Iran: Khameneis Steigerung seiner Business-Imperium Gewinne aus den Iran-Sanktions-Erleichterungen

Ayatollah Ali Khamenei

Teheran – In einem Artikel berichtete uns Reuters am 22.01.2014, dass seit zwei Wochen einer der wichtigsten Nutznießer, der iranische Diktator des Landes, durch die Lockerung der Sanktionen ist – der Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei .

Khamenei steuert ein massives Business-Imperium, das als Setad bekannt ist – Pârse & Pârse berichtete darüber, – dem in einer seiner Sparten – der iranischen petrochemischen Industrie – nun gestattet wurde, wieder in Exporte zu investieren. Im Rahmen eines sechsmonatigen Deals zwischen Iran und den Weltmächten, versprach Teheran, seine Nuklearentwicklungen im Austausch für die Aussetzung bestimmter wirtschaftlicher Sanktionen, einschließlich von Randbereichen, betreffend der Exporte im Bereich der Petrochemie, zurückzufahren.

Am Montag den 20.01.2014, dem Tag an dem die Aussetzung der Beschränkungen in Kraft traten, veröffentlichte das US-Finanzministerium eine Liste von 14 iranischen petrochemischen Unternehmen, die zuvor sanktioniert worden sind, aber ihnen von nun an gestattet ist, Geschäfte im Ausland zu tätigen. Die Liste umfasst drei Unternehmen, die schon im vergangenen Jahr von Setad gesteuert wurden, sagte die Abteilung – Ghaed Bassir Petrochemische Produkte Co., Marjan Petrochemical Co. und Sadaf Petrochemical Co. Assaluyeh.

In einer Erklärung per E-Mail an Reuters, sagte ein Sprecher von Setad, dass Setad nur Aktien bei Ghaed Bassir Petrochemie halte. „Unsere Investitionen … in der Petrochemie sind minimal“, sagte der Sprecher.

Die Lockerung der Sanktionen kommen weniger als sieben Monate nach dem das US-Finanzministerium Setad und 37 weitere Unternehmen auf eine „Schwarze Liste“ gesetzt hatte, sagte die Abteilung, die Setad überwacht hatte – einschließlich der drei genannten Petrochemie-Unternehmen – auf einer langen Liste von sanktionierten iranischen Einheiten. Das US-Finanzministerium bezeichnete die Aktion im vergangenen Juni als eine Aktion, die gegen die iranische Führung gerichtet war, und sie beschuldigte Setad, Teil eines Systems zu sein, um die US- und die internationalen Sanktionen zu umgehen.

Im November veröffentlichte Reuters eine dreiteilige Serie, die zum ersten Mal detailliert vortrug, wie Setad einer der reichsten und mächtigsten Institutionen Irans wurde, vor allem durch die systematische Beschlagnahme und dem Verkauf von Tausenden von Liegenschaften, deren Eigentümer gewöhnliche Iraner waren. Zu der Zeit sanktionierte Washington Setad, es wurde in ein Multi-Milliarden-Dollar-Geschäft Konglomerat verwandelt, das heute Beteiligungen in fast jedem Sektor der iranischen Industrie, einschließlich der Finanz-, Öl- und Telekommunikation hält.

Staatliche Nachrichtenagenturen des Iran verurteilten Reuters Berichte, als „Desinformation“, welche das öffentliche Vertrauen in die Institutionen der Islamischen Republik untergraben sollen.

Der vollständige Name des Konglomerats in Persischer Sprache lautet: Setade Ejraiye Farmane Hazrate Imam. Khamenei, der die Führungsriege der Direktoren bestellt, ist Irans Top-Kleriker und hat das letzte Wort bei allen staatlichen Angelegenheiten, einschließlich der vorläufigen Nuklearabkommen. Iran und sechs Mächte – die USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland – werden versuchen, eine endgültige Einigung über die nächsten sechs Monate zu erreichen. Der Westen behauptet, dass Iran Atomwaffen bauen will. Iran bestreitet das seit langem und behauptet sein Nuklearprogramm ausschließlich für die friedliche Entwicklung im Energiebereich nutzen zu wollen.

Setad profitiert von der vorläufigen Einigung auch in anderen Bereichen, neben dem Export von petrochemischen Produkten. Die Vereinbarung macht es für den Iran leichter, humanitäre Güter, einschließlich medizinische Güter zu importieren. Auch hier profitiert Setad, denn sie steuert auch zahlreiche iranische Pharmaunternehmen.

Washington hatte im letzten Jahr gezielt Irans petrochemische Industrie anvisiert, durch eine Obama-Regierung, die offiziell sagte, dass Setad zu einer bedeutenden Devisenquelle Iran wurde.

In einem Interview mit Reuters vor zwei Wochen, schätzte ein Beamter des US- Finanzministeriums, dass Iran höchstens 1 Milliarde US $ Umsatz aus petrochemischen Exporten in den nächsten sechs Monaten erzielen kann, und möglicherweise auch viel weniger, da Iran in diesem Stadium der Sanktionslockerungen nicht in der Lage sein wird, langfristige Verträge abzuschließen.

Dutzende von petrochemischen Produkten stehen nicht mehr im Rahmen von Sanktionen, einschließlich der Produkte Ammoniak, Methanol und Chlor. Die Aussetzung der Sanktionen beinhaltet keine Fertigprodukte, wie Kunststofftüten oder Reifen. US-Bürger und US-amerikanischen Unternehmen sind die meisten Geschäfte mit dem Iran aber immer noch verboten.

Die Website der Ghaed Bassir Petrochemie, die Fertigerzeugnisse aus Kunststoff herstellt, erklärte jedoch, dass es Material in zahlreiche Länder, darunter Südafrika, Italien, Großbritannien, Deutschland, Türkei, Ägypten, Südkorea und China exportiert. Eine Tochtergesellschaft von Setad, die Tadbir Energy Development Group, erklärt auf ihrer Website, dass sie 80 Prozent des Unternehmens Ghaed Bassir besitzt.

Mitarbeiter der Firma Ghaed Bassir waren für einen Kommentar nicht sofort verfügbar, sagte die Unternehmensführung.

Im vergangenen Juni sagte das US-Finanzministerium, dass Setad auch Marjan Petrochemie steuert, die in die Methanol Produktion investiert und ebenso Sadaf Petro Assaluyeh, die Gummi herstellt.

Ein Verantwortlicher von Marjan Petrochemie sagte Reuters: „die Sanktionen haben uns nicht sehr weh getan.“ Er sagte, „das Unternehmen plant, die Gespräche in der Vergangenheit mit Unternehmen, die man mit Italien und Dänemark gehabt hat, fortzusetzen. Wir sind noch in der Planungsphase“.

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2 Gedanken zu „Iran: Khameneis Steigerung seiner Business-Imperium Gewinne aus den Iran-Sanktions-Erleichterungen

  1. http://www.enfal.de/grund56.htm Dort heißt es so wunderbar klingend:
    Der Islam kennt keine Weltbankkredite, keine Ausbeutung und keine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Deswegen ist es notwendig einen Staat zu errichten, in dem dieses System Anwendung finden kann.

    Tolle und schön klingende Ausführungen in diesem Link. Der obige Artikel bringt den Inhalt dieses Links auf den Boden der Tatsachen, nämlich in die Realität zurück. Offensichtlich hat da der Muslim Khamenei eine andere Vorstellung von Islam. Toll, wie ein islamischer Staat und da eine islamisch-staatliche Firma durch Beschlagnahme und Enteignung zu Geld kommt. Wenn das islamisch ist? Wie immer: Theorie und Praxis. Auch Mohammed wusste schon, wie systematisch an Geld zu kommen war, nämlich immer 1/5 der Beute. Denn was ist Beschlagnahme und Enteignung iranischer Bürger anderes als das System „Mohammed“? Na, so kann ich auch als Staat „Kapitalist“, kann großzügig auf Zinsen verzichten und den „mittleren Weg“, der die Menschlichkeit so propagiert, werden und mich auf dem internationalen Markt tummeln, um Gewinne zu erwirtschaften. Dass der Islam das System „Armut“ zementiert, Darauf ist der islamische Verfasser des Links wohl noch nie gekommen.
    Nun bin ich kein Wirtschaftsweiser und Geld hat auch in der Regel eine Rolle gespielt, wenn es um Kriege ging. Aber eben nicht nur Geld, sondern auch Islam und Religion hat für die Kriegsführung immer eine Rolle gespielt. Im Islam hat sich dieses Prinzip durch den Flickenteppich des Terrors bis heute gehalten. Was ist das koranische Sklaventum anderes als Edelkapitalismus und Ausbeutung? Was ist die erhöhte Steuer für Nichtmuslime anderes als eine Mehrklassengesellschaft und ein Akt der Ausbeutung? Was ist das 1/5-System des Mohammed anderes als die Sicherung des eigenen Lebensstandards und Ausbeutung? Was ist die Verteilung von Kriegsbeute anderes als Ausbeutung und Ausrottung von ganzen jüdischen Stämmen und anderen Minderheiten?

    Der Islam sollte sich da mal etwas zurücknehmen und in die eigene Realitätsgeschichte zurückblicken und wenn dann mal der Mut bestehen würde, ehrliche Selbstreflektion in Wahrheit zuzulassen und zu betreiben und nicht die vom Islam übliche Geschichtsklitterung zugunsten des Islams walten zu lassen, würden Grausamkeiten ans Tageslicht treten, die den Gründer des Islams, dem Propheten, das Herz in dem Ort, in dem er sich jetzt befindet, höher schlagen lassen würde.

    Aber wahrscheinlich ist der Islam auf einer Lüge aufgebaut, denn die Existenz dieses Propheten scheint historisch schwieriger zu beweisen zu sein als gemein hin gedacht wird.

    http://www.islamfacts.info/Islamfacts/Fur_eilige_Leser.html

    Wobei der Ehrlichkeit halber gesagt werden muss, dass z. B. Tilmann Nagel , der ja nicht kritiklos mit dieser Religion umgeht, die Existenz dieses Propheten als eindeutig für nachgewiesen hält.

  2. Pingback: Verfassungsschutz warnt vor Gülen-Bewegung – Türkei schlittert in schwere Krise | kopten ohne grenzen

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