Der Iran und die Türkei sind nicht miteinander zu vergleichen

Atatürk_Rezâ Šâh

Atatürk_Rezâ Šâh

Die iranische Nation ist seit je her von einem grundlegenden Problem befallen. Ihr Problem ist, dass sie sich noch nie richtig mit dem Sinn der Philosophie und dem Rationalismus befasst hat. Das Problem heißt „das Fehlen eines Logik-orientierten-Charakters“. Ist diese Logik vorhanden, werden die Iraner die geistige Einheit erreichen, um die historischen und sozialen Dilemmata zu passieren und hinter sich zu lassen. Dieser Mangel ist der Grund, weshalb wir keine Prinzipien für unsere Worte, unser Denken und unser Handeln im kollektiven Namen „Iraner“ aufgestellt haben! Wir versuchen ständig unsere Persönlichkeiten der iranischen Geschichte mit X und Y zu vergleichen, und aufgrund unserer historischen Komplexe vergöttern wir entweder diese iranischen Persönlichkeiten und wollen ihre negativen Eigenschaften nicht sehen, oder sehen doch nur die negativen Eigenschaften und schwärzen damit die gesamte Person und ihre Taten für das Land an! Im Moment ist es Mode geworden Rezâ Šâh mit Atatürk zu vergleichen, sowohl Patrioten als auch die Gegner. Sicherlich hatte jeder von ihnen seine Schwächen und negativen Seiten, aber auch Stärken und positiven Seiten. Wichtig ist, alles zusammen hinzunehmen und nicht zu versuchen mit der heutigen Weltanschauung diese Persönlichkeiten entweder zu verdammen oder aus ihnen einen Kult zu machen.

Wem keine Vergangenheit vorliegt, liegt auch keine Zukunft vor! Eine Nation, die nichts von den Ereignissen ihrer Vergangenheit weiß, wird nicht nur in der Gegenwart, sondern auch nicht in der Zukunft Größe und Würde erlangen. Eines dieser Ereignisse aus der Vergangenheit ist der Gründer der Pahlavi Dynastie, Rezâ Šâh, der Große und sein Dienst für den Iran.

Und nun, warum können und dürfen wir nicht die beiden Länder, Iran und Türkei, miteinander vergleichen:

Die Geschichte Irans und der Türkei begann mit vielen politischen Krisen in den 1920ger Jahren, politische Krisen, die mit sich die Bildung einer Republik in der Türkei durch Mustafa Kemal (Atatürk) und einer Monarchie in Iran mit Rezâ Xân als der Gründer der Pahlavi Dynastie brachten. Die erste Sache, die wir unbedingt beachten sollten, ist eine Folge dieser Krise, die von Anfang an im Staatsapparat zu finden war. Als die neuen Staatsmänner mit einer neuen Politik die Macht in Iran bekamen, waren sie mit der Tatsache konfrontiert, dass der Iran ein gescheiterter Staat war. Während die Herstellung von Ordnung und innerer Sicherheit von großer Bedeutung ist und zu den wichtigsten Aufgaben einer neugegründeten Regierung in solchen Situationen gehören, hatte die Zentralregierung, die durch die konstitutionelle Revolution Irans an die Macht kam, auch keine einzige Armee, die die Ruhe und Ordnung in der Hauptstadt Teheran wiederherzustellen vermochte.

1-Atatürk_Rezâ ŠâhIn der iranischen Geschichte wurde sehr oft die Bereitstellung einer leistungsstarken Armee ignoriert, auch während dieser Zeit. Die einzige wirksame militärische Kraft in Iran war die persische Kosakenbrigade, mit vier Tausend Mann, und diese war sogar bis zum Jahr 1917 im Dienste der Russen und wurde obendrein von russischen Offizieren befohlen. Rezâ Xân konnte auch erst als die russische Revolution aufgelebt war, und eine Säuberungsaktion der Armee möglich wurde, die Führung über die persische Kosakenbrigade bekommen. Selbst in damaligen Zeiten, in denen das Land mit Blick auf die Gefahr einer Invasion durch Russen oder Briten bedroht wurde, gab es keine offizielle staatliche Institution, die Soldaten und lokale Kämpfer organisieren konnte, um das Land zu verteidigen, und meistens, wenn auch nicht immer, waren es die Geistlichen, die diese Aufgabe übernahmen.

Während in der Türkei, im Gegensatz zum Iran, die neuen Herren des Landes nicht die Erben eines gescheiterten Staates waren, erbten sie eine bürokratische Regierung, zurückgeblieben von den Vorgängern. Das Osmanische Reich hatte schon im frühen 19. Jahrhundert in vielen Bereichen mit der Staatsbildung begonnen; auf der anderen Seite war Rezâ Xân der erste Staatsbaumeister in Iran in diesen Bereichen. Bis 1908 gab es 35 Tausend zivile Beamte, die im Osmanischen Staat angestellt waren, während im Jahr 1880 die Zahl der Militärs in der osmanischen Armee weit über hunderttausend betragen hatte. In diesem Sinne können die Bedingungen in Iran und der Türkei nicht gleich behandelt werden! Selbst in einem so kurzen Zeitraum, wie vor dem Ersten Weltkrieg und dazwischen, hatte der Iran in keinem zwischenstaatlichen Krieg zu kämpfen gehabt. Im Gegensatz dazu hatte die Türkei unaufhörlich von 1912 bis 1922 gekämpft: zwei Balkankriege, der Erste Weltkrieg und die Befreiungskriege. Während des Ersten Weltkrieges konnte das Osmanische Reich mehr als zwei Millionen Soldaten mobilisieren und konnte über ein riesiges Gebiet, das sich in fünf Grenzen erstreckte, kämpfen. Der Staat konnte alle Ressourcen des Landes für den Krieg mobilisieren, nicht nur durch gewaltsame Mittel, sondern auch durch freiwillige Organisationen. Als das Land von britischen, französischen und griechischen Kräften überfallen wurde, waren es vor allem die staatlichen Beamten, die die Armee organisiert hatten und den Widerstand führten. Die Geistlichen spielten auch eine wichtige Rolle bei der Organisation, aber sie waren nicht in Führungspositionen.

Kurz gesagt, in der Verwaltung, Armee, Bildung und Justiz, erbten die neuen Herrscher des Iran und der Türkei völlig gegensätzliche Hinterlassenschaften von ihren Vorgängern. Angesichts dieser Tatsache vergleicht Erik Jan Zürcher in seinem Buch „A Modern History“ (2004), die Reformen von Atatürk und Rezâ Šâh nicht miteinander, sondern die Reformen von Rezâ Šâh mit Sultan Mahmud II des Osmanischen Reiches, der mehr als hundert Jahre zuvor im Osmanischen Reich an die Macht kam, im Hinblick auf die Rollen, die Rezâ Šâh und Mahmud II für ihre Länder gespielt hatten. Im Gegensatz zu Rezâ Šâh in Iran war Atatürk in der Türkei in einer viel günstigeren Lage durch das Erbe einer gut etablierten Bürokratie aus der osmanischen Zeit.

Die Gesellschaft

Diese Periode hatte unterschiedliche Auswirkungen auf die türkischen und iranischen Gesellschaften: Destruktive gesellschaftliche Struktur im ehemaligen Osmanischen Reich, zur gleichen Zeit konservative gesellschaftliche Struktur in Iran. Der Grund liegt offenbar in der unterschiedlichen Art der Erfahrung, die die beide Länder durchlaufen haben: Die türkische Gesellschaft hatte die Kosten und Folgen von vier verschiedenen zwischenstaatlichen Kriegen in dieser Zeit zu tragen. Der Erste Weltkrieg war vor allem sehr verlustreich für die türkische Gesellschaft, sowohl in wirtschaftlicher als auch menschlicher Hinsicht. In diesem Krieg kämpften die osmanischen Armeen, flächendeckend, von Anfang an, den ganzen Weg bis zum Ende des Krieges über ein riesiges Gebiet im Balkan, Kaukasus, Irak, Syrien und Palästina. Die menschlichen Kosten des einen Krieges auf einem so großen Maßstab stellten die größte Belastung für die Bevölkerung dar. Das Reich mobilisierte mehr als 2 Millionen Menschen in den vier Jahren des Krieges. Als der Waffenstillstand und die Beendigung des Weltkrieges für das Osmanische Reich unterzeichnet wurden, hatte die Armee nur 600.000 Mann. Unter der Berücksichtigung der geführten Kriege in dieser Periode waren die menschlichen Kosten für die Türkei sehr hoch. Die Zahl der türkischen Bevölkerung im Jahr 1913 belief sich auf ca. 15,3 Mio. Eine offizielle Volkszählung, die im Jahr 1927 durchgeführt wurde, berechnete die Bevölkerung der Türkei auf 13,6 Mio. Der Bevölkerungsverlust war wahrscheinlich höher als die angegebene Zahl, weil teilweise zwei wichtige Entwicklungen in diesem Zeitraum die Gründe für diesen Verlust waren: Erstens, die Einwanderung der Muslime aus den Gebieten, des ehemaligen Osmanischen Reiches in die neue Türkei. Zweitens, die nicht erfüllte Erwartung, dass die Bevölkerung nun aufgrund der ruhigen Zeit zwischen 1922 bis 1927 erhöht werden könnte. Kemal H. Karpat, ein osmanischer Historiker, schätzt, „dass im Zeitraum zwischen 1914 und 1922, 18% der muslimischen Bevölkerung in Anatolien durch Kriege verloren gegangen waren. Der Großteil dieser Verluste müssen Männer im erwerbsfähigen Alter gewesen sein, als Folge eine Verringerung der Arbeitskraft der türkischen Gesellschaft, vor allem in der Landwirtschaft. Die Verluste durch die Kriege, der Bevölkerungsaustausch zwischen der Türkei und Griechenland, die Migration von Nicht-Muslimen und einigen anderen unglücklichen Ereignissen in dieser Zeit veränderten völlig die religiöse Zusammensetzung der Gesellschaft. Vor dem Ersten Weltkrieg bildeten die Nicht-Muslime 18% der gesamten Bevölkerung Anatoliens, aber in der Volkszählung des Jahres 1927 waren es nur noch 2,6% der gesamten Bevölkerung in Anatolien.“

Obwohl diese Bevölkerungsveränderungen die religiöse Homogenität der türkischen Gesellschaft erhöhten, setzte sich die ethnische Heterogenität, vor allem aufgrund der Migration von Muslimen aus dem Kaukasus, fort. Dennoch waren die auffälligsten Unterschiede zwischen den Menschen nicht ethnischer oder religiöser Natur, sondern beruflicher Natur. Die das Land verlassenden Griechen und Armenier waren weitgehend die wohlhabenden Gruppen der Bevölkerung, die Beziehungen zu den ausländischen Märkten hatten und Handel trieben. Auf der anderen Seite waren die ankommenden Gruppen weitgehend Bauern und ließen sich in den ländlichen Gebieten der Türkei nieder. Dies erhöhte nicht nur die Bäuerlichkeit der türkischen Gesellschaft, sondern fügte auch eine weitere Schwäche der gesellschaftlichen Struktur hinzu. Es muss daran erinnert werden, dass bis zur Zeit, über die wir schreiben, die Türken entweder im Dienste des Staates waren oder in der Landwirtschaft als kleine Landbesitzer tätig waren, die auch für den Markt produziert hatten, die aber nicht mehr als eine abwechslungsreiche Speisekarte für den eigenen Verbrauch produzierten. Diese kleinen Landbesitzer lebten in kleinen Dörfern und waren unabhängig von den anderen, und sie hatten keine einheitlichen Strukturen. Die aufgenommenen muslimischen Einwanderer aus dem Kaukasus und Balkan führte zu mehr Uneinigkeit bei der Bauernschaft. Die einzige herausbildende Vereinigung dieser Gesellschaft war die Invasion ihres Landes durch ausländische Kräfte, die in den Aufruhr des Nationalismus führte. Der Befreiungskrieg mobilisierte alle Segmente der Gesellschaft unter der Führung der zivil-militärischen Bürokratie. Doch dies war nur eine vorübergehend einigende Kraft, wie andere Beispiele vom all-mobilisierenden Nationalismus, der in den letzten 30 Jahren zeigen, und vor allem in Afrika zu bezeugen war, und später verblasste.

2-Atatürk_Rezâ ŠâhAber im Laufe dieser Periode hatte die iranische Gesellschaft sich mit unterschiedlichen Erfahrungen auseinanderzusetzen. Nicht die zwischenstaatlichen Kriege, sondern die zivilen Unruhen hatten die Gesellschaft völlig gelähmt. Wie die osmanische Wirtschaft, die abhängig von der europäischen Wirtschaft war, wurde die iranische Wirtschaft auch durch den Ersten Weltkrieg gelähmt. Im Gegensatz zur Türkei wurde die iranische Gesellschaft in dieser Zeit, nicht mit Problemen wie Migration der Bevölkerung konfrontiert. In der Tat war die Abwesenheit einer starken Zentralgewalt von der Bedeutung, die einen großen Einfluss gespielt hatte. Ohne eine zentrale Gewalt, die bei allen, wie den Stadtbewohnern, den Kaufleuten, Handwerkern, Geldverleihern, religiösen Organisationen und den nicht ortsansässigen Großgrundbesitzern, Anklang finden konnte, musste einfach jeder für sich selbst sorgen und sich gegen die Nomaden- und Stammeskräfte mobilisieren. Aus diesem Grund bildeten sich alle diese Gruppen gegen den gemeinsamen Feind, gegen den Shah des Iran im 19. Jh. Die Stärkung zwischen diesen lokalen Gruppen, die sogar durch Ehen untereinander ihr Bündnis bekräftigten, ließ sie zu einer großen Macht gegen den Shah auftreten. Es war eben diese Macht der Allianz, die den Shah gezwungen hatte, die Konstitution zu akzeptieren und ein Parlament ins Leben rufen zu lassen. Eine wirtschaftliche Institution namens „Basar“ diente als das Zentrum, um dieses Bündnis zustande zu bringen. Es war der Basar, wo Großgrundbesitzer ihre Ernte verkauften, Handwerker ihre Waren herstellten und vermarkteten, Kreditnehmer Darlehen bekamen und wohltätige Geschäftsleute die Kosten für den Bau von Moscheen und Maktabs (traditionelle Schulen) übernahmen. Der Basar war in der Tat, die Kornkammer, die Werkstatt, der Markt, die Bank, der religiöse Kern, und das Bildungszentrum der gesamten Gesellschaft; jedes Handwerk, jeder Handel und jeder Beruf war fest in Zünften strukturiert, mit ihren eigenen separaten Organisation, Hierarchie, Tradition, Zeremonie und manchmal sogar ihren eigenen Dialekten. So diente diese Institution nicht nur für wirtschaftliche Zwecke, sondern wurde auch vom Basar für politische Zwecke und Aktivitäten genutzt, diese Gruppen zu organisieren und gemeinsam zu handeln. Diese wirtschaftliche Institution existierte auch im Osmanischen Reich und diente einem ähnlichen Zweck; ebenso waren die Zünfte ein wichtiger Teil der osmanischen Wirtschaft. Insbesondere muslimische Kaufleute, Handwerker und Händler waren unter den Zünften organisiert. Aber während des 19. Jahrhunderts verblasste die Bedeutung dieser Organisationen, am Ende des Jahrhunderts, waren sie nicht mehr, als kleine Unternehmer zu verzeichnen.

Also die Herrscher der neuen Staaten Iran und der Türkei wurden mit unterschiedlichen sozialen Strukturen konfrontiert: Die türkische Gesellschaft wurde in vielerlei Hinsicht durch die Umbrüche und sozialen Verwerfungen, die diese Periode mit sich brachte beeinflusst und wurde am Ende ärmer an wirtschaftlichen Ressourcen, schwächer in Einheit und Arbeitspotential, und lebte ohne zwischengeschaltete Institutionen, die den gesellschaftlichen Kräften helfen könnte, gemeinsam zu handeln. Unter diesen Umständen entstand der türkische Staat, nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich, als ein mächtiger organisierter Körper. Es ist interessant, dass die politischen Ideologien der neuen Machthaber diese Schwächen zu einem gewissen Grad reflektierten: Die Schaffung einer nationalen Bourgeoisie und Korporatismus, und die Betonung der organischen Einheit der sozialen Gruppen zu zentralen Elementen in den politischen Ideologien dieser Periode. Um die wirtschaftliche Macht des Staates zu veranlagen, wurde die İş Bank im Jahr 1924 gegründet, um den einheimischen Wohlhabenden bei ihren Investitionen zu helfen. In Anbetracht dessen, dass 50% aller gemeinsamen Investitionen im Jahr 1930 im Besitz der İş Bank waren, können wir die wirtschaftliche Macht der Regierung in diesem Zeitraum verstehen. Alle dreizehn Mitglieder des Vorstands dieser Bank waren Abgeordnete des türkischen Parlaments. Alle Aktiengesellschaften und Unternehmen, in denen die Bank ihr Kapital investiert hatte, hatten Bürokraten und Abgeordnete in ihren Vorständen. Es waren die Bürokraten, die 74,2% der Unternehmen, die zwischen 1931 und 1940 gegründet wurden, gegründet hatten.

Im Gegensatz dazu, obwohl die iranische Gesellschaft in zwei polarisierten Gruppen (die Stämme gegen die Stadtbewohner) aufgeteilt wurde, bildeten vor allem die Stadtbewohner ein enges Bündnis untereinander. Dieses politische Bündnis hatte auch wirtschaftliche Ressourcen, die von Handel und Landbesitz (Kauf u. Verkauf von Land und Immobilien) kamen. Die Stämme waren bewaffnet und unkontrolliert, aber extrem unter sich aufgeteilt, zuerst entlang ethnischer Linien (die türkischen, kurdischen und arabischen Stämme), dann später mit verschiedenen Klans untereinander. Diese extreme Teilung der Stämme war eine ständige Quelle ihrer Schwäche in der Geschichte des Iran, wenngleich die Stämme die größte Militärmacht in Iran bildeten. In diesem Umfeld entstand der iranische Staat als der schwächst organisierte Körper in der Gesellschaft, aber als eine solche Schlüsselfigur zur Verschiebung der Machtverhältnisse zugunsten der städtischen Allianz. Kurz gesagt, die zwei völlig verschiedenen Bilder von der Türkei und dem Iran in Bezug auf den Staat und die Gesellschaft werden so dargestellt: In der Türkei war der Staat mit seiner gut funktionierenden bürokratischen Organisation der stärkste organisierte Körper als die neuen Staatsherrscher an die Macht kamen, während die türkische Gesellschaft drastisch geschwächt war, was die sozialen Netzwerke betrifft, und diese Schwäche hinderte die Gesellschaft daran, sich gegen die neuen Machthaber zu erheben oder zu protestieren. Im Gegensatz dazu, als in Iran die neuen Staatsherrscher an die Macht kamen, erbten sie einen gescheiterten Staat, während die städtischen Gruppen, wie die reichen iranischen Händler, Großgrundbesitzer und die Geistlichen sich verbündeten, und in einem Bündnis über mehrere Kanäle ihre Verbindung miteinander erhalten hatten. Insbesondere waren die Geistlichen in den großen Städten und die Großgrundbesitzer in den Dörfern die mächtigen Vermittler und Mittelspersonen, deren Führung und Kontrolle bei den sozialen Einrichtungen zu berücksichtigen sind.

Quellen:
A Modern History, Erik Jan Zürcher, 2004
Osmanlı Modernleşmesi, Kemal H. Karpat, 2008
Mustafa Kemal Atatürk; Vom Staatsgründer zum Mythos, Halil Gülbeyaz, 2003
Iran and the rise of Reza Shah, Cyrus Ghani, 1998

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3 Gedanken zu „Der Iran und die Türkei sind nicht miteinander zu vergleichen

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