Altiranische Kosmogonie (1)

Big BangVon Artaxerxes I.
Das heutige Avesta als ältestes schriftliches Zeugnis über die religiösen Traditionen der alten Iraner enthält selbst keine systematische Zusammenstellung der iranischen Schöpfungssage. Erst in sehr viel späterer Zeit unter der Herrschaft der Sassaniden, wurde die iranische Schöpfungssage in einem Text kompiliert. Dabei handelt es sich um den Dāmdād-Nask („Erschaffung der Geschöpfe“), einem der 21 Nask des sassanidenzeitlichen Avestas. Zwar ist dieses Buch in den Wirren der arabischen Invasion verlorengegangen, doch ist sein Inhalt uns größtenteils noch durch spätere Werke wie dem Bundahišn und den Vizīdagīhā ī Zādspram („Selections of Zād-Spram) überliefert. Diese beiden sich ergänzenden Werke zeigen eine kohärente Abhandlung der iranischen Schöpfungssage und sind damit unsere vorzüglichsten Quellen für die iranische Schöpfungsgeschichte.

Die Schöpfungssage lautet in Kurzform folgendermaßen: Am Anfang der Zeiten, als es noch keine Schöpfung gab, befand sich Ohrmazd in der Höhe im unendlichen Licht und der böse Geist Ahriman tief unten, wo sich die unendliche Finsternis befand. Beide wurden durch eine große Leere getrennt, doch wusste Ohrmazd um die Existenz des Ahriman und seiner Absicht ihn zu vernichten. Weiter auf Iran-Now Network

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