Morgendämmerung

astrofoto_aschgrau

ein Gedicht von Ardašir Pârse

Als der Rabe der Nacht war weggeflogen,
war die Morgendämmerung um die Nacht betrogen;
der Nachtigallen bezaubernde Töne noch klangen,
als Rosenknospen mit dünnen Schleiern rangen.
Da stand der Jasmin nun in frischem Tau gebadet,
und Veilchen hatten ihren duftenden Kelch geöffnet.

Im tiefen Schlummer war sie, in seidenen Laken versunken,
und dabei in nächtlicher Melancholie ertrunken,
Feen berührten ihre zarten Füße,
während eine davon ihre Hände küsste.
Es war kein Traum, eher eine verworrene Idee,
wer entfernte den Schleier von ihrer Wange, die Fee?

Ihr Gesicht, wie eine Tulpe, mit Tau besprengt,
noch immer von der Hitze der Nacht bedrängt.
Dann öffnete sie ihre Juwelen,
es war weder dunkel noch hell;
und im Angesicht ihrer grauen Rubine,
erhoben sich im Königsblau beide Gestirne.
Sie sah mich an, lächelte,
und ich war für einen Augenblick wieder glücklich.

von Ardašir Pârse

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