Das Interview der Deutschen Welle mit dem Kronprinzen Rezâ Pahlavi (2)

Der Artikel in Spanisch

Der erste Teil des Interviews

Die Anmerkungen in [ ] sind von der Redaktion Pârse & Pârse

DW: Eines der Probleme, das politische Aktivisten selbst zugeben, ist die Zerstreutheit der Opposition. Was schlagen Sie vor, damit diese Uneinigkeit zwischen den iranischen Gruppierungen und Organisationen behoben wird?

Rezâ Pahlavi: Ich arbeite seit einiger Zeit an der Gründung eines nationalen Übergangsrats der Iraner und hatte und habe mit vielen politischen Strömungen und Gruppierungen sogar einzelnen Personen im In- und Ausland Kontakt; um einen Weg zu finden, schneller die Einigkeit zu erreichen. Früher wurde das Thema falsch behandelt. Meistens wurde über eine Koalition verhandelt, oder es gab immer Streit über die eingeladenen Person oder die einladende Person, oder darüber unter wessen Fahne und so weiter und sofort. Aber jetzt wollen wir gar keine Organisation bilden, wir beanspruchen nicht die Vertreterstellung und die Rede ist nicht über eine Koalition. Wir wollen nur sagen, dass es einige elementare Prinzipien gibt, über die die Mehrheit einstimmig ist; zum Beispiel, die Menschenrechte, die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, die Trennung von Religion und Staat voneinander, die Dezentralisierung und die territoriale Souveränität Irans. Weiterlesen

Das Interview der Deutschen Welle mit dem Kronprinzen Rezâ Pahlavi (1)

Redaktion Online-Magazin Pârse & Pârse: Anscheinend wurde wegen der Gespräche über Irans Atomprogramm in Bagdad, am 24.05.2012, und der Aktivitäten der Lobbyisten der IRI in Deutschland und einiger der iranischstämmigen Parteimitglieder, die der Politik „Elâhtalabi“ [Reformisten, die im Ausland durch Petrodollars der Mullahs eine Schein-Opposition betreiben] folgen, das Treffen der iranischen Delegation mit dem Kronprinzen Rezâ Pahlavi als Hauptsprecher abgesagt; Tom Koenigs, der Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, war derjenige, der das Treffen abgesagt hat; die Grünen können stolz darauf sein! Wenn die Frau Claudia Roth sich unterwürfig mit dem Kopftuch die Mullahs in Iran einen Besuch abstattet, dann ist es kein Wunder! Also, aus einem offiziellen Treffen wurde dann eine inoffizielle Sitzung! Die Delegation aus Iranern besteht aus Republikanern, parlamentarischen Monarchisten, von linken bis zu rechten Gruppierungen; es sind meistens die jungen Iraner, die die Islamische Republik am eigenen Leibe erlebt haben. Der Kronprinz ist mit dieser Delegation ständig unterwegs und zieht sie in allem zurate, es findet ein ständiger Dialog statt. Weiterlesen