US-amerikanische Geopolitik im Visier (6)

War-is-Terror

1. Teil
2. Teil
3. Teil
4. Teil
5. Teil

In Gedenken an annähernd 6 Millionen ermordeter Asiaten…

„Ein großer Teil der Nachrichten, die man im Kriege bekommt, ist widersprechend, ein noch größerer ist falsch und bei weitem der größte einer ziemlichen Ungewissheit unterworfen. […] Mit kurzen Worten: die meisten Nachrichten sind falsch, und die Furchtsamkeit der Menschen wird zur neuen Kraft der Lüge und Unwahrheit. In der Regel ist jeder geneigt, das Schlimme eher zu glauben als das Gute; jeder ist geneigt, das Schlimme etwas zu vergrößern, und die Gefährlichkeit, welche auf diese Weise berichtet werden, ob sie gleich wie die Wellen des Meeres in sich selbst zusammensinken, kehren doch wie jene ohne sichtbare Veranlassung immer von neuem zurück. Fest im Vertrauen auf sein besseres inneres Wissen muss der Führer dastehen wie der Fels, an dem die Welle sich bricht. […] Festes Vertrauen zu sich selbst muss ihn gegen den scheinbaren Drang des Augenblicks bewaffnen; seine frühere Überzeugung wird sich bei der Entwicklung bewähren, wenn die vorderen Kulissen, welche das Schicksal in die Kriegsszenen einschiebt, mit ihren dick aufgetragenen Gestalten der Gefahr weggezogen und der Horizont erweitert ist. Dies ist eine der großen Klüfte zwischen Entwerfen und Ausführen.“

(GENERAL CARL VON CLAUSEWITZ, VOM KRIEGE – 1. BUCH/6. KAPITEL)

Der „Krieg gegen den Terror“ war ein genialer Einfall der US-Strategen im Anschluss an die dubiosen Anschläge vom 11. September 2001. Spätestens nach den Aussagen Edward Snowdens gilt der Hergang von 9/11 als widerlegt. Es gab vor seinen Aussagen schon ausreichend Zweifel am Wahrheitsgehalt der offiziellen Darstellung. Auch die sog. Verschwörungstheorien waren nicht wirklich schlüssig und liessen Fragen offen. Klar war aber, dass die offizielle Darstellung falsch sein muss. Doch es gibt nun eine Erklärung durch die Aussagen von Edward Snowden, die über jeden Zweifel erhaben sind und keine Fragen offen lassen.

Der sog. „Krieg gegen den Terror“ unterscheidet heute nicht zwischen Kombattanten und Nicht-Kombattanten und verstößt daher gegen die Genfer Konventionen. Es bleibt festzustellen, in einer traurigen Bilanz zu Beginn des 21. Jahrhunderts, dass es kein Völkerrecht, kein internationales Recht, keine Meinungsfreiheit, keine Menschenrechte und keine Gewaltenteilung gibt, höchstens auf dem Papier, das nicht einmal das Papier wert ist auf dem diese Gesetze geschrieben stehen. Der „Krieg gegen den Terror“ ist in Wahrheit ein Krieg gegen die gesamte Menschheit – Ausgang ungewiss. Die Wenigen die die Hebel der Macht bis zum Zerbersten überziehen sind die Eigentümer von Polizei, Justiz und ihnen gehören auch die Gefängnisse. Es gibt kein Recht, höchstens Rechtsprechung. Der 11. September wird für den Versuch von westlichen Regierungen verwendet, Angriffskriege und die Einschränkung von Grundrechten (z. B. durch den Patriot Act) zu rechtfertigen. Terrorismus ist kein klar abgegrenzter Feind, sondern eine Methode, um politische Ziele durchzusetzen, d.h. im Umkehrschluss, den „Krieg gegen den Terror“ kann man benutzen um unendlich lange Kriege gegen jedes Land der Erde ohne UN-Mandat zu führen. Wirksame Medienkampagnen zur Dämonisierung einer Regierung und False Flag Attacks reichen aus um Millionen von Menschen zu ermorden, zu foltern oder verschwinden zu lassen. Der uns vorliegende Folterreport 2015 ist ein wahres Horrorszenario, das zeigt, man muss nicht Turban und Bart tragen und sich 5 Mal am Tag auf den Boden werfen um Terrorist zu sein, denn Terroristen tragen auch Anzug und Krawatte und gehen Sonntags gerne in die Kirche. Man muss sie nur beobachten um sie zu erkennen und vor allem selbst denken und nicht andere denken lassen.

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US-amerikanische Geopolitik im Visier (4)

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Teil 1 der Artikelreihe
Teil 2 der Artikelreihe
Teil 3 der Artikelreihe

Diese Artikelreihe wurde ins Spanische übersetzt

Wir wollen mit den Worten Sir Winston Churchills beginnen, er stellte fest: „Staaten haben keine Moral, sondern Interessen“.

Politisch motivierte Gewaltakte von Staaten, zur Wahrung dieser Interessen durch Geheimdienste, wie Terroranschläge u.a., werden in den allermeisten Fällen offiziell von vorgeschobenen Einzeltätern oder Gruppen begangen. Die Strippenzieher aber, verschwinden in einem verklärten Nebel. Die Schuld wird dann auf einen einzelnen Täter oder eine kleine Gruppe, als Bauernopfer, fokussiert. Manche dieser Gruppen kann man auch kaufen und Deals über die Verteilung der Macht aushandeln, heimlich, hinter verschlossenen Türen werden sie beraten, finanziert, bewaffnet und unterstützt, wenn sie Interessen des jeweiligen Staates vertreten und umsetzen können und das wiederum können nur Gruppen, die als besonders brutal und skrupellos einzustufen sind in die Realität umsetzen. Diese vermeintlichen Einzeltäter oder diese Gruppen handeln aber nicht wirklich alleine. Es scheint nur so. Es scheint so, weil sie wie eine Marionette an unsichtbaren Fäden laufen. Im Augenblick der Tat und der Übergriffe werden diese Fäden gekappt, und diejenigen, die sie gezogen haben, verschwinden im dichten Nebel. Die Auftraggeber sind verschwunden und man findet nur noch lose Enden, die ins Leere laufen und die vorgeschobene Gruppe oder der vorgeschobene Einzeltäter bleibt offiziell der alleinige Täter. So arbeiten Geheimdienste, und die US-Geheimdienste und der britische Geheimdienst sind weiß Gott ein Meister darin. Diese Operationen sind streng geheim und werden im Auftrag der Regierung ausgeführt, und haben mit Verschwörungstheorien nichts, aber rein gar nichts zu tun. Sie wurden bereits von zahlreichen Politikwissenschaftlern  untersucht. Wir werden am Ende dieser Reihe einen Einblick geben, wie sich die USA die Welt der nahen Zukunft vorstellen und was wir im Ergebnis zu erwarten haben, wenn die Strippenzieher des Imperialismus im verklärten Nebel verschwunden sind.

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US-amerikanische Geopolitik im Visier (1)

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Diese Artikelreihe wurde ins Spanische übersetzt

Einleitung

Bernard Lewis, Emeritus der Princeton University, ist zweifelsohne ein Experte für die Ethnien Irans, der Türkei, Zentralasiens und der arabischen Staaten. Er ist der Erfinder des geopolitischen Begriffes des sog. „Middle East“, das deckungsgleich mit dem ursprünglichen Gebiet des ehemaligen Osmanischen Reiches inkl. des Balkans ist. Heute versteht man darunter gewöhnlich Südwestasien und Nordostafrika von Libyen bis Afghanistan, oft von Marokko bis Pakistan (Websters Third New International Dictionary of the English Language, Unabridged, 1993, p. 1430). Bernard Lewis, ein turkophiler Historiker und sehr umstrittener Publizist, mit Schwerpunkt Orientalistik, war zuletzt Politikberater von George W. Bush. Und weil Bernard Lewis tatsächlich ein Experte auf diesem Gebiet ist, liegt genau hierin auch die Tragödie, denn er nutzte sein Wissen als Motor der Zerstörung und Vernichtung. Bernard Lewis ist zweifelsohne einer der Väter der modernen Geopolitik und sein Werk für Orientalistik, ist die westliche Rechtfertigung für die imperialistische Beherrschung des Mittleren Ostens. Der Top-Geopolitiker unserer Zeit schlechthin, ist schon seit langem Zbigniew Brzeziński. In seinem Werk Die einzige Weltmacht, sieht er die USA nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion als einzige Supermacht und sie sollte den eurasischen Kontinent unter ihre Kontrolle bringen und dort mit den USA rivalisierende und aufstrebende Bestrebungen verhindern, die die Vormachtstellung der USA gefährden könnten. Der Begriff der Geopolitik ist ein erweiterter Begriff des alten Imperialismus aus alten Zeiten des Kolonialismus, indem nicht nur offene Gewalt zwischen Staaten, sondern auch Konfliktformen außerhalb eines offenen Gewaltaustrags, Gegenstand von strategischem Denken sind, die umgesetzt werden.

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Der Fluch der neuen Weltordnung

ISIS-Landkarte

ein Kommentar von Ardašir Pârse

Eine neue Weltordnung wird schon seit langem angestrebt, von ganz verschiedenen Seiten, ganz gleich, ob von den westlichen Supermächten USA und Großbritannien, oder aber Russland, das auch nicht mit seiner imperialen Vergangenheit brechen will, China, oder von islamistischen sunnitischen Organisationen, die alle ihren Ursprung in der Muslimbruderschaft und ihren Zielen haben, ganz gleich ob Al Qaida, der Islamische Dschihad oder die ISIS, heute der IS. Im Titelbild sehen wir die Vorstellungen der muslimischen Extremisten, ihre Vorstellungen darüber, wie eine neue Weltordnung aus ihrer Sicht auszusehen hat. Schon F. William Engdahl, Wirtschaftsjournalist und Dozent, berichtete uns 1992 in dem von ihm erschienenen Werk „A Century Of War: Anglo-American Oilpolitics And The New World Order“ von den Plänen der USA für eine neue Weltordnung, welche Mechanismen dahinterstehen und wie dieses Ziel erreicht werden soll. Dr. Frederick Wills, der ehemalige Außenminister von Guyana schrieb zu diesem Buch: „…veranschaulicht die erbärmlichen Rekorde an Irrtum und Verbrechen, bei denen die Wenigen die Hebel ihrer Macht fast bis zum Zerbrechen überzogen. Ich empfehle das Buch allen, die wissen wollen, wie wirklich Weltgeschichte gemacht wird und welche Systeme hinter den politischen Kulissen täglich am Werk sind… Vor allem empfehle ich es Lesern in der Dritten Welt als einen glaubwürdigen Bericht, warum meine Generation der politisch Verantwortlichen nicht erreicht hat, was man vernünftigerweise hätte erwarten können.“ Stephen J. Lewis, Wirtschaftswissenschaftler und Finanzberater in London schrieb: „Wen es wirklich interessiert, wie die Weltwirtschaft heute funktioniert, der wird dieses Buch mit großem Gewinn lesen. Das Buch greift insbesondere die politischen Ziele Großbritanniens heraus – eine Spur in der neueren Geschichte, die bisher gewöhnlich übersehen wird.“ Nationaler US-Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski, berichtet uns in seinem Werk „Die einzige Weltmacht, Amerikas Strategie der Vorherrschaft“ ausführlich, wie und mit welchen Mitteln aus Amerikas Sicht, die Welt gestaltet werden soll. Es ist keine bessere Welt die uns erwartet, sondern eine Welt der zunehmenden Ausbeutung, Überwachung, Menschenverachtung und Verdummungsmaschinerie. Es ist eine Welt, in der vielleicht Karl Marx Vorhersage, der Verelendung des Proletariats, auf noch ganz andere Weise eintreten könnte. Helmut Schmidt kommentierte das Buch Brzezinskis mit den folgenden Worten: „Man muss dieses Buch zur Kenntnis nehmen, und man muss es ernst nehmen.“

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