Hohe Kosten für Militäroperationen der USA gegen ISIL

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Washington – Das CSBA, die Abteilung für strategische Einschätzungen und Budgeteinschätzungen der USA, berechnete die voraussichtlichen Kosten der Militäroperationen der Vereinigten Staaten gegen den Islamischen Staat und der Levante (ISIL) und ist in einem Artikel vom 29.09.2014 im Foreign Politics, der offiziellen Seite des US Außenministeriums nachzulesen. Nachdem die USA also ISIL mit Milliardenbeträgen hochgerüstet hat, gibt sie nun Milliarden aus, um die ISIL wieder zu beseitigen. Ein zentrales Phänomen US-amerikanischer-Außenpolitik: Die Schweine, die man  züchtet, schlachtet man. Dafür gibt es viele Beispiele, einige wenige der jüngeren Geschichte will ich hier nennen: Slobodan Milošević, Saddam Hussein, Osama Bin Laden und die Taliban und heute ISIL. Der politische Beobachter kann dabei nur ohnmächtig den Kopf schütteln –  Flüchtlinge und zivile Opfer, Massaker und Völkermord inbegriffen. Doch Vorsicht, denn die Frage ist erlaubt, ob das Entsorgen von alter Munition und Geschossen nicht höhere Kosten verursacht, als ihr Einsatz?

Das Engagement der Vereinigten Staaten in militärische Operationen gegen den Islamischen Staat in Irak und der Levante (ISIL) wirft viele Fragen zu den Kosten, Dauer und Umfang dieser Operationen in den USA auf. CSBA-Fachleute bieten eine Reihe von Schätzungen bezüglich der aktuellen Kosten der militärischen Operationen gegen ISIL und wie viel diese Operationen in den kommenden Monaten noch kosten werden.

Die Kosten für die US-Militäroperationen gegen ISIL, bis zum 24. September lagen nach Schätzungen der CSBA wahrscheinlich zwischen 780 Mio. US $ und 930 Mio. US $. Die Kosten für den künftigen Einsatz hängen in erster Linie davon ab, wie lange die Operationen fortgesetzt werden, von der Intensität des Flugbetriebes, und ob zusätzliche Bodentruppen, was bereits geplant ist, bereitgestellt werden. Unter der Annahme eines moderaten Niveaus des Flugbetriebs und dem Einsatz von 2.000 Mann Bodentruppen, würden sich die Kosten wahrscheinlich zwischen 200 Mio. US $ und 320 Mio. US $ pro Monat belaufen. Wenn der Flugbetrieb mit einer höheren Intensität durchgeführt werden würde und 5.000 Mann Bodentruppen eingesetzt würden, würden sich die Kosten zwischen 350 Mio. US $ und 570 Mio. US. $ pro Monat bewegen. Wenn die Operationen deutlich ausgeweitet werden und 25.000 Mann als US-Bodentruppen, wie einige empfohlen haben, eingesetzt werden, würden die Kosten wahrscheinlich erreichen 1,1 Mrd. US $ bis 1,8 Mrd. US $ pro Monat erreichen. Auf Jahresbasis berechnet, würde eine niedrigere Intensität der Luftschläge 2,4 Mrd. US $ bis $ 3,8 Mrd. US $ pro Jahr kosten, während eine höhere Intensität der Luftschläge von 4,2 Mrd. US $ auf 6,8 Mrd. US $ pro Jahr, und der Einsatz eines größeren Bodenkontingentes die jährlichen Kosten auf 13 Mrd. USD. bis zu 22 Mrd. US $ erhöhen würden. Und der Sieg über die ISIL kann Jahre dauern.

Die Vereinigten Staaten begannen die militärischen Operationen gegen ISIL im Juni 2014 mit einer erhöhten Unterstützung der irakischen und kurdischen Kräfte, die gegen ISIL im Irak kämpfen. Diese Unterstützung war von einem kleinen Kontingent von US-Soldaten mit Beratungs- und Ausbildungskapazitäten begleitet. Der Flugbetrieb begann dann offiziell am 8. August, als die Vereinigten Staaten begannen humanitäre Hilfseinsätze zu fliegen, und Einsätze zur Durchführung von Informationsgewinnung, Überwachung und Aufklärung der (ISR) Flüge und der Durchführung begrenzter Luftangriffe, um die Zivilbevölkerung und befreundete Streitkräfte in Irak zu verteidigen. Das Pentagon schätzt, dass diese ersten operativen Kosten rund 530 Mio. US $ bis zum 26. August verschlangen.

Am 10. September 2014 kündigte US-Präsident Barack Obama an, dass die Vereinigten Staaten die militärischen Operationen mit dem Ziel des Abbaus und der Zerstörung des militärischen Potentials des ISIL erweitern werden.

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3 Gedanken zu „Hohe Kosten für Militäroperationen der USA gegen ISIL

  1. So geht es einem, der seine Politik nur und ausschließlich nicht nach Menschenrechten, sondern nach reinem Finanz- und Wirtschaftsdenken ohne Rücksicht auf Verluste hin ausrichtet.
    Damit zeigen die USA und nicht nur die USA, dass es ihnen mit Menschenrechten nicht ernst ist. Es war ihnen nie ernst, weil sie mit Staatsführern politischen Austausch bis hin zu Waffenlieferungen pflegten, die in ihrem eigenen Land die Menschenrechte mit Füßen traten und treten.

    Goethes Zauberlehrling trifft nach obigem Artikel nicht nur auf unkontrollierbare Missetaten zu, sondern offenisichtlich auch auf die Finanz- und Wirtschaftspolitik der Blasen zu.

    Im Übrigen ist abgesehen von den Finanzen des Einsatzes auf Dauer vergeblich, denn terroristische Politik kann nicht durch militärische Einsätze geregetl werden, die nicht mit Bodentruppen einhergehen. Da der Westen dazu nicht bereit ist, wird IS wohl kaum zu schlagen sein, denn Terrornachwuchs wächst dort offensichtlich in den konservativen orthodoxen Moscheen ausreichend nach.

    Für solche Vorfälle müsste eine eigene UNO-Schnelleingreiftruppe bereitgestellt werden, was aber an der unterschiedlichen Interessenlage im UNO-Sicherheitsrat scheitern wird. In Syrien würde eine solche Aktion wegen der alten Kalt-Kriegs-Strategie ohnehin scheitern. Am ehesten möglich wäre sie im Irak. Hochzüchtung dieser IS-Terrorislamkämpfer u. a. auch durch den Westen mittelbar, aber insbesondere durch S-Arabien und Katar und auch durch die Türkei muss nun recht mühsam und verlustreich mit Menschenleben bezahlt werden, will man die IS in die Knie zwingen. Die IS lebt nicht nur von Waffen allein, sondern von geistigen Waffen einer als Religion getarnten Ausgrenzungs- und Hassideologie wie den Islam.

    Aber das ständige Mantra, dass Islamterror nichts mit dem Islam zu tun hat, was schließlich Balsam für die Ohren von politischen PC-Versagern ist, lässt die Widerstandskraft schwächen.

  2. Pingback: KoG: IS-Terror und Sexsklaverei | kopten ohne grenzen

  3. Das Bild oben ist Schwachsinn.Früher waren immer die Juden schuld und jetzt immer die USA.

    Wisst er wer schuld ist?Die Islamische Kultur!Warum hat es in D. keinen Bürgerkrieg gegeben?Die höchste Wahlergebniss der NSDAP war 44%-warum hat der Rest nach dem Krieg keinen Rachefeldzug geführt?Niemand hätte sie daran gehindert.Das selbe gilt natürlich für alle Europäischen Länder und auch Japan.

    Nein niemand ist schuld ausser sie selbst!Aber es gibt ja auch in Deutschland einige Deppen die uns erzählen wollen Deutschland wäre schuld daran wenn es hier Ehrenmorden gibt,Türken Kinder zu dick sind,Moslems öfter Spielsüchtig sind etc.,Kurden und Türken sich bekämpfen,Schiiten und Sunniten sich bekämpfen usw.

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