US-amerikanische Geopolitik im Visier (4)

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Teil 1 der Artikelreihe
Teil 2 der Artikelreihe
Teil 3 der Artikelreihe

Diese Artikelreihe wurde ins Spanische übersetzt

Wir wollen mit den Worten Sir Winston Churchills beginnen, er stellte fest: „Staaten haben keine Moral, sondern Interessen“.

Politisch motivierte Gewaltakte von Staaten, zur Wahrung dieser Interessen durch Geheimdienste, wie Terroranschläge u.a., werden in den allermeisten Fällen offiziell von vorgeschobenen Einzeltätern oder Gruppen begangen. Die Strippenzieher aber, verschwinden in einem verklärten Nebel. Die Schuld wird dann auf einen einzelnen Täter oder eine kleine Gruppe, als Bauernopfer, fokussiert. Manche dieser Gruppen kann man auch kaufen und Deals über die Verteilung der Macht aushandeln, heimlich, hinter verschlossenen Türen werden sie beraten, finanziert, bewaffnet und unterstützt, wenn sie Interessen des jeweiligen Staates vertreten und umsetzen können und das wiederum können nur Gruppen, die als besonders brutal und skrupellos einzustufen sind in die Realität umsetzen. Diese vermeintlichen Einzeltäter oder diese Gruppen handeln aber nicht wirklich alleine. Es scheint nur so. Es scheint so, weil sie wie eine Marionette an unsichtbaren Fäden laufen. Im Augenblick der Tat und der Übergriffe werden diese Fäden gekappt, und diejenigen, die sie gezogen haben, verschwinden im dichten Nebel. Die Auftraggeber sind verschwunden und man findet nur noch lose Enden, die ins Leere laufen und die vorgeschobene Gruppe oder der vorgeschobene Einzeltäter bleibt offiziell der alleinige Täter. So arbeiten Geheimdienste, und die US-Geheimdienste und der britische Geheimdienst sind weiß Gott ein Meister darin. Diese Operationen sind streng geheim und werden im Auftrag der Regierung ausgeführt, und haben mit Verschwörungstheorien nichts, aber rein gar nichts zu tun. Sie wurden bereits von zahlreichen Politikwissenschaftlern  untersucht. Wir werden am Ende dieser Reihe einen Einblick geben, wie sich die USA die Welt der nahen Zukunft vorstellen und was wir im Ergebnis zu erwarten haben, wenn die Strippenzieher des Imperialismus im verklärten Nebel verschwunden sind.

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US-amerikanische Geopolitik im Visier (1)

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Einleitung

Bernard Lewis, Emeritus der Princeton University, ist zweifelsohne ein Experte für die Ethnien Irans, der Türkei, Zentralasiens und der arabischen Staaten. Er ist der Erfinder des geopolitischen Begriffes des sog. „Middle East“, das deckungsgleich mit dem ursprünglichen Gebiet des ehemaligen Osmanischen Reiches inkl. des Balkans ist. Heute versteht man darunter gewöhnlich Südwestasien und Nordostafrika von Libyen bis Afghanistan, oft von Marokko bis Pakistan (Websters Third New International Dictionary of the English Language, Unabridged, 1993, p. 1430). Bernard Lewis, ein turkophiler Historiker und sehr umstrittener Publizist, mit Schwerpunkt Orientalistik, war zuletzt Politikberater von George W. Bush. Und weil Bernard Lewis tatsächlich ein Experte auf diesem Gebiet ist, liegt genau hierin auch die Tragödie, denn er nutzte sein Wissen als Motor der Zerstörung und Vernichtung. Bernard Lewis ist zweifelsohne einer der Väter der modernen Geopolitik und sein Werk für Orientalistik, ist die westliche Rechtfertigung für die imperialistische Beherrschung des Mittleren Ostens. Der Top-Geopolitiker unserer Zeit schlechthin, ist schon seit langem Zbigniew Brzeziński. In seinem Werk Die einzige Weltmacht, sieht er die USA nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion als einzige Supermacht und sie sollte den eurasischen Kontinent unter ihre Kontrolle bringen und dort mit den USA rivalisierende und aufstrebende Bestrebungen verhindern, die die Vormachtstellung der USA gefährden könnten. Der Begriff der Geopolitik ist ein erweiterter Begriff des alten Imperialismus aus alten Zeiten des Kolonialismus, indem nicht nur offene Gewalt zwischen Staaten, sondern auch Konfliktformen außerhalb eines offenen Gewaltaustrags, Gegenstand von strategischem Denken sind, die umgesetzt werden.

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