Moja Edina

solzice

ein Gedicht von Ardašir Pârse

Sie war zerbrechlich wie dünnes Glas, gefühlvoller als dieses Wort es auszudrücken vermag; sie war ein Leben lang ein Schmetterling in ungetrübter Wiederholung einer endlosen Reise von und in meine schützenden Arme, die sie ein Leben lang  wartend in schmerzhafter Sehnsucht nach ihr empfingen; sie war ein strahlender Diamant, aber auch genauso kalt und  regungslos, oder wie ein wunderschöner Engel in dessen Adern nicht Blut sondern Eis fliesst.

… wie oft beobachtete ich sie, wie sie versuchte die Welt zu begreifen um ihre unendliche Neugier zu stillen, sie war die Anmut selbst und lieblich zugleich und wie verwirrt ich sie immer wieder erleben konnte, aber auch immer wieder brilliant, sie war eine Mischung aus Ost und West. Verwirrt und verwundert sah sie viele Dinge des Lebens mit ihren liebevollen slawischen Augen, während ich die Dinge des Lebens mit dem Herzen und dem Kopf zu begreifen suchte.

…und wie viele Zärtlichkeiten von mir hat sie emsig wie eine Honigbiene gesammelt, während ich ihre liebevollen Rundungen liebkoste, in vielen gemeinsamen Nächten, so intensiv, dass der Mond die Silhouette der Sonne zärtlich berührte, während unsere Seelen in der Tiefe des Ozeans versanken.

…und eines Nachts liebten wir uns so intensiv und  zeigten dabei in der Zweisamkeit was wahre Liebe wirklich ist, so klar und rein, wie des Eiskristalls unendliche Vielfalt.

…und wie oft beobachtete ich sie, wie sie die glückliche Ernte in einem Korb der Liebe hastig fortgetragen hat um eilig die glückselige Botschaft der Krönung der Liebe mit mir zu teilen.

…dabei gingen wir bis an das Ende des Nichts. Aber zum Ende ist es ihr nicht gelungen, vor der Klarheit und Reinheit des heiligen Feuer Ahuras zu sitzen, um zu erkennen, wie wir in diesen zahllosen Tagen und Nächten, von allen  Verunreinigungen des Lebens, wie ein Becher frischen Quellwassers wieder rein wurden.

… und am Ende dachte sie nicht den Augenblick eines unbedeutenden Wimpernschlages lang daran, wie verloren sie mich zwischen zwei Stühlen zurückgelassen hat um eine bittere Frucht zu verzehren, und wie einsam und verlassen ich ohne sie bin.


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