USA spionieren in deutschen Botschaften

Obama Bildquelle_Jewel Samad_Getty ImagesBerlin – Nachdem die USA deutsche Botschaften verwanzt hat und u.a. die Bundesregierung ausspioniert, rechtsfreie Räume schafft, keiner internationalen Gerichtsbarkeit unterliegen will, muss man sich heute fragen, ob eine Internationale Gemeinschaft überhaupt noch Sinn macht.

Nach dem Bekanntwerden des Ausmaßes amerikanischer Spionage-Aktivitäten in Deutschland bestätigt Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) in der „Bild-Zeitung“ (Freitagausgabe), dass deutsche Geheimdienste im Gegenzug nicht in den USA spionieren. „Die amerikanische Regierung ist kein Objekt der Beobachtung deutscher Dienste“, sagte Friedrich der Zeitung.

Zu der Frage nach möglichen Konsequenzen für das Verhältnis zu den USA, falls sich bewahrheiten sollte, dass amerikanische Geheimdienste die deutsche Bundesregierung nachrichtendienstlich ausforschen, zeigte sich Friedrich unnachgiebig: „Ein Abhören deutscher Regierungsstellen durch Nato-Partner und Freunde wäre nicht akzeptabel und dann würden wir nicht nur verlangen, dass das sofort aufhören muss, sondern auch eine Entschuldigung einfordern.“

Friedrich reist wegen des Spitzel-Skandals Ende nächster Woche selbst in die USA und wird dort mit US-Justizminister Eric Holder und der Sicherheitsberaterin von US-Präsident Barack Obama, Lisa Monaco, zusammentreffen.

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14 Gedanken zu „USA spionieren in deutschen Botschaften

  1. Das ist allgemein bekannt.Ich glaube 69 hatte sich ein Bundeskanzler aufgeregt weil er beim Antritt unterschreiben musste das die USA gewisse „Rechte“ haben.

    Die BRD und Japan dürfen noch immer ohne Kriegserklärung angegriffen werden.Slebst ich habe noch in 1985 in de Schule gelernt das wir nur Waffenstillstand haben.

    • Ist es nicht traurig, Werner! Also, wenn wir noch im Zustand des Waffenstillstandes sind, dann können die USA jeder Zeit wieder hier reinmarschieren und kommen und gehen, wann es ihnen passt! Dann ist Deutschland immer noch kein souveräner Staat!

    • Aber Sie können sicher sein, dass diese Abhöraffäre nicht nur Deutschland betrifft, sondern alle EU-Länder. Selbst die EU ist ja in dieser Weise auch angegriffen worden. Dass Ihre Aussage Fakt ist, ist ohnehin ein Skandal der anderen Art. Ich bin mir noch nicht einmal sicher, ob wir als ein souveräner Staat angesehen werden.

      Ich empfehle: http://equapio.com/de/politik/ist-deutschland-ein-staat-oder-ist-die-brd-eine-gmbh/ als Grundlage für die verfassungsrechtliche Stellung der BRD.

      Die Besatzungsmächte beginnen ja erst in diesen Tagen, peu à peu, Deutschland zu verlassen. Die BRD war nie als eigenständiger souveräner Staat konzipiert gewesen. Solange diese Mächte im Staate sind, sind wir nicht souverän. Und deshalb ist es auch ein Grund mehr für unsere Politiker, den „Nationalstaat Deutschland“ an die EU zu verscherbeln, weil dann alle Staaten in der EU aufgehen und ihre Souveränität verlieren, aber bitte: Nur meine Meinung.

      • Sehr gute Kommentare und wie wahr! Deutschland ist kein souveräner Staat. Daher macht jeder mit Deutschland, was er will! Das war immer meine Frage, warum wird der Bundeskanzler immer nach einem Wahlsieg zuerst im US-Kongress vereidigt, dann dient er die Deutschen!?

  2. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr, war meine erste Reaktion, als ich in den Medien daüber las.
    Wenn aber die Bundesregierung nur fordert, Regierungsstellen durch die USA nicht ausspionieren zu lassen, dann ist dies der falsche Ansatz. Wenn, dann hat die USA die Ausspioniererei in ganz Deutschland zu unterlassen.

    Meine Meinung ist, dass die BRD-Regierung das bereits alles gewusst hat und diese Ausspioniererei unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung zugelassen hat, wenn sie diese nicht sogar noch mit den USA abgesprochen hat. Da der Datenschutz hier per Gesetz zu beachten ist, hat die BR wohl die USA diese Arbeit machen lassen und hat mit Sicherheit auch davon profitiert in Sachen Terrorbekämpfung. Es wird ja immer nur soviel zugegeben, wie gerade bewiesen werden kann.

    Die jetzt gespielte Empörung dieser Regierung dient lediglich dem Ziel, von dem Ausmaß der ganzen Bandbreite dieser Spionageaffäre, gegen die die Watergate-Affäre ein Klacks war, abzulenken, um jetzt den „Empörten“ geben zu können. Obama kann sich ruhig zurücklehnen, da die Sache mit der Regierung offensichtlich abgesprochen war, sonst wäre der nicht so souverän ruhig und würde dann im Gegenzug mit pikanten Details ans Tageslicht kommen, so meine Überlegung.

    Da die europäischen Gerichte den Datenschutz recht restrikiv behandeln, waren unsere Geheimdienstler wohl froh, die Drecksarbeit der USA zu überlassen. Entweder ist damit die Freundschaft zwischen diesen Ländern letztlich ad absurdum geführt worden oder aber es extistieren Abstimmungen zwischen diesen Ländern. Interessant ist, dass diese Affäre wohl zeigt, dass besonders in linksgestrickten Regierungen dieses Mittel des „Orwellschen Großen Bruders“ als probat gilt. Wenn es stimmt, dass auch GB die gleichen Mittel eingesetzt hat, mit den USA als Verbündetem, dann stellt sich allerdings die Frage, warum GB und Frankreich – auch im Europäischen „Rechtsraum“ befindlich, sich solche Spielchen ungerügt leisten können.

    Also jetzt China Wirtschaftsspionage vorzuwerfen, ist angesichts des Ausmaßes der jetzigen Affäre, für die Obama verantwortlich zeichnen sollte, nur noch eine Lächerlichkeit mehr.

    Spionage ist angesichts des technischen Fortschritts ja wohl kaum noch bekämpfbar. Mussten sich früher die Spione noch persönlich vor Ort begeben und sich in Lebensgefahr bringen, kann dies heute wohl recht leicht von außen gesteuert werden. Die Geheimdienste geben sich ahnungslos; das glaubt denen doch längst schon niemand mehr.
    Hier zeigt sich, dass die Perfektionierung der Technik andererseits ein immer größer werdenden Fluch bedeuten kann, vor deren Auswirkungen niemand mehr sicher sein kann. Kein Mensch kann wissen, wie oft er von Handybenutzern fotografiert wird. Niemand kann wissen, ob die Kaufhausfilmchen nicht in unbefugte HÄnde gelangen ebenso wie die Filme der Überwachungskameras in öffentlichen Einrichtungen wie Banken oder Behörden oder im Bahnhof, usw.
    Die Menschen hier können sich mit diesem Vorgehen sogar arrangieren, nach dem Motto: Mir egal, ob die mich ausspionieren, wenn ich mir nichts habe zuschulden kommen lassen.
    Aber das Gefühl, dass überall und immer irgendwelche Augen, egal in welcher Form auf den Einzelnen gerichtet sind, beschleicht mich jedenfalls schon ein mieses Gefühl.

    Sind dann PIN-Nummern oder Nicknames nur noch leicht überwindbare Hemmnisse, die jedem dieser staatlichen Geheimdienste offenstehen?

    Ist dann der Urheber dieses Statements dann schon lange irgendwo bekannt, wenn die es drauf anlegen? Naja, mir egal. Aber diese Gedanken kommen mir schon, wenn ich von solchen Vorfällen höre.

    Es hat eben alles mehrere Seiten.

  3. Hab ich das in den Medien überlesen? Kann mich da jemand aufklären? Angesichts des Ausmaßes dieser Affäre wurde da der US-Botschafter zur Kanzlerin zitiert? Wenn nicht, so ist das alles ein abgekartetes Spiel. Ein Indiz mehr für die These, dass diese Ausspionierei mit der BRD-Regierung abgesprochen war.

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/us-abhoerskandal-us-botschafter-in-berlin-einbestellt/8432074-3.html

    Die Antwort habe ich mir jetzt selbst gegeben. Offensichtlich ist der Botschafter – wenn auch wieder mit Wschiwaschi- Begründung – einbestellt worden. Aber auch aus diesem Artikel wurde lediglich bekannt, dass die Regierung darüber erbost war, dass Regierungen und EU-Vertretungen abgehört wurden, nicht jedoch die Daten der Bürger gesammelt wurden.

    Ich vermute somit, dass die Abhöraffäre nur deshalb aus dem Ruder gelaufen ist, weil Regierungen abgehört wurden. Dass die Bevölkerungsdaten besammelt wurde, ist der Kanzlerin somit offensichtlich völlig egal.

    Aus dem Artikel ergibt sich, dass die Empörten doch erstmal ihre eigenen Regierungen fragen sollten, inwieweit diese Infos sammeln. Damit könnte Hayden durchaus recht haben. „Das machen doch alle so“, scheint auch nicht von der Hand zu weisen zu sein.

    Dass jetzt sowohl die EU-Vertretungen als auch die Regierungen durch die USA „verwanzt“ wurden, das scheint dann doch wohl letztlich den Auslöser für eine echte Rüge gebracht zu haben. Wie gesagt, das SAmmeln von Daten von einfachen Bürgen zählt nicht, auch nicht für unsere Regierung und der EUdSSR-Regierung in Brüssel.

    Ein völlig falsches Signal der jeweils eigenen Regierung. Damit lässt sie wieder einmal die Bevölkerung im Regen stehen. Damit zeigt unsere Regierung und die EU-Kommission einmal mehr, welche Prioritätsstufe der einzelne Bürger gegenüber den Belangen der Regierungsbehörden haben.

    Es bleibt dabei: Die da oben, wir da unten. Das ist der eigentliche Skandal!!!!!

    Und die Menschen? Die sind schon so lethargisch geworden, denen ist das allerdings auch völlig egal.

    So, jetzt geh ich mich erstmal abregen!

    • Tja, lieber Bazillus, beim Abregen kann ich dir leider nicht helfen.

      Seit Einzug der digitalen Funknetze (D1, D2, E, …) muss jedes Handy hardwareseitig eine Hintertür für unsere lieben Dienste haben.
      Letztlich sind damit auch die Verschlüsselungen der ‚Szenen-Shareware‘ nicht sicher.
      George Orwells schrieb seinen Bestseller ‚1984‘ bereits 1949!
      Nicht viel neues also.

      Das beste am Ostblock war, dass der Westen sich als das bessere System beweisen musste.
      In Deutschland sind wir im Moment sogar froh, dass uns die Amis überwachen, damit wir schön unsere Verfassung beachten können.
      Wir werden noch Jahre vor uns hin träumen, und uns langsam daran gewöhnen, wie wenig Geheimdienste kontrollierbar sind.
      Vielleicht werden es mal europäische Geheimdienste sein, denen Deutsche Aufsicht und Verfassung nichts mehr zu melden haben.

      Man sagt, man müsse alles tun, um Terror zu bekämpfen.
      Und richtig gehe dies nur mit der Arbeit der Geheimdienste.
      Jeder, der Sicherheit verantworten soll, wünscht sich effektive Werkzeuge.
      Aber wenn ein Snoden sagt, wie effektiv gearbeitet wird, dann empört man sich!
      Es müsste uns Bürger doch beruhigen, zu erfahren, dass das richtige effektiv zu unserem Wohl geschieht.

      Wenn der Staat die Sicherheit für seine Bürger verantwortet, dann heißt dass doch schon im Wortsinn, dass er seinen Bürgern erstens dient und zweitens auf kritische Fragen Rede und Antwort stehen kann.

      Snoden hat weniger überaschende Geheimnisse verraten, als vielmehr kritisches Fragen erzeugt.
      Dass man Snoden nun jagt, zeigt mir, dass die Staaten gegenüber ihren Bürgern die dienende Rolle verlassen haben und eine beherrschende einnehmen. Man will sich kritischen Fragen nicht stellen. Die Bürger sollen nicht nachdenken und schon gar nicht über Art und Ausmaß. Sie sollen sich gefälltgst mit allgemeinen Phrasen zufrieden geben, wie ‚wir tun alles zu eurer Sicherheit‘. Der Rest ist dann entweder geheim, kompliziert, oder alternativlos!

      Immer mehr wurde und wird dort hin verschoben: Angefangen von Rüstungsexporten, über Subventionsgesetze, bis hin zu internationalen Rettungsfonds. Alle Macht geht schon längst nicht mehr vom Volke aus.

      Wir sind die Guten.
      Wers glaubt wird selig.
      Mittelalter reloaded.

  4. Hi, wieder einmal,

    Es gab da letztens einen äusserst interessanten Dialog zwischen David Precht und der ehemaligen Geschäftsführerin oder eben Obfrau der deutschen Piratenpartei.
    Ich sehe hier viel mehr das stetig sich bis ins Feinste zuspitzende Problem des Widerspruchs, unter den EU-Bürgern selbst- mal abgesehen davon, das es in Europa meiner Meinung nach überhaupt keine Regierungen mehr gibt, die wirklich noch dem „Volk“ dienen. Das haben die schon lange völlig aus den Augen verloren. Hier findet ein einziger Machtkampf zwischen den Großen Wirtschaftsführenden statt- da ist kein Platz fürs normale Volk.
    Es ist doch so. Einerseits steht das große und mittlerweile äusserst trendige Wort „Transparenz“ über jeder anständigen Werbekampagne, sei sie nun politisch oder wirtschaftlich getrimmt. Und wir alle, sind doch irgendwie absolut dafür, das Politik und andere Ökonomiegegenstände, auch endlich durchschaubarer werden. Wir selbst jedoch, wollen trotzdem unsere Privatsphäre bewahren und in Sicherheit wissen. Na ja, und auch das ist mehr als verständlich.
    Aber nun kommt da plötzlich ein Herr Snoden daher und macht prekäre politische Aktivitäten von „illegalen“ Geheimdiensten auch tatsächlich „öffentlich“, „durchschaubarer“ und… ach ja „transparenter“.
    In Wahrheit jedoch wird die ganze Angelegenheit dadurch aber nicht durchschaubarer, sondern viel mehr „verwirrender“. Es kommen noch mehr Fragen auf, anstatt dass die älteren Fragen, auch nur im Ansatz näher an Antworten heran geführt worden wären. Und hinzu kursieren plötzlich politische Informationen durch die „Bürgeröffentlichkeit“, über die wir uns alle bisher noch gar keine, richtigen, keine realen Gedanken machen mussten. Wir haben es plötzlich mit einem Goliat von politischer Kontrolle zu tun, von dem wir zwar schon dachten, das der da irgendwo im Hintergrund lauert, jedoch nie wirklich wussten, wie „groß“ dieser wirklich ist. Jetzt aber, steht er vor uns und dennoch sehen wir von ihm noch immer, gerade mal nur die Spitze des Eisberges. Entrüstung macht sich breit. Desillusion schreitet voran da unser bisheriges „Weltbild“, unsere Vorstellung von Sicherheit und Freiheit, wofür unsere „Elterngeneration“ noch kämpfte, in seinen Grundfesten erschüttert wird.
    Und nun geht die deutsche Regierung auf die Barrikaden, so herauskommt, das die USA sie überwacht.
    Meine Fragen dazu sind andere, als jene die sonst noch so kursieren. Ich mache mir- was sicher auch nicht unbedingt klug ist- relativ wenige Gedanken darüber, das meine Daten, also die einer ganz stink normalen EU-Bürgerin, da jetzt irgendwo in den Datenbanken etwaigerGeheimdienste gelandet sind, die mit Sicherheit nicht meine Interessen, weder moralisch noch politisch, vertreten. Ich frage mich viel mehr: „Warum ist die EU Regierung so aufgebracht diesbezüglich? Was verunsichert die EU daran, das dies geschah? Was fürchten sie, dass ihren Bürgern dadurch plötzlich „Klar“ werden könnte? Welche „Lügen“ haben sie den Bürgern wohl aufgetischt unter dem „Deckmantel der Terrorsicherheit“ die deren ohnehin schon ziemlich „wackeligen“ Machtstrukturen gefährden könnten?
    Ja tatsächlich, so glaube auch ich, interessiert es die einen Dreck, was diesbezüglich mit unseren Daten geschah- die interessieren sich nur und ausschließlich dafür, wie viel die USA jetzt über sie und deren Korruption in Ökonomie, Pharma-Industrie, Wirtschaft, Waffen- und Militärstruktur wissen und dafür, wie das nun gegen sie verwendet werden und dadurch die Bürger noch mehr gegen sie aufbringen könnte. Sie fürchten um ihre Macht und Kontrolle über Volk und Wirtschaft innerhalb der EU, und um sonst gar nichts.
    Klar, den Bürgern reden sie ein, es ginge ja auch um deren Sicherheit und Privatsphärenschutz, in Wahrheit fürchten sie sich jedoch nur vor den Schweinereien, was all diese Daten über sie „die EU Regierung“ selbst, eventuell offenbaren könnten.
    Das Volk ist ihnen diesbezüglich völlig egal. Die EU ist kein soziales Bündnis zwischen den europäischen Staaten, sondern ausschließlich ein „wirtschaftliches“ Bündnis. Sozialer Zusammenhalt zum Schutze des Volkes interessiert die überhaupt nicht, wirtschaftliche Ausbeutung der einzelnen Staaten um „noch mehr“ militärische Macht und Kontrolle über den Kontinent zu erlangen, jedoch schon.
    Das ist jedoch nur meine „bescheidene Meinung“. Und zugegeben, die rührt definitiv daher, das ich jegliche Art von Vertrauen in Hinblick auf soziale und moralische Werte innerhalb jener Menschen die Regierende sind, völlig verloren habe. Ich sehe den Schlüssel um derlei Werte in Hinblick auf den Zusammenhalt dennoch weiterhin aufrecht zu erhalten, nur noch in jedem Einzelnen Menschen, also normalen Bürger begraben, dem daran auch noch mehr liegt, als an seinem „wirtschaftlichen“ Erfolg.

    Ach ja und was das Datensammeln etwaiger Geheimdienste anbelangt:

    „Was ich nicht will, dass Jemand von mir weiß, geb ich auch nicht von mir Preis.“

    Meine Privatsphäre beginnt dort, wo ich für mich allein oder mit meinem Ehemann, meiner Tochter, anderen Verwandten oder engen Freunden für mich allein sein will. Solange Geheimdienste nicht damit beginnen zu Überwachen, was ich innerhalb meiner vier Wände so treibe oder mit all jenen die ich oben erwähnte unter vier Augen bespreche, sorge ich mich nicht im allzu großem Maße darüber. Sobald ich jedoch das Internet nutzte, telefoniere oder ausserhalb meiner vier Wände meinem Leben Ausdruck verleihe, sehe ich mich als öffentliche Person und dementsprechend, im Rahmen der Freiheiten die ich innerhalb diesem öffent-lichen Leben auch gesetzlich rechtlich nutzen darf, bewege ich mich dann auch.

    glg. Evelucas

    • Sehr interessant diese Sichtweise und Sie haben recht, es geht darum, wieviel US Geheimdienste ueber die EU Politiker wissen und wenn diese eines Tages nicht im Sinne der USA agieren, werden sie dafuer sorgen, dass das was sie wissen, publik wird und das wiederum kann dann Politiker zu Fall bringen. Sie haben sie in der Hand. Das wissen nun Merkel & Co., daher brueskieren sie sich auch und natuerlich nicht wegen dem ausspionieren der EU Buerger. Das tut die USA praeventiv. Wenn irgendjemand von uns eines Tages im oeffentlichen Licht steht und nicht USA-konform handelt, wissen sie alles und werden das was sie wissen auch wenn noetig verwerten und publik machen, so beherrscht man die Menschen, so beherrscht man die Welt. Zu sagen, solange sie nicht in meinen vier Waenden spionieren ist alles gut ist gefaehrlich, denn das bewirkt, dass man zu einem Buerger werden soll, der passiv hinsichtlich seiner politischen Meinung werden soll, also den Mund halten soll und brav steuern zahlen soll und funktionieren soll in deren System, damit ihre Interessen, die Ausbeutung der Menschen, gewahrt sind und das heisst Freiheit ade!

      • Natürlich ist meine Sicht in Hinblick auf Privatsphäre nicht der Weisheit letzter Schluss. Wessen Sicht ist denn das schon? Im Moment jedoch, kann man aber auch nicht all zuviel anderes tun. Ich mokiere und beschwere mich nur ungern über Umstände, die ohnehin nicht in meiner Hand liegen, das sind meine Nerven, die ich jedoch lieber für die Dinge opfere, die ich als Einzelne Person zumindest ein bisschen Beeinflussen kann. Und ganz bestimmt bin ich kein Mensch, der Missstände in Politik und Gesellschaft ignoriert, ganz im Gegenteil, ich tu mein Möglichstes um auch andere darauf hinzuweisen. Noch gibt es jedoch so etwas wie „Meinungsfreiheit“ und zwar auch in Hinblick auf öffentlich politische Ereignisse- und davon mache ich auch Gebrauch, wann immer ich das Gefühl habe es sei nötig. Ich befinde es auch für gut, das wir alle anhand von steigender Transparenz, jetzt zumindest etwas mehr (wenn gleich auch nicht allzu viel) Einblicke in Korruption und andere, definitiv illegale Datensammel Aktivitäten erhalten. Ich halte es auch für absolut mutig was Snoden tat, er unterstützt ja dann doch auch die „Aufklärung“ heutiger Aktualitäten. Für nicht so gut halte ich, das er sich im Augenblick in Moskau (so zumindest mein Stand der Dinge diesbezüglich) aufhält. Denn dort hält wiederum Putin die Fäden der Macht in seinen Händen. Er gehört jedoch auch zu jener Liga heutiger Regierender, die Korruption und Zensur befürworten und das auch mehr als dreist ausleben. Und die russische Macht hat mit Sicherheit höchstes Interesse daran, zu erfahren, was Snoden da so in seinem Gepäck an prekären Informationen mitführt. Und Russland- eine Sache die diesbezüglich immer mal gern etwas übersehen wird- ist definitiv, eine Atommacht und zwar eine nicht zu unterschätzende. Eine Atommacht, die sich in Händen eines korrupten Mannes befindet, der selbst mal eine beeindruckende Karriere innerhalb des russischen Geheimdienstes aufs politische Parkett brachte und auch so manch radikal islamische Ostmacht mit Waffen versorgt. Das, bereitet mir viel mehr Sorgen, als jene Daten, die vielleicht auch von mir schon gesammelt wurden. Andererseits, war es aber auch wiederum ein geschickter Schachzug von Snoden, das er dort um Schutz vor seinen Verfolgern bat. Denn wo könnte man selbst sicherer vor den US-Geheimdiensten sein, als in Russland. Beide Großmächte jedoch, sind im selben Maße gefährlich. Je näher jedoch die Konflikte im mittleren Osten zwischen den radikal islamischem Gruppierungen und jenen die nicht radikal zu sein wünschen, an Europa heran rücken, desto schwerer liegen sie mir im Magen, desto mehr Sorgen mache ich mir um die Zukunft meiner Tochter und jenen Kindern, die auch sie einmal haben wird. Und wenn ich dann zwischen einer militärischen Unterstützung aus den USA oder den Russen wählen kann, dann lieber die USA. Trotzdem ich natürlich weiß, das auch die unvorstellbar viel Dreck am Stecken haben und auch in erster Linie nur an ihren eigenen politischen und militärischen Zielen interessiert sind. Dennoch aber bin ich der Meinung, das die USA, wesentlich höhere Hemmungen hätten, den Atomkriegsknopf zu drücken, als die Russen oder jene islamischen Länder, die dank eines einzigen „Waffenlobbyisten“ auch einst an „geheime“ Pläne zum Bau von Atomwaffen kamen, an die dieser einst, ich glaube es war eine belgische oder niederländische Staatsregierungs Firma, stahl, um eben den nahen und mittleren Osten auch mit Atomkraft zu versorgen. Darin sehe ich wirklich ein großes Problem in diesem Zeitalter. Und das ist nun mal die Epoche, in der wir leider alle, heute existieren. Eine solch verheerende „Kriegswaffe“, hätte niemals in „Menschenhände“, egal welchen Ländern entsprungen, kommen dürfen. Schon gar nicht in Hinblick auf DIE Regierungen, die weltweit heute vorherrschen. Das macht mir wirklich Angst.
        lg. Evelucas

        • Bin da gerade über etwas gestolpert, das auf keinen Fall (auch nicht von mir in Verbindung mit der USA) ausser Acht gelassen werden sollte. Es passt vielleicht nicht zu 100% hier her, aber dann doch irgendwie schon…
          Bitte schaut euch das an.

          lg. Evelucas

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