Jašne Sade – Am Anfang war das Feuer

Dieser Artikel ist auch in Spanisch auf zu lesen: Mlillenio und Yahel

Jašne Sade [جشن سده‎] ‏ oder auch Sadah genannt gehört zu den ältesten Festen der Menschheit und wird am 30. Januar eines jeden Jahres, 50 Tage und 50 Nächte vor Nowruz [نوروز], dem persischen Neujahrsanfang am 20. oder 21. März, genau in der Mitte des Winters, mit großen Feuern gefeiert.

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Nowruz, das persische Neujahrsfest

Am 20. oder 21. März eines jeden Jahres findet das Frühlings- und Neujahrsfest Nowruz [نوروز] (pers. „der neue Tag“), dessen Wurzeln bis in die Zeit des 4. Urkönigs Dschamschid [Jamšid] zurückreichen und das wichtigste zoroastrische Fest darstellt, statt. Dieses Fest zählt zu den ältesten Festen der Menschheit und wurde im Jahre 2010 von der 61. Generalversammlung der Vereinten Nationen als internationaler „Nowruz Tag“ anerkannt und die UNESCO nahm diesen Tag in die Liste des Menschheitskulturerbes auf. Das kanadische Parlament hatte bereits am 30. März 2009 Nowruz dem offiziellen kanadischen Kalender hinzugefügt.

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Kanon – Dâd

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Die Pârsi Sprache ist eine schöne und melodische Sprache; eine Sprache, deren Aussprache herrlich klingt. Sie ist eine mächtige Sprache, die in der Lage ist neue Wörter zu erschaffen! Leider wurde die Pârsi Sprache im Laufe der Jahrhunderte durch die Eroberungszüge der Fremden stark verändert, sodass wir mit jeder Invasion unzählige Wörter aus den Fremdsprachen der Okkupanten übernommen haben, auch wenn wir dafür selbst reich an Wortschatz waren; siehe den Artikel „Wohin gehen wir?“ Weiterlesen

Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (9)

Der Teil 8 dieser Reihe

Die Ereignisse nach diesem Krieg

Nach dieser herben Niederlage der Seleukiden, die der letzte Krieg und der letzte Versuch war den Iran wieder zu erobern, schickten seleukidische Regierungsbeamte eine Delegation in den Iran, denn sie fürchteten, dass nun Phraates II in Syrien und Anatolien einmarschiert und der Herrschaft der Seleukiden ein Ende setzt; sie wollten einen dauerhaften Frieden und Freundschaft zwischen beiden Ländern. Es waren genau die Staatsmänner, die damals das Friedensangebot von Phraates II abgelehnt hatten und den Delegationschef blendeten.

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Aufstieg und Niedergang der Arsakiden (1)

Antike Historiker schrieben, dass die iranischen Arsakiden (Parther) einem Stamm der Skythen mit dem Namen Parner (Parni) angehörten und sie lebten im Südosten des Kaspischen Meeres.  Zwischen 250 v. Chr. und 238 v. Chr. eroberten die Parther unter ihrem Anführer Arsakes I einen Teil der iranischen Gebiete des Seleukidenreiches zurück, sie knüpften an die persischen Traditionen des Achämenidenreiches an, das Alexander von Makedonien zerstört hatte. Zur Befreiung Irans führten die Arsakiden Kriege gegen die Seleukiden und die griechische Besatzung im Westen der iranischen Gebiete und im Osten kämpften sie gegen die griechische Besatzung im Griechisch-Baktrischen Reich. Die Turkvölker in Zentralasien, die eine ständige Bedrohung darstellten, versuchten in die iranischen Ostgebiete einzudringen und die Arsakiden mussten an der Ostgrenze Irans schwere Abwehrkriege gegen diese Türken führen und konnten sich aber im Großen und Ganzen ihrer erwehren. An der Westgrenze führten sie später erfolgreiche  Abwehrkriege gegen Rom.  Ihr Militärwesen und der staatliche Aufbau, aber auch die Wirtschaft und Kunst, erlebten einen neuen Höhepunkt und eine neue Blütezeit in der iranischen Geschichte. Die Parther haben damals die ersten Batterien erfunden (parthische Tongefäße). Über die Arsakiden ist oft nicht viel bekannt und die meisten Iraner denken, dass sie unbedeutend waren, obwohl sie für die iranische Geschichte von größter Bedeutung sind. Kaum jemand macht sich heute noch die Mühe sich mit diesem Kapitel iranischer Geschichte zu beschäftigen, aber warum sollte man auch jemanden aufwecken, der gerade so tief und friedlich schläft?

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PERSISCHER GOLF (2)

PERSISCHER GOLF (1)

Die Bedeutung und Auslegung der Wörter Pârs und Persia

Nach den archäologischen Befunden liegt die Wiege der Menschheit im Nahen Osten und am Horn von Afrika. Eine Gruppe von diesen ersten Menschen, die an den Küsten des Roten Meeres und des Persischen Meeres Zivilisationen gegründet hatten, mussten wegen dem Klimawandel nach Norden auswandern; aber in den kommenden Jahrtausenden wanderten sie wegen der Eiszeit wieder nach Süden. Es waren die Arier. Die Perser sind eine der drei Hauptstämme der Arier, die vor ca. 5.000 Jahren vom Norden des Kaspischen Meeres (Daryâye Xazar) [درياي خزر] in das Iran-Plateau einwanderten.

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PERSISCHER GOLF (1)

Vor 6 Jahren habe ich ein komplettes Buch über den Persischen Golf übersetzt und das in mehreren Teilen im Internet frei zur Verfügung gestellt, damit die ganze Welt aufhört ständig den Persischen Golf Arabischen Golf zu nennen, denn dafür sorgen die Petrodollars aus den arabischen Ländern am Persischen Golf. Oder sollte man nur den Begriff „Golf“, um nicht  beide Seiten zu ärgern verwenden?! Die Frage, die dann ein Zuschauer, Leser und Hörer der Medien sich sofort stellen wird, ist, von welchem Golf ist die Rede? Vom Golf von Mexico, vom Golf von Thailand, vom Golf von Bengalen und so weiter und sofort; bis dann aus dem Kontext zu verstehen ist, dass es sich um den Persischen Golf handelt! Aber je mehr solche Medien einem etwas suggerieren, desto schneller gewöhnt man sich daran, „aha, damit meinen sie den Persischen Golf“!

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Als die türkische Unkultur in Iran Einzug hielt

Der Niedergang der arabischen Abbasidendynastie hatte seit Mitte des 9. Jahrhunderts das Ende der politischen Einheit des Islamischen Kalifats eingeleitet und verschiedene iranische Dynastien herrschten von nun an nacheinander und nebeneinander über Teile des ehemaligen sassanidischen Territoriums, das von den arabischen Abbasiden die letzen zwei Jahrhunderte beherrscht worden war, so die iranischen Saffariden [Saffâryân] in Sistan [Sistân], die iranischen Samaniden [Sâmâniyân] in Khorasan [Xorâsân] und Transoxanien und die iranischen Buyiden [Buyiyân] in Fars [Pârs], Isfahan [Espahân], Hamadan [Hamadân] und Rayy.

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Ferdowsi unserer Zeit (2)

Vaqti to miguyi Vatan! [„Wenn du über das Vaterland sprichst“]

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Pârsi als die offizielle Sprache der Iraner

Der große Tag, an dem Pârsi wieder als die offizielle Sprache der Iraner ernannt wurde. Weiterlesen

Geschichte der Sprache Pârsi


Fariborz Rahnamoon
Iran Chamber Society

Pârsi oder Persisch ist die Sprache des Volkes Pârsa, das zwischen 550 – 330 v. Chr. im Iran herrschte. Sie gehört zu dem, was Wissenschaftler die Indoiranische Sprachfamilie nennen. Als die Sprache des damaligen Persischen Reiches, war sie weit in der antiken Zeit verbreitet und findet von den Grenzen Indiens im Osten bis Russland im Norden, den südlichen Küsten des Persischen Golfs nach Ägypten und bis zum Mittelmeerraum im Westen aktive Sprecher.

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Ferdowsi unserer Zeit

Vielleicht ist Dr. Mostafâ Bâdkubeyi [دکتر مصطفی بادکوبه ای], der mutige und patriotische Dichter, einigen unserer Landsleute unbekannt, daher werde ich kurz über ihn schreiben. Der Anlass zu diesem Artikel ist ein Gedicht, dessen Clip ich vor kurzem auf  Tangsir2570 gepostet habe. Weiterlesen