Flüchtlingsdrama ist Teil der US-Globalisierungsstrategie

Bildquelle: Zeit.de Flüchtlinge aus Afghanistan nach ihrer Ankunft auf der griechischen Insel Kos | © Yannis Behrakis/Reuters

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Flüchtlinge aus Afghanistan nach ihrer Ankunft auf der griechischen Insel Kos | © Yannis Behrakis/Reuters

Bruxelles – Über eine Viertelmillion Menschen haben in diesem Jahr das Mittelmeer überquert und sind in die EU geflohen. 2.300 Flüchtlinge sind bisher ums Leben gekommen. Jeden Tag erreichen etwa 1.000 Migranten die Küsten Italiens und Griechenlands, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Die Balkanroute jedoch, ist einer der Hauptkorridore für Flüchtlinge geworden, die über Serbien und Montenegro Ungarn erreichen und von dort aus ihren Weg in die wohlhabenderen EU Staaten suchen. Letzten Monat sind über diesen Weg 35.000 Menschen in die EU gelangt und bis Ende des Jahres werden mehr als 700.000 Menschen über die Balkanroute die EU erreicht haben. Zweifelsohne ist dies die verheerendste Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Die miserable Unterbringung und noch schlechtere Betreuung von traumatisierten Flüchtlingen, die eine Odyssee hinter sich gelassen haben, mutieren alsbald zum sozialen Brennpunkt mit vielen vorprogrammierten ethnischen Problemen, die in einer Spaltung der europäischen Gesellschaften, insbesondere der Deutschen Gesellschaft, mutieren wird.

Der US-Militärgeostratege und Politikwissenschaftler Thomas P.M. Barnett, sagte ganz offen, was er unter Globalisierung versteht. Die USA als multinationale Staatenunion sei der „Leuchtturm der Globalisierung“. In seinem Buch Des Pentagons neue Landkarte erklärte er es so: „Schließlich ist Amerika das einzige Land der Welt, dem bei seiner Gründung mit voller Absicht die Ideale des Fortschritts in Richtung auf die Eine (globale) Welt eingehaucht und mitgegeben wurden. Wir sind die personifizierte Vernetzung. Die Globalisierung ist Amerikas Geschenk an die Welt. Dieses Erbe zu leugnen hieße, die treibende Rolle unseres Landes als Führungsmacht der Welt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu leugnen.“

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Iran versteckt auf hoher See mehr Rohöl als angenommen

Iran hortet Öl

Iran hortet Öl

Tehran – Eines der größten Mysterien, das den Rohölmarkt umgibt, ist, wie viel Rohöl Iran auf hoher See hortet.

Das ist eine entscheidende Frage, weil das iranische Atomabkommen mit dem Westen lähmende Sanktionen aufheben könnte und damit den Weg für Millionen von Barrel iranischem Öl auf den Weltmarkt ebnen könnte. Ein Anstieg der iranischen Exporte würde nur das Ölversorgungs-Überangebot weiter vertiefen, das die Preise an das jüngste Sechs-Jahres-Tief auf unter $ 43 in dieser Woche verbannt hat.

Iran behauptet, dass er kein Rohöl in Tankschiffen im Persischen Golf lagert, aber niemand glaubt es. Bis vor kurzem glaubten Energieexperten, dass iranische Tanker 30 – 40 Millionen Barrel Rohöl lagern. Aber die Seeüberwachung der Firma Windward hat hoch entwickelte Technologie genutzt, um festzustellen, dass Iran tatsächlich 50 Millionen Barrel Öl hortet. Das ist fast 150% mehr gegenüber April 2014 als Windward begann die Spur zu verfolgen.

Mit Sitz in Israel, nutzt Windward große Datenströme, um Öl auf allen Schiffsklassen im Persischen Golf, auch solche, die nicht ihren Standort über Transmitter oder GPS übertragen verfolgen.

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29 US-Topwissenschaftler loben in einem Brief den Nukleardeal mit Iran

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Washington – Neunundzwanzig Top-Wissenschaftler der Nation – darunter Nobelpreisträger, Veteranen, Hersteller von Kernwaffen und der ehemalige Wissenschaftsberater des Weißen Hauses – schrieben einen Brief an Präsident Barack Obama am vergangenen Samstag, um den Nukleardeal mit Iran zu loben, und nannten ihn “innovativ und streng.”

Der Brief, der von einigen der weltweit besten Kenner auf dem Gebiet der Kernwaffen und Rüstungskontrolle verfasst wurde, erreichte Obama als er den US-Kongress, die amerikanische Öffentlichkeit und Verbündete der Nation überzeugen wollte, die Vereinbarung zu unterstützen.

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Atomabkommen mit Iran: Juden in den USA stehen in dieser Frage nicht geschlossen hinter Israel

Bildquelle: Reuters Jüdische Rep. Jan Schakowsky (D-IL) umarmt einen pro-Iran Aktivisten in Washington DC und beschaffte mehr als 400.000 Unterschriften zur Unterstützung des Iran Atomabkommens, am 29. Juli 2015

Bildquelle: Reuters
Jüdische Rep. Jan Schakowsky (D-IL) umarmt einen pro-Iran Aktivisten in Washington DC und beschaffte mehr als 400.000 Unterschriften zur Unterstützung des Iran Atomabkommens, am 29. Juli 2015

Philadelphia – Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der große Verlierer mit seinen roten Linien, steht in diesen Tagen abseits der Mehrheit US-amerikanischer Juden, die sich von seiner rechtsradikalen Fraktion in Israel nicht haben verführen lassen. Wer latente Visionen von roten Linien hat, sollte vielleicht einmal zum Arzt gehen. Die große Mehrheit der Juden in den USA, aber auch in Israel, steht jedenfalls für den Frieden mit Iran, sie sind und waren intelligent genug, sich von der Panikmache und den Hetzkampagnen eines Netanjahus & Co.  nicht anstecken zu lassen und sahen das iranische Atomprogramm auch nie als Bedrohung für Israel an, sondern als das was es ist: ein ganz normales Atomprogramm, das im Übrigen weit weniger umfassend ist, als das deutsche Atomprogramm. Immerhin wird in der Bundesrepublik Deutschland im Kernforschungszentrum Garching b. München, hochangereichertes, waffenfähiges Plutonium produziert –  trotz Atomausstieg, trotz vehementer Nichtverbreitungspolitik, trotz Atomwaffensperrvertrag und entgegen den inständigen Bitten der USA auf Unterlassung.

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Der geheime Transpazifik-Partnerschaftsabkommen- (TPP) Vertrag

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WikiLeaks – Am 29. Juli 2015 veröffentlichte WikiLeaks einen geheimen Brief über das Transpazifik-Partnerschaftsabkommen (TPP oder TPPA) eines Ministertreffen im Dezember 2013 zusammen mit einer umfassenden Expertenanalyse des Dokuments.

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Irans steiniger Weg zur Atommacht

Bildquelle: tagesschau.de

Bildquelle: tagesschau.de

eine Analyse von Ardašir Pârse

Tehran – Washington unternahm nichts, als die Iraner das Ende der Sanktionen noch vor dem Ende des Atomdeals im späten Frühjahr dieses Jahres feierten, um diese Begeisterung zu dämpfen, denn Washington setzte im Mittleren Osten längst auf die iranische und nicht mehr auf die saudische Karte. Autohändler in Iran rieben sich bereits die Hände vor Freude. Die erste Lockerung der Sanktionen im Rahmen der iranischen Atomverhandlungen mit dem Westen erlaubte ihnen ab sofort Ersatzteile zu importieren, und sie glaubten, Neuwagen werden bald folgen.

Die jungen und auch die weniger jungen Fahrer der BMWs und Porsches, die in den Persischen-Golfstaaten teuer gekauft wurden, waren gespannt auf den 30. Juni 2015, die Frist und das Ende für ein endgültiges Atomabkommen. Die Teheraner Verkehrspolizei hatte damit begonnen Vorbereitungen für dieses Datum zu treffen, mit der Warnung, dass die Verkehrsregeln rigoros durchgesetzt werden. Als ob die Sanktionen schon weggefallen wären, sagte die Führung der Iranisch-Chinesischen Handelskammer, “dass US-Unternehmen, die hoffen, ihre Autos in Iran zu verkaufen, bestimmte Bedingungen, einschließlich der Schaffung von Arbeitsplätzen in Iran und den Transfer von Technologien in iranische Automobilunternehmen, erfüllen müssen.” Iran, der im vergangenen Jahr 192.000 Autos importiert hat, muss rund 800.000 neue Arbeitsplätze pro Jahr schaffen, und Iran wird keinen Automobilhersteller Zugang zu seinem riesigen Markt von 80 Millionen Menschen verschaffen, ohne ausreichende Gegenleistung. Präsident Hassan Rohani sagte: “Die Sanktionen werden abgebaut, und ich rate allen Sanktions-Profiteuren den Beruf zu wechseln.”

Am 14. Juli 2015 hielt Irans Präsident Hassan Rohani eine Fernsehansprache an die Nation in Tehran, nachdem ein Nuklearabkommen in Wien bekannt gegeben wurde. Es war ein historischer Deal und ein voller Erfolg für die iranische Nation, nach jahrelangen Verhandlungen um Iran angeblich vom Bau von Atomwaffen abzuhalten. Frank Walter Steinmeier nannte den Deal: „Ein Vorbild für andere Konflikte“ Und euphorisch stehen westliche Wirtschaftsverbände, Unternehmen und Konzerne heute in den Startlöchern um den größten Markt in der Persischen Golf Region, ja im gesammten Nahen Osten, zu befriedigen. Wirtschaftsminister Gabriel reiste unmittelbar nach Abschluss des Atomabkommens und der in Aussicht stehenden Aufhebung der verhängten Sanktionen gegen Iran, noch vor allen anderen nach Iran um deutsche Wirtschaftschancen zu wahren.

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Ayatollah Ali Khamenei: „Der Kampf gegen die USA wird auch nach einem Atomabkommen bestehen bleiben”

Bildquelle: AP Iranische Demonstanten verbrennen eine US-Flagge mit der Aufschrift

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Iranische Demonstanten verbrennen eine US-Flagge mit der Aufschrift “Nieder mit Amerika” am 10. July 2015.

Tehran – Irans oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei sagte bei einem Treffen mit Studenten in Teheran, “dass der Kampf gegen die Vereinigten Staaten weiterhin bestehen wird, auch wenn ein Atomabkommen erreicht werden sollte.“

„Die USA sind die absolute Verkörperung der Arroganz”, sagte Khamenei. “Die iranische Nation muss bereit sein, den Kampf gegen die arroganten Weltmächte weiterhin fortzuführen”, berichtete Press TV.

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