Altiranische Kosmogonie – der Einbruch in die gute Schöpfung (7)

Âfarineše GitiVon Artaxerxes I.
Während der 3000 Jahre, in der die materielle Schöpfung in Verteidigungsbereitschaft stand, verbarg sich der ohnmächtige Ahriman weiterhin in den tiefsten Abgründen der unendlichen Finsternis. Der böse Geist vermochte es nicht, sich aus seiner Ohnmacht zu befreien, denn zu tief saß der Schock, den der heilige Gesang des Ohrmazd in seinem Körper und seinem Geist einst ausgelöst hatte.

Die dämonischen Kreaturen sorgten sich deshalb sehr um ihren Meister und schmiedeten umgehend einen Plan. Sie versuchten dabei ihren Vater aus der Passivität zu locken, indem sie ihn mit ihrer Kampfesbereitschaft zu einem Angriff auf die gute Schöpfung ermutigen wollten. Die gesamte Schar an Dämonen versammelte sich dazu in seiner Nähe und jeder sprach abwechselnd vor ihm diese Worte:

„Erhebe dich, unser Vater! Denn wir wollen in der Welt Krieg anstiften; dieser Krieg wird es sein wodurch dem Ohrmazd und den unsterblichen Heiligen Bedrängnis und Ungebürlichkeit entstehen soll!“

Anschließend erzählte jeder von ihnen in allen Details die abscheulichen Taten, die sie den Schöpfungen antun werden, in der Hoffnung ihren Vater zum Kampfe anzustacheln. Ahriman war zwar sichtlich gerührt von den Bemühungen seiner Kinder, doch war die Ohnmacht noch zu stark, seine Angst vor dem wohltätigen Mann, Ohrmazd, noch zu stark, als dass er seine Ketten der Apathie sprengen könnte. Und so verblieb er weiter in Bestürzung und Verwirrung. Weiter auf Iran-Now Network

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