Šabe Yaldâ 2014 شب یلدا فرخنده باد

Šabe Yaldâ Tisch:Kerze, Wein, Âjil (Pistazie & Co.), Granatapfel, Wassermelone und vor allem der Diwan des Hâfez.

Šabe Yaldâ Tisch:Kerze, Wein, Âjil (Pistazie & Co.), Granatapfel, Wassermelone und vor allem der Diwan des Hâfez.

Die Nacht vom 21. auf den 22. Dezember ist die längste Nacht des Jahres und an dem Tag, der heute dem 25. des Monats Dezember entspricht, wurde nicht nur im antiken Iran sondern auch bei allen anderen indo-germanischen Völkern die Geburt des Sonnengottes Mithra gefeiert, da von diesem Tag an die Tage immer länger werden und das Licht allmählich über das Dunkle siegt.

Wenn auf der Nordhalbkugel der Erde am 21. oder 22. Dezember die Sonne die geringste Mittagshöhe über dem Horizont erreicht, dann ist Mittwinter oder Yaldâ. Zur Wintersonnenwende erreicht die Sonne dann im Jahreslauf ihren tiefsten Stand in Bezug auf den Meridiandurchgang. Zu diesem Zeitpunkt herrscht der kürzeste Tag und die längste Nacht, weil der größere Teil der täglichen Sonnenbahn unterhalb des Horizonts liegt. Nahe den Polarkreisen gibt es zur Wintersonnenwende sogar einen Tag ohne Sonnenaufgang. Schon in vorchristlicher Zeit wurde Jul deshalb zur Mittwinternacht durch Opfer gefeiert. Weihnachten ist Šabe Yaldâ.

Millionen Iraner können sich diese Früchte auf dem Bild oben allerdings nicht leisten, besonders Âjil nicht, deren Preis astronomisch ist!

Die westliche Sanktionspolitik, Misswirtschaft, Korruption und die sozio-islamische Wirtschaftspolitik des Landes haben den Menschen in Iran schwer zugesetzt. Die Armutsstatistik in Iran hat im eigenen Land Alarm ausgelöst. Auch unter dem neuen Präsidenten Hassan Rohani hat sich weder die wirtschaftliche Situation, noch die Menschenrechtssituation der Iraner verbessert. Im Volk aber brodelt es und es wartet auf den richtigen Moment sich vom Joch der Mullahs zu befreien.

Aus Iran hören wir täglich nur Nachrichten über Elend, Mord, Vergewaltigung, Unterdrückung – die systematische physische und psychische Zerstörung einer ganzen Nation. Dennoch versuchen die Iraner ihre Traditionen und Kultur aufrecht zu erhalten, so wie sie es schon immer taten. Ganz gleich ob es die Heerscharen Alexander von Makedonien waren, die Legionäre des Propheten, die Turkstämme Zentralasiens oder Dschingis Khans Mongolensturm, ganz gleich, wer über unser Land hinwegfegte, so auch heute unter den islamistischen Mullahs, viele unserer Traditionen konnten wir  bewahren – bis heute. Ganz gleich, welche dieser Katastrophen das Land heimgesucht hatte, hatten die Iraner immer versucht ihre eigene Kultur zu bewahren.

Pârse & Pârse wünscht trotz der elenden Situation in der Heimat allen Iranern ein Frohes Šabe Celle in der Hoffnung auf bessere Zeiten!

شب یلدا فرخنده باد

Šabe Yaldâ farxonde bâd

Frohes Yaldâ Fest

Euere
Pârse & Pârse Redaktion

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