Ein Interview mit Alexander Dorin zum Thema: Die Srebrenica-Lüge (5)

 

 'Tuzla am 17.08.1995: Flüchtlinge aus Srebrenica treffen ein'.

Tuzla am 17.08.1995: Flüchtlinge aus Srebrenica treffen ein

Teil 1 des Interviews

Teil 2 des Interviews

Teil 3 des Interviews

Teil 4 des Interviews

Ein Interview von Mira und Ardašir Pârse mit Alexander Dorin:

Mira Pârse: Pârse und Pârse begrüssen Sie recht herzlich zum 5. Teil des Interviews und wir sind schon gespannt auf die Antworten zu den folgenden Fragen. Sie haben sich über 2 Jahrzehnte mit diesem Thema beschäftigt, viel Zeit geopfert und Ihre Recherchen privat finanziert, sicher waren Sie auch vielen Anfeindungen ausgesetzt und wir finden, dass das allergrössten Respekt verdient und jetzt auch zu Beginn des Interviews  einmal erwähnt werden muss.

Ardašir Pârse: Wie ging es nach den Evakuierungen weiter? Was gäbe es noch wichtiges zur Ankunft der Flüchtlinge und der Armee aus Srebrenica in Tuzla zu sagen? Wir haben in unserer Artikelreihe „Die Vernichtung der jugoslawischen Nation (4)“ recherchiert, dass die offizielle Zahl der in Tuzla angekommenen Flüchtlinge aus Srebrenica, 35.632 Menschen, von der Weltgesundheitsorganisation und von der bosnischen Regierung als Vertriebene und Überlebende von Srebrenica registriert wurden, können Sie das noch aus anderen Quellen bestätigen?

Alexander Dorin: Ja, diese Zahl kennt man sogar ziemlich genau. In einem UN-Dokument vom 4. August 1995 hielt US-Major Guy Sands fest, dass in Tuzla bis zu diesem Datum insgesamt 35’632 Flüchtlinge aus Srebrenica registriert wurden. An dieser Stelle möchte ich an die bereits zitierte Srebrenica- Bevölkerungsstatistik vom 11.01.1994 erinnern, in der Fahrudin Salihović festhielt, dass sich genau 37’255 Leute in Srebrenica befinden. Dementsprechend einfach fällt die Rechnung aus; Ziehen wir 35’632 von 37’255 ab, so erhalten wir eine Differenz von 1.623. Das ist die ungefähre Zahl von Menschen, die nach dem Fall Srebrenicas hätten fehlen können, keine Spur von 7.000 – 8.000. Es könnte im besten Fall eine Abweichung von dieser Zahl von einigen hundert Leuten möglich sein, nicht jedoch von Tausenden. Die Bevölkerungsstatistik stammt vom 11.01.1994, während Srebrenica am 11. Juli 1995 fiel. Es ist unmöglich, dass zwischen Januar 1994 und Juli 1995 etliche tausend zusätzliche Menschen nach Srebrenica gelangten. So etwas wurde weder von der UNO noch von den muslimischen Behörden dokumentarisch festgehalten. Eine kleine Abweichung kann es höchstens durch dem Umstand gegeben haben, dass sich eine gewisse Anzahl muslimischer Soldaten aus dem Städtchen Žepa der Armee aus Srebrenica beim Abzug anschloss. Würde man davon ausgehen, dass während des Durchbruchs nach Tuzla und anderen Orten auch einige hundert Soldaten aus Žepa während der Kämpfe umgekommen sind, so kann die Zahl des Gesamtverlustes bei der muslimischen Seite bei +/- 2000 liegen. Wir sehen demnach, dass ausgerechnet Dokumente der UNO und der muslimischen Bürgerkriegspartei beweisen, dass es nicht mehr als 2.000 Tote gegeben haben kann, wobei ebenfalls klar ist, dass der absolut größte Teil dieser Umgekommenen niemals exekutiert wurde. Doch es gibt noch weitere Beweise, wie wir etwas später sehen werden.

‚UNO Dokument vom 04.08.1995‘

Mira Pârse: Eine Zwischenfrage: woher erhielten Sie all die von ihnen bisher zitierten Dokumente?

Alexander Dorin: Diese Dokumente wurden mir von verschiedenen Seiten übergeben. Ein Teil davon stammt von Behörden der bosnischen Serben in Banja Luka. Auch der Co-Autor meines Buches ‚Srebrenica – wie es wirklich war‘, der zwischenzeitlich verstorbene Zoran Jovanović, übergab mir diverse Dokumente, die er während des Krieges sammelte. Von verschiedenen Anwälten diverser in Den Haag angeklagter Serben erhielt ich weiteres Material. Tonnenweise Dokumente erhielt ich auch von ehemaligen Geheimdienstlern wie z.B. Jugoslav ‚Dominique‘ Petrušić. Mir steht über diverse Kontakte auch ein Großteil des Archivs des sogenannten Jugoslawientribunals in Den Haag zur Verfügung usw. Auch von muslimischen Kontakten erhielt ich bereits wichtiges Material usw.

Nochmals zurück zu den 35’632 muslimischen Flüchtlingen aus Srebrenica, die bis zum 4. August 1995 in Tuzla registriert wurden. Nach ihrer Ankunft in Tuzla befragte man diese Flüchtlinge, ob sie etwas von etwaigen Kriegsverbrechen zu berichten hätten, doch niemand von ihnen hatte solche Verbrechen erlebt oder davon gehört. Dazu der Journalist Tim Butcher (Tim Butcher, ‚Serb Atrocities in Srebrenica are unproved‘, Daily Telegraph, 24.7.1995):

Nach fünf Tagen Befragungen ist es dem Chefermittler der Vereinten Nationen für Untersuchungen über die angeblichen Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit dem Fall Srebrenicas bisher nicht gelungen, Augenzeugen der vermeintlichen Kriegsgräuel ausfindig zu machen.“

 'Tuzla am 17.08.1995: Flüchtlinge aus Srebrenica treffen ein'.

Tuzla am 17.08.1995: Flüchtlinge aus Srebrenica treffen ein

 'Tuzla am 17.08.1995: Flüchtlinge aus Srebrenica treffen ein'.

Tuzla am 17.08.1995: Flüchtlinge aus Srebrenica treffen ein

 'Tuzla am 17.08.1995: Flüchtlinge aus Srebrenica treffen ein'.

Tuzla am 17.08.1995: Flüchtlinge aus Srebrenica treffen ein

Das muss man sich einmal vorstellen; 35’632 muslimische Flüchtlinge aus Srebrenica, Zivilisten wie Soldaten, wissen nach ihrer Ankunft in Srebrenica nichts von Verbrechen der serbischen Armee zu berichten – genauso wie die holländischen UN-Soldaten, die damals vor Ort gewesen sind – und dennoch entsteht kurze Zeit danach der Mythos von den 7.000 – 8.000 Ermordeten, – unglaublich. An diesem Beispiel erkennt man wieder einmal die unheilvolle Macht der westlichen Massenmedien, die leider regelmäßig die Kriegspropaganda der USA / NATO in die Welt tragen (nicht nur während der Kriege im ehemaligen Jugoslawien). Passend dazu ein Auszug aus dem Buch der im ersten Teil dieser Interview-Serie bereits zitierten Publizistin Mira Beham (Mira Beham Kriegstrommeln: Medien, Krieg und Politik):

„Schließlich würde die ganze Wahrheit über Srebrenica noch berücksichtigen müssen, dass der Vorwurf, die bosnischen Serben hätten bei der Eroberung der Schutzzone 6.000 bis 8.000 muslimische Männer exekutiert, in Massengräbern verscharrt und damit das „größte Verbrechen nach dem Zweiten Weltkrieg“ in Europa begangen, von der amerikanischen Regierung lanciert wurde. Der spätere UN-Bericht über das Massaker stützte sich auf diese offiziellen US-Quellen und die von ihnen bereitgestellten Zeugen.“

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Doch es sind nicht allein die erwähnten 35’632 muslimischen Zivilisten und Soldaten, die damals nichts über Verbrechen der serbischen Armee zu berichten wussten. Auch in diversen Dokumenten der muslimischen Armee aus der damaligen Zeit findet man kein Wort über Massenexekutionen oder sonstige Verbrechen der Serben. So verfasste General Sead Delić am 27.07.1995 ein streng vertrauliches Armee-Dokument, welches eine Chronologie der Ereignisse nach dem Fall Srebrenicas wiedergibt. In dieser Chronologie werden u.a. auch Gefechte mit der serbischen Armee beschrieben. Es wird ferner erwähnt, dass die muslimischen Kämpfer im Durchbruch nach Tuzla dem serbischen Militär bedeutende Verluste zufügen konnten! Auf diversen Videos von damals kann man auch sehen, dass die muslimischen Kämpfer und Zivilisten auf dem Weg nach Tuzla unterwegs serbische Dörfer überfallen und angezündet haben. Eines sucht man jedoch in dem Bericht der muslimischen Arme vergebens; Informationen über Massenerschießungen oder sonstige Verbrechen der serbischen Armee. Zweieinhalb Wochen nach dem Fall Srebrenicas wusste demnach von der muslimischen Bürgerkriegspartei noch niemand etwas von Massenexekutionen zu berichten, nicht einmal die Regierung und die Armeespitze!

‚Muslimisches Armeedokument vom 27.07.1995‘

Doch das Ganze wird noch absurder: Am 30.07.1996, also etwas mehr als ein Jahr nach dem Fall Srebrenicas, befasste sich der Generalsstab der bosnisch-muslimischen Armee in einem streng vertraulichen Dokument abermals mit den Ereignissen in Srebrenica nach dem Fall der Stadt. Erwähnt wird im Dokument z.B., dass es in Srebrenica zu Konflikten zwischen rivalisierenden Gruppierungen gekommen sei, in deren Verlauf diverse Personen getötet wurden. Es wird zudem darüber informiert, dass Naser Orić bereits längere Zeit vor dem Fall Srebrenica verlassen und sich nach Tuzla zurückgezogen hat, was sich negativ auf die Armee auswirkte. Wieder ein Hinweis darauf, dass die Aufgabe Srebrenicas bereits lange im Voraus geplant wurde. Oder weshalb sollte man zuerst den Kommandanten der Armee abziehen, später dann die Armee selbst? Ferner werden in dem besagten Dokument Waffenlieferungen nach Srebrenica im Mai 1995 aufgelistet. Da stellt sich folgende Frage: weshalb duldete die UNO erneute Waffenlieferung in die sogenannte UN-Schutzzone Srebrenica? Die UNO schwieg, wie sie wenig später abermals schwieg, als die muslimische Armee wenige Wochen vor dem Fall Srebrenicas eine neue Offensive gegen serbische Dörfer und Ziele startete. Aber wer gab damals der UNO den Befehl, sie solle über gewisse Ereignisse und Verstöße schweigen? Doch nebst all diesen Angaben sucht man auch in diesem Dokument eines vergeblich; Informationen über Massenerschießungen und Verbrechen der serbischen Armee – und das über ein Jahr nach dem Fall Srebrenicas!

‚Muslimisches Armeedokument vom 30.07.1996‘

Ardašir Pârse: Diese Waffenlieferungen bezeugte sogar Sefer Halilović, der Kommandant der muslimischen Armee von Bosnien und Herzegowina, er hatte sogar anerkannt, „dass es eine große Anzahl von Aufträgen für Sabotageakte aus den Schutzzonen heraus gab”. Er bestätigte auch, dass 5.500 Mitglieder der 28. Abteilung der bosnisch-muslimischen Armee in Srebrenica stationiert wurden und dass er acht Hubschrauber mit Munition beladen nach Srebrenica und Žepa von Tuzla aus geschickt hatte, und das unter Verletzung der Vereinbarung der Entmilitarisierung in Schutzzonen! Die US-Regierung verletzte dabei ihr eigenes Waffenembargo und flog Tonnen von militärischer Ausrüstung, einschließlich Stinger-Raketen, zu den muslimischen Streitkräften, durch geheime C-130 Flüge nach Tuzla bei Nacht. Tauchten jedoch nicht irgendwann mehrere Zeugen auf, die erzählten, sie hätten Massenerschießungen überlebt, nachdem sie selbst zu Exekutionsplätzen geführt wurden?

Alexander Dorin: Ja richtig, ab einem gewissen Zeitpunkt schüttelte die Srebrenica-Propaganda-Maschinerie plötzlich drei Männer aus dem Ärmel, die Massenerschießungen überlebt haben wollen. Einer davon ist Mevludin Orić, ein Verwandter des Kriegsverbrechers Naser Orić. Mevludin Orić erzählt seit Jahren während Interviews, er habe Massenerschießungen überlebt, weil er sich tot gestellt habe und anschließend geflüchtet sei. In einer seiner Versionen der Geschichte seien er und andere Gefangene zuerst in der Grundschule in Karakaj (bei Zvornik) eingesperrt worden. Anschließend habe man sie in eine Sporthalle gleich neben der Grundschule gebracht, von wo aus man die Gefangenen zur Exekution auf ein Feld geführt habe. Orić sprach während diversen Interviews von bis zu 2.000 Exekutierten (während anderer Interviews sprach Orić davon, die Hinrichtungen hätten bei Glumina stattgefunden).

'Ein notorischer Lügner: Mevludin Orić'

Ein notorischer Lügner: Mevludin Orić

Prof. Dr. Darko Trifunović, der u.a. der an der „Fakultät für Sicherheit der Universität Belgrad“ tätig ist, befasste sich mit den Angaben von Mevludin Orić. Er reiste nach Karakaj und suchte die Grundschule auf. Er kontaktierte den früheren Schuldirektor Nedo Vasić und fragte ihn, ob er in der Schulchronik nachschauen könnte, was unter dem 12/13 Juli 1995, dem Tag des angeblichen Massakers, vermerkt wurde. Nedo Vasić suchte in den Dokumenten nach und fand heraus, dass während dieser Zeit an der Schule normal unterrichtet wurde. Er zeigte diese Dokumente auch Darko Trifunović, der sie kopierte. Trifunović schaute sich auch das Schulzimmer an, in dem angeblich bis zu 2.000 Männer untergebracht gewesen sind, und stellte fest, dass in diesem Zimmer nicht einmal ein Bruchteil der angeblich inhaftierten Männer Platz gehabt hätte. Zudem wäre es auch kaum vorstellbar, dass man vor den Augen der Schüler 2.000 Kriegsgefangene einsperrt. Der jedoch spektakulärste Punkt ist der, dass es während des Krieges neben der Grundschule gar keine Sporthalle gab! Es ist offensichtlich, dass sich Mevludin Orić erst irgendwann nach dem Krieg die Schule anschaute, um dann eine Geschichte zu konstruieren. Natürlich konnte er dabei nicht wissen, dass das Gebäude erst nach dem Krieg entstanden ist. Dieser Fehler von Orić degradiert jedoch seine gesamte Geschichte zur ordinären Lüge – dennoch wird er bis heute regelmäßig als Zeuge in Sachen Srebrenica präsentiert. Darko Trifunović interviewte auch Mirko Rebić, den ehemaligen Bürgermeister von Zvornik, Cveta Blagojević, direkte Nachbarin des Schulhauses, Milan Mihajlović, den Hausmeister der Schule während der Kriegsjahre und zwei ältere muslimische Frauen, die genau gegenüber von Karakaj in Mali Zvornik, welches durch den Fluss Drina von Karakaj getrennt wird, leben.- All diese interviewten Leute, hatten niemals etwas von den Anschuldigungen gehört, noch hatten sie während des Krieges jemals Gefangene in der Schule gesehen. Darko Trifunović veröffentlichte seine Srebrenica-Recherchen im Jahr 2002 unter dem Titel ‚Report about case Srebrenica‘, veröffentlicht vom ‚Documentation centre of Republika Srpska – bureau of government of RS for relation with ICTY‘.

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Nebst Mevludin Orić gab es mindestens noch zwei weitere Männer, die als sogenannte Hauptzeugen im Zusammenhang mit den propagierten Massenerschießungen angeführt werden. Eine Analyse ihrer Aussagen zeigt jedoch auf, dass auch sie nicht die Wahrheit erzählen und konstruierte Geschichten verbreiten. Der deutsche Journalist Thomas Deichmann analysierte diese Aussagen und schrieb folgendes darüber (Thomas Deichmann, ‚Laptop-Krieger auf dem Balkan‘, Novo Nr. 18, September/Oktober 1995):

„Was die Fakten über Srebrenica nicht hergaben, versuchten sich einige Journalisten mit anderen Methoden zu besorgen. Sie reisten nach Tuzla und stürzten sich auf die dort eintreffenden muslimischen Flüchtlinge, die ihr Hab und Gut, nicht selten Familienmitglieder und die eigene Gesundheit auf der Flucht aus Srebrenica verloren hatten. Den verunsicherten und verständlicherweise emotional betroffenen Menschen bot man die Möglichkeit, ihrer Verachtung des Krieges und ihrem Elend Ausdruck zu geben. Viele wurden interviewt. Aber statt die besondere Lage der Flüchtlinge zu berücksichtigen – dies sollte normaler Standard bei der journalistischen Recherche sein – wurde ihr Leid ohne Überprüfung und oft unkommentiert in die Welt getragen. Schon oft in diesem Krieg wurden wenig glaubwürdige Augenzeugenberichte zum Ersatz für stichhaltige Beweise von Gräueltaten und Massaker der Serben. […] Am 11. August dieses Jahres erschien ein Artikel von Roy Gutman u. a. in der linksliberalen taz, in dem er in altbekannter Manier mehrere Zeugenaussagen präsentierte („General Mladić und der Todeskonvoi“, S. 11). Die Befragten berichteten über grausame Massenexekutionen der Flüchtlinge aus Srebrenica und brachten den obersten Befehlshaber der bosnisch-serbischen Armee, General Ratko Mladić, mit den Gräueltaten in direkte Verbindung. Sollten sich diese Aussagen als richtig herausstellen und ließen sie sich beweisen, könnten sie für das UN- Tribunal in Den Haag relevant sein, denn am 25. Juli 1995 wurde General Mladić dort des Völkermords und anderer Vergehen angeklagt. Doch wie schon im Falle der von Gutman im Februar 1993 interviewten kroatischen Augenzeugin Cigelj, die er in einem Newsday-Artikel als glaubwürdiges Opfer von Gräueltaten präsentierte, bewies Gutman auch dieses Mal, dass er es mit der Quellenrecherche nicht immer ernst nimmt. Ein von Gutman in der taz vorgestellter Zeuge, der 63-jährige Flüchtling Smail Hodžić, gab auch anderen Journalisten in Tuzla Interviews und erzählte verschiedene Geschichten seines Leidenswegs. In Gutmans Artikel wird geschildert, dass Hodžić bei einer Ansprache General Mladićs vor etwa 4.000 auf der Flucht gefangenen, muslimischen Männern und Jugendlichen im Fußballstadion der „serbisch besetzten Stadt Nova Kasaba“ dabei war. Er berichtet weiter, den Männern seien nach der Ansprache die Augen verbunden worden, sie seien „auf Lastwagen mit Planen gebracht und schließlich zu dem Platz gefahren worden, wo sie getötet werden sollten, vermutlich ein Dorf namens Grbavce“. Auf der Fahrt habe Hodžić die Binde vor seinen Augen „einen Moment beiseite geschoben und nach hinten aus dem Lastwagen geschaut. In einem Jeep, der dem Todeskonvoi folgte, habe er General Mladić gesehen“, schreibt Gutman. Zweitausend Menschen seien an diesem Abend exekutiert worden. Hodžić habe überlebt, „weil er unter einen Mann gefallen sei, der getötet wurde“. Nach Stunden sei er über etwa 200 Leichen in den anliegenden Wald gekrochen und in elf Tagen zu Fuß in das Gebiet der bosnischen Regierungsarmee gelangt. Smail Hodžić wurde auch von der Journalistin Alexandra Stiglmayer interviewt, die seine Odyssee in einem Artikel in Die Woche bereits am 28. Juli 1995 präsentierte („Flucht aus dem Leichenfeld“, S. 19). Einige seiner Angaben, z. B. sein Alter und die von ihm angeblich überkletterten Leichen, stimmen mit Gutmans Bericht überein. Der Rest passt jedoch nicht zusammen. Im Flüchtlingscamp in Tuzla soll Hodžić Stiglmayer berichtet haben, er sei mit bosnischen Regierungssoldaten auf der Flucht nach Tuzla gewesen und nach Gefechten mit bosnischen Serben gefangen genommen worden. Am nächsten Morgen sei er mit den übrigen Männern in eine „Halle bei Bratunac zehn Kilometer nördlich von Srebrenica“ gebracht worden. „Als wir eintrafen, sah ich, dass es eine Basketballhalle war“, zitiert die Journalistin den Flüchtling. Alle halbe Stunde seien 15 bis 20 der insgesamt etwa 3.000 Gefangenen die Augen verbunden und abgeführt worden. Hodžić soll gegen 20.00 Uhr an der Reihe gewesen und „in einem Kombi“ zum Exekutionsort gebracht worden sein. „Dann mussten wir aussteigen und wurden in zwei Reihen aufgestellt“, erzählt er weiter. „Wir bekamen Angst und rissen die Augenbinden ab. Wir waren auf einem großen Feld in der Nähe des Waldes, das von Tausenden von Leichen bedeckt war. Im gleichen Augenblick begannen sie zu schießen“, zitiert Stiglmayer. Hodžić stand in der „zweiten Reihe“, habe sich zu Boden geworfen und deshalb überlebt. Fünf Tage sei er unterwegs gewesen, bis er am 20. Juli Tuzla erreichte. Was Hodžić auf seiner zweifellos leidvollen Flucht nach Tuzla wirklich erlebt hat, bleibt ein Geheimnis. Eindeutig ging es ihm bei seinen Darstellungen aber nicht um die Wahrheitsfindung. Dass er aus Wut über das Schicksal der Muslime aus Srebrenica Gutman, Stiglmayer oder beide anlog, ist jedoch nachvollziehbar und sollte angesichts seiner Situation nicht wundern. Völlig inakzeptabel hingegen ist die Art und Weise, wie Journalisten mit solchen Augenzeugenberichten das Meinungsbild im Westen manipulieren.“

Und die britische Journalistin Linda Ryan berichtete zum gleichen Thema (Linda Ryan, ‚What’s in a ‚mass grave’‘, LM-Magazine Nr. 88/1996):

„Die Geschichte Srebrenicas ist symptomatisch für die Entwicklung seit Beginn des Krieges in Bosnien. Der investigative Journalismus degenerierte zu einer schaurigen Suche nach Leichenbergen, und Prinzipien für professionelle journalistische Arbeit wurden über Bord geworfen. Sowohl Journalisten als auch offizielle Stellen zeigten sich doppelzüngig, wenn es darum ging, was den Menschen auf allen Seiten dieses Konflikts angetan wurde. Es wurden Opferzahlen in Umlauf gebracht, die sich nicht durch Beweise stützen ließen. Die Behauptung, in Srebrenica seien 8.000 Menschen ermordet worden, ist genauso unglaubwürdig wie die Behauptung, in ganz Bosnien hätten bisher 250.000 Menschen den Tod gefunden. Außerdem scheint man das Konzept der Unschuldsvermutung ganz aufgegeben zu haben. […] Auf allen Seiten des Krieges gab es viele Tote, doch ist es derzeit unmöglich, die genauen Zahlen der Getöteten festzustellen. Doch statt mit dem Thema umsichtig umzugehen, wurde einfach eine Seite vorverurteilt: die Serben. Die Ergebnisse der Experten- und Untersuchungskommissionen erscheinen eher wie das Ergebnis der Arbeit der US-Geheimdienste, die im Rahmen ihres Propagandakrieges gegen die bosnischen Serben bereits länger daran arbeiten, eine Völkermord- und Holocausthysterie zu entfachen. […] Einer der Überlebenden, Hakija Husejnović, berichtete UN-Ermittlern, am 13. Juli 1995 seien 2.000 muslimische Flüchtlinge aus Srebrenica von bosnischen Serben gefangen genommen, anschließend in eine Lagerhalle im Dorf Kravica getrieben und getötet worden. Mit Granaten und Maschinengewehren hätten die Serben durch Türen und Fenster in die Menschenmenge gefeuert. Husejnović gab an, er habe nur deshalb überlebt, weil er sich tot stellte und unter Leichen vergrub. Seine Aussage widerspricht jedoch der eines anderen Augenzeugen, der gesehen haben will, dass sich etwa 2.000 bosnische Muslime in Kravica den serbischen Truppen ergaben und in der anschließenden Nacht mit LKWs auf ein Feld gebracht wurden, wo sie sich in Reihen aufstellen mussten, bevor allesamt niedergeschossen wurden. Das Feld soll in der Nähe von Zvornik (nicht gerade in nächster Nähe zu Kravica) gewesen sein. Der Zeuge gab an, er habe überlebt, weil er sich tot stellte und später fliehen konnte. Es ist unmöglich, dass beide Geschichten wahr sind.“

Sehen Sie nun, was das Fundament der Haager Beweisführung in Sachen Srebrenica ist? Lügen, Lügen und nochmals Lügen.

Während des Marsches von Srebrenica nach Tuzla verübten das muslimische Militär und bewaffnete Zivilisten unterwegs erneut Verbrechen an den Serben. So z. B. in der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 1995, als sie das serbische Dorf Baljkovica (Zvornik) passierten. Die meisten Frauen, Kinder und älteren Menschen hatten das Dorf vorsichtshalber verlassen, als sie hörten, dass die muslimische Armee im Anmarsch sei. Das Dorf wurde bereits im Mai 1992 überfallen, wobei zahlreiche Zivilisten getötet wurden. Zurückgeblieben sind hauptsächlich Männer, die im Ernstfall das Dorf verteidigen wollten. Gegen die tausendfache Übermacht hatten sie jedoch keine Chance. (Seltsame muslimische „Völkermordopfer“, die zu Tausenden serbische Dörfer überfielen und dabei die Einwohner ermordeten.)

Während des Angriffs auf Baljkovica starben: Savo Aćimović (*1955) Petar Batić (*1939) Vasilije Delić (*1941) Milan Jakšić (*1965) Slavko Katić (*1968) Dragan Milićević (*1975) Cvijetin Nikolić (*1951) Mićo Perić (*1967) Gojko Simić (*1952) Dragan Stevnović (*1971) Petar Tijanić (*1937) Zoran Tomić (*1960)68 Boško Aleksić (*1960) Slavko Dragić (*1963) Goran Gotovac (*1973) Ljubiša Jerkić (*1964) Gojko Kulić (*1954) Anto Milošević (*1961) Dušan Nikolić (*1957) Milenko Radić (*1964) Rajko Smiljanić (*1966) Zoran Stojkić (*1959) Rado Tomić (*1970).

Mira Pârse: Ja wir wissen das, denn das haben auch unsere eigenen Recherchen vollends bestätigt. Juristische Experten wurden deshalb auch bissig über diesen Schauprozess am ICTY. Die BBC und auch wir nannten den Prozess in Den Haag zu Recht einen “Zirkus”, aber Chefrichter Cassesse, sagte trotzdem: “Ich verlasse mich auf den Druck der öffentlichen Meinung”, um Anklagen gegen serbische Führer zu rechtfertigen. Wenn in Prozessen nicht Beweismaterial Beweiskraft liefert sondern die pure Annahme von Gegebenheiten und die Machtvollkommenheit höchstrichterlicher Rechtsprechung nicht beim Gericht liegt, sondern in der öffentlichen, manipulierten Meinung, dann weiß ich nicht, was das noch mit Rechtsprechung zu tun hat.

Vielen, vielen  Dank Herr Dorin, wie immer freuen wir uns auf die Fortsetzung des Interviews und sind sehr gespannt auf weitere Erkenntnisse.

Fortsetzung folgt….

(Das Bildmaterial und die Dokumente sind urheberrechtlich geschützt!)

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  7. VIDEOBEWEIS: Srebrenica-Lüge & MEDIENPROPAGANDA! Video mit falschen „Hinrichtungen von Muslimen“ in Srebrenica! Das ist der falsche Film aus der EU-Fernsehnachrichten, der zeigt, wie „die Serben Bosniaken töten“ … Bosniaken haben den aufgenommen …. wie sie angeblich von Serben (mit Patronenhülsen) „getötet“ wurden und danach, wie sich die Muslime alle LEBENDIG erhoben worden sind?
    (Snimak laznog streljanja muslimana u Srebrenici! Ovo je taj lazni филм из ЕУ-ТВ-вести, који pokazuje „kako Srbi ubijaju bosnjake“… Bosnjaci su ga snimali…. kako ih navodno Srbi ubijaju (sa patronama), pa posle toga svi zivi ustaju?.. ..)

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