Irans neue Regierung schafft jährliche Anti- Israel Konferenz ab

Mahmud AhmadinedschadTeheran – Irans neuer Präsident Hassan Rohani hat die anti-israelische Konferenz im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit mit dem Westen und den Bemühungen um eine neuen diplomatischen Weg für Iran abgeschafft.

Die jährliche Veranstaltung wurde von Rohanis Vorgänger, Mahmud Ahmadinedschad ins Leben gerufen, und präsentierte die anti- israelische Rhetorik des ehemaligen Präsidenten und seiner anti- israelischen Gefühle.

Als die Konferenz zum ersten Mal im Jahr 2005 stattfand, machte Ahmadinedschad seine berüchtigte Bemerkung, dass Israel „von der Landkarte getilgt“ werden muss. Später sagte er, dass der Holocaust ein „Mythos“ sei.

Iranische Nachrichten-Websites, einschließlich jahannews.com, sagten am Freitag, dass das Außenministerium die Versammlung in Teheran verboten hat, weil es als Untergrabung der staatlichen Politik, „der Interaktion mit der Außenwelt gesehen wird.“

Rohanis Ouvertüren an den Westen – einschließlich der historischen Rede im vergangenen Monat bei den Vereinten Nationen – scheinen solide Unterstützung vom obersten Führer Irans, Ayatollah Ali Khamenei zu haben. Solange der oberste Führer seine Unterstützung beibehält, kann Rohanis Politik des Abbaus der Spannungen mit der Außenwelt von den Kritikern nicht ernsthaft umgekehrt werden.

Hardliner beschuldigen Rohani des Ausverkaufs der ideologischen Werte Irans.

Einer der Organisatoren der anti- israelischen Konferenz, genannt New Horizon, sagte, dass das Verbot eine „Katastrophe“ und ein „großer Fehler“ war.

„Die Stornierung des anti- zionistischen New Horizon Festivals ist eine Katastrophe. Es war die stärkste anti – zionistische Konferenz in Iran“, zitierte die Website mashreghnews.ir  den Veranstalter, Nader Talebzadeh.

Talebzadeh sagte, dass 63 ausländische „Wissenschaftler“ und 50 iranische Referenten erwartet wurden, um an der Versammlung teilzunehmen, die angeblich entweder Ende September oder Anfang Oktober hätte stattfinden sollen. Er fügte hinzu, dass er ausländische Referenten bereits im Mai einlud, als Ahmadinedschad noch im Amt war.

Rohanis kurzfristiges Ziel ist es, die westlichen Sanktionen als Teil der Verhandlungen über das umstrittene Atomprogramm des Iran zu vermindern. Gespräche mit den USA und anderen Weltmächten sind für diese Woche in Genf geplant, aber Iran hat noch nicht Details über neue Vorschläge, die er vortragen wird, abgegeben.

Der Westen und seine Verbündeten fürchten Irans Fähigkeit, Kernbrennstoff in waffenfähiges Material umzuwandeln. Iran bestreitet wiederholt Atomwaffen anzustreben und sagt sein atomares Programm sei nur für die Erzeugung von Energie und medizinische Anwendungen vorgesehen.

Israel betrachtet einen nuklear bewaffneten Iran als Bedrohung seiner Existenz unter Berufung auf Irans wiederholte Aufrufe zur Zerstörung Israels, ebenso wegen seines Langstreckenraketen-Programms und wegen seiner Unterstützung gewalttätiger anti-israelischer Gruppen, wie die Hisbollah, im Libanon.

Quelle: Washington Post

Ein Gedanke zu „Irans neue Regierung schafft jährliche Anti- Israel Konferenz ab

  1. Nun, die ersten Schritte sind m. E. nicht unbedingt nur Blendwerk. Holocaust-Anerkennung und jetzt die Abschaffung der Anti-Israel-Konferenz sind doch starke Zeichen. Ob dies nur dem Diktat der Weltsanktionen geschuldet ist, bleibt abzuwarten. Jedenfalls wird Rohani nicht so dumm und primitiv wie Ahmadinejad sein, zu fordern, dass Israel von der Landkarte verschwinden solle. Die Leugnung des Holocaust war genauso beschränkt.
    Der Vorgänger hat viel Porzellan zerschlagen.

    Besorgniserregend ist die Anzahl von „Wissenschaftlern“ und Gästen, die sich auf dieser Art von Konferenzen produzieren wollten. Wieviele Hardliner gibt es in Iran? Im iranischen Volk werden sie wohl kaum zu finden sein. Sind das die iranischen Eliten von Regierungs Gnaden? Erschreckend ist, dass eine solche Konferenz soviele Befürworter hatte, dass sie sich dazu herablassen wollten, auf dieser Konferenz zu erscheinen, dessen Intention ja für jeden klar war.

    Hoffen wir, dass sich der Iran wenigstens in der Israelfrage ein wenig bewegt. Die Sanktionen treffen eh nur die Bevölkerung. Herr Rohani ist zurzeit schwer einzuschätzen. Sein Beginn in Bezug auf Israel scheint in Abstimmung mit seinen Regierungschefs auf dem richtigen Weg zu sein. Hoffen wir das Beste.

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