Israel-Iran: Shimon Peres sendet iranischen Neujahrsgruß an das iranische Volk

israel-iran

Tel Aviv – Israels Präsident Shimon Peres sprach am Donnerstag [20.03.2014] zu den Menschen in Iran in einer festlichen Begrüßung zum Nowruzfest, dem persischen Neujahr, durch Interviews bei persisch-sprachigen Radiosendern, wie Radio Israel Persian und Radio Farda, sowie über seinen YouTube-Kanal.

Beginnend mit dem traditionellen persischen Neujahrsgruß, sagte Peres, „Iraniane Gerami, Novruzetan Piruz Bad „Iranische Bürger, wo immer Sie sind, ein frohes Nowruzfest.“

„Das jüdische und das persische Volk, haben eine sehr lange Geschichte, und wir werden eine lange Zukunft haben“, sagte er in seiner Rundfunkansprache und fuhr fort: Wir stammen aus alten Kulturen, lernen aus der Geschichte, wir machen Geschichte, und wir respektieren Geschichte. Wir haben ein Erbe der Werte, wir sind nicht nur Business-Völker, sondern zwei Nationen, die Kultur respektieren und die die Menschenwürde respektieren. Wir rufen danach, in Frieden und Verständnis zu leben.“

Am Ende seiner Botschaft sagte er,  „Lassen Sie uns ein Jahr der Wissenschaft und des Friedens, ohne Krieg und Bedrohungen haben. Ein glückliches Nowruz !“

In den Interviews, die er den persisch-sprachigen Radiosendern gewährte, sprach Peres über seine Erfahrungen und Erinnerungen, an seine Besuche in Iran während der Zeit des Shahs, als die Beziehungen und die Diplomatie zwischen den beiden Ländern noch anders waren.

Er sagte: „Ich habe keine besondere Botschaft an die Menschen in Iran, weil es die gleiche Botschaft ist, wie die für das Volk Israel: Vergessen wir Kriege, und lassen wir unsere jungen Leute eine neue Zukunft bauen. Lassen Sie uns miteinander reden, direkt, ohne Vorurteile. Wir haben noch eine Menge zu tun, um die Welt besser zu machen, lasst uns zusammen marschieren, um dieses Ziel zu ereichen.“

Als er über die Zukunft der Beziehungen zwischen den beiden Ländern gefragt wurde, sagte Peres: „Ich denke, Israel wird ein aktives Mitglied des Nahen Ostens werden, ich denke, unsere Kinder und arabische Kinder, Drusen und Christen, alle werden auf die gleichen Universitäten gehen, und ihre große Herausforderung werden neue Ideen und neue Entdeckungen sein.“

„Ich glaube, dass die junge Generation in Iran, genau wie die junge Generation auf der ganzen Welt einen Weg wählen werden, in Frieden zu leben, und zusammen arbeiten werden“, sagte er. „Anstatt zu kämpfen, lasst uns in wissenschaftlicher Arbeit konkurrieren. Im Wettbewerb gewinnt jeder, im Krieg verlieren alle.“

Advertisements

5 Gedanken zu „Israel-Iran: Shimon Peres sendet iranischen Neujahrsgruß an das iranische Volk

    • In der Tat! Ich finde es sehr schön, dass er versucht uns in der persischen Sprache zu gratulieren, ohne die arabischen Wörter zu benutzen, die leider bis heute beim Gratulieren verwendet werden, wieder dieser Obama immer sagt: eydetut mobarak! Igggggit! Wir sind keine Araber!

  1. Ein super Statement. Er übergeht die iranische Regierung und schließt sie von den Grüßen aus, denn Nowruzfest hat ja nichts mit dem Islam zu tun. Er wendet sich direkt an das iranische Volk. Und seine Hoffnungen können wir nur teilen. Die Hoffnung auf Frieden durch junge Leute. Er weiß, dass iranische und israelische junge Leute gern studieren. Nur durch Wissen und Ausbildung können alte islamische Regeln und betonköpfige Ideologien über Bord geworfen werden.

    Wer, wie der Islam echte Wissenschaft z. B. über die Entstehung des Koran verhindert, kann nur religiös-ideologisches Machtinteresse an einer den islamischen Regeln unterwürfigen Wissenschaft haben. Und diese Wissenschaft ist keine echte und keine freie.

    “Ich glaube, dass die junge Generation in Iran, genau wie die junge Generation auf der ganzen Welt einen Weg wählen werden, in Frieden zu leben, und zusammen arbeiten werden”, sagte er. “Anstatt zu kämpfen, lasst uns in wissenschaftlicher Arbeit konkurrieren. Im Wettbewerb gewinnt jeder, im Krieg verlieren alle.”

    Eine nur zu wahre Aussage, die allerdings eher ein Wunschtraum bleiben wird. Dafür bestimmen die verschiedenen Betonideologien wie Islam/Radikalislam, Kalter Krieg, West-Ost, sowie existenzielle Probleme der Korruption, der Überbevölkerung, der Flüchtlingsströme, zunehmender Kampf ums Wasser und andere Ressourcen und vieles andere mehr das zukünftige Zusammenleben der Menschen. Bürgerkriege sind das Mindeste, was uns ins Haus steht. Syrien macht da genau von diesen Ideologien angeheizt, den Anfang der vielen Stellvertreterkriege, die sich recht schnell ausbreiten können. Die Lage in der Urkraine ist auch nicht völlig ungefährlich. Auch da kann sich Böses entwickeln.

    Aber Peres hat Recht. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ein optimistischer Artikel aus der Politik. Das lässt hoffen.

    • Ja, werter Bazillus, die Hoffnung stirbt zuletzt und viele der großartigen Wünsche der Menschheit in Richtung Frieden und Zusammenarbeit waren zuerst ein utopischer Wunsch. Vielleicht sieht unsere Generation die Erfüllung der Wünsche nicht, aber ich bin mir sicher, dass eines Tages die beiden israelischen und iranischen Nationen das erreichen werden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s