Die drei Helden des Avesta – Ĵamšīd (1)

Von Bahrâm

Ĵamšīd 1 , der Sohn des Wiwangahān 2, hat in der iranischen Mythologie eine herausragende Stellung. Im Besitz der besten königlichen Majestät herrschte dieser vor langer Zeit über die siebenteilige Erde im sagenhaften goldenen Zeitalter, in der es weder Tod, Krankheit, Neid, Alter, Dürre oder noch eine andere von den Dīw 3 geschaffene Plage gab.

Die Gestalt des Ĵamšīd ist indoarischen Ursprungs und findet seine Entsprechung in der vedischen Mythologie in der Figur Yama, welcher nach den Vorstellungen der alten Inder der erste sterbliche Mensch gewesen sein soll. Beide Persönlichkeiten gehen dabei auf eine alte indoarische Figur namens Yama zurück, welche in der nordischen Mythologie als Ymir 4 erscheint. Der Name Yama bedeutet übersetzt „Zwilling“, ein Hinweis darauf dass diese Gestalt mit hoher Wahrscheinlichkeit Bestandteil eines gemeinsamen indoarischen Zwillingsmythos von dem ersten Menschenpaar war. Anders als in der vedischen Mythologie, in der Yama und seine Zwillingsschwester Yami in den Quellen als das erste sterbliche Menschenpaar erscheinen, hat sich in der iranischen Mythologie dieser Zug des Zwillings-Mythos nicht erhalten; zwar besitzt Ĵamšīd in den mittelpersischen Texten eine Zwillingsschwester namens Ĵamag, jedoch stellen sie nicht die ersten beiden Sterblichen in der iranischen Schöpfungssage dar; dies ist dem Zwillingspaar Mašyā und Mašyāna vorbehalten. Weiter auf Iran-Now Network

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