Irak: Bilanz eines sinnlosen Krieges

Redaktion von Pârse & Pârse:

Aus Rücksicht auf die Leserschaft haben wir keine Bilder veröffentlicht, die die Psyche der Leser stark belasten. Aber das Ausmaß der schrecklichen Wahrheit kann im Gesicht dieses Mädchens gelesen werden.

Eine Analyse von Ardašir Pârse

Nach fast acht Jahren Krieg zog US-Präsident Barack Hussein Obama [باراک حسین اوباما] am 31. August 2011 den Schlussstrich unter den von George W. Bush inszenierten Irak-Krieg, die meisten Soldaten werden bis Weihnachten wieder zu Hause sein. „Der Krieg ist zu Ende“, bekräftigte Barack Hussein Obama und erklärte Irak zur „souveränen, unabhängigen Nation“. Doch der Satz „Mission erfüllt“ kam in Barack Hussein Obamas militärischer Bilanz nicht über seine Lippen.

Zynisch bezeichnete der US Präsident das Ende des US-amerikanischen Militäreinsatzes als „verantwortbares Ende“. Zynisch vor allem deshalb, weil die US-Armee ein Land zurücklässt, in dem praktisch nichts mehr funktioniert, ein Land, das regelmäßig von Terroranschlägen erschüttert wird und das obendrein wenig Aussicht hat auf eine neue stabile Regierung und Jahrzehnte brauchen wird um sich zu erholen.

Offiziell haben 4.477 US-Soldaten ihr Leben verloren und tausende wurden verwundet. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington waren offiziell der Anlass für die Kriege in Irak und Afghanistan gewesen. Heute, wie damals, muss man sich fragen, ob diese Reaktion angemessen und sinnvoll war, ob die bisher erzielten Ergebnisse nicht eher kontraproduktiv waren und ob nicht die dringende Notwendigkeit eines veränderten sicherheitspolitischen Paradigmenwechsels besteht. Schon vor der Bush-Regierung im Jahre 2001, waren die Republikaner stark beeinflusst von neokonservativen Kräften und verwirklichten viele ihrer Ideen für das neue amerikanische Jahrhundert. Die Neocons sahen und sehen die Vereinigten Staaten in einer anhaltenden weltweiten wirtschaftlichen und politischen Führung in einer unipolaren Welt des 21. Jahrhunderts. Doch Amerikas Schwäche und die Fehlentscheidungen sind zum Problem für die Welt geworden. Solange Washingtons imperialer Klammergriff in Europa, noch fast schmerzlich zu spüren war, so lange noch, konnte ein französischer Präsident von einer multipolaren Weltordnung schwärmen und zusammen mit dem deutschen Bundeskanzler Achsen nach Moskau bauen. Doch eine multipolare Welt war schneller entstanden, als es die größten Bush-Kritiker jemals für möglich hielten. Die „Nationale Sicherheitsstrategie“, die wenig später als die Bush-Doktrin bezeichnet wurde, gab dem Präsidenten der USA das fast uneingeschränkte Recht zur Kriegsführung, präventiv, gegen vermeintliche Terroristen, gefährliche Regime, bar jeder Bündnisverpflichtung. Mit dem verklärten Blick aus Washington, glaubten die Vereinigten Staaten unter dem Deckmantel der Demokratie, den Bernard Lewis Plan zur Umgestaltung des neuen Nahen Ostens, umsetzen zu müssen. Der „arabische Frühling“ heute, ist nur die Fortsetzung dessen, was in Irak und Afghanistan mit militärischen Mitteln begonnen hatte.

Nach den Wahlen 2001, hatte die Bush Administration eine ganze Reihe von außenpolitischen und verteidigungspolitischen Entscheidungen getroffen und ein unilaterales Vorgehen beschlossen, wann immer es um die amerikanischen Interessen ging. Viele dieser Entscheidungen, wie die Abrüstungsproblematik atomarer und biologischer Waffen, bis hin zum Rückzug der USA aus den Klimaschutzprotokollen von Kyoto, können niemals im Interesse der Weltgemeinschaft gewesen sein. In diesem Gesamtkontext wurden die Angriffe vom 11.September 2001 unter dem irreführenden Begriff „Krieg gegen den Terror“ gegen Irak und Afghanistan, als definierter Feind geführt. Die wenigen Analysten und Organisationen, die vor einem solchen politischen und militärischen Kurs gewarnt hatten, wie die Oxford Research Group fanden keine Beachtung. Ihre Ansicht war, dass die Angriffe des 11. September als schreckliche Beispiele transnationaler Kriminalität gesehen werden sollten, man sollte die Hintermänner vor internationale Gerichte bringen und sie bemerkten, dass der „Krieg gegen den Terror“, den Tätern genau die Aufmerksamkeit, die sie suchen, schenken würde und eine solche militärische Aktion, so warnten sie, würde kontraproduktiv sein. Die ursprünglichen Absichten der Militärkoalition, das Talibanregime zu beseitigen und den Kern der Al Qaida zu zerschlagen, wurde von George W. Bush um die „Achse des Bösen“, Irak, Iran und Nord-Korea erweitert, um den „Krieg gegen den Terror“ zu verlängern. Alle drei Nationen seien Sponsoren des Terrorismus, die Massenvernichtungswaffen entwickeln. In seiner Abschlussrede an der Militärakademie in „West Point“ argumentierte Bush mit Nachdruck, dass die USA sich das Recht vorbehalte, gegen künftige Bedrohungen vorzugehen. Im März 2003 beschloss er deshalb das Regime von Saddam Hussein zu beenden. Innerhalb von drei Wochen fiel das Regime von Saddam Hussein; Massenvernichtungswaffen oder Verbindungen zu Al Qaida wurden im Irak jedoch nie gefunden.

 „Der Irak besaß weder Massenvernichtungswaffen noch Programme, solche herzustellen!“

 Chefinspektor Charles Duelfer, CIA-Abschlussbericht

„Ich habe keine starken, verlässlichen Beweise für eine Verbindung zwischen Saddam Hussein und Al Qaida gesehen!“

Verteidigungsminister Donald Rumsfeld

Erneut warnten zuvor unabhängige Analysten, wie von der Oxford Research Group, vor den Gefahren einer Beseitigung des Regimes in Bagdad. Es gab viel Widerstand in der europäischen Öffentlichkeit, aber die Entschlossenheit der Bushregierung und ihrer Koalition, dort vor allem, der Regierung Blair in Großbritannien, gewährleistete die Fortsetzung des militärischen Kurses. Im Jahre 2003 lieferten die anfänglichen militärischen Erfolge in Afghanistan und der scheinbare Sieg in Irak, die Basis für die „Mission-erfüllt-Rede“ von George W. Bush auf dem Flugdeck der USS Abraham Lincoln. Doch in Wahrheit kam es zu einem herben Rückschlag dieser Politik. Al Qaida war nach den militärischen Operationen in Irak und Afghanistan aktiver denn je, so wie in Vorfällen in Pakistan, Afghanistan und Irak. Al Qaida war auch involviert in Terroranschläge in Jakarta, Istanbul, Sinai, Amman, Bali, Casablanca, Mombasa, Jemen, Saudi Arabien, Tunesien, London und Madrid. Es gab Versuche größerer Terroranschläge in Großbritannien, Italien, Frankreich und den USA, die gescheitert sind. Die Tötung Osama Bin Ladens im Mai dieses Jahres wurde in den Vereinigten Staaten als Ende des Krieges gesehen, aber es gibt immer noch zahlreiche paramilitärische Gruppierungen aus dem islamistischen Lager mit regelmäßigen Versuchen, Angriffe auf westliche Institutionen zu starten. Paramilitärische Islamisten mit Basis in Jemen und in Pakistan sind von besonderer Bedeutung und der Terrorangriff in Mumbai vor knapp 3 Jahren, hatte eine tiefgreifende Wirkung auf die indische Sicherheitspolitik. In den letzten Monaten haben sich lose an Al Qaida gebundene Bewegungen, besonders in Irak aktiv gezeigt. Eines der verfehlten Kriegsziele war, Irak zu einem Übergang in einen friedlichen pro-westlichen Staat zu verhelfen, doch Irak ist heute davon weiter entfernt denn je, und die Antwort auf die Irakpolitik der USA war ein Siebenjahres-Aufstand, verbunden mit inter-kommunaler Gewalt. 2009 und 2010 nahm die Gewalt zwar zunächst ab, doch seit Mitte 2011 kam es zu einer verschlechterten Sicherheitslage in Irak, verbunden mit erhöhten Verlusten, die US-Truppen zu beklagen haben. Der Krieg hat ein potentes Erbe einer großen Anzahl von Paramilitärs hinterlassen, die Erfahrung mit Aufständischen in städtischen Gebieten, gegen gut ausgebildete und gut bewaffnete US-Truppen haben.

Ein weiteres verfehltes Kriegsziel, war die Beschränkung des Einflusses der Islamischen Republik Iran, dem Hegemon am Persischen Golf. Sieger dieser Auseinandersetzungen ist aber zweifelsohne heute die Islamische Republik Iran, der seinen  Einfluss in Irak und Afghanistan deutlich verbessern konnte. Die Probleme, die durch die Militärinterventionen der Koalitionskräfte entstanden sind, haben den Einfluss Irans im Westen Afghanistans und ganz besonders in Irak, wo die Schiiten die Mehrheit bilden, deutlich gestärkt. Ganz klar, hat die irakische Regierung erhebliche wirtschaftliche und politische Beziehungen mit Iran entwickelt und wird dies auch weiter tun. Der volkswirtschaftliche Schaden, den die USA durch ihre militärischen Interventionen erlitten hat, ist enorm. Mitte 2011 veröffentlichte das Eisenhower Forschungsprojekt an der Brown University  folgende Zahlen: Insgesamt haben die Kriege in Afghanistan und Irak incl. Zivilisten, uniformierte Mitarbeiter und Koalitionspartner 225.000 Menschen das Leben gekostet. Wenn man die Langzeitpflege von verstümmeltem US-Personal in die Kosten mit einbezieht, kam das Forschungsprojekt zu dem Ergebnis, dass die Kriege in Afghanistan und Irak Kosten in Höhe von 3,2 bis 4,0 Trilliarden USD verursacht haben. In dieser Summe sind Entschädigungsleistungen von US-Veteranen in Höhe von 950 Mrd. USD enthalten. 7,8 Millionen Flüchtlinge produzierte Bushs „Krieg gegen den Terror“ in Pakistan, Afghanistan und Irak. Beide Kriege sowohl in Irak als auch in Afghanistan  wurden im Wesentlichen durch Kriegsanleihen finanziert. Die erste Zinsbelastung in Höhe von 185 Mrd. USD wurde bereits bezahlt, bis zum Jahre 2020 sind weitere Zinszahlungen in Höhe von 1 Trillion USD zur Zahlung fällig. [Brown University Press Notice 29.06.2011]

Kein Wasser, kein Strom, keine Sicherheit und jeden Tag wird es schlimmer, das ist der Alltag der Irakis, den die US-Truppen hinterlassen haben, ein fruchtbarer Boden für religiösen Fanatismus und Terrorismus. Terroranschläge sind an der Tagesordnung und die Bevölkerung beschimpft die Sicherheitskräfte als korrupt und inkompetent. Al-Qaida hat wieder vermehrt Zulauf – nicht nur wegen der wachsenden Frustration der sunnitischen Bevölkerung Iraks, sondern auch wegen der politischen Fehler der schiitisch dominierten Regierung Nuri al-Maliki [نوري المالكي]. Sie weigerte sich 2009, die rund 100.000 von der US-Armee angeworbenen sunnitischen Bürgerwehren weiter zu besolden oder ihnen Jobs in den Sicherheitsdiensten anzubieten. Nachdem die amerikanischen Gehaltszahlungen von monatlich 250 bis 300 Dollar pro Kopf ausgelaufen waren, übernahm Bagdad gerade einmal zwanzig Prozent der Al-Sahwa-Kämpfer [قوات الصحوة] auf ihre Lohnlisten. Der Rest ging leer aus, so dass Hunderte von ihnen wieder die Fronten wechselten und sich erneut von Al Qaida und ihren Ablegern anwerben ließen und ihre bisherigen Al-Sahwa-Chefs ermordeten. Kein Wunder, dass das US-Oberkommando eine Rückkehr der US-Truppen noch in diesem Jahr anordnete. Allein 50 Mrd. USD sind für den Wiederaufbau der irakischen Erdölindustrie und Energieversorgung im Land notwendig, um die Zerstörungen an den Anlagen zu beseitigen.

Die Folgen der „Demokratisierung“ Iraks durch die US-Armee nach 8 Jahren Besatzung sind gravierend: 43% aller Iraker leben seit 2003 in Armut. Etwa 12 Millionen der 24 Millionen Iraker sind arbeitslos. Heute sind 70% der Bevölkerung ohne ausreichende Versorgung. 15% können es sich nicht mehr leisten regelmäßig zu essen. Die Unterernährung bei Kindern stieg seit dem Sturz Saddam Husseins von 19% auf 28%. 2 Mio. Menschen sind aus dem Land geflohen, weitere 60.000 fliehen jeden Monat. 40% der Akademiker haben das Land verlassen. Knapp die Hälfte aller weltweit verübten Terroranschläge findet in Irak statt [Baker Report, Irak Study Group Report]. Der Bildungssektor wurde während der letzten acht Jahre total vernachlässigt, Fachkräfte für einen Wiederaufbau einer prosperierenden Wirtschaft sind kaum mehr vorhanden. Der Eingriff der USA hat ganz klar Iraks Situation nach Saddam Hussein verschlechtert und weit  mehr Menschenleben gekostet, als unter dem Regime Saddam Husseins und der Baath Partei. Die Korruption in der Besatzungszeit wird ganz besonders in der Stromversorgung deutlich. 1 Mrd. USD wurden seit Kriegsende in die Stromversorgung investiert und noch immer ist die Stromversorgung schlechter als unter Saddam Hussein. Die Gelder flossen an US-amerikanische Firmen, an US-Militärs, an korrupte Regierungsmitglieder und höchstens 20% kamen für den eigentlichen Zweck an. Die militärischen Interventionen der USA und ihrer Koalitionspartner brachten ohne Zweifel nicht mehr Sicherheit, sondern mehr Terrorismus.

Die Perspektiven für Irak sind schon seit dem Jahr  2006 unerfreulich, so hatte der IMF einen 685 Mio. USD Kredit an unmögliche und folgenreiche Bedingungen geknüpft,  indem die Treibstoffpreise auf das Niveau der Nachbarländer angehoben wurden; für viele Irakis war das der reinste Horror, bei dem erheblich niedrigeren Lohnniveau, im Vergleich zu den Nachbarländern. 8 Mio. Iraker müssen mit weniger als 1 USD pro Tag leben, 4,8 Mio. Familien werden mit staatlichen Rationen versorgt. 12. Mio. Liter Benzin fehlen in Irak, wegen mangelnder Kapazität der zerbombten Raffinerien, so dass man gezwungen ist Benzin aus der Türkei zu importieren. Die Inflationsrate beträgt 26%. Allein durch Sabotage hat die irakische Erdölproduktion 6 Mrd. USD verloren. 1,5 Mio. Wohnungen fehlen, auch Weizen muss zu hohen Preisen importiert werden, nicht zuletzt wegen der Korruption von In- und Ausländern. Das alles ist der Nährboden für einen neuen Terrorismus, der durch Bushs „Kampf gegen den Terror“ geboren wurde. Ziel der Neocons, war schon immer die Aufteilung Iraks nach sog. „Blood Borders“, dazu könnte es jetzt kommen, nämlich in einen schiitischen Süden, kurdischen Norden und verarmten sunnitischen Teil im Zentrum. Man hatte schon in der Vergangenheit versucht ausländische Firmen mit den Erwartungen US-amerikanischer Firmen vertraut zu machen, sie sind diejenigen die bestimmen, was in Irak wirtschaftlich passiert. Unter anderem hatte man die Erdölförderung verdoppelt. Dies ist natürlich ein klarer Verstoß gegen die Genfer Konventionen, denn die Besatzungsmacht, darf und soll nur die dringend benötigten Strukturen und Dienstleistungen erstellen und die Besatzungsmacht darf nicht in Planungsverfahren des besetzten Staates eingreifen.  Der Wiederaufbau Iraks fand nur für US-amerikanische Firmen statt, denn auch das Kündigen von Verträgen, die vor der Besatzung Bestand hatten, ist ein Verstoß gegen die Genfer Konventionen, ganz zu schweigen vom Eingehen neuer Verträge für den besetzten Staat. Sollte der Irak Amerikas Wirtschaftsprovinz werden?

Man sollte bei diesem Krieg auch nicht vergessen wer, in den Irak geschickt wurde: Arbeitslose, frustriert, perspektivlos und bis an die Zähne bewaffnet, die ihr Überleben und das ihrer Familien mit Krieg gegen andere Völker sicherten; Gräueltaten an der Zivilbevölkerung inklusive. Zur Erinnerung: Niemand hatte die USA gerufen, Irak von Saddam Hussein zu befreien. Der Krieg basierte auf Lügen. Natürlich forderte man in der Vergangenheit von der irakischen Erdölindustrie, dass man aus Dankbarkeit für die Zerstörung einer ganzen Nation aus der OPEC austritt, das hat man dort aus Undankbarkeit für die Befreiung Iraks abgelehnt.

Fazit

Die offiziell bekannt gegebenen Kriegsziele der Bush Administration wurden in Irak nicht erreicht. Die militärische Intervention wird in einem total destabilisierten Land zu einer Langlebigkeit der Konflikte führen und man kann sich des Eindrucks nicht verwehren, dass überall dort, wo die Amerikaner Krieg führen, nur ein Trümmerfeld im Hinblick auf die finanziellen Auswirkungen, der politischen Entwicklungen und des vernichteten Humankapitals hinterlassen wird; natürlich immer im Deckmantel der Freiheit und der Demokratie. Während Al Qaida seine Verbindungen in Jemen, Algerien, Nigeria und am Horn von Afrika stabilisieren konnte, hatten die USA und ihre Koalitionspartner in Afghanistan ein zweites Jahrzehnt des Krieges eingeleitet und Irak und Pakistan destabilisiert. Wenn man einen umfassenden Rückblick der Kriege in Afghanistan und Irak vornimmt, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass die Ausgangssituation verschlechtert wurde. Dem offensichtlichen Scheitern des „Krieges gegen den Terror“ sollte hinsichtlich der zu Grunde liegenden Ursachen der Konflikte, insbesondere im Hinblick auf die Motivation von Paramilitärs mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Ein Wandel in der Strategie in Richtung ehrlicher Reflexion und langfristigem Denken zur globalen Sicherheit scheint unter den genannten Umständen angebracht. Im Rahmen einer zunehmend fragilen und noch unsicherer gewordenen Welt, in der radikale Gruppen und Einzelpersonen aus Randgruppen Schwachpunkte der Industrienationen ausforschen, muss eine andere Rollenverteilung zwischen Militär und Geheimdienste erfolgen. Man hat allerdings aus dem Irak-Krieg und Afghanistan-Krieg doch etwas gelernt und man wechselte von transnationalen Kriegen in Richtung Destabilisierung ganzer Regionen, wie der „arabische Frühling“ zeigt. Doch ist es schwer vorstellbar, dass die neue Strategie der USA und seiner Koalitionspartner mehr Erfolg, als die gescheiterte Politik des letzten Jahrzehnts haben wird.

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28 Gedanken zu „Irak: Bilanz eines sinnlosen Krieges

  1. Sowohl Analyse als auch Fazit dieser Arbeit sind schlüssig und hervorragend herausgearbeitet. Für Kommentatoren bleibt hier wenig Spielraum. Alles ist gesagt. Dankeschön.
    Die Kriege in Irak und Afghanistan haben lediglich die Büchse der Pandora geöffnet, die die Krake des Terrors und der Armut befreite und nicht wieder gut zu machendes Elend der dort lebenden Menschen hinterließ. Eliten und Christen wandern aus.

    Die einzigen Nutznießer sind der schiitische Islam des Iran (von den USA sinnigerweise zur Achse des Bösen gehörig und durch diesen Krieg gestärkt) sowie möglicherweise die Kurden im Norden des Irak, die sich über eine Teilung Iraks mehr als freuen würden, würden sie doch den endlich herbeigesehnten eigenständigen Staat begründen können. Nebenbei haben die USA die Kriegsgefahr im Nahen Osten erheblich erhöht. Ging von Hussein zwar ein Gefährdung für Israel aus, die jedoch kalkulier- und beherrschbar war, so ist die erhöhte Einflussnahme der Islamisten aus Iran in Irak, deren Ziel die Vernichtung des Staates Israel hohe Priorität hat, zusammenwirkend mit Hamas und Hisbollah an den Grenzen Israels zu einer immer unberechenbareren Gefahr für Israel mutiert, welches sich allein geographisch zunehmend in die Zange genommen fühlen dürfte.

    Es ist ein Unding anzunehmen, dass durch Kriege in islamischen Gebieten Demokratie nach westlichem Muster entstehen würde. Welche irren und unwissenden Berater hat die USA eigentlich? Ist die Demokratie – islamisch gedacht – doch teuflisches Menschenwerk. Die Destabilisierung dieser Regionen (wobei Afghanistan bereits durch Krieg mit Russland destabilisiert war, USA hat hier die Taliban militärisch unterstützt, die sie dann hinterher bekämpft hat), fördern Terror, Bürgerkriege, Vertreibung, Not und Elend. Und die USA haben letztlich verbrannte Erde hinterlassen ohne auch nur einen Ansatz von sinnvoller „Aufforstung“ betrieben zu haben.

    Und zu den traurigen Augen dieser Kinder fällt mir die Szene aus Charles Dickens A Christmas Carol ein: aus Wikipedia. Die dritte Strophe endet höchst symbolträchtig. Der Geist überlässt Scrooge zwei Kinder, die er bis dahin unter seinem Umhang versteckt hielt. Die Namen der beiden weisen bereits in eine bestimmte Richtung, sie heißen „Unwissenheit“ und „Mangel“.

    Die beiden Kinder der Unwissenheit und des Mangels, heute der Bildungslosigkeit und der Not, sind beste Grundlagen zur Förderung des Fanatismus, der Festigung des Kampfgeistes und dienen somit dem Monster des Krieges und der Zerstörung. Kinder haben erlebt, wie ihre Familienangehörigen durch Bomben und Terroranschläge, die durch das Eingreifen der USA zunahmen, zerstückelt wurden. Das werden sie nicht so leicht vergessen. Diese Untaten sind die Geburtsstunden des Hasses eines jeden einzelnen Kindes auf die Angreifer USA und ihren Schützling Israel. Was hinerlassen wir diesen Kindern für eine Welt. Bush hat mit diesem Krieg genau denen in die Hände gespielt, die er vorgab zu bekämpfen. Ein weiteres trauriges Kapitel US-amerikanischer Geschichte.

    • Vielen dank lieber Bazillus,

      in unserem Blog wird niemand verschont, der Verbrechen begeht, meine Kollegin hat schon ausfuehrlich kommentiert und dem kann ich mich nur anschliessen. Dieses Saebelgerassel zwischen Israel und Iran ist nur fuer die Oeffentlichkeit und ganz besonders um innenpolitsch in Iran das Thema auszuschlachten, um von den eigentlichen Problemen abzulenken. Der Antisemitismus der Mullahs geht nicht so weit und sie wuerden sich selbst nie die Haende schmutzig machen. Das ueberlassen sie den Arabern. Selbst die Mullahs wuerden Israel niemals angreifen und genausowenig wuerde Israel Iran angreifen, das ist einfach ein Schmierentheater fuer die dumme Oeffentlichkeit, die alles glaubt. Ich waere sehr ueberrascht wenn es zu einem Krieg jemals kommen wuerde und ich hab mich selten in den politischen Analysen getaeuscht.

  2. Verehrter Bazillus,
    als ich den Artikel meines Kollegen Ardašir Pârse gelesen habe, war ich zutiefst erschüttert. Es war eine große Herausforderung und Mutprobe für mich das Gesicht des Mädchens zu sehen; denn zur Zeit des Iran-Iraks Krieges war ich eine Teenie und habe den Krieg mit meinem eigenem Fleisch und Seele erlebt, weil der Krieg vor unserer Tür stattfand. Was ich damals erlebte, kam wieder mit diesem Artikel hoch und Du ahnst nicht, welche seelische und psychische Qualen er mit sich brachte. Heute bin ich fast ein halbes Jahrhundert alt und was in der Kindheit einer kleinen Seele angetan wird, ist für alle Zeiten zerstörerisch und begleitet einem tagtäglich im Leben. Während des Krieges war unser Hass aber gegen Saddam und unsere Regierung gerichtet. Was damals den Kindern und Frauen der iranischen Kriegsgebiete passiert war, konnte sonst nirgendwo so schnell sich verbreiten, wie im Zeitalter des Internets, wo wir mit furchterregenden Bildern und Geschichten konfrontiert werden. Es gibt sicherlich hier und da Bilder, die man später im Internet platziert hat, auch sehr hässliche. Aber bis heute habe ich es nicht geschafft darüber zu schreiben und zu zeigen, was mit uns während des Krieges passiert war und wie nach fast 25 Jahren immer noch die zerstörten Gebiete in meiner Heimatprovinz so aussehen, als ob sie gestern noch zerbombt wären. Was die irakischen Soldaten den Frauen und Kindern in den eroberten Kriegsgebieten angetan hatten, ist bis heute haarsträubend. Ob ich jemals es über mich bringen würde um darüber zu schreiben, ist nicht abzusehen.

    Zu der Gefahr seitens Saddam als atomare Bedrohung gegen Israel muss ich Dir sagen, dass er schon lange in der Hinsicht keine Gefahr für Israel war, denn die Israelis hatten schon zu Beginn des Iran-Irak Krieges die irakischen Anlagen zerstört ohne die Amerikaner darüber zu informieren. Saddam dachte, dass nun nach der Beendigung seines Krieges gegen Iran, er einfach in Kuwait einmarschieren kann und das Land annektieren kann, denn es wurde ihm schon von Amis versprochen, für seine Belohnung und Entschädigung durch den Krieg. Und der Idiot hatte auch angebissen, ohne zu wissen, dass die Amerikaner nur darauf warteten, um ein für alle Mal am Persischen Golf zu landen und für IMMER dort Präsenz zu sein, denn solange unser Kaiser am Leben war, ließ er nicht zu, dass der Iran und andere Persische Golf Staaten durch die Präsenz der Amerikaner im Persischen Golf bedroht werden, um angeblich für „die Sicherheit der Region“ zu sorgen. Er sagte immer, er sei derjenige, der für die Stabilisierung der Region sorgen würde. Und das hat er perfekt gemeistert. Aber die Zeiten ändern sich und er musste gehen, um die Region des Mittleren Osten destabilisieren zu können.

    Manche deutschen Freunde von mir konnten es nicht nachvollziehen, warum wir Iraner, trotz des 8 jährigen Krieges gegen den Irak, die beiden Golfkriege der Bushs (Vater und Sohn) scharf kritisieren, anstatt uns zu freuen, dass nun Saddam endlich auf die Fresse bekommt, was uns Iranern nicht gelungen war! Wir haben es anders gesehen und aus der Unmenschlichkeit fanden die Kriege eher gegen die irakischen Bevölkerung gerichtet statt, denn Saddam wurde kein Haar gekrümmt und er hatte Schutz in seinem Bunker.

    Damit Du die Iraner besser kennenlernst, erzähle ich Dir, dass während Saddam in Kuwait einmarschierte und bestialisch die Kuwaitis tötete, folterte und alles beschlagnahmte, flüchteten die Kuwaitis in den Iran und suchten in Iran bei der Bevölkerung der ehemaligen Kriegsgebiete Schutz. Sie wurden in anderen Provinzen herzlich aufgenommen und keiner hat jemals gesagt: „Kuwait hatte während des Iran-Irak Krieges mit Milliarden Dollars dem Irak geholfen, damit er mehr Waffen kauft und seine Bevölkerung waren alle versorgt“. Nein, wir haben sie einfach aufgenommen. Und sie sprechen bis heute mit Respekt von uns.

    Als die beiden Golf-Kriege gegen den Irak an der Tagesordnung waren, waren wir Iraner wieder mal die Gastgeber, die einfach die Grenzen öffneten und die Irakis aufgenommen hatten, auch wenn das Regime in Tehrân es nicht so gerne haben wollte, trotzdem ließen die Iraner an den Grenzen es nicht zu und öffneten selbst die Grenzen. Und bis heute leben Irakis, die nicht mehr nach Hause gingen im Iran.

    Als die Tragödie 11. September stattfand, waren die Iraner das einzige Volk im Mittleren Osten, die aus Respekt und Solidarität mit dem amerikanischem Volk auf die Straße kamen und stundenlang Totenwache mit jeder einer Kerze in der Hand hielten und schweigend um die Opfer getrauert hatten.

    Und wenn wir in diesem Blog über die amerikanische Administration und ihre absichtlich falschen Handlungen berichten, meinen wir aber nicht das großartige amerikanische Volk, dessen Soldaten für unsinnige Kriege in die ganze Welt geschickt werden und dieses großartige Volk ist auch ein Opfer der Falschheit einer Bande von Theoretikern und Anhänger der neuen Weltordnung. Für diese verruchten Politiker ist ihr eigenes Volk ohne Bedeutung, denn wenn sie irgendwo Krieg führen wollen, bereiten sie alles gut vor, mit massiven falschen Medienberichten, um später ihre Kriegshandlungen zu legitimieren. Pearl Harbor war auch so ein Vorwand, genau wie der 11. September, wohlwissend, dass die Terroristen etwas im Schilde führen, taten aber nichts, um die Katastrophe zu verhindern. Und heute wird mit Fanfaren und viel Krach berichtet, dass nun die Amerikaner sich aus dem Irak zurückziehen, trotz vieler Schäden, und überlassen die Bühne für neue Kriege, die diesmal Kriege zwischen den Schiiten und Sunniten sein werden, um daraus wieder zu profitieren, weil die westliche Welt finanziell am Ende ist und ein Krieg oder mehrere könnten die erhoffte Hilfe sein, um weiterhin Waffen an beiden Seiten zu verkaufen, um später die zerstörten Länder „human“ und mit Hilfe der westlichen Welt wieder aufbauen zu können, und erstaunlicherweise sind alle Länder, die sich an den sinnlosen Kriegen gegeneinander beteiligen, reiche Länder an Erdöl und Gas. Alles muss zerstört werden, um die neue Weltordnung voran zu treiben und die Ressourcen werden wieder neu aufgeteilt werden.

    Roosevelt hatte mal gesagt: „Nichts passiert zufällig in der Politik, denn alles ist schon vorgeplant“.

    Und das Gesicht dieses Mädchen ist der beste Beweis dafür.

  3. Werte Fartab Parse,
    ich kann mir im Grunde gar nicht vorstellen, wie groß das Leid eines Kindes sein muss, welches sich die im wahrsten Sinne des Wortes die Seele aus dem Hals schreit. Das Bild ist in der Tat eines der eindrucksvollsten Leidbilder, welches ohne deformierte Leichen oder Verletzungen auskommt. Gerade deshalb ist es so wert- und eindrucksvoll. Blut an der Wand, das schreiende Kind und neben sich den toten Vater, Bruder oder anderen Anverwandten. Besser kann dieses grausame Gefühlschaos dieses zutiefst bedauernswerten Mädchens bildlich nicht zum Ausdruck gebracht werden.

    „…Ob ich jemals es über mich bringen würde um darüber zu schreiben, ist nicht abzusehen.“

    Ich hatte das Glück hier aufgewachsen zu sein und nicht ein solches Trauma erleben zu müssen wie Du. Du schleppst dieses Leid jetzt Jahrzehnte mit Dir herum. Vielen hilft es, die Geschehnisse zu Papier zu bringen. Auch wenn das Papier mit Tränen überfließt, so könnte es Dir, so glaube ich ganz fest, eine gewisse seelische Entlastung bringen. Vergessen wirst Du diese Geschehnisse eh nie. Deine wichtigen persönlichen Erinnerungen, die Du zu einem Antikriegsbuch wunderbar kreieren könntest, würden vielleicht Wirkung zeigen in dieser abgestumpften Welt. Damit würdest Du vielleicht nicht nur Dir helfen, sondern insbesonder auch den anderen Opfern Mut machen, die diese Erinnerungen lesen würden.

    Wir haben uns an schlechte Nachrichten, an Kriege und Naturkatastrophen hier im satten Westen schon so gewöhnt, dass wir uns in dieser Spaß- und Fungesellschaft anderes gar nimmer vorstellen können. Bilder, Filme aus dem TV-Sessel heraus zu beobachten, ist nur schwach und stumpft das Gemüt eher ab, als dass es echte Anteilnahme hervorruft und erzeugt. Wie in der Kriegsberichterstattung es immer so schön heißt: U-boot, Schiffe versenkt, Flugzeuge abgeschossen, hurra. Dass aber in jedem Flugzeug, in jedem U-boot in jedem Schiff menschliche Einzelschicksale betroffen sind, verschweigt diese heldenhaften Sprachverniedlichung. Diese Einzelschicksale ziehen selbstverständlich Kreise, Kinder verlieren den Vater, die Frauen ihren Mann, Männer ihr Kinder und Frauen im Kugelhagel usw. Die hässliche Fratze des Krieges wird in jedem Krieg so unmenschlich grausam offenbar, dass viele verständlicherweise ihren Glauben an gute Mächte im Jenseits verloren haben.

    Ihr analysiert selbstverständlich mit mehr persönlichem Wissen um die Länder des Nahen und Mittleren Osten als es je ein Einwohner von hier könnte. Aber wer sich ein wenig mit den politischen Gegebenheiten beschäftigt, wird schnell fündig und kann feststellen, dass die USA und der Westen viele Fehler, ja grausame Fehler machen. Sie machen diese Fehler, weil sie letztlich gottlose Regierungen haben, selbst, wenn sie sich Christen nennen, die das Geld, den Profit, die wirtschaftliche Beziehung, die Öl-Ressourcen-Geschäfte und nicht zuletzt die Waffengeschäfte als Ersatzgötter erkoren haben und letztlich das Geld anbeten. Weil im Westen die Lobbyisten einen so starken Einfluss haben und die Politik das Geld vergöttern, gestalten sie ihre Politik nicht nach ethischen Prinzipien. Das oberste Gebot dieser Politik heißt: „Die Menschen sind mir egal, gebt den Menschen Brot und Spiele (von den Römern gelernt), Hauptsache politischer Gewinn, wirtschaftlicher Gewinn und irdisch materieller Gewinn und nach mir die Sintflut.“ Die Politik im Westen jagt sich selbst von einem Wahltermin zum anderen. Darum kann die Lobby-Politik so stark werden. Der Politik im Westen fehlt die Zeit, um Politik wirklich ethisch gut gestalten zu können. Das ist der Nachteil der Demokratie. Die Mehrheit hat eben nicht immer Recht. Das ist ihr Makel.

    Nicht, dass ich falsch verstanden werde, ich sehne mich nach Demokratie und halte diese Staatsform für die beste, jedoch erkenne ich, dass die Demokratie letztlich immer nur als Übergangsmodell zwischen einer Diktatur und der nächsten sich erhalten kann und die Zwischenzeiträume halt länger oder nur kürzer gestalten kann. Und die Zeiträume bleiben länger, je wehrhafter eine Demokratie ist. Wehrhaft ist sie dann, wenn gute Prinzipien nicht über Bord geworfen werden.

    Die Politik, nicht die Völker, produzieren Kriege und andere Grausamkeiten. Diese eure Unterscheidung tut wohl. Die Menschen werden sowohl von Politikern als auch von Religionsführern des Islam dazu benutzt, deren grausame Süppchen zu kochen. Das ist mir bewusst. Jeder Tote in einem Krieg ist ein Toter zuviel. Wir dürfem dem Leid eines Menschen nicht gleichgültig gegenüberstehen. Das ist unsere Aufgabe in der jetzigen Zeit. Finger in die Wunden der Ungerechtigkeit, des Wahns und der Friedlosigkeit legen ist unsere Aufgabe.

    Es ist schon augenfällig, wenn der Westen in Gestalt der USA und der Alliierten, in Lybien aber auch Sarkozy, sich immer nur in Länder einmischen, die Öl zu fördern haben. Somalia z. B. ist denen so was von egal. Dort gibt es ja auch kein Öl. Obwohl der Terrorismus dort blüht, wird kein US-Soldat und auch keine anderen Soldaten in Somalia in Kampfstellung gehen. Hier spielt z. B. der Terrorkampf des Westens keinerlei Rolle. Wir sind uns da recht einig.

    Werter Agadir Parse,
    ich weiß nicht, ob ich Deinen Optimismus teilen kann. Glaubst Du wirklich nicht, dass es im Mittleren oder Nahen Osten nicht zu einem Krieg kommen wird, jetzt wo Israels Nachbarn mehr oder weniger destabilisiert werden? Du kennst den korangeborenen Hass gegen Juden. Ein jüdischer Staat ist auf behauptetem „islamischem“ Territorium ein dauerndes Unding, ein ewiger Zankapfel, ein ständig schmerzender Stachel im Fleisch der ach so stolzen Islamisten. Es mag sein, dass der Krieg nicht von Iran ausgeht und auch nicht von Israel gegen Iran. Ägypten kann ich nur schwer einschätzen. Und Assad hat auch die längste Zeit, so meine ich, in Syrien regiert. Wenn sich da islamistische Regierungen eben wie im Iran etablieren, könnte es meines Erachtens gefährlich werden. Liege ich da so falsch? Iran wird m. E. auch nicht angegriffen werden. Iran steht doch unter dem „Schutz“ Russlands oder ist das auch nur Wortgeplänkel?

    • Lieber Bazillus,

      Werter Bazillus,

      der Judenhass steht zwar im Qur’an aber die Mullahs sind nicht wie die Taliban, die Mullahs sind Pragmatiker und deshalb mache ich mir da keine Sprgen, bei anderen Islamistischen Regierungen, die jetzt an die Macht kommen, kann das durchaus sein, dass es dort zum Krieg gegen Israel kommt, Iran wuerde dann hoechstens Waffen liefern, so wie sie es jetzt auch bei Hamas und Hisbollah tun.

      Schon einige Jahre wurde immer wieder Wind gemacht fuer einen Krieg zwischen Israel und Iran, jahrelang ist keiner ausgebrochen. Und Iran ist eine Mittelmacht und gegen eine Mittelmacht kann man nicht einmal erfolgreich Krieg fuehren. Iran ist nicht Irak oder Afghanistan oder Libanon. Ein Krieg mit Iran hat ganz andere Ausmasse und das ist auch der Grund, warum die Amerikaner bis heute die Fuesse still gehalten haben und sich fuer ihre Ueberfaelle lieber schwaechere Laender wie Afganistan, Irak und Lybien ausgesucht haben.

  4. Werter Agadir Parse,

    Du kennst Dich in der Region wirklich besser aus als ich und ich freue mich über Deine optimistische Einschätzung im Verhältnis Iran-Israel. Inwieweit stimmen einige Behauptungen, dass sich der iranische Präsident, der sich ja immer wieder Israels Auslöschung herbeisehnt und dies auch öffentlich kundtut, als der ersehnte Mahdi sieht. Ist an dieser Sichtweise etwas dran oder sind das nur verschwörerische Humbug-Behauptungen, um Öl ins Feuer zu gießen?
    Danke für Deine Einschätzung.

    • Lieber Bazillus,

      an der Sichtweise ist teilweise was dran. Seine Holocaust Leugnung und dass er den Staat Israel beseitigt sehen will ist ein Faktum. Nur, er hat gar nichts zu melden. Ich muss immer lachen wenn Ahmadinedschad neben den grossen Diktatoren gestellt wird, der hat doch gar nichts melden. Entscheidungen werden in Iran von Ayatollah Ali Chamenei getroffen und nicht von dem ungewaschenen Kasperl. Man muss diesen Schwachsinn sehen als innenpolitische Ausschlachtung, um von den eigentlichen Problemen des Landes abzulenken. Leider ist Antisemitismus in Iran weit verbreitet und deshalb fallen solche Aussagen bei einem Teil der Bevoelkerung immer auf fruchtbaren Boden, aber nicht bei allen! Als man vor der Universitaet Tehran eine israelische Fahne auf den Boden gelegt hatte, damit die Studenten beim Verlassen des Gebaeudes auf sie treten, hatten viele Studenten den Hinterausgang benutzt. Man muss sich das so vorstellen: Je mehr Islam, desto mehr Antisemitismus. Wir wissen aber auch, dass viele Iraner sich vom Islam abwenden oder ihm gleichgueltig gegenueberstehen. Die Menschen dort wollen genauso wie in Europa eine Arbeit, ein gutes Leben, ein bischen Spass, zum Leidwesen der Regierung und der Mullahs. Es gibt kein islamisches Land, indem die Moscheen so leer sind wie in Iran und das gibt mir Zuversicht fuer die Zukunft.

  5. Werter Ardašir Parse,
    Du gibst eine so andere Sichtweise auf den Iran kund, als die, die wir in der Presse vorgesetzt bekommen.

    „…Es gibt kein islamisches Land, indem die Moscheen so leer sind wie in Iran und das gibt mir Zuversicht fuer die Zukunft.“

    Das hätte ich nicht gedacht! Das passt auch zu den Informationen, dass Frauen im Iran massenweise zur Uni gehen und dass dieser Umstand so gar nicht zu den Lehren des Koran passt und dass dies wohl auch von den Mullahs nicht gern gesehen wird?

    Ich danke Dir für die wertvollen Infos aus dem gesellschaftlichen Innenleben des Iran, Deines Heimatlandes.

    • Man hat an iranischen Universitaeten sogar eine Maennerquote eingefuehrt, weil es zu wenig Maenner gibt im Verhaeltnis zu den Frauen die studieren; wenn ich mich recht erinnere von etwa 35 – 38 %, weil unsere Frauen sind eben fleissiger und intelligenter als wir Maenner, siehe Fartâb. Gern gesehen ist das natuerlich nicht, aber die Entwicklung ist eben diese. Es gibt viele erfolgreiche Unternehmerinnen bei den Iranerinnen im In- und Ausland. In Saudi Arabien, dem Lieblingsverbuendeten des Westens, darf eine Frau nicht einmal einen Fuehrerschein machen und Auto fahren, zum Vergleich.

      Aus meiner Sicht hat das auch etwas mit der Erziehung zu tun. Wenn ich sehe zu welchen Schlappschwaenzen z.B. meine Cousins erzogen worden sind, wundert mich das nicht. In Iran werden die Jungen meist sehr verhaetschelt -besonders von den Muettern- , zu sehr und damit hat diese Entwicklung auch etwas zu tun, denn die Maedchen nehmen immer Rang zwei ein, bei mir allerdings Rang 1.

      Das ist ein Gesicht der iranischen Familien, aber die iranischen Familien haben viele Gesichter.

  6. Ja, in solchen Familien lernen die Mädchen, sich durchzusetzen und ihren Platz zu finden. Sie erreichen dann wohl eine charakterlicher Zielstrebigkeit, die sich dann auch im schulisch-universitären Leben bezahlt macht.

    Danke für die Infos.

  7. Vielen Dank für diesen sehr guten und ausgewogenen Kommentar. Tja, Bush hat in allem was er angestrebt hat, das Gegenteil erreicht. In die Geschichtsbücher wird er wohl als der Präsident eingehen, der wie kein anderer vor ihm seinem Heimatland dermaßen geschadet hat.

    Danke auch für den Kommentar bezüglich der Kriegsgefahr Israel-Iran. Besonders die Aussage zu dem ‚ungewaschenen Kasperle‘ fand ich sehr vergnüglich.
    Der Iran ist leider alles andere als eine Demokratie (aber ist Deutschland das noch wirklich), schneidet aber im Vergleich mit vielen arabischen Staaten um Lichtjahre besser ab. Die hohe Studentinnenzahl ist durchaus beeindruckend.

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  15. Das die LEute sich dort abschlachten wenn es keinen Diktator mehr gibt ist allein IHRE EIGENE SCHULD!
    Man vergleiche mit Europa und Japan nach dem 2 Wk.
    Warum hat es hier keine Bürgerkriege gegeben?
    Man hatte die Schnauze voll vom Krieg-dort unten anscheinend nicht.
    Aber dort denkt wie auch in Afrika jeder erstmal an seinen „Stamm!.Man sehe sich den Kongo an,fast jede Frau Vergewaltigt,5 Mio. Tote und es geht immer weiter.
    Man dürfte dorthin keine Waffen mehr liefern und Hilfsgelder nur gegen Abgabe von Waffen gewähren.

    Die Leute dort haben auch absolut keine Skrupel.Im einer Doku. sagte ein Afrikaner das der Kireg gut gewesen sei!Es hötte imme „Arbeit“ gegeben!Der Reporter fragte:Und wenn du nicht töten willst?Der Afrikaner:Warum sollte ich nicht töten wollen???Im Krieg ist der Tod gefragt nicht das Leben…Der Reporter:Und hast du keine Angst?Der Afrikaner:Nein.Wenn Bomben fallen graben wir uns einfach ein Loch…

  16. Nach diesem Artikel sind nun 3 Jahre ins Land gezogen. Was ist aus dem Irak geworden? Chaos, wohin das Auge blickt. Der Islam kann es einfach nicht.

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article129430704/Schuld-an-der-Krise-des-Irak-sind-die-Iraker.html

    Fest steht aber auch seit dem Lügenkrieg des Herrn Bush, dass – ähnlich wie bei Tito im ehemaligen Jugoslawien – jetzt zutage tritt, dass der Irak letztlich nur ein Kunststaatengebilde war, welches durch Hussein knallhart zusammendiktaturt worden ist. Diktator weg, Chaos angesagt.

    Ich gebe aber auch nach dem Irakkrieg den USA ein gerüttelt Maß an Mitschuld. Die ISIS-Terror-Mörder hätte ohne Unterstützung des Westens nie so groß werden können, wobei ich hier deshalb von Mitschuld schreibe, weil Saudi-Arabien diese Terrorbande genauso unterstützt mit Geld und Waffen. Die Unterstützung für diese Terroristen haben jedoch nur andere Beweggründe. Die USA und der Westen sehen im Grunde nur ihre Wirtschaftsinteressen, Saudi Arabien jedoch an erster Stelle die Verbreitung von Religionsinteressen des sunnitischen Islams, welches bei Ausbreitung natürlich auch Wirtschaftsbasen nach sich zieht.

    In Syrien jedoch war und ist eine andere Ausgangslage. In Syrien stehen sich zwei Blöcke des Altkaltkrieges gegenüber, so dass die Unterstützung gegen die USA-Terrorunterstützungs-Maßnahmen nicht so durchschlagend greifen konnte. Russland wahrt hier seine Interessen. Im Übrigen auch hier: Sunniten gegen Schiiten. Die Türkei spielt wie immer eine dubiose Rolle. Sie ließ Terroristen schalten und walten an ihrer Grenze zu Syrien, so dass diese sogar Giftgasanschläge begehen konnten, deretwegen es beinahe zu einem US-Angriff gekommen wäre, wenn Putin da nicht diplomatisch etwas gegengesteuert hätte.

    Gleiches in Libyen. Der Westen walzt nieder und Islam bekommt es nicht auf die Reihe.

    Ich werde im Gegensatz zum Autor des Welt-Artikels das Gefühl nicht los, dass der Westen dieses Chaos will, und zwar gezielt will. Die USA, GB, Frankreich, wissen genau, was sie mit ihren militärischen Interventionen erreichen. Chaos. Wer radikale Islamisten, ob in Afghanistan, in Syrien oder in Libyen mlitärisch unterstützt, muss wissen, dass das Chaos und Unterdrückung, Mord und Totschlag, Frauenunterdrückung und Ehehöllen vorprogrammiert sind. Aber der Westen trägt – und da gebe ich dem Weltartikel-Autor recht, nicht die Alleinschuld. Das Rache- und Hassreligionssystem Islam liegt über allem wie ein Mehltau, der die Gemüter der eigenen Gläubigen radikalisiert. Ferner kommt hinzu, dass der Islam in seiner Struktur die Selbstreflexion, die Selbstkritik und die eigene Schuld nicht kennt und für sich in absolutistischer Weise ausgeschlossen hat. Diese durch den Islam geprägte Geisteshaltung sieht sich selbst nie in der Verantwortung. Schuldzuweisungen anderen gegenüber sind an der Tagesordnung. Wenn im eigenen Lager nichts läuft, sind immer andere Schuld. Die Arroganz der Islamgrößen, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, verhindert es, dass sich Zustände hier auf Erden – und im eigenen Lager – zum Besseren wenden.

    Diese ganzen großkopferten Machtspiele hüben wie drüben, egal, wer sie ausführt, bringen einfach nur menschliches Leid. Das weinende Mädchen im Irak, ist dazu verurteilt, wegen dieser Machtspiele vollgefressener und ideologisch verkorkster Führer als Sinnbild für das Leid der Menschen in dieser Region zu stehen.

    Leid durch US- und Westenmachtspielen
    Leid durch islamische Rache- und Hassregeln,
    Leid durch islamischen Terror,
    Leid durch Religionskriege Sunniten gegen Schiiten
    Leid durch Islamunterdrückung
    Leid durch westliche Arroganz, im Namen der Demokratie das Recht zu haben, militärisch in islamischen Länden eingreifen zu müssen.

    Die Liste ließe sich fortsetzen. Ich kann es im Grunde nicht mehr hören. Da berichten die Medien nur noch über Terroanschläge ab bestimmter Größenordnung. Terroranschläge mit nur wenigen Toten bleiben in den hiesigen Medien unerwähnt, als ob ein Toter, durch einen ilsamisch geprägten Hassterroristen oder durch eine US-Drohne in Afghanistan für deren Familien kein Leid wäre. Hass wird durch solche Terrortaten geboren, wenn er vorher noch nicht vorhanden war oder gefestigt.

    Niemand auf Erden scheint ein echtes Interesse zu haben, dass sich Frieden einstellt. In der Bibel heißt es an einer Stelle: „Suchet den Frieden und jaget ihm nach“ Dieses Wort macht deutlich, dass Frieden die Prioritätsideologie der Menschheit (unter allen Umständen) sein sollte, unter der sich jedes Hass- und jedes Machtstreben unterzuordnen hätte. Dieses intensive Nachjagen des Friedens, welcher auf Erden der erste anzustrebende Maßstab für ein gelungenes Zusammenleben aller Menschen sein sollte, wird jedoch immer wieder torpediert von Machtstreben und diktatorischer Politik, von egoistischen Lobbygruppen. Religionen, die RAche und Hass als gottgemäß legitimieren, vertiefen diese Risse in der Gesellschaft noch. Frieden kann nur da erreicht werden, wo reiigiöse und ideologische Feindbilder radikal abgeschafft werden. Wo sie hochgehalten werden, wird Frieden nie möglich sein.

    Die Menschen schaffen es offensichtlich nicht, die Meinungen anderer auf gleicher Augenhöhe zu respektieren und Grundregeln zu schaffen, an die sich alle halten sollten. Selbst die allgemeinen Menschenrechtscharta der UNO hat ihre Widersacher im islamischen Bereich. Die kurzen 10 Gebote haben dies nicht geschafft, die ausführlichen älteren hammurabischen Gesetzesregeln haben es nicht geschafft. Das Grundgesetz und das StGB wird es nicht schaffen und jegliche andere Gesetzgebung halt auch nicht.

    Menschen sind wohl wie Kain und Abel gestrickt und haben bis heute nichts dazugelernt im menschlichen Bereich. Neid, Eifersucht, Stolz und übersteigertes Ego führen zu Hass und Rachedenken, die sich in verfeinerter und intellektueller Form zu Religionen und Ideologien verselbstständigen, verabsolutiert werden und so Feindbilder gegen andersdenkende Ideologien und Religionen schaffen. Und wenn jeder dann die Eigenschuld, die ja etwas mit Eigenverantwortung zu tun hat, dann auf diese Feindbildideologien übertragen kann, kann sich jeder bequem dann auch im Sessel zurücklehnen und sich im Recht fühlen und den Krieg gegen diese Feindideologien als Mittel zur Herbeiführung des Friedens nach eigener Vorstellung legitim einsetzen. Paradoxer und menschenfeindlicher kann es nicht gehen.

    Dass hinter diesen Religionen und ideologischen Feindbildern Menschen aus Fleisch und Blut, Geschöpfe mit Gefühlen und Verletzlichkeiten stecken, ist für diese Ideologen im Westen wie im Islam oder im Osten völlig gleichgültig. Dann können die Medien auch bei Terroranschlägen größeren Ausmaßes von Opferzahlen sprechen. Das ähnelt dann der Kriegsberichterstattung, dass endlich wieder ein feindliches Flugzeug abgeschossen wurde. DAss in diesem Flugzeug jedoch Menschen ihr Leben lassen mussten, scheint niemanden zu interessieren, ebensowenig, wie dieses aus der tiefsten Seele leidenden Mädchen auf dem Bild des gut analysierten Irakartikels. Es war ja nur der Feind, es ist ja nur ein Mädchen.

    Was aus diesem Mädchen heute wohl geworden ist? Hoffentlich hat es gute Ersatzeltern gefunden. Ob sie heute wieder lächeln kann, wenn sie noch lebt? Ob sie das Traume des Erlebten verarbeitet hat können? Wir können es nur hoffen.

    In diesem Bild von diesem Mädchen in erschreckender abgrundtiefer Verzweiflungssituation und erst recht in diesem Mädchen als Person selbst kommt die ganze Menschheitstragödie zum Ausdruck seit Kain und Abel bis leider wohl bis zum Weltenende . Nur wenige lassen sich von diesen Bildern sensibilisieren. Wenn alle dies nämlich täten, insbesondere die Großkopferten, würde der Frieden greifbarer sein. Diese Bilder stören nur die eigene Selbstgerechtigkeit und die angenehme Lebensweise dieser für Mord und Totschlag Verantwortlichen. Die geistigen Eliten (Politiker im WEsten, Radikalimame im Islam) von Kriegen und Terroranschlägen sitzen, während ihre Kämpfer ( natürlich immer unterfüttert mit ideologischem und/oder religiösem Rüstzeug wie z. B. im Namen der Demoktratie oder im Namen des islamischen Gottes) anderen Tod bringen, friedlich vor dem TV-Sessel und lassen es sich gutgehen. Bilder von solchen Mädchen stören nur die eigene heile Welt, die für die gesamte Erde jedoch tödliche und chaotische Verhältnisse und Folgen hinterlässt.

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