Israelischer Radiomoderator: Menashe Amir

Menashe Amir

Menashe Amir

Vielleicht glaubt er wirklich daran, dass das Regime bald fällt. Vielleicht redet er sich das auch ein, bestärkt von den vielen Anrufern. Nichts sähe Menasche Amir lieber als die Befreiung seines Landes von der Herrschaft der religiösen Fanatiker. „Sein Land“, so nennt er Iran auch nach mehr als einem halben Jahrhundert im Exil. „Ich bin in Iran geboren und liebe Iran. Ich lebe in Israel und liebe Israel. Sie sind für mich wie Vater und Mutter“, sagt Amir. Er träumt davon, nach Iran reisen zu können, ohne sicher zu sein, in einem Sarg zurückzukommen, wenn überhaupt. Große Teile seines Heimatlandes kennt er nur aus Berichten und von den Stimmen am Telefon. Als er nach Israel emigrierte, war er 20.

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4 Gedanken zu „Israelischer Radiomoderator: Menashe Amir

  1. Ein sehr interessanter Mann. Einer, der sich nicht täuschen lässt, aber nicht die Hände, sprich Stimme in den Schoß legt und Gutes für sein Land aus Israel, dem von den Mullah erklärten Todfeind, mit Infos versorgt. Das müssen wir uns einmal vorstellen. Im 2. WK hörten unsere Vorfahren Radio aus dem Ausland, um überhaupt an objektive Nachrichten zu kommen, was natürlich bei Todesstrafe verboten war.

    Im verlinkten Artikel heißt es : Beide Staaten waren verbündet. Sie trieben Handel und hatten ein Austauschprogramm für Studenten, sie bauten sogar gemeinsam Raketen, denn verteidigen wollten sie sich im Fall der Fälle gemeinsam.

    Wie sich die Zeiten doch so radikal ändern können, nur wegen einer kleinen Clique irregeleiteter religiös-fanatischer Menschen, die von echter Relgiion so viel verstehen wie eine Kaulquappe von Astronomie, nämlich nichts. Ein Frosch hat da mehr Perspektive.

    Darum eine Frage an die werten Blogbetreiber: Inwieweit ist das iranische Volk überhaupt über die Handlungsweisen der Mullahs informiert. Gibt es in iran neben den gleichgeschalteten Mullah-Propagandamedien auch eigene iranische objektive Info-Quellen oder müssen diese im Untergrund arbeiten, was ich vermute.

    Die Tatsache, dass Iraner sich diese Sendung dieses Herrn Menashe Amir anhören „müssen“, um objektive Infos über das eigene Land zu erhalten, gibt mir im Grunde bereits die Antwort auf die gestellte Frage.

    Aber in keiner Diktatur kommt diese ohne Zensur aus, Ich hoffe, dass die Kulturation des Islam die iranischen Menschen nicht an einer Revolution hindert, denn dort oben sitzen letztlich islamische „Geistliche“ an der Macht, was die Revolution in ihrer Begründung innerreligiös schwieriger machen dürfte. Gerade dort in der Regierung sitzen ja Menschen, die den Koran wörtlich nehmen, im Grunde Menschen, die zumindest nach außen hin, den Islam wie ein Schild vor sich hertragen.

    Ich denke, dass dies das Problem aller islamischen Staaten ist, wie wir an den Ländern des arabischen Winters so deutlich vor Augen geführt bekommen. Islamische Menschen wählen islamisch und das ist ein Spiral-Schadenskreislauf. Ende „islamisch“ offen.

    • Werter Bazillus, wie Du schon selbst Deine Frage beantwortet hast, gibt es keine unabhängige, im Iran existierende, Nachrichtensendung! Daher versuchen die Menschen die Nachrichten woanders zu bekommen, was leider bis auf Radio Israel sind die anderen von den westlichen Welt zur Verfügung gestellten Nachrichten in persischer Sprache eher für den Light-Islam und die „Reformisten“ im Iran, die wie die Regierung in der Türkei regieren will! Diese Sendungen sind VOA, BBC und leider auch die DW! Besonders BBC ist der schlimmste von allen! Und leider hat der Autor des Artikels diese Sendung als „glaubwürdig“ für die iranischen Zuhörer bezeichnet! Im Gegenteil ist der Fall; ich kann mich sehr gut erinnern und bis heute wird immer wieder gesagt: „So, lasst und den Lügenverbreiter-Sender von BBC hören, was sie den Mullahs als Vorgehensweise vorschlagen!“ Im Iran sind wir mit ziemlich allen Sendungen vertraut und wissen, wer lügt, wer auf die Seite der Mullahs ist, und für eine Light-Islamisch Republik Propaganda macht, und wer tatsächlich die Wahrheit verbreitet. Mir persönlich war sehr wichtig, dass die deutschen Leser über Menashe Amir, mit der Stimme ich meine Jugendzeit und spätere Jahre im Iran verbrachte und heute noch per Internet ihn hören kann, erfahren! Dass wir Iraner sehr viele israelischen Bürger, iranischer Abstammung, haben, deren Herz bis heute für den Iran schlägt und sie lieben, ehren und respektieren beide Länder Israel und Iran.

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