contrary to earlier forecasts, Hassan Rohani managed to overcome his five conservative opponents and was elected Iran’s new president in the first round.

    Rohani is the only cleric among the candidates, but is also the moderate among them. He benefitted from the resignation of the two other reformist candidates on the eve of the elections and was able to reap the fruit of being the sole representative for the reformists facing an increasingly split conservative camp. The support he received from former Iranian presidents, Akbar Hashemi Rafsanjani and Mohammad Khatami, proved to be very helpful as well.

    Rohani became the default choice for the reformist camp and their supporters in Iran. All in all this is a clergyman who previously served in key positions in the Islamic republic and was a former representative for Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei in Iran’s nuclear talks with the West between 2003 and 2005. Still, his demeanor and his remarks during the showdown with his rival candidates showed refreshing and promising signs. The emphasis on recovering from a destroyed economy and placing public welfare at the top of the agenda were well received and gave the impression that the „eight bad years of [outgoing Iranian President Mahmoud] Ahmadinejad“ were over.

    Rohani’s criticism of Ahmadinejad and the other conservative candidates for their policy of belligerent defiance against the West and the resulting painful consequences pointed to a different kind of diplomacy.

    The real hero of these elections was the Iranian public. The rally behind Rohani’s candidacy during the weeks before the elections is clear proof that despite the fears of the ruling party’s actions and of voter fraud similar to the last elections, which secured Ahmadinejad’s second term, the Iranian public is determined to have its voice heard. The riveting activity and comments on the internet and blogosphere before and during the elections teaches us that, despite knowing its limits in the Iranian political game, the Iranian public is determined to express its opinions and influence as much as it can.

    Khamenei made sure not to make his choice publicly known and it appeared that the regime did not want to alienate the populace by showing a preference for one candidate or another. The fact that voter turnout was high and there were no „Iranian Spring“ riots was a sigh of relief for the regime, which sought to present a democratic proceeding and hoped that the riots which broke out after the election fraud in 2009 — would not return.

    As such, Rohani’s election is also a warning sign from the people to the ayatollah regime.

    With all that said, will this spell a change for Iran’s nuclear program and relations with the West and Israel? If he opts for different tactics, Rohani is intrinsically connected to the regime and thus its hard to believe he will take up a stance that opposes the supreme leader. He is indebted to the tens of millions who voted for him and its fair to assume he will dedicate his efforts to internal affairs and seek to fix the social and economic structures.

    In 2003, after Iran’s nuclear program was revealed, Rohani was head of the negotiating team for the nuclear talks with the West under then-President Khatami. During those talks compromises were made and uranium enrichment was even halted as a trust building step and to avoid sanctions. During his election campaign, Rohani attacked Ahmadinejad on numerous occasions, declaring, „We will not let the last eight years continue.“

    • Glückwünsche an das Iranische Volk zu dieser Wahl.
      Sie gibt mir Hoffnung, dass einige kleine Schritte in die richtige Richtung möglich werden.

      Sicher bleibt bei den tiefer Eingeweihten berechtigte Skepsis. Wie er nun handelt (handeln kann) wird sich erst noch zeigen. Auch dass er, – wie ich verstanden habe – ein Kleriker ist, gibt mir Hoffnung. Ein Nichtkleriker hätte im Vergleich viel schneller eine geschlossene Front gegen sich, die er zudem auch schlechter einschätzen kann.

      In Deutschland gab es in der Zeit der Wende auch Menschen, wie z. B. Egon Krenz, die längst nicht über jeden Zweifel erhaben waren, und auch einige eindeutig verwerfliche Punkte aufwiesen, aber dennoch als es am meisten drauf ankam: auf der Skala der Möglichkeiten eher sehr viel schlechter, als nennenswert besser hätten handeln können. Der deutsche Rechtsstaat und der europäische Gerichtshof für Menschenrechte kreideten ihm zwar hinterher den Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze an, aber man sollte einmal gegenüber stellen, wieviel Tote er (mit-)verantworten muss, und wieviel Tote er vermieden hat (z. B. hat er den Schusswaffengebrauch bei den Montagsdemos untersagt). Diese Zahl können wir natürlich nur erahnen. Ich frage mich auch, welcher lupenreine Menschenrechtler überhaupt eine realistische Chance hatte, in der entscheidenden Phase an die Macht zu kommen.

      Deshalb bleibe ich mit Hoffnung und guten Wünschen und natürlich ziemlich hemdsärmelig

      Euer Jockel

      • Werter Jockel,
        schön wieder von Dir zu lesen. Ich schließe mich Deinen Hoffnungen. Allein mir fehlt jetzt noch der Glaube. Aber wir werden abwarten müssen, wie sich die Dinge entwickeln. Vielleicht ist er der Einäugige unter Blinden. Wir müssen es respektieren, wenn sich das iranische Volk über die Wahl von Kandidaten, die die mullahischen Hardliner zugelassen haben, welche vom Volk haben gewählt werden dürfen. Allein diese „Zulassung“ macht mich eher skeptisch. Die lassen wohl nur einen Kandidaten zu, von denen sie meinen, dass sie ihre Sache am Besten vertreten.
        Ich werde die Freude des iranischen Volkes teilen und respektieren, wenn es sich um echte Freude handelt und nicht um gesteuerte Freude. Aber da werden uns die werten Blogbetreiber über die kommende Zeit hinweg informieren abseits des mainstream. Denn diese Presse hat bislang so wie die Politik des Westens gegenüber islamischen Ländern eher versagt als die Realität beschrieben, was im Grunde deren Aufgabe wäre.

        Aber, Du hast Recht, wir geben die Hoffnung nicht auf.

  4. Mensch Leute,

    das ist ein Mullah, jemand der die Islamische Republik mitgestaltet hat, jemand der sich eng zu Rafsandjani, einem Moerder und Dieb hingezogen fuehlt. Ich kann Euch jetzt schon sagen, dass alles beim Alten bleibt, vielleicht duerfen jetzt Frauen, das Kopftoch 2 cm weiter hinten tragen, nennt ihr das Hoffnung?

    Wir haben hier ausreichend berichtet. Es tun alle so, als ob Ahmadinedschads Abtritt die Loesung aller Probleme waere. Es war nicht die Politik und Praesidentschaft Ahmadinedschads verantwortlich fuer die Politik, Hinrichtungen und Rueckstaendigkeit, sondern das islamische System.

    Rohani ist eine Marionette die systemkonform ist. Alles wird beim Alten bleiben. Ich kann die westlichen Medien gar nicht verstehen, wie sie diesen Xarkose hochloben und die Welt als gerettet sehen. Wie dumm sind westliche Journalisten eigentlich, muss man sich fragen.

    • Ich habe den Vergleich mit Egon Krenz ganz bewusst gewählt, weil ich diese eben die von dir vorgetragenen Bedenken sehr plausibel finde (und auch schon geahnt habe). Niemand hätte sich damals mit Krenz zufrieden geben dürfen oder gar noch dafür mit den eigenen Bemühungen aufhören dürfen.

      Ich empfinde es als recht kurze Sicht der Dinge, von Krenz ausschließlich zu erwarten, den Schießbefehl nicht mitzutragen, und ihn dafür zu verurteilen. Die Wende ist sicher nicht sein Verdienst. Aber es gefiel dem Herrn, dass er zu jener Zeit an seiner Stelle stand, und darüber bin ich nun doch froh.

      Meine Frage ist, ob es unter Rohani nicht auch unvorhergesehene Chancen geben könnte.
      Hoffnung braucht ggf. auch den Mut, eigene Vorurteile zu überwinden, und dem Herrn mehr zuzutrauen, als es nach menschlichem Ermessen möglich scheint.

      (Wenn Menschen die Geschichte voraus berechnen könnten, wären ja sicher schon alle Geschichtsbücher fertig).

      Und noch einmal: Es liegt mir fern, Leute wie Krenz, oder Rohani als von Gott legitimierte Herrscher zu bezeichnen. Über Rohani kann ich überhaupt nichts sagen.

      Und wenn du ihn so gut kennst, dass du einen richtig bösen Kern in ihm gesehen hast, dann müsste dass, was ich einfach hemdsärmelig hoffe, für dich wohl ein großes Wunder sein.

      Aber: Böses kann überwunden werden, und zwar mit Gutem (vergl. Römer 12, 21!).
      Und deshalb sind auch Wunder nicht unmöglich.

    • Werter Ardasir Parse,
      hast recht und hast die Sachlage wieder auf den Punkt gebracht. Hatte vergessen: Das System ist faul, darum können dessen Vertreter auch nur Fäulnis verkünden. Aber wir sollten der Hoffnung zumindest auf die Aufhebung der Sanktionen gegen Iran, die ja offensichtlich nur die Bevölkerung treffen, wirklich eine Chance geben. Wir warten einfach mal ab, wie sich die Dinge entwickeln. Wie lange die Freude andauern wird, wird sich im Laufe seiner Amtszeit eh ganz von allein herausstellen. Die Maske des Schafspelzes wird fallen, wenn er eine aufgesetzt hat und den Wolf der Regierungsmullahs versteckt hat. Keine Sorge, das wird nicht lange dauern.

      Hoffnung sollten wir nie verlieren. Ihr verliert die Hoffnung doch auch nicht für Eure Sache und das ist gut und wichtig.

  5. Interessant in diesem zusammenhang ist, dass Moskau Mongolisch ist. Die Perspektive Moskaus (als ehemalige Vasallenstadt) war immer eine Mongolisch-erobernde. Man sagt das durch Ivan den Schrecklichen, der mittels Mongolischer Truppen alle anderen widerständigen (demokratisch-europäischen) Stadtstaaten der alten Kiever Rus vernichtete, eine russifizierte version des Mongolismus entstand. Spätestens als dieser Ivan dann die Mongolen selbst rauswarf weil er sie nicht mehr brauchte.

    Die Mongolen zerstörten das alte Kiev (war diezweitgrösste Stadt nach Konstantinopel damals) und die Moskauer Vasallen zerstörten und eroberten Novogrod. Danach war die freie Rus tot und ein despotisches, unterdrückerisches Russland entstand. Es ist bezeichnend dass nach eine Periode der Europäisierung unter Peter dem Grossen (Petersburg), die Sowjetunion als mörderisch erobernder Staat Moskau wieder zur Hauptstadt machte.

    Nur mal als Historische Ergänzung.

    Templarii

  6. 🙂 Ich musste schmunzeln, als ich deinen Kommentar gesehen habe, .Ardašir Denn mir ist es auch so ergangen beim Kommentare-Durchlesen. Dass Rohâni eine weitere Marionette ist, ist wohl klar. Ich hoffe nur, dass die Bevölkerung Irans weiss was sie will und nicht einfach dumm dasteht, wenn Rohani in der Zukunft seine Versprechen nicht einhält (was er sicherlich machen wird)

    • Das iranische Volk (die, die ihn gewählt haben) sind von der Amnesie befallen oder sie haben nicht genug über ihren geliebten Kandidaten recherchiert, um zu wissen, was für einen Verbrecher ihr gewählter Präsident ist!!! Mein Kollege Ardašir wird darüber berichten! Leider sind die Menschen in Iran sehr kurzsichtig!

      • Fartâb jân,
        Wie du dich vielleicht erinnern kannst war ich von dieser Kurzsichtigkeit deprimiert. Wie geht dieser Satz schon wieder, mein Vater sagte es kürzlich, ah genau: „Bâ ye piš miân va bâ ye fiš miran“. Ich weiss nicht, ob diese Rumi&Shams Geschichte dir geläufig ist (?). Ich finde das passt genau zu unserem Volk. Sie wissen nicht, was sie wollen und wenn jemand nicht weiss, was er will so kann ihn jeder manipulieren. Ich hoffe einfach das Beste für unser Volk oder wie Khomeini so schön sagte (grins): „Inshâllâh xodâ hameye mâro âdam kone“
        Ich nehme es mittlerweile nicht mehr so ernst. Ich habe mich mit der Dummheit dieser Menschen abgefunden.

        Gruss

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