Weihnachten in Iran

Pârse & Pârse wünschen der Leserschaft fröhliche Weihnachten

جشن زایش عیسی مسیح بر همه ی ترسایان فرخنده باد

Jašne zâyeše Isâ Masih bar hameye tarsâyân farxonde bâd



Ein schöner Clip über Weihnachten in Iran

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7 Gedanken zu „Weihnachten in Iran

  1. Vielen Dank für die tollen Bilder! Feiern eigentlich nur die Christen im Iran Weihnachten, oder auch ‚gemäßigte‘ Muslime? Da ich von muslimischen Bekannten durchaus Wünsche für ein schönes Weihnachtsfest bekomme, denke ich eher an letzteres.
    Dafür werden hier in Deutschland und in Österreich angeblich immer öfters keine St. Nikoläuse mehr in die Kindergärten geschickt, aus Angst, Eltern bestimmter Kinder könnten mal wieder beleidigt sein. Der ganz alltägliche Wahnsinn in der Welt…

    • Fröhliche Weihnachten @Custosconstitutionis! Auch gern geschehen, denn wir haben die Bilder erzählen lassen, wie Weihnachten in Iran ist. Zu deiner Frage, muss ich sagen, dass das Weihnachtsfest vor der Revolution 78 sehr großartig gefeiert wurde; d. h. der staatliche Rundfunk zeigte sehr unterhaltsamen Programme und ehrte die Geburt Jesu Christis. Aber nach der Revolution war es einfach tote Stille und das Einzige, was wir zu hören und sehen hatten, war, dass an dem und dem Tag Jesus Christus geboren wurde, und weil er zu den Propheten mit „einem Buch“ gehörte, und von ihm und Maria im Koran die Rede ist, dann ist er auch ein „akzeptierter“ Prophet seitens des Islam! Und dann kiloweise die Sure Maria, die aus dem Koran zum Fraß gegeben wurde. Keine Feier, keine Veranstaltungen, nichts! Die Christen durften auch für eine Zeit lang nicht die Glocken läuten lassen, weil wir uns ja im Krieg gegen den Irak fanden und jegliche Feier und Freude praktisch verboten war!! Wie viele von meinen iranischen Brüdern aus dem christlichen Glauben für den Krieg gefallen sind und unser Land verteidigten, interessierte das Mullah Regime nicht.

      Heute ist es aber anders. Es gab vor der Revolution als „christlich-gläubigen“ Iraner, die armenischen Brüdern und Schwestern, die in zwei Phasen nach Iran geflüchtet waren. Die erste Welle kam durch die Barbarei der osmaischen Türken schon zur Zeit Šâh Abbâs Safavi, denn schon damals hatten die Osmanen sie getötet und unterworfen. Šâh Abbâs hörte nicht auf die Mullahs in seinem Hof, die sagten: „Sie sind dreckige Christen und Hunde, die man nicht ins Land rein lassen darf“, aber Šâh Abbâs sagte, sie glauben genau wie die Muslims auch an Gott und haben ein heiliges Buch, daher ist er auch verpflichtet sie reinzulassen. Viele von ihnen lebten fortan in der Provinz Isfahan. Die zweite Welle war ja wegen des Genozids an Armeiner wieder mal durch die Türken. Und damals hatte unser Kaiser Rezâ Šâh I, der Gründer der Phalavi Dynastie, den armenischen Flüchtlingen schon einen iranischen Pass gegeben, weil wir schon seit Beginn der Zeit mit Armeniern verbrüdert waren, auch bevor sie den christlichen Glauben annahmen. Sie ließen sich in vielen Provinzen und Städte nieder und fortan wurden sie vom iranischen Volk aufgenommen und ihre Kinder leben bis heute als eine große Gemeinschaft, die aber auch sich eher als Iranr bezeichnen, denn sie waren auch Iraner!

      Aber diese Feiertage, die wir auch hier feiern werden eher von den Konvertiten zur katholischen Kirche ins Geheim und Versteckt gefeiert. Die Zahl der Konvertiten zur katholischen Kirche nimmt jeden Tag zu und eine große Zahl der Iraner sind schon konvertiert und nach der Befreiung Iran können wir erst erfahren, wie groß die Zahl ist und ich freue mich unheimlich für diese Iraner, die sich aus den barbarischen Glauben und Gesetzen des Islams befreit haben.

      Die armenische Gemeinschaft feiert aber Weihnachten anders und erst am 6. Januar genau wie die orthodoxe Kopten in Ägypten und Armenien. Darüber werden wir auch berichten, daher bitte ich dich um etwas Geduld.

      Die Bekannten und Freunde, die du meinst, sie könnten die „gemäßigten“ Muslims sein, die dir gratulieren, wenn sie Iranr sind, dann heißt es, dass sie aufgrund ihrer Kultur, die in ihren Herzen fest verankert ist, die Religionen und Glauben respektieren, so wie es die antiken Perser taten und die Menschenrechtsdeklaration des Kyros des Großen ist der beste Beweis. Vor der Revolution fragte niemand den anderen, welchen Glaube man hat. Wir sind eine großartige Nation, die andere Glauben und Religionen respektieren, was die Mullahs Andersgläubigen antun, ist eine abscheuliche Sache.

      Und weil Weihnachten so schön ist, hier ein sehr schönes Lied der iranischen Sängerin Sarah über den Heiligabend:

  2. Pingback: Frohe Weihnachten! | Online-Magazin Pârse&Pârse پارسه و پارسه

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