Bashar Al Assad wird den Krieg gewinnen

Baschar Al-Assad

Ein Kommentar von Ardašir Pârse

Damaskus – Als der syrische Bürgerkrieg im Jahr 2011 begonnen hatte, erschienen die Vorgänge als ein weiteres Beispiel des Arabischen Frühlings, den wir schon bald nach den Ereignissen, die zum Sturz von Oberst Muammar Gaddafi in Libyen und zum Sturz von Hosni Mubarak in Ägypten geführt hatten,  als Arabischen Winter bezeichneten. Islamistische Terrororganisationen übernahmen von nun an die Herrschaft zur Re-islamisierung Ägyptens, bis das Militär die Ordnung wieder herstellte. In Libyen herrschen Stammesführer im Chaos und Niedergang des von der NATO zerbombten Landes. Das Ende der Herrschaft der Assads schien ebenso wahrscheinlich und einige Syrier, die weiterhin optimistisch waren, sahen dies als Chance für ein demokratisches säkulares Regime in Syrien, während westliche Staaten, Saudi Arabien und Katar die Islamisten und Terrorbanden weiter bewaffneten.

Jetzt, nach mehr als 100.000 Toten und Hunderttausenden die aus ihrer Heimat vertrieben und entwurzelt wurden, und Zuflucht in der Türkei und Jordanien suchten, wird die verworrene Situation immer deutlicher. Mehrere Faktoren sorgen dafür, dass Bashar Al Assad nicht nur überleben wird, sondern weiterhin Syrien regieren wird.

Erstens ist Al Assad ein entscheidender Faktor für die iranische Außenpolitik, und Teheran wird daher nicht zulassen, dass Assad scheitert. Zwei der iranischen Ziele sind die Kontrolle des Libanon durch die Hisbollah, aber auch die Beibehaltung des politischen Einflusses in von Schiiten bewohnten Territorien im Mittleren Osten. Diese ersten beiden Ziele sind miteinander eng verknüpft. Wenn Iran wirklich ernsthaft Israel bekämpfen will, dann ist die Hisbollah zweifelsohne sein Proxy. Heute, mit stärkeren Raketen und Waffen, als der Hisbollah im letzten Krieg mit Israel zur Verfügung standen, und heute ist die Hisbollah daher ein noch ernst zu nehmender Gegner als jener der zuletzt gegen Israel kämpfte.

Irans Unterstützung der Hisbollah ist abhängig vom Zustrom von Waffen aus Teheran in den Libanon. Diese bewegen sich via Luftraum über den Irak nach Syrien, dessen Regierung in Damaskus dazu verpflichtet wurde. Von dort aus nehmen sie den Landweg in den Libanon. Wenn Assad in Syrien entfernt wird und die neue Regierung eine sunnitische sein wird und daher feindlich gegenüber Iran gesinnt ist, hätte dies eine verheerende Wirkung auf Teherans Fähigkeiten, Waffen an die Hisbollah zu liefern. Ein Seeweg wäre nicht möglich, weil die israelische Marine den Zugriff auf den Libanon kontrolliert.

Der zweite wesentliche Faktor ist Wladimir Putin und Russland. Die Beziehungen zwischen Russland und Syrien haben eine historische Tradition und sind tief verwurzelt. Jahrzehntelang war Syrien Sowjetunions wichtigster Kunde und Freund im Nahen Osten. Die Sowjets betrieben ihre Aktivitäten in Syrien als Aufrechnung für Washingtons Unterstützung von Israel und der Destabilisierung ihrer Südflanke. Nicht nur dass sie Kampfflugzeuge und andere Waffen an Syrien geliefert haben, sondern sie stationierten auch Truppen als Militärberater in diesem Land. Es überrascht nicht, dass viele Russen mit syrischen Frauen verheiratet sind und sie nach Russland in ihre Heimat mitnahmen.

Mit dem Untergang der Sowjetunion und der damit einhergehenden Schwäche der russischen Armee, schwand Moskaus Einfluss in Syrien und im ganzen Mittleren Osten. Bis vor kurzem waren russische Kriegsschiffe seit 1992 nicht mehr im östlichen Mittelmeer stationiert, dies hat sich geändert.

Nun ist der russische Bär zurück. Putin, zweifelsohne ein wichtiger Staatsmann, ist entschlossen, eine entscheidende Rolle auf der Weltbühne zu spielen und dem Kreml den Platz auf der Bühne der Weltpolitik zurückzugeben, der ihm gebührt. Vor kurzem musste sogar Barack Obama einräumen, dass das Zeitalter der USA als Weltmacht sich dem Ende neigt. Das russische Militär wird umgebaut und neu strukturiert. Syrien erwies sich als der erste Test für Putin, seine Muskeln auf der Weltbühne spielen zu lassen und dies mit Erfolg. In den jüngsten Verhandlungen über Syriens chemische Waffen hat Putin demonstriert, dass er hinter Assad steht.

Bei einem Blick in Putins Vergangenheit ist eine Tatsache klar: Putin spielt immer nur, um zu gewinnen. Ein Abbild dessen, geben uns die rücksichtslose Art und Weise, mit der er sich mit den Rebellen in Tschetschenien beschäftigt hat; die Geiselnehmer in Moskau; sein Trotz gegenüber Oligarchen und Sänger, die ihn zu kritisieren wagten. Putin ist heute der starke Mann im Osten. Putin wird nicht zulassen, dass er mit seinem Ticket für den Wiedereintritt als Nahost-Player, scheitert.

Ein dritter ebenso wichtiger Faktor ist der sektiererische Charakter des Konflikts. Syrien hat sich seit dem Tod von Mohammad im Jahre 632 n. Chr., zum neuesten und tödlichsten Schlachtfeld in einem erbitterten Krieg innerhalb der muslimischen Welt zwischen Schiiten und Sunniten entwickelt. Ein Teil dieses vielfältigen Landes besteht aus sunnitischen Muslimen, aus Christen, aber auch aus einem beträchtlichen Teil muslimischer Schiiten und einer seiner Splittergruppen, den Aleviten, denen Assad zugehörig ist. Nicht überraschend ist deshalb, dass die meisten der Top-Militärs und Regierungsbeamten Schiiten sind. Sie kämpfen gegen sunnitische Terroristen um die Kontrolle über das Land.

Auf größerer Ebene, muss der syrische Bürgerkrieg in Zusammenhang mit dem sunnitisch-schiitischen Konflikt im Nahen Osten, der sich in den letzten Jahren verstärkt hat, gesehen werden. Es taucht Saudi-Arabien auf, als der sunnitische Führer gegen den Iran, dessen Bevölkerung Schiiten und Perser und keine Araber sind. Teheran hat dabei die Führung der Schiiten übernommen. Die Saudis haben zuerst Kampfstellung über Proxies in Irak eingenommen und jetzt tun sie es in Syrien. Es ist daher auch ein politischer Machtkampf um die Vorherrschaft im Mittleren Osten zwischen Saudi Arabien und Iran.

Es gibt aber einen Unterschied zwischen Iran und Saudi Arabien. Die Iraner liefern Truppen und schwere Waffen an das Assad-Regime, um es erfolgreich zu stärken. Im Gegensatz dazu, sind die Saudis geschockt über das Schreckgespenst eines funktionierenden schiitischen Halbmondes und ihre Anstrengungen sind weitgehend wirkungslos, bezüglich ihrer Hilfe für die sunnitischen Aufständischen und Terrorbanden in Syrien. Die sunnitische Türkei hat die Armee und die strategische Lage, diese Situation zu ändern, wenn sie eingreifen würde. Erdogan jedoch, scheint keine Lust zu haben, das zu tun.

Dies bedeutet, dass wir zwei militärisch mächtige Nationen auf Assads Seite haben – Iran und Russland. Beide haben schwere Waffen an Assad geliefert. Iran hat auch seine eigenen Kämpfer, nämlich Irans Revolutionsgarden und Hisbollah-Truppen gesandt, die Assad in kritischen Kämpfen helfen und Putins russische Kriegsschiffe sind an der Küste von Syrien bereit, um Assad zu unterstützen.

Dagegen stehen die sunnitischen Rebellen, eine Mischung von schlecht bewaffneten sunnitischen Säkularisten aus Syrien und ausländischen sunnitischen Jihadisten, die sich ins Getümmel gestürzt haben und den Bürgerkrieg ausgeweitet und verlängert haben. Die USA und Westeuropa unterstützen ebenso die Jihadisten, in der Hoffnung Irans und Russlands Einfluss zu begrenzen. Laut US-Beamten hat die CIA etwa 1.000 Rebellen in diesem Jahr trainiert. Im Gegensatz dazu haben Iran und die Hisbollah nicht nur ihre eigenen Truppen eingesetzt, sie trainierten mehr als 20.000 Syrier zu Milizen, die Assad im Kampf gegen die Terroristen unterstützen sollen. Ein US- Raketenangriff auf Assad hätte  den Terroristen wahrscheinlich nicht geholfen, denn Assad hat mächtige Freunde, mit eigenen Interessen am Ausgang dieses Konflikts.

Erschwerend kommt hinzu, dass die säkularen Rebellen und  Jihadisten sich jetzt gegenseitig bekämpfen. Jeder wird versuchen, die Kontrolle über Teile von Syrien zu behaupten. Wie können sie in dieser Situation noch hoffen, Assad zu stürzen? Wenn Assad gestürzt würde, würde das Land in Stücke gerissen werden, territorial beherrscht von Banditen, islamischen Terroristen, von den Salafisten bis hin zu Al Qaida, im Hintergrund agierend Saudi Arabien, Katar, die USA und die EU auf der einen Seite, Russland und Iran auf der anderen Seite.

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18 Gedanken zu „Bashar Al Assad wird den Krieg gewinnen

  1. Eine tolle Anasyse, werter Ardasir Parse!

    Leider bin ich noch nicht so davon überzeugt, dass Assad „gewinnen“ wird.
    a) Die Türkei ist eine für mich noch unbekannte Größe. Die Türkei hat im Grunde kaum Interesse daran, Kurden in den Nachbarländern Irak und Syrien groß werden zu lassen, weil Erdogan ja zurzeit verzweifelt versucht, seine „Türken“ zu mehr Kindernachwuchs anzuregen, die die Kurden im Lande ja bereits bereitstellen. Erdogan versucht, die demografische Schieflage in seinem Land, die zugunsten der Kurden in Südostanatolien sich immer mehr breit macht, durch Geburten“dschihad“ türkischen Bevölkerung zumindest zu egalisieren. Da die Türkei zurzeit in der NATO eingebunden ist, weiß ich nicht, ob das von Nachteil oder von Vorteil ist, da der Westen ja – wie immer wankelmütig, wie er ist – die sunnitischen Dschihadisten nebst Al Kaida-Kämpfer ausrüstet und trainiert.
    b) Was heißt gewinnen? So wie vorher wird Syrien – auch wenn es weiter von Assad regiert wird – nie mehr werden. Der Terrorismus ist in diesem Lande nunmehr massiv eingepflanzt und das Blutvergießen wird weitergehen. Partisanenkriege waren noch nie in dem Sinne zu gewinnen, dass ein „ruhiges“ Regieren nach den Konflikten möglich geworden wäre.
    c) Die Verschärfung der Kriegssprache zwischen Sunniten und Schiiten in Syrien wird mit Sicherheit nicht zu einem echten Frieden im Nachkriegssyrien beitragen. Das friedliche Nebeneinanderherleben, wie es früher in Syrien möglich war, selbst mit Christen, wird für lange Zeit vergiftet sein.
    d) Ob die Christen in ihre Heimat zurückkönnen, wird sich zeigen. Bei dem Terrorpotential, welches sich jetzt in Syrien etabliert hat, wird dies nur schlecht möglich sein.
    e) Die letzte Frage ist, wie die Kurden in ihrem „Gebiet“ im Nordosten Syriens, welches an den Nordirak grenzt, wo die Kurden sich bereits jetzt einen Staat im Staate geschaffen haben, reagieren. Sie werden diese Situation möglicherweise nutzen, einen eigenen Staat auszurufen. Was den Palästinensern recht ist, muss den Kurden billig sein. Der Staat „Kurdistan“ würde den Nordosten Syriens und den Norden des Irak umfassen. Ob Erdogan sich das gefallen lassen kann, ist unsicher, weiß er doch, dass erstarkte Kurden als direkte Nachbarn äußerst unangenehme Schwierigkeiten machen können. Er lässt ja bereits jetzt schon Luftangriffe auf irakisches Kurdengebiet hier und da mal fliegen. Den Kurden in der Südosttürkei wird es ein Leichtes sein, sich mit den Volksgeschwistern in Irak und Syrien zu verbünden. So wie die Türkei die Kurden Jahrzehntelang behandelt haben, wird nicht auf die Butterbrotseite auf Seiten der Türkei fallen.

    Ich bin da ein wenig Pessimist. Ob Putin sich aber in einen militärischen Konflikt hineinziehen ließe, ist für mich auch noch ein offenes Buch mit mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen. Die erste diplomatische Schlacht hat Putin gewonnen. Die Inspekteure stellen ja fest, dass die syrischen Chemiewaffen im Grunde garnicht „waffenfähig“ sind, so dass damit die These der US-Regierung, die syrische Regierung hätte die Giftgasanschläge initiiert, in sich zusammenfällt, was uns hier vorher schon klar war, bei der Konstellation der Verhältnisse. Die USA hätte ohne Putin mal wieder einen geschichtsgeklitterten Angriff gestartet mit vielen Opfern und keinem Erfolg, wie immer, zumindest in der letzten Zeit, wenn die USA sich militärisch einmischen.

    Und eine wichtige Frage ist für mich, wie Israel zu den Dingen steht. Israel ist eingekesselt in eine muslimische Nachbarschaft, die gegenüber diesem Land äußerst feindselig gestimmt ist. Irans Ahmad. hat mit seiner Poltiik der Landkartentilgung Israels nun nicht gerade für Vertrauensvorschuss für seine Mullahregierung gesorgt. Meiner persönliche Meinung nach täte Israel gut daran, trotz allem seinem Erzfeind Assad unter die Arme zu greifen. Bislang hat sich die Hisbollah an der Nordgrenze Israels jedenfalls ruhiger verhalten als die sunnitische Hamas an der Südgrenze. Aber: Die Hisbollah ist mit schweren Waffen ausgerüstet, die Israel empfindlicher treffen könnten, als die Hamas. Israel will jedoch die USA nicht verprellen und unterstützt wohl eher die USA,welche mit S-Arabien und der Al Kaida gemeinsame Sache macht.

    Ich behaupte einmal, ohne es belegen zu können: Wenn Assads Syrien fällt, fallen auch Europa und Israel. Europa ist ja schon jetzt nur noch ein Schatten seiner selbst, ein Schilfrohr im Winde des Islam, übertölpelt und selbst herbeigeführt durch eine schrankenlose Einwanderer- und Flüchtlingspolitik, die die Kultur Europas bereits jetzt geschädigt hat und weiterhin vernichten wird.

    Der Nahostkonflikt um Israel ist m. E. entscheidend für die Vorgänge in Syrien. Sie bedingen einander.

    Das schlimmste Szenario wär, wie der werte Blogbetreiber schreibt, dass sowohl Sunniten als auch Schiiten an die Macht in Syrien kämen. Eine säkulare Regierung täte sowohl dem Irak als auch Syrien, als auch allen anderen islamischen Ländern gut, da unter einer säkularen Regierung die Religionsfreiheit am besten gesichert wäre. und damit das religiös-islamische Kriegspotential zumindest neutralisiert wäre. Radikalkräfte des Islalm gehören hinter Schloss und Riegel. Moscheeüberwachung hinsichtlich der Predigt und dem Schriftwerk wären unerlässlich. Religion hat aus jeder Regierung zu verschwinden, sofern diese Religion von Religions wegen kriegslüstern ist wie eben der Islam. Das ist kein Hass, sondern eine reine Feststellung. Ideologien und Religionen, die Krieg als Politstrategieoptionen im politischen Programm haben, sind alle gefährlich und abzulehnen und müssen an die Kette gelegt werden, damit endlich so etwas wie Frieden überhaupt möglich wird.

    Was raten die werten Blogbetreiber Israel, welches da in einer letztlich ausweglosen Situation ist.

    Ich sehe nur, dass der sunnitische Teil, von S-Arabien angeführt, z. B. im Irak der aggressivere Islamteil ist, während der schiiische Teil in Form des iranischen Mullahregimes gegen die eigene Bevölkerung öffentlich harsch mit vielen Hinrichtungen auch in diesem Jahr zu Werke geht. Welche Form wäre besser, die sunnitische oder die schiitische? Ich finde, der Islam muss weg. Dann würde es mehr Frieden auf Erden geben.

  2. Werter Bazillus,

    ich mach es mal kurz: Wie sieht es fuer Israel aus?

    Wenn Assad bleibt, dann wird die Hisbollah weiter Waffen aus Teheran bekommen, wenn Assad geht, wird eine radikalsunnitische Regierung an die Macht kommen, die fuer Israel noch gefaehrlicher sein wird, als die Hisbollah. Ausserdem wuerden Grenzkonflikte neu entstehen, die man mit Assad gut geloest hatte. Gerade der Buergerkrieg ist fuer Israel eine Katastrophe, weil jetzt Assad erst Recht Teheran erlauben muss, Waffen ueber sein Territorium zu bewegen, als Gegenleistung fuer Teherans Unterstuetzung. Daher hoert man wenig Toene zu diesem Thema aus Israel. Fuer Israel ist keine dieser Szenarien optimal.

  3. Hat der Westen überhaupt ein Interesse daran, eine übermächtige Positionierung entweder von Sunniten oder Schiiten im Nahen Osten zu kultivieren?
    Ich denke eine gewisse Instabilität der Lage und keine eben keine Übermacht der einen oder anderen religiösen Gruppe kann dem Westen nur recht sein. So sind diese Leute mit sich selbst beschäftigt, und müssen ihre rastlose Suche nach zu meuchelnden Gegnern nicht allein auf die christlich/ jüdisch/ säkulare Kultur richten.

    • So ähnlich haben sich auch israelische Strategen geäussert – und in der Tat kann weder eine iranisch-schiietische noch arabisch-sunnitische Vormachtstellung in der Region „vorteilhaft“ für die Israelis sein, was einen gewissen Zynismus begünstigt…
      – zu Bedenken wäre auch, dass das bisher unaufgeklärte Giftgas-Massaker (in welchem Umfang auch immer) eine wie immer geartete Annäherung in den syrischen Friedensverhandlungen bzw. „Nachkriegs“-Planspielen eine entscheidende Rolle spielt. Zwar wurde dieses beinahe zum Krieg führende Ereignis mittlerweile aus den Medien „gekippt“, aber hinter den Kulissen werden die Auftraggeber dieses Komplotts alles nur erdenkliche tun, um die Urheberschaft zu verschleiern. Stünden wider Erwarten die Türkei oder arabische Staaten dahinter (gar mit Wissen westlicher Staaten), KANN es defacto kein „Zusammenleben“ mehr mit Assad geben – die Wahrheit drohte ans Licht zu kommen?! Überdies dürfte der Machtmensch Erdogan, der seinem (ehm.) Partner Assad so ruchlos in den Rücken gefallen ist, kaum noch an einer zukünftigen (harmonischen?) Nachbarschaft mit dem Assad-Clan interessiert sein – DER Krug ist endgültig zerbrochen. Assad bliebe das grösste Risiko für Erdogans weiteren Machterhalt – innen-wie aussenpolitisch.
      DAS alles dürfte der westen nur allzugenau wissen, weshalb man eben stillschweigend die Rebellen/Dschihadisten weiter zum Kampf anspornt…

  4. Hallo Fartab Parse,
    super Beitrag. Danke!

    Zur Info, Katar scheint sich seiner Position bewusst zu werden und fängt an einen politischen Dialog mit Syrien zu starten.
    http://marialourdesblog.com/katar-bietet-der-syrischen-regierung-an-die-diplomatischen-beziehungen-wiederaufzunehmen/

    #######################################

    Desweiteren wollte ich noch was ergänzen.

    Ich bin auch der Meinung das die Tolleranz der Sunniten (Saudi Arabien) gegenüber anderen Religionen nicht im Vergleich zum Iran oder Syrien steht.

    Z.B. leben ja auch Menschen jüdischen Glaubens im Iran.
    Das könnte man sich von den Saudis nicht vorstellen.
    Was Ahmadineschad gesagt hat mit der Auslöschung des Staates Israels bezog sich meiner Kenntnis nach auf den Zionismus, welches nicht mit Judentum gleichzusetzten ist.
    Seine Rede wurde von den westlichen Quallitätsmedien falsch übersetzt.

    Des weiteren ist Obama selbst ein Moslem und zwar ein Sunnit.
    Er wird die Saudis weiter unterstützen und ihnen dienlich sein, um ihre Ziele durchzusetzten.
    Aber auch somit den zionistischen Interessen…

    Interessant ist auch das die Muslimbrüder in Egypten unterstützt wurden, nachdem der Vasall Mubarak abdanken durfte.
    Durch diesen Umsturz haben es seit dem andere Glaubensrichtungen in Egypten nicht einfach.

    (sehenswert) 2016 Obama´s Amerika

    Welche Rolle nimmt nun Israels zionistische Führung ein? Das ist eine sehr gute Frage.

    Teilweise haben sie die „Rebellen“ = TERRORISTEN in Syrien unterstützt und sich indirekt am bürgerKRIEG mit beteiligt. Ob sie jetzt „Rebellen“ medizinisch oder mit technischen Geräten versorgt haben ist egal, es zeigt aber das es in ihrem Interesse liegt Syrien / das Assadregime zu zerschlagen.

    Sie werden wohl in jeder Hinsicht davon profitieren wenn Syrien zerschlagen wird und dort weiter Chaos herrscht. Ein Auflösung des Sunniten – Schiitenkonflikts währe woll keine Win Win Situation, da die Einigkeit des Islams eine größere Gefahr für ihre Existens wäre.

    Aber…..wenn es bei den Konflik so ausgehen würde, das die Sunniten die Oberhand erlangen, ist dieses vielleicht den Israelis auch ein Vorteil. Denn so würden sie die Christen, Schiiten ect. aus der Region (oder gar Global) bekämpfen und verdrängen können.
    Wer ausser den ZIONISTEN währe dann der lachende Dritte?

    Das das saudische Königshaus seine Wurzeln in dem jüdischen hat (der Schriftsteller wurde danach zum Tode verurteilt) und sich als Parasit an der Bevölkerung vergeht sollte ja eigendlich bekannt sein.
    Hier noch 2 Links zum Thema:

    http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2013/07/saudi-arabien-ist-ein-lakai-israels.html

    http://www.politaia.org/iran/saudi-arabiens-ein-werkkzeug-des-zionismus/

    Nach dem 11. September wurden die Saudis (Osamas Familie ect.) aus den USA ausgeflogen, ob wohl es Osama in die Schuhe geschoben wurde.
    Nur Saudi Arabien wurde nicht angegriffen, sondern Afghanistan. Komisch oder?
    In Saudi Arabien hatten sie ja schon genügend Militärbasen, welche die USrael benötigen.
    In Afghanistan konnten sie sich weiter ausbauen und sich vor dem Iran in Position bringen.

    Das lässt darauf schliessen, das die USrael die Schiitischen Länder nicht unter Kontrolle haben und eben dieses ändern möchten.

    Hier ein interessanter Film, vielleicht ist er ja schon bekannt, jedoch poste ich ihn hier einmal.

    Harodim-Nichts als die Wahrheit?

    LG,
    Outside-Job

    PS: Sorry das es so lang geworden ist, nur ist das Thema so komplex, das es schwer fällt weniger zu schreiben 😉

    • FRAGE: wie oft wurde Israel von Persien/Iran (u.a.) im Laufe der Geschichte erobert und besetzt? – wie oft fand dies umgekehrt statt??
      WER droht seit Jahrzehnten permanent mit der Vernichtung dieses Mini-Landes?
      bekanntlich Iran, Hisbollah, die Assads/Syrien – von den Sunniten einmal ganz zu schweigen!! Und in dasselbe Horn blasen (leider) auch die meisten arabischen Christen – und neuerdings auch wieder die europäischen…
      Da habt ihr Exilanten in UNSEREM Land ganze Arbeit geleistet – wofür IHR ALLE abgeschoben gehört!!

      • sorry – aber dieses ablolut nichtssagende „Zionismus“-blabla kann man schon nicht mehr hören1 WENN jemand über Jahrzehnte die Stimmung in Nahost u. der Welt so richtig angeheizt hat, dann war es neben den Palsi IRAN – und sonst niemand! IHR habt die Welt an den Abgrund gebracht – stürzt EUER Regime oder haltet wenigstens die Klappe bezüglich Israel!!

      • Entweder habe ich hier etwas missverstanden, oder ihnen hat man ganz kraeftig in Ihr bloedes Gehirn geschissen.

        Frage:

        Wie oft hat Iran in seiner Geschichte Israel befreit? Wer hat im 2. Weltkrieg Juden iranische Paesse gegeben, um sie vor den Gaskammern zu schuetzen?

        Wer hat Araber in Palaestina angesiedelt? Iraner oder Europaer?

        Wer hat 6 Millionen Juden ermordet? Iraner oder Deutsche?

        Inwieweit haben wir, ganz besonders Parse und Parse dazu beigetragen den europaeischen Judenhass wieder zu beleben, wofuer wir pauschal alle abgeschoben gehoeren?

        Was haben wir gegen Israel geschrieben?

        Warum haben die Deutschen, vor allem Ihre missratenen Vorfahren in Ihrer Familie, Adolf Hitler und die Nazis nicht gestuerzt und warum halten Sie jetzt aus Scham nicht wenigstens Ihre Klappe?

        Denken Sie ueber Ihre Antworten gut nach, wenn Sie nicht kuenftig von mir editiert werden wollen. Solche Unverschaemtheiten will ich hier nicht mehr lesen. Fassen Sie das als Warnung auf. Ich werde Sie beobachten.

  5. ein hervorragender Beitrag…

    …bis auf den letzten Absatz: das Land ist nämlich bereits geteilt und wird trotz Iran und Russland geteilt bleiben:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2013/10/04/russland-oder-putins-interessen/

    die Frage ist nur, wie groß (ohne amerikanische Unterstützung wohl recht klein) und wie extremistisch (ohne amerikanische Unterstützung wohl ziemlich salafistisch) der neue sunnitische Staat sein wird.

    • Danke werter Aron für Dein Feedback. Du, die Salafisten (Sunniten) sind viel extremer als man denkt, und wenn die Unterstützung von Qatar, Saudi-Arabien (Gelder) und anderen sunnitischen Staaten in Form von Kämpfer und Anhänger besteht, wird es da keine Ruhe mehr geben.

  6. Hallo Parse & Parse,
    ich würde gerne noch einmal zum Thema 2 kurze Videos hier posten.
    (ich gehe davon aus das man hier auch englisch versteht)

    Natürlich verfolgen die Russen auch ihre interessen (strategisch), denn sie sind eingekesselt, genau so wie China. Dazu noch ein Link hinterher, warum sie Russen ihr Vetorecht bei der Flugverbotszone in Libyen nicht genutzt haben.

    http://de.ria.ru/politics/20110321/258630491.html

    LG,
    Outside-Job

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