Der unsichtbare Weiher

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ein Gedicht von Ardašir Pârse

Das Schilf im Wind sich leise wiegt,
im Schilfbeet ganz dicht angeschmiegt,
und dort wo Binsen üppig wachsen,
spielt der Wind sein weises Lied,
in Dur und Moll ertönt das Leid,
im Echo der Vergangenheit.

Amors Pfeil hat die Brust durchbohrt,
die Wunde blieb und das Herz war fort,
um vergangenen Tagen nachzuweinen,
während Gäste sich freuen und Feste feiern.
Doch eindeutig erhebe ich meine Klage,
die jeder Mensch in sich trage:

Des Körpers Seele hat keinen Schleier,
und doch bleibt des Menschen Seele,
ein unsichtbarer Weiher,
wie verborgen von jenem Schilf
und jenen Binsen,

sind alle unsere Menschenseelen.

von Ardašir Pârse

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