Israel ist nicht der Sündenbock

Ayaan Hirsi AliIslamkritikerin Ayaan Hirsi Ali erklärt, warum sich erst die arabische Gesellschaft ändern muss, bevor ein Frieden möglich wird. Denn ein Kompromiss sei in der islamischen Welt nicht möglich, da er Gesichts­verlust bedeutet.
Israel ist nicht der Sündenbock

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3 Gedanken zu „Israel ist nicht der Sündenbock

  1. Eine kluge Frau, eine Frau, der wir zuhören sollten und einige Linksverdröhnten Israelhasser sollten besonders gut hinhören. Eine Frau, die den Islam von innen her in- und auswendig kennt. Jedes Ihrer Sätze hat große Bedeutung, souverän und im Grunde „alternativlos“, diese Vokabel, die andere Möglichkeiten nicht mehr akzeptiert. In diesem Fall ist es tatsächlich so. Bevor sich der Islam nicht ändert, wird es weder in Nahost noch auf Erden Frieden geben.

    Sie spricht die ganze Zeit von Änderung der Kulturen von innen heraus. Sie hebt in diesem Interview die Ursache nicht hervor. Warum? Sie setzt sie als bekannt voraus. Ursache ist nämlich der Islam, der seine religiösen Dogmen mittels Politik irdische umsetzen will. Ich hatte es in einigen Kommentaren bereits geschrieben, konnte es jedoch nicht so brilliant ausdrücken und auf den Punkt bringen. Der Nahostkonflikt ist ein reiner und einseitig islamisch-religiöser Konflikt. Alle Akteure auf islamischer Seite, Hisbollah, Hamas sowie alle angrenzenden islamischen Staaten tragen ihr Scherflein zu einer Nichtauflösung des Konflikts bei. Die westliche Herangehensweise hat keinerleich Option in den Köpfen der Muslime. Denn sie sind von Religions wegen getrimmt auf „alles oder nichts“. Gewinnen oder verlieren. Komproisse ist etwas für Feiglinge. Deshalb ist die Demokratie für religiös-muslimische Menschen ein Unding, es sei denn, der Islam kann die Demokratie zähmen durch Zensur.

    Ohne diese Religionsideologie, ohne diese Kampf-Streit-Sieges-Gewinner-Macht-Ehrgehabe- und Gewaltlegitimationsideologie (alles addiert ergibt Gesichtsgewinn, 2-Staatenlösung = Territorialverlust = Gesichtsverlust (Loser, machtlos und unehrenhaft) wäre der Nahostbrandherd erst gar nicht existent geworden bzw. schon längst von der Geschichte vergessen. Dieser restriktive Islam ist der Grund für diesen Dauerkonflikt.

    Den einzigen Kritikpunkt, den ich bei ihren Aussagen zu treffen habe, ist der vorsichtige Sichtweise, dass Europa oder die USA langsam wach werden. Und genau das bestreite ich. Meine Wenigkeit sieht die Hofierung des Islam durch die Eliten quer Beet aus allen Richtungen. Dieses Hofieren wertet der Islam natürlich als Feigheit, als Unterwerfung. Dieses Hofieren ist im Grunde schädlich. Der Islam muss viel mehr in die Defensive gedrängt werden, ich meine nicht mit Waffen, sondern allerorten auf allen Ebenen argumentativ. Die Wissenschaftlichkeit, ja selbst die Religiosität im Christentum, die Vernunftphilosphie sind alle für sich genommen und erst recht vereint eine starke Argumentationskette, die den Islam in seinen Grundfesten erschüttern würden, wenn sie mit geballter Kraft sowohl auf intellektueller Ebene, als auch auf Volksebene endlich einmal gesellschaftsmttig diskutiert werden würde.

    Die Kritikzensur von islamvertretern oder gar deren Forderungen nach Strafbarkeit von Islamkritik sind rundweg abzulehnen. Viele sachlich-fundierten Argumente könnten diese Religion aus den Angeln heben.

    So jetzt muss ich aufhören. Meine Frau ruft mich gerade. Als folgsamer Ehemann folge ich selbstverständlich.

    • Leider ist das argumentative Bekämpfen kaum möglich, da die einfachen Muslime kein real existierendes gutes Vorbild im Westen erkennen können. Hier verspielt die westliche Verlogenheit (was alles im Namen der Demokratie geschieht, aber völlig undemokratisch ist) unendlich viel Kredit.
      Mittlerweile ist überall Aufklärung erforderlich, und der Westen jagt seine Aufklärer (Snoden, Assange, …) ebenso, wie der Islam die seinen.

      • Werter Jockel, auch wenn es mir schwerfällt., zuzugeben, aber Du hast recht. Wir hier im Westen sind auch zu einer Gesellschaft verkommen, in der sich Menschen auch nur noch ausgeliefert fühlen, in der demokratische Spielregeln nur nach Gusto einiger Weniger gelten. Aber letztlich lebt es sich hier immer noch besser als in islamischen Ländern. Die Freiheit, die wir hier haben, ist ein hohes Gut. Leider wird diese Freiheit zunehmend von unseren Eliten missdeutet und in Schieflage gebracht. Sie deuten die Freiheit absolut, losgelöst von jeglicher moralisch-ethischer Grenzziehung. Die verlogene Ausformung der Individualität, ein ummäntelnder Begriff des Egoismus, ist zur Gesellschaftsform erhoben.

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