WikiLeaks: Operation SOPHIA

Bildquelle: WikiLeaks

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WikiLeaks – Am 17. Februar 2016 veröffentlichte WikiLeaks den klassifizierten 22-seitigen Bericht über die ersten sechs Monate der Operation SOPHIA, die EU-Militärintervention gegen „Flüchtlingsboote“ in Libyen und dem Mittelmeer.

Der Bericht vom 29. Januar 2016 wurde vom Operations-Kommandeur, Admiral Enrico Credendino der italienischen Marine, für den EU-Militärausschuss und dem politischen und sicherheits-politischen Komitee der EU geschrieben. Es gibt Flüchtlingsflussstatistiken und einen Überblick über die durchgeführten und geplanten Betriebsphasen (1, 2A, 2B und 3), die entsprechenden Aktivitäten der gemeinsamen EU-Kräfte im Mittelmeer und die künftigen Strategien für die Operation.

Eines der wichtigsten Elemente innerhalb des Berichts ist der geplante, aber noch ausstehende Übergang von Phase 2A (Operation im Bereich der Hochsee) zu Phase 2B (Operation in libyschen Hoheitsgewässern) aufgrund der volatilen Regierungslage in Libyen, wo die Bildung einer “ Regierung der nationalen Übereinkunft „(GNA) noch im Gange ist.

Der Bericht setzt die zuständigen Gremien der EU unter Druck, beim Prozess der Bildung einer „zuverlässigen“ Regierung in Libyen zu helfen und diesen zu beschleunigen, im Gegenzug wird erwartet, dass EU-Kräfte in ihren Hoheitsgewässern (Phase 2B) operieren dürfen und später sogar die Erlaubnis erhalten die EU-Militäroperationen an Land auszuweiten (Phase 3).

Im letzten Monat gab es ein halbes Dutzend hochrangige Treffen zwischen EU und US-Beamten (einschließlich mit US-Außenminister John Kerry in Rom). Wie es vom US-Militär behauptet wird, haben 5.000 Kämpfer des Islamischen Staates die Kontrolle über Teile der libyschen Küste übernommen. Ernsthafter Druck wurde auf Libyens wichtigste Gruppierungen ausgeübt um den Abschluss der GNA zu beschleunigen und westliche militärische Kräfte einzuladen militärische Operationen durchzuführen. Eine entsprechende GNA-Einladung wurde für Januar erwartet. Die libysche Presse berichtet, dass US-, britische und französische Spezialkräfte bereits eingetroffen sind (es gibt allerdings kein öffentliches Eingeständnis von den westlichen Ländern). Innerhalb Europas, waren Italien und das Vereinigte Königreich die treibenden Kräfte hinter der militärischen Intervention.

EEAS-2016-126

OPERATION SOPHIA

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4 Gedanken zu „WikiLeaks: Operation SOPHIA

  1. Erst richten die USA und die EU, insbesondere Frankreich in Libyen (Irak, Afghanistan, Syrien) Chaos an, unterstützen indirekt oder direkt den Aufbau des IS (Türkei natürlich auch mit dabei), der Assad den Garaus machen soll, erzeugen Flüchtlingsströme und dann wollen sie sogar mittels Militär in Libyen heimlich Ordnung schaffen, also die Kräfte an die Regierung hieven, die ihnen hörig sind. Kein Wunder, dass das heimlich fernab der Öffentlichkeit geschieht. Denn EU und USA sind besser im Chaosstiften als im Ordnen, vgl. Irak und Afghanistan. Sie wollen nicht noch einmal riskieren, öffentlich als Versager dazustehen, wenn Ordnung geschaffen werden soll.

    Ich wünsche den Blogbetreibern ein frohes und gesegnetes Osterfest.

    • Danke werter Bazillus, mittlerweile kann man den Adjektiv „froh“ nicht mehr einfach verwenden, in dieser Zeit, in diesen Tagen voller Terror, Opfer, Razzia und ständige Angst draußen von IS Bande in der Luft zerfetzt zu werden, und das auch vor unserer Haustür!!! Ich glaube, man sollte eher einander wünschen: ein weniger sorgenvolles Osterfest wünsche ich allen!

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